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Dokumentation: Und was kommt nach der Schule? Berufliche Pläne

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www.uebergangsmanagement-mittelsachsen.de
VERANSTALTUNGSDOKUMENTATION
Und was kommt nach der Schule?
Berufliche Pläne und Entscheidungen am Übergang Schule - Beruf
Ergebnisse der Schulabsolventenbefragung 2012 im Landkreis Mittelsachsen
06. November 2012
INHALT
1.Vorwort
1
2.
2
Begrüßung und Impulse
2.1.Eröffnung
Herr Höllmüller
Landratsamt Mittelsachsen,
Geschäftsbereichsleiter Verwaltung, Finanzen und Ordnung
2.2. Grußwort des Bundesprogramms „Perspektive Berufsabschluss“
Frau Brauser-Jung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Bonn
2.3. Das Berufliche Schulzentrum „Julius Weisbach“
in Freiberg - ein Leuchtturm in der Bildungslandschaft
des Landkreises Mittelsachsen
Herr Dr. Wehrmeister
Leiter des Beruflichen Schulzentrums „Julius Weisbach“
2
4
5
3.
Untersuchungsergebnisse der Schulabsolventenbefragung
Übergangswege Jugendlicher an Mittel- und Förderschulen
im Landkreis Mittelsachsen im Anschluss an die
allgemeinbildende Schule
Herr Prof. Dr. Hofsäss
Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
und Professor für Lernbehindertenpädagogik an der
Universität Leipzig
11
4.
Protokolle der Gesprächsforen
16
4.1.
4.2.
4.3.
Protokoll Forum 1: Gestaltung von Bildungsübergängen
nach der Mittelschule
Protokoll Forum 2: Förderung der Berufswahl
und Ausbildungsfähigkeit an der Mittelschule
Protokoll Forum 3: Förderung der Berufswahl
und Ausbildungsfähigkeit an der Schule zur Lernförderung
16
5.Anhang
Tagungsprogramm
Tagungsimpressionen
Impressum
18
20
22
1.
VORWORT
Im 1. Quartal 2012 führte die Universität Leipzig im Auftrag des Regionalen Übergangsmanagements Mittelsachsen eine Studie in den
Abgangsklassen der mittelsächsischen Mittel- und Lernförderschulen durch. Der Bericht
„Und was kommt nach der Schule? - Berufliche
Pläne und Entscheidungen am Übergang Schule-Beruf - Ergebnisse der Schulabsolventenbefragung 2012 im Landkreis Mittelsachsen“ gab
Anlass für die am 06.11.2012 am Beruflichen
Schulzentrum „Julius Weisbach“ in der Außenstelle Flöha durchgeführte Jahrestagung des
Regionalen Übergangsmanagements Mittelsachsen.
Im Rahmen der Veranstaltung gewährten Vorträge und Diskussionsrunden einen Einblick in
das Übergangsgeschehen im Landkreis Mittelsachsen. Als zentraler Beitrag erfolgte die
Vorstellung der Ergebnisse aus der Schulabsolventenbefragung durch Prof. Thomas Hofsäss. Eine vertiefende Diskussion wurde im
Anschluss an die Einführungsvorträge innerhalb der Gesprächsforen ermöglicht, die sich
den Themen Gestaltung von Bildungsübergängen nach der Mittelschule sowie Förderung der
Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit nach der
Mittel- bzw. Lernförderschule widmeten. Am
Ende der Fachtagung wurden die Ergebnisse
aus den Foren zusammengefasst und ein Ausblick auf kommende Herausforderungen am
Übergang Schule-Beruf gegeben.
Rund 70 Tagungsgäste diskutierten die vorhandenen Erfahrungen im Kontext der aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen im
Landkreis. Vertreterinnen und Vertreter aus
Schule, Politik, Wirtschaft und Verwaltung gaben Impulse, debattierten in den Fachforen sowie auf dem Podium und gaben Einblicke in die
Praxis.
Die vorliegende Dokumentation beinhaltet
die Grußworte von Herrn Jörg Höllmüller, Frau
Stephanie Brauser-Jung und Herrn Dr. Frank
Wehrmeister sowie die Präsentation von Herrn
Prof. Thomas Hofsäss zu den Ergebnissen der
Schulabsolventenbefragung. In den Protokollen zu den Gesprächsforen wurden die Impulsvorträge und Präsentationen aufgegriffen und
die wichtigsten Punkte und Ergebnisse der Diskussionen zusammengefasst. Darüber hinaus
sind die mit den Teilnehmenden herausgearbeiteten Handlungsempfehlungen aufgeführt.
Das Regionale Übergangsmanagement Mittelsachsen untersucht überdies in zwei weiteren Studien die Übergänge Jugendlicher im
Berufsvorbereitungsjahr und in der beruflichen
Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida und führt gemeinsam mit der
Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg mbH eine Unternehmensbefragung zur Ausbildungssituation im Landkreis durch. Damit soll ein gesamtheitliches
Bild entstehen, auf dessen Grundlage erste
Schritte zu einer kommunalen Bildungslandschaft entwickelt werden können.
Der Bericht zur Schulabsolventenbefragung ist
in digitaler Form auf der Homepage des Regionalen Übergangsmanagements Mittelsachsen
unter www.uebergangsmanagement-mittelsachsen.de sowie auf der Internetseite des
Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de abrufbar.
Ihr Regionales Übergangsmanagement
Mittelsachsen
1
2.
BEGRÜSSUNG UND IMPULSE
2.1 Eröffnung
Herr Höllmüller - Landratsamt Mittelsachsen, Geschäftsbereichs-
leiter Verwaltung, Finanzen und Ordnung
Sehr geehrte Abgeordnete des sächsischen
Landtages Benjamin Karabinski und Falk Neubert, sehr geehrte Frau Brauser-Jung, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Einrichtungen, Schulen, liebe Eltern, meine
sehr geehrten Damen und Herren,
im Namen unseres Landrats Herrn Volker Uhlig begrüße ich Sie ganz herzlich zur heutigen
Fachveranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive Berufsabschluss“.
Ich bin stolz, Sie hier in einem Gebäude begrüßen zu dürfen, das in Eigentum des Landkreises Mittelsachsen steht und trotz noch jung an
Jahren eine bewegte Geschichte vorzuweisen
hat. In den 50er Jahren gebaut, war es eine bis
in die 90er übervolle Berufsschule mit mehreren Außenstellen. 2002 vom Hochwasser völlig
überspült und durch große Solidarität wieder
aufgebaut, haben wir es nun dank des Konjunkturprogrammes zu einer Schule für geistig
behinderte Kinder umgebaut. An dieser Stelle
muss ich den Damen und Herren, die den Mut
zu diesem Konjunkturprogramm hatten, meinen großen Respekt ob ihrer Weitsicht zollen.
