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Die Minder-Initiative hält nicht, was sie verspricht. Sie verbietet

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Aus den Gemeinden
10. Januar 2013
Strukturen angepasst
Goodbye nach 4692 Tagen im Amt
WITTENBACH: Neue Seelsorgeeinheit vorgesehen
Wittenbach wechselt die Seelsorgeneinheit. Für die Kirchbürgerschaft bedeutet dies allerdings kaum grosse Änderungen, dafür umso mehr für
die Mitarbeitenden der betreffenden Pfarreien.
Bild: Astrid Zysset
Gemeinderat Erich Bischof lobte Haltinners Engagement und überreichte ihm dafür eine Vogelskulptur von Hans Thomann.
Zwar könne man das Wirken von
Andreas Haltinner, scheidender
Gemeindepräsident von Gaiserwald, nicht in Zahlen ausdrücken, so Gemeinderat Erich Bischof in seiner Rede, welche er anlässlich der Verabschiedungsfeier
vergangenen Sonntag im OZ Mühlizelg in Abtwil zu Ehren Haltinners hielt. Dennoch waren genau
jene Zahlen eindrücklich: 4692
Tage im Amt, 13 Voranschläge und
Budgets im Gesamtwert von rund
einer halben Milliarde Franken erstellt, rund 3000 Sachgeschäfte
vorbereitet sowie zirka 250 Gemeinderatssitzungen persönlich
präsidiert. «Wohl zum Bedauern
seines Vize Fritz Wüthrich», lächelte Bischof. Ein Engagement,
für welches auch Regula und Vera Haltinner, Ehefrau und Tochter des abtretenden Gemeindepräsidenten,
einen
Blumenstrauss überreicht bekamen, da sie
«so oft auf ein Familienleben zu
Hause verzichten mussten». Wei-
Andreas Haltinner mit seiner Tochter Vera (links) und seiner Frau Regula (rechts).
Der neue und der scheidende Gemeindepräsident: Boris Tschirky (links) tritt die
Nachfolge von Andreas Haltinner (rechts) an.
stimmung auf dem Wahlzettel
stand. «Parteilos». «Und wir hatten uns gefragt, wie es mit einem
parteilosen Präsidenten wohl
rauskommen mag», so Bischof.
«Heute kann ich sagen, es kam gut
raus. Sehr gut sogar.»
Je ein Säckchen Gold, Weihrauch und
Myrrhe für Boris Tschirky.
ter sprach Erich Bischof von der
ruhigen und besonnen Art, mit
welcher Andreas Haltinner die
Geschicke Gaiserwalds lenkte sowie seinem verlässlichen und zielorientierten Wirken. Worte, die
Haltinner sichtlich rührten. Er
bedankte sich für die langjähirge
Zusammenarbeit bei der Verwaltung wie auch der Bevölkerung,
ohne welche die Entwicklung der
Gemeinde nicht möglich gewesen
wäre. Als Abschiedsgeschenk für
seine fast 13-jährige Amtszeit
überreichte der Gemeinderat
Haltinner eine Vogelskulptur von
Hans Thomann. Andreas Haltinner trat sein Amt als Gemeindepräsident von Gaiserwald im Mai
2000 an. Erich Bischof erinnert
sich, was bei der damaligen Ab-
Per 1. Januar verliess Wittenbach
die Seelsorgeeinheit St.Gallen Ost.
Zusammen mit Häggenschwil und
Muolen soll eine neue Seelsorgeeinheit gebildet werden. Eine weitere ist auch für die Pfarreien Mörschwil, Steinach, Tübach und
Berg/Freidorf vorgesehen. Diese
Neuorganisation
veröffentlichte
kürzlich die Zeitschrift «Die Katholische Kirche im Lebensraum
St.Gallen» des Dekanats St.Gallen. Insbesondere Häggenschwil
und Muolen hätten eine Orientierung Richtung Wittenbach gewünscht. «Das Bistum will angesichts des Seelsorgemangels die
Seelsorge sicherstellen», so Christian Leutenegger, Diakon und Pfarreibeauftragter von Wittenbach.
Die Reglemente gelte es nun anzupassen. Nicht jede Pfarrei müsse alles machen, so die Idee. Muo-
lener Schülerinnen und Schüler
gehen bereits jetzt in Wittenbach
zur Schule und damit auch in den
Religionsunterricht. Bis 2015 sollen alle Seelsorgeneinheiten des
Bistums errichtet werden. Bis dahin werde auch noch ein passender Name gefunden .
