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Fahrzeugabstellung - was wird verändert, was bleibt? - Lvb

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Fahrzeugabstellung - was wird verändert, was bleibt?
Seit letztem Sommer arbeitet ein Projektteam, bestehend aus Vertretern der LVB, IFTEC, LSVB und LSB, intensiv
an Vorschlägen zur Verbesserung unserer Abläufe auf den Betriebshöfen. Ziel ist es, Veränderungen aufzuzeigen,
die zu einer qualitativ hochwertigen und gleichzeitig effizienten Fahrzeugbereitstellung führen.
Der erste Projektvorschlag wurde nun von der Konzernleitung beschlossen - ein neues Abstellkonzept wird zum
April 2011 umgesetzt.
Was ist neu?
Die Betriebshöfe Angerbrücke und Paunsdorf werden im 3-Schicht-System betrieben. Damit sind auch die Werkstätten an diesen Standorten komplett besetzt.
Der Betriebshof Dölitz wird analog Lausen nur noch als Abstellanlage für Fahrzeuge genutzt. Damit wird die
Werkstatt in Dölitz bis zu ihrem geplanten Umbau vorerst nicht mehr betrieben.
Die Busabstellung bleibt am Standort Paunsdorf unverändert; in Dölitz erfolgt keine Busabstellung mehr.
Der Betriebshof Wittenberger Straße wird typenrein nur noch mit NGT 8 betrieben. Der Werkstattbetrieb bleibt
unverändert bestehen. Dafür erfolgt in der Nacht eine Besetzung mit Vedi und Rangierern. Am Tag wird ein
Rangierer vor Ort sein. Hier erfolgen dann auch notwendige NGT 8 –Tauschfahrten.
Warum machen wir das?
Mit der Konzentration der Werkstätten auf drei Betriebshöfe wird ein logistisch sinnvolles Standortdreieck gebildet. Dies ermöglicht auch eine größere Typenreinheit. Dadurch werden Spezialisierungen in der Instandhaltung
und auch im Reinigungsbereich möglich; Wegezeiten und Rangieraufwand verringern sich.
Mit der Veränderung in Dölitz wird damit auch die notwendige Baufreiheit für die Umsetzung des endgültigen
Standortkonzepts geschaffen. So kann dort am wirkungsvollsten in eine moderne Werkstatt- und Abstelltechnologie investiert werden. Andererseits kann bis zur Fertigstellung des Technischen Zentrums in Heiterblick die vergleichsweise gute Betriebshoftechnologie am Standort Paunsdorf verstärkt genutzt werden. Mit der Reduzierung
auf 40 NGT8 in der Wittenberger Straße wird gezielt auf die schlechte Betriebshoftechnologie an diesem Standort reagiert.
Das neue Abstellkonzept stellt natürlich nur einen Zwischenschritt dar, denn gleichzeitig verläuft der Bau des
Technischen Zentrums in zwei Bauphasen. Beide Konzepte sind jedoch bestens aufeinander abgestimmt, so dass
schrittweise in den endgültigen Zustand übergegangen werden kann.
Mit der Konzentration auf drei Standorte soll auch eine verbesserte Kommunikation zwischen den Mitarbeitern
wieder möglich werden. Sie arbeiten dann verstärkt auf einem Betriebshof; weniger auf verschiedenen Betriebshöfen – man kennt sich – man trifft sich.
Wo besteht der Zusammenhang zur Teilschließung vom 10.10.2010?
Die Teilschließung von Dölitz war richtig, hat aber Defizite offenbart. So wurde das Rangier- u. Dispositionspersonal der veränderten Aus- u. Einrücketechnologie angepasst, die Fahrzeugeinsatzstabilität war aber nicht ausreichend. Entsprechend waren operative Gegenmaßnahmen notwendig.
Weiterhin wurden neue Erkenntnisse gewonnen und einzelne Punkte neu aufgenommen und angepasst Dazu
gehört die Nutzung der guten Rangiertechnologie in Paunsdorf, die typenbezogene Betriebshofsbeheimatung,
die daraus folgende Spezialisierungen der Werkstätten, daraus resultierende Erhöhung der Einsatzstabilität, eine
mitarbeiterfreundlichere Dienstplangestaltung bei weniger Einsatzorten.
Wie sichern wir ab, dass es funktioniert?
Zukünftig haben wir drei gleichwertige Instandhaltungsstandorte im rollenden Dreischichtbetrieb.