Heute Nachmittag beschäftigen wir uns mit der
Frage: „Welche berufliche Pläne und Entscheidungen am Übergang Schule-Beruf verfolgen
unsere Jugendlichen?“. Grundlage dafür sind
die Ergebnisse der im Frühjahr 2012 durchgeführten Schulabsolventenbefragung an Förderund Mittelschulen im Landkreis Mittelsachsen.
Ich freue mich daher, dass so viele Teilnehmer
aus unterschiedlichen Einrichtungen unserer
Einladung gefolgt sind und hoffe, dass wir in
den Foren eine sehr lebhafte aber eben auch
zielführende Diskussion erleben werden.
In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich
die Bildungs- und Erwerbsbiographien stark
gewandelt. Die einzelnen Lebensverläufe
2
sind heute zwar stärker von Vielfalt und Individualität jedoch auch von biographischen
Unsicherheiten geprägt. Dies betrifft vor allem den Übergang von der Schule ins Berufsleben. Die verschiedenen Übergangswege und
die große Fülle an Angeboten im Bereich der
Berufsorientierung und Berufswahl sind für
Eltern und Jugendliche oftmals nicht nur eine
Hilfe, sondern können auch ein Hemmnis darstellen.
Wo kann ich mich am besten über Berufe informieren? Welchen Beruf möchte ich ergreifen? Oder könnte ich doch eine weiterführende
Schule schaffen? Muss ich eine berufsvorbereitende Maßnahme absolvieren? Am Ende jedes
Schuljahres stehen die Abgänger allgemeinbildender Schulen vor dieser bedeutsamen beruflichen und für den weiteren Lebensweg wichtigen Entscheidung.
Unsere Aufgabe ist es, sie dabei zu unterstützen. Leider müssen wir - ehrlich zu uns selbst
- rückblickend feststellen, dass wir nur geringen Erfolg hatten. Im Landkreis Mittelsachsen
wurden im Jahr 2011 1.419 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Im gleichen Zeitraum
wurden 381 Ausbildungsverträge aufgelöst.
Das heißt mehr als jeder 4 Jugendliche bricht in
Mittelsachsen seine Ausbildung ab. Im Handwerk sind es mittlerweile über 30%. Mit durchschnittlich 26,8% Ausbildungsabbrüchen liegt
Mittelsachsen aber immer noch an dritter Stelle und deutlich unter dem sächsischen Durchschnitt von 32,5%. Nur im Erzgebirgskreis und in
Görlitz brechen prozentual weniger Jugendliche
Ihre Ausbildung ab. Insgesamt stieg die Zahl
der Ausbildungsabbrüche von 2007 14,5% auf
die genannten 26,8% im Jahr 2011. Prozentual
gesehen haben sich die Zahlen in vier Jahren
also nahezu verdoppelt. Dabei sind es vor allem
jene Schüler, die einen Hauptschulabschluss
oder gar keinen Schulabschluss erreichen, die
später ihre Ausbildung abbrechen. Während es
bei den Realschülern 23% Ausbildungsabbrecher gibt, sind es bei den Hauptschülern fast
33% und bei jenen ohne Schulabschluss fast
42%. Wir sehen also, dass es nach wie vor Risikogruppen gibt, die unserer Unterstützung
bedürfen.
Dieses und andere Faktoren gaben 2010 den
Ausschlag neben verschiedenen anderen Datengrundlagen auch eine Schülerbefragung in
Auftrag zu geben, um zu untersuchen: „Wie
gut fühlen sich die Jugendlichen in unserem
Landkreis auf die Zeit nach der Schule vorbereitet? Welche Angebote und Beratungsmöglichkeiten haben ihnen bei Ihrer Entscheidung
geholfen? Und welche beruflichen Wünsche
und Pläne haben sie?“ Ich freue mich daher
sehr, dass im Rahmen der Initiative „Perspektive Berufsabschluss“ erstmalig eine Schulabsolventenbefragung an den Mittel- und Förderschulen im Landkreis durchgeführt werden
konnte.
In Kooperation mit der Universität Leipzig wurden zu Beginn dieses Jahres Schülerinnen und
Schüler der Abgangsklassen an den Mittelund Förderschulen im Landkreis befragt. Dabei
beteiligten sich über 80% der Schulen an der
Umfrage. Für diese Unterstützung möchte ich
mich, auch im Namen des RÜM-Teams, bei den
Schulleitungen und allen beteiligten Lehrkräften sowie bei allen Schülerinnen und Schülern
bedanken. Aufgrund ihrer Beteiligung und ihres
Engagements ist es gelungen, aussagekräftige
Befragungsergebnisse zu erhalten.
Die Ergebnisse liefern in erster Linie Erkenntnisse darüber, welche Beratungsangebote und
Informationsquellen die Jugendlichen kennen
und nutzen und was sie als besonders hilfreich
einschätzen. Es wird dargestellt, für welche Berufsbereiche sich die Befragten interessieren
und welchen Stellenwert die Aufnahme einer
Berufsausbildung oder der Besuch einer weiterführenden Schule für sie hat. Die Ergebnisse zeigen ferner auf, wer die Jugendlichen bei
ihrer Berufswahlentscheidung maßgeblich beeinflusst und an welchen Stellen noch Unterstützungsbedarf besteht.
Der vor Ihnen liegende Auswertungsbericht
skizziert ein erstes Bild im Hinblick auf die berufliche Orientierung und die Pläne Jugendlicher im Landkreis Mittelsachsen ohne dabei
eine Wertung abzugeben. Der Bericht bietet
gleichzeitig Ansatzpunkte für eine Diskussion zu den Herausforderungen eines zukünftigen Übergangsmanagements und damit
einen wichtigen Baustein für ein abgestimmtes kommunales Bildungsmanagements.
Unsere Aufgabe muss es heute daher sein, gemeinsam Strategien und Lösungsansätze zu
diskutieren, aus denen wir für die am Übergang
beteiligten Akteure Handlungsempfehlungen
ableiten können, um unseren Jugendlichen einen besseren Übergang in die Arbeitswelt zu
ermöglichen. Ich möchte Sie daher alle herzlich
einladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die
heutige Veranstaltung ist außerdem ein guter
Anlass, mich bei den hier anwesenden kommunalen, regionalen und auch überregionalen
Akteuren, bei Schulleitern und Lehrkräften und
natürlich bei Ihnen als Eltern ganz herzlich zu
bedanken. Mit Ihrem Einsatz tragen Sie dazu
bei, dass Jugendliche und junge Erwachsene
die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung
erhalten. Sie leisten hier einen wichtigen Beitrag, vor allem wenn es um einen erfolgreichen
Übergang von der Schule ins Berufsleben geht.
Haben Sie dafür vielen Dank! Mein abschließender Dank geht auch an die SAXONIA Standortentwicklungs- und verwaltungsgesellschaft
mbH, insbesondere an Herrn Eisenblätter und
Frau Zänßler, die den heutigen Tag organisiert
haben.
Als nachfolgende Referentin werden Sie Frau
Brauser-Jung hören. Sie ist beim Projektträger
der Bundesinitiative beschäftigt, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in
Bonn.
