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456 Systematik und Pflanzengeographie. Was die vielen Figuren

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456
Systematik und Pflanzengeographie.
Was die vielen Figuren betrifft, so fühlt man es jedenfalls als einen
UebeUtand, dass dieselben, typographischen Rücksichten sich fügend, durch
das Buch zerstreut und nicht an geeigneter Stelle eingeschaltet sind.
Ueberdies sind einige auch unrichtig: Fig. 6, an sich schon wenig werth­
voll ist in umgekehrter Lage abgedruckt; als doppeltgesägtes Blatt
(Fig. 3 5 ) wird ein Bild vorgeführt, woran man wohl die Anisophyllie,
aber nicht die gewünschte Blattrandausbildung erkennt; als Beispiel einer
Aehre (Fig. 3 6 ) wird ein Getreide-Blütenstand abgebildet; B o r a g o ,
A n c h u s a und einige andere sind gar nicht zu erkennen.
Sind derartige Mängel an sich schon gross, so iBt noch mehr zu tadeln,
dass der Verf. sich keine Mühe genommen hat, die richtigen Gattungsnamen
zu suchen, und dieselben auch ordontlich zu schreiben. Jede Gattung ist
mit einem italienischen und einem lateinischen Namen bezeichnet. Doch
ist ersterer nahezu immer eine eigenmächtige Uebersetzung des lateini­
schen ; die guten volksthümlichen italienischen Pfianzennamen ignorirt Verf.
und will ein Buch geschrieben haben, welches „nicht sowohl demjenigen
Nutzen bringen wird, der die Botanik gründlich kennt, sondern auch dem
bescheidenen Dilettanten".
Die lateinischen Namen sind voll Fehler, und
schwerlich dürften blosse Druckfehler vorgekommen sein, s o : A m a r a l l i s ,
Cinancum,
Eragopogon
(auch
italienisirt!),
Chondrillis,
Bertorea, Jonospidium, P t e r o c e p h a l a u s , Ninphoea, Talicthrum,
Dictamus,
Crhysopleniura
und gar eine
Gattung
P y c n o c om o n .
Das Buch ist an sich ein ganz misslungenes, und nur geeignet, falsche
Begriffe, unechte Schreibweisen aufkommen zu lassen.
Solla (Triest).
Matsumura, J., N o t u l a e a d p l a n t a s a s i á t i c a s o r i e n t a l e s .
(The Botanical Magazine, Tokyo. 1899. No. 145.)
Enthält als Fortsetzung früherer Aufsätze lateinische Bemerkungen
über P e d i c e l l a r i a p e n t a p h y l l a (L.) Schrenk, bekannter unter dem
Namen G y n a n d r o p s i s p e n t a p h y l l a D C , die in den Küstengebieten
Japans nach älteren einheimischen Quellen spontan vorkommen soll, jetzt
ein tropischer Kosmopolit; von den übrigen 14 Arten der Gattung
G y n a n d r o p s i s sind 12 amerikanisch, die zwei übrigen in Aegypten
und Australien.
Neu beschrieben ist:
Oapparis
{Eucapparis)
Henry
i Matsumura, mehrfach u n d von ver­
s c h i e d e n e n Sammlern auf F o r m o s a gefunden, verwandt mit Oapparis
hainanensis
O l i v , und der südchinesisuhen C. membranácea
G a r d . et C h a m p .
Franchet
uud S a v a t i e r
geben in ihrer Enumeratio plantarum ( V o l . I. p. 3 6 ) die
Cardamine
lyrata
B u n g e (§ Plerygospermum
Prantl) nur aus Kiusiu an.
D i e zuerst in China gefundene A r t wird hier von den Provinzen Shimoosa,
O o m i , Izumi und ebenso von der Insel Shikoku nachgewiesen, auch wird eine
lateinische D i a g n o s e beigefügt.
Wagner (Wien).
Matsumura, J., N o t u l a e a d p l a n t a s a s i á t i c a s o r i e n t a l e s .
(The Botanical Magazme, Tokyo.
1899. No. 146. p. 4 9 sqq.)
Cardamine
nipponica
F r . et. S a v . , die nach der Enumeratio plant. I I .
p . 2 8 1 auf G e b i r g e n Nippous vorkommt, ist n a c h M a t s u m u r a nichts anderes
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