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1. Was Kulturwissenschaften (auch) wollen Denk- und

EinbettenHerunterladen
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
1. Was Kulturwissenschaften (auch) wollen
Denk- und Orientierungsvoraussetzungen, die unbewusst vorhanden sind,
bewusst machen und so eine Reflexion über Gegebenheiten des Lebens
eröffnen.
Ein Beispiel ist der Vorgang der Wahrnehmung. Selbst die primäre
Wahrnehmung (wie wir z.B. einen Baum, einen Stein, eine andere Person, …
wahrnehmen), ist von Vorannahmen, Einstellungen, Deutungsmuster, …
abhängig, letztlich von einem Welt-Bild.
Das Thema Wahrnehmung ist gut geeignet, das Besondere der
Kulturwissenschaften zu illustrieren.
2. Was ist Wahrnehmung?
Gängig sind kognitionswissenschaftliche Definitionen: Der Mensch wird als
Informationsverarbeitungsprozess betrachtet und mit
naturwissenschaftlichen Methoden untersucht.
Wahrnehmen gilt hier als Leistung eines kognitiven Systems, das sich
funktional an eine physikalische Umwelt ankoppelt
(vgl. das Stichwort „Wahrnehmung“, in Strube, Gerhard (Hg.) (1996): Wörterbuch
der Kognitionswissenschaft, Stuttgart: Klett-Cotta, Autor ist R. Mansfeld)
Vorausbedingung solcher Definitionen ist die Existenz einer stabilen
physikalischen Umwelt,  d.h. wir landen bei fundamentalen
philosophischen und erkenntnistheoretischen Annahmen.
(Eine erste Einführung bietet: Wiesing, Lambert (Hg.): Philosophie der
Wahrnehmung. Modelle und Reflexionen, Frankfurt a.M. : Suhrkamp 2002)
3. Philosophische Grundpositionen der Naturwissenschaften
Die Kulturwissenschaften stehen im Gegensatz zu weit verbreitenden
Philosophien und Erkenntnistheorien, vor allem jenen, die in den
Naturwissenschaften gebräuchlich sind.
Um Grundpositionen der Kulturwissenschaften zu verstehen, sollen in
dieser Einheit einige Grundpositionen der Naturwissenschaften skizziert
werden.
Lernziel: Grundpositionen naturwissenschaftlichen Sichtweisen, ihre Probleme,
Schwachstellen und Grenzen kennen. Genau verstehen, warum ein
naturwissenschaftlicher Ansatz im Prinzip problembeladen ist und worin sich
kulturwissenschaftliche Ansätze davon unterscheiden.
Als prominente Beispiele wähle ich René Descartes und Immanuel Kant.
(Ebenso erhellend könnte eine Darstellung der ‚Logisch-philosophische
Abhandlung’ bzw. des ‚Tractatus logico-philosophicus’ von Ludwig
Wittgenstein sein.)
1
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
4. Rene Descartes (1596 – 1650)
1624 Traitè de l’homme
1637 Discours de la méthode (mit „Geometrie“ und
„Dioptrique“
1641 Meditationes de prima philosophia
Endpunkt einer langen kulturellen Entwicklung
gilt als Begründer der neuzeitlichen Philosophie
Der Descartes’sche Zweifel (in Meditationes)
•
•
•
•
•
Descartes unternimmt eine radikale Kritik bisheriger Sichtweisen.
Er stellt sich die prinzipielle Frage, wie man zu Erkenntnis und
Wahrheit kommen könnte
Vergleichen Sie dieses Ansinnen mit dem, was Sie in der letzten Stunde gehört
haben.
Er bezieht seinen Zweifel auch auf sich selbst: man könne aus guten
Gründen ad den Inhalten des eigenen Denkens und sogar an seiner
sinnlichen Wahrnehmung zweifeln.
Wenn ich aber zweifle, so kann ich selbst dann, wenn ich mich täusche,
nicht daran zweifeln, dass ich zweifle: „Da es ja immer noch ich bin, der
zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber
nicht mehr zweifeln.“
Er zieht folgenden Schluss:  Existenz als Denkender  Eigenexistenz:
Cogito, ergo sum („Ich denke, also bin ich“)  Ich bin ein urteilendes,
denkendes Ding: res cogitans.
Der individuelle selbstreflektierende und selbstbezogene „Innen-Raum“ als
Basis.
Grundvoraussetzung der Existenz eines individuellen „Ich“.
Strenger Dualismus:
die Realität besteht nach Descartes aus zwei qualitativ unterschiedenen
Teilen:
Die denkende Substanz
(nicht messbar)
Die ausgedehnte Substanz
(messbar: Koordinatensystem)
Das unendliche Sein der Seele
Das endliche Sein der Körper-Welt
Bewusstsein = Denken
Materie = Ausdehnung (kein leerer
Raum)
2
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Die Cartesianische Grund-Dualität ist die Grundlage vieler traditioneller
Gegensatzpaare, die das wissenschaftliche wie als auch das Alltags-Denken
heute noch beherrschen:
Beispiele sind: „Natur“ versus „Kultur“, „Natur“ versus „Geist“,
„Sinnlichkeit“ versus „Vernunft“, „Körper“ versus „Geist“, „Leib“ versus
„Seele“, usw.
