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Einladung TP Vortrag - WHC-Wien

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STUDIENTAG
Nicht fertig werden
oder: die Herzschläge nicht zählen
Lebendige Anregungen zu einem Gedicht
von Rose Ausländer
Ein Gemeinschaftsprojekt von:
Evangelische Erwachsenenbildung Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 48
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721 - 82467310
E-Mail: service@eeb-karlsruhe.de
www.eeb-karlsruhe.de
Samstag, 22. November 2014, 10 bis ca. 17 Uhr
„Nicht fer tig werden“ so heißt die letzte Zeile eines
Gedichtes von Rose Ausländer. Kraftvoll heiter und tief sind
die Wor te ihres Gedichtes, das wir mit Leib und Seele als
lebendige Anregungen für unser Sein und Werden entdecken.
Nicht fertig werden
Evangelische Petrus-Jakobus-Gemeinde
Stresemannstraße 15
76187 Karlsruhe Telefon: 0721 - 753434
E-Mail:
petrusjakobusgemeinde.karlsruhe@kbz.ekiba.de
www.petrus-jakobus-gemeinde.de
Die Herzschläge nicht zählen
Delphine tanzen lassen
Länder aufstöbern
Aus Wor ten Welten rufen
horchen was Bach
zu sagen hat
Tolstoi bewundern
sich freuen
trauern
höher leben
tiefer leben
noch und noch
Bildhauer
Norbert Neumann-Daikeler
Yorckstr. 36
76185 Karlsruhe
Rose Ausländer, Nicht fer tig werden. Aus: dies., Wieder ein Tag aus Glut und
Wind. Gedichte 1980-1982. © S.Fischer Verlag GmbH, Frankfur t am Main
1986. Abdruck mit freundlicher Genehmigung.
Gestaltung: Peter Achtnich printdesign.
Heidemarie Langer M.A.,
Theologin und Beraterin, Hamburg
Evangelische Jakobuskirche, Trierer Straße 6,
76187 Karlsruhe
€ 55,-- (Teilnahmebeitrag inkl. kalter Getränke. Mittagessen
in eigener Regie.)
20 Teilnahmeplätze
Anmeldung bis 14. November 2014
Evangelische Erwachsenenbildung Karlsruhe
www.eeb-karlsruhe.de, ser vice@eeb-karlsruhe.de
Infotelefon 0721 824673-10
Fragment
Austellung | Vorträge
Gespräch | Studientag
9. - 22. November 2014
Nicht fer tig werden
•
Identität und
AUSSTELLUNG
Identität und Fragment
Skulpturen von Norber t Neumann-Daikeler
„Identität“ ist der Begriff dafür, was und wer jemand ist.
Vollständig, ganz und dauerhaft – so stellen wir uns eine
Persönlichkeit gern vor. Wer sich selbst und andere betrachtet, wird allerdings darauf kommen, dass Menschsein
meist weder vollständig, ganz oder gar dauerhaft ist.
Unvollständiges ist beendet oder noch im Werden, kaum
etwas ist vollendet, von Dauer kann angesichts unterschiedlicher „Tode“ nicht die Rede sein. Zugleich ist offen, „was
möglich wär‘ noch“, wie der Dichter Kur t Mar ti schreibt.
Holz, Stein und Metall sind die Materialien, aus denen
Norber t Neumann-Daikeler Skulpturen schafft, die gleichermaßen „Identität“ wie „Fragment“ verkörpern. Die
variantenreichen, in unterschiedlicher Weise beeindruckenden Bildnisse eröffnen ein Themen- und Kraftfeld, mit
dem zu befassen sich lohnen wird. Zur Ausstellung, zu den
Gottesdiensten und zu den Bildungsveranstaltungen von
„Identität und Fragment“ sind Sie willkommen.
Ausstellung
Sonntag, 9. November, bis Sonntag, 30. November 2014
Evangelische Jakobuskirche, Trierer Straße 6, 76187 Karlsruhe
Öffnungszeiten
Sonntag, 9., 16., 23. und 30 November 9.15 bis ca. 12.15 Uhr
Donnerstag, 13. und 20. November, 18.30 bis 19.30 Uhr
Gottesdienste
Sonntag, 9. November 2014, 10 Uhr, Pfr. Wolfgang Scharf.
Anschließend Vernissage mit dem Künstler Norber t
Neumann-Daikeler und Simone Maria Dietz M.A.,
Kunsthistorikerin.
Sonntag, 16. November 2014, 10 Uhr, Pfr. Wolfgang Scharf
Sonntag, 23. November 2014, 10 Uhr, Ewigkeitssonntag,
Pfrin. Bettina Schwentker
Sonntag, 30. November 2014, 10 Uhr, Erster Advent,
Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius – Bundschuh.
Abschluss der Ausstellung.
