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Änderung der Kontaktaufnahme durch die Ärztlichen Dienste der

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Aktuelles
Änderung der Kontaktaufnahme durch die Ärztlichen
Dienste der Arbeitsämter
Eine Information des Ärztlichen Dienstes des Landesarbeitsamtes Hessen
für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Hessen
Die besondere Intention des seit dem
1. Januar 2002 geltenden Job-AQTIVGesetzes ist es, den Arbeitssuchenden
schneller in eine geeignete, seine Qualifikation und seinen Gesundheitszustand
berücksichtigende Arbeit zu vermitteln.
Verfahren, die einer Bestimmung dieser
Parameter dienen (sog. Profiling), gewinnen damit vermehrte Bedeutung. Ein weiteres Anliegen des genannten Gesetzes ist
die gesteigerte Einbindung des Arbeitssuchenden in die Vermittlungsbemühungen, um so die Eigenverantwortlichkeit
des Kunden zu stärken.
Ergänzend sei noch auf das am 1. Juli
2001 in Kraft getretene Sozialgesetzbuch
(SGB) IX verwiesen, das die Betreuung
von Rehabilitanden und Schwerbehinderten durch die Sozialleistungsträger teilweise neu regelt und z.B. enge Grenzen
hinsichtlich der für Rehabilitationsanträge geltenden Bearbeitungszeiten setzt.
Der Ärztliche Dienst der Bundesanstalt für Arbeit, dem die Begutachtung
der Versicherten (und sonstigen Kunden)
obliegt, hat deshalb Instrumente entwikkelt, die den Begutachtungsprozeß beschleunigen und eine flexible Anpassung
an die im konkreten Fall gegebenen Anforderungen gestatten:
Für eine vollständige Erfassung des gesundheitlichen Zustandes des Versicherten ist naturgemäß in vielen Fällen eine
Beiziehung ärztlicher Befundunterlagen
notwendig. Um diese Befunde zu einem
möglichst frühen Zeitpunkt einsehen zu
können, erhält der gesundheitliche Defizite schildernde Versicherte bereits beim
ersten Kontakt mit dem Arbeitsamt entsprechende Anschreiben mit der Bitte,
diese seinen behandelnden Ärzten vorzulegen und um eine Aushändigung relevanter ärztlicher Unterlagen (in verschlossenem Umschlag) für den Ärztlichen
Dienst des Arbeitsamtes zu bitten.
Sollte die/der behandelnde Ärztin/ Arzt
die Weitergabe ergänzender Informationen durch einen Befundbericht für sinnvoll halten, kann dieser - ggf. in Kopie mitgegeben oder nachgereicht werden.
Falls Originalbefunde versandt werden,
sorgt der Ärztliche Dienst des Arbeitsamtes nach Kenntnisnahme für eine prompte Rücksendung. Fotokopier- bzw. Portokosten und ggf. ein Befundbericht können
auf einem beiliegenden Liquidationsformular in Rechnung gestellt werden.
Eine rasche Aushändigung bzw.
Übersendung der Unterlagen ist von
besonderer Bedeutung, da bereits vierzehn Tage nach der ersten Vorsprache
des Versicherten im Arbeitsamt ein Gespräch zwischen dem Arbeitsamtsarzt
und dem Arbeitsvermittler (oder Rehabilitations- bzw. Berufsberater) erfolgt,
in dem die gesundheitlichen Verhältnisse (soweit sie für die Berufsausübung bedeutsam sind) diskutiert und
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Versicherten an.
Praxisabgabe, was tun?
94
Hessisches Ärzteblatt 2/2003
Das beschriebene Vorgehen dient v.a.
auch den Versicherten, denen damit lange
Wartezeiten (z.B. auf die Einleitung einer
beruflichen Rehabilitationsmaßnahme)
und Doppeluntersuchungen erspart bleiben.
Belange des Datenschutzes sind in jeder Hinsicht berücksichtigt worden: So
willigt der Patient durch seine Vorsprache
und Abgabe des Anschreibens beim behandelnden Arzt konkludent in eine
Weitergabe seiner Befunde an den Arbeitsamtarzt ein. Die Unterlagen verbleiben ausschließlich im Ärztlichen Dienst
des Arbeitsamtes und werden nicht an
andere Organisationseinheiten weitergegeben.
Der Ärztliche Dienst der Bundesanstalt für Arbeit weiß um die hohe Belastung der niedergelassenen Kolleginnen/Kollegen u.a. auch durch die Bearbeitung der von verschiedenen Sozialleistungsträgern und Behörden eingehenden Anfragen; er bittet aber dennoch um
die beschriebene Unterstützung der gutachterlichen Arbeit, die ja letztlich v.a.
dem Patienten nützen soll, welcher den
Anspruch hat, möglichst zügig in eine
seinem Gesundheitszustand entsprechende Tätigkeit vermittelt zu werden.
Sollten weitere Auskünfte zu dem
dargestellten Verfahren oder eine sonstige Kontaktaufnahme gewünscht werden, so stehen die Ärztlichen Dienste des
zuständigen Arbeitsamtes oder des Landesarbeitsamtes Hessen gerne für ein
Gespräch zur Verfügung. Die Anschriften werden auf der Internetseite der Landesärztekammer Hessen veröffentlicht.
Dr. med. Heinrich Wilken
FA für Innere Medizin sowie für
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Rehabilitationswesen - Betriebsmedizin
Ltd. Arzt des Landesarbeitsamtes Hessen
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Gesundheitswesen
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