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08a Was ist schön - Das Glas

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Was ist schön?
Arbeitsauftrag:
08 – Glas
Arbeitsbeschrieb
Diskussion zum Thema Design
Die Schüler/innen diskutieren differenziert über die Thematik
"Schönheit und Design" und versuchen, sich ein Bild der komplexen
Aufgabenstellung von Designern zu machen.
Ziel:
Die Schüler/innen folgen den Ausführungen der Lehrperson und
verstehen die verschiedenen Aspekte des Themas.
Material:
Informationstext
Arbeitsblatt
Powerpoint-Folien
Bildpanels
Diskussionspanels
Sozialform:
Plenum
Sitzkreis
Zeit:
Ca. 30 Minuten
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Was ist schön?
08 – Glas
Informationstext
Was ist eigentlich Industriedesign?
Industriedesign ist eine Gestaltungsdisziplin, die sich aus den Anforderungen der
industriellen Produktion heraus entwickelt hat. Oft wird auch der Begriff Produktdesign
verwendet. Die traditionelle Aufgabe besteht in der Gestaltung von Produkten und
Produktsystemen (Gebrauchs- und Investitionsgüter) unter Berücksichtigung
ästhetischer, ergonomischer, technischer, wirtschaftlicher, kultureller und sozialer
Aspekte.
Designer sind darüber hinaus an Entwicklungen beteiligt, welche die Art und Weise, in
der wir leben und arbeiten, tiefgreifend beeinflussen. Neben der Konzeption und
Gestaltung von Produkten und Systemen, planen, entwickeln und kommunizieren sie
Designlösungen für Prozesse und Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit der Industrie,
Dienstleistungs-Unternehmen und öffentlichen Institutionen.
Die Fragen, welche sich der Produktdesigner stellt sind eigentlich die
Folgenden:

Was soll das Produkt sein oder können?

Was sagt die Marktforschung zur Nachfrage?

Wie gross, schwer, teuer, hell, durchsichtig, griffig, darf / muss es (höchstens /
mindestens) sein?

