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Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt? - Amazon Web Services

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Ministrantenpastoral
MiniFundus
Erzdiözese Wien
Seit Herbst ist in unserem Dekanat Bischofsvisitation. Im Zuge dessen
ist uns aufgefallen, dass Kinder dazu Fragen stellen, die
nicht immer ganz einfach zu
beantworten sind. Wie man
den Bischof korrekt anspricht, warum er überhaupt
kommt, was seine Aufgabe
ist, warum er so gekleidet ist
usw.
In unserem Dekanat
lernt Bischof Stephan also
nun seit einigen Monaten
alle Pfarren kennen. Er hört
unsere Sorgen und Freuden,
besucht die verschiedensten Gruppen der Pfarren,
die Schulen und große Betriebe. Er sieht, worum wir
uns bemühen und ermutigt
uns dabei als Bischof und Hirte. Hier und da macht er
uns auch auf "blinde Flecken" aufmerksam, auf Dinge,
die wir übersehen und die ihm aufgefallen sind.
Im Zuge dessen lernt er auch die Ministrantinnen
und Ministranten kennen. Und spätestens beim feierlichen Gottesdienst, mit dem jede Visitation abgeschlossen wird, haben sie ganz direkt mit ihm zu tun.
Das ist eine gute Gelegenheit, um mit den M&Ms
zu schauen, wie wir Gottesdienste feiern. Gibt es bei
uns die ganze Palette an liturgischen Diensten, die
möglich ist? Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um
den Dienst des Librifers (Buchträger) einzuführen, statt
wie bisher das Messbuch zum Tagesgebet am Altar liegen zu haben? Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt,
um den nächsten Minis den Umgang mit dem
Weihrauchfass zu zeigen?
Zu den liturgischen Diensten und ihrer richtigen
Ausführung wird in den nächsten Monaten in Zusammenarbeit mit dem erzbischöflichen Zeremoniär ein
Behelf erscheinen, den unsere Bischöfe in Zukunft in
die Pfarren mitbringen können, der aber natürlich auch
so bestellt werden kann. Wir werden euch darüber im
nächsten MiniFundus genauer informieren.
Für diesen MiniFundus aber haben wir es uns zur
Aufgabe gemacht, den Fragen nachzugehen, was
überhaupt die Aufgabe eines Bischofs ist, warum das
"System Kirche" eine Hierarchie und keine Demokratie
ist, woran man die verschiedenen Würdenträger und
ihre Aufgaben in der Kirche erkennt usw.
Wir hoffen, dass wir dir diese Unterlagen besonders
dann, wenn deine M&Ms in "Berührung" mit einem
Bischof kommen, eine Hilfe sind! Wir sind ja als
"Ministrantenpastoral der Erzdiözese Wien" anstelle
des Bischofs Ansprechpartner für Fragen rund um die
Ministrant/innen und in seinem Auftrag diejenigen, die
Arbeit mit den M&Ms in den Pfarren fördern sollen. Wir
hoffen, dass wir dieser Aufgabe gerecht werden!
Philipp Seher und Judith Werner
Bankverbindung:
Ministrantenpastoral ED Wien
Konto-Nr.: 241877
BLZ: 19190 (Schelhammer & Schattera)
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Damit wir den MiniFundus auch in Zukunft in bewährter Weise herausgeben
können, bitten wir um deine Spende für Layout, Druck und Versand. DANKE!!
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MiniFundus bittet um deine Unterstützung!
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April 2/2010
Eminenz, Exzellenz –
oder was jetzt?
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Wissen
Hierarchie – nicht Demokratie
Oder: Warum es gut ist, dass die Kirche so ist,
wie sie ist
Anders als unser Staat, der eine Demokratie ist, ist unsere
Kirche hierarchisch strukturiert.
Was heißt das?
In einer Demokratie wählen die Menschen Vertreter, die
Leitungsaufgaben übernehmen sollen, die also das Land regieren.
Bischöfe hingegen werden nicht vom Volk gewählt. Ein Bischof
wird vom Papst ernannt. Durch die Bischofsweihe bekommt er
die Aufgabe übertragen, die Menschen in ihrer Diözese zu leiten
und zu lehren. In der orthodoxen Kirche, der Ostkirche, heißt deshalb der Ortsbischof, also der Bischof einer Diözese, auch
"Hierarch".
Dieses Prinzip in der Kirche geht auf Jesus zurück.
Jesus selbst ist der vom Vater Gesandte. In Mk 3,13-14 heißt
es: "Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt
hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei
sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben." Diese
Männer werden von den Evangelisten Apostel genannt – das griechische Wort "apostoloi" bedeutet "Gesandter". In ihnen setzt
sich Jesu eigene Sendung fort. Jesus sagt zu ihnen "Wie mich der
Vater gesandt hat, so sende ich euch." (Joh 20,21). Einem der
Apostel – so erzählen die Evangelien – gab Jesus eine besondere Aufgabe. Er nannte ihn den Fels, auf den er die Kirche bauen
wird: Petrus.
Die Sendung der Apostel geht inzwischen durch zwei
Jahrtausende weiter. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt dazu:
"Die Apostel übertrugen, damit die ihnen anvertraute Sendung
nach ihrem Tod fortgesetzt werde, ihren unmittelbaren
Mitarbeitern gleichsam nach Art eines Testaments die Aufgabe,
das von ihnen begonnene Werk zu vollenden und zu festigen,
wobei sie ihnen ans Herz legten, auf die gesamte Herde achtzuhaben, in die sie der Heilige Geist hineinstellt, die Kirche Gottes
zu weiden. Daher setzten sie derartige Männer ein und gaben
dann die Anordnung, dass nach ihrem Hingang andere bewährte Männer ihren Dienst annähmen. […] Unter den verschiedenen Dienstämtern, die so von den ersten Zeiten her in der Kirche
ausgeübt werden, nimmt nach dem Zeugnis der Überlieferung
das Amt derer einen hervorragenden Platz ein, die zum
Bischofsamt bestellt sind. […] Die Bischöfe haben also das
Dienstamt in der Gemeinschaft zusammen mit ihren Helfern,
den Priestern und Diakonen, übernommen. An Gottes Stelle stehen sie der Herde vor, deren Hirten sie sind, als Lehrer in der
Unterweisung, als Priester im heiligen Kult, als Diener in der
Leitung. Wie aber das Amt fortdauern sollte, das vom Herrn ausschließlich dem Petrus, dem ersten der Apostel übertragen
wurde und auf seinen Nachfolger übergehen sollte, so dauert
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MiniFundus
auch das Amt der Apostel, die Kirche zu weiden, fort und muss
von der heiligen Ordnung der Bischöfe immerdar ausgeübt werden. Aus diesem Grund lehrt die Heilige Synode, dass die
Bischöfe aufgrund göttlicher Einsetzung an die Stelle der Apostel
als Hirten der Kirche getreten sind. Wer sie hört, hört Christus, und
wer sie verachtet, verachtet Christus und ihn, der Christus gesandt
hat." (LG 20)
Ist das Amt des Bischofs also wirklich ein Schritt auf der kirchlichen Karriereleiter, den man als Priester anstrebt? Auf jeden Fall ist
es eine große Verantwortung vor Gott und den Menschen. Immer
wieder ist in diesem langen Zitat die Rede davon, dass die
Bischöfe als Nachfolger der Apostel Hirten sind, dass sie die Kirche
Gottes weiden und auf die Herde achthaben sollen.
