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Einladung - Sächsische Landesärztekammer

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KITA aktuell
Oktober (2) 2014
Fachdienst des Arbeitsbereichs Kindertagesstätten
Geprüfte Qualität - 10 Jahre Zertifizierung
evangelischer Kindertagesstätten
Der Einstieg bedeute Arbeit, dann
jedoch erleichtere QM den Alltag, betonte auch Viola Kupfer von der Kita
Regenbogenland.
Ursula Kirchhoff vom Kindergarten II
der St.Katharinen-Gemeinde hob die
hohe Bedeutung der jährlichen Qualitätskonferenzen hervor, bei denen
das gesamte Team gemeinsam mit
Leitung und Träger schaut: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Anderen
Kitas machte sie Mut sich auf den
Weg zur Zertifizierung zu machen.
Die Standards in den Einrichtungen
seien bereits hoch und vieles sei
schon vorhanden.
Pionierinnen im Gespräch mit Redakteurin Ramona Kopec (2. v.l.): die ehemalige
Fachberaterin Marianne Schumacher, die stellvertretende Leitung Viola Kupfer von
der Kita Regenbogenland und Leiterin Ulrika Ludwig von der Kita Rosengarten (von
links). Foto: R. Oeser
Vor zehn Jahren unterzogen sich
erstmals vier evangelische Kitas der
Prüfung eines unabhängigen externen Unternehmens auf Grundlage der
international geltenden ISO Norm.
Aus diesem Anlass lud das Diakonische Werk für Frankfurt am Main am
16. Oktober zu einer Jubiläumsfeier in
die Heiliggeistkirche ein.
Pfarrer Michael Frase eröffnete die
Veranstaltung mit einer stimmungsvollen Andacht, in der er das Qualitätsmanagementsystem in Bezug zur
christlichen Grundhaltung setzte. Eine
Industrienorm als Qualitätssiegel für
Kitas war vor zehn Jahren noch ein
eher befremdlicher Gedanke. Bereits
1998 hatte sich Marianne Schumacher, die damalige Fachberaterin, mit
den ersten Einrichtungen auf den
Weg gemacht, nachdem sie die Verantwortlichen im Evangelischen Regi-
onalverband Frankfurt und die zuständigen Träger überzeugt hatte.
Die Kitas bildeten die Avantgarde
der Qualitätsentwicklung, wie Ester
Gebhardt, die Vorstandvorsitzende
des ERV hervorhob.
Die Einführung von QM in einer neuen Kita mit einem neuen Trägermodell in einem neuem Stadtteil beschrieb Kirstin Hirschfeld von Slatow
von der Evangelischen Kita Riedberggemeinde. Das Team merkte schnell,
dass es aktiv, an den Prozessen mitarbeiten konnte. Alle gewannen mehr
Sicherheit bei den Kernprozessen wie
der Eingewöhnung
Der Leiter des Arbeitsbereichs Kindertagesstätten, Kurt-Helmuth
Eimuth, bekräftigte, dass Qualitätsmanagement den Kitas keine Norm
überstülpe sondern sie anleitet, sich
In der Gesprächsrunde mit der Moeigene Qualitätsstandards zu setzen
deratorin Ramona Kopec vom Evan- und stetig weiterzuentwickeln angegelischen Medienhaus erinnerte sich passt an die Kinder und Eltern, den
Ulrike Ludwig von der Kita RosenSozialraum, die Gemeinde und das
garten, eine der Pionierinnen, wie
Team. Sein Dank ging an alle beteiligsie damals belächelt wurde. Doch
ten Mitarbeitenden in den 26 zertifischon bald stellten sich die Vorteile
zierten Einrichtungen für ihr Engagedes Systems heraus: ein intensiverer ment, ihr eingebrachtes Fachwissen
kontinuierlicher Austausch mit dem
und die Bereitschaft sich ständig weiTräger, klarere Abläufe, eine gereterzuentwickeln. Mit Blick auf die Zugelte Fortbildungsplanung und nicht
kunft sprach er die Zuversicht aus,
zuletzt ein Reklamationsverfahren
dass in fünf Jahren die Hälfte aller
bei dem jede Beschwerde ernst geKitas zertifiziert seien und auf lange
nommen wird. Nicht die Menschen
Sicht alle Einrichtungen.
würden normiert, sondern Prozesse.