In den Kulturwissenschaften werden diese Dualitäten grundsätzlich in Frage
gestellt. Das Ziel sind Ansätze, die ohne diese Dualitäten auskommen.
Descartes’ Bild des Menschen
Der Mensch ist bei Descartes ein Zwitterwesen mit Seele und Körper.
Das traditionelle Leib-Seele-Problem (z.B. im Christentum: der sterbliche
Leib  die unsterbliche Seele) wird bei ihm zu einem Körper-Geist-Problem.
Entspricht das unseren Alltags-Empfindungen?
Descartes konstruiert damit ein Grundrätsel: Körper und Geist haben für ihn
nichts miteinander gemein (sie sind qualitativ verschieden), sie stehen auch
nicht in einer Wechselbeziehung. Aber wie wird der Mensch zur Einheit?
Descartes „verbindet“ seine beiden Substanzen in den „Spiritus animales“
von Nerven, die zugleich Korpuskel und Geister sind. Der Sitz der Seele ist
die Zirbeldrüse.
Ihre Funktionen sind:
(1) Sie ist Mittlerin zwischen Körper und Geist:
"Die Apparatur, die in Descartes' System diesen Austausch ermöglichen soll,
ist die aus sehr weicher Materie gebildete Zirbeldrüse, die nicht mit der
Substanz des Gehirns vereinigt, sondern an kleinen Arterien aufgehängt ist.
Wie ein nur an wenigen Fäden befestigter Körper, den die Kraft des einem
Kamin entsteigenden Rauchs trägt, je nach der Richtung der einzelnen
Rauchschwaden hin und her treibt: so drängen die Geisteskorpuskeln, die der
Drüse Auftrieb geben, sie einmal in diese und einmal in jene Richtung. Die
Wirkung des Körpers auf die Seele findet im Gehirn statt, in dem der Seele
aus Animalgeistern hergestellte Bilder vorgehalten werden".
[Specht, Rainer (1966): Descartes mit Selbstzeugnissen und
Bilddokumenten, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1966, 7. Aufl. 1995 (=
Rowohlts Monographien), S. 122f.]
(2) Sie ist Verbindungs- und Koordinationsstelle von Sensorik und Motorik:
von der Zirbeldrüse werden über einen Zug- und Druckmechanismus
die Befehle der Seele weitergeleitet.
Die Seele beeinflusst den Körper "durch Neigung der Drüse auf eine
bestimmte motorische Nervenendung, wodurch aus mechanischen Gründen
einige der im Gehirnventrikel befindlichen Geister durch eine Röhrenleitung
in den betreffenden Muskel geleitet werden." (Descartes)
3
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Wahrnehmung bei Descartes
Descartes muss nun Wahrnehmung in diesem Welt-Bild „erklären“. Es geht
um eine Interaktion von „Außen-Realität“ (res extensa) mit der „Innen-Welt“
(res cogitans).
Am Beispiel des Sehens:
Die Augen sind wie eine Camera Obscura: Lichtstrahlen erzeugen ein
Abbild (optische Wahrnehmung durch korpuskulare Übertragung)
Korpuskelbewegungen  Sinne  Zirbeldrüse: Muster physiologischer
Aktivität  Zirbeldrüse: Willensakt  Befehl an Hand (Zeigefinger)
Das Sehen eines Gegenstandes ist wie die Gegenstandswahrnehmung durch
Blinde, die über einen Taststock "gleichsam mit den Händen sehen"
Descartes begründet damit die neuzeitlichen Abbildtheorien des Geistes
bzw. die Repräsentationstheorien
Passive perception: surrounding → input (senses) → processing (brain) → output
(re-action)
Konzept von (philosophischen und physikalischen) Objekten
Descartes’ Konzept des Res Extensa beinhaltet eine neues Konzept des
Raumes und von Objekten.
Physische Gegenstände (Körper) sind für ihn ausgedehnt (extensa) und
bestehen aus einem Kontinuum aus unendlich teilbaren Korpuskeln
(Korpuskulartheorie der Materie).
Objekte werden damit zu Mess-Objekten. Gleichzeitig wird das
Cartesianische Koordinaten-System möglich:
ein 3-dimensionaler Mess-Raum mit einem gleichartigen (= homogenen)
Raum, ohne ausgezeichnete Bereiche (= isotrop).
