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Forschung: Im „Gedächtnis der Gemeinde“ tut sich was

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Forschung: Im „Gedächtnis der
Gemeinde“ tut sich was
Umbau: Ortsheimatpfleger Benedikt Heigl bringt Gemeindearchiv auf Vordermann
VON PETER-HORST WUNDERLICH, MZ
Ortsheimatpfleger Benedikt Heigl und Bürgermeister Anton Haimerl mit dem Infoblatt, mit dem die Bürger
um Unterstützung des Archivs gebeten werden.
HAGELSTADT (lwk). Ortsheimatpfleger Benedikt Heigl hat sich des im Um- und Aufbau begriffenen Gemeindearchivs angenommen. Nach zwei Zwischenumzügen wurden in einem
ehemaligen Schutzraum nahezu ideale Bedingungen für das Archiv gefunden: vom Flächenangebot ausbaufähig, angenehme Temperaturen und vor allem lufttrocken.
Kosten sind nach den Worten von Bürgermeister Anton Haimerl nur für den Bodenbelag und
für die ersten tragfähigen Regale entstanden.
Für Heigl ist das Archiv das „Gedächtnis“ der Gemeinde. Es diene der Forschung im weitesten Sinn. So erinnert der Heimatpfleger an die Mühen, die eine Vereinsfestschrift mit sich
bringe; im Archiv könne alles leichter gefunden werden.
Derzeit sortiert Heigl die vorhandenen Bestände. Gailsbach ist aus seiner Sicht ein „Glücksfall“, Unterlagen aus rund 150 Jahren Dorfgeschichte wurden aufgehoben, insbesondere die
Schule ist ein „Traum“. Die Unterlagen für Hagelstadt sind äußerst lückenhaft, die Chronik
beginnt erst um 1945, aus den Jahren davor ist nur wenig vorhanden. Langenerling ist „ein
unbeschriebenes Blatt“. Es heißt, dass viele Unterlagen bei der Gebietsreform verschwunden
seien. Daher appelliert Heigl an alle, sich an der Suche zu beteiligen.
Wie geht es weiter? Zunächst wird in Stapelbearbeitung das Vorhandene sortiert, registriert
und ein Verzeichnis erstellt. Parallel wird nach Unterlagen über die Ort-, Vereins- und Familiengeschichte gesucht. Dabei ist Heigl als Archivleiter auf Unterstützung der Bürger angewiesen. Es kann alles Verwendung finden: Fotografien und Plakate, Urkunden, Zeitungsausschnitte, auch Filmmaterial. Ein besonderes Angebot richtet sich an Vereine: sie können ihre
Chronik mit dazu gehörigen Unterlagen zur Einlagerung bringen, hier ist das Material bestens
aufgehoben, nichts kann mehr verloren gehen.
Gut zu Wissen:
•
Biografie: Ortsheimatpfleger Dipl.Ing. Benedikt Heigl, Jahrgang 1943, ist seit 1973 in
Hagelstadt ansässig. Seit jeher interessierte er sich für die Heimatgeschichte. Vor etwa
zwanzig Jahren wurde er Ortsheimatpfleger; seit etwa einem Jahr befasst er sich mit
dem Archiv der Gemeinde.
•
Gesetzliche Grundlagen: Nach der Bayerischen Gemeindeordnung und dem Bayerischen Archivgesetz ist die Archivierung eine Pflichtaufgabe der Gemeinden.
•
Archivgut: Neben gesetzlich vorgeschriebenen Kanzleivorgängen, Unterlagen von
Vereinen, politischen Gruppen, Gewerbe und Landwirtschaft, auch private Sammlungen, etwa Tagebücher, Reden, Briefe, Urkunden und Fotos.
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Nutzung: Das Gemeindearchiv kann unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen für wissenschaftliche, schulische, ortsgeschichtliche, vereinsgeschichtliche
oder familiengeschichtliche Zwecke geöffnet werden.
•
Schutzraum: Baubeginn: 1983, darüber die Mehrzweckhalle; Gesamtfläche: 443 m²;
vier Schutzräume á 100 Sitzplätze.
MZ vom 09.03.2009
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Seele and Geist
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