Darüber hinaus ist es in unseren Veranstaltungsreihen Tradition, dass wir in den Einrichtungen, in denen wir sind, immer eine kleine
Führung machen. Da uns dies heute aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich ist, wird
nach Frau Brauser-Jung Herr Dr. Wehrmeister
kurz die Gelegenheit ergreifen, uns sein Berufsschulzentrum vorzustellen.
Ich wünsche der Veranstaltung und Ihnen allen
in Ihrer täglichen Arbeit viel Erfolg und heute
für unsere Gespräche gewinnbringende Ergebnisse!
Jörg Höllmüller
3
2.2
Grußwort des Bundesprogramms „Perspektive Berufsabschluss“
Frau Brauser-Jung - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Bonn
Sehr geehrter Geschäftsbereichsleiter Herr
Höllmüller, sehr geehrte Damen und Herren,
lieber Herr Petersohn, liebe Frau Gerstenberger
und Frau Schimkowiak, ich danke Ihnen für die
Einladung zur Ergebnispräsentation der Schulabsolventenbefragung 2012 an Förder- und
Mittelschulen im Landkreis Mittelsachsen.
Als Vertreterin des Programm-Managements
freue ich mich, dass die Ergebnisse Ihnen allen in diesem Rahmen präsentiert werden. Es
ist für den angestrebten Erfolg des Projektes
wichtig, dass die erarbeiteten Ergebnisse vor
und vor allem zur Diskussion gestellt werden,
dass alle „Akteure“ am Übergang Schule-Beruf
mitgenommen/beteiligt werden auf dem Weg
der Etablierung eines Regionalen Übergangsmanagements als kommunale Aufgabe, als Gemeinschaftsaufgabe regionaler Entwicklung.
Der richtige und passgenaue Übergang von
Schule in die Berufswelt wird in unserer komplexen Gesellschaft immer wichtiger. Gleichzeitig sind die Wege, die in Ausbildung münden
immer vielschichtiger und für Jugendliche oft
unübersichtlich geworden. Nicht nur aber insbesondere wegen unserer demographischen
Entwicklung und dem bereits jetzt bestehenden Fachkräftebedarf in einigen Branchen,
können und dürfen wir es uns nicht leisten,
auch nur einen Jugendlichen „zu verlieren“.
Ein effektives Übergangsmanagement ist auf
regionale bzw. lokale Problemdiagnosen angewiesen – sie sind die Basis für die Entwicklung
von Lösungsansätzen und die Herausarbeitung
von konkreten Aufgabenstellungen. Wir haben
allen Projekten bereits bei der Antragsstellung
empfohlen, Bestandaufnahmen zur Angebotsund Nachfragesituation durchzuführen: Wer
macht was – für wen – mit wem und mit welchem Geld im Bereich Übergang Schule-Beruf?
Ebenso wichtig ist aber auch die andere Seite – Was sind die Bedürfnisse der Schüler und
Schülerinnen, der Schule mit Lehrkräften und
Schulleitungen und natürlich die der Eltern?
Fühlen sich die Schülerinnen und Schüler – und
4
um deren berufliche Zukunftsplanung geht es
ja – durch die bestehenden Angebote zur Berufsorientierung auf den nächsten Schritt nach
der Schule vorbereitet oder nicht – und wenn
ja wie gut? Aus den Antworten leiten sich die
konkreten – auf die Region definierten – Aufgabenstellungen des RÜM ab.
Um diese Aufgabenstellungen erfolgreich beund auch abarbeiten zu können, ist ein langer
und nachhaltiger Atem nötig, deshalb versteht
sich das Programm „Perspektive Berufsabschluss“ auch als strukturbildendes Programm. Der bisherige Programmverlauf und
die Erfahrungen der Projekte aus der ersten
Förderphase (die Förderphase mit 27 Projekten
ging am 31. März 2012 zu Ende) zeigen:
• Je größer die beigemessene Bedeutung
des Regionalen Übergangsmanagements
durch die politische Spitze (OB, Landrat, Mandatsträger), desto bessere Möglichkeiten, andere Akteure zu gewinnen
• Je stärker auch kommunale Ressourcen
in diesen Bereich einfließen (Stabsstelle,
Bildungsbüros, …) desto nachhaltiger ist
die Arbeit am Thema und umso besser die
Wahrnehmung der RÜM-Koordinatorinnen
• Je eindeutiger und verlässlicher die Kommunikationswege, je regelmäßiger der Austausch, desto größer ist das Engagement
für ein ergebnisorientiertes Miteinander
• Je klarer und in ihrer Zielorientierung abgestimmt die Aufgabenstellungen sind, umso besser sind Kooperationsbereitschaft und Gestaltungswille
• Je früher die
gangs an der
setzt, je besser
und effektiver
Gestaltung des Über„ersten Schwelle“ eingelingt ein konsistenter
Aufbau von Strukturen
• Je früher und überzeugender die „Lobbyarbeit“ des RÜM und der Zugang zu den Entscheidungsgremien durchgesetzt werden
kann, desto größer die nachhaltige Wirkung
Der Landkreis Mittelsachsen ist bereits wichtige Schritte zur Erreichung dieses Ziels gegangen, ein Schritt ist die heutige Veranstaltung!
Bei diesem und allen weiteren Schritten wünsche ich viel Erfolg und heute einen anregenden Nachmittag!
Stephanie Brauser-Jung
2.3 Das Berufliche Schulzentrum
„Julius Weisbach“ in Freiberg –
ein Leuchtturm in der Bildungs
landschaft des Landkreises
Mittelsachsen
Herr Dr. Wehrmeister – Leiter des Beruflichen Schulzentrums
„Julius Weisbach“
Sehr geehrte Damen und Herren,
Herzlich willkommen an der Außenstelle Flöha
des Beruflichen Schulzentrums für Technik und
Wirtschaft „Julius Weisbach“ Freiberg (BSZ).
Hier in Flöha befindet sich der wirtschaftswissenschaftliche Zweig unseres Beruflichen
Gymnasiums im gedeihlichen Miteinander mit
der Förderschule „Dr. Lothar Kreyssig“ Flöha.
Alle weiteren Bildungsangebote, die Berufsschule mit ihrem umfänglichen Angebot eingeschlossen, finden Sie an der Stammschule in
Freiberg.
Die heutige Struktur des BSZ ist Ergebnis der
Zusammenführung des BSZ für Technik mit
dem BSZ für Wirtschaft Freiberg im Jahre 2005
und mit dem BSZ Flöha im Jahre 2008. Nachdem
das BSZ im Schuljahr 2008/09 vorübergehend
nahezu 2.000 Schülerinnen und Schüler hatte,
sank die Schülerzahl im Zuge der allgemeinen
demographischen Entwicklung bis auf 1.400 im
Schuljahr 2012/13. Damit gehört das BSZ „Julius Weisbach“ zu den wenigen außerhalb der
großen Städte, welche die 1000-Schüler-Grenze noch deutlich übertreffen. Immerhin ist es in
den letzten Jahren gelungen, dem allgemeinen
Trend des Schülerrückganges ein wenig gegenzusteuern: Ohne die „neuen“ Bildungsgänge
Berg- und Maschinenmann/-frau (2004), Mechatroniker/in (2008), Industriekaufmann/frau und Werkstoffprüfer/in (2011) sowie die
Fachoberschule (2008) wären es heute noch ca.