In der 5. Stunde will ich kurz anführen: Das Welt-, Objekt- und Raum-Konzept von
Descartes bedeutet ein radikales Ende des mittelalterlichen
Symbolismus und des Konzepts von Sphären-Welten:
die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer  Mond 
Mond  Merkur  Venus  Sonne  Mars  Jupiter 
Saturn  Himmelszelt  Engel  Erzengel  (weitere
Hierarchien im Himmel)  Gott (als reiner Geist)
Der (menschliche) Körper als Objekt
Der Mensch in seiner Eigenschaft als Res Extensa: Der mittelalterliche vital
beseelte Leib (mittelhochdeutsch lîp) wird zum reinen Materie-„Körper“
(corpus = Leiche)
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Descartes ist auch der Begründer der analytischen Geometrie
der mathematische Raum (der Denk-Raum der Mathematiker) ist isomorph
zum geometrischen Raum (der physische gemessene Raum)
Damit ist der wechselseitige Übergang von Analysis (z.B. Formeln,
Funktionen, Ableitungen, …) zu Geometrie (z.B. die geometrische
Darstellung von Funktionen durch Graphen) möglich.
Es können z.B. geometrische Punkt-Wolken (als Ergebnisse von empirischen
Messungen) im Hinblick auf ihre impliziten funktionellen Zusammenhänge
befragt werden  und daraus „Naturgesetze“ abgeleitet werden.
Descartes hat auch neue Konzepte für die Methoden der
Naturwissenschaften entworfen:
•
Erfindung der Erfindung: dynamische Metaregeln für die
Operationalisierung der Welt
•
Neue Standards der Realitäts-Produktion: Reduktionismus, Messen,
Falsifikation
•
Konzept der Mathematisierung der Wissenschaften: mathematesis
universale
Mit all dem wurde ein neuer konzeptioneller Rahmen für die Erforschung
der Welt geschaffen. Das Ziel der Naturwissenschaften ist jetzt die
Ableitung („Entdeckung“) von Naturgesetzen.
In der 5. Stunde will ich anführen: Im frühen und hohen Mittelalter gab es kein
Konzept von Naturgesetzen in der neuzeitlichen Bedeutung (Konstanzaussagen von
Phänomenen als Funktion der linearen Zeit)
5. Das Bild von der Maschine
Descartes ist der Begründer des (neuzeitlichen) mechanistischen WeltBildes: das große Welt-Bild der Moderne. Die Welt wird hier als Maschine
verstanden/definiert/analysiert/untersucht …
Die Grundzüge dieses Welt-Bildes kann am einfachsten durch einen
Vergleich mit dem Konzept einer Maschine erklärt werden.
Was ist eine Maschine?
Wie würden Sie eine Maschine definieren? Denken Sie darüber nach, bevor Sie
weiterlesen.
5
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Das mechanistische Welt-Bild bedeutet (sehr vereinfacht):
Das Konzept/Bild der Maschine wird auf „alles“ übertragen:
D.h.: die Welt in ihrer Gesamtheit ist eine Maschine und/oder ist wie eine
Maschine und/oder muss wie eine Maschine erforscht werden.
ASPEKTE EINER MASCHINE
ASPEKTE DES MECHANISTISCHEN WELT-BILDES
1 * M. besteht aus EINZELTEILEN
ONTOLOGISCHE VORAUSSETZUNG
1 * a) NATUR besteht aus diskreten TEILCHEN
ATOMISMUS
2 * Die Einzelteile sind miteinander funktional
VERBUNDEN
2 * b) Die Teilchen sind verknüpft durch
KAUSALZUSAMMENHANG
Kausalität: Jede Bewegung hat eine Ursache
 M. ist tot, passiv, träge, ohne eigenen Wert
3 * Die Verknüpfungen sind LOGISCH
BESCHREIBBAR
- M. hat Bauplan
- Mathematik
- Ordnung und Regelmäßigkeit
Determinismus: Jede Bewegung ist
berechenbar
KAUSALITÄT
 Materie ist tot, passiv, träge, ohne eigenen Wert
3 * PRINZIP DER IDENTITÄT
- für Realität: Identität der Teile durch
Veränderung hindurch
- für Modell: Satz der Identität (1. Grundprinzip
der Logik)
- Naturgesetze
- Mathematik
-
- Ordnung und Regelmäßigkeit
DETERMINISMUS
4 * Maschine ist GETRENNT von "Anderem"
(andere Maschinen / "Beobachter")
- Manipulation
- Manipulation = Macht
4 * VORAUSSETZUNG
DER KONTEXTUNABHÄNGIGKEIT
DUALISMUS: Trennung
OBJEKT - SUBJEKT
- Erforschung "von außen"
- Kontextunabhängigkeit
MACHT – ASPEKT:
Wissen ist Macht
5 * Jeder TEIL kann GETRENNT ANALYSIERT
werden
5 * METHODISCHE VORAUSSETZUNG:
REDUKTIONISMUS
6 * M. kann durch DISKRETE DATEN erforscht
werden
6 * ERKENNTNISTHEORETISCHE
VORAUSSETZUNG:
- Alle Aspekte des Bauplans sind
quantitativer Art und messbar
- Diese (Sinnes-)Daten sind Mess-Daten
-
Diese Daten sind atomistisch (diskret)
 Dabei interessieren nicht konkrete sinnliche
Qualitäts-Erlebnisse/-Erfahrungen
SINNESDATEN SIND DISKRET
- Alle Aspekte der Natur sind quantitativer
Art und messbar
- Sinnes- Daten sind Mess-Daten
Dabei interessieren nicht konkrete sinnliche
Qualitäts-Erlebnisse/-Erfahrungen (Sinnliche
Erfahrungen sind nur sensations)
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Das mechanistische Welt-Bild wurde philosophisch in zwei Hauptvarianten (Empirismus und
Rationalismus) entwickelt.
