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1. Was ist Soziologie? 2.a Was ist Gesellschaft? A. Gesellschaft vs

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Soziologische
Grundbegriffe 14
1.
Was ist Soziologie?
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Drei von vielen möglichen Antworten
1. Soziologie in Kassel
!
1: Was ist
Soziologie?
www.uni-kassel.de/fb5/soziologie
2. Sektionen und Arbeitsgruppen der
Deutschen Gesellschaft für Soziologie:
!
www.soziologie.de/
3. drei Klassiker:
!
Emile Durkheim: Der Selbstmord,
!
Max Weber: Die protestantische Ethik
und der Geist des Kapitalismus,
!
William F. White: Street Corner Society
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
2.a
Soziologische
Grundbegriffe 14
Was ist Gesellschaft?
A. Gesellschaft vs. Vergesellschaftung
Wiederholung u.
Zusammenfassung
" Gesellschaft
betont den Strukturaspekt, die Ordnung
von Gesellschaft
2: Was ist
Gesellschaft?
" Vergesellschaftung
betont die Dynamik, die ständige
Herstellung und Reproduktion von
Gesellschaft durch die Menschen und
ihre sozialen Beziehungen
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
2.b
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
2: Was ist
Gesellschaft?
Was ist Gesellschaft?
Gesellschaft vs. Gemeinschaft
Gemeinschaft
Gesellschaft
!
Familie,
Verwandtschaft
!
Vertragsverhältnisse
(„GmbH“)
!
ethnische oder
religiöse
Gemeinschaften
!
Zweckverbände
!
traditionale,
agrarische,
ständisch organisierte
‚Gesellschaften
!
moderner
Nationalstaat
!
Vorstellung eines
!
„Volkes“ oder einer
Religion als Grundlage
eines Staates
Bürgertum /
Idee der Bürgerrechte
und bürgerlichen
Freiheiten
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
1
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
2: Was ist
Gesellschaft?
2.c
Gesellschaft vs. Gemeinschaft (Forts.)
Gemeinschaft
Gesellschaft
!
affektuelle,
persönliche
Bindung
!
rationaler
Zusammenschluss
!
Genosse, Bruder,
Untertan
!
Bürger, formelles
Mitglied
!
umfassende,
!
lebenslange
Zugehörigkeit durch !
Herkunft
Zugehörigkeit durch
Übereinkunft
Eintritt / Austritt
möglich
!
Zugehörigkeit mit
!
allen
Aspekten der Person
Beschränkung der
Mitgliedschaft auf
einzelne
Aspekte der Person
Anonymität
!
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
2.d
Gemeinschaft
Gesellschaft
!
unbegrenzte
Solidarität
aller Angehörigen
persönliche
Abhängigkeit
!
vertraglich
festgelegte
Rechte und Pflichten
der
Mitglieder
Konsens
geteilte
Überzeugungen,
Werte und Sitten
!
öffentlicher
Interessenkonflikt
!
2: Was ist
Gesellschaft?
Gesellschaft vs. Gemeinschaft (Forts.)
!
!
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Soziologische
Grundbegriffe 14
3.a
Womit beschäftigt sich Soziologie?
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Was unterscheidet die Soziologie von anderen
Wissenschaften?
" Ihr Gegenstand oder ihre Methode?
3: Womit
beschäftigt sich
Soziologie?
" Hat die Soziologie einen eigenen
Gegenstand?
Das heißt: Ist sie für bestimmte „soziale
Gegenstände“ oder Themen zuständig?
" Erklärung des Sozialen
" Oder hat die Soziologie eine eigene
Methode, mit der sie alle erdenklichen
Gegenstände betrachtet?
" Erklärung durch das Soziale
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
2
Soziologische
Grundbegriffe 14
3.b
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Verschiedene Antworten
!
(soziales) Handeln " Max Weber
3: Womit
beschäftigt sich
Soziologie?
!
Formen sozialer Wechselwirkungen /
Interaktion " Georg Simmel
!
Gruppen
!
Strukturen
!
Soziale Systeme
!
Womit beschäftigt sich Soziologie?
Soziale Tatsachen " Emile Durkheim
" Fazit:
Mikro- und Makro-Ebene von Gesellschaften
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
3.c
Wiederholung u.
Zusammenfassung
„Ein soziologischer Tatbestand ist jede mehr oder
minder festgelegte Art des Handelns, die die Fähigkeit
besitzt, auf den Einzelnen einen äußeren Zwang
auszuüben; oder auch, die im Bereiche einer
gegebenen Gesellschaft allgemein auftritt, wobei sie ein
von ihren individuellen Äußerungen unabhängiges
Eigenleben besitzt.“
3: Womit
beschäftigt sich
Soziologie?
Emile Durkheim: Soziale Tatsachen
(aus: Die Regeln der soziologischen Methode, 1895,
S. 114)
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
3: Womit
beschäftigt sich
Soziologie?