200 Schülerinnen und Schüler weniger am BSZ.
Allerdings können neue Angebote nur bedingt
unsere Verluste in anderen Bereichen kompensieren: In den Bauberufen führen wir z. B.
nur noch die Grundstufe. Nach dem 1. Ausbildungsjahr müssen die Auszubildenden an eine
andere Berufsschule wechseln.
Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler des
Beruflichen Schulzentrums besuchen die
Schulart Berufsschule in den Berufsbereichen
Bautechnik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik,
Metalltechnik sowie Wirtschaft und Verwaltung. Das BSZ ist derzeit Fachklassenstandort
für ca. 20 anerkannte Ausbildungsberufe. Für
die Berufe Berg- und Maschinenmann/-frau,
Immobilienkaufmann/-frau, Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie (Fachrichtung Nichteisen-Metallurgie)
sowie Werkstoffprüfer/-in ist Freiberg Landesfachklassenstandort für den Freistaat Sachsen.
Lediglich für den Beruf Immobilienkaufmann/frau besteht eine weitere Klasse am Standort
Leipzig.
Für berufsschulpflichtige Schülerinnen und
Schüler, die noch über keinen Ausbildungsvertrag verfügen, wird das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) in der Kombination der Berufsfelder Bautechnik und Holztechnik angeboten.
Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss können - unter der Voraussetzung,
dass sie die Motivation und das erforderliche
Durchhaltevermögen dazu noch aufbringen - im
Berufsvorbereitungsjahr einen hierzu gleichwertigen Bildungsstand bestätigt bekommen.
Als zusätzlicher Lernanreiz für die Jugendlichen
wird das BVJ seit dem Schuljahr 2004/05 mit
einem prüfungsähnlichen Abschlussverfahren
beendet. Gegenstand der Prüfung sind die Fächer Deutsch, Mathematik sowie Theorie und
Praxis in einer der gewählten beruflichen Fachrichtungen. Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)
und berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen
der Arbeitsverwaltung (BvB) gehören ebenfalls
zum Bereich der Berufsvorbereitung, werden
aber derzeit nicht mehr am BSZ angeboten.
Hier herrscht Arbeitsteilung mit dem BSZ Turnerstraße in Freiberg.
Die Schulart Berufsfachschule unterbreitet Angebote, um auf schulischem Wege einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erlangen.
Diese Schulart ist mangels Nachfrage nicht
mehr am BSZ vertreten. Sie behält ihre Bedeutung auch im Landkreis Mittelsachsen insbesondere für die Gesundheitsfachberufe und die
Berufe der personenbezogenen Dienstleistungen – Ausbildungen, die traditionell außerhalb
des „dualen Systems“ der Berufsausbildung
angeboten werden.
5
Schließlich führt das BSZ noch eine Fachschule.
Sie dient der beruflichen Weiterbildung für Berufstätige. Voraussetzung für die Ausbildung
zur/zum staatlich geprüfte/-n Techniker/-in
sind in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine mindestens einjährige
Praxiserfahrung oder eine mehrjährige Berufstätigkeit auf gewerblich-technischem Gebiet.
Absolventinnen und Absolventen unserer bundesweit an öffentlichen Schulen einzigartigen
Fachrichtungen Bohrtechnik und Geologietechnik besitzen sehr gute Vermittlungschancen.
An der Fachoberschule und dem Beruflichen
Gymnasium können junge Leute auf einem etwas anderen Bildungsweg die Studienberechtigung für eine Fachhochschule oder Universität
erlangen.
Am Beruflichen Gymnasium erwerben Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule
mit Realschulabschluss und gutem Notendurchschnitt innerhalb von drei Jahren die
allgemeine Hochschulreife (Abitur). Im Unterschied zum allgemeinen Gymnasium ist die
Ausbildung beruflich profiliert in die Fachrichtungen Technikwissenschaft mit den Schwerpunkten Elektrotechnik und Maschinentechnik,
Wirtschaftswissenschaft sowie Informationsund Kommunikationstechnologie.
Die Fachoberschule bietet das BSZ „Julius
Weisbach“ derzeit als einjährigen Bildungsgang in den Fachrichtungen Technik sowie
Wirtschaft und Verwaltung an. Aufstiegswillige Jugendliche, die bereits eine einschlägige
Berufsausbildung absolviert haben, können
hier aufgenommen werden. Sie erlangen mit
dem erfolgreichen Abschluss die Studienberechtigung an Fachhochschulen. Bezüglich der
zweijährigen Fachoberschule für Realschulabsolventen verweisen wir auf die Beruflichen
Schulzentren in Döbeln und Mittweida.
Das BSZ „Julius Weisbach“ befindet sich in
Trägerschaft des Landkreises Mittelsachsen.
Der Schulträger hat in den vergangenen Jahren
umfänglich in Bau und Ausstattungen investiert und damit sehr gute Lehr- und Lernbedingungen geschaffen. Erwähnt seien nur die vielfältigen schulischen Werkstätten und Labore
sowie die 2010 neu entstandene Sportanlage.
6
Diese Investitionen müssen kontinuierlich fortgesetzt werden. Derzeit geht es vor allem darum, die Aktivitäten des Standortes auch dauerhaft in seinem äußeren Erscheinungsbild zu
manifestieren.
Ich lade Sie hiermit herzlich ein, uns zu den
jährlich stattfindenden Informationsveranstaltungen zu besuchen, oder Sie nutzen zur weiteren Information einfach unsere Internetseite
www.bsz-freiberg.de.
Dr. Frank Wehrmeister
Schulleiter
7
8
9
10
3.
UNTERSUCHUNGSERGEB-
NISSE DER SCHULABSOLVENTENBEFRAGUNG
Übergangswege Jugendlicher an
Mittel- und Förderschulen im
Landkreis Mittelsachsen im
Anschluss an die allgemeinbildende Schule
Herr Prof. Dr. Hofsäss - Dekan der Erziehungswissenschaftlichen
Fakultät und Professor für
Lernbehindertenpädagogik an der
Universität Leipzig
11
12
13
14
15
4.
