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Hans Küng: „Was ich glaube“, Piper 2009 319 S.

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Hans Küng: „Was ich glaube“, Piper 2009 319 S.
Bemerkungen von Josef Bättig
„Grundhaltungen und Grundüberzeugungen, die mir im Leben wichtig waren und sind, von
denen ich hoffe, dass sie auch andern helfen können, sich im Leben zurechtzufinden. Seit
meiner römischen Studienzeit ist mit blinder Glaube verdächtig“.
Erst seit da?
„Die Fragen nach meinem eigenen Standpunkt, nach dem Sinn meines Lebens, meiner
Freiheit, der Wirklichkeit überhaupt, scheinen mit grundlegender, vordringlicher zu sein als
die Frage nach Gott, die logischerweise doch erst in zweiter Linie zu überlegen wäre“ (Seite
27).
Also zuerst „Grundvertrauen“. Was ist das, ohne Erfahrung Geschöpf zu sein?
„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden“ 1 Tim 2.4. (Seite 29)
Hier eine typische Verkürzung; denn der Text heisst weiter: „und zur Erkenntnis der
Wahrheit kommen“. So steht es original im Vorwort zum Katechismus von 1992. Man
bedenke warum wohl.
„Noch immer aber ist für mich die Frage nach einer bewussten vernünftigen Begründung der
menschlichen Existenz ungelöst“. (Seite 29)
Dazu fehlt in diesem Buch das Wissen um „Gaudium et spes“ Art. 22 des Vatikanischen
Konzils.
„Repse nonnisi in mysterio Verbi incarnati mysterium hominis vere clarescit“. In gutem
Deutsch: Wirklich klärt sich ausser im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das
Geheimnis des Menschen wahrhaft nicht auf.
Da
Da Hans Küng in seinem Artikel im LThK II, 1169-1174 Christozentrik (trotz Korrektur durch
Karl Rahner) Skotus Eriugena, aber nicht Duns Scotus anführt, ist seine Christologie sehr
bescheiden. Dieser Franziskaner Joh. Duns Scotus „erklärt“ den Grund für die Erschaffung
des Menschen Christus: Deus vult condiligentes – die Dreifaltigkeit will MIT-Liebende (op.
Ox. III,32.6).
Hier ist auch der Grund für die schwache Theodizee (S. 233, 253)
Hans Küng hat auch eine nicht der kirchlichen Lehre entsprechende Theorie der Vermittlung
der Erbschuld.
*****************************
Josef Bättig erwähnt noch einige Texte aus einem Buch des Echter-Verlags „Streitfragen im
Fall Küng“:
-
Taufbefehl liturgisch von Anfang an, Mt 28.19
-
Christus für unsere Sünden gestorben, gemäss der Schrift, begraben, auferweckt
1 Kor. 15.3 ….darum fragten die Konzilsväter (in Nicea) die anwesenden Arianer:
„Ist Christus für Euch wahrer Gott vom wahren Gott?“ Im Sinn des Konzils von Nicea
gibt es kein Ausweichen in eine nur übertragen verstandene Gottessohnschaft Christi.
Es ist etwas anderes, ob in Jesus Christus nur ein von Gott angenommener Mensch
vor uns steht, mag er noch so sehr von Gott ausgezeichnet sein, oder ob der von
Ewigkeit im Vater anwesende Sohn unsere Existenz annimmt, und damit der „Sohn
Gottes“ unser Bruder wird und unser Kreuz trägt.
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Seele and Geist
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