Im Empirismus startet man mit der empirischen Beobachtung/Messung der Dinge. Folgende Kette: Dinge
 Sinnes-Daten  Subjekt  Modell, dann die Testung des Modells (strichlierte Linie = das Programm des
Falsifikationismus: ist das Modell wahr, d.h. gibt es zwischen Modell und Realität eine Isomorphie?)
Im Rationalismus ist man der Ansicht, dass diese Kette erst gestartet werden kann, wenn man zuerst die
Voraussetzungen für den Zugang der Welt prüft, im Diagramm als „Form“ bezeichnet. Das können sein
Aprioris, Grundannahmen, eine Theorie des Messens, der unabhängigen Existenz von Objekten, etc. Der
Rationalismus betont, das ein voraussetzungsloser Zugang zur Welt (den Objekten) nicht möglich ist.
Rationalismus
Rene Descartes (15961659)
Empirismus
Francis Bacon (1561–1626)
"FORM"
Objekte  Sinne 
Bewusstsein
Aprioris  Objekte 
Sinne  Bewusstsein
Baruch de Spinoza
(1632-1677)
• Nicolas de
Malebranche (16381715)
• Gottfried Wilhelm
Leibniz (1646-1716)
• Christian Wolff (16691754)
Zentrale Thesen
(i) Es gibt Wissen über
die Wirklichkeit.
(ii) (Echtes) Wissen
beruht niemals auf der
Erfahrung (sinnlicher
Wahrnehmung),
sondern allein auf der
Vernunft.
(iii) Menschen besitzen
„angeborene Ideen“;
z.B. die Idee von Gott,
vom Ich, von
mathematischen
Objekten.
•
•
•
OBJEKTE / DINGE
SUBJEKT /
•
•
BEWUßTSEIN
•
•
DISKRETE
SINNES-DATEN
Zentrale Thesen
(i) Es gibt Wissen über die
Wirklichkeit.
(ii) Es gibt kein Wissen a
priori; alles Wissen
beruht nur auf der
Erfahrung (sinnlicher
Wahrnehmung).
(iii) Alle Vorstellungen und
Begriffe stammen aus der
Erfahrung; es gibt keine
angeborenen Ideen.
(Math.) MODELL
Das methodische Ideal des Rationalismus ist die
Methode der Geometrie (mos geometricus),
bzw. die deduktive Methode: von allgemeinen
Annahmen (wie A prioris) wird das Konkrete
abgeleitet.
John Locke (1632-1704)
George Berkeley (16851753)
David Hume (1711-1776)
John Stewart Mill (18061873
Rudolf Carnap (18911970)
Willard Van Orman
Quine (1908-2001)
Das methodische Ideal des Empirismus ist die
Methode der empirischen Naturwissenschaften,
bzw. die induktive Methode: vom Besonderen (wie
einzelne Beobachtungen) wird etwas Allgemeines
(wie ein Naturgesetz) abgeleitet
Das Grundproblem des Rationalismus ist die Begründung der A prioris, z.B. bei Descartes die Existenz von
Res Cogitans und Res Extensa: ist diese Annahme plausibel?
Das Grundproblem des Empirismus ist das Induktionsproblem: wie können wir aus (endlichen)
Einzelfällen allgemeingültige Gesetze ableiten?
(Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem, mit Hinweis auf die „Lösung“ bei Kant)
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
6. Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft 1781
Kants Frage: „Was kann ich wissen?“
Kant will Descartes’ Fragen abschließend beantworten.
Er nimmt gegen David Hume Stellung, der damals prominent gewesen war.
Nach David Hume kann Erkenntnis nicht allein auf den „reinen Verstand“,
d.h. ohne sinnliche Anschauung rückgeführt werden.
Hume begründet daraus eine skeptizistische Haltung: sichere Erkenntnis ist
überhaupt nicht möglich.
Kant will das überwinden. E r will gleichsam den Naturwissenschaften und
dem mechanistischem Welt-Bild seiner Zeit (meist Variante des Ansatzes
von Newton) ein sicheres Fundament verpassen. Dazu versucht er eine
Synthese von Rationalismus und Empirismus.
