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Bezirksschülermeisterschaften 2015

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Warum ist schulische
Leistungsbewertung wichtig?
Leistungsbeurteilung
Mittelschulmodul
Ihr Vorwissen
 Welche Aufgaben hat die schulische
Leistungsbeurteilung?
 Wie kann man Lernerfolg erkennen?
 Wo liegen die Unsicherheiten der schulischen
Leistungsbeurteilung?
 Welche Aspekte haben Einfluss auf den Prozess
der Leistungsbeurteilung?
Antinomien der Leistungsmessung
 Förderung vs. Selektion
 Kriteriumsorientierung vs. Milde
 Generelle Anforderungen vs. Individuelle
Notwendigkeiten
(Helsper, 1996)
Modell der pädagogischen Diagnostik nach Ingenkamp
1. Das Ziel
Lehrer/-in
(als Beurteilender)
Schüler/-in
(als Beurteilte/-r)
Veränderung von
• Wissen
• Lernprozessen
• Erwartungen
• Einstellungen
• Motivation
(Ingenkamp, 2008; Lerche, 2013)
Was ist Lernen?
Neue Inhalte
Vorwissen
Vorerfahrungen
Erwartungen
Ziel: Keine kognitive Dissonanz
(Piaget, 1972; v. Glasersfeld, 1992; Festinger, 1957; Lerche, 2012)
Neue Inhalte
Bedeutungszumessung?
Nein
Ja
Vorwissen
Keine weitere
Auseinandersetzung mit
den Inhalten
Vorerfahrungen
Erwartungen
Ziel: Keine kognitive Dissonanz
(Piaget, 1972; v. Glasersfeld, 1992; Festinger, 1957; Lerche, 2012)
Neue Inhalte
Bedeutungszumessung?
Nein
Ja
Vorwissen
Vorerfahrungen
Vorwissenspassung?
Keine weitere
Auseinandersetzung mit
den Inhalten
Erwartungen
Ja
Nein
Assimilation
Ziel erreicht: Keine kognitive Dissonanz
(Piaget, 1972; v. Glasersfeld, 1992; Festinger, 1957; Lerche, 2012)
Neue Inhalte
Bedeutungszumessung?
Nein
Ja
Vorwissen
Vorerfahrungen
Vorwissenspassung?
Keine weitere
Auseinandersetzung mit
den Inhalten
Erwartungen
Ja
Nein
Nein
Bereitschaft?
Ja
Assimilation
Akkomodation
Ziel erreicht: Keine kognitive Dissonanz
(Piaget, 1972; v. Glasersfeld, 1992; Festinger, 1957; Lerche, 2012)
Konsequenzen
•
•
•
Förderung der Bedeutung
Förderung der Bereitschaft
Förderung der Akkomodation
Hierfür liefert die pädagogische Diagnostik
unerlässliche Daten.
Modell der pädagogischen Diagnostik nach Ingenkamp
2. Die Prüfung
Lehrer/-in
(als Beurteilender)
Erwartung
Schüler/-in
(als Beurteilte/-r)
Aufgabenstellung
Verständnis
Handlung
Veränderung von
• Wissen
• Lernprozessen
• Erwartungen
• Einstellungen
• Motivation
(Ingenkamp, 2008; Lerche, 2013)
Modell der pädagogischen Diagnostik nach Ingenkamp
3. Die Handlungsregulation
Lehrer/-in
(als Beurteilender)
Erwartung
Schüler/-in
(als Beurteilte/-r)
Aufgabenstellung
Informationsaufnahme
Handlung
Beschreiben
Interpretieren
Verständnis
Handlungsregulati
on
Veränderung von
• Wissen
• Lernprozessen
• Erwartungen
• Einstellungen
• Motivation
Bewerten
Informationsbewertung
Urteilsreaktion
Informationsaufnahme
Erwartung
(Ingenkamp, 2008; Lerche, 2013)
Das BIB-Modell der Diagnostik
 Beschreibung
 Interpretation
 Bewertung
(Kiel, 2001)
Beschreibung
 Interpretationsfreie Darstellung der
Lernerhandlungen.
 Darstellung möglichst verschiedener
Perspektiven.