3.d
Georg Simmel: Formen der
Vergesellschaftung
" Soziologie als Wissenschaften von den
„Formen der Vergesellschaftung“ bzw. den
„Formen sozialer Wechselwirkungen
(„reine Soziologie“)
„Kann man sagen, Gesellschaft sei Wechselwirkung
unter Individuen, so wäre: die Formen dieser
Wechselwirkung zu beschreiben, Aufgabe der
Gesellschaftswissenschaft im engsten und
eigentlichsten Sinne der „Gesellschaft“.“
(G. Simmel: Das Gebiet der Soziologie, 1917, S. 47)
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3
Soziologische
Grundbegriffe 14
3.e
Wiederholung u.
Zusammenfassung
„Soziologie (im hier verstandenen Sinn dieses sehr
vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heißen: eine
Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend
verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen
Wirkungen ursächlich erklären will.
3: Womit
beschäftigt sich
Soziologie?
Max Weber: Soziales Handeln
(aus: Soziologische Grundbegriffe,
in: Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen 1921, S. 1)
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
3.e
Wiederholung u.
Zusammenfassung
‚Handeln‘ soll dabei ein menschliches Verhalten
(einerlei ob äußeres oder innerliches Tun, Unterlassen
oder Dulden) heißen, wenn und insofern der oder die
Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn
verbinden.
3: Womit
beschäftigt sich
Soziologie?
Max Weber: Soziales Handeln
‚Soziales‘ Handeln aber soll ein solches Handeln
heißen, welches seinem von dem oder den Handelnden
gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer
bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert
ist.“
(aus: Soziologische Grundbegriffe,
in: Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen 1921, S. 1)
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
4.a
M. Weber: Bestimmungsgründe
sozialen Handelns
1. Zweckrationales Handeln
2. Wertrationales Handeln
4: Was heißt
Handeln?
3. Affektuelles Handeln
4. Traditionales Handeln
Soziologische Grundbegriffe:
„§ 2 Bestimmungsgründe sozialen Handelns“,
in: Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen 1921, S. 12 f.
(bzw. S. 44-46)
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
4
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
4: Was heißt
Handeln?
4.b
M. Weber: Bestimmungsgründe
sozialen Handelns
1. Zweckrationales Handeln
" Rationale Kalkulation von Mittel, Folgen
und Nebenfolgen für eigene Zwecke
2. Wertrationales Handeln
" Glaube an den unbedingten Eigenwert
einer Handlung; ohne Rücksicht auf
Folgen; nicht auf einen außerhalb der
Handlung liegenden Zweck gerichtet
3. Affektuelles Handeln
" „aktuelle Affekte und Gemütslagen“, an
der Grenze des sinnhaften (und damit
verstehbaren) Handelns
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
4.c
M. Weber: Bestimmungsgründe
sozialen Handelns
4. Traditionales Handeln
" Handelns aus „eingelebter Gewohnheit“:
Alltagshandeln, Routine, Wiederholung;
an der Grenze des Sinnhaften
4: Was heißt
Handeln?
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 4
Was heißt
Handeln?
MakroEbene
4.d
Hartmut Essers
Modell soziologischer Erklärungen:
Verbindung von Handlung u. Struktur
soziale
Situation
kollektives
Explanandum
Logik der
Aggregation
Logik der Situation
MikroEbene
Akteur
Logik der
Selektion
Handlung
aus: Hartmut Esser: Soziologie. Allgemeine
Grundlagen, Frankfurt a. M. 1993, S. 98, 214
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
5
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
4.e
Verstehen und Erklären
!
Max Weber: Verstehen des Sinns einer
Handlung als Voraussetzung für ihre Erklärung
!
Hartmut Esser: Erklären einer Handlung durch
die „Logik der Situation“ und die „Logik der
Selektion“
4: Was heißt
Handeln?
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
5.a
Was ist ein Begriff?
(1) Begriffe werden logisch bestimmt, nicht empirisch
(2) Begriffe sind keine „Abbilder“ von Wirklichkeit,
sondern Konstrukte, die Wirklichkeit gliedern
5: Wie funktioniert
Wissenschaft?
(3) klassische Formen von logischen
Begriffsdefinitionen:
•
genus proximum et differentia specifica
•
Angabe von Prädikaten
•
operationale Definition
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
5.b
Standardmodell
deduktiv-nomologischer Erklärungen
(Hempel-Oppenheim-Schema)
(1) Allgemeines Gesetz
5: Wie funktioniert
Wissenschaft?
(2) Randbedingungen
(Antezedenzbedingungen)
Explanans
(Explikans,
Prämissen)
(3) Schluss
(Konklusion)
Explanandum
(Explikandum)
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6
Soziologische
Grundbegriffe 14
5.c
Gesetzesförmige Erklärungen und ihre
Probleme in den Sozialwissenschaften
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
die vom HO-Schema deduktiv-nomologischer
Erklärungen geforderte Strukturgleichheit von
Erklärung und Prognose gilt in der
geschichtlichen Welt nicht
5: Wie funktioniert
Wissenschaft?
!
oft nur statistische statt strikt allgemeine
Gesetze
!
Äußere Umstände oder Motive und Ziele des
Handelns als „Ursachen“?
" Sinnhaftigkeit des Handelns
" Notwendigkeit des „Verstehens“
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Soziologische
Grundbegriffe 14
6.a Wie entsteht Ordnung?
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Soziologische Modelle und Begriffe:
6: Wie entsteht
Ordnung?