Von der Lehre der Kirche her ist also ganz klar: ein Bischof ist
kein Herrscher, sondern ein Hirte! Als solcher ist er nach dem
Vorbild Jesu nicht der Höchste, sondern der Niedrigste und der
Diener aller. Dass er das nicht aus eigener Kraft schafft, sondern
die starke Verbundenheit mit Christus braucht und das Gebet der
Menschen, die ihm anvertraut sind, ist einleuchtend.
Dieses System der Nachfolge der Apostel, die "apostolische
Sukzession" hat sich in 2000 Jahren Kirchengeschichte bewährt.
Sicher hat es in dieser langen Zeit auch Bischöfe gegeben, die ihre
Macht missbraucht haben und nicht zum Wohl der ihnen
Anvertrauten gehandelt haben. Umgekehrt aber hat es zu allen
Zeiten auch Bischöfe gegeben, die Großes und Gutes bewirkt
haben. Und durch die klare und schlanke "Organisationsstruktur"
war es der Kirche durch viele Jahrhunderte, in denen es noch
keine modernen Kommunikationsmittel und kein "World Wide
Web" gegeben hat, trotzdem möglich, eine Kirche zu sein, die die
ganze Welt umspannt.
Wann und wie in der Kirche doch gewählt wird, kannst du auf
Seite 8 nachlesen! ❏
April 2010
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Wissen
Die apostolische Kirche
Im Credo bekennen wir uns zur "apostolische Kirche".
- Wir bekennen uns dazu, dass die
Kirche auf die Apostel gegründet ist und
auch die Kirche von heute, also wir, durch
die Nachfolger des hl. Petrus und der
Apostel mit diesem Ursprung verbunden
bleiben.
- Die Kirche ist aber auch deshalb eine
apostolische, weil sie in die ganze Welt
"gesandt" ist. Das griechische Wort "apostoloi" bedeutet Gesandter. Jedes Glied im
Leib der Kirche ist dazu berufen, an dieser
Sendung mitzuwirken. Jeder Christ hat auf
verschiedene Weise an der Sendung der
Kirche teil. Jede und jeder von uns soll
also durch sein Leben Christus sichtbar
machen und zu ihm hinführen! Es geht
nicht um Heldentaten. Es geht vielmehr
darum, wie wir mit den kleinen und
großen Schwierigkeiten, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind, umgehen.
- Wenn du manchmal den Eindruck
hast, dass in der Kirche zu wenig weiter
geht, dass "die da oben" die falschen
Entscheidungen treffen, so ist das natürlich schmerzhaft. Vielleicht tröstet dich der
Gedanke ein wenig, dass Christus, der
diese Kirche gegründet hat, noch viel
mehr an ihrer Unvollkommenheit leiden
muss als du, der du nur einen begrenzten
Einblick hast!
- Über Entscheidungen urteilen und sie
schlecht reden, obwohl man die Sachlage
womöglich nur aus den Medien kennt und
damit viele Details und Hintergründe fehlen bzw. die Berichterstattung einseitig und
beeinflussend ist – das ist leicht! Wie viel
schwieriger ist es, Entscheidungen als
Vorsteher einer Pfarrgemeinde oder auch
einer Diözese zu treffen und durch zu tragen. Die Kirche will die Einheit leben. Du
erlebst sicher immer wieder, wie schwierig
es ist, in der eigenen Familie "am selben
Strang zu ziehen", also die Einheit nicht
nur dem Schein nach zu wahren sondern
von Herzen her zu leben. Wie viel schwieriger ist das, wenn es nicht "nur" um eine
überschaubare Anzahl an Menschen in
einer Familie geht, sondern um eine ganze
Diözese, um ein ganzes Land oder sogar
um die Weltkirche! Nicht umsonst ist ein
anderer Name für Bischof "Pontifex" – das
heißt Brückenbauer. Gleichzeitig aber ist er
auch Lehrer und soll der Wahrheit den
Weg bereiten.
- Letztendlich muss sich jeder selbst an
der Nase nehmen und sich fragen: Wenn
diese Kirche nach 2000 Jahren noch
immer so unvollkommen ist – was ist
daran meine Schuld? Lebe ich aus einer
tiefen Verbundenheit mit Christus? Worin
bin ich Christus noch nicht ähnlich? Wie
wird die Einheit der Kirche durch mich
spürbar? Wie bilde ich mich im Glauben
weiter? (Glaube braucht Bildung und
Nahrung – die findet man auch dann,
wenn die Kirche Schlagzeilen macht, nicht
in der Zeitung.) Wo muss ich an mir arbeiten, damit ich als Christ glaubhaft bin? Wie
kann ich Christus durch mein Leben strahlend sichtbar machen?
- Das Zweite Vatikanische Konzil hat
diesem Gedanken, dem "Laienapostolat",
ein eigenes Dokument gewidmet. Ein
wichtiger Gedanke darin ist: Nur in der
Verbindung mit Christus können wir apostolisch leben! Der Katechismus fasst diesen Gedanken so zusammen: "Da
Christus, vom Vater gesandt, Quelle und
Ursprung des gesamten Apostolats der
Kirche ist, kann es nicht anders sein, als
dass die Fruchtbarkeit des Apostolats –
der geweihten Amtsträger wie der Laien –
von ihrer lebendigen Vereinigung mit
Christus abhängt. Je nach den
Berufungen, den Erfordernissen der Zeit
und den vielfältigen Gaben des Heiligen
Geistes nimmt das Apostolat die verschiedensten Formen an. Stets aber ist die
Liebe, die vor allem aus der Eucharistie
geschöpft wird, sozusagen die Seele des
gesamten Apostolats." (KKK 864) ❏
Gruppenstunde
Bischöfliche Insignien
"Bischof" kommt vom griechischen Wort "episkopos". Dieses Wort
heißt "Aufseher", Vorsteher einer Ortskirche (also einer Diözese)
Die Bischöfe stehen in der unmittelbaren Nachfolge der
Apostel. Ein Bischof wird vom Papst ernannt. (Dem Papst liegt
dazu oft ein Vorschlag aus der Diözese mit drei Namen vor.)
Dann wird er zum Bischof geweiht.
Jeder Mann, der zum Priester geweiht wird, verspricht in dieser Feier seinem Bischof und dessen Nachfolgern Gehorsam und
Treue. Das macht deutlich, dass er als Priester mithilft an der
großen Aufgabe, die der Bischof übernommen hat. Er kann in seiner Pfarrgemeinde nicht willkürlich tun und lassen, was er will –
er soll in Einheit mit dem Bischof handeln.
Ein Bischof ist für den Aufbau der ihnen anvertrauten Teilkirche
verantwortlich. Er soll ein Hirte für die Menschen, die ihm anvertraut sind, sein.
Der Bischof ist deshalb ständig auf Visitation. Er kommt in eine
Pfarre nach der anderen, spricht mit dem Pfarrer, dem
Pfarrgemeinderat über die Sorgen und Freuden der Menschen in
April 2010
MiniFundus
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Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Brustkreuz/Pectorale: (lat. pectus/pectoris - die Brust)
Das Brustkreuz, das der Bischof an einer Kette, einem Band oder
einer Kordel trägt, wird ihm nicht bei der Weihe überreicht sondern
erst danach. Es geht auf einen
Brauch der ersten Christen zurück, in
goldenen oder silbernen Kapseln
Reliquien von Märtyrern um den
Hals zu tragen.
© rupprecht@kathbild.at
dieser Gemeinde. Bei verschiedensten Gelegenheiten versucht er,
die Menschen kennen zu lernen und zu ihnen zu sprechen. Er
ermutigt, wo sie sich um gute Dinge bemühen, bestärkt in dem,
was wichtig ist, gibt Hinweise, wenn
ihm auffällt, dass in dieser Pfarre
etwas fehlt oder zu kurz kommt
usw.
