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Hermann-von-Hessen-Preis! Was für ein Klang! Was für eine Ehre

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Laudatio
zur Verleihung des Hermann-von-Hessen-Preises 2011
an den
Malteser Hilfsdienst e.V. in der Stadt Neuss
im Gartensaal des Clemens-Sels-Museums, Neuss,
Samstag, 09. April 2011
Hermann-von-Hessen-Preis! Was für ein Klang! Was für eine Ehre! Wer
diesen Preis – ob als Einzelperson oder als Institution – , heute zum 19. Mal
verliehen durch die Vereinigung der Heimatfreunde Neuss -, in Empfang
nehmen darf, kann zu Recht stolz darauf sein, in die Fußstapfen des großen
Verteidigers unserer Stadt treten zu dürfen.
Wer diese Stadt angreifen oder ihr Schaden zufügen will, ob in Vergangenheit oder Zukunft, sollte sich wappnen und auf höchste Verteidigungskünste einstellen. Das klingt pathetisch und der geneigte Zuhörer mag
meinen, sich kurz vor einem kriegsähnlichen Zustand in unserer stolzen
Heimatstadt Neuss zu befinden.
Weder das eine noch das andere kann bestätigt werden, aber wer als
geschichtsbewusster Neusser in die Vergangenheit blickt, weiß, dass der
Name Hermann von Hessen den Ruhm und die Widerstandskraft dieses
erfolgreichen Mannes in stetig neuem Glanz erstrahlen lässt. Bis in die
heutige Zeit ist die Faszination des berühmten Verteidigers gegenwärtig.
So müssen denn auch diejenigen, die sich um Stadt und Landschaft Neuss
verdient gemacht und eingesetzt haben, sich messen lassen dürfen an dem,
der durch geschicktes Taktieren, durch vorbildlichen Einsatz und mutiges
Handeln unsere Stadt vor Zugriff und Gefahr beschützt hat.
Wir leiten damit über zum heutigen Preisträger – dem Malteser Hilfsdienst
in der Stadt Neuss.
Zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die sich mit Begeisterung und
unter Einsatz des eigenen Lebens für ihren Glauben und ihre Mitmenschen
eingesetzt haben und in ihrer Glaubensüberzeugung die Kraft fanden,
schier unüberwindbare Hürden meistern zu können.
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- 2 Lenken Sie zunächst mit mir gemeinsam den Blick zurück in die
dramatischen Vorgänge des ausgehenden 11. Jahrhunderts und in die
Anfänge der Ritterorden:
Am 27.11.1095 ruft der damalige Papst Urban II. die abendländische
Christenheit zu einem kühnen Unternehmen auf. Fürsten, Ritter und alle
wehrfähigen Männer sollen sich auf den Weg ins ferne Palästina und in die
heilige Stadt Jerusalem begeben, um diese von ihren Bedrückern zu
befreien. Der damit verbundene Aufruf zum 1. Kreuzzug ruft einen wahren
Jubel in der Bevölkerung aus und damit das Zeitalter der Kreuzzüge, die bis
1291 dauern sollten.
Das Unternehmen „Kreuzzüge“ endete erfolglos und, wie es Régine
Pernoud beschreibt, in einem „katastrophalen Desaster“. Aber für das
Rittertum geschah etwas Ungewöhnliches. Aus dem einst mit dem
Schwert kämpfenden wilden Ritter entwickelte sich der helfende
christliche Ritter.
Drei große geistliche Orden wurden gegründet: die Johanniter ( 1099)
(später Malteser Orden genannt), die Templer (1119) und der Deutsche
Orden (1190).
In ihrem Gelübde verpflichteten sich die christlichen Ritter zum Kampf
gegen die Ungläubigen, aber auch zu Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam.
Der Kampf gegen die Ungläubigen beflügelte die Ordensritter des Hl.
Johannes, sich der Verteidigung des Christentums im Sinne eines
gesamteuropäischen Ideals zu stellen. Nach der Vertreibung aus Palästina
verlegten sie im 14. Jahrhundert ihren Hauptsitz nach Rhodos.
1522 wurden sie durch den Osmanen-Sultan Süleymann II. vertrieben Sie
mussten Rhodos verlassen und wurden heimatlos.
Der damalige deutsche Kaiser und spanische König Karl V. befürchtete zu
Recht Gefahr für das christliche Europa und bot den Johannitern im Jahre
1530 eine Insel im westlichen Mittelmeer an: Malta.
