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Diagnose Leistenbruch – Was Sie wissen sollten - Menke Med

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Diagnose Leistenbruch – Was Sie wissen sollten
Und nach der Operation?
Die Erfolgsquote spannungsfreier, also unter Verwendung
moderner Netzmaterialien durchgeführter, LeistenbruchOperationen liegt so hoch, dass es nur sehr selten zu einem
so genannten Rezidiv, einem Wiederauftreten der Erkrankung, kommt. Dabei ist es unerheblich ob die Operation
offen, mit Bauchschnitt oder laparoskopisch ausgeführt
wurde. Im Allgemeinen müssen Sie danach kaum mit
Beschwerden rechnen und sind sowohl kurz- als auch
lang-fristig wieder ohne größere Einschränkungen einsatzfähig. Ein klein wenig Schonung sollten Sie sich allerdings
gönnen.
Die Erholungsphase:
Grundsätzlich werden Sie Ihre vollständige Leistungsfähigkeit sehr bald wiedererlangen.
Bereits nach 1-2 Wochen sind leichte Tätigkeiten möglich.
Nach 2-3 Wochen können Sie wieder Arbeiten mit leichter
Hebebelastung verrichten. Nach 3-4 Wochen sollte dann
Ihre volle Belastbarkeit wiederhergestellt sein.
Wann und wie stark Sie sich wieder belasten dürfen,
sollten Sie jedoch nach wie vor unbedingt mit Ihrem Arzt
absprechen.
Was hat es mit Titan auf sich?
PAT I E N T E N B R O S C H Ü R E
Titan wird in der Medizin seit mehr als 30 Jahren als
Implantatmaterial verwendet und zeichnet sich durch
sehr gute Verträglichkeit und geringste Abwehrreaktionen
aus. Speziell für die Hernienchirurgie wurden nun mit Titan
beschichtete Kunststoffnetze entwickelt.
Durch die atomare Titanbeschichtung ist das sogenannte
TiO2Mesh leichter, stabiler und beweglicher. Die spezielle
Porengröße von 2,8 Millimeter erlaubt eine gute
Anschmiegsamkeit an das Gewebe und hervorragende
Integration des Netzes in den Körper. Somit können beste
Bioverträglichkeit und höchste Flexibilität miteinander
vereint werden. Die meistgeschätzten Vorteile dieser
Operationstechniken sind die rasche Schmerzfreiheit und
Wiederaufnahme beruflicher und sportlicher Aktivitäten,
sowie natürlich das kosmetische Ergebnis.
Wir hoffen, dass diese Broschüre Ihre Fragen zur bevorstehenden Leistenbruch-Operation zufrieden stellend
beantwortet hat und Ihnen hilft, sich ganz entspannt auf
den Eingriff vorzubereiten.
Sollten Sie noch spezifischere Fragen haben, wird Ihnen Ihr
Arzt sicher gerne Auskunft geben. Wir wünschen Ihnen nun
alles Gute für Ihre Operation und eine schnelle Genesung.
Fragen Sie Ihren Arzt nach TiO2 Mesh
SURGICAL MESH IMPLANT
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Diagnose
Leistenbruch – Was Sie wissen sollten.
Muss man sich tatsächlich Sorgen machen?
Nein, auch wenn Sie sich gerade jetzt nach der von Ihrem
Arzt gestellten Diagnose erst einmal fragen, was jetzt alles
auf Sie zukommt, sollten Sie sich keinesfalls Sorgen
machen. Viele Patienten sind nach der Operation völlig
überrascht, dass der Eingriff so unkompliziert und unproblematisch verlaufen ist. Selbst den gewohnten Tätigkeiten kann man schnell und sicher nachgehen. Häufig
bekommen Ärzte zu hören:“ Hätte ich das früher gewusst,
hätte ich mir viel weniger Gedanken gemacht“. Damit Sie
sich bestens für den Eingriff vorbereiten können, haben wir
für Sie diese Aufklärungsbroschüre geschrieben. Sie hilft
Ihnen, entspannt der Erfahrung und Routine Ihres Chirurgen
zu vertrauen. Bei ca. 200.000 jährlich in Deutschland
durchgeführten Leistenbruch-Operationen können Sie das
auch beruhigt tun.
Was ist ein Leistenbruch?