Zum Abschluss wird im Normalfall ein Festgottesdienst gefeiert.
Auch wenn unser Bischof, Kardinal Schönborn, zwei Weihbischöfe
zur Seite gestellt hat, die ihm beim
Visitieren helfen, so betragen in
unserer Diözese, die 660 Pfarren
hat, die Abstände von einer Visitation bis zur nächsten oft 20 Jahre.
Ring:
Ein Ring ist einerseits ein Zeichen
der Bindung – denken wir an den
Ehe- oder Verlobungsring-, andererseits aber auch ein Zeichen der
Macht, was z. B. im Spiegelring deutlich wird.
Die Bischöfe benutzten den Ring
Die Aufgaben des Bischofs werursprünglich als Amts- und Siegelden an den Zeichen, die er trägt,
zeichen. Heute aber trägt der Bischof
an den "Insignien", klar. Wenn also Kardinal Schönborn mit Pileolus und Pallium
den Ring als Zeichen der Verbindung
ein Bischof in eure Pfarre kommt –
mit seiner Braut, der Kirche, nicht nur
egal ob zur Visitation, um das Sakrament der Firmung zu spenden
in der Liturgie, sondern immer. Der Bischofsring wird an der rechoder zu einem besonderen Jubiläum etc. – dann kannst du deiten, segnenden Hand getragen.
nen Minis die Aufgaben des Bischofs gut an seinen Insignien
erklären. Schaut euch einfach ein Foto des Bischofs an, der zu
Pallium:
euch kommt – die für unsere Diözese heute gültigen Bilder finDas Pallium ist heute ein weißes, ringförmiges Wollband, das
dest du in der Materialdatenbank auf www.minifundus.net. Für
über dem Messgewand getragen wird. Das Pallium ist ein
eine andere Diözese oder einen späteren Zeitpunkt findest du
Amtsabzeichen des Papstes. Er verleiht es den Metropoliten, also
aber sicher im Internet ein Bild oder kannst es über die Diözese
den Erzbischöfen. Somit ist es ein Zeichen, dass er Erzbischofs an
bekommen.
der Hirtengewalt des Papstes teil hat. Der Erzbischof trägt das
Pallium nur in seiner Kirchenprovinz, der Papst hingegen trägt das
Die Insignien des Bischofs sind:
Pallium überall, wo er einer Eucharistiefeier vorsteht.
- Mitra (liturgische Kopfbedeckung des Bischofs)
Papst Benedikt XVI. erläuterte in seiner Predigt zur
- Pastorale (Bischofsstab)
Amtsübernahme am 24.5.2005 die Symbolik so: Das Pallium "sagt
- Ring
uns zuallererst, dass wir alle von Christus getragen werden. Aber er
- Pektorale (Brustkreuz des Bischofs)
fordert uns zugleich auf, einander zu tragen. So wird das Pallium
- Pallium (wollenes Band, das über die Schultern gelegt wird.
zum Sinnbild für die Sendung des Hirten."
Das Pallium wird nur von Erzbischöfen getragen.)
Pileolus:
Mitra (auch Infel genannt):
So nennt man das Scheitelkäppchen, das der Bischof trägt. Auch
Der Gebrauch der Mitra ist seit der Mitte des 12. Jh. allgemein
wenn man den Pileolus nicht zu den Insignien zählt, so ist er doch
verbreitet. Jede Mitra hat zwei breite Bänder, die Vittae, die am
ein bischöfliches Kennzeichen. Ursprünglich diente dieses
Rücken des Bischofs liegen, wenn er die Mitra trägt.
Käppchen zur Schonung der Mitra bzw. des Kopfes. Es wird heute
Die Mitra ist das Zeichen für den Bischof als dem eigentlichen
aber auch außerhalb der Liturgie getragen. An seiner Farbe erkennt
Hirten und Seelsorger der Kirche, der – im Unterschied zum einfaman den Rang des Bischofs: violett für Bischöfe, purpurrot für
chen Priester – die Fülle des Weihesakraments hat. Dem neugeKardinäle, weiß für den Papst. Der Pileolus heißt auch "Soli Deo".
weihten Bischof wird sie mit den Worten "der Glanz deiner
Denn er wird "ausschließlich vor Gott" abgenommen: in der Hl.
Heiligkeit sei dein Schmuck" aufgesetzt.
Messe zum Hochgebet bzw. in Gegenwart des (ausgesetzten)
Allerheiligsten.
Stab (Pastorale):
Der Stab des Bischofs erinnert an seinen Dienst als Hirten. Der
Als Arbeitshilfe für die Gruppenstunde kannst du den folgenden
Bischof nimmt den Stab in die Hand für Prozessionen, zum Hören
Text in seine Abschnitte zerteilen. Eine Kopiervorlage inklusive
des Evangeliums, bei der Predigt, bei der Segensspendung (ohne
Abbildungen, die ihr zuordnen könnt, findest du in der Datenbank
Handauflegung) und bei der Entgegennahme von Profess und
auf www.minifundus.net. Gib einfach "Bischof" oder "Insignien" als
Gelübde.
Stichwort ein. ❏
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MiniFundus
April 2010
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
• Nach dem Wortgottesdienst kommt die Bereitschaftserklärung vor dem Weiheakt. Werde ich das Zugesagte auch
mit meinem Wort, meinem Tun, meinem Leben füllen?
Hoffentlich.
• Allerheiligen-Litanei: Das Auf-dem-Boden-hingestreckt-Sein
während dieser Bitten ist für mich das radikalste leibliche
Zeichen unseres lateinischen Ritus – Ganzhingabe voller Bitte
um Hilfe bei G"TT und seinen Heiligen.
• Schweigendes Händeausbreiten: In der Stille geschieht das
ganz Große von G"TT her; es bleibt unaussprechlich.
• Weihegebet und über dem Geweihten geöffnetes
Evangelienbuch: Der Geweihte, d.h. ich, steht unter dem
Wort G"TTES, nicht über dem Wort G"TTES!
• Salbung des Hauptes: Dies ist wohl der erste ausdeutende
Ritus der Bischofsweihe; es ist von der Salbung mit der Kraft
des Heiligen Geistes die Rede. Salbung – auch in Taufe und
Firmung – hat für mich immer mit Befähigung und Leitung zu
tun.
• Überreichung des Evangeliars: "…verkünde das Wort Gottes
in aller Geduld und Weisheit…"
Verkündigung des Wort G"TTES ist offensichtlich und für alle
sichtbar gemacht, die vorzügliche Aufgabe meines BischofSeins.
• Anstecken des Ringes: "…trage diesen Ring als Zeichen deiner Treue…"
Der Ring soll Zeichen meiner Treue zur Braut Christi, zur hei-
ligen Kirche, vor G"TT und vor den Brüdern und Schwestern sein
– geistlicher Ehering. Wenn ich grüße, schreibe oder segne, spüre
und sehe ich meist den Ring. Er erinnert mich daran, dass G"TT
ewig die Treue hält.
• Mitra: "…der Glanz der Heiligkeit sei dein Schmuck…"
Vielleicht darf ich es so sehen: Der HERR be-hüt-et mich, darum
hat Er mir durch die Hand der heiligen Kirche (des Kardinals)
einen Hut verliehen. Wenn ich die Mitra aufgesetzt bekomme,
beschleicht mich immer wieder das Empfinden meiner
Unwürdigkeit. Einigermaßen verständlich: die Mitra soll ja andeuten, dass der Glanz der Heiligkeit mein Schmuck sein soll.