Sabine Kalinock
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Diakonisches Werk für Frankfurt am Main des Evangelischen Regionalverbandes
Sabine Kalinock, Tel. 069 2475149-2003, sabine.kalinock@diakonischeswerk-frankfurt.de
K-H. Eimuth, Tel. 069 2475149-3001, kurt-helmuth.eimuth@diakonischeswerk-frankfurt.de
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Fachdienst des Arbeitsbereichs Kindertagesstätten
Oktober (2) 2014
Frühkindliche Bildung in Istanbul
bedeutet Natur und das Thema Nachhaltigkeit ist hier das Leitmotto.
Bildung wird in der Türkei eine große
Bedeutung beigemessen. Erzieherinnen genießen ein ebenso hohes Ansehen wie Lehrerinnen und Dozentinnen. Eltern können in Istanbul aus
den unterschiedlichsten pädagogischen Konzepten wählen, das Angebot reicht von der Reggio-Einrichtung
über den Fröbel- bis zum Waldorfkindergarten. Aber noch immer gilt, dass
die meisten Kinder bis zur Vorklasse
zu Hause betreut werden und der Zugang zu Bildung von den finanziellen
Ressourcen abhängt.
Die Gruppe wurde überall herzlich empfangen wie hier in einem staatlichen Kindergarten im Stadtteil Esenyurt mit einer Tanzaufführung. Fotos: S. Kalinock
Wie sieht frühkindliche Bildung in der
Türkei aus? Wie gestaltet sich der
Ablauf in einem türkischen Kindergarten? Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit den Eltern?
Diese Fragen standen im Zentrum
der Fortbildungsreise nach Istanbul.
Vier Tage lang besuchten 15 KitaLeiterinnen und Erzieherinnen im
September staatliche und private
Kitas, Schulen, eine Frauenorganisation und Frauenkooperative sowie eine Wohngruppe für benachteiligte
Kinder. Weit über 15 Millionen Menschen leben in der Metropole am
Bosporus. Viele Einwohner sind Migranten aus den unterschiedlichsten
Regionen der Türkei.
Die Besuche verdeutlichten die großen sozialen Unterschiede und Spannungen sowie die kulturelle Vielfalt.
So besuchte die Gruppe in einem
Vorort Istanbuls, in dem vor allem Zuwanderer aus dem Südwesten der
Türkei leben, unter anderem eine
Frauenkooperative. Mit geringen finanziellen Mitteln ist es den Frauen
gelungen gegen familiäre und gesellschaftliche Widerstände ein Familienzentrum aufzubauen. In einer Wohnung werden die Kinder für rund 40€
im Monat ganztags betreut und versorgt, so dass die Frauen einer Arbeit, meist im Reinigungsgewerbe,
nachgehen und zum ohnehin geringen Familieneinkommen beitragen
können. Nebenan werden Kurse angeboten und die Frauen erhalten Beratung zum Beispiel beim Thema
häusliche Gewalt.
Ganz anders sieht die Situation an
der deutsch-türkischen Privatschule
Erkek Lisesi aus. Rund 1.500€
Schulgeld zahlen die Eltern der
Oberschicht im Monat. Deutsch wird
bereits in der Kita und Vorschulgruppe unterrichtet, in den höheren Klassen stehen Schulfahrten nach
Deutschland auf dem Programm.
Die Karriere der Schulabgänger ist
bereits vorprogrammiert.
Schon fast günstig erscheinen dagegen die Doga-Schulen mit einem
monatlichen Schulgeld von rund
500€. Großzügige Klassenräume mit
guter technischer Ausstattung, Experimentierstationen und Laboratorien,
Bibliotheken, Musik-, Tanz- und Aufnahmestudios, Schwimmbäder,
Sportplätze, Eislaufhallen, Reitplätze, Speisesäle und Cafeterien gehören hier zur Grundausstattung. Doga
Gemeinsam ist allen besuchten Einrichtungen, dass der Zusammenarbeit mit den Eltern eine große Rolle
beigemessen wird. Elternabende, Elternsprechtage und der regelmäßige
Austausch gehören zum Pflichtprogramm. Darüber hinaus werden die
Eltern online oder per E-Mail über
den Tagesablauf in Kita und Schule
informiert.