!
Werte, Normen
!
Konvention, Sitte, Brauch
!
Rollentheorie
!
Institutionen
!
Habitus
!
Rituale
Aber auch:
!
Konflikt
!
Anomie
!
Wertewandel
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
6: Wie entsteht
Ordnung?
6.c Werte
Definition:
„Eine Auffassung vom Wünschenswerten, die
explizit oder implizit für ein Individuum oder
eine Gruppe kennzeichnend ist und welche
die Auswahl der verfügbaren Weisen, Mittel
und Ziele des Handelns beeinflußt“
(Clyde Kluckhohn, Values and Value
Orientations ..., 1951)
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7
Soziologische
Grundbegriffe 14
6.d Normen
Definition:
Wiederholung u.
Zusammenfassung
6: Wie entsteht
Ordnung?
!
Regel oder Richtschnur für das Verhalten
!
Allgemeine Verhaltensregeln, deren
Einhaltung von anderen
Gesellschaftsmitgliedern positiv oder
negativ sanktioniert wird
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Soziologische
Grundbegriffe 14
6.b Wertewandel
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Ronald Inglehart:
6: Wie entsteht
Ordnung?
!
The Silent Revolution. Changing Values and
Political Styles among Western Publics, 1977
!
Kultureller Umbruch. Wertewandel in der
westlichen Welt, 1989
" Wandel von
materialistischen zu postmaterialistischen
Werten
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
6: Wie entsteht
Ordnung?
6.e Institutionen
!
zu unterscheiden von Organisation, Verband,
Behörde usw.
!
allgemeine Definition:
dauerhafte, ‚verfestigte‘ Muster sozialer
Beziehungen und menschlichen Handelns,
die als legitim gelten oder gesellschaftlich
erzwungen werden und von den Menschen
in ihrem Handeln faktisch verwirklicht werden
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8
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
6: Wie entsteht
Ordnung?
6.f Berger / Luckmann: Die gesellschaftliche
Konstruktion der Wirklichkeit
Berger/Luckmann erstellen eine integratives
Modell der Konstruktion sozialer Wirklichkeit:
a) Ausgehend von den Annahmen der
philosophischen Anthropologie und der
Wissenssoziologie
b) Typisierung, Sedimentbildung,
Traditionsbildung
führen zu Institutionalisierung
c) Stütze von Institutionen in umfassenden
Sinnwelten (Legitimierung)
d) Internalisierung sozialer Wirklichkeit durch
Sozialisation und Identitätsbildung
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
6: Wie entsteht
Ordnung?
6.f Rolle / Rollentheorie
!
Theatermetapher
!
die gesellschaftliche Ordnung sieht bestimmte
Positionen vor
!
Diese sind definiert durch die Erwartungen der
Beteiligten an den Inhaber einer Rolle
!
Wechselseitige Erwartungen und
Erwartungserwartungen
!
Erwartungen nicht aller Mitglieder einer
Gesellschaft, sondern einer Bezugsgruppe
!
Erwartungen als Muß-, Soll- und KannErwartungen
!
Konkrete und generalisierte Andere
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Soziologische
Grundbegriffe 14
6.g Rolle / Rollentheorie
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Erweiterungen der Rollentheorie:
6: Wie entsteht
Ordnung?
!
Rollenvielfalt
!
Rollensegmente
!
Rollenkonflikt (zwischen Rollen oder innerhalb
einer Rolle inter-/intra-Rollen Konflikt)
!
Rollendistanz
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9
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
7.a Soziale Ungleichheit
" Soziale Ungleichheit
" Soziale Differenzierung (Sitzung 8)
" Sozialstruktur,
Soziale Schichtung:
Stände,
Klassen,
Schichten,
Status
" Milieu,
Lebensstile,
kulturelles Kapital
" Soziale Mobilität
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Soziologische
Grundbegriffe 14
7.b Stände und Klassen
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
Stand
Klasse
Durch Geburt
verliehen
Durch Eigentum
definiert
Fixiert in einer
‚natürlichen‘
Ordnung
Fixiert durch
Verteilung der
Produktionsmittel
Persönliche Freiheit /
Unfreiheit (Hörigkeit)
Besitz von
Produktionsmitteln
Ehre, Lebensführung
Art des Einkommens
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
7.c Klassen und Schichten
!
Sozialstruktureller Wandel durch
Industrialisierung
!
Entstehen einer breiten Angestellten- und
Beamtenschicht
!
Verschwinden des „alten Mittelstandes“ (altes
Bürgertum, selbständige Handwerker usw.),
aber Entstehen eines „Neuen Mittelstandes“
aus Angestellten und Beamten
(= Mittelschichten)
!
(Theodor Geiger, 1891-1952)
" Die soziale Schichtung des dt. Volkes, 1932
" Die Klassengesellschaft im Schmelztiegel,
1949
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10
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
7.d Schicht und Status
!
Fortschreitende Arbeitsteilung und soziale
Differenzierung
!
Entstehung breiter Mittelschichten
" Neue und feinere Kriterien der sozialen
Ungleichheit sind erforderlich: Schicht und
Status
!
Status:
= berufliche Qualifikation
= Einkommen
= Prestige
!
