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(Qualität in der Sozialarbeit an Schulen - wer kann was - kobra.net

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Fachtagung
„Sozialarbeit an Schulen in Brandenburg: Impulse für die
Qualitätssicherung und Weiterentwicklung“
Qualität in der Sozialarbeit an
Schulen – wer kann was leisten?
Prof. Dr. Thomas Olk
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III – Erziehungswissenschaften
E-Mail: thomas.olk@paedagogik.uni-halle.de
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Problemstellung
Schulsozialarbeit – bzw. Sozialarbeit an Schulen - erlebt gegenwärtig
dynamische Entwicklung
o Quantitativer Ausbau des Angebots und der Personalstellen
o Zunahme gesellschaftlicher Anerkennung und Wertschätzung
Hohe Erwartungen an Leistungs- und Problemlösungsfähigkeiten
o Bekämpfung von Problemen wie Schulversagen, Ausbildungsabbruch und
o
o
o
o
Schulverweigerung
Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg
Armutsprävention
Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und ethnischer Diskriminierung im
Bildungssystem
Inklusion etc.
Problemstellung
Diskrepanz zwischen hohen/steigenden (?) Erwartungen an
Schulsozialarbeit/Sozialarbeit an Schulen und einer unzureichenden
Absicherung ihrer Strukturen, personellen Ausstattung, normativen und
fachlichen (Selbst-)Verständnisse und Finanzierung
Konsequenz auch in Brandenburg:
Frage:
1. Wie sieht das Verhältnis zwischen der potenziellen Leistungsfähigkeit von
Sozialarbeit an Schulen und ihren strukturellen Rahmenbedingungen aus?
2. Wer kann was leisten, um mögliche Diskrepanzen zwischen beiden
Dimensionen zu verringern?
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
Empirische Befunde der Wirkungs- und Nutzerforschung
zu den nachweisbaren Wirkungen von Schulsozialarbeit
Adressatenbezogene Wirkungen
Organisations- und sozialraumbezogene Wirkungen
Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
Adressatenbezogene Wirkungen
Ansprechstation und Vertrauensperson für alle Schüler/-innen,
Schüle/Unterstützungsressource für problembelastete bzw. ausgegrenzte
innen:
Schüler/-innen, Verbesserung der Freizeitsituation, Steigerung des
Wohlbefindens, außerunterrichtliche Kompetenzförderung (insb.
soziales Lernen, Lebensführungskompetenzen,
Persönlichkeitsentwicklung), Lerngewinne (z. B. Gruppenverhalten,
Übernahme von Verantwortung, freiwilliges Engangement), Bearbeitung
von schulischen und außerschulischen Problemen und Belastungen,
bedarfsbezogene Unterstützung, Konfliktvermittlung, Verbesserung des
Schulerfolgs, Reduzierung von Klassenwiederholungen, Vermittlung
weiterer Hilfen
Eltern:
Abbau von Hemmschwellen gegenüber der Institution Schule und
Lehrkräften, intensivere Zusammenarbeit mit der Schule,
bedarfsbezogene Unterstützung, Vermittlung weiterer Hilfen
Lehrkräfte:
Entlastung der Lehrkräfte, Veränderung der Sichtweisen auf die
Schüler/-innen, Verbesserung des Informationsstandes über die
Leistungen und Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe (KJH),
intensivere Kooperation mit Eltern und außerschulischen Partnern
Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
Organisations- und sozialraumbezogene Wirkungen
Schule:
Verbesserung der Schulqualität, der Schulfreude, des Klassen- und
Schulklimas, häufigere Kontakte zu Eltern und zur Jugendhilfe,
Ausbau des Unterstützungsnetzwerkes, Qualitätsverbesserung
außerunterrichtlicher Aktivitäten und Bildungsgelegenheiten,
Weiterentwicklung der Schulentwicklungsprozesse, Rückgang von
aggressiven Verhalten, Verringerung von Fehlzeiten und
Unterrichtsausschlüssen
Jugendhilfe,
Sozialraum:
Öffnung von Schulen gegenüber Jugendhilfeträgern und weiteren
Kooperationspartnern, Verbesserung von Kooperation von Schulen
mit den Diensten/Einrichtungen der KJH, Verbesserung des Zugangs
des Jugendamtes zu hilfebedürftigen Kindern- und Jugendlichen,
Reduzierung der Kosten im Bereich der Hilfen zur Erziehung
Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
Realisierung dieser Wirkungen von Voraussetzungen abhängig
a) Konzeptionelle Ausrichtung (Konzeptqualität)
b) Personelle, zeitliche und trägerbezogene Rahmenbedingungen
(Strukturqualität)
c) Prozessmerkmale (insb. Ausgestaltung der Kooperation mit anderen
Akteuren)