Evang. Jakobuskirche, Trierer Straße 6, Karlsruhe, KVVHaltestelle S1/S11 Haus Bethlehem.
VORTRAG UND GESPRÄCH
Identität und Fragment I:
„Wir sind‘s noch nicht, wir werden‘s aber.“
Der Mensch vor Gott in der Theologie
Martin Luthers
VORTRAG UND GESPRÄCH
Identität und Fragment II: „Glaube heißt, als
Fragment zu leben und leben zu können.“
Die Identitätsthematik in der praktischen
Theologie Henning Luthers
Donnerstag, 13. November, 19.30 bis ca. 21 Uhr
Donnerstag, 20. November, 19.30 bis ca. 21 Uhr
„Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein
Frommwerden, nicht eine Gesundheit, sondern ein
Gesundwerden, nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht
eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind’s noch nicht, wir
werden’s aber. Es ist noch nicht getan oder geschehen, es ist
aber im Gang und im Schwang. Es ist nicht das Ende, aber es
ist der Weg. Es glüht und glänzt noch nicht alles, es reinigt
sich aber alles.“ (WA 7, 336, 31-36)
„Glaube heißt, als Fragment zu leben und leben zu können.“
In der Auseinandersetzung mit der römischen Kurie im Jahr
1521 fallen in Mar tin Luthers Erwiderung auf die päpstliche Bannbulle diese Sätze. 500 Jahre alte Sätze, die in
ihrer Dynamik ungeahnt modern klingen. Sie umkreisen die
Identitätsthematik und treffen sie doch nicht ganz. Denn
wenn man mit Mar tin Luther über den Begriff der Identität
nachdenken will, dann führ t man eine fremde Kategorie in
Luthers Denken ein. Identität, das Selbst- und ganz Bei-SichSein des Menschen, ist keine Fragestellung, mit der Luther
sich beschäftigt hätte. Luther stellte nie die Frage nach dem
Menschen an sich. Er stellte die Frage nach dem Menschen
vor Gott. Und er stellte auch nie die Frage nach dem Leben
an sich, sondern die Frage nach einem Leben von Gott her
und auf Gott zu. Ganz bei sich ist der Mensch, um eine
wahrhaft luthersche Kategorie zu nennen, nur Sünder. Und
als solcher Fragment: Brüchig und offen, angewiesen, gebunden und dennoch frei.
Können wir uns heute in diesen 500 Jahre alten Gedanken
finden? Können wir mit dem, was unser Leben heute prägt,
durch Luthers Gedankenwelt segeln und an der ein oder
anderen Insel anlegen, oder ist das alles nur schwere See für
uns?
Lassen Sie sich ein bisschen aus der Ruhe bringen und
einladen zu einer Übung frühneuzeitlichen Nachdenkens
über menschliches Sein, Gehen und Schwingen, Glühen und
Glänzen vor Gott.
•
Pfrin. Dr. Anne Helene Kratzer t
Moderation Pfrin. Bettina Schwentker
Großer Gruppenraum Jakobus-Gemeindezentrum, Trierer
Straße 6, Karlsruhe, KVV-Haltestelle S1/S11 Haus Bethlehem.
Der Marburger Theologe Henning Luther beschreibt
im ausgehenden 20. Jahrhunder t im Konsens mit den
Paradigmen der Postmoderne den Menschen als Fragment.
Identitätsbildung, die Ausbildung eines Ich-Bewusstseins
und Selbstverständnisses, ist demnach kein linearer Prozess,
an dessen Ende ein kohärent und bruchlos entwickeltes
Selbst-Sein stünde, sondern Identitätsbildung vollzieht
sich im Wechselspiel von zerfallenden Träumen, noch
ausstehenden Vollendungen, Realisier tem, nicht Realisier tem
und nie Realisierbarem. Insofern ist der Mensch nie ganz
und vollständig entwickelt, sondern immer Ruine, „Fragment
zerbrochener Hoffnungen, verronnener Lebenswünsche,
verworfener Möglichkeiten, ver taner und verspielter
Chancen.“
Glaube kann helfen, die eigene Fragmentarität zu erkennen
und zu er tragen. Doch was ist der Mehrwer t eines
Menschenbildes, das die Fragmentarität zur Leitkategorie
macht? Und wie vollzieht sich die Thematisierung von
Fragmentarität im Alltag kirchlichen Denkens und Handelns?
Auf den Spuren des spannenden und zutiefst berührenden
spätmodernen Denkers Henning Luther werden wir in
­a bendlicher Runde diesen Fragen nachgehen.
•
Pfrin. Dr. Anne Helene Kratzer t Moderation Joachim Faber
Großer Gruppenraum Jakobus-Gemeindezentrum,
Trierer Straße 6, Karlsruhe,
KVV-Haltestelle S1/S11 Haus Bethlehem.
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Seele and Geist
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