Kant stellt sich folgende Frage: Unter welchen Bedingungen ist Erkenntnis
überhaupt möglich?: „Was sind die Bedingungen der Möglichkeit von
Erkenntnis?“
Die Basis seines Arguments ist eine Theorie der Wahrnehmung (Lehre von
den Grundlagen der Wahrnehmung, im Abschnitt über „tranzendentale
Ästhetik“)
Die menschlichen Sinne sind nach Kant rezeptiv (Rezeptoren):
sie werden von einer begrifflich nicht fassbaren Außenwelt („dem Ding an
sich selbst“) affiziert ( ≈ angeregt).
Dinge  Sinnesempfindungen = aus einzelnen Elementen
zusammengesetzte empirische Anschauungen
Wir verfügen über einen äußeren Sinn  Vorstellungen im Raum.
Wir verfügen über einen inneren Sinn  Vorstellungen in der Zeit
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Raum und Zeit sind für Kant Voraussetzung der sinnlichen Vorstellungen:
wir können uns, so meint er, keine Gegenstände ohne Raum- und ZeitBezug vorstellen.
Das wahrnehmende Subjekt ist aber nicht direkt an die Realität angekoppelt
(wie Bei Descartes). Wir erkennen nämlich nicht das „Ding an sich“, sondern
nur dessen „Erscheinung“, „das Ding für uns“ (Kants berühmte
„Kopernikanische Wende“).
Diese Erscheinung ist aber nicht beliebig, sie wird uns als „Subjekt“ durch
„Sinnlichkeitsformen“ gegeben. Diese kann man nicht weiters hinterfragen.
Sie sind für Kant a priori gegeben.
Raum und Zeit werden nach ihm als reine Formen der sinnlichen
Anschauung den Empfindungen (der Materie) hinzugefügt.
Sie sind reine Formen der menschlichen Anschauung und gelten nicht für
Gegenstände an sich.
Kategorien
Kategorien sind für Kant reine Verstandesbegriffe: Quantität, Qualität,
Relation und Modalität. Sie sind grundlegender Natur.
Der Verstand verknüpft mit Hilfe der Urteilskraft (= dem Vermögen unter
Regeln zu subsumieren) anhand der Kategorien die Empfindungen nach
Schemata.
Schemata sind also (möglicherweise mehrstufige) strukturierende
Allgemeinbegriffe, die nicht aus der empirischen Anschauung gewonnen
werden können, sondern dem Verstand entstammen, sich aber auf die
Wahrnehmung beziehen.
Z..B. sehe ich auf der Straße ein vierbeiniges Etwas. Ich erkenne: dies ist ein
Dackel. Ich weiß: ein Dackel ist ein Hund, ist ein Säugetier, ist ein Tier, ist
ein Lebewesen.
Konzept der Begriffe (im Abschnitt über die tranzendentale Logik, „Die Lehre
von den Grundlagen des Denkens“)
Begriffe kommen aus dem Verstand.
Der Verstand formt spontan durch seine produktive Einbildungskraft
Begriffe nach Regeln.
Theorie der Erkenntnis
Erkenntnis erfolgt durch Urteile = Aussagen, die ein Subjekt und ein
Prädikat enthalten).
In diesen Urteilen werden die empirischen Anschauungen der Sinnlichkeit
mit den Vorstellungen des Verstandes verbunden (Synthesis).
Sinnlichkeit und Verstand sind die beiden einzigen, gleichberechtigten und
voneinander abhängigen Quellen der Erkenntnis:
„Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Theorie des Selbst
Die Grundlage allen Denkens ist für Kant das „transzendentale Subjekt“.
Das reine, d. h. von allen sinnlichen Anschauungen abstrahierte Bewusstsein
des „Ich denke“, das man auch als die Selbstzuschreibung des Mentalen
bezeichnen kann, ist der Angelpunkt der Kantischen Erkenntnistheorie.
Dieses Selbstbewusstsein ist der Ursprung reiner Verstandesbegriffe, der
Kategorien.
Erkenntnis ist immer vom Subjekt abhängig.
7. Kulturwissenschaften als Auseinandersetzung mit Descartes und Kant.
Die Kulturwissenschaften haben sich historisch (auch) aus der Kritik an Kant
entwickelt. Sie lehnen das mechanistische Welt-Bild prinzipiell ab.
Ansatzpunkte sind
•
•
•
•
•
alle Dualitäten
der philosophische Realismus [ Relativismus (Konstruktivismus)]
die Abbildtheorie des Geistes
die Aprioris jeder rationalistischen Welt-Konstruktionen
das Kantsche Konzept von (statischen) Wahrnehmungsformen
„Das moderne Konzept von Kulturwissenschaft beruht auf der Einsicht, dass es nur
ein Apriori gibt, das historische Apriori der Kultur. Während Immanuel Kant die
Naturwissenschaft noch transzendental, d.h. als geschichtslose Erkenntnisform
begründete, analysiert Ernst Cassirer auch die Naturwissenschaften als
´symbolische Form´, d.h. als Kultur. Auch ´Natur´ wird also nicht mehr als
vorgegebene Wirklichkeit verstanden, sondern als kulturell konstruiert erkannt.