Bei einem Leistenbruch (auch Leistenhernie genannt)
drücken sich Eingeweide, beispielsweise Dünndarmschlingen, durch eine natürliche Schwachstelle der Bauchwand
in den Leistenkanal. Durch diesen Kanal verläuft beim
Mann der Samenleiter, bei der Frau das zarte Mutterband.
Kommt es zu einem Bruch in der Bauchwand, kann sich
eine von außen sicht- und tastbare Vorstülpung bilden: der
Leistenbruch. Bei Männern tritt dieses Erkrankungsbild aufgrund ihres Körperbaus deutlich häufiger auf als bei Frauen.
Wie kommt es zu einem Leistenbruch?
Ein Leistenbruch kann verschiedene Ursachen haben.
Eine geschwächte Bauchwandmuskulatur oder Bindegewebeschwächung spielen hier ebenso eine Rolle wie erhöhter
Druck im Inneren des Bauches. Dieser kann durch schweres Tragen und Heben, chronisches Husten und Niesen
oder anstrengendes Pressen beim Stuhlgang hervorgerufen
werden. Bei all diesen Gelegenheiten entsteht dann
zusätzlicher Druck auf die Bauchwand, der langfristig zu
einer Ausstülpung im Leistenkanal führen kann.
Welche Auswirkungen hat ein Leistenbruch?
Zunächst keine. Lediglich die Vorstülpung sowie leichte
ziehende Schmerzen kündigen den Leistenbruch zu Beginn
an. Wird der Bruch allerdings nicht bald behandelt, vergrößert er sich im Laufe der Zeit immer mehr und kann
dann sogar eine Darmschlinge einklemmen. Sollte diese
Darmschlinge dann nicht mehr vollständig durchblutet
werden, kann das Gewebe absterben. Das führt möglicherweise zu einer äußerst schmerzhaften und schlimmstenfalls
sogar lebensbedrohlichen Komplikation, da ein Darmverschluss oder sogar eine Bauchfellentzündung daraus
entstehen können.
Warum muss ein Leistenbruch operiert werden?
Ein Leistenbruch heilt niemals von alleine, auch klassische
Bruchbinden stellen keinerlei Alternative zu einer Operation dar – im Gegenteil: Wird der Leistenbruch nicht
operiert, erweitert sich die Bruchstelle und es kann zu
den oben genannten kritischen Situationen kommen.
Um diese erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten Leistenbrüche umgehend operiert werden, d.h. möglichst bald
nach der Diagnosestellung. Das Risiko bleibt dabei
minimal, da Leistenbruch-Operationen zu den häufigsten
Indikationen in Deutschland gehören und die Chirurgen
deshalb über sehr viel Erfahrung verfügen.
Wie wird ein Leistenbruch operiert?
Ein Leistenbruch kann mittels chirurgischen Nahtmaterials
vernäht werden. Man spricht dann vom klassischen Verfahren. Die Alternative ist die Abdeckung des Bruches mit einem
Kunststoffnetz, das so genannte spannungsfreie Verfahren.
Beim klassischen Verfahren werden die vorgestülpten
Gewebeanteile zurückgedrängt und die Bruchlücke, also
die aufgedehnte Öffnung im Gewebe, mit einer Naht
verschlossen. Bei diesem Verfahren kann es an der Naht
zu Spannungen kommen.
Beim spannungsfreien Verfahren wird die Operation ähnlich
ausgeführt, mit dem einzigen Unterschied, dass die Bruchlücke mit einem gut verträglichen, flexiblen und flachen
oder stöpselförmigen Netz verschlossen wird. Diese aus
speziellem Kunststoff hergestellten Netze werden seit
mehr als 40 Jahren erfolgreich in der Chirurgie eingesetzt
und zeichnen sich dadurch aus, dass keine Nahtspannung
entsteht.
Welche Techniken werden verwendet?
Neben den beiden Verfahren zum Verschluss der
Bruchlücke gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche
Operationstechniken:
• Die klassische oder offene Technik, bei der die Operation
durch einen ca. 5 cm langen Hautschnitt ausgeführt wird
• Die laparoskopische oder Schüssellochtechnik, bei der
man die chirurgischen Instrumente sowie das zusammengerollte Netz durch sehr dünne Führungshülsen in den
Bauchraum einführt. Das Netz wird dann im Bauchraum
ausgebreitet und befestigt.
Welches Verfahren in Ihrem Fall das geeignete ist, sollten
sie im Arztgespräch klären.
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Gesundheitswesen
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