 Z.B. Was wird geantwortet? Wie wird
geantwortet? Gibt es Begleitinformationen?
Interpretation
 Gegenüberstellung der Beschreibungen, der
Kriterien und der fachlich-diagnostischen
Expertise der Lernenden.
 Ziel: Ursachenfindung für die gezeigten
Handlungen.
 Z. B.: Warum zeigt der Lernende diese
Handlungen? Sind
kognitive/affektive/psychomotorischen Leistungen
vorhanden? In welchem Umfang? Gibt es
Begründungen außerhalb der Prüfungssituation?
Bewertung
 Einschätzung des Wertes der Lernerhandlungen.
 Wird normalerweise anhand eines
Bewertungsmaßstabs vorgenommen.
 Das Feedback dient der Bewertung – aber auch
der Motivation und Förderung.
Kriterien für korrektes Feedback
 Zeitnah.
 Enthält Informationen zur Handlungsausführung.
 Adressiert Fleiß und Anstrengung, nicht Talent
oder Intelligenz.
 Muss so gegeben werden, dass es möglichst
direkt in Handlungen umgesetzt werden kann.
(Frese & Zapf, 1994; Nerdinger , Blickle & Schaper,
2008)
Modell der pädagogischen Diagnostik nach Ingenkamp
4. Schwierigkeiten im Beurteilungsprozess
Merkmale des
Beurteilers
Kompetenzen
• Testerstellung
• Durchführung
• Interpretation
• Auswertung
Orientierungen
• Subjektive Theorien
• Wertvorstellungen
• Einstellungen
• Kognitionen
• Bildungs- und
Erziehungsziele
Emotionen
• Sympathie /
Antipathie
• Momentanverfassung
Lehrer/-in
(als Beurteilender)
Erwartung
Schüler/-in
(als Beurteilte/-r)
Aufgabenstellung
Informationsaufnahme
Handlung
Beschreiben
Interpretieren
Verständnis
Handlungsregulation
Veränderung von
• Wissen
• Lernprozessen
• Erwartungen
• Einstellungen
• Motivation
Bewerten
Informationsbewertung
Urteilsreaktion
Informationsaufnahme
Erfahrungen
• Biographie
• Informationen
Merkmale des
Beurteilten
Kompetenzen
• Vorwissen
• Handlungskompetenzen
Orientierungen
• Subjektive Theorien
• Wertvorstellungen
• Einstellungen
• Kognitionen
• Eigene Ziele
Emotionen
• Sympathie /
Antipathie
• Momentanverfassung
Erfahrungen
• Biographie
• Informationen
Erwartung
Institution
• Schulform
• Verordnungen
• Gesetze
• Selektionsanforderungen
Rahmenbedingungen
Orientierungen
• Allgemeine
Erziehungsnormen
• Stellenwert von
Prüfungen
Gemeinsame
Erfahrungen
• Qualität des
Unterrichts
• Kommunikationsvereinbarungen
• Prüfungserfahrungen
(Ingenkamp, 2008; Lerche, 2013)
Das Beobachterphänomen
 Menschen haben – besonders unter Zeitdruck –
die Tendenz, statt objektiver Regelsysteme
vorrangig eigene Heuristiken und subjektive
Theorien zu verwenden (Johnson-Laird & Byrne,
1991).
 Ein Beobachter scheint hauptsächlich diejenigen
Ereignisse bevorzugt aufzunehmen, die er am
ehesten in sein persönliches Präferenzsystem
aufnehmen kann. Bei gegenteiligen Ereignissen
findet in der Regel eine Wahrnehmungsabwehr
statt (Schwark, 1977).
Ihr Wissen nach der 1. Veranstaltung
 Was bedeuten die Begriffe
 Schulische Leistungsbeurteilung,
 pädagogische Diagnostik,
 Beschreiben, Interpretieren, Bewerten,
 Feedback,
 Schwierigkeiten des Beurteilungsprozesses?
 Was ist Ihrer Meinung nach wichtig bei der
Bewertung schulischer Leistungen?
 Was könnte aus Ihrer Sicht problematisch sein?
 Welche Konflikte können entstehen und warum?
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