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Bürgerinfo Oktober 2014:
Windkraft in Weisel/Dörscheid
Fotomontage eines möglichen Windparks in Weisel/Dörscheid
Die Ortsgemeinden Weisel und Dörscheid planen gemeinsam mit ABO Wind einen Windpark im
Weiseler Wald und im Kreuzwald. Die Waldareale bieten Raum für bis zu zehn Anlagen.
Wir möchten Sie über die aktuellen Planungen informieren.
Eckdaten der geplanten Windkraftanlagen
Windkraftanlagen-Typ
GE 120 2.75
Nennleistung je Anlage
2,75 Megawatt
Gesamthöhe
199 Meter
Rotordurchmesser
120 Meter
Gesamtgewicht inklusive Fundament
2.950 Tonnen
Abstände der Windkraftanlagen zu den
Ortsgemeinden
Es gibt keine allgemeingültigen Abstandsregelungen von
Windkraftanlagen zu Siedlungen. Im „Rundschreiben Windenergie“
der Landesregierung werden 800 Meter zur Wohnbebauung und
500 Meter zu Aussiedlerhöfen vorgeschlagen.
Die Standorte der aktuell geplanten maximal zehn Anlagen sind
mindestens 1,7 Kilometer vom nächstgelegenen Wohnhaus in
Weisel, 6,5 Kilometer vom Mittelrheintal und 570 Meter von der
„Grube Kreuzberg“ entfernt. ABO Wind hat für rund 50 Fotopunkte
Visualisierungen erstellt, um die Veränderung des Landschaftsbildes
sichtbar zu machen.
Grenze Pufferzone Welterbe
Unsere bisherigen Windmessungen haben ergeben, dass der
geplante Windpark jährlich ca. 60 Millionen Kilowattstunden Strom
produzieren könnte. Das entspricht dem Haushaltsbedarf von ca.
50.000 Menschen.
1,7 km
Grenze Kernzone Welterbe
Informieren Sie sich auch im Internet unter
www.windpark-weisel.de
6,5 km
Hier erhalten Sie Informationen zum aktuellen Planungsstand.
Anhand zahlreicher Visualisierungen können Sie sich ein Bild
vom Einfluss auf das Landschaftsbild machen.
Entfernung der Anlagen zu Weisel und zum Rheintal
Die Energiewende in Rheinland-Pfalz
Windkraft im Wald
Rheinland-Pfalz bekennt sich zur Energiewende: Ziel ist es,
bis zum Jahr 2030 den Strombedarf bilanziell vollständig mit
erneuerbaren Energien zu decken. Die Menge an Windstrom soll
bis 2020 gegenüber 2011 verfünffacht werden. Die kommunalen
Planungsträger sind aufgefordert, zwei Prozent der Landesfläche für
Windkraft auszuweisen.
Windkraftanlagen lassen sich auch an Waldstandorten ökologisch
sinnvoll realisieren. ABO Wind hat sich als einer der ersten
Projektentwickler auf Waldstandorte spezialisiert und bereits viel
Erfahrung gesammelt. Wir planen gezielt in Nadelwaldbeständen
oder Windwurfflächen, um die Eingriffe möglichst gering zu halten.
In hochwertigen Laubwaldbeständen (älter als 120 Jahre) ist die
Errichtung von Windkraftanlagen verboten.
ABO Wind hat in Rheinland-Pfalz bereits 20 Windparks mit einer
Leistung von 185 Megawatt errichtet, über 100 Megawatt sollen in
den kommenden zwei Jahren hinzukommen.
Windenergie in der Bauleitplanung
Um die Ausbauziele des Landes Rheinland-Pfalz zu erreichen, sind
vor allem die Kommunen gefordert. Als Instrument zum Ausbau
der Windkraft dient die Bauleitplanung. Das Baurecht privilegiert
Windkraftanlagen prinzipiell im Außenbereich. Kommunen können
jedoch über den Flächennutzungsplan (FNP) „Konzentrationszonen“
ausweisen und damit Flächen außerhalb dieser Zonen von der
Windkraftnutzung ausschließen. Das ermöglicht eine Steuerung
und verhindert eine „Verspargelung“ der Landschaft.
