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"Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"

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Erfahrungsbericht
"Barrierefreies Hamburg Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Informationsveranstaltungen
in zehn Hamburger Einkaufszentren
vom 8.9. bis 15.11.2003
Ein Projekt im Rahmen des
Europäischen Jahres der Menschen
mit Behinderungen (EJMB) 2003
Herbert Bienk, Karin Dieckmann, Dieter Wiegel
Hamburg im Januar 2004
Gefördert mit Mitteln der Europäischen Union, des Bundesministeriums für Gesundheit und
Soziale Sicherung sowie der Freien und Hansestadt Hamburg
Vorwort
Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen,
nicht das Besitzen, sondern das Erwerben,
nicht das Da-sein, sondern das Hinkommen,
was den größten Genuss gewährt.
Karl Friedrich Gauß
Es waren viele Ziele zu bedenken, viele Freunde in der Sache zusammenzubringen,
Zweifler zu überzeugen, organisatorische Probleme zu lösen, Informationen
unterzubringen.
Es ist gelungen! Für je eine Woche eine Veranstaltung in 10 Hamburger
Einkaufszentren zum Thema „Barrierefreiheit“ zu organisieren, das war schon eine
Herausforderung. Es galt, die Lebenssituation und den Lebensraum behinderter
Menschen mit den vielen Hindernissen und den oft unüberwindlichen Barrieren, den
Bürgern unserer Stadt einsehbar zu machen. Alle Hürden der Vorbereitung zu
nehmen war letztlich nur möglich, durch die aktive Mitgestaltung der Menschen mit
Behinderungen. Dabei lebte das Engagement der Beteiligten zunehmend von der
Freude an der Gestaltung des Projektes und der Zusammenarbeit sowie den
positiven Reaktionen der Kunden der Einkaufzentren und den Besuchen der
politischen Mandatsträger der örtlichen Ämter, der Bezirke und der Hamburger
Bürgerschaft. Die Erfahrung zeigt: Das Verständnis Füreinander und die Sorgen der
Menschen mit Behinderungen braucht Brücken, wie auch die erstrebte Solidarität der
Organisation bedarf. Aber nicht nur der jeweils „Andere“ muss dazulernen. So ist
denn eine Burteilung der Bedingungen oft durchaus für Gruppen der verschiedenen
Behinderungen möglich, vielfach aber auch nur individuell bestimmbar. Die
Zielsetzung bleibt die selbstbestimmte Lebensgestaltung eines jeden einzelnen
Menschen, möglichst ohne fremde Hilfe. Sie umfasst den persönlichen
Lebensbereich wie Wohnung und Inanspruchnahme des kulturellen Angebots der
Stadt ebenso, wie insbesondere die Arbeit. Eingeschlossen ist die Forderung nach
behindertengerechten baulichen Anlagen, Verkehrsmitteln, Gebrauchsgegenständen
der verschiedensten Art, Informationstechnik, Verarbeitung akustischer und visueller
Informationsquellen und jegliche Kommunikation. Benachteiligende Maßnahmen
seitens der Verwaltung und der Öffentlichkeit und anderer Institutionen sind zu
unterlassen. Barrierefreiheit ist umfänglich und nicht nur unter dem Gesichtspunkt
des Rollstuhls zu sehen. Es geht um die Würde eines jeden einzelnen Menschen.
Der Philosoph Immanuel Kant erkennt hierzu:
“Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, dass der Mensch die Würde der
Menschheit in seiner eigenen Person bewahre“.
Karin Dieckmann
Barrierefrei Leben e.V.
Herbert Bienk
Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Inhaltsverzeichnis:
1. DAS EUROPÄISCHE JAHR DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN
4
2. DAS PROJEKT "BARRIEREFREIES HAMBURG" IM EJMB 2003
4
2.1 Die Ausgangslage
4
2.2 Die Projektziele
5
2.3 Die Veranstalter
6
2.4 Die Finanzierung
7
3. DIE KONZEPTION DER 50-TÄGIGEN VERANSTALTUNGSREIHE
3.1 Konzeptteil: Kooperationspartner auf Landes- und Bezirksebene
8
8
3.2 Konzeptteil: Einkaufszentren als Informations- und Ausstellungsorte
sowie Stätten der Begegnung
10
3.3 Konzeptteil: Bedarfsorientierte Informationsmodule
11
3.3.1 Info I: Die Eröffnungsveranstaltungen - Begegnung und Auftakt
11
3.3.2 Info II: Ausstellung - Stelltafeln zur Erstinformation
12
3.3.3 Info III: Kostenlose Informationsmaterialien zum Mitnehmen besonders für Eilige und Zurückhaltende
15
3.3.4 Info IV: Persönliche Information an den Ständen zu
Schwerpunktthemen und örtlichen Angeboten/Problemen
15
3.3.5 Info V: Vorführungen und Möglichkeiten zum Ausprobieren
17
3.3.6 Info VI: Das Info-Telefon zur Veranstaltungsreihe
18
3.4 Konzeptteil: Öffentlichkeitsarbeit
18
4. DIE INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN IN DEN EINKAUFSZENTREN
22
4.1 Durchführungsbedingungen in den Centern: Auf-, Um- und Abbau
22
4.2 Bericht über die einzelnen Informationsveranstaltungen
23
4.2.1 Einkaufszentrum Hamburger Straße
24
4.2.2 Eidelstedt Center
28
4.2.3 Marktkauf Bergedorf
31
4.2.4 Alstertal-Einkaufszentrum
34
4.2.5 Mercado Altona
37
4.2.6 Elbe-Einkaufszentrum
40
2
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.7 Tibarg Center
43
4.2.8 Einkaufstreffpunkt Farmsen
46
4.2.9 Marktkauf Harburg
49
4.2.10 Billstedt Center
52
5. DIE VERANSTALTUNGSREIHE "BARRIEREFREIES HAMBURG" GROßER ZUSPRUCH BEI DEN BESUCHERN UND BETEILIGTEN
56
5.1 Beteiligung vieler Kooperationspartner war die Basis für den Erfolg
56
5.2 Große Anzahl erreichter Besucher in den Einkaufszentren
57
5.3 Die strukturierten Informationen sorgten für Qualität und Zuspruch
57
6. ANLAGEN
62
Anlage 1: Grußwort des Ersten Bürgermeisters
62
Anlage 2: Liste der beteiligten Kooperationspartner
63
Anlage 3: Liste der ausgelegten Informationsmaterialien
66
Anlage 4: Pressespiegel
70
Anlage 5: Erklärung von Madrid zum EJMB 2003
87
Anlage 6: Magdeburger Erklärung
93
3
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
1. Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen
Der Rat der Europäischen Union hat das Jahr 2003 zum "Europäischen Jahr der
Menschen mit Behinderungen (EJMB)" erklärt. Grundlage der europaweiten Aktivitäten zum EJMB ist die "Erklärung von Madrid".1 Die nationalen Ziele im EJMB für
Deutschland sind in der „Magdeburger Erklärung“ formuliert.2 Die deutsche Koordinierungsstelle des EJMB wurde beim Bundesministerium für Gesundheit und Soziale
Sicherung eingerichtet. In Hamburg war der Senatskoordinator für die Gleichstellung
behinderter Menschen federführend für das EJMB tätig.