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Schulträger / Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Was ist „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
Eckpunkte einer „guten“ Sozialarbeit an Schulen
Eigenständiges sozialpädagogisches Dienstleistungsangebot am Ort der Schule
Eigener Auftrag: Bildungswegbegleitung (non-formales und informelles
Lernen) und soziale Unterstützung von Schüler/-innen und Eltern (nicht
identisch mit der Sicherung des Schulerfolgs)
Breit angelegtes Angebot von präventiven, intervenierenden und
gemeinwesenorientierten Leistungen, grundsätzlich an allen Schulformen
Strukturelle Verankerung am Ort der Schule und hohe zeitliche Präsenz in der
Schule (im Gegensatz zur schulbezogenen Jugendhilfe, die von außen auf
Schule zugeht)
Erfüllung des Auftrags in enger Kooperation mit Lehrkräften
Zielgruppen: prinzipiell alle Schüler/-innen, sozial benachteiligte und
individuell beeinträchtigte Schüler/-innen müssen erreicht werden; Eltern;
Lehrkräfte eher Kooperationspartner weniger Zielgruppe
Was ist „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
Weiter zu: Eckpunkte einer „guten“ Sozialarbeit an Schulen
Kernleistungen:
o Beratung und Begleitung von Schüler/-innen (z. B. Einzelfallhilfe,
Beratungsgespräche bei sozialen, schulischen etc. Problemen)
o Sozialpädagogische Gruppenarbeit (z. B. erlebnispädagogische Maßnahmen,
berufsorientierende Angebote, außerunterrichtliche Projekte etc.)
o Offene Gesprächs-, Kontakt- und Freizeitangebote (z. B. Schülerklub,
Schülertreff etc.)
o Die Mitwirkung in Unterrichtsprojekten und in schulischen Gremien
(z. B. Klassenkonferenzen, Gesamtkonferenzen etc.)
o Zusammenarbeit mit und Beratung von Lehrkräften und Eltern
(z. B. Beratungsgespräche für Lehrer/-innen, Elterngespräche, Teilnahme an
Elternabenden)
o Kooperation und Vernetzung mit Akteuren im Gemeinwesen ( z. B. Kooperation
mit dem Jugendamt, der Arbeitsverwaltung, anderen Trägern der Jugendhilfe,
Unternehmen, Vereinen und Initiativen etc.)
Was ist „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
Personelle Ausstattung
Sozialpädagogische Fachkräfte mit Hochschulabschluss
Angemessenes Verhältnis zwischen Aufgaben und Personal (mindestens 32
Stunden, angestrebt: eine Vollzeitstelle pro 150 Schüler/-innen)
Unbefristete Stelle, angemessene Entlohnung
Kurzzeitige bzw. befristete schulbezogene Projekte und
Jugendhilfeleistungen durch Personen mit geringer Stundenzahl
bzw. die Zuweisung mehrerer Schulen an eine Fachkraft erfüllen
nicht die Qualitätskriterien einer guten Sozialarbeit an Schulen!
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Schulträger / Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Schulträger / Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Fachkräfte
Erfüllung der formalen Qualifikationsvoraussetzungen (Hochschulabschluss)
Bereitschaft zur fortlaufenden Beteiligung an Fort- und Weiterbildung, insb.
Tandem-Fortbildungen
Bereitschaft und Fähigkeit zum Beziehungsaufbau zu unterschiedlichen
Gruppen von Schüler/-innen und ihren Eltern
Bereitschaft und Fähigkeit zur Kooperation ggf. im Team, in
multiprofessionellen Arbeitszusammenhängen, mit Lehrkräften, Akteuren der
kommunalen KJH und freien Träger, mit weiteren Partnern im Sozialraum
Fortlaufende Reflexion der eigenen Praxis und der Veränderungen im Feld
(auch in Form von Supervision und Selbstevaluation), Bereitschaft zur
fortlaufenden Anpassung des jeweiligen Leistungsprofils an veränderte
Rahmenbedingungen und Bedarfe
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Schulträger / Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Einzelschule
Generelle Bereitschaft zur Kooperation mit Sozialarbeit an Schule bei
Schulleitung und Lehrerkollegium
Erstellung einer Situations- und Sozialraumanalyse zur Bedarfsfeststellung
gemeinsam mit Partnern (Träger der Sozialarbeit an Schulen etc.)
Erstellung eines Standortkonzepts für die Einzelschule
Kooperationsvereinbarung mit beteiligten Partnern
Bereitstellung der sächlichen und räumlichen Rahmenbedingungen
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Einzelschule
Öffnung der Schulgremien für die Sozialarbeit an Schulen
Durchführung gemeinsamer Fortbildungen unter Beteiligung aller
Fachdisziplinen am Ort der Schule (unter Einschluss von Lehrkräften,
pädagogischen Mitarbeiterinnen, Hortpersonal etc.)