• Übergabe des Stabes: "… trage Sorge für die ganze Herde
Christi…"
Dies heißt unzweideutig, dass ich eine Leitungsaufgabe übertragen bekommen habe, ich habe Sorge für die ganze Herde Christi
zu tragen. Dieser Stab erinnert mich – man möge es mir verzeihen – an eine meiner Teenager-Aufgaben am Bauernhof in
Obereching: Kühe und Stiere von der Weide nachhause geleiten
– mit einem Stock in der Hand.
(Artikel aus dem Pfarrblatt der Dompfarre St. Stephan –
Sommer 2006, also kurz nach der Bischofsweihe von Franz
Scharl, die am 23. April 2006 gefeiert wurde)
M & M -Ti p p
Die Zeichen der Bischofsweihe – erklärt von Weihbischof Scharl:
Anmerkung: Die Schreibweise G"TT ist kein Druckfehler –
Weihbischof Scharl möchte damit an die jüdische Tradition erinnern, Gottes Namen nicht zu schreiben oder auszusprechen. ❏
Gebet
Jesus,...
...du bist der gute Hirte.
Damit wir das sehen,
hast du uns Bischof N.N. als Zeichen gegeben.
Du willst, dass er so wie du für die Menschen da ist.
Du möchtest, dass er für dich den Menschen gute Wege zeigt.
Du wünschst dir, dass durch ihn viele Menschen spüren, dass du für sie da bist.
Das ist keine leichte Aufgabe.
Wir beten deshalb heute ganz besonders für unseren Bischof N.N.
Schenke ihm Kraft und Mut, damit er ein guter Bischof sein kann – ein Bischof, wie du dir das vorstellst.
Schenke ihm die richtigen Worte zur richtigen Zeit.
Schenke ihm Geduld und Ausdauer,
wenn er meint, dass die Aufgabe,
die du ihm zumutest, zu groß ist.
Beten wir gemeinsam für Bischof N.N. mit den Worten,
die du deine Jünger gelehrt hast:
Vater unser…
April 2010
MiniFundus
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Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Wissen
Wien ist anders
Der Wiener Werbespruch trifft in mancher Hinsicht auch auf die Kirche zu: unser Bischof heißt Kardinal Schönborn und ist Erzbischof.
Verwirrend? Hier ein paar hilfreiche Unterscheidungen zum Thema Bischof.
Er gilt als Nachfolger des Apostel Petrus und ist Bischof von Rom. Der
Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Er ist in gewissem
Sinn der Höchste unter den Bischöfen, allerdings wird er als der "Erste unter
Gleichen" verstanden.
Er trägt einen weißen Talar. Sein Bischofsstab ist mit einem Kreuz statt mit
einer Krümme geschmückt. Ein besonderes Kennzeichen des Papstes ist der
"Fischerring". Er erinnert uns daran, dass der Papst der Nachfolger des Hl.
Petrus ist.
Benedikt XVI. (Joseph Kardinal
Ratzinger; seit 19. April 2005)
Die Kardinäle bilden den engsten Beraterkreis des Papstes. Der Papst
ernennt die Kardinäle üblicher Weise aus dem Kreis der Bischöfe, manchmal
werden auch verdiente Priester-Theologen zu Kardinälen ernannt. Die purpurne Farbe ihres Gewandes symbolisiert ihre Bereitschaft, im Ernstfall ihr
Leben für Christus und die Kirche zu opfern. Alle Kardinäle, die am Tag vor
dem Tod oder Rücktritt eines Papstes das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wählen im Konklave den neuen Papst.
In Österreich gibt es einen Kardinal
(seit 21.2.1998). Er ist der
Erzbischof von Wien: Christoph
Kardinal Schönborn.
Erzbischof
Er ist Bischof einer Erzdiözese. Einige Diözesen zusammen bilden jeweils
eine Kirchenprovinz, dessen Oberhaupt der Erzbischof ist. Zu unserer
Kirchenprovinz gehören die Diözesen Wien, St. Pölten, Linz und Eisenstadt.
Die anderen österreichischen Diözesen gehören zur Kirchenprovinz Salzburg.
Erzbischof wird man nicht durch einen besonderen Rechtsakt oder eine spezielle Weihe – der Erzbischof ist einfach der Bischof einer Erzdiözese. Einen
Erzbischof erkennt man am Pallium, das ihm vom Papst verliehen wird –
jener Schal aus Wolle, der die Sorge des Hirten um seine Schafe zum
Ausdruck bringen soll.
Österreich hat also zwei Erzbischöfe:
den Erzbischof von Wien (Christoph
Kardinal Schönborn, seit 14.9.1995
– Pallium bekam er am 29.6.1996
überreicht) und den Erzbischof von
Salzburg (Alois Kothgasser, seit
2003)
Weihbischof/
Ein Bischof, der keine eigene Diözese leitet, sondern einem
Diözesanbischof zugeordnet ist und ihn unter anderem bei
Weihehandlungen in der Diözese vertritt, wird Weihbischof genannt. Er ist
dem Diözesanbischof zur Unterstützung – oft für spezielle Aufgaben – beigegeben. Daher auch die Bezeichnung Auxiliarbischof (lateinisch "auxiliare" =
helfen).
Kirchenrechtlich ist die korrekte Bezeichnung für einen Weihbischof
"Titular- und Auxiliarbischof".
Titularbischof heißt er, weil er "dem Titel nach" mit der Verantwortung für
eine Diözese betraut ist, die es zwar historisch real gegeben hat, die aber als
solche nicht mehr besteht. So soll die Kontinuität der Kirche durch die Zeiten
hindurch zum Ausdruck kommen. Warum gibt es heute Diözesen nicht mehr,
die es früher gegeben hat? Weil aufgrund politischer, wirtschaftlicher oder klimatischer Änderungen Menschen aus diesen Gebieten weggezogen sind
oder auch, weil eine andere Religion in dieser Gegend mit Gewalt verbreitet
wurde, sodass dort keine Christen mehr leben konnten.
In der
Erzdiözese Wien:
Franz Scharl
(Bischofsweihe
23.4.2006) und
Stephan
Turnovsky
(Bischofsweihe
12.5.2008). *
Weihbischof Franz Scharl am
Anrede:
Tag der Bischofsweihe mit
Exzellenz; Herr
dem neuen „Hirtenstab“
Weihbischof
Kardinal
Titularund
Auxiliarbischof
Die bischöfliche Farbe ist violett.
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MiniFundus
Anrede: Heiliger Vater
Anrede: Eminenz; Herr Kardinal
© rupprecht@kathbild.at
Papst
Franz Scharl ist Titularbischof von
Gerafi in Nordafrika.
Stephan Turnovszky ist Titularbischof
von Ancusa, einem Bischofssitz aus
dem ersten Jahrtausend im heutigen
Tunesien.
April 2010
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Bischofsvikar
Der Diözesanbischof kann Priester mit seiner Stellvertretung beauftragen.
Wenn ihre Beauftragung einen speziellen Bereich umfasst, nennt man sie
Bischofsvikare.
Die ED Wien ist in drei Vikariate
geteilt (Stadt, Nord, Süd). Jedes
Vikariat hat einen Bischofsvikar.
Weihbischof Scharl ist außerdem
Bischofsvikar für die Kategoriale
Seelsorge und die fremdsprachigen
Gemeinden. Weihbischof Turnovszky
ist als Bischofsvikar die Sorge um die
Priester anvertraut. Pater Zacherl ist
Bischofsvikar für die Orden.