Die Zielsetzung des EJMB 2003 in Deutschland lag in der Selbstbestimmung und
gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft.
Das EJMB 2003 markierte damit einen gesellschaftlichen Wendepunkt, als ein Jahr
der und nicht für Menschen mit Behinderungen.
In Hamburg wurden zum EJMB eine beträchtliche Anzahl von Aktionen, Tagungen,
Projekten, Workshops und vieles mehr von verschiedenen Veranstaltern durchgeführt.3 Die Veranstaltungen hatten folgende Ziele:
Bewusstseinswandel erzeugen,
Veränderungen anregen,
Aktivitäten fördern,
Nachhaltigkeit bewirken,
Benachteiligungen sichtbar machen,
Strukturen überdenken.
2. Das Projekt "Barrierefreies Hamburg" im EJMB 2003
2.1 Die Ausgangslage
Eine der Veranstaltungen in Hamburg zum EJMB war die Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?".
Das Projekt beinhaltete Informationsveranstaltungen in zehn Einkaufszentren in den
sieben Hamburger Bezirken. Die Veranstaltungszeit reichte vom 8.9. bis 15.11.2003,
sie umfasste 50 Werktage. Je Einkaufszentrum betrug der Veranstaltungszeitraum
dienstags bis samstags in der Regel von 9.00 bis 20.00 Uhr.
Schirmherr der Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg" im EJMB war der erste
Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Herr Ole von Beust.4
Mit "Barrierefreies Hamburg" wurde im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ein schon länger anvisiertes Vorhaben verwirklicht, Hamburger Bürgerin1
Siehe Anlage 5: Erklärung von Madrid des Europäischen Behindertenkongresses im März 2002.
Weitere Informationen siehe offizielle Website des EJMB unter www.eypd2003.org.
2
Siehe Anlage 6: Magdeburger Erklärung. Weitere nationale Informationen siehe unter
www.ejmb2003.de.
3
Vgl. Broschüre "Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen - Veranstaltungsübersicht",
Hrsg. Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt
Hamburg. Weitere Aktivitäten siehe unter www.ejmb.hamburg.de.
4
Siehe Anlage 1: Grußwort des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg
4
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
nen und Bürger auch in den Einkaufszentren über das breite Angebot an Leistungen
und Selbsthilfemöglichkeiten zum Thema Barrierefreiheit zu informieren.
Barrieren sind für viele Menschen ein Hindernis. Mobilität in allen Lebensbereichen
ist für alle Menschen Grundvoraussetzung für die individuelle Entwicklung und Lebensqualität. Menschen mit Behinderungen haben den gleichen Anspruch, in gleicher Weise wie nicht behinderte Menschen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben
und sich aktiv zu beteiligen. Barrieren unterschiedlichster Art und Form erschweren
bzw. verhindern aber eine Teilnahme:
Stufen für Rollstuhlfahrer, für Personen mit Gehwagen oder Kinderwagen,
fehlende Handläufe für Menschen mit Gehbehinderung,
nicht erkennbare Treppenstufen für Menschen mit Sehbehinderung,
fehlende Informationen für blinde Menschen,
fehlende Gebärdensprache für gehörlose Menschen,
mangelnde Förderung für Menschen mit Lernschwächen,
fehlende Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung.
Daher sind alle Lebensbereiche so zu gestalten, dass Menschen mit Behinderungen
die Chance haben, selbstbestimmt zu leben und sich bewegen zu können. Es darf
keine Ausnahmen geben. Dies gilt für die Teilnahme am öffentlichen Personenverkehr, dem öffentlichen und kulturellen Leben, dem Wohnen, der Bildung, Ausbildung
und Arbeit, der Kommunikation und Nutzung der Informations-Technologien sowie
für viele andere Bereiche.
Aus dem Bestreben Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung für Menschen
mit Behinderung in Hamburg voranzubringen, leiteten sich die Ziele von "Barrierefreies Hamburg" ab.
2.2 Die Projektziele
Ziel der Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg" war, über die Barrierefreiheit in
Hamburg zu informieren sowie positive wie negative Beispiele zu zeigen und Anregungen für sachgerechte Lösungen bei der Beseitigung noch vorhandener Barrieren
zu geben.