Schichten:
= übereinanderliegende Statusgruppen
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Schichtung 1960er
Schichtung 1980er
11
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
7.e Soziale Lagen, Milieu und Lebensstil
!
Statusinkonsistenz
!
Unterschiede in der Lebenssituation innerhalb
der gleichen Schicht: beispielsweise
unterschiedlicher Bildungsstatus innerhalb des
gleichen Einkommensstatus
!
Horizontale soziale Lagen innerhalb der
gleichen (vertikalen) sozialen Schicht
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
7.f Soziale Lagen, Milieu und Lebensstil
!
Weitere soziale Differenzierung
!
Wertewandel (Sitzung 6):
" unterschiedliche Werte und Lebensziele
Soziale Milieus:
= Typische Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen einer Gruppe von Menschen und ihres
Lebensumfeldes
Lebensstil:
= Typische Handlungsmuster und typische
Gestaltung des alltäglichen Lebens aufgrund
gemeinsamer Werte und Lebensumstände
(Einkommen, Bildung, Interessen, politische
Einstellungen, Geschmack, Kleidung usw.)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
7.f Lebensstile (SINUS-Milieus)
Wiederholung u.
Zusammenfassung
7: Soziale
Ungleichheit
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12
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
8.a
Was ist sozialer Wandel?
!
Allgemein: Wandel und „Statik“ im Sozialen
!
Abgrenzung von anderen Begriffen:
Evolution, Revolution, Fortschritt,
Geschichtsphilosophie (Gesetzmäßigkeiten
der Geschichte)
!
„Statik“ oder „Stabilität“ als Sonderfall von
Wandel:
" Stabilität ist ebenso voraussetzungsvoll
und erklärungsbedürftig wie Wandel
" dynamische Gesellschaften können sehr
stabil sein.
!
Allgemein: zeitliche und geschichtliche
Struktur sozialer Wirklichkeit
8: Sozialer Wandel
Thomas Schwietring, Seminar Soziologische Grundbegriffe, http://www.uni-kassel.de/~schwietr/lehre/ws04-05/
Hau sh altsg ör ß ne
Haushaltsgrößen
4,2
100%
16,1
11,1
90%
33,3
44,4
80%
Anteil der
Haushalte
19,7
60%
23
33,7
16,8
50%
40%
>5
14,2
16,2
70%
22,5
25,3
17
30%
4
3
36,7
20%
14,7
17,7
2
1
19,4
10%
7,1
6,7
0%
1900
1925
1950
2002
Jahr
(nach: Statistisches Bundesamt: Datenreport 2004, S. 40)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
8: Sozialer Wandel
8.b
Modelle u. Theorien sozialen Wandels
!
Säkularisierung, Rationalisierung
Bürokratisierung
!
Industrialisierung, Urbanisierung
!
Individualisierung
!
Soziale Differenzierung
!
Modernisierung
" Probleme der Entwicklungspolitik als
Modernisierungspolitik
" Unterschiedliche Entwicklungspfade
" Mehr oder minder fundamentale Kritik an
Modernität
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13
Soziologische
Grundbegriffe 14
8.c
Soziale Differenzierung
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Typen sozialer Differenzierung:
a) segmentäre Differenzierung
8: Sozialer Wandel
Soziale
Differenzierung
b) stratifikatorische Differenzierung
(vgl. Sitzung 7: Soziale Ungleichheit)
c) funktionale Differenzierung
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
(a) Segmentäre Differenzierung
Gleichförmige Einheiten ohne hierarchische
Ordnung,
z. B. die Stammesgruppen einer archaischen oder
die Dörfer einer agrarischen Gesellschaft
8: Sozialer Wandel
Soziale
Differenzierung
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Soziologische
Grundbegriffe 14
(b) Stratifikatorische Differenzierung:
z. B. Soziale Schichtung in den 1960ern
Wiederholung u.
Zusammenfassung
8: Sozialer Wandel
Soziale
Differenzierung
(aus: Bolte/Kappe/Neidhardt 1967, S. 316)
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14
Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
(c) Funktionale Differenzierung
" Arbeitsteilung
" Ausbildung von gesellschaftlichen
Subsystemen, die Funktionen für das
Gesamtsystem übernehmen
8: Sozialer Wandel
# Strukturfunktionalismus
Soziale
Differenzierung
# Talcott Parsons
" Ausbildung von autonomen, geschlossen
operierenden gesellschaftlichen Teilsystemen
# Theorie autopoietischer Systeme
# Niklas Luhmann
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
8.d Niklas Luhmann: autopoietische Systeme
Operativ geschlossene, d.h. unabhängig
operierende, selbstreferentielle bzw.
autopoietische Teilsysteme
8: Sozialer Wandel
Wirtschaft
Soziale
Differenzierung
Recht
Kunst
Wissenschaft
Massenmedien
Politik
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
9: Macht,
Herrschaft
9.a
Macht, Herrschaft nach Max Weber
Macht
„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer
sozialen Beziehung den eigenen Willen auch
gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel
worauf diese Chance beruht.“
Herrschaft
„Herrschaft soll heißen die Chance, für einen
Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren
Personen Gehorsam zu finden.“
(Max Weber: Soziologische Grundbegriffe, § 16)
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15
Soziologische
Grundbegriffe 14
9.b
Wiederholung u.