Mensch sein heißt unter den Bedingungen von Kultur leben. Für die
Kulturwissenschaft bedeutet dies, dass sie nicht nur sprachliche Texte als
symbolische Verarbeitungen von Realität untersucht, sondern auch die materiellen,
medialen und gedachten Ordnungen, an denen sprachliche Texte teilhaben und in
die sie eingelassen sind."
(Aus: Böhme, Hartmut / Matussek, Peter / Müller, Lothar: Orientierung
Kulturwissenschaft. Was sie kann, was sie will. Reinbek 2000)
Die Kulturgeschichte (als Teilbereich der Kulturwissenschaften) geht von
der historischen Variabilität von Wahrnehmungsformen und Kategorien
aus.
Beispiele sind:
Die Konzepte des Objekts, des Subjekts, von Natur, Raum, Zeit, Gesellschaft,
Wirtschaft, Körper, Leib, Seele, Psyche, Gott, Ziele des Lebens, Krankheit,
Normalität, Geschlecht, der ideale Mensch, …
Über all diese Aspekte gibt es unzählige kulturgeschichtliche
Untersuchungen.
In den Einheiten 4 bis 6 will ich Ihnen drei Fallbeispiele für die historische
Variabilität der (primären) Wahrnehmung geben. In Einheit 7 wollen wir das
zusammenfassen und mit Einheit 5 verbinden.
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
8. Wahrnehmen als leiblicher Vorgang: Gibson, Berger, Merleau-Ponty
Ein ganz anderer Ansatz zu Wahrnehmung.
James Jerome Gibson
· (1966): The Senses Considered as Perceptual Systems. Dt.: Die Sinne und der
Prozess der Wahrnehmung. Hans Huber, Bern 1973
· (1979): The Ecological Approach to Visual Perception. Dt.: Wahrnehmung und
Umwelt. Urban & Schwarzenberg, München 1982.
versteht visuelle Wahrnehmung als eine Tätigkeit, die das ganze
Individuum, d.h. auch dessen Körper einbezieht.
Die leibliche Voraussetzung des menschlichen Sehens: zwei Augen in einem
Kopf, der sich entgegen der Schwerkraft auf einem beweglichen Rumpf
befindet.
Sehen beinhaltet nicht die isolierte Sicht von Dingen, sondern ein
panoramaartiges und während lang andauernder Fortbewegung
anhaltendes visuelles Erfassen von Beziehungen zwischen den Dingen und
uns selbst.
Man muss motorisch gelernt haben muss, um zu sehen: Bewegungen des
Körpers, Kopfbewegungen, unsere Augenbewegungen zu steuern, damit
man überhaupt das sehen kann, was man sehen will.
John Berger
· (1980): About looking. London, 1980 [Dt.: Das Leben der Bilder oder die Kunst
des Sehens. Berlin, 1981]
Der Blick richtet sich in ständiger Aktivität und Bewegung auf Dinge,
wodurch sie erst für uns gegenwärtig werden.
 Bildliche Zeichen und Bilder sind kontextabhängig.
 Der durch den Leib erfahrene Raum, in dem das Bild vorhanden ist,
konstituiert daher den vorkommunikativen Kontext der Farb- und
Formerfahrungen des Gegenstandes Bild.
9. Phänomenologie
Eine radikale Gegenposition zu naturwissenschaftlichen Grundpositionen,
die sich in manchen kulturwissenschaftlichen Arbeiten finden, ist die
Phänomenologie.
phainómenon = „Sichtbares, Erscheinung“
Phänomenologen sehen den Ursprung der Erkenntnisgewinnung in
unmittelbar gegebenen Erscheinungen.
Die (moderne) Phänomenologie wurde begründet von Edmund Husserl
(1859-1938)
Phänomenologie
will eine
„Wesenschau
des Gegebenen“
voraussetzungslose Grundlage allen Wissens.
• Bewusstsein ist intentional
• Es gibt kein reines Subjekt und kein reines Objekt.
als
11
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
•
•
•
•
Beide sind stets verbunden durch den Akt des Bewusstwerdens
(Noesis), in dem die Gegenstände konstituiert werden.
Alle Akte des Bewusstseins sind sinnstiftend und konstituieren
überhaupt erst ihre Gegenstände.
Ein bewusstseinstranszendentes „eigentliches An-sich“ der Dinge
(wie bei Kant) existiert nicht.
Um den wahren Wesensgehalt eines Gegenstandes zu erkennen,
müssen wir unsere Einstellung zu ihm frei machen jeglichen (Vor-)
Urteils, auch von den naturwissenschaftlichen Theorien
10. Leib-Phänomenologie von Maurice Merleau-Ponty (1908-1961)
(1945): Phénoménologie de la perception, Dt. Phänomenologie der Wahrnehmung.