PROTOKOLLE DER
GESPRÄCHSFOREN
4.1 Protokoll Forum 1: Gestaltung von
Bildungsübergängen nach der
Mittelschule
Gesprächsleiter des Forums:
• Herr Doege – Berufliches Schulzentrum
„Julius Weisbach“, Oberstufenberater
Impulsbeiträge:
• Herr Doege – Berufliches Schulzentrum
„Julius Weisbach“, Oberstufenberater
• Herr Prof. Dr. Thiem – Institut für Technologie- und Wissenstransfer der Hochschule
Mittweida, Prorektor Bildung
Impulsbeitrag 1:
Alternative Wege zur Erlangung der Hochschulreife, unter besonderer Berücksichtigung
des Beruflichen Gymnasiums (Herr Doege)
Im Landkreis Mittelsachsen werden verschiedene Wege zur Erlangung der Hochschulreife,
die nicht über das allgemeinbildende Abitur
führen, vorgehalten. Dazu gehören neben dem
Kolleg (Angebote in Freiberg) und der Fachoberschule (Angebote in den Beruflichen Schulzentren an den Standorten Döbeln, Mittweida
und Freiberg) auch das Berufliche Gymnasium
(Angebote in den beruflichen Schulzentren an
den Standorten Döbeln und Freiberg). Letzteres bildete den Schwerpunkt des ersten Impulsreferates.
Am Beruflichen Gymnasium kann die allgemeine Hochschulreife erworben werden. Die
Schüler erhalten berufsbezogenen Unterricht
und werden so an die Berufswelt herangeführt.
Zugangsvoraussetzungen sind gute schulische
Leistungen in der allgemeinbildenden Schule
oder in einer beruflichen Ausbildung. Das Aufnahmealter ist auf 18 Jahre, bei abgeschlossener Berufsausbildung auf 21 Jahre begrenzt.
Der Unterricht wird in Modulen angeboten.
Dabei bilden einige der Module die gewählte
berufliche Vertiefung. Mehrheitlich wird aber
16
Wissen vermittelt, welches zur Erlangung der
Hochschulreife dient. Hier unter anderem,
neben Englisch, auch eine zweite Fremdsprache. Gerade bei diesem Angebot wäre es sinnvoll engere Abstimmungen mit den Mittelschulen zu treffen, damit diese besser aufeinander
angepasst werden können. Das erleichtert
zum einen die Klassenbildung und verhilft den
Schülern auf vorhandene Grundkenntnisse
aufzubauen und keine neue Sprache erlernen
zu müssen.
Impulsbeitrag 2:
Access Courses – Studienvorbereitungskurse
für Berufstätige an der Hochschule Mittweida
(Herr Prof. Dr. Thiem)
Die Hochschule Mittweida bietet seit 2009 zunächst mit einer Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds und des Freistaates Sachsen – jährliche Kurse an, die der Wissensauffrischung und der Studienvorbereitung dienen.
Das Angebot dient der unmittelbaren Vorbereitung auf die Zugangsprüfung und ist vor allem
an Personen gerichtet, die bereits mehrjährige Berufserfahrung vorweisen können, bspw.
Facharbeiter, Meister, Techniker und vergleichbare Absolventen von Fachschulen mit Praxiserfahrung. Die Vorbereitungskurse umfassen insgesamt zehn zweitägige Blockveranstaltungen in Kombination mit weiteren
E-Learning-Komponenten. Die Dauer des
Kurses beträgt ein halbes Jahr und bereitet im
Wesentlichen auf die Prüfungsbestandteile
Deutsch, Mathematik, Englisch (o.a. Fremdsprache) und auf die jeweilige Fachprüfung in
Abhängigkeit des angestrebten Studienganges
vor.
Jedes Jahr nutzen circa 30 Personen dieses
Angebot. Die Altersstruktur variiert dabei zwischen Teilnehmenden von Mitte 20 bis Mitte
40 und stellt dadurch hohe Anforderungen an
die didaktische Kompetenz der Lehrkräfte. Das
berufsbegleitende Studium wird dabei sehr
differenziert von den einzelnen Unternehmen
gefördert. Ein Trend zur Weiterqualifikation eigener Mitarbeiter ist aber deutlich erkennbar.
Diskussion
Teilnehmende/Vertreter
Hochschule Mittweida, Berufliche Schulzentren, Mittelschulen, IHK, sächsische Ministerien
In der Diskussion wurde deutlich, dass an einigen Stellen sowohl ein Informationsdefizit
besteht als auch vorhandene Angebote/Strukturen besser abgestimmt werden müssen:
• An den beruflichen Schulzentren ist es
schwierig, unterschiedliche Sprachklassen zu bilden, wenn Realschulabsolventen
weiterführende Angebote zur Erlangung
der Hochschulreife besuchen. Grund dafür
ist meistens, dass in den ohnehin kleinen
Klassen unterschiedliche Vorbildung hinsichtlich der zweiten Fremdsprache besteht. Damit müssen sich die Schülerinnen und Schüler teilweise für eine neue
Fremdsprache entscheiden, was zu sehr
unterschiedlichen Leistungsniveaus führt.
• Das Schulsystem, insbesondere das weiterführende Schulsystem, ist für Eltern
völlig undurchsichtig. Dabei stellt weniger
der unterschiedliche Weg, beispielsweise
Berufliches Gymnasium oder Fachoberschule, eine Hürde dar, als vielmehr die Unkenntnis über die angebotenen Profile und
Vertiefungen an den einzelnen Standorten.
• Die Absenkung der Zugangsberechtigung
zum Gymnasium von der Durchschnittsnote 2,5 auf 2,0 stimmt die Mehrzahl der Anwesenden positiv. Es wird erwartet, dass
sich in den Mittelschulen der Leistungsdurchschnitt verbessert und damit einen
„Leistungssog“ nach oben entwickelt.
Handlungsansätze
1. Die Berater von beruflichen Gymnasien sollen weiterhin Elternabende in der
Grundschule gemeinsam mit den Mittelschullehrern wahrnehmen, wenn es um die
Bildungsempfehlung zum Ende der dritten
Klasse geht. Darüber hinaus ist eine stärkere Präsenz in den Mittelschulen (Elternabenden) gewünscht, um stärker über die
Möglichkeiten und die in Mittelsachsen damit verbundenen Profile zu informieren.
2. Die bereits bestehenden Kooperationen
zwischen den zwei Hochschulen im Landkreis und den Beruflichen Schulzentren ist
hinsichtlich des Angebots an Praktikumsplätzen an den Hochschulen für eine bessere Studienorientierung und -vorbereitung auszubauen.
3. Mittelschulen und berufliche Schulzentren
sollten Ihre Angebote hinsichtlich der zweiten Fremdsprache besser abstimmen, um
Hürden beim Übergang abzubauen.
• Das Abitur ist nicht mehr der Königsweg zur
Erlangung der Hochschulreife. „Umwege“,
insbesondere solche mit berufspraktischer
Erfahrung, können gerade ein Schlüsselerlebnis für junge Menschen (und hier insbesondere junge Männer) sein auf dem Weg
zur Erlangung der Hochschulreife. Dies ist
aber gerade Eltern schwer vermittelbar,
die ihr Kind lieber auf dem Gymnasium als
auf der Mittelschule sehen. Dies gilt umso
mehr unter dem Aspekt, dass Gymnasiasten, die auf die Mittelschule kommen,
meist die größten Problemfälle hinsichtlich
der beruflichen Orientierung und der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt darstellen.