Beabsichtigt war, möglichst viele Menschen “vor Ort“ zu erreichen und zu sensibilisieren und insbesondere die Bürger anzusprechen, die Informationen benötigen,
aber eher zu der Gruppe von Menschen gehören, die von sich aus keine Informations- und Beratungsstellen aufsuchen würden.
Gleichzeitig sollte eine Stärkung der Zusammenarbeit aller Beteiligten, insbesondere
der Entscheidungsträger, Sozialpartner, Sozialdienste, Politiker, Interessengemeinschaften, gemeinnützigen Organisationen der Menschen mit Behinderungen und ihrer Familienangehörigen, der Unternehmen sowie der Architekten, Fachingenieure
und Handwerker erreicht werden.
Ein weiteres Ziel von "Barrierefreies Hamburg" war, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen im Sinne der “Erklärung von Madrid“ und der “Magdeburger Erklärung“ zu verbessern.
5
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Mit den Zielsetzungen wurden folgende Ergebnisse erwartet:
•
Entdeckung der Gemeinsamkeiten von behinderten Menschen, Eltern mit
Kindern, älteren Menschen und auch Menschen mit vorübergehenden Mobilitätseinschränkungen und nicht behinderten Menschen
•
Mehr Aufmerksamkeit, Sensibilität und Verständnis für die Belange, Rechte
und Bedürfnisse behinderter Menschen in der Bevölkerung - im Sinne einer
gleichberechtigten Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung - zu erreichen
•
Ansprache und Information von Menschen, für die das Aufsuchen einer Beratungsstelle bisher noch fremd ist und eine Barriere darstellt
•
Anstöße durch Information und Beratung zu geben, in konkreten Einzelfällen
zu einer selbstbestimmten und selbstständigen Lebensführung zurückzukehren oder sie zu erleichtern
•
Sensibilisierung von Politikern und anderen Entscheidungsträgern im Bau-,
Verkehrs- und Internetbereich und ihre verstärkte Kooperation mit Behindertenvertretungen/-verbänden bzw. Beratungsstellen
•
Zukünftig verstärkte Zusammenarbeit der Kooperationspartner durch den
Austausch von Erfahrungen und das Kennenlernen bei dieser Veranstaltung.
Zusammenarbeit von Menschen und Institutionen, die einander bisher nicht
bekannt waren. Besonders durch die Unterstützung und Mitwirkung der sieben Bezirke wird erwartet, dass Planungsabläufe und konkrete Maßnahmen
für behinderte Menschen neu angestoßen und effektiver bearbeitet sowie
Quellen der Information und Beratung erschlossen werden
•
Künftige politische Aktivitäten für ein barrierefreies Hamburg
"Barrierefreies Hamburg" war ein Projekt, das auf der Teilhabe von Menschen mit
Behinderungen und ihren Selbsthilfeorganisationen und -verbänden aufbaute und
damit dem Motto des EJMB 2003 folgte "Nichts über uns ohne uns".
2.3 Die Veranstalter
Gemeinsame Veranstalter des Projektes "Barrierefreies Hamburg" waren Barrierefrei
Leben e. V. und der Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen
der Freien und Hansestadt Hamburg.
a) Barrierefrei Leben e.V. - Verein für Hilfsmittelberatung, Wohnraumanpassung
und barrierefreie Bauberatung
Barrierefrei Leben e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat,
ältere und behinderte Menschen und deren Angehörige sowie Beschäftigte aus sozialen Einrichtungen und Behörden zu informieren und zu beraten. Der Verein unterhält zurzeit folgende Angebote:
•
Beratungszentrum für Technische Hilfen & Wohnraumanpassung,
•
Beratung zum barrierefreien Bauen,
6
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
•
Beratung zu Multimedia-Anwendungen,
•
Schulungen zur Nutzung von technischen Hilfsmitteln,
•
Betrieb des Internet-Seniorenportals www.senioren.hamburg.de.
b) Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen der
Freien und Hansestadt Hamburg
Die Stelle "Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen" wurde
durch Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft mit Wirkung ab 1. Juli 2002 geschaffen. Vordem erfolgte die Bestellung als „Senatsbeauftragter für Behindertenfragen“.
Der Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen soll aus einer
unabhängigen Position heraus als Mittler zwischen Bürger und Verwaltung tätig sein,
als Ansprechpartner für behinderte Menschen und deren Verbände zur Verfügung
stehen und deren Anfragen, Beschwerden u.ä. nachgehen.
Wo in der Praxis Integrationsbarrieren auftreten, soll er auf Möglichkeiten der Abhilfe
drängen, Recherchen durchführen, Anregungen geben und notwendige Koordinierungen einleiten.
Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt soll darin liegen, durch Kontakte mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Betriebsrätinnen und Betriebsräten, SchwerbehindertenVertretungen, Kammern, Innungen und Gewerkschaften für die Beschäftigung behinderter Menschen einzutreten und die Bereitschaft zu erhöhen, alternative Arbeitsplätze außerhalb von Werkstätten für Behinderte zur Verfügung zu stellen und Ausbildungsbarrieren für behinderte Jugendliche abzubauen. Dem Anliegen von Frauen
wird dabei besonders Rechnung getragen.
Es ist Aufgabe des Senatskoordinators, in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen
Behörden dazu beizutragen, dass die Belange behinderter Menschen bei der Schaffung von Wohnraum, anderen Bauprojekten und bei der Ausgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs in Zukunft optimal berücksichtigt werden.
2.4 Die Finanzierung
Die Durchführung des Projektes wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung
durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und die Europäische Union sowie durch die finanzielle Unterstützung der Freien und Hansestadt
Hamburg.
Einen wesentlichen Anteil am Gelingen der Veranstaltungen und damit des Projektes
hatten die Kooperationspartner und die vielen Helferinnen und Helfer mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit sowie die Einkaufszentren durch die kostenlose Überlassung der
Veranstaltungsräume.