Fortlaufende Reflexion des Aufgabenprofils der Sozialarbeit an Schulen
angesichts sich wandelnder Bedarfe und im Kontext von
Schulentwicklungsprozessen (vor allem in Ganztagsschulen und bei der
Entwicklung ganztägiger Angebote)
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Kommunen
Generell: Verankerung von Sozialarbeit an Schulen in der kooperativen
Bildungsförderung vor Ort (Trend zu kommunalen Bildungslandschaften:
Erweiterung der Kooperationsbezüge, Veränderung des Aufgabenprofils)
Einbezug der Sozialarbeit an Schulen in Planung und Steuerung kommunaler
Bildungs- und Förderungsangebote (im Sinne eines erweiterten
Bildungsbegriffes unter Einschluss von KJH und schulischer Bildung)
Einbezug der Sozialarbeit an Schulen in kommunale Schulentwicklungs- und
Jugendhilfeplanung (bzw. wo vorhanden: in integrierte Sozial- und
Bildungsberichterstattung als Grundlage der Bedarfserhebung und Planung)
o Einbezug der Sozialarbeit an Schulen in Bedarfs- und Angebotsanalysen
o Einbezug der Sozialarbeit an Schulen in bildungsbezogene Zielbestimmungen
o Einbezug der Sozialarbeit an Schulen in umfassende Maßnahmenplanung
o Einbezug der Sozialarbeit an Schulen in Evaluation
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Kommunen
Entwicklung und Fortschreibung eines Rahmenkonzepts für Sozialarbeit an
Schulen in der Kommune
Ggf. bedarfsgerechte Finanzierung von Stellen für Sozialarbeit an Schulen
Unterstützung bzw. Initiierung von fachlichem Austausch (z. B.
trägerübergreifende Qualitätszirkel)
Entwicklung bzw. Bereitstellung von Arbeitshilfen, Qualitätskriterien
Fachberatungen und Qualifizierungsmaßnahmen
Spezifisches Problem in Landkreisen: Einbezug von Stellen und Angeboten
der Sozialarbeit an Schulen, die von kreisangehörigen Gemeinden finanziert
werden, in Steuerung und Planung auf Landkreisebene
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
Strategische Bedeutung des Trägers
Sozialarbeit an Schulen: „zu Gast in einem fremden Haus“,
benötigt starken Sachwalter der professionell-inhaltlichen Ansprüche und der
hierfür benötigten strukturellen Rahmenbedingungen
Zwei divergierende Trägerformen:
1. Sozialarbeit an Schulen in schulischer Trägerschaft (als Teil der Schulhierarchie)
2. Sozialarbeit an Schulen in Trägerschaft des öffentlichen bzw. der freien Träger der
Kinder- und Jugendhilfe (quantitativ: Dominanz der freien Trägerschaft)
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
Schulische Trägerschaft:
Problem:
Kann ein schulischer Träger die fachliche Eigenständigkeit von Sozialarbeit an Schulen
als Jugendhilfeleistung am Ort der Schule gewährleisten? (Gefahr der Vereinnahmung
von Sozialarbeit an Schulen durch schulische Zwecke und Belange)
Vorteil:
durchschnittlich bessere Bezahlung und unbefristete Arbeitsverträge, Minimierung
von Konflikten zwischen Jugendhilfe und schule, höhere Akzeptanz der Sozialarbeit an
Schulen in der Schulhierarchie
Jugendhilfeträger:
Vorteil:
fachliche Eigenständigkeit und Fachaufsicht durch KJH gesichert
Nachteil:
oft unsichere Finanzausstattung insb. kleiner Träger und zeitliche Befristung
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
Aufgaben eines Trägers:
o
o
o
o
o
o
o
o
Mitarbeit bei der Konzeptionserstellung und -fortschreibung
Vertretung der beruflichen belange und Verantwortlichkeiten des
Schulsozialarbeiters gegenüber der Schule
Vorbereitung, fachliche Beratung und Unterstützung der Schulsozialarbeiter
Ermöglichung von Austausch, Supervision und Fortbildung
Personalplanung und -entwicklung
Einbindung der Sozialarbeit an Schulen in die Trägerstruktur
Unterstützung bei der Mittelakquise
Unterstützung des eigenständigen sozialpädagogischen Auftrags gegenüber der
Schulhierarchie
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
Fazit:
o
Angesichts der unzureichenden rechtlichen Verankerung von Sozialarbeit an
Schulen im KJHG/SGB VIII kann keine Trägerform ausgeschlossen werden
o
Letztlich Trägerkompetenz entscheidend, im Kontext von Bildungslandschaften
neue Lösungen möglich (schulische Trägerschaft und Fachaufsicht bei KJH)
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Land
Land: bedeutsamer Akteur; Kommunen und Gemeinden bedürfen sowohl der
(Ko-)Finanzierung als auch der fachliche Unterstützung bei der Entwicklung
bedarfsgerechter Sozialarbeit an Schulen
Fachliche Zuständigkeit für Schulsozialarbeit in den Landesverwaltungen der
Bundesländer unterschiedlich geregelt; in Brandenburg: Zuordnung zur
Jugendhilfe (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, MBJS)
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Land
Finanzierungsstrategie des Landes:
o Soll-Perspektive: Ermöglichung einer bedarfsgerechten und nachhaltigen
Etablierung von Sozialarbeit an Schulen im Land Brandenburg
o Ist-Stand: Finanzierung von Sozialarbeit an Schulen im Rahmen des
Personalkostenförderprogramms ergänzend zu Finanzierung durch Kreise und
kreisfreie Städte
Strategische Problemstellung: Ist das Personalkostenförderprogramm das
geeignete Finanzierungsinstrument um die bedarfsgerechte Etablierung von
Sozialarbeit an Schulen sicher zu stellen?