Generalvikar
Der Vikar, der den Bischof nicht nur in bestimmten Bereichen, sondern in
allen Gebieten der Leitung und Verwaltung vertreten kann und daher auch
viele Dinge gemeinsam mit ihm entscheidet, heißt Generalvikar.
Unser Generalvikar heißt Franz
Schuster (seit 1999).
*Helmut Krätzl ist auch Weihbischof für die ED Wien – allerdings ist er inzwischen im wohl verdienten Ruhestand. ❏
Gruppenstunde
Wenn der Bischof kommt
Manchmal kommt ein Bischof in die Pfarre, zur Firmung, zu
einem Jubiläum oder einem anderen großen Fest, zur Visitation. Oft
hängen in der Sakristei auch Bilder vom Papst und vom
Diözesanbischof.
Der Besuch eines Bischofs ist eine gute Gelegenheit, mit den
M&Ms etwas Licht ins Bezeichnungsdunkel zu bringen.
Die verschiedenen Gewänder und Insignien sind ein guter Ansatzpunkt, um darüber ins Gespräch zu kommen. Such dir einfach
im Internet Fotos der Personen, die du ins Gespräch bringen willst.
Schaut euch die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten an.
Du kannst die jeweiligen Namen und "Dienstbezeichungen" auf
extra Kärtchen schreiben, die ihr im Gespräch den Bildern zuordnet. Legt die Personen nach der hierarchischen Struktur auf, sodass
die M&Ms einen Überblick bekommen.
Mach dir keine Sorgen, dass deine M&Ms dem Bischof gegenüber bei der Begegnung in der Sakristei etwas falsch machen.
Bischöfe sind auch "nur" Menschen. Im Normalfall freuen sie sich,
dass M&Ms da sind und sind dankbar dafür, wenn sich jemand (so
wie du das tust) um die M&Ms einer Pfarre bemüht. ❏
… trägt der Bischof seinen Stab
mit der Krümme nach vorne?
Das Amt des Bischofs ist ein Dienst.
Ein Dienst am Volk Gottes, an uns. Der
Bischof hält den Stab so, dass die
Krümme oder Schnecke sich nach vorne
– also zu den Menschen hin – neigt.
Wem von Gott ein Dienst anvertraut ist,
der ist nicht größer als andere Menschen.
Er soll vor Gott klein bleiben und den
Menschen zugeneigt sein. Nur so kann
Gottes Geist wirklich durch ihn wirken!
… hält man als Ministrant/in den
Stab genau umgekehrt?
Das hat einen ganz praktischen Grund:
Damit der Bischof den Stab richtig in der
Hand hält, wenn er danach greift!
… trägt der Bischof überhaupt
einen Stab?
Der Stab des Bischofs hat drei
Bedeutungen:
April 2010
• Aufgabe des Bischofs ist es, Gottes
Herde zu sammeln und zu führen. Das
zeigt die Krümme am oberen Ende des
Stabes an. Wer Schafe oder Rinder weidet,
nimmt gerne einen Stecken zu Hilfe, um
sie auf den richtigen Weg zu leiten. Das
gekrümmte Ende garantiert, dass man
kein Tier dabei verletzt.
• Aufgabe des Bischofs ist es, seine Herde
zu schützen. Deshalb hat jeder
Bischofsstab – zumindest angedeutet –
am unteren Ende eine Spitze.
• Last but not least: Auf seinen Stab
kann der Bischof sich stützen. Im
Psalm 23 heißt es: "Der Herr ist mein
Hirte, nichts wird mir fehlen. […] Muss
ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil; denn du bist
bei mir, dein Stock und dein Stab
geben mir Zuversicht." Ein Bischof, der
sich auf Christus stützt, wird zum
guten Hirten und zur Stütze für seine
Diözese.
… trägt in Rom nur der Papst
einen Stab?
Wenn ein Bischof in Rom einer
liturgischen Feier vorsteht, verzichtet
er auf den Stab. In Rom trägt nur der
Papst, also der Bischof von Rom,
einen Stab. Alle anderen verzichten
darauf als Zeichen, dass der Papst der
"höchste" Hirte ist. ❏
MiniFundus
M & M -Ti p p
Warum...
7
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Und die Kirche wählt doch!
Gewählt wird in der Kirche aber doch auch, z.B.
• Alle fünf Jahre wählt jede Pfarrgemeinde den
Pfarrgemeinderat. Der PGR unterstützt den Pfarrer bei der
Leitung der Pfarrgemeinde. Er berät den Pfarrer in Fragen der
Seelsorge und des Pastoralkonzeptes. In Fragen der
Finanzverwaltung einer Pfarre berät der PGR den Pfarrer nicht
nur, sondern entscheidet mit ihm.
• Alle fünf Jahre wird von den Priestern, Diakonen,
Pastoralassistenten und den stellvertretenden PGRVorsitzenden ein Priester zum Dechant gewählt.
• Gewählt wird auch der Papst. Theoretisch kann jeder
männliche Katholik Papst werden – praktisch wählen die
Kardinäle aber einen aus ihrer Mitte zum nächsten Papst.
Dabei geht es aber etwas anders zu als z.B. bei einer
Bundespräsidentenwahl. Es gibt keine nominierten Kandidaten
und keine Wahlwerbung. Die Bischöfe vertrauen auf das
Wirken des Heiligen Geistes und darauf, dass Gott weiß, wer
die Verantwortung des Amtes als Papst tragen kann und soll.
Durch Gebet und die Abgeschiedenheit von der Öffentlichkeit
während des ganzen Prozesses versuchen die Kardinäle, das
herauszufinden. ❏
Wissen
Konklave - Papstwahl
M & M -Ti p p
In einem Konklave wählen die dazu
berechtigten Kardinäle der römisch-katho-
lischen Kirche den Papst und den Bischof
von Rom. Nähere Informationen zu dieser
"Wahl" findest du auf unserer Homepage
www.minifundus.net in der Materialdatenbank. Gib als Schlagwort einfach Konklave
oder Papstwahl ein. ❏
Herr Pfarrer, sind sie eigentlich auch Priester?
Die verschiedenen Bezeichnungen
können nicht nur bei Bischöfen sondern auch bei Priestern verwirrend
sein. Deshalb auch ein Überblick darüber.
• Pfarrer: Priester, dem vom
Bischof die Leitung einer Pfarrgemeinde mit allen Rechten und
Pflichten übertragen wurde.
• Kaplan: Priester, der einem
Pfarrer als Hilfe zur Seite gestellt wird.
Die ersten Jahre nach der Priesterweihe ist man normaler Weise Kaplan.
In dieser Zeit soll man alles lernen was
nötig ist, um eine Pfarre eigenverantwortlich zu leiten.
• Dechant: Ca. 10 bis 20 Pfarren bilden
gemeinsam jeweils ein Dekanat. Aus den
Pfarrern dieses Dekanats wird von den
Priestern, Diakonen, Pastoralassistent/innen
und den stellvertretenden PGR-Vorsitzenden ein Priester gewählt, der für fünf Jahre
der "Vorgesetzte" der anderen ist. Über ihn
läuft einerseits die Kommunikation vom
Bischof zu den Pfarren, andererseits aber
auch in die umgekehrte Richtung.
• Pater: Angehöriger eines Ordens,
der Priester ist. Er kann Pfarrer sein oder
auch nicht.
• Monsignore: päpstlicher Ehrentitel,
der prinzipiell jedem verdienten Priester
(in Sonderfällen auch jedem verdienten
katholischen Mann) verliehen werden
kann. In Italien Anrede für den Bischof.
