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IPPC-Anlagen: was ist das? Jetzt die Ergebnisse - Umwelttechnik

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IPPC-Anlagen: was ist das? Jetzt die Ergebnisse
In den vorangegangenen Newslettern haben wir Sie über die
Anforderungen und Auswirkungen bzw. die Lösungsmöglichkeiten
für IPPC-Probleme kurz informiert. Nochmals zur Erinnerung:
Die Richtlinie 96/61 EG des Rates über „die integrierte Vermeidung
und Verminderung der Umweltverschmutzung„ (IPPC-Richtlinie) ist am 30.10.1996 in Kraft
getreten und gilt für neue und bestehende IPPC-Anlagen. Die Abkürzung „IPPC“ steht für den
englischen Ausdruck „Integrated Pollution Prevention and Control“. Als IPPC-Anlagen werden
jene Kategorien von industriellen Anlagen verstanden, die in Anhang I der Richtlinie genannt
sind (zB. Abwasser, Chemie, Zement, Stahl, Nahrungsmittel, Getränke, ...). Nach mehreren
Änderungen wurde 2008 die kodifizierte Fassung veröffentlicht. (Richtlinie 2008/1/EG).
Ziel der „integrierten“ Betrachtung ist es, ein hohes Maß an Schutz für die Umwelt insgesamt zu
erreichen (Schutz der Luft, des Wassers und des Bodens) und nicht etwa die Luft zu Lasten des
Wassers zu schützen. IPPC-Anlagen müssen dieses Ziel unter Einsatz der „besten verfügbaren
Techniken“ (BAT – best available techniques) verfolgen. Emissionsgrenzwerte in
Genehmigungsbescheiden müssen sich an diesen Techniken orientieren.
Daraus leiten sich die allgemeinen Grundpflichten der Betreiber nach IPPC ab.
Eine Lösung hiezu hieß WEMON, vereinfacht ein System zum Abwasseremissions- und
Betriebskennzahlen-Monitoring (siehe letzten Newsletter).
Eine andere Möglichkeit besteht in der Selbsterarbeitung und -definition von Parametern über
unterschiedliche Branchen hinweg, um so Anreize für Verbesserungsmöglichkeiten zu
gewinnen. In einer durchaus überschaubaren Kleingruppe können aber auch im Wege von
Benchmarks (sozusagen der „Vergleich mit den Besten“) aussagekräftige und vergleichbare
Kennzahlen entwickelt und innerbetrieblich optimiert bzw. als Ansporn für Lösungen
herangezogen werden. Der Vorteil solcher Benchmarks liegt unter anderem darin, dass alle von
gleichen Parametern und Kennzahlen sprechen. Jeder weiß, welche Faktoren und
Einflusskomponenten hinter welchem Faktor liegen.
Beispiel
3 Prozent Gesamtenergiekosten (Strom, Gas, Öl, Treibstoffe, Wasser, Kanal, Wärme, Luft,
Kühlung, Klima, ...) vom Umsatz sind jetzt viel oder nicht viel?
3 % von € 10,- Mio. Umsatz sind relativ wenig oder?
3 % von € 100,- Mio. Umsatz sind relativ viel oder?
Ab welcher Größenordnung lohnt es sich für Sie überhaupt Energie zu sparen?
Tätigen Sie Investitionen überhaupt nur in Energiespar-maßnahmen, die sich in maximal
1,5 Jahren rechnen?
Alle diese und viele andere Überlegungen auch, haben auf IPPC allerdings nur bedingt einen
Einfluss. IPPC sagt, Sie müssen ihren Energieverbrauch nachhaltig im Sinne dieser Richtlinie
senken. Diesbezüglich gibt es Vergleichsparameter, die einzuhalten sind und keinesfalls
überschritten werden dürfen. Andernfalls werden von der Verwaltungsbehörde Maßnahmen
vorgeschrieben.
Um diesen Vorschreibungen vorzubeugen, möchten wir im Clusterland eine
„Benchmarkgruppe“ ins Leben rufen, die sich nicht scheut, innerbetriebliche EnergieKennzahlen zu erarbeiten und deren Ergebnisse der Gruppe anonym zur Verfügung zu stellen.
Danach sollen in einem weiteren gemeinsamen Schritt Lösungen zur Energiekostenreduktion
gesucht und umgesetzt werden.
Je mehr sich also an dieser Gruppe beteiligen und je vielfältiger der Branchenmix ist, desto
ergiebiger sind die Lösungsvorschläge für jeden einzelnen Projektteilnehmer. Beispiel: Der
Energieverbrauch einer Trockenanlage im Sägewerk und einer Trockenanlage eines KFZLackierers ist zwar nicht der gleiche, aber die Maßnahmen zur Energieverbrauchsreduktion sind
durchaus ähnlich. Mitbeteiligter Profiteur ist auch z.B. der Tischler, der eine Trocknungsanlage
für Hackschnitzel betreibt. Und genau um diese Synergien geht es bei Benchmarks und der
Suche nach Lösungen auch.
Wenn Sie sich daher an dieser Gruppe beteiligen wollen, schreiben Sie einfach eine Mail an
uns, wir nehmen mit Ihnen umgehend Kontakt auf.
Institut für Unternehmensführung und Wirtschaftsinformatik
Ing. Mag. Franz Pischelsberger
Unternehmensberater
Selker 23, 4230 Pregarten
Mobil 0664/361 57 93
E-Mail: franz@pischelsberger.com
www.pischelsberger.com
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