Zusammenfassung
1. Herrschaft bedeutet, Gehorsam zu finden.
9: Macht,
Herrschaft
Herrschaft: Motive des Gehorsams
2. Gehorchen ist ein aktives soziales Handeln,
also ein sinnhaftes Handeln. Die Frage muss
daher lauten: Was sind die Motive des
Gehorchens?
a) Nutzenerwägungen
" zweckrationales Handeln
b) Gewohnheit
" traditionales Handeln
c) persönliche Neigung oder Zuneigung
" affektuelles Handeln
d) Legitimitätsglauben
" wertrationales Handeln
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Soziologische
Grundbegriffe 14
9.c
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Jede dauerhafte Form von Herrschaft stützt
nicht nur auf zweckrationale, affektuelle oder
traditionale Motive, sondern auf „Gründe ihrer
Legitimität“, also einen Legitimitätsglauben der
Beherrschten.
9: Macht,
Herrschaft
Typen legitimer Herrschaft
Weber unterscheidet 3 typische Gründe des
Legitimitätsglauben:
a) Traditionale Herrschaft
b) Charismatische Herrschaft
c) Legale Herrschaft / bürokratische Herrschaft
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
9: Macht,
Herrschaft
9.d
Traditionale Herrschaft
Legitimität der Herrschaft ...
„kraft Glaubens an die Heiligkeit der von jeher
vorhandenen Ordnungen und
Herrengewalten“ (478)
" z.B. patriachale Herrschaft, Herrschaft eines
„Ältesten“, auf Geburt beruhende Herrschaft
usw.
" gehorchen aufgrund von Würde, Respekt
" Herrschaft selbst (ihre möglichen Befehle) ist
an die Einhaltung von Tradition gebunden
" keine neuen Formen des Rechts möglich,
sondern Legitimität basiert auf Erhalt einer
althergebrachten Ordnung
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Soziologische
Grundbegriffe 14
9.d
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Legitimität der Herrschaft ...
9: Macht,
Herrschaft
Charismatische Herrschaft
„kraft affektueller Hingabe an die Person des
Herrn und ihre Gnadengaben (Charisma)“
(481)
" religiöser Prophet, polit. Anführer, Revolutionär
" „außeralltägliche“ Form von Herrschaft
" rein persönliche soziale Beziehung
(Herrschaft an Person gebunden)
" wichtig als Gründung von Herrschaft
" Problem der Dauerhaftigkeit von Herrschaft
(Frage der Nachfolge)
"
„Veralltäglichung“ charismatischer Herrschaft
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Soziologische
Grundbegriffe 14
9.d
Wiederholung u.
Zusammenfassung
„gehorcht wird nicht der Person, kraft deren
Eigenrecht, sondern der gesatzten Regel, die
dafür maßgebend ist, wem und inwieweit ihr zu
gehorchen ist“ (476)
9: Macht,
Herrschaft
Legale / bürokratische Herrschaft
„Grundvorstellung ist: daß durch formal korrekt
gewillkürte Satzung beliebiges Recht
geschaffen und abgeändert werden könne“
(475)
" moderner Rechtsstaat, kapitalistischer Betrieb
" vereinbarte Regeln / Gesetze
" Bürokratisierung als zentrales Merkmal moderner
(Rechts-)Staaten und Industriegesellschaften
" Beamtentum als kennzeichnendes Merkmal
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
9: Macht,
Herrschaft
9.e
Herrschaft: Regelung der Nachfolge
a) legale / bürokratische Herrschaft
unproblematisch, da es auf die Position, nicht
auf die Personen ankommt
b) traditionale Herrschaft
an die Einhaltung traditioneller Werte u. Regeln
gebunden
c) charismatische Herrschaft
da die Herrschaft an einer Person hängt, stellt
sich das Nachfolgeproblem in besonderer
Schärfe
" Nachfolgerdesignation
" Suche nach Zeichen / Qualifikationen
(Dalai-Lama)
" Erbcharisma
" Amtscharisma (katholische Kirche)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
9.f
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
Macht ist kein sekundäres Merkmal sozialer
Beziehungen, sondern „Über- und
Unterordnung“ und „Streit“ (Konflikt) sind die
Formen sozialer Beziehungen schlechthin
(Georg Simmel: Soziologie, 1908)
!
Macht als Merkmal sozialer Beziehungen ist an
bestimmte soziale Situationen bzw. Kontexte
gebunden.
!
In jeder sozialen Beziehung ist Macht an alle
Beteiligten verteilt. Es gibt keine völlig
Ohnmacht, sondern eine je unterschiedliche
Machtbalance (Norbert Elias).
9: Macht,
Herrschaft
Allgegenwart von Macht
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Soziologische
Grundbegriffe 14
9.g
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
Macht kann durch Organisation, Solidarität,
sozialen Zusammenschluss entstehen.
(" Heinrich Popitz: Phänomene der Macht,
Tübingen 1992;
Norbert Elias, Etablierte und Außenseiter,
1965/1990))
!