Ein großes Glück bedeutete es, dass
Fadime Özbaran von der Krabbelstube Jona die Fortbildungsreise begleitete und wo immer nötig übersetzte
und als Kulturvermittlerin fungierte.
Denn Ziel der Fortbildungsreise war
auch, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und die Bilder im eigenen Kopf zu hinterfragen.
Sabine Kalinock
In der Doga-Privatschule in Acibadem
können die Schülerinnen und Schüler in
den Laboratorien das Erlernte praktisch
ausprobieren.
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Sabine Kalinock, Tel. 069 2475149-2003, sabine.kalinock@diakonischeswerk-frankfurt.de
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Kita-Erweiterung am Bornheimer Hang
Hell und angenehm groß sind die neuen
Räume der Kita. Foto: K.-H. Eimuth
Oberbürgermeister Peter Feldmann lobte das Engagement des Investors und der
Evangelischen Nord-Ost Gemeinde. Foto: K.-H. Eimuth
Der Kindergarten der Evangelischen
Nord-Ost Gemeinde hat heute seine
neuen Räume offiziell in Betrieb genommen. Sogar Oberbürgermeister
Peter Feldmann war gekommen.
Der Oberbürgermeister betonte die
Bedeutung der Kinderbetreuungseinrichtungen für die Stadt. “Da wo Familien wohnen, müssen beide Eltern
arbeiten. Deshalb brauchen wir qualifizierte Kindertagesstätten”, so Feldmann. Da der Zuzug nach Frankfurt
anhalte, benötige die Stadt ständig
eine größere Anzahl von KitaPlätzen “und vor allem Kitas, die
besser ausgestattet sind.”
Die Kita der Nord-Ost Gemeinde hat
die Justizbau-Genossenschaft für
750.000 € erweitert. Nun bietet die
Einrichtung Platz für 40 Kinder von 0
bis 6 Jahren. Durch einen Anbau
konnte die Grundfläche von 112
Quadratmeter auf 260 Quadratmeter
mehr als verdoppelt werden.
Kurt-Helmuth Eimuth,
Evangelisches Frankfurt, 14.10.2014
Kita-Leiterin Manuela Riether bekommt vom Leiter des AB Kita den Liederkalender
überreicht. Foto: C. Horn
Sicherheitsbeauftragter
Seit Juli 2014 ist
Reinhold Steinhilber auch Sicherheitsbeauftragter
der Diakonie
Frankfurt und damit auch für den
großen Bereich
der Tagesstätten für Kinder zuständig.
Zu seinen Aufgaben gehört es, das
Diakonische Werk „bei der Durchführung der Maßnahmen zur Verhütung
von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu unterstützen sowie den Dienstgeber auf
Unfall- und Gesundheitsgefahren für
die Versicherten aufmerksam zu
machen.“ Der Sicherheitsbeauftragte
wird auf Einrichtungen zukommen
und Themen wie Gefährdungsbeurteilung und die Pflichten des Dienstgebers und der Beschäftigten thematisieren. Auch die notwendigen Aushänge in den „Betriebsstellen“ wird er
veranlassen. Er vertritt den Fachbereich zudem im Arbeitsschutzausschuss im ERV. Wenn Sie Fragen
und Anregungen haben oder sicherheitsgefährdende anhaltende Mängel
ansprechen wollen, erreichen Sie
Reinhold Steinhilber unter Tel. 069/
2475149-2002.
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Sabine Kalinock, Tel. 069 2475149-2003, sabine.kalinock@diakonischeswerk-frankfurt.de
K-H. Eimuth, Tel. 069 2475149-,3001, kurt-helmuth.eimuth@diakonischeswerk-frankfurt.de
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Frühe mathematische und naturwissenschaftliche
Bildung in Kitas - Zwischenbilanz Polytechnik-Preis
teressiert die Kinder bei der Sache
sind. Kita-Leiterin Stefanie Hüttmann
und Sabine Mathesius von der Kita
Fuchshohl der Evangelischen
Betlehemgemeinde haben ähnliche
Erfahrungen gemacht. Sie betonen
die gelungene Mischung aus Theorie
und Praxis bei den Fortbildungen.