Auf Malta bürgerte sich die neue Bezeichnung Malteser Orden ein, ein bis in
die heutige Zeit in ungebrochener Kontinuität bestehender Ritterorden.
Nach dem Ende der Ordensherrschaft auf Malta im Jahre 1798 wurden die
einstigen militärischen Aufgaben zugunsten caritativer Tätigkeiten
aufgegeben.
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- 3 Bis heute weiß sich der Malteser Orden Tugenden verpflichtet, die vor über
900 Jahren entstanden und als gewachsene Ziele, Ideale und Lebensinhalte
nichts an Bedeutung verloren haben.
Aus dem ehemaligen Hospizdienst zur Versorgung von Pilgern in Jerusalem
im 11. Jahrhundert, geweiht dem Hl. Johannes d. Täufer, entwickelten sich
vor allem die Tugenden, die das täglich gelebte Miteinander zu einer
unabdingbaren Grundlage der christlichen Nächstenliebe manifestieren:
Respekt und Gehorsam, Verteidigung der Wehrlosen und Schwachen,
Freigiebigkeit gegenüber Armen, Unterstützung von Menschen in Notlagen
und Katastrophen und aus der Kraft des Glaubens ein gottgefälliges Leben
führen.
Hermann von Hessen, der mutige Ritter von Neuss, Beschützer und
erfolgreicher Verteidiger unserer Vaterstadt, hatte nicht die Möglichkeit,
die Geburtsstunde des Malteser Ordens und die sich daraus entwickelnde
Gründung des Malteser Hilfsdienstes erleben zu dürfen. Aber er würde
überzeugend behaupten, dass die Ritter und Hilfskräfte seines Heeres, mit
denen er am 26. Juli 1474 in unsere Stadt einzog, auf der Grundlage jener
soeben erwähnten bedeutenden Tugenden die erfolgreiche Abwehr unserer
Stadt siegreich zu Ende führen konnten.
11 Monate lang kämpften sie gegen Karl den Kühnen, den kriegserprobten
Burgunderherzog, der zunächst weit überlegen zu sein schien.
Hermann von Hessen, dem noch jungen Verteidiger, gelang es durch
Weitblick, Klugheit und einem ungewöhnlichen Geschick an Abwehrmöglichkeiten, ungeahnte Kräfte bei der Neusser Bürgerschaft zu entfalten.
So wurde er zum legendären „Abwehrchef“.
Der siegreiche Kampf um Neuss war von europäischer Bedeutung. Die
Neusser sind stolz auf ihren Ritter, der später Erzbischof von Köln wurde.
Der Triumph des Sieges beflügelte bei der Neusser Bürgerschaft ein
Selbstbewusstsein, das bis in die heutige Zeit erhalten geblieben ist.
Zu Recht können auch diejenigen stolz sein, die sich gemäß festgelegter
Prinzipien des heute zu ehrenden Maltester Hilfsdienstes in den Dienst des
Nächsten stellen: Es sind die Prinzipien: Freiwilligkeit, Leben aus dem
Glauben, Ehrenamtlichkeit, Mitverantwortung.
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- 4 Auf Basis dieser Prinzipien erfolgte im Jahre 1953 die bundesweite
Gründung des Malteser Hilfsdienstes durch die Genossenschaft der
Rheinisch-Westfälischen Malteser-Devotionsritter e.V., dem Verein
Schlesischer Malteser-Ritter und dem Deutschen Caritasverband.
Nach Gründungen in den Diözesen Münster, Paderborn, Köln und Aachen
erfolgte dieselbe 1957 in der Stadt Neuss. Auf Vorschlag des damaligen
Kaplans an der Pfarre Hl. Drei Könige und späteren Pfarrers von St. Paulus
in Weckhoven, Wilhelm Saurbier, wurde der Plan zur Gründung zügig
umgesetzt.
Es begann die Zeit der Pionier- und Aufbauarbeit, die zunächst mit der
Schulung in Erster-Hilfe und im Sanitätsdienst verbunden war.
Es würde den Rahmen dieser Laudatio sprengen, die Entwicklung des MHD
in Neuss und die vielen Herausforderungen bei Einsätzen unterschiedlicher
Art in allen Einzelheiten zu beschreiben. Dennoch müssen einzelne und
wichtige Ereignisse herausgestellt werden.
In der noch jungen Geschichte des MHD bleiben vor allem zwei besonders
in Erinnerung: Der Großeinsatz im Sanitätsdienst 1959 beim Katholikentag
in Neuss und die Flutkatastrophe 1962 in Hamburg. Auch Neusser Malteser
wurden alarmiert und waren in weniger als 45 Minuten einsatzbereit.