Macht ist kein Besitzt und keine Eigenschaft,
sondern eine „soziale Figuration“.
(" Norbert Elias: Was ist Soziologie?, 1970;
Wolfgang Sofsky/Rainer Paris: Figurationen
sozialer Macht, 1994)
9: Macht,
Herrschaft
Allgegenwart von Macht
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
10: Sozialisation
10.a Wie wird man Mitglied einer
Gesellschaft?
a) Entwicklung des Kindes bzw. Jugendlichen als
heranwachsender Mensch
b) Lernen und Persönlichkeitsentwicklung in allen
Altersphasen
c) Übertritt in eine andere Kultur, z.B. als Folge von
Migration oder sozialer Mobilität
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Soziologische
Grundbegriffe 14
10.b Wie wird man Mitglied einer
Gesellschaft?
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Sozialisation
Prozess der Herausbildung einer handlungsfähigen
sozialen Persönlichkeit; viel umfassender als
„Erziehung“
10: Sozialisation
Enkulturation
Begriff aus der Kulturanthropologie; sich teils mit der
Sozialisation überschneidender, teils zeitlich an sie
anschließender Prozess der Übernahme kultureller
Muster und Selbstverständlichkeiten
Akkulturation
Prozess der Eingliederung in eine neue Kultur, des
interkulturellen Austausch oder der Übernahme
neuer kultureller Elemente nach Abschluss der Phase
der Sozialisationsphase in der eigenen Kultur
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
10.c Anthropologische Voraussetzungen
von Sozialisation
1. „Weltoffenheit“ des Menschen
!
Instinktarmut:
der Mensch als „Mängelwesen“,
(Philosophische Anthropologie:
Max Scheler [1874-1928],
Arnold Gehlen [1904-1976])
!
Mensch als „physiologische Frühgeburt“
(Adolf Portmann [1897-1982])
10: Sozialisation
2. Sozialisation als „zweite Geburt“
bzw. als „soziokulturelle Geburt“
(René König, Dieter Claessens)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
10.e Sozialisation –
begriffliche Unterscheidungen
!
primäre Sozialisation
Entwicklung zur handlungsfähigen sozialen
Person, beginnend bei der frühkindlichen
Sozialisation
!
sekundäre Sozialisation
ab der Kindheit bzw. Jugend durch Schule,
Gleichaltrige (peer groups) usw.
!
tertiäre Sozialisation
[manchmal auch: sekundäre Sozialisation]
lebenslange Persönlichkeitsveränderung:
durch persönliche Bindungen, Beruf,
Erfahrungen, Alter usw.
10: Sozialisation
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
10.f
!
Sozialisationinstanzen
Familie
! Weitergabe von Schichtmerkmalen,
Geschlechterrollen usw.
!
10: Sozialisation
Schule, Kindergarten usw.
! Tendenz zur außerfamiliären Institutionalisierung von Erziehung und Sozialisation
! Kompensation oder Verstärkung von
schichtspezifischer Sozialisation
!
Gleichaltrigengruppe (peer group)
" Entstehung und Ausdehnung von „Jugend“ als
einer eigenständigen Entwicklungsphase
zwischen Kindheit und Erwachsenenalter
!
Medien
" neue Formen der „Selbstsozialisation“
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
10.g Sozialisationstheorie I:
Produktiv realitätsverarbeitende
Subjekte
Leitendes Paradigma seit den 1970/80ern:
10: Sozialisation
" Sozialisation nicht als Prägung, sondern als aktives
Handeln der Sozialisierten:
„produktiv realitätsverarbeitende Subjekte“
(Klaus Hurrelmann: Handbuch
Sozialisationsforschung 1983, 1995)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
10: Sozialisation
10.h Sozialisationstheorie II:
Selbstsozialisation
" Betonung des aktiven Anteils der Individuen in der
Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und als
aktive Aneignung statt passive Prägung in der
Tradition des Symbolischen Interaktionismus
" Niklas Luhmann, Klaus Gilgenmann, Jürgen
Zinnecker, Dieter Baacke u.a.
" Zwei Bedeutungen
a) Selbstsozialisation durch Gleichaltrigengruppe
(peer group)
b) Selbstsozialisation durch ein autonomes,
kreatives, aktives Subjekt
" Anschlussmöglichkeiten für Forschungen zur
Jugendsoziologie, Mediensoziologie usw.
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
11.a Wer ist „ich“? –
Individuum, Individualität, Identität
Individuum
!
11: Identität
!
Entwicklung des Individuums (Identität) als sozialer
Prozess
Individuum und Gesellschaft nicht als Gegensätze
Individualität
!
!
Individualität als Resultat sozialer Beziehungen
Individualität als historisches Produkt, als
Besonderheit des modernen westlichen Denkens
Individualisierung
!
!
Individualisierung als gesellschaftsspezifisches
Phänomen
Zusammenhang zwischen Individualisierung,
Zivilisationsprozess und Disziplinierung
(Norbert Elias, Michel Foucault)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
11.b George Herbert Mead:
Identitätsentwicklung beim Kind (1)
!
Unterscheidung von „I“ und „Me“:
" „I“ (Ich) als aktive handelnde Kraft
" „Me“ (Mich) als Selbstbild, das durch die
Identifikation mit anderen und durch
Erfahrungen mit anderen entsteht
11: Identität
!
