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"Was soll er uns bedeuten?" SWR2-Sendungen zum - Presseportal

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"Was soll er uns bedeuten?"
SWR2-Sendungen zum 150. Todestag von Heinrich Heine
10.02.2006 - 08:48 Uhr, SWR - Südwestrundfunk
Baden-Baden (ots) - "Ich hätte mir als lyrischer Dichter Ruhm
erwerben können [...] und Deutschland hätte mich geliebt, als
satirischer hätte es mich gefürchtet, als Polemiker hätte es auf mich
gehört und mich gehaßt! Nun bin ich aber, Gott sei's geklagt, so
ziemlich Alles gewesen und Niemand weiß mich zu classificiren ..."
Zwischen allen Stühlen fühlte sich Heinrich Heine zeitlebens. Als er
am 17. Februar 1856 in seinem freiwillig gewählten Pariser Exil
starb, gehörte er zu den bekanntesten, aber auch zu den
umstrittensten Dichtern in Europa. War in seinen frühen Gedichten der
Einfluss der deutschen Romantik noch unüberhörbar, entwickelte er
deren Prinzip der ironischen Brechung auf seine ganz eigene Art
weiter. In unnachahmlicher Weise machte er die Alltagssprache
lyriktauglich und wandte sich mit ätzendem Spott zunehmend
gesellschaftlichen Themen zu. Die preußische Zensur trieb ihn 1931
ins Pariser Exil, von wo aus der "verzweifelte Deutsche" die
politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in seinem
geliebt-gehassten Vaterland anprangerte wie kein anderer. Bis in
unsere Gegenwart scheiden sich an Heine die Geister. So konnte sich
die Stadt Düsseldorf erst 1989 nach jahrelangem Streit dazu
durchringen, ihre Universität nach dem großen Sohn der Stadt zu
benennen.
Zum 150. Todestag widmet SWR2 dem Dichter mehrere Sendungen: Unter
dem Titel "Das Glück ist eine leichte Dirne" besucht die "SWR2
Matinee" am 12. Februar ab 9 Uhr einige Orte seines bewegten Lebens:
von der Geburtstadt Düsseldorf über Hamburg bis zu Heines zahlreichen
Pariser Wohnstätten, einschließlich der legendären "Matratzengruft",
in der er - spöttisch und geistreich wie eh und je - die letzten
Jahre seines Lebens verbracht hat. Direkt im Anschluss begibt sich
Andreas Malessa in den "SWR2 Glaubensfragen" auf die Spuren des
"gläubigen Spötters" (12.2., 12.05 Uhr). Bei aller offenen
Religionskritik, so Malessa, hat sich Heine in seinem Gesamtwerk rund
440 Mal auf Bibelverse und biblische Geschichten bezogen. Mehr als
jeder andere Schriftsteller vor oder nach ihm. Unübertroffen ist
Heine auch, wenn es um die Zahl der Vertonungen seiner Gedichte geht:
Bis zu 10.000 wollen Heine-Forscher aufgespürt haben. Ab 13. Februar
stellt Wolfgang Sandberger in seiner fünfteiligen "SWR2 Musikstunde"
einige davon vor (13.2. bis 17.2., jew. 9.05 - 10 Uhr). Zusätzlich
erfahren die Hörer auch einiges über Heines extravaganten
Musikgeschmack, seine feinsinnig-ironischen Musikkritiken und seine
Begegnungen mit Musikern und Komponisten.
Am 14. Februar ab 17.05 Uhr diskutiert SWR2-Moderator Dietrich
Brants im "SWR2 Forum" mit Heine-Experten über die Frage "Was soll er
uns bedeuten?". Gäste der Sendung sind Prof. Jakob Hessing
(Ordinarius für deutsche Literatur an der Hebrew University,
Jerusalem), Prof. Jürgen Wertheimer (Lehrstuhl für Komparatistik und
Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität Tübingen), Dr.
Edda Ziegler (Germanistin, Ludwig-Maximilians-Universität, München).
Unter dem Titel "Der verlorene Sohn" geht es schließlich an Heines
Todestag in "SWR2 Wissen" um Heines letzte Jahre in seiner
"Matratzengruft" (17.2., 8.30 Uhr). Genau zwei Monate später setzt
sich Robert Gernhardt im "SWR2 RadioArt: Essay" mit seinem
"Seelenverwandten" auseinander: "Denk' ich an Heine in der Nacht"
lautet der Titel seiner Reflexion übers Dichten, Lachen und Leiden
(17.4., 21.03 Uhr).
Heinrich Heine zum 150. Todestag - Sendungen in SWR2
Sonntag, 12. Februar, 9.03 - 12.00 Uhr
SWR2 Matinee: "Das Glück ist eine leichte Dirne"
Sonntagsfeuilleton mit Ellinor Krogmann
Sonntag, 12. Februar, 12.05 - 12.30 Uhr
SWR2 Glaubensfragen: Der gläubige Spötter
Von Andreas Malessa
Sonntag, 12. Februar, 23.03 - 24.00 Uhr
SWR2 vor Mitternacht
Als ob das Herz recht angenehm verblute ... - Trübsal für Kenner
Von Stefan Siegert
Montag, 13. Februar bis Freitag, 17. Februar, tägl. 9.05 bis 10.00
Uhr
SWR2 Musikstunde
"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" - Heinrich Heine und die Musik
(1)
mit Wolfgang Sandberger
Dienstag, 14. Februar 2006, 17.05 Uhr
SWR2 Forum
Was soll er uns heute bedeuten? - Zum 150. Todestag von Heinrich
Heine
Mit Prof. Jakob Hessing (Ordinarius für deutsche Literatur, Hebrew
University, Jerusalem), Prof. Jürgen Wertheimer (Lehrstuhl für
Komparatistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität
Tübingen), Dr. Edda Ziegler (Germanistin,
Ludwig-Maximilians-Universität, München); Moderation: Dietrich Brants
Freitag, 17. Februar 2006, 8.30 Uhr
SWR2 Wissen
Der verlorene Sohn - Heinrich Heine zum 150. Todestag
Aus der Reihe: Schauplatz
Von Harald Gerlach
Montag, 17. April 2006, 21.03 Uhr (Ostermontag)
SWR2 RadioArt: Essay
Denk' ich an Heine in der Nacht - Übers Dichten, Lachen und Leiden
Von Robert Gernhardt
Weitere Informationen im Internet unter
www.SWR2.de
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SWR-Pressestelle
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 07221/929-3854
oder E-Mail: georg.brandl@swr.de
Originaltext:
SWR - Südwestrundfunk
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Seele and Geist
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