7
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
3. Die Konzeption der 50-tägigen Veranstaltungsreihe
Die unter Abschnitt 2.2 erläuterte Zielsetzung war, nicht das Negative zu betonen,
sondern möglichst viele Menschen zu informieren, zu sensibilisieren und dafür eine
große Zahl von Kooperationspartnern zu gewinnen. Das führte zu der Konzeption,
Veranstaltungen in zehn verschiedenen privatwirtschaftlich ausgerichteten Einkaufszentren in allen Hamburger Bezirken durchzuführen; jeweils wöchentlich von dienstags bis samstags mit täglich wechselnden Informationsangeboten, täglichen Standbesetzungszeiten von 9.00 bis 20.00 Uhr. Das bedeutete, für einen Zeitraum von 50
Tagen alle notwendigen Maßnahmen zu planen, zu koordinieren und zu steuern:
Verhandlungen mit den Center-Managern der zehn Einkaufszentren, Gewinnung von
und Absprache mit Kooperationspartnern auf Landes- und Bezirksebene, Klärung
und operative Umsetzung der Informationsmethoden, Strukturierung der Veranstaltung in attraktive Einheiten/Schwerpunkttage, Berücksichtigung der Besonderheiten
und Fachkompetenz vor Ort sowie Planung einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit.
Auf einen Punkt gebracht lautete die Konzept-Devise: Gemeinsam mit den Kooperationspartnern in Einkaufszentren das Thema “Barrierefreiheit in Hamburg“ voranbringen und die Veranstaltungsreihe zum Nutzen der Zielgruppen und zum Erfolg der
beteiligten Veranstalter und Kooperationspartner durchzuführen.
3.1 Konzeptteil: Kooperationspartner auf Landes- und Bezirksebene
Die inhaltliche Durchführung der Veranstaltungsreihe "Barrierefreies Hamburg" basierte auf einem breit angelegten Kooperationsmodell auf Landes- und Bezirksebene.
Die Planung dieser Veranstaltung begann im Frühjahr 2002 mit einer Kerngruppe
und entwickelte sich zu einem von vielen unterstützten Vorhaben.
Im Einzelnen waren - mit dem Fokus auf Barrierefreiheit - folgende Stellen beteiligt:
•
zuständige Behörden, alle sieben Bezirksämter und die beteiligten Dienststellen,
•
Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) für behinderte Menschen e.V. (51 Mitgliedsorganisationen u. Verbände),
•
Sozialverband VdK Hamburg,
•
SoVD Deutschland e. V., Landesverband Hamburg,
•
Behinderten-Arbeitsgemeinschaften in den Bezirken (Altona, Bergedorf, Harburg,
Niendorf und Behindertenforum Walddörfer),
•
Arbeitsgemeinschaften der Schwerbehindertenvertretungen in der Hamburger
Wirtschaft sowie der Hamburger Behörden und Dienststellen (vertreten gemeinsam rund 30.000 Arbeitnehmer in den Betrieben und Verwaltungen),
•
Landes-Seniorenbeirat und Bezirks-Seniorenbeiräte aller sieben Bezirke,
•
Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg - Fachbereich Architektur,
•
Öffentliche Unternehmen,
•
sonstige Verbände, Vereine, Selbsthilfegruppen und Initiativen.
8
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Insgesamt beteiligten sich an der Veranstaltungsreihe 60 Kooperationspartner.5 Zu
Beginn der Planung bestand eine Kooperationszusage von einer Kerngruppe beteiligter Verbände, Arbeitsgemeinschaften und Vertretungen, diese Gruppe erweiterte
sich dann sehr schnell.
Die Bezirksamtsleiter nahmen in ihrer Sitzung am 27. November 2002 die Informationen über die geplanten Veranstaltungen entgegen, begrüßten die Aktion und sagten ihre Unterstützung zu.
Über die inhaltlichen und organisatorischen Regelungen wurde auf mehreren Vorbereitungssitzungen informiert, individuelle Absprachen ergänzten diese Maßnahmen.
Die Unterstützung durch die Kerngruppe wurde in einer Kooperationsvereinbarung
dokumentiert.
Abbildung: Kooperationsvereinbarung
5
Siehe Anlage 2: Liste der beteiligten Kooperationspartner
9
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Kooperationspartner und deren Informationsangebote wurden unterschieden
nach
a) landesweit an allen zehn Veranstaltungen zu beteiligende Stellen - siehe
Strukturierung in Schwerpunkttage (Abschnitt 3.3.4) - und
b) ortsbezogene Einbindung.
Zur Unterstützung der Planung und Organisation durch die Veranstalter wurde für
jedes Einkaufszentrum ein “Koordinator vor Ort“ eingesetzt, der mit den dortigen Gegebenheiten vertraut war. Es handelte sich jeweils um eine Vertreterin/einen Vertreter eines Behindertenverbandes.
3.2 Konzeptteil: Einkaufszentren als Informations- und Ausstellungsorte sowie Stätten der Begegnung
Einkaufszentren erschienen gut geeignet für Informationsveranstaltungen zum Thema Barrierefreiheit. Die Center stellen einen wichtigen öffentlichen Bereich dar, sie
erfreuen sich hoher Besucherzahlen und verfügen neben den Geschäften und Läden
auch über die Ressourcen für nicht-kommerzielle Veranstaltungen. Die Center sind
mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend barrierefrei erreichbar und stellen Behindertenparkplätze. Zudem sind die Räumlichkeiten in den Einkaufszentren in der
Regel barrierefrei und verfügen über entsprechende Sanitäreinrichtungen. Andere
Vorteile wie z.B. eine gute Beleuchtung und der Schutz vor Witterungseinflüssen
kommen hinzu.