Übers. v. Rudolf Boehm. Berlin: de Gruyter 1966.
Die grundlegende Verfasstheit des Subjekts liegt nicht in der Intentionalität
des Bewusstseins (wie bei Husserl), sondern in seiner Leiblichkeit.
Der Leib
• ≠ der materielle, messbare Körper
• ≠ der Geist, das Bewusstsein, auch nicht (reines) Körperbewusstsein
• Leib = Zwischenbereich zwischen Subjekt und Objekt
• Leib ist die vermittelnde Instanz zwischen Geist und Körper.
• Leib ist Ort der Fundierung des Menschen in der Welt.
• Der Leib verweist auf eine „Dritte Dimension“ jenseits von
Empirismus und Rationalismus (bei ihm „Intellektualismus“)
Beispiel: der Raum
Räumlichkeit ist nicht ein Extrakt einer intellektuellen Leistung, sondern:
„Endlich ist mein Leib für mich so wenig nur ein Fragment des Raumes,
dass überhaupt kein Raum für mich wäre, hätte ich keinen Leib“ (PhW
127).
Leib ≠ Teil des Raumes
Der Raum, der uns umgibt, ist die Folge unserer ursprünglichen leiblichen
Verankerung in der Welt zu sein.
Weil wir Leib sind, haben wir Raum.
Der Leib hat „Ambiguität“ (Doppeldeutigkeit).
z.B.: was geschieht, wenn sich meine Hände berühren? Wer berührt da wen?
Wo ist Subjekt, wo Objekt?
Der Mensch erfährt seine >Existenz< aus der Präsenz seines Leibes:
Mein Leib ist "stets bei mir und ständig für mich da" (PhW, 114. Vgl. Stoller
1995, 53ff.).
Die Eigen-Wahrnehmung
Wahrnehmen schlechthin.
des
Leibes
ist
ein
Ausgangspunkt
für
12
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Der Leib ist das Medium zur Erfahrung der Welt und seiner selbst.
Der Leib ist vor jeder Unterscheidung nach >innen< und >außen<, er weist
auf die Einheit eines Wahrnehmungs-Feldes hin.
Der Leib ist weder Gegenstand noch Bewusstsein alleine (234), er umfasst sie
und geht ihnen voraus.
"Die äußere Wahrnehmung und das Wahrnehmen des eigenen Leibes variieren
miteinander, weil sie nur zwei Seiten ein und desselben Aktes sind." (241).
Struktur-Objekt-Horizont:
•
Alle Objekte zeigen sich erst auf einem Hintergrund, einem
Horizont.
•
Der Horizont jedoch ist, anders als das jeweilige Objekt,
transzendent (so wie auch ein richtiger Horizont eben niemals zu
erreichen ist).
•
Die Erfahrung der Welt kann sich nicht auf gesonderte
Eigenschaften beschränken, sondern bildet immer ein „Milieu“,
dessen Bestandteile mit einander verbunden sind.
•
Wahrnehmung als phänomenologisches Feld, in dem das
Wahrgenommene auf einander verweist und angewiesen ist, und
welches der Haltung und Bewegung des Leibes angemessen und
nur von diesen her verständlich ist.
Zeit als Modus der Wahrnehmung, nicht als objektiver Ablauf..
Meine Interpretation (Walter Ötsch):
•
„Hülle“: Wahrnehmung des Leibes als Einheit durch vorstellendes
Empfinden einer Hülle um den Körper = Vorstellung einer
geschlossenen Hülle, unter Einschluss der stets "unsichtbaren"
Rückseite.
Den eigenen Leib kann man nicht vollständig beobachten: "um dazu
imstande zu sein, bräuchte ich einen zweiten Leib, der wieder seinerseits nicht
Beobachter wäre." (116)
•
Das Sehen eines Gegenstandes (als Einheit) bedarf der Präsenz einer
„Hülle“ um ein Ding unter Einschluss seiner „unsichtbaren“ Rückseite.
Die umrahmende Hülle macht einen Gegenstand zu einem Gegenstand.
Die Grenze erzeugt einen Innen-Horizont für das Objekt, in dem andere
Gegenstände um das Objekt selbst zum Horizont werden.
„Wenn ich von einem Gegenstand sage, er liege auf dem Tisch, so versetze
ich immer mich in Gedanken in diesen Gegenstand und in den Tisch und
wende auf beide einen Begriff an, der ursprünglich beheimatet ist in den
Verhältnissen meines Leibes zu äußeren Gegenständen.“ (126).