Zuerst Identifikation mit konkreten
„signifikanten Anderen“, z.B. Eltern
!
Später dann Erfahrungen, Identifikation und
Antizipation von „generalisierten Anderen“
!
D.h. Antizipation von Handlungen und
Reaktion: Erwartungen und
Erwartungserwartungen
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
11: Identität
11.c George Herbert Mead:
Identitätsentwicklung beim Kind (2)
!
Ausbildung einer Identität („Me“), zu der das
Ich („I“) in Distanz gehen kann
!
Voraussetzung für Theorien einer
mehrschichtigen und reflexiven Identität
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
11: Identität
11.c Erving Goffmann:
Soziale und personale Identität
1. Identität als stets unabgeschlossener und
prekärer Prozess
2. Identität als Frage von
! Selbstdarstellung
! Interaktion
! (Selbst)Inszenierung
" „Identitätsmanagement“ in konkreten
sozialen Internaktionen (z. B. Bewältigung
von „Stigma“)
" Symbolischer Interaktionismus
3. Labelling Approach (Etikettierungsansatz)
" Identität als Resultat von Interaktionen,
Konflikten und Zuschreibungen
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
11: Identität
11.d Erik H. Erikson:
Ich-Identität
1. Identität als stets unabgeschlossener und
prekärer Prozess
2. Identität als Frage von
! Selbstdarstellung
! Interaktion
! (Selbst)Inszenierung
" „Identitätsmanagement“ in konkreten
sozialen Internaktionen (z. B. Bewältigung von
„Stigma“)
" Symbolischer Interaktionismus
" Labelling Approach (Etikettierungsansatz)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
11.e Was ist / Gibt es „kollektive Identität“?
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
Beispiele für sog. kollektive Identitäten:
• Nationale Identität?
• Kulturelle Identität?
• Ethnische Identität?
!
Wer ist der „Träger“ kollektiver Identitäten?
!
Identität oder Identifizierung?
!
Vervielfältigung kultureller Orientierungen
und Zugehörigkeiten
!
„Erfindung von Traditionen“ / Nationen
(Eric J. Hobsbawm, Terence Ranger,
Benedict Anderson)
11: Identität
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
11.f
Individualität und Sozialität als
komplementäre Größen
Georg Simmel (1858-1918)
!
„Quantitative“ und „qualitative“
Individualisierung
!
„Die Ausdehnung der Gruppe und die
Ausbildung der Individualität“
(1888; vgl. auch „Über sociale
Differenzierung, 1890, Kap. 3)
!
„Die Kreuzung sozialer Kreise“
(in: „Soziologie“, 1908, S. 456-511; vgl. auch
„Über sociale Differenzierung“, 1890, Kap. 5)
11: Identität
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
12.a Theorien abweichenden Verhaltens
(Devianz)
!
Biologische („angeboren“) und
psychologische (frühkindliche Erfahrungen
usw.) Theorien
!
Lerntheorie
(„Karrieren“, differentielle Assoziation)
!
Anomietheorie
!
Abweichendes Verhalten als Subkultur, die
Vorreiter sozialen Wandels ist
!
Funktionale Erklärungen
(Stabilisierung der Gesamtkultur)
!
Stigmatisierungstheorie / Etikettierungstheorie
(Labelling Apporach)
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
12.b Anomie (1)
!
Fehlen oder Zusammenbruch sozialer
Ordnung
!
genauer:
Widerspruch zwischen den kulturell
vorgegebenen Werten und Zielen einer
Gesellschaft und den zur Verfügung
stehenden sozial anerkannten Mitteln, um
diese Ziele zu erreichen
!
Durkheim: Typus des anomischen
Selbstmordes
!
R. K. Merton: Sozialstruktur und Anomie
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
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Soziologische
Grundbegriffe 14
12.c Anomie (2)
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Die Akzeptanz von gesellschaftlich erwünschten
Zielen (Werten) und legitimen Mitteln (Normen)
und ihre Konsequenzen (nach R. K. Merton).
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
Ziele (Werte) akzeptiert
Ja
Nein
Ja Konformismus Ritualismus
Mittel
(Normen)
akzeptiert Nein
Innovation
Apathie
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
12.d Etikettierung (Labelling)
abweichenden Verhaltens (1)
Thesen:
1. Kein Verhalten ist an sich „abweichend“.
Sondern zu einem abweichenden Verhalten
wird es erst durch die Reaktionen anderer.
2. „Abweichung“ ist also kein festes Merkmal
eines Verhaltens, sondern das Ergebnis einer
sozialen Interaktion.
3. Ob und mit welchen Konsequenzen ein
Verhalten als „abweichend“ etikettiert wird,
kann von Situation zu Situation unterschiedlich
sein und hängt von verschiedenen Faktoren
ab.
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
12.e Etikettierung (Labelling)
abweichenden Verhaltens (2)
4. Die Etikettierung einer Handlung führt häufig
zur Stigmatisierung der ganzen Person des
Handelnden (z.B. als „Außenseiter“) und somit
auch seiner künftigen Handlungen.