Der Veranstaltungszeitraum 8.9. bis 15.11.2003 wurde gewählt, um möglichst viele
Menschen zu erreichen, d.h. keine Haupturlaubszeit, annehmbare Wetterverhältnisse und freie Flächen in den Einkaufszentren außerhalb von Saisonzeiten wie dem
Oster- oder Weihnachtsgeschäft.
Die Aufteilung in ein Veranstaltungsangebot von fünf Tagen je Center ergab sich aus
dem großen Umfang der vorgesehenen Inhalte und der Vielfalt der beteiligten Kooperationspartner.
Die Auswahl der Einkaufszentren erfolgte mit dem Ziel der Verteilung der Standorte
auf alle sieben Bezirke und über das gesamte Stadtgebiet. Erste Absprachen und
Besichtigungen erfolgten mit dem jeweiligen Center-Management, die in den Einkaufszentren für die Durchführung von Veranstaltungen verantwortlich sind und dafür
die Zustimmung der Werbegemeinschaften (Zusammenschluss der Geschäfte in den
Einkaufszentren) einholen müssen. In nachfolgenden Verhandlungen waren die
Festlegung der Veranstaltungsflächen, die vertraglichen Grundlagen und organisatorischen Rahmenbedingungen sowie die Unterstützungsleistungen für die Durchführung der Aktionen zu regeln.
Folgende Einkaufszentren beteiligten sich an der Veranstaltungsreihe:
1. EKZ Hamburger Strasse 08.09. – 13.09.
im Bezirk Hamburg-Nord
2. Eidelstedt CENTER
16.09. – 20.09.
im Bezirk Eimsbüttel
3. Marktkauf Bergedorf
23.09. – 27.09.
im Bezirk Bergedorf
4. Alstertal Einkaufszentrum 30.09. – 04.10.
im Bezirk Wandsbek
5. Mercado
im Bezirk Altona
07.10. – 11.10.
10
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
6. Elbe-Einkaufszentrum
14.10. – 18.10.
im Bezirk Altona
7. Tibarg Center
21.10. – 25.10.
im Bezirk Eimsbüttel
8. EKT-Farmsen
28.10. – 01.11.
im Bezirk Wandsbek
9. Marktkauf Harburg
04.11. – 08.11.
im Bezirk Harburg
10. Billstedt Center
11.11. – 15.11.
im Bezirk Hamburg-Mitte
3.3 Konzeptteil: Bedarfsorientierte Informationsmodule
Die Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg" richtete sich an die Besucher der
Einkaufszentren, an Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige sowie an
beruflich mit Barrierefreiheit beschäftigte Personen und am Thema "Barrieren" interessierte Menschen.
Der Aufbau der Ausstellung und die Strukturierung der Informationsangebote orientierten sich an den Zielen des Projektes "Barrierefreies Hamburg" (siehe Abschnitt
2.2). Die Konzeption der Informationsangebote sollte insbesondere - neben der Erstund Fachinformation für Menschen mit Behinderungen und Angehörige - bei den Besuchern der Veranstaltungsreihe im Sinne einer Aufklärung und Förderung eines
Bewusstseinswandels gegenüber Menschen mit Behinderungen wirken. Die Selbstdarstellung der Leistungen und Angebote durch die Selbsthilfegruppen, Vereine und
Verbände aus dem Behindertensektor sollte sichtbar machen, dass Menschen mit
Behinderungen als Experten in eigener Sache maßgeblich für ihre Belange eintreten.
Die Informationsangebote der Veranstaltungsreihe "Barrierefreies Hamburg" sollten
zeigen, durch welche Barrieren Menschen mit Behinderungen an der Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben gehindert werden und welche Möglichkeiten es gibt, die
Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung zu ermöglichen.
Die Konzeption der Informationsangebote umfasste folgenden Module:
Informationsmodul I:
Die Eröffnungsveranstaltungen dienen der Begegnung
und als Auftakt sowie zur Öffentlichkeits-/Pressearbeit
Informationsmodul II: Die Ausstellungsstelltafeln führen die Besucher in die
Thematik "Barrieren" ein
Informationsmodul III: Kostenlose Broschüren und anderes Informationsmaterial zum Mitnehmen - auch für Eilige und
Zurückhaltende
Informationsmodul IV: Persönliche (Fach-)Information an den Ständen
Informationsmodul V: Vorführungen und Möglichkeiten zum Ausprobieren
Informationsmodul VI: Das Info-Telefon zur Veranstaltungsreihe
3.3.1 Info I: Die Eröffnungsveranstaltungen - Begegnung und Auftakt
Für die Veranstaltungsreihe "Barrierefreies Hamburg" fand in jedem der 10 Einkaufszentren eine Eröffnungsveranstaltung statt. Mit Ausnahme der Auftaktveranstaltung
am 8. September 2003 wurde der Beginn jeder Aktionswoche für Dienstag festgelegt.
11
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltungen wurden wie folgt strukturiert:
persönliche Einladung zur Eröffnungsveranstaltung an Behördenvertreter, Politiker, Verbände, Vereine, Presse etc. aus dem jeweiligen Bezirk
Ankündigung der Eröffnungsveranstaltung durch die Presse und innerhalb der
Center durch Plakate
Einrahmung durch kulturelle Beiträge (musikalische Einlagen, Theatervorführungen)
Grußwort des Center-Managements und Redebeiträge vom Bezirksamtsleiter,
örtlichen Behindertenvertreter und Senatskoordinator; bei der Auftaktveranstaltung sprach zusätzlich der Präses der Behörde für Bau und Verkehr und bei
der sechsten Veranstaltung der Präses der Behörde für Soziales und Familie
Ausstellungsrundgang mit den Rednerinnen und Rednern, geladenen Gästen
und interessierten Besuchern
Ausklang und Übergang zur Wochenausstellung durch einen kleinen Getränkeempfang, der vom jeweiligen Einkaufscenter organisiert und gespendet wurde
Die Eröffnungsveranstaltungen dienten mehreren Zwecken:
Sie markierten den offiziellen Beginn der Ausstellung und gaben jeder Woche
eine eigene Bedeutung.