Um auch im Katastrophenschutz mitwirken zu können und für den Ernstfall
gerüstet zu sein, stellte das Land NRW (1961/62) hierfür entsprechende
Fahrzeuge und Materialien zur Verfügung.
Mitte der 60er Jahre wurde der MHD erstmals an Wochenenden in den
Krankentransport- und Rettungsdienst eingebunden, der bis dahin
ausschließlich der Freiwilligen Feuerwehr und deren hauptamtlichen
Kräften vorbehalten war. Die Herausforderung an die ehrenamtlichen
Helfer war groß, die bei Wind und Wetter am damaligen Standort des
heutigen THW-Geländes am Kamberger Weg auf ihren Einsatz warteten.
Nur wenige Jahre später (1972) überließ die Feuerwehr dem MHD an
Wochenenden den „Unfallrettungsdienst“ für das gesamte Stadtgebiet
(neuer Standort für das Einsatzfahrzeug: Münsterplatz).
Für die Entwicklung des MHD geschah etwas Ungewöhnliches.
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- 5 Die deutlich zunehmende Zahl von Einsätzen führte zu einer rasant
anwachsenden Mitgliederzahl der aktiven Helfer. Zu jener Zeit, so weiß man
zu berichten, war man stolz darauf, ehrenamtlich tätig sein können. Dieses
Ehrenamt beim MHD ausüben zu dürfen, schien besonders attraktiv zu sein
und beflügelte viele Neusser in ihrer Unterstützung.
So darf auch die Erinnerung und der Dank an die Menschen nicht vergessen
werden, die in den Jahren der Aufbauphase die Malteser unterstützt und
gestärkt haben. Es waren dies die ehemaligen MHD-Leiter Johannsen,
Eberhard von Groote, Dirk Schnitzler, Thomas Nickel, weiter aber auch
Erhard Schiffers, der damalige OB Karrenberg, Oberstadtdirektor Schmitt
und der Beigeordnete Dr. Gerhard Oelze.
Eine enge Verzahnung zwischen Feuerwehr, MHD und Stadtverwaltung
diente dem Wohl und den Menschen dieser Stadt, die auf Hilfe angewiesen
waren.
Für die große Herausforderung in der Phase der Aufbauarbeit darf auch
Hermann Josef Dusend, zur damaligen Zeit Caritasdirektor, nicht
unerwähnt bleiben. Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement
wurde ihm das Offizierskreuz des souveränen Malteser Ritterordens
verliehen.
Die Erfolgsgeschichte des MHD ging weiter: Durch den Erwerb sogenannter
Rettungswagen (RTW) konnte der Aufbau eines noch zunächst
ehrenamtlichen Rettungs- und Transportdienstes erheblich erweitert
werden. Ende der siebziger Jahre wurde der Rettungsdienst hauptamtlich,
zusätzliche medizinische Herausforderungen machten einen
ehrenamtlichen Notarztdienst erforderlich. Unterstützung in dieser
Pionierarbeit fand der MHD durch den damaligen Unfallchirugen Dr.
Orbach. Medizinisches Hilfspersonal, Notarztwagen und Ausrüstung
stellten die Malteser zur Verfügung. Zivildienst leistende junge Ärzte
unterstützten diese Arbeit. Ausdrücklich muss hier Dr. Klaus Reinartz,
heute Ltd. Arzt der Zentralambulanz und zentralen Notaufnahme des
Lukaskrankenhauses, erwähnt werden, der bereits vor 34 Jahren
gemeinsam mit den damals Verantwortlichen im MHD das so erfolgreiche
Neusser Notarztsystem weiterentwickelte.
Unserem Ehrenvorsitzender, Dr. Heinz-Günther Hüsch, wurde am 09. Juli
1980 das Offizierskreuz des souveränen Malteser Ritterordens verliehen.
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- 6 Mit dieser herausragenden Auszeichnung wurde sein hoher persönlicher
Einsatz als Vermittler zwischen Zivildienst leistenden jungen Ärzten,
Lukaskrankenhaus und dem Einsatz erfahrener Ärzte zur Unterstützung
der notärztlichen Versorgung gewürdigt.