Ansprechpersonen bleiben
gleich
Gleichzeitig bleibt Wittenbach im
Dekanat St.Gallen. Zusammen mit
neu Häggenschwil und Muolen umfasst es dann 16 Pfarreien in vier
Seelsorgeeinheiten. Dekan ist Josef Wirth. Ansprechpersonen bleiben gleich: Christian Leutenegger
ist Pfarreibeauftragter und Pater
Franz Reinelt, Untere Waid, weiterhin mitarbeitender Priester für
Wittenbach. Die Administration
der neu zu gründenden Seelsorgeeinheit (und damit die kirchenrechtliche Verantwortung) übernimmt Pater Albert Schlauri von
der Unteren Waid. Neu ist überdies, dass die Büros des gesamten
Seelsorgeteams im früheren Pfarrhaus an der Dorfstrasse 24 untergebracht sind.
az
Bild: Astrid Zysset
Bild: Astrid Zysset
Bild: Astrid Zysset
Seite 15
Weihrauch, Gold und Myrrhe
Nachfolgender Gemeindepräsident wird Boris Tschirky. Er bekam ein Präsent vom Verkehrsverein Engelburg verliehen. Und
zwar - passend zum Dreikönigstag - Weihrauch, Myrrhe und Gold.
Verkehrsvereinspräsidentin Elisabeth Lichtensteiger erklärte
dann auch, was es mit jenen Gaben auf sich hatte: Weihrauch, um
allfällige böse Geister in der Gemeinde auszuräuchern, Myrrhe
gelte auch als kosmetisches Wundermittel und könne entgegen den
allfälligen Sorgenfalten eines Gemeindepräsidenten wirken, das
Gold schliesslich sei als Zustupf für
die bevorstehenden kantonalen
Sparmassnahmen zu verstehen.
Ja, die Aufgaben, die Tschirky
übernehmen muss, sind keine
leichten. Die Fussstapfen, die Haltinner hinterliess, gross. Der neue
Gemeindepräsident macht sich
nichts vor: «Ich kann euch wirklich nicht versprechen, dass auch
während meiner kommenden
Amtszeit der Steuerfuss nochmals um 34 Steuerfussprozente
gesenkt werden kann», so Tschirky anlässlich seiner Begrüssungsrede. Seit Haltinners Amtszeit konnten die Steuerfussprozente nämlich von ursprünglich
149 auf derzeit 115 gesenkt werden.
Stets ein offenes Ohr
Doch wohl nicht nur deswegen fiel
es der Bevölkerung von Gaiserwald sichtlich schwer, ihren bisherigen
Gemeindepräsidenten
gehen zu lassen. Sein Engagement hätte es ausgemacht, so Bischof. Sein stets offenes Ohr.
«Nachts um zwei nahm Andreas
Hatlinner dann auch schon mal ein
Telefonat entgegen, als sich ein
Bewohner über die Lautstärke am
Abtwiler Jahrmarkt erbost hatte.
Oder aber er nahm sich während
seines Spazierganges am Sonntag
Zeit für allfällige Belange, die ihm
zugetragen
wurden.»
Boris
Tschirky schmunzelte und versprach, dass er - allerdings erst
nach seiner sonntaglichen Tätigkeit als Orgelspieler - auch offen
sei für Anliegen der Bürgerschaft.
Die Gelegenheit kann schon bald
kommen. Boris Tschirky zieht
nämlich im Sommer nach Abtwil.
Astrid Zysset
Inserate werden um
70 Prozent teurer
EGGERSRIET Das Mitteilungsblatt
der Gemeinde erschien auf dieses
Jahr hin im neuen Gewand: Neue
Rubriken wie der «Dorfbrunnen»
als Gefäss für Leserbriefe sowie der
Marktplatz für Kleininserate wurden eingeführt. Gleichzeitig mit der
Neugestaltung wurde auch der
Kostendeckungsgrad geprüft. Unter Berücksichtigung, dass das Mitteilungsblatt auch der politischen
Gemeinde für amtliche Publikationen dient, wird ein Kostendeckungsgrad von 60 Prozent angestrebt. Dies hat zur Folge, dass die
Inseratepreise um 70 Prozent angehoben werden müssen.
pd
Einbruch bei Coiffeur
GAISERWALD In der Zeit zwischen vergangenem Samstag und
Mittwoch wurde an der Hauptstrasse in einen Coiffeursalon eingebrochen. Dort stahlen die Diebe
aus der Kasse Münzgeld.
pd
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Die Minder-Initiative hält
nicht, was sie verspricht.
Sie verbietet überrissene
Löhne und Boni nicht.
www.genau-hinschauen.ch
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Seele and Geist
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