Sie boten ein Forum für wichtige Redebeiträge.
Sie waren eine gute Gelegenheit politische Vertreter, wie z.B. die Bezirksamtsleiter und andere Behördenvertreter, für das Thema "Barrierefreiheit"
persönlich und in ihrem Bezirksbereich zu gewinnen.
Die kulturellen Beiträge erhöhten die Attraktivität der Ausstellung bei den Besuchern.
Sie schafften Raum für Begegnung und Gespräche zwischen Menschen, die
sich sonst eher nicht kennen lernen.
Sie waren gut geeignet, um Presseberichte zur Veranstaltungsreihe zu initiieren.
3.3.2 Info II: Ausstellung - Stelltafeln zur Erstinformation
Den ersten Blickfang in den Einkaufszentren bildete der Ausstellungsteil mit Schautafeln, auf denen zum Thema "Barrieren" informiert wurde.
Die Ausstellung sollte zum Stehenbleiben und Lesen einladen. Sie war als Erstinformation konzipiert und wollte auf die unterschiedlichen Lebensbereiche behinderter
Menschen hinweisen, in denen Barrieren bestehen und diese beispielhaft skizzieren.
Für weiterführende Information waren Broschürentische und die Informationsstände
vorgesehen.
Die Ausstellungswände waren flexibel aufstellbar und konnten so den jeweiligen
räumlichen Gegebenheiten in den Centern angepasst werden. Die folgenden acht
Stelltafeln wurden über die gesamte Veranstaltungsdauer, d.h. in allen zehn Einkaufszentren auf den Ausstellungswänden gezeigt. Weitere vier Stelltafelflächen
wurden für die Darstellung von positiven und negativen Beispielen zu Barrieren vor
Ort vorgehalten (siehe Abschnitt 4).
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildung: Stelltafeln
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
3.3.3 Info III: Kostenlose Informationsmaterialien zum Mitnehmen - besonders
für Eilige und Zurückhaltende
Einen wichtigen Bestandteil des Informationskonzeptes zur Veranstaltungsreihe
"Barrierefreies Hamburg" bildete die Weitergabe von Broschüren und anderen Informationsmaterialien.
Um den Besuchern ein bedarfsorientiertes Angebot an Broschüren präsentieren zu
können, wurde in Zusammenarbeit mit den beteiligten Kooperationspartnern eine
Zusammenstellung der auszulegenden Informationsmaterialien erarbeitet.6
Diese etwa 60 verschiedenen Broschüren, Flyer und anderen Informationsmaterialien wurden in allen Einkaufszentren auf Auslagetischen und einer Broschürenstellwand ausgelegt. Der Transport und die Nachlieferung der Materialen wurde
von den Veranstaltern durchgeführt.
Die Auslage der Informationsmaterialien erfolgte an personell nicht besetzten Auslageflächen. Besucher, die es eilig hatten bzw. die sich erst einmal informieren wollten,
sollten die Materialien an den gesonderten Flächen entnehmen können, ohne Bedenken haben zu müssen, in ein Gespräch gedrängt zu werden. Interessierte, die
auch persönliche Informationen wünschten, konnten sich die Materialien an den Informationsständen erläutern lassen.
Zusätzlich zu den während der gesamten Ausstellungsdauer ausgelegten Informationsmaterialen hatten die jeweiligen Kooperationspartner in der Zeit, in der sie einen
Informationsstand betreuten, die Möglichkeit weiteres Informationsmaterial ihres
Vereins/Verbandes bzw. ihrer Einrichtung am Stand auszulegen.
3.3.4 Info IV: Persönliche Information an den Ständen zu Schwerpunktthemen
und örtlichen Angeboten/Problemen
Neben der Information durch Stellwände und Broschüren wurde als zentraler Bestandteil das Angebot "Persönliche Information an den Ständen" eingeplant und organisiert. Die Besetzung der Informationsstände erfolgte durch die vielen Kooperationspartner und wurde durch die “Koordinatoren vor Ort“ organisiert.
Um die große Zahl von Vereinen, Verbänden und Einrichtungen, die an den Informationsständen zu beteiligen waren, organisatorisch berücksichtigen zu können und um
ein möglichst attraktives Angebot für die Besucher zu gewährleisten, wurde die Belegung der Informationsstände örtlich und zeitlich einheitlich wie folgt geregelt.
Die Beteiligung der Kooperationspartner an den Standbesetzungen wurde in drei
Gruppen aufgeteilt:
Verbände oder Institutionen mit einem Schwerpunkt, die mit ihren Angeboten
in ganz Hamburg präsent sind, konnten sich in allen zehn Einkaufszentren jeweils an einem festgelegten Wochentag - beteiligen. Dazu wurde ihnen ein
Stand zur Verfügung gestellt.
Einrichtungen, die lokal aktiv sind, konnten sich in einem oder mehreren Einkaufszentren innerhalb ihres Bezirkes darstellen. Dazu gab es einen Informationsstand, der stundenweise bzw. halbtags oder ganztags durch Kooperationspartner besetzt wurde.
6
Siehe Anlage 3: Liste der ausgelegten Informationsmaterialien
15
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
In vier Bezirken gab es ein zusätzliches Informationsangebot durch das Personal unterschiedlicher Dienststellen der Bezirke.
a) Strukturierung in fünf Schwerpunkttage je Einkaufszentrum
Die jeweils fünf Veranstaltungstage je Einkaufszentrum wurden in folgende Schwerpunkttage unterteilt, an denen die entsprechenden Kooperationspartner informierten
und hierfür Personal und Material zur Verfügung stellten.