1975 wurde Bernd Ramakers hauptamtlicher Geschäftsführer in Neuss,
zuvor hatte er ehrenamtlich die fachliche Ausbildung der Sanitäter
übernommen. Unterstützung auf der Führungsebene bekam Ramakers
durch Thomas Nickel, Ursel Meis, Heiner Cöllen, Prof. Dr.Bokelmann, Heinz
Welter, Pater Malinowski vom Neusser Kamillianerorden und dem leider
so früh verstorbenen Erhard Schiffers. Es ist mir eine besondere Freude
feststellen zu können, dass viele der in dieser Laudatio erwähnten Personen
heute bei dieser Feierstunde dabei sind.
Neuer Standort der Malteser wurde zum damaligen Zeitpunkt das Domizil
an der Breite Straße, an dem sie auch heute noch beheimatet sind. In den
nachfolgenden Jahren war die Schlagkraft des MHD in Neuss sprichwörtlich: Ausweitung im Zivil- und Katastrophenschutz, Anerkennung als Zivildienststelle beim Bundesamt, Gründung der Malteser Jugend in Neuss
(1979) mit Unterstützung von Diakon Gerd Linden, Neubau der MHD-Geschäftsstelle (1983) mit Ausbildungszentrum an der Breite Straße, Baubeginn der Rettungswache Neuss-Nord an der Kaarster Straße, Errichtung
einer Arztnotrufzentrale (Auslösung von Alarmgeräten im
Seniorenbereich), Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern während
des Balkan-Krieges (1992), zunächst in der Zeltstadt auf dem Kirmesplatz,
später in Wohncontainern an der Königsberger Straße.
Das zuletzt genannte Ereignis war eine große logistische Herausforderung
an den damaligen Sozial- und Jugenddezernenten Peter Söhngen. Die
schwierigen Verhandlungen und Abläufe hat er mit großem persönlichem
Einsatz begleitet. So kennen wir ihn und sprechen hier und heute ein Wort
des Dankes aus.
Die Entwicklung des MHD in Neuss und die damit verbundenen Aktivitäten
und Einsätze, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich, stand und steht bis
heute unter dem 900 Jahre alten Leitsatz: „Bezeugung des Glaubens und
Hilfe den Bedürftigen“ – „Tuitio Fedei et Obsequium Pauperum“.
- 7 -
- 7 Dieser Leitsatz muss immer wieder neu belebt und den Herausforderungen
der jeweiligen Zeit angepasst werden. Wir leben zwar nicht mehr in der
Kreuzfahrerzeit, aber in einer Zeit, in der Katastrophen, Kriege, Krankheit
und Leid, Flüchtlingselend und Schicksalsschläge keinen Menschen und erst
recht keinen Malteser unberührt lassen.
Der soeben beschriebene hart erkämpfte Erfolg weckte Begehrlichkeiten.
und führte, so lässt sich nachlesen, zu Veränderungen. Die Feuerwehr
verlor den gesamten Rettungs- und Krankentransportdienst.
Dieser wurde hauptberuflich auf die Ebene der in Neuss ansässigen
Hilfsorganisationen verlagert: MHD auf der Furth, DRK in Reuschenberg,
JUH am Hammfelddamm.
In 2001 kam es auf Bundesebene zu Umstrukturierungsmaßnahmen.
Auch über die Zukunft der Malteser in Neuss wurden Gespräche mit der
Kölner Diozösanleitung geführt, die allerdings nicht zielführend waren.
Da keine Einigung erreicht werden konnte, beendete Bernd Ramakers
seinen hauptamtlichen Dienst beim MHD und die die Stadtleitung (Nickel,
Meis, Cöllen, Dr. Reinartz und Welter) trat geschlossen zurück. Das löste bei
den Maltesern und in der Öffentlichkeit eine Welle der Betroffenheit aus.
Der Rücktritt wurde nicht als ein Zeichen von Schwäche sondern von Stärke
angesehen. Dementsprechend zollte man denjenigen Respekt, die
gemeinsam diese Entscheidung getroffen hatten.
Es war eine Schicksalsstunde, die verkraftet werden musste und die
nachfolgenden Jahre prägte.
Neuer Stadtbeauftragter der Malteser wurde im Oktober 2002 Rolf Schmitz.
In dieser Funktion sah er sich als Mittler zwischen Haupt- und Ehrenamt
und ihm oblag die Verantwortung sowohl für die Jugendarbeit als auch die
Ausbildung bis hin zum Katastrophenschutz.
In den Jahren 2002 bis 2010 unterstützten die Neusser Malteser
bedeutende Großereignisse. Exemplarisch soll an einige noch einmal
erinnert werden.