„Einen Gegenstand anblicken, heißt in ihm heimisch werden und von ihm
aus alle anderen Dinge nach ihren ihm zugewandten Seiten erblicken [...] So
ist jedes Ding der Spiegel aller anderen:“ Hüllen neben Hüllen, die „ein
System, eine Welt bilden“. Wir „sehen“ Gegenstände, indem wir Hüllen
erfahren (sie gewissermaßen „spüren“), die sich gegenseitig – nach
allen Seiten hin – selbst „sehen“ und eine jede, „gleichsam als Zuschauer
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Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
[ihrer] verborgenen Anblicke und als Bürgen ihres beständigen Daseins,
andere um sich versammelt.“
11. Anwendung dieser Interpretation auf die Kulturwissenschaften
Wichtige „Hüllen“ sind der Leib, Objekte, Personen, Tiere und sonstige
Wesen, wie Geister, Engel, Kobolde oder Gott. Kristallisationen können auf
viele Weisen gebildet werden, jede Kultur entwickelt ihre Varianten.
Dinge, Personen, Körper oder Tiere sind keine „objektiven“ Gegebenheiten,
sondern kulturimmanente Gebilde.
Wir besitzen keine kulturübergreifenden Kriterien, um zu sagen, wann und
nach welchen Regeln sich eine Atmosphäre zu einer Hülle
„zusammenziehen“ muss.
Im Gegenteil, wir müssen fragen:
•
Wie und nach welchen Einteilungen werden kulturell verbindliche
Hüllen „gemacht“?
•
Wie erscheinen Objekte,
Wahrnehmungs-Feldern?
•
Welche Aspekte treten in den Vordergrund und welche werden
ausgeblendet?
•
Gibt es Gemeinsamkeiten, wie der Leib, die Dinge, Personen oder Gott
erfahren werden?
•
Wie ändern sich wichtige kulturelle „Hüllen“ im Zeitablauf?
Wesen
und
Personen
in
kulturellen
Kulturgeschichte als Wahrnehmungsgeschichte studiert, wie in einer Kultur
Hüllen um den Leib und um Objekte „gelegt“ werden und versucht, ihre
Erkenntnisse so darzustellen, dass eigene Erfahrungs-Felder aktiviert
werden.
Das Fremdartige an der Wahrnehmung soll, so gut dies möglich ist,
zumindest in Anklängen „verstanden“ werden.
Das Hineinversetzen in eigen anmutende Atmosphären ist Teil der
Forschungs-Strategie sowie der Methode, davon Bericht zu geben.
Die Einheiten 4 bis 6 fußen auf einer phänomenologischen Herangehensweise.
14
Themen + Theorien der KW I - Einheit 3: Walter Ötsch – Grundsichtweisen der KW
Zusätzliche Literatur zur Phänomenologie, insbesondere Merleau-Ponty
Bermes, Christian: Maurice Merleau-Ponty zur Einführung. Hamburg: Junius
2004
Berger, John: Ways of Seeing, London: British Broadcasting Corporation and
Penguin Books 1972
Bielefelder Graduiertenkolleg Sozialgeschichte (Hg.): Körper macht Geschichte.
Geschichte macht Körper. Körpergeschichte als Sozialgeschichte, Bielefeld:
Verlag für Regionalgeschichte 1999
Böhme, Gernot: Atmosphäre. Essays zur neuen Ästhetik, Frankfurt: Suhrkamp
1995
Böhme, Hartmut, Matussek. Peter, Müller, Lothar: Orientierung
Kulturwissenschaft. Was sie kann, was sie will , Reinbeck bei Hamburg:
Rowohlt Taschenbuch 2000
Böhme, Hartmut: Einführung in die Ästhetik, (www.culture.huberlin.de/HB/Texte/aestheti.html (18.8.2001))
Giuliani, Regula: Merleau-Ponty und die Kulturwissenschaften, München:
Wilhelm Fink 2000
Good, Paul: Maurice Merleau-Ponty. Eine Einführung, Düsseldorf und Bonn:
Parerga 1998
Lorenz, Maren: Leibhaftige Vergangenheit. Einführung in die Körpergeschichte,
Tübingen: edition diskord 2000
Moran, Dermot: Introduction to Phenomenology, London and New York:
Routledge 2001
Panofsky, Erwin: Perspective as Symbolic Form, 3rd printing, New York 1994
Reynolds, Jack: Maurice Merleau-Ponty (1908 - 1961), Internet Encyclopedia of
Philosophy
Rotman, Brian: Signifying Nothing, Stanford University Press 1993
Stoller, Silvia: Wahrnehmung bei Merleau-Ponty. Studie zur Phänomenologie der
Wahrnehmung, Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang 1995
Vetter, Helmuth (Hg.): Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe, Hamburg:
Felix Meiner Verlag 2004
Waldenfels, Bernhard: Phänomenologie in Frankreich. Frankfurt: Suhrkamp
1998
Waldenfels, Bernhard: In den Netzen der Lebenswelt. Frankfurt: Suhrkamp.
1994
Waldenfels, Bernhard: Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des
Leibes, Frankfurt: Suhrkamp 2000
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