17
4.2
Protokoll Forum 2: Förderung der
Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit an der Mittelschule
Gesprächsleiter des Forums:
• Frau Lück und Herr Groß (Hochschule Mittweida, Fakultät Soziale Arbeit)
Impulsvortrag und -beiträge:
• Frau Lück und Herr Groß (Hochschule Mittweida, Fakultät Soziale Arbeit)
• Frau Kötzsch (Agentur für Arbeit Chemnitz,
Berufsberaterin)
• Herr Lorenz (Landkreis Mittelsachsen, Elternvertreter)
Impulsvortrag:
Die Rolle der schulischen Berufsorientierung
für die Wahl eines Ausbildungsberufs
(Frau Lück und Herr Groß)
Den Ausgangspunkt der Diskussion bildete die
Vorstellung der Studie „Berufliche Orientierungen und Entscheidungen im Wandel beruflicher Übergänge“, welche von der Fachhochschule Mittweida durchgeführt wurde. In den
Anforderungen an berufliche Qualifikationen
und in den Arbeitsbedingungen ist ein erheblicher Wandel zu verzeichnen. Es ist von wissenschaftlichem und politischem Interesse wie
sich sowohl die Akteure der Berufsbildung als
auch die Auszubildenden in diesem Feld bewegen. Ziel der Erhebung war es, zu untersuchen,
welcher Wandel an den beruflichen Übergängen stattfindet und wie sich dieser in den beruflichen Entscheidungen und Orientierungen
der Jugendlichen und Experten niederschlägt.
Darüber hinaus wurde methodisch geklärt, wie
sich die unterschiedlichen Perspektiven auf die
beruflichen Aktivitäten der Jugendlichen, die
regionale Ausbildungssituation und die beteiligten Institutionen in einem Erklärungsmodell
integrieren lassen.
Die Diskussion wurde danach durch eine Vorstellung der Forumsteilnehmenden eingeleitet.
Neben Vertretern der Mittel- und Berufsschulen im Landkreis waren weiterhin Vertreter der
Kammern, der Agentur für Arbeit, freier Träger
und Vertreter des Landratsamtes, der Elternschaft sowie der Sächsischen Bildungsagentur
18
zugegen. Im Anschluss an die Ergebnispräsentation durch die Vertreter der Fachhochschule
Mittweida wandten sich die Forenleiter an die
Gäste im Forum. Es galt zu hinterfragen, welche Strategien und Maßnahmen die jeweiligen
Akteure in ihren Bildungseinrichtungen ergreifen, um die Schülerinnen und Schüler der mittelsächsischen Mittelschulen optimal auf deren Berufswahl vorzubereiten.
Impulsbeitrag 1:
Berufsorientierung an der Fichte-Mittelschule
in Mittweida (Frau Kötzsch)
Die Leistungsfähigkeit von schulischen Konzepten zur Berufsorientierung wird dadurch bestimmt, inwiefern die einzelnen Angebote aufeinander abgestimmt und ineinander verzahnt
sind. Vor diesem Hintergrund ist es essentiell,
möglichst früh und im Verlauf konsequent, zusammen mit Schülerinnen und Schülern, Eltern
und Unternehmen umfassende Beratungsund Aufklärungsarbeit zu leisten.
An der Fichte-Schule in Mittweida werden die
verschiedenen Angebote von den Schülerinnen
und Schülern sehr stark frequentiert und enge
Beziehungen zu Eltern, Unternehmen und der
Agentur für Arbeit unterhalten. Die wichtigsten
Säulen der Arbeit im Überblick:
• Elternabende
• Berufspraktika für Hauptschülerinnen und
-schüler / mehrmalige Freistellung für EinTages-Praktika von Realschülerinnen und
-schülern
• Besetzung einer Ausbildungs-BeratungsStelle durch die Agentur für Arbeit Chemnitz (einmal wöchentlich)
• Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung (in Arbeit)
• Berufswahlpass
Impulsbeitrag 2:
Best-Practice-Beispiel aus der Praxis der Berufsorientierung (Herr Lorenz)
Auch seitens der Elternschaft wird der Kooperation aller am Übergang beteiligten Akteure,
und dabei besonders von Schulen, Eltern und
Unternehmen, eine hohe Bedeutung zugeschrieben. Dabei ist es zwingend notwendig,
dass eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe
erfolgt, um gemeinsam gegen die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den
Fachkräftebedarf zu reagieren. Dass sich Eltern oder Schulen oft als „Bittsteller“ beim
Werben um Unterstützung bei Unternehmen
verstehen, ist ein nicht akzeptabler Zustand.
Dabei gilt es, die Rolle der Agentur für Arbeit,
als Vermittler zwischen Eltern bzw. Schulen
und Unternehmen, zu stärken.
Neben den klassischen Konzepten zur Berufsorientierung spielt der Transfer von Modellprojekten eine tragende Rolle.
Diskussion
Die sehr lebendige Diskussion im Anschluss
offenbarte, dass es neben einer Reihe von Problemen, auch Fortschritte bei der Vorbereitung
des Nachwuchses auf die Berufswelt zu verzeichnen gibt:
Transparenz von Berufsbildern
Die Maßnahmen der letzten Jahre (Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung,
Berufseinstiegsbegleiter an den Schulen, Berufsberatung der Agentur für Arbeit) zeigen
Wirkung und sorgen bei den Jugendlichen für
mehr Transparenz auf der Suche nach der
passenden Ausbildung. Den Schülerinnen und
Schülern stehen rein rechtlich zwischen 10 und
40 Tage für Praktika, Schnuppertage und Berufsberatung zur Verfügung. Die Realisierung
dieser rechtlichen Vorgaben ist zwar stets abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen an der Schule, in der Praxis ist das Angebot
aber als flächendeckend zu bezeichnen.
Mentalitätswechsel bei Schülerinnen
und Schülern
Eine gefährliche Tendenz, die an vielen Schulen
und Berufsschulen beobachtet werden konnte, ist die Entwicklung, dass Jugendliche die
Situation auf dem Ausbildungsmarkt kennen
und aus dem Grund ihre Anstrengungen minimieren. Nach dem Motto - „Wir werden ja eh
gebraucht“ - bleiben sie hinter ihrem eigentlichen Leistungsvermögen zurück. Hier müssen
Anreizsysteme geschaffen werden, um dieser
Entwicklung entgegenzuwirken.
Systemwandel in der Berufsorientierung
Es genügt nicht, nur die Schulen bei der Berufsorientierung in die Pflicht zu nehmen. Gerade
bei den Unternehmen muss ein Umdenken einsetzen und die Bereitschaft für Investitionen
in ein gemeinsames Nachwuchssystem muss
steigen.
Steuerung und Bündelung
der Angebotsstruktur
Berufsorientierungsmaßnahmen von externen
Anbietern, welche in das Schulprogramm aufgenommen werden, müssen von der Schule stets
auf den Nutzen für Schülerinnen und Schüler
überprüft werden. Um diesen Überprüfungsaufwand der einzelnen Schulen zu minimieren,
ist es notwendig, eine Steuerung und Bündelung der Akteure und Angebote vorzunehmen.