Abbildung: Schwerpunkttage und beteiligte Kooperationspartner
Wochentag
Schwerpunktthema
dienstags:
Körperbehinderte Menschen
Beteiligte Kooperationspartner
Rollstuhl-Sportclub Hamburg 1975 e.V.
Rolli e.V.
mittwochs:
Blinde und sehbehinderte
Menschen
Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.
donnerstags:
Mobilität im öffentlichen Raum
Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft
für behinderte Menschen e.V.
HVV Hamburger Verkehrsverbund GmbH
HHA – Hamburger Hochbahn AG,
VHH - Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein,
PVG - Pinneberger Verkehrsgesellschaft
mbH
Verkehrswacht Hamburg e.V.
freitags:
Informationen zum barrierefreien
Wohnungsbau und –umbau
Beratungszentrum für Technische Hilfen und
Wohnraumanpassung
Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt
Behörde für Bau und Verkehr – Amt für
Wohnen
samstags:
Schwerhörige und gehörlose
Menschen
Gehörlosenverband Hamburg e.V.
Hörberatungs- und Informationszentrum
Hamburg gGmbH
b) Darstellung der örtlichen Gegebenheiten
Die Angebote an den Schwerpunkttagen wurden ergänzt durch Informationen über
die örtliche Situation und Besonderheiten. Die Verbände, Vereine, Selbsthilfegruppen
und Behindertenarbeitsgemeinschaften, die vor Ort tätig waren, präsentierten ihre
Arbeit und Angebote auf den dafür vorgesehenen Informationsständen und unterstützten damit die Veranstaltungsreihe.
c) Informationen durch die örtlichen Dienststellen
In vier Einkaufszentren informierten bezirkliche Dienststellen (z.B. Beratungsstellen
für Körperbehinderte, bezirkliche Altenhilfe, Sozialamt, Bauprüfabteilung) stunden16
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
weise an einem Stand über Bezirksangelegenheiten und beantworteten Fragen. Es
wurde diverses Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.
3.3.5 Info V: Vorführungen und Möglichkeiten zum Ausprobieren
Als weiteres bedarfsorientiertes Informationsmodul wurden im Zusammenhang mit
den Schwerpunkttagen Vorführungen und Möglichkeiten zum Ausprobieren von behinderungskompensierenden Techniken und Hilfsmitteln angeboten. Der Konzeptteil
"Vorführen und Ausprobieren" diente dazu, die persönliche Fachinformation zu
vertiefen und Interessierte aktiv zu beteiligen.
Folgende Vorführ- und Probiermöglichkeiten waren Bestandteil der Veranstaltungsreihe:
a) Ausprobieren eines Rollstuhles für Fußgänger
Je nach den räumlichen Möglichkeiten in den Einkaufszentren konnten Interessierte die Fortbewegung im Rollstuhl in einem Rollstuhl-Parcours üben und
Basketball im Rollstuhl spielen. Für diese Aktivitäten stellte die Firma Meyra
leihweise zwei Rollstühle zur Verfügung. Ergänzt wurde dieses Angebot durch
das Vorführen von Videofilmen über die unterschiedlichen Rollstuhlsportmöglichkeiten und über die Paralympics.
b) Kennen lernen von allgemeinen Hilfsmitteln und Computerhilfsmitteln
für blinde und sehbehinderte Menschen
Ausprobiert werden konnten allgemeine Hilfsmittel wie z.B. sprechende Uhren
und eine sprechende Waage, Leselupen, Vergrößerungsgeräte, Spiele etc..
Als Computerhilfsmittel wurde ein mobiler Arbeitsplatz für blinde Menschen mit
Notebook, Screenreader, dem Lesesystem "Poet Compact" und vierzigstelliger Braille-Zeile vorgestellt.
c) Vorstellung des neuen Fahrgastinformationssystems des HVV
Der HVV (Hamburger Verkehrsverbund GmbH) stellte sein neues Fahrgastinformationssystem mit den speziellen Bestandteilen zur Nutzung öffentlicher
Verkehrsmittel durch mobilitätseingeschränkte Menschen vor. Dazu wurden
jeweils zwei große Stelltafeln und ein Info-Display aufgebaut.
d) Übungsbus mit Rampe für Rollstuhlfahrer und Gehwagennutzer
Rollstuhlfahrer und andere mobilitätseingeschränkte Personen, aber auch
Fußgänger, konnten sich zum Thema Mobilität im öffentlichen Raum informieren und vor Ort die Ein- und Ausfahrt in einem Niederflurbus mit Rampe üben.
Dazu stellten die jeweiligen Verkehrsunternehmen vor Ort einen Übungsbus
zu Verfügung, das Berufsbildungswerk Hamburg baute ein Podest als Bürgersteigersatz für die Rampe am Übungsbus und die Firma Lehmann RehaHandel spendete eine Rampe. Auch hier wurden die beiden Rollstühle der
Firma Meyra eingesetzt.
17
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
e) Informationen zum barrierefreien Wohnen
Es wurde ein 1m x 1m großes Vorher-Nachher-Modell einer rollstuhlgerecht
umgebauten Wohnung gezeigt und erläutert. Des Weiteren konnte man sich
durch Hilfe eines Notebooks und eines Architekturkonstruktionsprogramms
Grundrisse für das eigene Bad bzw. Veränderungsmöglichkeiten an der ganzen Wohnung/Haus vorführen lassen.