Doch nur ein Teil der Flächen in den Konzentrationszonen
kommen tatsächlich für eine Windkraftnutzung infrage. Zum
einen weht nicht an jedem Standort ausreichend Wind, um
einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Zum anderen
sind vor dem Bau einer Windenergieanlage Gutachten zu
Schallimmissionen, Schattenwurf und Auswirkungen auf Flora
und Fauna zu erstellen und im Genehmigungsverfahren nach
Bundesimmissionsschutzgesetz zu bewerten.
Der aktuelle Entwurf des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde (VG) Loreley enthält im Bereich Weiseler Wald/
Kreuzwald eine Konzentrationszone für Windkraft. In Absprache
mit den Gemeinden plant ABO Wind in dieser Zone. Wie
viele Anlagen tatsächlich errichtet werden können, wird im
Genehmigungsverfahren zu klären sein.
Wirtschaftlichkeit
Um die Wirtschaftlichkeit eines Standortes zu ermitteln, misst man
entweder mindestens ein Jahr lang den Wind oder man nutzt Daten
naheliegender Windkraftanlagen.
Da in der VG Loreley praktisch keine verwendbaren
Referenzanlagen stehen, hat ABO Wind Windmessmasten
errichtet. Die bisherigen Ergebnisse lassen auf einen guten
Windstandort schließen.
In den vergangenen Wochen häuften sich Medienberichte über
finanzielle Verluste, die Stadtwerke und andere Investoren mit
Windparks erlitten haben. Tatsächlich sind viele Windstandorte
gerade in Rheinland-Pfalz lange überschätzt worden. Mittlerweile
hat die Branche dazugelernt: Seit 2012 werden Windparks auf der
Grundlage eines neuen Windindex‘ kalkuliert. Die Erwartungen
an ein durchschnittliches Windjahr in der Windregion 22, die auch
die Verbandsgemeinde Loreley umfasst, sind nunmehr um rund
15 Prozent niedriger als noch im Jahr 2006. Mit den aktuellen
Windprognosen lassen sich die Erträge eines Windparks deutlich
besser einschätzen. Auch der Einsatz von Windmessmasten
verbessert die Zuverlässigkeit der Prognosen. Die Investoren können
daher davon ausgehen, dass neue Windparks die Erwartungen im
langjährigen Durchschnitt erfüllen. Das ändert jedoch nichts daran,
dass das Windangebot von Jahr zu Jahr schwankt.
Um im Wald eine Windkraftanlage zu errichten, müssen rund
5.000 Quadratmeter gerodet werden. Ein Teil der Fläche wird
nach der Errichtung wieder aufgeforstet. Für die Eingriffe in Natur
und Landschaft vereinbart ABO Wind in enger Abstimmung
mit den Kommunen, Forstämtern und Naturschutzbehörden
Ausgleichsmaßnahmen, um andere Teile des Waldes ökologisch
aufzuwerten.
Bei den geplanten Anlagen ist weniger als ein Prozent der
jeweiligen kommunalen Waldfläche betroffen. Der Weiseler und
Dörscheider Wald bleiben intakt.
Rückbau der Anlagen
Nach der Laufzeit von bis zu 29 Jahren werden die Anlagen
zurückgebaut. Der Betreiber ist verpflichtet, die Anlagen vollständig
– inklusive der Fundamente und Kabelleitungen – zu entfernen. In
der Regel baut die Betreibergesellschaft des Windparks über die
Laufzeit des Projekts Rücklagen auf, um den Rückbau zu finanzieren.
Zusätzlich fordert die Genehmigungsbehörde vor Baubeginn die
Vorlage einer Bankbürgschaft. Somit ist der Rückbau der Anlagen
doppelt abgesichert.
Wertschöpfung für die Region
Der von allen Gemeinden der VG Loreley 2013/2014
unterzeichnete Windsolidarpakt macht es möglich, alle
Gemeinden zu beteiligen, auch wenn die Anlagen nicht
gleichmäßig auf die Ortsgemeinden verteilt werden.
ABO Wind setzt insbesondere auf gemeindeeigene Flächen, damit
alle Bürgerinnen und Bürger von den Pachteinnahmen profitieren.
Ein Großteil der Wertschöpfung durch den Bau der Anlagen bleibt
in der Region: ABO Wind vergibt Aufträge zur Umsetzung des
Windparks so weit wie möglich an ortsansässige Firmen.
So erreichen Sie uns
Thorsten Trentzsch
Projektleiter
(0611) 267 65-584
thorsten.trentzsch@abo-wind.de
Dr. Thomas Treiling
Abteilungsleiter
(0611) 267 65-553
thomas.treiling@abo-wind.de
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