Welches Material soll / muss verwendet werden
Eine Anforderungsliste definiert alle zwingend (oder gewünscht)
erforderlichen Produkteigenschaften bzw. auch diejenigen, die
vermieden werden sollen (z. B. Brennbarkeit versus Sicherheit,
Biegefähigkeit versus Stabilität). Damit ist der Produktnutzen
genauestens definiert. Darüber hinaus werden technische Vorgaben
aus dem Bereich der Fertigung gemacht (Was ist überhaupt mit der
vorhandenen Infrastruktur (Maschinen, Personelle Ressourcen)
machbar?).
Was ist denn das? Die
berühmteste ZitrusPresse der Welt "Juicy
Salif"
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Was ist schön?
08 – Glas
Informationstext
Wie läuft der Design-Prozess ab?
Zeichnung
Anhand von ersten Ideen, Skizzen (Scribbles) und Zeichnungen sammelt der Designer
Ideen, Varianten und Details zum Produkt. Aus diesem ersten Schritt wird in mehreren
Stufen eine Auswahl getroffen und anschliessend werden aussagekräftigere, detaillierte
Darstellungen angefertigt.
Zwischenpräsentation
In Präsentationen werden die erstellten Varianten vorgestellt. Zusammen mit dem
Spezialisten, Auftraggeber oder neutralen Personen konzentriert man sich auf einige
wenige (je nach Wichtigkeit: eins bis drei) Varianten, die wiederum detailgetreuer
gezeichnet werden bzw. von denen ein Computer-Modell angefertigt wird.
Rendering / Umsetzung
Nach erneuter Auswahl, beschränkt auf die ausführbaren Varianten, folgt die Phase der
Umsetzung. Um eine realistische Ansicht des Produkts zu erhalten, werden
fotorealistische Zeichnungen angefertigt, anhand derer man sich auf Farben,
Oberflächen, Details (Abstände, Grössen etc.) einigt. Der Designer hat dabei immer die
beratende Funktion inne; er muss alle Vorschläge begründen können.
Design für neue Autositze in einem
3D-Computermodell
Modelle
Bis alle Details geklärt sind, werden anschliessend oder auch schon im Entwurfprozess
Vor-, Funktions- oder Anschauungsmodelle angefertigt. Damit kann man entweder die
Nutzung und Funktion durchspielen oder simulieren und die Formen und Konturen
realitätsgetreu begutachten. Insbesondere zur Beurteilung und Überprüfung der
Verwendung des Produkts durch den Menschen, der Proportionen und der Formwirkung
des Produkts sowie von Form und Funktion, ist ein Modell meist unerlässlich.
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Was ist schön?
08 – Glas
Informationstext
Modellvarianten:
Design Mockup
Schnell zu fertigendes Grobmodell meist ohne Lackierung aus leicht zu verarbeitenden
Materialien (z. B. Karton, Schaumstoff, PU-Schaum, Holz). Diese Modelle werden
verwendet, um Teilbereiche der Objekte genauer zu begutachten, z. B. die Platzierung
von Bedienteilen.
Design Funktionsmodell
Je nach Anforderung leicht oder aufwendig zu fertigendes Modell, das im Wesentlichen
der Überprüfung von technischen Funktionen und deren Handhabbarkeit sowie der
baulichen Dimensionierung dient.
Design Vormodell / Volumenmodell
Modell, das im Entwurfsprozess das Produkt annähernd in seiner endgültigen Erscheinung
wiedergibt und zur Unterstützung oder als Ersatz für Skizzen gefertigt wird.
Clay- / Ton-Modell
Modell, bei dessen Erstellung mit speziellem Kunstton (aus dem engl. Clay = Ton) und
speziellen Clay-Werkzeugen Freiformflächen, Formverläufe und Proportionen
modellierend erarbeitet / entworfen werden.
Designmodell
Modell, das im Aussehen dem fertigen Produkt
entspricht und zur Begutachtung und Überprüfung der formalen Gestalt und technischen
Realisierbarkeit des entworfenen Produktes
dient. Je nach Anforderung lässt ein Designmodell bereits eine simulierte Nutzung und
Handhabung zu. Dieses Modell wird wiederum für
Präsentationen verwendet.
Prototyp
Designmodell aus Clay / Ton für ein neues
Auto-Chassis. Im Hintergrund die
entsprechende Zeichnung
In der letzten Phase wird ein Prototyp hergestellt. Dieser wird benötigt um:

die sichere Anwendung durch den Nutzer testen zu lassen.

die Passgenauigkeit der Komponenten zu erproben.

Fertigungs- und Montagemöglichkeiten zu überprüfen.

zu Werbezwecken auf Messen.
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Was ist schön?
08 – Glas
Informationstext
Analyse
Der Wert eines Designs wird sehr genau betrachtet. Bevor das Design wirklich 1:1
umgesetzt wird und der Konsument das Produkt in den Händen halten kann, werden
unterschiedlichste Elemente begutachtet:

Praktische Funktionen (Funktionalität, Ergonomie, Sicherheit,
Gebrauchstauglichkeit, Benutzerfreundlichkeit, Wartung / Pflege)

Produktsprachliche Funktionen (sinnliche Funktionen)

Ästhetische Funktionen

Zeichenhafte Funktionen

Anzeichenfunktionen (haptische, olfaktorische und akustische Anzeichen)

Symbolische Funktionen (soziale Aspekte, kulturelle / religiöse Aspekte, Status,
Gruppenzwang, Zielgruppen)

Ökologische Funktion


Lebenszyklus (Haltbarkeit, technische Verfügbarkeit)

Entsorgung / Recycling
Ökonomische Funktion

Herstellungsaufwand / Komplexität

Herstellungstechniken

Anzahl der Fertigungsschritte

Materialien

Materialvielfalt (-komplexität)

Transport- / Lageraufwand (Grösse, Stapel- / Faltbarkeit, Gewicht...)
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Was ist schön?
08 – Glas
Arbeitsblatt
Aufgabe
Analysiere eines der berühmtesten Design-Objekte der Welt.
Findest du heraus, wieso diese Flasche so berühmt wurde, dass du auch erkennst, um
welches Getränk es sich handelt, obwohl der Produktname in Arabisch geschrieben steht?
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Bildung
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