close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Das Aktives Korps der Blauen Funken Man kann sagen, was man

EinbettenHerunterladen
Das Aktives Korps der Blauen Funken
Man kann sagen, was man will: Bei einer Korpsgesellschaft ist das aktive Korps das
Herzstück des Vereins, der eigentliche Beweggrund der Gründung, der ganze Stolz der
Mannschaft. 170 Mann bringt dieser Korpsteil, wenn alle an Bord sind, auf die Bühne
(etwa 80 Mal in der Session) und erfüllt damit ein Gutteil der repräsentativen Aufgaben
bei den Blauen Funken mit seinen Aufzügen auf die Bühne, auf der Straße und generell
in der Öffentlichkeit.
Das erklärt sich schon aus der Historie mit der Erinnerung an den militärischen
Charakter der einstigen Stadtsoldaten, Abteilung Artillerie. Erst darum herum
entwickelten sich alle anderen Gruppen der Blauen Funken, von denen sich
Reservekorps und Senat den öffentlichen Auftritten jederzeit anschließen können, was
auch gern genutzt wird.
Es ist klar, dass bei solch einer großen Abteilung eine halbwegs straffe Führung erfolgen
muss.
Die Korpsführung im Jahr 2007
Udo Windheuser, Kommandant des Korps
Peter Windheuser, Korpsadjutant
Helmut Meyer, Wachoffizier
Hein Klöcker, Wachoffizier
Nobert Glasow, Spieß
und Mitglieder der erweiterten Korps-Führung
Das darf man nicht verwechseln mit Militarismus: Wir sind ja immer noch bei
Karnevalisten! Aber wenn so viele Blaue Funken beispielsweise gemeinsam den
Funkentanz zeigen wollen (und zumindest den muss jeder beherrschen, wer in großer
Uniform auftritt, dafür wird auch fleißig trainiert), sollte ein gewisses Maß von
Einheitlichkeit vorausgesetzt werden können. Da soll ja keiner aus der Reihe tanzen.
Selbst bei den Blauen Funken nicht, die ansonsten die Gemütlichkeit in Person sind.
Umso mehr erheitern die Gäste im Saal und die Akteure natürlich die ungelenken
„Beutefunken“, die gern mal spontan zwangsweise für einen Gastauftritt rekrutiert
werden: der Oberbürgermeister, der Ministerpräsident, die prominente Sportlerin oder
der Präsident einer befreundeten Karnevalsgesellschaft: mitgehangen, mitgefangen – in
aller Freundschaft natürlich.
Das aktive Korps ist also immer dabei. Daneben aber führt es das Jahr über ein
lebhaftes Eigenleben, wie die anderen Korpsteile auch. Fischessen zum Abschluss der
Session, Fahrt ins Blaue (passt natürlich besonders gut zu den Blauen Funken),
Grillabend, Sommerfest, Halloween, Silvester im Funkenturm am Sachsenring. . .
Während der Session zwischen Neujahr und Aschermittwoch ist das Korps ohnehin
ständig beisammen, aber auch das Jahr über will die Kameradschaft gepflegt werden,
und für den Zusammenhalt sind solche zwanglosen Aktivitäten bestens geeignet.
Deshalb gibt sich die Führung des aktiven Korps auch besonders viel Mühe, den
Mitgliedern ein attraktives Programm zu bieten. Das gilt aber auch für die Session
selbst.
Die Blauen Funken sind eine Karnevalsgesellschaft, die großen Wert darauf legt, für ihr
Korps durchstrukturierte Pausen zu organisieren: Manchmal entstehen zwischen den
von den Literaten gebuchten Aufzügen mehrstündige Freiräume; die aber füllen die
Korpsmitglieder nicht auf eigene Faust, indem sie sich irgendwo in der Stadt in einer
beliebigen Frittenbude etwas zu essen besorgen. Entweder gibt es in den Bussen, in
denen die Funken zu den Auftritten reisen, einen leckeren Imbiss, oder – bei längeren
Pausen –zwischendurch wird ein gepflegtes, kölsches Lokal angesteuert: Die Funken
haben schließlich Niveau!
Es ist eine Tatsache: Die Programme der Kölner Karnevalssitzungen sind generell
gestrafft worden, und Korpsgesellschaften werden oft weniger gebucht – nicht so die
Blauen Funken! Das hängt auch damit zusammen, dass sie ihr Auftrittsprogramm
deutlich modernisiert und etwa ein schmissiges Potpourri oder Glenn-Miller-Titel
hineingenommen haben.
Schließlich haben die Blauen Funken auch erkannt, dass man flexibel agieren muss und
einen Auftritt im Krankenhaus oder im Pfarrsaal (das ist ja auch Karneval, ein ganz
besonderer sogar!) anders anlegen muss als einen Aufzug im Gürzenich, Sartory oder
Maritim. Die Blauen Funken sind übrigens stolz darauf – und zwar zu Recht –, dass die
Tendenz im Karneval generell dahin geht, auch wieder kleinere Säle und kleinere
Gesellschaften zu besuchen. „Die Nähe zu allen Fastelovendsjecken – egal, wie groß der
Verein ist – halten wir für sehr wichtig“, ist die Devise.
Bei aller Liebe zur Tradition ist ein gewisses Maß an modernem Management bei der
Organisation in der Korpsführung (Stichworte: PC und Handy) inzwischen unerlässlich.
Die Zeiten, als sich 12 oder 15 Mann in Blau-Weiß verabredeten und auf dem
Mopedchen zum Auftritt fuhren, sind nun mal endgültig vorbei. Andererseits ist es ein
unvergleichliches Gefühl, Teil einer großen, gut eingespielten Mannschaft zu sein, die es
sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen und auch sich selbst im Karneval viel Freude zu
machen.
Die Blauen Funken sind übrigens gerade dabei, den Wert der eigenen Tradition, jenseits
alle Kölschtümelei, für sich selbst wiederzuentdecken. So werden altgediente Aktive den
jungen Kameraden davon erzählen, wie es früher war, und ihnen einen Eindruck davon
verschaffen, was für eine großartige Tradition der Kölner Karneval besitzt. Gerade auch
in ihren Reihen.
Kontakt: korps@blaue-funken-koeln.de
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
4
Dateigröße
628 KB
Tags
1/--Seiten
melden