• Generalvikar: Stellvertreter des
Bischofs in einer Diözese, er wird vom
Bischof frei ernannt und kann von ihm
auch wieder abgesetzt werden. Er muss
Priester sein. ❏
Gruppenstunde
Auf den Rund-um-Blick kommt es an!
Wenn man Entscheidungen anderer
Menschen nicht versteht, so urteilt man
leider oft schnell über sie.
Das kennen wir auf allen Ebenen:
• Da ist eine Gegnerin des Zölibats, die
nicht versteht, warum der Papst diese
Lebensform für Priester immer noch nicht
aufgehoben hat. Sie ist dagegen – und hat
in dieser Einstellung keinen Blick für die
positiven Seiten dieser Lebensform.
8
MiniFundus
• Da ist ein Ministrantengruppenleiter,
der sich darüber ärgert, dass der Pfarrgemeinderat den Minis nicht erlauben will,
die Wände im Pfarrsaal mit Plakaten zu
schmücken. Er ist sich sicher, dass diese
Entscheidung gegen die Kinder und
Jugendlichen gerichtet ist und weiß nicht,
dass die Senioren sich ebenfalls angeboten haben, für einen Raumschmuck zu
sorgen. Die Entscheidung, diese Aufgabe
keiner der beiden Gruppen zu überlassen
ist weder gegen die einen noch gegen die
anderen gerichtet, sondern soll dazu beitragen, dass dieser Raum, der für alle da
ist, keine altersspezifische Prägung bekommt und sich alle wohlfühlen können.
• Da ist deine Schwester, die EnglischVokabel am liebsten laut lernt und dir damit
immer wieder auf die Nerven geht. Du
lernst lieber leise und kannst dir nicht vorstellen, dass für deine Schwester eine andere Methode besser ist als deine eigene.
April 2010
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Setzt euch rund um einen Tisch. Du
stellst einen alltäglichen Gegenstand in
die Mitte, der von verschiedenen Seiten
verschieden ausschaut. Dieses Ding soll
im Folgenden so stehen bleiben und nicht
bewegt werden. Es kann z.B. eine Flasche
sein – normaler Weise stehen auf der
Vorder- und der Rückseite verschiedene
Dinge am Etikett. Das kann z.B. eine CD
sein, die du so hältst, dass ein Teil der
M&Ms den Aufdruck nicht sieht. Schau
dich einfach aufmerksam in deiner
Umgebung um.
Ihr schaut den Gegenstand an und
jede/r sagt einen Satz, der ein Detail von
dem, was er/sie sieht, beschreibt.
Es geht also darum, nicht nur zu sagen:
"Ich sehe eine Flasche." sondern zu
sagen: "Ich sehe eine Flasche aus grünem
Glas." "Auf der Flasche klebt ein Etikett in
den Farben weiß, rot und blau." "Die
Flasche ist mit einem grauen Drehverschluss zugemacht." "Die Flasche ist halb
leer. Die Hälfte fehlt schon." "Man könnte
aber auch sagen, die Flasche ist halb voll
und die Hälfte ist noch drin." "Ich kann am
Etikett folgendes lesen: ..."
Während die Beschreibungen über das
Äußere der Flasche ähnlich sein werden,
wird die Wahrnehmung bei dem, was am
Etikett steht, verschieden sein. Je nach-
dem von welcher Seite man die Flasche
anschaut, kann man etwas anderes lesen.
Nicht jede/r wird aufgrund dessen, was er
sieht, sagen können, was in der Flasche
drin ist. Vielleicht weiß er es, weil ihm die
Firma bekannt ist. Aber sehen kann jede/r
nur eine Seite und – wenn er/sie sich
nicht bewegt – niemals das Ganze!
Das ist eine Tatsache, die wir auch im
Umgang mit anderen Menschen bedenken sollten: Wir sehen niemals das Ganze
einer Sache.
Wenn wir jemanden nicht verstehen,
so heißt das nicht, dass dieser Mensch
blöd ist, dass er lügt oder dass er falsche
Entscheidungen getroffen hat. Es ist gut,
wenn wir uns vor Augen halten, dass wir
nur einen Teil, einen kleinen Ausschnitt
seiner Wirklichkeit sehen. Wir wissen oft
die Hintergründe nicht, erkennen die
Motivation anderer Menschen nur bruchstückhaft. Und manchmal schaut ein und
die selbe Sache von verschiedenen
Standpunkten betrachtet sehr verschieden
aus!
Das gilt immer wieder auch für
Entscheidungen, die Eltern und Lehrer
aber auch der Pfarrer, der Bischof oder der
Papst treffen. Es ist nicht einfach, wenn
diese Entscheidungen gegen unsere
Meinung stehen und wir uns unterordnen
sollen. Natürlich ist es wichtig, zu hinterdenken und zu hinterfragen und die
Verantwortung für das eigene Tun und
Lassen nicht an andere abzuschieben.
Andererseits aber verbaut man sich
durch Voreingenommenheit und die fixe
Meinung, dass man ganz sicher selber
recht hat, auch den offenen Zugang zu
anderen Überzeugungen und zu einer
größeren Sichtweise.
Die Welt unserer Nächsten zu entdecken ist spannend und bereichernd!
Wer sich darum bemüht, wird nicht mehr
so schnell über andere urteilen sondern
ihr Ringen um einen guten Weg sehen.
Es zahlt sich aus, die Dinge auch mit
den Augen der Nächsten zu betrachten!
(Dazu gibt es im MiniFundus 3/2003
eine Gruppenstunde. Du kannst das Heft
auf www.minifundus.net als PDF-Datei
downloaden oder in der Materialdatenbank unter dem Stichwort "Blickwinkel"
suchen!)
Entfaltet diese Gedanken miteinander.
Es macht gar nichts, wenn es dabei recht
"philosophisch" in deiner Gruppe zugeht.
Kinder denken in der richtigen Situation
gerne über solche Fragen nach. Zum
Abschluss (oder ev. auch gleich am
Anfang) kannst du die Geschichte "Zwei
Freunde" (S. 10) vorlesen.. ❏
Generell gilt: Der Bischof trägt seine Insignien in der Liturgie als
Zeichen seines Amtes als Nachfolger der Apostel, als Hirte und
Lehrer. Deshalb gelten folgende Grundregeln:
• Er trägt daher die Mitra, wenn er sitzt – das ist die biblische
Haltung des Lehrers.
• Er trägt Mitra und Stab bei allen Prozessionen und größeren
Ortswechseln (z.B. Gang in die Taufkapelle).
• Er trägt Mitra und Stab aber niemals, wenn er mit allen anderen
betet, wenn er das Gebet aller leitet bzw. es stellvertretend für die
Gemeinde spricht.
• Er trägt die Mitra niemals, wenn eine Stelle aus den Evangelien
gelesen, gebetet oder gesungen wird, wenn das Allheiligste außerhalb des Tabernakels ist, also wenn es z.B. nach der Kommunion
noch am Altar steht oder zur Anbetung in der Monstranz ausgesetzt ist.
Trägt der Bischof bei einer Prozession etwas in einer Hand für
längere Zeit (z.B. eine Kerze, einen Palmzweig) dann hält er nicht
April 2010
M & M -Ti p p
Stab und Mitra – wann trägt sie wer?
den Stab in der anderen Hand. In diesem Fall trägt der
Pastoralist den Stab vor dem Bischof her – er trägt den Stab
statt dem Bischof und deshalb so, dass die Krümme nach
vorne zeigt.