Dafür eignen sich auch alternative Strukturen,
wie der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft. Dieser
sollte als Instrument der Vermittlung zwischen
Schule und Wirtschaft weiterentwickelt, besser
eingebunden und besetzt werden.
Klientelwechsel
Aufgrund der Tendenz, dass viele Abiturienten der klassischen Ausbildung an der Berufsschule den Rücken kehren, um den Weg zu den
Hochschulen einzuschlagen, und generell durch
die Auswirkungen des demografischen Wandel,
stehen dem Ausbildungsmarkt weniger ausbildungsreife Jugendliche zur Verfügung. Um
dieser Entwicklung entgegenzuwirken und um
den Schaden für die Wirtschaftskraft Mittelsachsens zu begrenzen, müssen sowohl Mittel- als auch Förderschülerinnen und -schüler
früh und nah an den Bedarfen der Wirtschaft
auf den Ausbildungs- und Berufsalltag vorbereitet werden.
19
4.3 Protokoll Forum 3: Förderung der
Berufswahl und Ausbildungsfähig
keit an der Schule zur Lernförderung
Impulsbeitrag 2:
Gesprächsleiter des Forums:
Ein kurzer Einblick in das Berufsorientierungskonzept der Schule zeigte die Vielfalt
schulischer Maßnahmen und Aktivitäten zur
Berufsorientierung. Mit Blick auf die Ausbildungsfähigkeit der Förderschulabsolventen
werden drei verschiedene Gruppen beschrieben:
• Herr Prof. Dr. Hofsäss (Universität Leipzig, Erziehungswissenschaftliche Fakultät,
Dekan)
Impulsbeiträge:
• Frau Schwerter (Förderzentrums „Käthe
Kollwitz“ Freiberg, Schulleiterin)
• Frau Hirschberg (Agentur für Arbeit Chemnitz, Berufsberaterin)
Impulsbeitrag 1:
Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit von Förderschülerinnen und Förderschülern - ein Erfahrungsbericht der Berufsberatung der Agentur für Arbeit (Frau Hirschberg)
Das Einmünden in eine betriebliche Ausbildung
steht im Vordergrund jeglicher kurzfristig aber
auch langfristig orientierter Bemühungen, wobei die außerbetriebliche Ausbildung bei einem
Bildungsträger auch als Option für einen bestimmten begrenzten Kreis von Jugendlichen
anzuerkennen ist. Die in den Schulen zur Lernförderung frühzeitig beginnende Vorbereitung
auf das Arbeitsleben - in Kombination von
Vorbereitung auf Arbeitsprozesse und der Vorbereitung auf das Alltagsleben - wird als sehr
gut eingeschätzt. Der Großteil der Förderschülerinnen und Förderschüler erreicht somit bis
zum Übergang in Ausbildung eine vorteilhafte
Ansammlung an persönlichen Kompetenzen.
Engagiertes Arbeiten wurde dabei ebenso genannt wie die Bindung und Treue zum Praktikums- bzw. Ausbildungsbetrieb. Häufig ist
außerdem ein Qualitätssprung hinsichtlich des
Leistungs- und Arbeitsvermögens innerhalb
der Ausbildungszeit nachzuweisen. Es sind
jedoch noch nicht ausreichend Firmen offen
für die Ausbildung von Jugendlichen aus Förderschulen. Mit Blick auf Berufsvorbereitende
Bildungsmaßnahmen und das Berufsvorbereitungsjahr wird betont, dass es sich dabei nicht
um Warteschleifen handelt, sondern mit dem
Ziel der Erreichung des Hauptschulabschlusses
und der Erlangung von Ausbildungsreife und
-fähigkeit für eine bestimmte Zielgruppe als
gewinnbringend anzusehen ist.
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Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit von Förderschülerinnen und Förderschülern - ein Erfahrungsbericht des Förderzentrums „Käthe
Kollwitz“ in Freiberg (Frau Schwerter)
• Förderschulabsolventen, die gut auf die
Ausbildung vorbereitet sind und ohne Umwege in eine betriebliche Ausbildung platziert werden könnten,
• Förderschulabsolventen, die die Ausbildungsreife im persönlich-sozialen und/
oder fachlichen Bereich noch nicht erreicht
haben und somit weiterer Förderung bedürfen,
• Schülerinnen und Schüler, die die Schule
mit ihren Angeboten nicht mehr zu erreichen vermag.
Probleme treten häufig erst nach dem Übergang in die Berufsschule auf, wenn es zu Verständnisproblemen im Unterricht kommt. Als
kritisch werden hierbei insbesondere die Fächer hervorgehoben, die keinen direkten Bezug
zur Fachpraxis haben.
Vorstellungsrunde
An die Impulsbeiträge schloss sich eine Vorstellungsrunde an, in der jeder Teilnehmende
auch ein kurzes Schlagwort zu seinen Erwartungen an das Forum bzw. Ideen aus seiner
Arbeit formulieren sollte. Teilnehmende waren Vertreter von/der Schulen zur Lernförderung, Berufseinstiegsbegleiter, Beruflichen
Schulzentren, Agentur für Arbeit, Jobcenter,
Landratsamt Mittelsachsen, Landratsamt
Nordsachsen, Handwerkskammer Chemnitz,
Sächsisches Staatsministerium für Kultus,
Staatministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr, Bildungsträgern, Landesarbeitsstelle
Schule-Jugendhilfe Sachsen e.V.
Diskussion
In der Diskussion wurde deutlich, dass das Thema der Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit
von Förderschülerinnen und Förderschülern
sehr facettenreich ist. Verschiedenste Probleme und Aufgabenfelder wurden angesprochen:
(Ausbildungs-)Betriebe
Rahmenbedingungen
Mit Blick auf die Betriebe ist die Notwendigkeit
genannt worden, die Betriebe für die Idee oder
Bereitschaft zur Ausbildung von Förderschulabsolventen aufzuschließen. Daran schließt sich
auch die Aufgabe an, Betriebe über verschiedene Ausbildungsoptionen, z.B. die zweijährigen Ausbildungsberufe, besser zu informieren.
Eine bessere Zusammenarbeit mit den Kammern wird von verschiedenen Akteuren gefordert. Als Problem wird angesehen, dass nach
Vorgabe der Industrie- und Handelskammer
eine Zusatzqualifikation notwendig ist, um in
den Werker- bzw. Fachpraktikerberufen ausbilden zu dürfen. Dies entspricht einer unnötig
hervorgerufenen Hürde für die Ausbildungsbetriebe und verringert die Ausbildungsbereitschaft. Aufmerksam gemacht wurde außerdem
auf künstliche Schwellen für den ausbildungsbereiten Jugendlichen. Hier wurden Prüfungsanforderungen, die Theoretisierung der Ausbildung sowie die Technologisierung genannt. Ziel
muss es sein, wieder auf ein normales Maß an
Anforderungen zurückzukommen.