Es wird in Dölitz analog zu Lausen eine Ausrückebetreuung durch die IFTEC erfolgen, hinzu kommt ein Werkstattservicefahrzeug („Schlosserveilchen“). Zudem erfolgt der Rangierdienst in der Nacht.
In Paunsdorf wird ein Werkstattleiter eingesetzt. Die Werkstattausrüstung wird angepasst. Daher werden von
Dölitz die mobile Hubbockanlage und die Fremdeinspeisung umgesetzt. Auch ist ein Dacharbeitsstand vorgesehen. Die T6-Fahrzeuge werden umgesetzt, um in Paunsdorf die erforderlichen Stellplätze zu schaffen. Auch die
historischen Fahrzeuge werden nicht mehr in Paunsdorf sondern in der Wittenberger Straße untergebracht.
Für die Mitarbeiter im Reinigungsbereich werden die Sanitär- und Umkleidekapazitäten entsprechend angepasst.
Was heißt das für den jeweiligen Mitarbeiter?
Mit dem neuen Abstellkonzept wird es zu Veränderungen kommen. Diese Veränderungen werden bis zum
3. April 2011 umgesetzt sein. Ihre Tätigkeiten bleiben aber im Wesentlichen gleich.
Rangierer
Verkehrsdisponent
Reinigungsmitarbeiter
Werkstattmitarbeiter
Fahrdienstmitarbeiter
Arbeitsort kann sich ändern
Dienstplan wird sich ändern
Arbeitsort kann sich ändern
Dienstplan wird sich ändern
Arbeitsort kann sich ändern
Arbeitsort kann sich ändern
Dienstplan kann sich ändern
Ggf. kann sich der direkte Vorgesetzte ändern
Dienstpläne werden sich ändern
Leistungsverschiebung zwischen den Betriebshöfen
Abstellkonzept bestimmt Typisierung von Hof und Linie
Sie können sich darauf verlassen, dass mit dem neuen Abstellkonzept Ihre Arbeitsplätze erhalten
bleiben!
Wie geht es weiter?
Das Abstellkonzept ist nur ein Verbesserungsansatz aus dem Projekt „Optimierung Fahrzeugbereitstellung“. Das
Projekt erarbeitet weiter detaillierte Verbesserungsmöglichkeiten. Dazu gehören auch Überlegungen und Diskussionen zum Thema strukturell-organisatorische Anpassungen. Wenn dazu beschlussreife Ergebnisse vorliegen,
werden wir Sie informieren – vorher ist alles Spekulation; nichts an dem Sie sich wirklich orientieren können.
Was werden wir als nächstes noch anpacken?
Damit die „Sorgen-Fahrzeuge“ weniger werden, werden wir uns zügig von den Beiwagen B4D-M trennen. Zur
Erhöhung der betrieblichen Flexibilität werden wir einen ersten Testlauf zum Linieneinsatz von T4DM-Dreifachtraktionen vornehmen. Damit der Kuppelaufwand minimiert wird, sollen feste Fahrzeugkonfigurationen gebildet
werden. Insgesamt ist unser Ziel, die Fahrzeugeinsatzstabilität zu erhöhen.
Ab März soll ein veränderter B-Schein eingeführt werden. Zukünftig sollen Fahrzeugmängel telefonisch gemeldet
werden. Die Erfassung der Meldungen erfolgt dann zentral. Damit kann die Werkstatt sich sofort auf Reparaturen
einstellen. Gleichzeitig wollen wir bessere Analysedaten der Schäden sammeln, um Maßnahmen gezielter ableiten zu können. Der Probebetrieb des neuen Fahrzeugscheins (B-Schein) startet mit dem NGT 12 und wird dann
typenweise ausgebaut.
Die Fristen der Kontrolldurchsichten sollen um 1.000 km erhöht werden. Damit wollen wir die Einsatzverfügbarkeit flexibilisieren und verbessern.
Wo kann ich nachfragen?
Veränderungen führen zu Fragen. Auf viele Fragen gibt es Antworten; auf das ein oder andere muss vielleicht
auch noch eine Antwort gefunden werden. Sprechen Sie bitte Ihre Führungskraft an. Sie sind dafür da.
Die LVB ist ein Unternehmen, das es bisher sehr gut geschafft hat, seine Leistungsfähigkeit zu beweisen. Das soll
so bleiben – aber das können wir nur gemeinsam erreichen, und ohne Veränderungen geht das nicht.
Vielen Dank für Ihr Engagement!
Holger Flache, Rudolf Rebitzer, Peter Müller-Marschhausen, Kai Rensmann,
Leipzig, Februar 2011
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Bildung
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