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1 Was ist LATEX überhaupt? 2 Wie arbeitet LATEX?

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LATEX
Einführung von Karl Hofbauer 1
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Was ist LATEX überhaupt?
TEX/LATEX ist ein äußerst flexibles, von irgendwelchen Rechnerarchitekturen oder Betriebssystemen unabhängiges Textsatzsystem. Sie schreiben Ihre
Texte dabei nicht mit LATEX, sondern mit irgendeinem simplen Texteditor
und LATEX setzt dann diesen Text für Sie. Es ist in der Lage, Dokumente aller Art in Buchdruckqualität zu erstellen. Dabei ist TEX/ LATEX nicht
ein einzelnes Programm, sondern eine ganze Sammlung von Programmen
und Komponenten. Entwickelt wurde TEX vom amerikanischen Mathematiker und Informatiker Donald E Knuth, der ein Programm schreiben wollte,
dass auf typographischem Fachwissen beruht und einen menschlichen Setzer simuliert. Um TEX verständlicher und einfacher bedienbar zu machen,
begann Leslie Lamport 1982 das Makromodul LATEX zu entwickeln, das heute Standard ist und in der Version LATEX 2ε vorliegt. LATEX hat den Vorteil,
dass es im Quellcode frei und für jede/n kostenlos zu beziehen ist. Außerdem
arbeiten weltweit Dutzende LATEX-Anwender an der Weiterentwicklung.
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Wie arbeitet LATEX?
LATEX bzw. der TEX-Kern arbeitet bei der Formatierung einer Seite mit Kästchen (boxes) und Kleber (glue). Die Buchstabenkästchen werden zu Wortkästchen zusammengefügt, und diese dann wieder zu Zeilenkästchen. Zeilenkästchen werden zu Absatzkästchen zusammengefügt, und am Ende setzt
sich eine Seite aus mehreren Absatzkästchen zusammen. Bei jedem Durchlauf erzeugt LATEX eine .dvi-Datei (device independent), also eine geräteunabhängige Datei, die den formatierten Text mit allen nötigen Informationen
über die verwendeten Fonts enthält und die auf PCs, Apple-Computern,
LINUX oder UNIX-Rechnern und Mainframes darstellbar ist. Aus einer solchen .dvi-Datei lässt sich außerdem leicht ein .pdf-Dokument erstellen, das
bequem ausgedruckt oder (so wie dieses Dokument) ins Internet gestellt werden kann.
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Diese Einführung stützt sich vorwiegend auf das Buch »LATEX für Dummies« von
Christian Baun. (Bonn: mitp 2003)
Karl Hofbauer: LATEX
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Grundstruktur eines LATEX-Dokuments
Der erste Teil einer .tex-Datei wird Präambel oder Vorspann genannt. Hier
finden sich alle Befehle, die global für das gesamte Dokument gelten, es wird
das Aussehen (Layoutstil), die Standard-Schriftgröße, das Papierformat und
vieles mehr festgelegt. Befehle werden in LATEX mit einem backslash (“\“)
eingeleitet. Optionale Argumente stehen dabei in eckigen Klammern, zwingende Argumente in geschwungenen.
Ein Beispiel für ein einfachstes LATEX-Dokument:
\documentclass[a4paper]{article}
\begin{document}
Mein erstes \LaTeX-Dokument.
\end{document} . . .
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Die konkrete Verwendung von LATEX
Es gibt, je nach verwendetem Rechner und/oder Betriebssystem, verschiedene Hilfsprogramme bei der Arbeit mit LATEX. Für Microsoft Windows User
empfehlen sich TeXnicCenter als Texteditor und MikTex als TEX/LATEXImplementierung.
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Wo findet man mehr Infos?
Wer sich nach dieser Kurzeinführung also für TEX/LATEX zu interessieren
begonnen hat, wird an folgenden Stellen sehr gut fündig werden:
• http://www.dante.ctan.org . . . Deutschsprachige Anwendervereinigung
Tex e.V.
• http://www.tug.org . . . TEX Users group
• http://www.latex-project.org . . . Homepage des -Projekts in Richtung
LATEX3.
• http://www.miktex.org . . . die vermutlich beste TEX/LATEX-Implementierung
für Windows.
• http://www.tug.org/protext
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