Auch ein Abt oder Propst kann Mitra und Stab tragen, da
er für seine Klostergemeinschaft eine ähnliche Aufgabe hat,
wie der Bischof. Er wird dann in der Liturgie genauso behandelt wie ein Bischof. ❏
MiniFundus
9
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Geschichte: Zwei Freunde
Ein afrikanisches Märchen, nacherzählt von Käthe Recheis
In einem Dorf in Afrika lebten zwei Jungen, die von klein auf
Freunde waren. Die Hütten ihrer Familien standen einander
gegenüber, zu beiden Seiten eines Weges. Dieser Weg trennte
auch die Felder der Familien.
Die zwei Jungen waren immer beieinander, auch wenn sie
ihren Eltern auf den Feldern halfen. Wenn der eine Junge die Erde
auf dem einen Feld harkte, dann harkte der andere Junge die
Erde auf dem anderen Feld. So gute Freunde waren die beiden,
dass sie noch nie miteinander gestritten hatten.
Ein Mann im Nachbardorf hörte davon und sagte zu sich: "Ich
will doch sehen, ob ich die zwei nicht zum Streiten bringe!"
Er nähte sich einen Rock, die eine Hälfte aus grellblauem Stoff,
die andere Hälfte aus grellrotem Stoff. Dann wanderte der Mann
in das Dorf, in dem die Jungen wohnten, und ging den Weg entlang, der die Felder teilte.
Die Jungen harkten, der eine auf der einen Seite des Weges,
der andere auf der anderen Seite. Sie sahen den Mann vorüberschlendern, hörten zu arbeiten auf, stützten sich auf ihre Harken
und schauten ihm nach.
"Hast du das gesehen?" fragte der eine Junge. "Wie kann man
nur so einen Rock anhaben!"
"Ja", antwortete der andere. "So einen blauen Rock würde ich
nie anziehen!"
"Blau? Hast du blau gesagt? Der Rock ist rot – grellrot!"
"Rot? Hast du keine Augen im Kopf? Der Rock ist blau! Grellblau!"
"Wie kannst du blau sagen, wenn die Farbe rot ist? Du bist ein
Dummkopf!"
"Was? Einen Dummkopf nennst du mich – deinen besten
Freund? Und nur, weil du blau nicht von rot unterscheiden kannst?"
"Kann ich das nicht?"
"Ja, Dummkopf, das kannst du nicht!"
"Ich werde dir zeigen, wer dumm ist. Warte nur!"
Der eine Junge warf die Harke weg, auch der andere Junge
warf die Harke weg, dann fielen sie übereinander her.
Nach einer Stunde kam der Mann im rotblauen Rock wieder
vorüber geschlendert und ging an den zwei Hütten vorbei. Vor der
einen Hütte saß der eine Junge, er hatte das Aug verschwollen,
stützte das Kinn aufs Knie und starrte vor sich hin. Vor der zweiten Hütte saß der andere Junge, er hatte die Wange zerkratzt,
stützte das Kinn aufs Knie und starrte vor sich hin.
"Nun, ist mein Rock blau oder rot?" sagte der Mann im
Vorübergehen. Da merkten die beiden Jungen, was los war.
"Der hat uns schön angeführt!" sagte der eine Junge nach
einer Weile.
"Ja! Dumm waren wir alle beide", sagte der andere Junge.
"Sind wir wieder Freunde?"
"Wir sind wieder Freunde."
Sie nahmen ihre Harken und arbeiteten weiter, zuerst auf dem
einen Feld, dann auf dem anderen. Und abends gingen sie
gemeinsam heim. ❏
Spiel
50 Fragen-Spiel
Alter: ab 8 Jahre (je nach der Schwierigkeit der Fragen)
Anzahl: 6-30 Spieler/innen
Ort: ein übersichtliches Gelände im Freien (ca. 25x25m),
ist aber auch im Haus spielbar
Material: 1 Würfel, 1 Seil oder eine andere Möglichkeit,
um einen "Startkreis" zu markieren, 50 vorbereitete
Fragen (beschriftet mit einer Frage und einer Nummer)
Im Team sollen möglichst schnell einige Fragen gefunden und
beantwortet werden. Eine gute Möglichkeit, Inhalte, die deine
M&Ms wissen sollten, so zu wiederholen und zu vertiefen.
In einem gut abgegrenzten Gebiet
werden 50 Fragekarten verteilt. An
einem zentralen Punkt des Spielfeldes
wird mit einem Seil oder anderem
Material ein "Startkreis" markiert.
Jeweils 2 – 4 Spieler/innen bilden
ein Team.
Jedes Team würfelt zu Beginn eine
"Startzahl". Diese Zahl ist die Nummer
10
MiniFundus
der ersten Fragekarte, die das Team
im Gelände suchen muss. Auf ein
Zeichen laufen alle gleichzeitig los.
Team 1 sucht z.B. die Zahl "5".
Wenn es die Karte gefunden hat,
lässt es diese dort liegen, überlegt
möglichst schnell eine Antwort und
läuft wieder zum Spielleiter zurück.
Dort stellen sich alle Spieler/innen von Team 1 in den
"Startkreis" hinein und beantworten die Frage. Danach wird wieder gewürfelt. War die Antwort richtig, so wird die neue Würfelzahl
zur ersten Zahl dazu gezählt. War die Antwort falsch, so wird die
neue Würfelzahl abgezogen.
Das Ergebnis ist die Nummer der Nächsten Fragekarte, die
Team 1 finden und beantworten muss.
Ein Beispiel: Die "Startzahl" von Team 1 war "5". Die zweite
gewürfelte Zahl ist "2". Richtige Antwort: 5+2=7. Die Frage 7
muss gesucht und beantwortet werden. Falsche Antwort: 5-2=3.
Frage 3 ist als nächste zu beantworten.
Ergibt sich beim Abziehen eine negative Zahl (z.B. 2-5=3), dann
beginnt das Team wieder von vorn und würfelt eine neue Startzahl.
Gewonnen hat das Team, das als erstes genau die Fragekarte
50 erreicht und beantwortet hat. ❏
April 2010
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Spiel
Pfeiferlspiel
Alter: ab 9 Jahren
Anzahl: 8 – 24 Spieler/innen
Ort: ein weitläufiges, unübersichtliches Gelände
Material: 5 Sportpfeifen, Papier, Stifte, pro Team eine
Armbanduhr bzw. Uhr am Handy.
Das Gelände gut abgrenzen und die Spieler/innen auf gefährliche Stellen hinweisen (z.B. Bach, Blumenbeet o.ä.)
Fünf Spieler/innen mit einer Sportpfeife haben 10 Minuten
Zeit, sich im Gelände ein gutes Versteck zu suchen, das sie bis
zum Ende des Spiels nicht mehr verlassen dürfen. In Abständen
von 30 Sekunden machen sie sich mit einem gut hörbaren Pfiff
bemerkbar.
Es bilden sich Teams mit 3-4 Spieler/innen, bei wenig
Spieler/innen kann aber auch jeder für sich spielen.
Jedes Team bekommt Papier und Schreibzeug und hat mindestens eine Uhr.
Alle starten gemeinsam. Aufgabe der Teams ist es, möglichst
schnell alle fünf versteckten Spieler/innen zu finden und sich als
Bestätigung eine Unterschrift von ihnen geben zu lassen.
Allerdings sollten sie dabei die Verstecke den anderen Teams nicht
verraten.
Das Spiel endet spätestens zu einem vorher genau vereinbarten Zeitpunkt, an dem alle Teams wieder zum gemeinsamen
Treffpunkt kommen.
Varianten:
"Nachtgeländespiel A": An Stelle von Sportpeifen werden
Taschenlampen verwendet, mit denen die versteckten
Spieler/innen alle 30 Sekunden ein Blinksignal abgeben. Jedes
Team hat zur Orientierung beim Suchen zusätzlich auch eine
Taschenlampe mit.