Jugendliche
Im Hinblick auf die Jugendlichen wurde über das
Thema der Schlüsselqualifikationen diskutiert.
Hier wird darauf hingewiesen, dass der Großteil
der Förderschulabsolventen gut ausgeprägte
soziale und persönliche Kompetenzen vorweisen kann, diese jedoch entsprechend ihres Alters noch nicht fertig sozial ausgeprägt sind. Es
muss klargestellt werden, dass hierzu auch der
Ausbildungsbetrieb als Lernort für Arbeitstugenden fungiert und der Jugendliche während
seiner Ausbildungszeit bei günstigen Rahmenbedingungen die notwendigen Schlüsselqualifikationen für den Arbeitsprozess erreichen kann.
Es muss jedoch angemerkt werden, dass
es auch eine Menge X unter den Jugendlichen gibt, die nicht mehr erreichbar, beschulbar und sozial integrierbar sind und bei
denen somit ein Berufseinstieg fast nicht
möglich sein wird. Die Akzeptanz dessen
muss sich auch in der Politik durchsetzen.
Schule
Das Thema der Inklusion ist aus vielerlei Blickwinkeln erörtert worden. Dabei wurde das
Problem der Stigmatisierung und der völkerrechtlichen Vorgaben ebenso angeführt wie
die bisher inhaltlich unbesetzte Begrifflichkeit
von Inklusion und der damit einhergehenden
Herausforderungen für die Schulen. Die Schulen zur Lernförderung sehen außerdem die
Notwendigkeit der Aufklärungsarbeit. So müssen Betriebe und Kammern darüber informiert
werden, dass in den Lernförderschulen der
gleiche Hauptschulabschluss erlangt wird wie
in den Mittelschulen (außer im Fach Englisch).
Die Schulen müssten außerdem mehr Freiräume und flexiblere Möglichkeiten bei der
Gestaltung von individuellen Lernprozessen
erhalten. So wurde das Langzeitpraktikum
genannt, welches im Einzelfall auch schulverweigerndes Verhalten verhindern kann.
Handlungsansätze
1. Strukturen innovieren:
Auf administrativer Ebene sollen Strukturänderungen geschaffen werden, die unnötige
Hürden vermeiden und die Übergänge von
Schule zu Beruf für die Jugendlichen aus Förderschulen erleichtern.
2. Passfähigkeit von Jugendlichen
und Ausbildung:
Der Jugendliche mit seinen Stärken, Förderbedarfen und Belastungslagen soll in den Mittelpunkt von Gestaltungsansätzen gestellt
werden. Auch die Anforderungsprofile der
Ausbildungsgänge müssen überprüft und im
Hinblick auf eine Passfähigkeit mit den Voraussetzungen und Leistungsfähigkeiten von
Förderschulabsolventen überarbeitet werden.
3. Übergang von Schule in die betriebliche
Ausbildung:
Durch eine Optimierung der Zusammenarbeit
von Schule, Agentur für Arbeit, Kammern und
Betrieben sollen unmittelbare Übergangsmöglichkeiten vom Förderschulsystem zu den
Betrieben entstehen. Dazu sollen auch die betriebliche Ausbildung und die für Förderschulabsolventen existenten Ausbildungsberufe auf
den Prüfstand gestellt und ausgebaut werden.
21
5.
ANHANG
Tagungsprogramm/Tagungsimpressionen
14:30 Uhr
16:45 Uhr
Eröffnung, Grußwort
Arbeit in den Foren
Herr Höllmüller – Landratsamt Mittelsachsen,
Geschäftsbereichsleiter Verwaltung, Finanzen
und Ordnung
14:40 Uhr
Grußwort des Bundesprogramms „Perspektive
Berufsabschluss“
Frau Brauser-Jung - Deutsches Zentrum für
Luft- und Raumfahrt e.V., Bonn
14.55 Uhr
Das Berufliche Schulzentrum „Julius Weisbach“ in Freiberg – ein Leuchtturm in der
Bildungslandschaft des Landkreises Mittelsachsen
Herr Dr. Wehrmeister – Leiter des Beruflichen
Schulzentrums „Julius Weisbach“
15:10 Uhr
Übergangswege Jugendlicher an Mittel- und
Förderschulen im Landkreis Mittelsachsen im
Anschluss an die allgemeinbildende Schule
Herr Prof. Dr. Hofsäss - Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät und Professor für
Lernbehindertenpädagogik an der Universität
Leipzig
16:00 Uhr
Vorstellung der Forenthemen als Expertengespräch
Moderation: Frau Shutov - freie Journalistin
16:15 Uhr
Kaffeepause
22
Forum I: Gestaltung von Bildungsübergängen nach der
Mittelschule
Forum II: Förderung der Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit an der Mittelschule
Forum III: Förderung der Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit an der Schule zur Lernförderung
18:00 Uhr
Ergebnispräsentation, Zusammenfassung und
Ausblick im Gespräch
Moderation: Frau Shutov - freie Journalistin
18:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
IMPRESSUM
Die vorliegende Dokumentation beinhaltet im Wesentlichen die Beiträge der Referentinnen und Referenten, die anlässlich der am 06.11.2012 am Beruflichen Schulzentrum „Julius
Weisbach“ in der Außenstelle Flöha durchgeführten Jahrestagung mit dem Schwerpunktthema „Und was kommt nach der Schule? Berufliche Pläne und Entscheidungen am Übergang
Schule-Beruf - Ergebnisse der Schulabsolventenbefragung 2012 an Förder- und Mittelschulen
im Landkreis Mittelsachsen“ gehalten wurden.
Veranstalter der Fachtagung war das Regionale Übergangsmanagement Mittelsachsen.
Die Organisation und Durchführung lag bei der SAXONIA Standortentwicklungs- und
-verwaltungsgesellschaft mbH Freiberg.
Die Referentinnen und Referenten tragen die inhaltliche Verantwortung für ihre Beiträge.
Herausgeber: Landratsamt Mittelsachsen
Regionales Übergangsmanagement
Frauensteiner Str. 43, 09599 Freiberg
Redaktion: Yvonne Gerstenberger, Ingmar Petersohn, Nicole Schimkowiak
Redaktionsschluss: 30. November 2012
Satz und Layout:
SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH
Bildnachweis:
Bild Seite 1: Getty Images
Diese Dokumentation wurde im Rahmen des Projekts „Regionales Übergangsmanagement“
erarbeitet. Das Regionale Übergangsmanagement Mittelsachsen wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union im Programm „Perspektive Berufsabschluss” gefördert.
Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der
Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie
der Chancengleichheit und der Investition in die Humanressourcen.
Kontaktinformation
Regionales Übergangsmanagement
Landratsamt Mittelsachsen
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg
Telefon: (0049) 03731 799-3491
Telefax: (0049) 03731 799-3430
eMail: ruem@landkreis-mittelsachsen.de
Internet: www.uebergangsmanagement-mittelsachsen.de
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