August 2002: Jahrhunderthochwasser an der Elbe.
Unsere Malteser verpflegten vor Ort Hunderte von freiwilligen Helfern zur
Deichschutzsicherung. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für das
Neusser Schützenfest auf Hochtouren. Also eine große logistische
Herausforderung.
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- 8 August 2005: XX. Weltjugendtag in Köln. Helfer und Helferinnen aus dem
gesamten Bundesgebiet wurden durch unsere Malteser rund um die Uhr
unterstützt, versorgt und betreut.
Einsatz in Fußballstadien ist ein tägliches Geschäft der Malteser.
Für die Endrunde der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland
wurden sie über einen entsprechenden Bereitschaftsplan an allen
Spielorten in ganz NRW eingesetzt.
Januar 2007: Im Berufsbildungszentrum am Hammfelddamm trat Gas aus
und 101 Menschen wurden verletzt. Mit ihrem ehrenamtlichen
Hintergrunddienst unterstützten die Malteser den Neusser Rettungsdienst .
Das Papierlager von FS-Karton in Neuss brannte am 02. Juli 2010. Dringend
erforderlich wurden Versorgung und medizinische Betreuung. Mit über
100 Helfern wurde eine Unfallhilfestelle für die Einsatzkräfte aufgebaut. Sie
unterstützten über mehrere Tage die Vollversorgung der eingesetzten
Hilfskräfte.
24. Juli 2010: Katastrophales Unglück bei der Loveparade in Duisburg.
Unsere Malteser waren mit ihrem Stadtseelsorger Hans-Günther Korr vor
Ort.
Kurz danach waren sie auch bei „Circle of Love“ auf dem Neusser
Rennbahngelände mit Ärzten einsatzbereit. Tragische Einsätze konnten
glücklicherweise nicht verzeichnet werden.
Neuer Stadtbeauftragter ist seit Februar 2009 Sebastian Rosen. Ihm obliegt
die Verantwortung und die Fürsorge für die ehrenamtlich tätige Mannschaft
am Standort Breite Straße. In Zahlen heißt dies: 100 aktive Helfer und fast
4000 Fördermitglieder. Große Unterstützung erhält er durch seine beiden
Stellvertreter Paul Neuhäuser und Franz-Michael Rennefeld.
Wenn mutiges und tatkräftiges Handeln und vorbildlicher Einsatz auch in
der Öffentlichkeit nachhaltig Beachtung finden soll, braucht man hierzu
entsprechende Begleitung durch die Presse. Frank Möll vom Neusser
Stadtkurier unterstützt mit seiner Arbeit das Team der Neusser
Stadtleitung. Die Arbeit der Hilfsorganisationen in unserer Stadt immer
wieder gerne zu würdigen, ist ihm ein großes persönliches Anliegen.
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- 9 Mit Blick auf den zu ehrenden Preisträger von heute kann festgehalten
werden, dass der Malteser Hilfsdienst in der Stadt Neuss auf eine
beispielhafte Entwicklung zurückblicken kann, die auch mit Höhen und
Tiefen verbunden war.
Hier schließt sich die Parallele zu Hermann von Hessen. Auch er war im
täglichen Einsatz nicht nur der strahlende Held im Kampf um unsere Stadt.
Er musste Rückschläge meistern und sich ständig neuen Herausforderungen stellen. Beide, Hermann von Hessen und der Malteser Hilfsdienst,
haben aus der Kraft des Glaubens den Mut gefunden, diese zu überwinden.
Das herausragende Engagement des heutigen Preisträgers diente und dient
dem Wohl der Bürger, insbesondere den Menschen in unserer Stadt. Es gilt
Dank und Anerkennung an diejenigen auszusprechen, die mit
überzeugendem persönlichem Einsatz zur Entwicklung des Malteser
Hilfsdienstes beigetragen haben.
Hermann von Hessen und alle, die sich in den Dienst der Malteser in Neuss
gestellt haben, haben Notsituationen erkannt, die rasches Handeln
erforderlich machten. Bis in die heutige Zeit hat dieses erfolgreiche Wirken
Spuren hinterlassen.
Die Heimatfreunde Neuss möchten mit der Verleihung des Hermann-vonHessen-Preise diese Anerkennung auch öffentlich zum Ausdruck bringen.
Wir gratulieren sehr herzlich und bitten Sie, die Auszeichnung entgegen zu
nehmen.
Anna Maria Holt
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Seele and Geist
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