"Nachtgeländespiel B": Fünf Spieler/innen verstecken sich mit
Sportpfeife und geben alle 60 Sekunden 2-3 kurze Pfiffe ab. Sie
können diesmal ihren Standort beliebig oft wechseln. Alle anderen Spieler/innen machen sich einzeln mit Taschenlampen auf die
Suche. Gelingt es einen "Pfeifer" anzuleuchten und seinen
Namen zu nennen, muss dieser seine Pfeife einstecken und mithelfen, die anderen Pfeifer zu finden. ❏
2. Minitag: Dienstag nach Pfingsten, 14. Juni 2011
Es ist so weit – endlich können wir euch den nächsten Minitag
ankündigen.
Für alle, die beim 1. Minitag noch nicht dabei waren oder mit
diesem Begriff nichts anfangen können:
Wir veranstalten ein großes Ministrantenfest (natürlich auch
für Ministrantinnen).
Wir wollen damit den M&Ms unserer Diözese damit DANKE
sagen für ihren Dienst und ihnen zeigen, wie viele andere Kinder,
Jugendliche und Erwachsene es gibt, die sich als Ministrant/innen
engagieren.
Als Ort steht uns das Kollegium Kalksburg, ein großes
Schulzentrum der Jesuiten, zur Verfügung. Wir dürfen dort die
Turnsääle, Klassenzimmer, WC-Anlagen etc. benutzen, was uns
besonders hilft, wenn schlechtes Wetter sein sollte. Zum Gelände
gehören aber auch große Wiesen und ein schöner Wald. Die
Einzäunung rund ums Schulgelände gewährleistet, dass kein Kind
verloren geht und auch Straßenverkehr keine Gefahr ist – also
einfach ideal!
Wir beginnen voraussichtlich um 10.00 Uhr mit einer Hl.
Messe, der Kardinal Schönborn vorstehen wird.
Anschließend gibt es ein buntes Programm an Workshops verschiedenster Art: sportlich oder kreativ, spielerisch oder musikalisch – bei über 80 Workshops ist sicher für jede und jeden etwas
dabei!
Außerdem planen wir eine Art Rätselralley über das Gelände.
April 2010
So eine große Veranstaltung braucht ein gutes
Vorbereitungsteam – das haben wir.
So eine große Veranstaltung braucht aber auch Leute, die die
Idee weiter erzählen und andere dazu einladen. Darum bitten wir
alle, auch dich.
Und – last but not least – braucht so eine große Veranstaltung
auch vor Ort jede Menge Mitarbeiter/innen: ca. 400 helfende
Hände, also 200 Mitarbeiter/innen werden wir brauchen!
Mitarbeiter zu stellen ist natürlich keine Voraussetzung, um am
Minitag teilnehmen zu können. Falls z.B. ältere oder auch ehemalige Ministrant/innen mitkommen und mithelfen können, sind wir
dafür aber sehr dankbar. Wir finden sicher für jeden eine passende Aufgabe: Stationen betreuen, Ordnerdienste, Essen austeilen
etc.
Wir freuen uns jetzt schon riesig auf den Dienstag nach
Pfingsten!
Auf unserer Homepage www.minitag.at halten wir dich auf
dem Laufenden. ❏
MiniFundus
11
Eminenz, Exzellenz – oder was jetzt?
Jungschar-Grundkurs
minInformat!on 2010
Eine gute pädagogische Grundausbildung ist für
Gruppenleiter/innen wichtig. Die Jungschar bietet
dazu für Ministrant/innen- und Jungschar-Gruppenleiter/innen auch heuer vier Termine an:
Fr, 16.4. (ab 18.00 Uhr) – Sa, 17.4.2010 (bis ca. 10.00 Uhr)
Mini(d)ra(h)t – Treffpunkt für GLs, die mehr wollen
Zielgruppe: alle, die an mehr als einem
Weiterbildungswochenende teilgenommen haben
Ort: KJUBIZ, Großstelzendorf
Kostenbeitrag € 10,- (Übernachtung, Verpflegung & Programm)
Grundkurs
Grundkurs
Grundkurs
Grundkurs
1:
2:
3:
4:
24.-30. Juli 2010
7.-14. August 2010
14.-20. August 2010
21.-27. August 2010
Ort: Burg Wildegg, 2397 Sittendorf
Kosten: 150,- Euro. Die Kosten sollten (laut Diözesangesetz) von deiner Pfarre übernommen werden!
Sa, 17.4. (14.30 Uhr) – So, 18.4.2010 (16.00 Uhr)
Weiterbildung für M-GLs – Themenschwerpunkt II
"Katholisch und gut drauf!"
Ort: KJUBIZ, Großstelzendorf
Kostenbeitrag € 30,- (Übernachtung, Verpflegung & Programm)
Anmeldung zu Mini(d)ra(h)t und Weiterbildung bitte bis
14. April 2010.
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A-3420 KRITZENDORF
Durchstichstraße 2
Die Kosten für die Weiterbildung ihrer Gruppenleiter/innen soll
laut Diözesangesetz die Pfarre bezahlen!
Wir können dich für Mini(d)ra(h)t bzw.
Weiterbildungswochenende gern von der Schnellbahnstation
Göllersdorf abholen. Bitte sag uns bei der Anmeldung
Bescheid.
Tel. 02243 / 21 783-0
Fax Durchwahl 19
e-mail: franz.mueller@textil-mueller.at
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Sa 9 – 17 Uhr
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Und dies zu äußerst kleinen Preisen!
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nur € 5,- bis € 6,-/lfm
IMPRESSUM MINIFUNDUS:
Zeitschrift für Ministrantengruppenleiter/innen, April 2/2010,
DVR-Nr. 0029874(101), Medieninhaber: Erzdiözese Wien
Herausgeber: Ministrantenpastoral der ED Wien; Mag. Philipp Seher,
MMag. Judith Werner
2163 Ottenthal 119, Tel 02554/ 886 32 52, e-mail: ministranten@edw.or.at
Layout & Illustration: Anita Vonstadl, at-design@gmx.at
Druck:
Österreichische Post AG – Info.Mail Entgelt bezahlt
12
MiniFundus
Aktuelle Infos zur internat. Ministrantenwallfahrt nach
Rom von 1.-8.8.2010
auf www.minifundus.net/rom2010 Hier kannst du die
Romwallfahrt mitverfolgen, auch wenn du nicht dabei sein
kannst. Wir stellen täglich neue Berichte und Fotos online!
"VOLL LEBEN!" Jugendwallfahrt nach Mariazell von 13. –
15. August 2010
Dort sind natürlich auch Minis gerne gesehen und werden
während der Gottesdienste auch gebraucht.
Wir freuen uns, wenn du uns deine Teilnahme bekannt gibt,
damit wir wissen, mit wie vielen Minis aus unserer Diözese
dort gerechnet werden kann.
Nähere Infos auf http://www.jugendwallfahrt.at/
Weitere Termine und Infos auf www.minifundus.net
Zum Vorplanen:
- So, 26. Sept.: Rom-Nachtreffen in Heiligenkreuz
- Fr, 22. – Sa, 23. Okt.: Mini(d)ra(h)t
- Sa, 23. – So, 24. Okt.: Weiterbildung für M-GLs,
Themenschwerpunkt III (Zwischen Anspannung und
Entspannung)
- Sa, 13. Nov.: Ministrantenwallfahrt nach Klosterneuburg
- Di, 14. Juni 2011: Minitag im Kollegium Kalksburg –
www.minitag.at
April 2010
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Seele and Geist
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