Das neu gewonnene Wissen über
mathematische Grundideen, Entwicklungsschritte von Kindern und mögliche Förderimpulse sei in der Kita gut
und schnell umsetzbar und ermögliche es, im Alltag und beim Spiel mathematisches Potenzial zu erkennen.
Bei der Zwischenbilanz am 18. September stellten sich die einzelnen Projekte bei
einem ‚Markt der Möglichkeiten‘ vor.
Im November 2013 verlieh die Stiftung Polytechnische Gesellschaft den
Polytechnik-Preis an fünf Wissenschaftler, die attraktive Lehr- und
Lernangebote entwickelt haben, um
Kinder in Kita und Grundschule für
Mathematik, Naturwissenschaften
und Technik zu begeistern. Alle Angebote hatten ihre Wirksamkeit in der
Praxis bereits unter Beweis gestellt.
Zwei dieser Angebote richten sich explizit an Kinder im Kitaalter: das Konzept von Prof. Dr. Hedwig Gasteiger
(München), das Alltags- und Spielsituationen aufgreift, um die mathematischen Kompetenzen der Kinder zu
fördern und der Ansatz von Prof. Dr.
Gisela Lück (Bielefeld), der Geschichten und Experimente kombiniert, um
naturwissenschaftlicher Bildung im
frühen Kindesalter anzuregen.
Auch vier evangelische Kitas in
Frankfurt haben sich entschieden
eines der beiden Konzepte in die eigene Praxis umzusetzen. Seit Februar 2014 nahmen jeweils zwei Kolle-
ginnen aus jeder Einrichtung gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen anderer Träger an den angebotenen Fortbildungen teil, sammelten
Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung, dokumentierten die Ergebnisse und trafen sich zum Austausch. Den organisatorischen Rahmen und die Kosten für die Fortbildungen übernahm die Polytechnische Gesellschaft. Zudem wurde jedem Projekt eine Begleiterin zugeordnet, die als Koordinatorin und
Schnittstelle zur Stiftung fungiert.
Die Zwischenbilanz im September
fiel rundum positiv aus. Regina Neuerer vom Evangelischen Johanniskindergarten, die das Konzept
„Frühe mathematische Bildung in Alltags- und Spielsituationen“ umsetzt,
stellt fest, dass sie selbst einen
neuen Zugang zur Mathematik gefunden hat - eine wichtige Voraussetzung, um auch die Kinder zu
begeistern. Genauso wie ihre Kollegin Milagros Pena Manrique ist sie
beeindruckt, wie konzentriert und in-
Auch das Projekt „Naturwissenschaftliche Bildung im frühen Kindesalter“, für das sich Michele Weiser
und Julia Stederoth von der Evangelische Kindertagesstätte der Riedberggemeinde und Silke Feldberg-Akhand
und Rebecca Meese vom Kindergarten der evangelischen Gemeinde
Cantate Domino entschieden haben,
wird bereits erfolgreich umgesetzt.
Die Experimente sind in Geschichten
eingebettet. Eine Ameise namens
Fred nimmt die Kinder mit auf Entdeckungsreise und regt sie zum Mit- und
Weiterdenken ein. Dass das Konzept
auch Kinder mit Lernschwierigkeiten
und Beeinträchtigungen anspricht,
kann Silke Feldberg Akhand bestätigen. Selbst Kinder, die sich sonst
kaum konzentrieren können oder extrem schüchtern seien, seien mit Eifer
dabei. Da bei den Experimenten Alltagsmaterialien eingesetzt würden,
rege es die Kinder zudem an, sie zuhause zu wiederholen und eigene
Ideen einzubringen.
Von allen hervorgehoben wird zudem
die gute Organisation und Unterstützung durch die Polytechnische Gesellschaft.
Auch im kommenden Jahr wird der
Transferprozess fortgesetzt und weitere Kitas werden die Möglichkeit erhalten, die Konzepte umzusetzen.
Sabine Kalinock
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Sabine Kalinock, Tel. 069 2475149-2003, sabine.kalinock@diakonischeswerk-frankfurt.de
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