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Joy Keiser, Nachhaltigkeit Was wäre, wenn wir - SSG-Oberhausen

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Joy Keiser, Nachhaltigkeit
Was wäre, wenn wir jetzt gerade schon mit ernsten Konsequenzen nicht
nachhaltigen Handelns leben müssten?
Wir würden definitiv den Menschen in der Vergangenheit die Schuld daran
geben. Das Problem ist nur, dass früher den Menschen viel öfter nicht klar war,
was ihr Handeln für Folgen nach sich ziehen kann. Man wusste nicht, dass
CO2-Ausstoß von Autos oder Kohlekraftwerken der Ozonschicht schadet. Es
war vielen nicht klar, wie gefährlich Atomenergie sein kann.
Heute ist das allerdings anders.
Heute wissen wir, dass das, was wir tun, der Umwelt langfristig schadet.
Wir wissen über den Klimawandel und über die Gefahren von Atomenergie
Bescheid, und dass Plastikmüll in den Ozeanen diesem selbst und seinen
Bewohnern schadet. Wir wissen, dass Abholzung von Wäldern uns und der
Umwelt viel mehr schaden wird, als es uns nützt.
Wir wissen, dass wir weniger mit dem Auto fahren sollten. Wir wissen, dass
Mülltrennen wichtig ist. Wir wissen, dass wir Papier sparen müssen. Wir wissen,
dass wir erneuerbare Energien nutzen können.
Und all das wissen nicht nur einzelne Menschen, sondern jedem von uns sind
diese Dinge klar. Trotzdem passiert kaum etwas.
Wir geben die Schuld den anderen, suchen uns Ausreden und rechtfertigen
unser Verhalten.
Dafür hab ich keine Zeit.
Das ist zu teuer.
Andere machen das nicht, also muss ich das auch nicht.
Andere machen das, also darf ich das auch.
Andere werfen ihren Müll einfach auf die Straße, also darf ich das auch.
Andere lassen über Nacht alle Stand-By-Leuchten von ihren Fernsehern an,
also kann ich das auch.
Andere sparen kein Wasser, also muss ich das auch nicht.
Wir wollen unser Handeln (oder eben Nicht-Handeln) so oft mit dem Verhalten
anderer Menschen rechtfertigen. Aber nur weil andere Dinge tun oder nicht
tun, heißt das nicht, dass wir das genauso machen müssen. Und schon lange
nicht, dass diese Dinge auch in Ordnung sind. Sonst könnten wir ja auch
sagen: „Jemand anderes hat ein Auto geklaut, also darf ich das auch.“
Andere haben Feuer gelegt, also darf ich das auch.
Andere haben Leute umgebracht, also darf ich das auch.
Solche Rechtfertigungen werden von niemandem akzeptiert, warum sollten
sie dann bei nicht nachhaltigem Handeln gelten?
Das Problem ist, dass wir keine Konsequenzen spüren.
Kaum einer nimmt Nachhaltigkeit, den Klimawandel und Umweltschutz ernst,
weil uns diese Dinge persönlich jetzt gerade nicht berühren.
Wir wissen, dass die Polarkappen schmelzen, wir wissen, dass die Ozonschicht
beschädigt ist, wir wissen, dass die Meere verdreckt sind, aber betrifft uns das
direkt? Nein. Noch nicht.
Uns ist auch klar, dass das irgendwann der Fall sein wird, dass die Folgen für
uns alle jetzt noch nicht da sind, aber irgendwann kommen werden. Aber die
meisten Menschen, die in der jetzigen Gegenwart leben, werden davon in
ihrem Leben wohl nichts mehr mitbekommen.
Für die meisten sind das Probleme der zukünftigen Menschen und nicht
unsere. Die meisten sind damit einverstanden, Menschen in der Zukunft
Probleme lösen zu lassen, die durch uns entstanden sind.
Denn sie werden durch uns entstehen. Dadurch, dass wir alle, jeder einzelne
von uns zum jetzigen Zeitpunkt, nicht dazu bereit ist, einige Kleinigkeiten in
seinem Leben zu verändern, um unserem Planeten zu helfen.
Keiner erwartet eine komplette Umstellung von Jetzt auf Gleich. Es reicht, klein
anzufangen, sich Schritt für Schritt zu verbessern, solange wir es tun, anfangen,
irgendetwas tun, und zwar jetzt und unabhängig davon, was die anderen
machen. Denn es ist eigentlich nicht so schwer, wenn wir unsere Faulheit,
unseren Geiz und unsere Gleichgültigkeit für einen Moment abstellen und
einsehen, dass es Zeit ist, sich dem Klimawandel und der
Umweltverschmutzung entgegenzustellen, bevor es zu spät ist.
Wir haben dem Zustand der Erde jetzt und in jeder folgenden Sekunde bereits
geschadet, vielleicht sogar schon einen Teil des zukünftigen Lebens auf der
Erde auf dem Gewissen, ohne davon zu wissen.
Irgendwann wird eine zukünftige Generation uns die Schuld an ihrem Leid
geben. Die Schuld daran, dass ihre Erde zerstört ist, die Schuld daran, dass
das Leben für sie dort unmöglich wird.
Und wenn wir nicht jetzt anfangen zu handeln, werden sie das zu Recht
behaupten.
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