5. Wer wessen Handeln als „abweichend“
etikettieren und wer wen als „Außenseiter“
stigmatisieren kann, ist (auch) eine
Machtfrage (Definitionsmacht).
6. Die Etikettierung kann Teil der Identität des
Handelnden werden
(Identitätstransformation). Aus vereinzeltem
abweichenden Verhalten (primäre Devianz)
wird so die Person eines „Außenseiters“
(sekundäre Devianz).
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Soziologische
Grundbegriffe 14
12.e Subkultur
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Definition Subkultur
„Somit ist Subkultur ein Teil einer konkreten
Gesellschaft, der sich in seinen Institutionen,
Bräuchen, Werkzeugen, Normen,
Wertordnungssystemen, Präferenzen, Bedürfnissen
usw. in einem wesentlichen Ausmaß von den
herrschenden Institutionen etc. der jeweiligen
Gesamtgesellschaft unterscheidet.“
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
(Rolf Schwendter: Theorie der Subkultur, Frankfurt a. M.
1981, S. 11 (zuerst Köln 1973))
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Soziologische
Grundbegriffe 14
12.f
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
Inklusion / Exklusion als übergeordnetes Problem,
das die Perspektive der Fragestellung verschiebt:
!
Es geht nicht mehr um ein „abweichendes
Verhalten“ gegenüber einer „Normalität“,
sondern beides wird einander gegenübergestellt
als permanenter Prozess der Inklusion und
Exklusion.
!
An die Stelle von „Mehrheitskultur“ oder
„Normalität“ tritt „Inklusion“ als ein ebenso
aktives Geschehen wie „Abweichung“,
„Sanktion“ oder „Exklusion“
!
Betont wird die Relativität von „Abweichung“
und die Fähigkeit einer Mehrheitskultur“, Protest
oder Abweichung in sich aufzunehmen.
12: Devianz,
abweichendes
Verhalten
Inklusion / Exklusion
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Soziologische
Grundbegriffe 14
13.a Wissen: Betrachtungsweisen
Wiederholung u.
Zusammenfassung
1. Kritik an überkommenen Wissensordnungen:
Mythen, Religion, Ideologien
13: Wissen
2. Infragestellung expliziten Wissens:
Die soziale Bedingtheit von Wissenschaft
(Der „Streit um die Wissenssoziologie“)
3. Ausweitung des Wissensbegriff auf implizites,
alltägliches Wissen:
" Untersuchung von Alltagswissen
" gesellschaftliche Wirklichkeit als Thema
der Wissenssoziologie (Berger/Luckmann)
" Konstruktivistische Perspektiven
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Soziologische
Grundbegriffe 14
13.b Von einer philosophischen zu einer
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
soziologischen Theorie der Erkenntnis
die philosophische Frage:
Was sind die Voraussetzungen für wahre
Erkenntnis?
" Frage nach den Voraussetzungen wahrer
Erkenntnis
" Subjekt der Erkenntnis ist der Einzelne und
seine Vernunft
!
die soziologische Frage:
Was wird in einer Gesellschaft für wahr
gehalten? Und mit welchen Gründen?
" Frage nach dem faktisch vorhandenen
Wissen im gesellschaftlichen Leben der
Menschen, an seiner faktische Entstehung
und Durchsetzung
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Soziologische
Grundbegriffe 14
13.b Von einer philosophischen zu einer
Wiederholung u.
Zusammenfassung
!
13: Wissen
soziologischen Theorie der Erkenntnis
die soziologische Frage:
Was wird in einer Gesellschaft für wahr
gehalten? Und mit welchen Gründen?
" Frage nach dem faktisch vorhandenen
Wissen im gesellschaftlichen Leben der
Menschen, an seiner geschichtlichen
Entstehung und realen Durchsetzung
" Subjekt der Erkenntnis ist nicht der
Einzelne, sondern die Gesellschaft
" „wahres“ und „unwahres“ Wissen können
die gleichen Auswirkungen auf das
menschliche Handeln haben
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Soziologische
Grundbegriffe 14
13.c „Definition der Situation“
Wiederholung u.
Zusammenfassung
Wenn eine Situation von den Beteiligten für real
gehalten wird, dann ist diese Situation in ihren
Konsequenzen real.
13: Wissen
(„Thomas-Theorem“, William I. Thomas, 1928)
" Die Situationen, in denen jemand handelt,
haben nicht bereits an sich eine
Bedeutung, sondern sie werden durch die
Beteiligten definiert.
" Dadurch wird die Situation real, d.h.
handlungswirksam.
" „Realität“ ist kein Faktum, sondern ein
soziales Attribut
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Soziologische
Grundbegriffe 14
Wiederholung u.
Zusammenfassung
13: Wissen
13.e Wertfreiheit der Wissenschaft
!
Unterscheidung von Werturteil und
Wertbeziehung
!
Max Webers Postulat der Wertfreiheit:
" Wissenschaften dürfen sich nicht von
Werturteilen leiten lassen
" Werturteile lassen sich nicht
wissenschaftlich begründen
" Für die Auswahl und Erfassung ihrer
Gegenstände und Themen sind die
Kulturwissenschaften aber auf
Wertbeziehungen angewiesen
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