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Echt was los in den alten Schul-Gemäuern - Gymnasium

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Volksstimme
03.05.2006
Francisceum feierte 203. Geburtstag
Echt was los
in den alten Schul-Gemäuern
Während die Dreizehntklässler
des Francisceums über ihren
Geschichts-Abiturprüfungen
schwitzten, vergnügten sich die
anderen Schüler bei einem Projekttag zum 203. Geburtstag
des Zerbster Gymnasiums. Aus
diesem Anlass wurden am vergangenen Freitag verschiedene
interessante Projekte angeboten. Die vielen Veranstaltungen
stießen auf unterschiedliches
Interesse.
nachgefragt
Spannende Projekte
und leckeres Essen
Von Caroline Große
Von Caroline Große
Zerbst. Ein recht gut besuchtes Projekt zum Beispiel wurde
vom Zerbster Karikaturisten
Rainer Frankowski geleitet. Er
diskutierte mit den Schülern
über den Karikaturenstreit
und beantwortete geduldig ihre Fragen. „Karikaturisten
sind Querdenker, die der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Um gute Karikaturen
zu zeichnen, muss man einfach
mit offenen Augen durch die
Welt gehen und seine Mitmenschen beobachten, aber auch
die Nachrichten verfolgen“,
gab er dem Publikum Tipps
mit auf den Weg. „Mit meinem
Vortrag wollte ich die Jugendlichen mehr für dieses Thema
interessieren. Man kann aus allem Karikaturen machen. Über
die Fußball-WM zum Beispiel –
ein ganzes Buch“, erzählte der
Zerbster.
Hingegen fand die Theateraufführung des Stückes „Leon
und das Meer“ nicht die gewünschte Resonanz. Das Stück
entstammt der Feder der Thea-
„Leon und das Meer“ wurde in der Aula aufgeführt. Das Theaterstück
wurde von den Schülern der Projektgruppe selbst geschrieben.
tergruppe, wie Gruppenleiterin Heike Richert betonte. Es
erzählt die Geschichte von Leon, einem Juden, der im Traum
mit seiner Schwester Hanna
und seiner Ehefrau Rebekka
spricht.
Am späten Vormittag hatte
der Chor seine Generalprobe
für das abends auf dem Programm stehende Frühlingskonzert. Auf dem Weg durch
das Schulgebäude konnten im
Hintergrund leise Frühlingslieder wahrgenommen werden,
wie zum Beispiel „Es tönen die
Mit Rainer Frankowski diskutierten die Schüler des Francisceums über
den Karikaturenstreit.
Fotos (2): Caroline Große
Lieder“.
Um Sozial- und Arbeitsrecht
drehte sich alles beim gleichnamigen Projekt. Die Zerbster
Rechtsanwältin Corinna Brüggemann wollte ihren Zuhörern
die Freude am Anwaltsberuf
vermitteln, sie aber auch rund
um Ferienjobs oder ähnliches
informieren. So erfuhren die
Schüler zum Beispiel, wie viel
sie arbeiten dürfen und was ihnen für Rechte gegenüber dem
Arbeitgeber zustehen. Laut der
Fachanwältin für Sozialrecht
sei es „einfach toll, wenn man
Menschen in einer schier aussichtslosen Situation helfen
kann. Manche brauchen einfach jemanden, der weiß, wo es
langgeht, und dann bin ich für
sie da.“
Weiterhin gab sie dem Publikum einen kurzen Einblick in
staatliche Leistungen für die
Ausbildung,
zum
Beispiel
BAföG. „Ich habe versucht,
Themen anzusprechen, die
Schüler interessieren“, sagte
Corinna Brüggemann.
In verschiedenen weiteren
Workshops konnten die Teilnehmer Wasser einmal näher
unter die Lupe nehmen oder
lernen, wie man Stress vermeidet. In einem Geschichts-Projekt drehte sich alles um „Vergessene Schicksale“ der Nachkriegsopfer im Raum Zerbst
und auch die dritten Fremdsprachen stellten sich für die
Achtklässler vor.
Zerbst. Einige Projekte gab es
im Rahmen der 203. Schulfesttage. Wie kamen sie bei den
Schülern an? Was hat besonders
Spaß gemacht? AZE fragte
nach.
Gloria Menzel, 12. Klasse:
„Ich hatte mir unter anderem
das Projekt ,Karikaturen‘ mit
Rainer Frankowski ausgesucht.
Durch meine Eltern kenne ich
ihn schon privat und habe seine
Ausstellung im Landratsamt gesehen. Ich finde es interessant,
wie man Karikaturen zeichnet
und die Ideen dazu kriegt. Mir
gefallen die Arbeiten von ihm
sehr gut, viele kannte ich schon,
da wir zuhause das Buch haben.“
Kerstin Griebner und Yixiu Fu
Fotos (4): Caroline Große
auch
selbst
gern. Es ist
sehr interessant, wie man
mit Karikaturen Missstände
aufzeigen
kann, ohne direkt jemanden
Florian Lindauer, 10. Klasse: anzusprechen,
„Ich war heute beim Chemie- wie früher mit
Ives
Projekt Wasseranalytik mit Fabeln.“
Schüler
Frau Mengewein dabei. Wir haYves
ben interessante Experimente
zum Wasser durchgeführt, so Schüler, 10. Klasse: „Meine
haben wir zum Beispiel den Aufgabe war es heute, in der
pH-Wert und die Wasserhärte Schulwebsite-Projektgruppe
bestimmt. Das Projekt hat sich den Tag in Form von Fotos zu
gelohnt, da ich jetzt schon Vor- dokumentieren. Wir haben uns
wissen für den Chemieunter- viele Projekte angeguckt und alricht in den oberen Klassen be- les abgelichtet. In meiner Freisitze. Wir haben jeden Tag mit zeit beschäftige ich mich auch
Wasser zu tun, deswegen wollte viel mit dem Computer, spiele
ich mehr über dieses Thema er- aber eigentlich mehr. Deswegen
war es heute interessant zu lerfahren.“
nen, wie man Internetseiten erSteffi Wolters, 12. Klasse: stellt und spannend gestaltet.“
„Auch ich habe mich für das
Kerstin Griebner (l.) und
Kunst-Projekt mit Rainer Frankowski entschieden. Ich habe Yixiu Fu, 7. Klasse: „Wir waren
schon einige seiner Arbeiten in heute morgen in der Diakonie.
der Zeitung gesehen und wollte Danach war unsere Generalprowissen, wie man zu solchen be mit dem Schulchor für das
Zeichnungen kommt. Ich male Frühlingskonzert. Vorher hat
Herr Weis uns
noch das Bleigießen gezeigt,
so dass wir eine
Kette
selbst
herstellen
konnten. Uns
hat dieser Projekttag gut gefallen, vor allem weil es so
leckere Sachen
Steffi Wolters und
Florian
zu essen gab.“
Gloria Menzel
Lindauer
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