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
Land
Unterstützung und Begleitung der fachlichen Profilierung von Sozialarbeit an
Schulen durch Empfehlungen, Standards etc.
o Diesbezügliche Aktivitäten des MBJS reichen bislang nur für die 1990er Jahre
erkennbar (Empfehlung zur Sozialarbeit an Schulen 1994, Qualitätsentwicklung
und Qualitätssicherung der Sozialarbeit an Schulen 1998)
o Abgestimmte Initiativen des MBJS zu fachlichen Empfehlungen und zur
fachlichen Profilierung von Sozialarbeit an Schulen wünschenswert!
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
„Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
Seit der Jahrtausendwende Gründung von Landesarbeitsgemeinschaften
(Landesarbeitskreise, Landesinitiativen, Netzwerke etc.) Schulsozialarbeit in
den meisten Bundesländern
Rasches Wachstum an Stellen im Bereich Schulsozialarbeit und
Bedeutungsaufwertung: Notwendigkeit der Interessenvertretung der
sozialpädagogischen Fachkräfte (Schulsozialarbeiter/-innen)
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
„Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
(mögliche) Hauptaufgaben
o Berufliche Interessenvertretung und Vernetzung der Fachkräfte
o Informations- und Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung, Beratung
o
o
o
o
der Mitglieder
Beteiligung an Fortbildung von sozialpädagogischen Fachkräften in diesem Feld
Vernetzung mit und Interessenvertretung gegenüber relevanten Akteuren
(Ministerien, Trägern, politischen Gremien, Institutionen der Forschung und
Lehre etc.)
Material- und Informationsbörse
Öffentlichkeitsarbeit
Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an
Schulen leisten?
„Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
Mögliche Leistungen im Einzelnen:
o Entwicklung von fachlichen Grundlagen (landesbezogene Definitionen und
o
o
o
o
o
o
Konzepte von Sozialarbeit an Schulen, Arbeitshilfen, Qualitätsstandards etc.)
Durchführung bzw. Initiierung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
Politische Lobbyarbeit (Erstellung von Grundsatz- und Positionspapieren,
Vertretung der beruflichen Interessen der Schulsozialarbeiter in politischen und
Fachgremien
Beratung von Trägern und Schulen
Wissensmanagement (Sammlung und Publikation von Literatur,
Forschungsergebnissen, Expertisen etc.)
Ggf. eigene Publikationsreihe (Tagungsdokumentationen, eigene Schriften,
Sammelbände)
Einrichtung und Pflege einer Homepage
Gliederung
1. Problemstellung
2. Was kann eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
3. Was ist eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen?
4. Wer kann was für eine „gute“ Sozialarbeit an Schulen leisten?
1. Fachkräfte
2. Einzelschule
3. Kommunen
4. Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
5. Land
6. „Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen in
Brandenburg“
5. Fazit
Fazit
Reduzierung der Diskrepanz zwischen steigender Wertschätzung und
quantitativer Bedeutung von Sozialarbeit an Schulen einerseits und Klarheit
über das fachliche Profil und die Aufgaben sowie Rahmenbedingungen
andererseits bedarf des Engagements vieler Akteure
Hilfreich: Initiierung und Koordinierung der Aktivitäten durch einen
„Kümmerer“
Landesarbeitsgemeinschaft Sozialarbeit an Schulen Brandenburg?
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Prof. Dr. Thomas Olk
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III – Erziehungswissenschaften
E-Mail: thomas.olk@paedagogik.uni-halle.de
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