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10, 21, 25 - was darf es heute sein? (Mit Video - Achim Achilles

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10, 21, 25 - was darf es heute sein? (Mit Video) - Alles rund um Marathon, Laufen, Joggen, Abnehmen, Ern
14. Mai. 2014
Dumpf fiel die Autotür zu. Ich machte umgehend die Zündung und dann die Sitzheizung
an. Aaah. Aufgrund der Wärme entspannten sich meine Schultern. Für Anfang Mai im
Raum Berlin eine ungewöhnliche Situation.
Varianten der Laufbekleidung gingen mir am Abend zuvor durch den Kopf. Was passte zu den
10 Wettlauf-Kilometern des BIG 25 bei ca. 8 Grad? Lang, mittel oder kurz? Dicker oder dünner?
Wie oben und wie unten? Ergebnis: Oben lang, unten kurz und beides eher dünner. Für den
Lauf müsste das passen. Für davor und danach nahm ich mir das Zwiebelprinzip mit weiteren
Sportklamotten vor.
Die Kälte zog schon gut in die Hautporen, als ich mich vor Ort ausschälte. 30 min. bis zum
Start. Das reichte für die Abgabe des Kleiderbeutels, den obligatorischen Toilettengang und ein
WARMlaufen. A) lag auf dem Weg zum Start - erledigt. B) war selbst im hinteren Teil des
Berliner Olympiastadions nicht gerade schnell möglich. Es gab Toilettenszenen wie in der
Halbzeitpause von Hertha. C) war dagegen äußerst freiräumig möglich, da sich der größte Teil
der Laufteilnehmer bereits in den Startblöcken befand.
Auch wenn die Atmosphäre im Startblock etwas Besonderes ist, dieses Mal wollte ich mich bis
zum Startcountdown einlaufen. Letztes Jahr stand ich an die 15 min. Schulter an Schulter im
Block fest. Warum ich mich vorher Einlaufen war, wusste ich dann schon nicht mehr. Einziger
Vorteil letztes Jahr, ich stand schön weit vorne an der Startlinie.
Dieses Jahr fiel diese Möglichkeit wegen einer neu organisierten Blockeinteilung flach. "B3"
stand neben meiner Startnummer. Vorletzter Startblock. Wie sollte das mit meiner verschärften
Tempoaufnahme ab dem ersten Meter zusammenpassen? Zumal mit mir die Halbmarathonies
als auch die 25 km-Läufer zur selben Zeit starteten.
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14. Mai. 2014
Einlasskontrollen an den Startblöcken waren vorhanden und arbeiteten aufmerksam. Dann halt
"B3". Und es kam wie vermutet. Hinter der Startlinie wurde gefühlt eher gewalkt, als gegen
maximal gerannt. Eine einzelne Sekunde fühlte sich an wie drei. Der erste Kilometer war wie
Tetris. Links - rechts - mehr rechts - gleich wieder links - rechts. Die Zwischenzeit fand sich bei
knapp 5 min. ein. 30 Sekunden über Plan. Dahin mein erster Zeitpuffer, der i.d.R. für die letzten
Kilometer von Nöten war.
Was Gutes, bildete ich mir später ein, hatte aber diese Tempobremse. Entgegen den letzten
10er-Wettläufen, meinte ich dieses Mal nicht, bei Kilometer 8 bis 9 implodieren zu können. Das
Körpergefühl blieb gut und das hohe Tempo durchweg da. Die durchschnittliche Pace zeigte
4:58. Dabei war schnell der persönliche Ehrgeiz geweckt, keine 5:00 entstehen zu lassen.
Dieser selbstgewählte Druck war echt eine fiese Nummer. Aber es trieb ungemein an.
Das Einlaufen in das Olympiastadion war wieder das Beste. Bei den Lichteffekten und der
Musik in den Katakomben wäre ich am liebsten stehen geblieben. Aber die Zeit drängte. Das
Ziel lag vor mir. Die Stimmung war super. Geile Szene - Arme hochgerissen. Den knapp unter
5er-Schnitt brachte ich über die Linie. Perfekt.
Bis man von den nachfolgenden Finishern raus aus den Innenbereich Richtung Treppen
"geschoben" wurde, sog ich so viel Feeling wie möglich auf. Von oben zuguckend ergab sich
noch der Zieleinlauf von Abraham Cheroben. Der 21-jährige Kenianer gewann das 25
km-Rennen in 1:11:47 Stunden. Das ist ein km-Schnitt von 2:52 min. Ich wusste, was er
geleistet hatte.
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14. Mai. 2014
Der Horror schlecht hin wartete noch auf mich - die Kleiderbeutelausgabe. Mein
Nummernbereich umfasste glatt mal 2000 Startnummern. 18% der insgesamten
Teilnehmerzahl. Entsprechend war der Ansturm groß und bei vier Leuten, die die Beutel
ausgaben, die Wartezeit lang. Die vier versuchten zugerufene oder hingehaltene Startnummern
sich zu merken und aus dem Meer von Beuteln zu fischen. Eine Vorsortierung der Nummern
war ein guter Plan, erwies sich aber als schlecht ausgeführt.
Nur in Laufklamotte dastehend ließ das Frösteln nicht lange auf sich warten. Nach guten 20
min. "Kampf" hielt ich meinen Kleiderbeutel mit viel Wiedersehensfreude im Arm. Jetzt schnell.
Jedenfalls so schnell wie mit klammen Fingern ein Doppel-Doppel-Doppelknoten zu lösen war
(Schnürsenkel-Eigenheit-Problem). Memo: Nächstes Mal einen eigenen Rucksack verwenden
und bei der Ausgabe rufen: Da den roten Rucksack, bitte.
Was Schönes zum Schluss. Im Netz hatte ich eine Reportage der Laufveranstaltung von vor 30
Jahren gefunden. Absolut sehenswert! Bei 5:37 min glaube ich sogar Achim gesehen zu haben.
(hihi) Link: www.youtube.com/watch?v=PL7ipBN9URo
Alle Ferse-Beiträge > hier < zum nachlesen.
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Sport
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