Mitarbeiterinnen der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt informierten
zur Finanzierung solcher Umbaumaßnahmen.
f) Schnupperkurs zur Deutschen Gebärdensprache
Hörenden und hörgeschädigten Besuchern wurde eine Mitmach-Aktion in
Form eines "Schnupperkurses Gebärdensprache" unter Anleitung von gehörlosen Menschen mit Unterstützung von Gebärdensprachdolmetschern angeboten. Der Schnupperkurs wurde i.d.R. samstags zwischen 10.00 Uhr und
18.00 Uhr stündlich durchgeführt und fand direkt auf der Veranstaltungsfläche
im Einkaufszentrum statt.
g) Durchführung eines Hörtests und Ausprobieren von Hilfsmitteln für
schwerhörige und ertaubte Menschen
Angeboten wurde die Durchführung eines Schnell-Hörtests. Weiterhin konnten
technische Hilfen für schwerhörige und ertaubte Menschen - wie z.B. das Auslösen eines Lichtsignals durch eine Klingel, das Anzeigen von Telefonanrufen
durch ein Lichtsignal oder ein vibrierender Wecker - getestet werden.
3.3.6 Info VI: Das Info-Telefon zur Veranstaltungsreihe
Als ergänzendes und erstmals praktiziertes Informationsmodul wurde ein zentrales
Info-Telefon speziell für die Veranstaltungsreihe "Barrierefreies Hamburg" angeboten. Das Info-Telefon wurde in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Beschäftigungsträger "Arbeit und Lernen" bei "Dialog im Dunkeln" eingerichtet. Das Info-Telefon war
vom 13.8. bis zum 15.11.2003 jeweils montags von 9.00 bis 16.30 Uhr und dienstags
bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr besetzt. Zu anderen Zeiten lief ein Anrufbeantworter.
3.4 Konzeptteil: Öffentlichkeitsarbeit
Die Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg" wurde in gut besuchten Einkaufszentren durchgeführt und man konnte daher davon ausgehen, dass viele Menschen im
Rahmen ihrer Einkäufe an der Ausstellung vorbeikommen. Trotz dieser Tatsache
wurde für die Informationsreihe eine vielfältige Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt.
Als vorbereitende Maßnahmen für die Gestaltung der PR-Produkte wurden eigene
Piktogramme entwickelt. Diese wurden für die Gestaltung der Plakate, des Leporello
und für die sonstigen Ankündigungsmaterialien verwendet.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Folgende Maßnahmen waren Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit:
a) Plakat-Aktion
Für die Bekanntmachung der gesamten Veranstaltungsreihe wurde das folgende
Plakat als Hauptwerbeträger erstellt.
Von dem Plakat wurden 3.000 Exemplare auf DIN A2 gedruckt. Die Verteilung erfolgte u.a. an Vereine, Selbsthilfegruppen, Soziale Einrichtungen, Schulen, Beratungsstellen, Verbände, Wohngruppen, Behörden, Parteien. Mit einer Vielzahl der Plakate
erfolgten auch erste Werbemaßnahmen in den Einkaufszentren.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
b) Informationen per Leporello
Des Weiteren wurde ein achtseitiger Leporello entworfen und in einer Auflage von
12.000 Exemplaren gedruckt. Die Verteilung erfolgte teils als Beilage zum Versand
der Plakate, teils über den Presseverteiler der Veranstalter sowie als Auslage in den
Einkaufszentren und über die beteiligten Kooperationspartner.
Abbildung: Außenansicht des Leporello
Abbildung: Innenansicht des Leporello
c) Pressearbeit
Um die Presse zu informieren, wurden entsprechende Mitteilungen erstellt und u.a.
an Print-Medien, an Tagespresse sowie an Rundfunk- und Fernsehanstalten verschickt.
Ausgewählte Presseartikel sind in der Anlage 4 "Pressespiegel" aufgeführt.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
d) Informationsbriefe und persönliche Bekanntmachung in den Verbänden und
Vereinen
Die persönliche Bekanntmachung der Veranstaltungsreihe erfolgte über spezielle
Einladungsschreiben an herausragende Persönlichkeiten und Stellen sowie über die
persönliche Bekanntmachung der Veranstaltungsreihe durch die Vielzahl der beteiligten Kooperationspartner in ihren Verbänden, Vereinen, Arbeitsgemeinschaften,
Selbsthilfegruppen und Dienststellen.
e) Informationen zur Veranstaltungsreihe im Internet
Ergänzend wurde auf den Internetseiten der Freien und Hansestadt Hamburg, der
Veranstalter und zahlreicher anderer beteiligter Stellen auf die Veranstaltungsreihe
hingewiesen. Projektbeschreibungen und andere Informationen wurden als pdfDateien zum download angeboten.
f) Ankündigungen in den Einkaufszentren
Während der Veranstaltungswochen wurden die Wochen- und Tagesprogramme in
den Einkaufszentren auf speziellen DIN A1 Plakaten angekündigt. Die Ankündigungen wurden sowohl in den Eingangsbereichen der Center als auch in der unmittelbaren Umgebung der Ausstellung ausgehängt und täglich aktualisiert.
Abbildung: Beispiel eines Plakates zum aktuellen Tagesprogramm
21
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Darüber hinaus wurde an den Informationsständen mit Plakaten über die aktuelle
Standbesetzung informiert. Dazu wurden Plakatvordrucke verwendet, die jeweils mit
den Daten der Standbesetzung ergänzt wurden.
Abbildung: Beispiel von Plakaten zur aktuellen Standbesetzung
4. Die Informationsveranstaltungen in den Einkaufszentren
Im Abschnitt 3.2 “Konzeptteil Einkaufszentren als Ausstellungsorte" wurde erläutert,
warum Einkaufszentren für die Informationsveranstaltung gewählt wurden. Im Folgenden wird auf die speziellen Bedingungen von Veranstaltungen in Einkaufszentren
eingegangen und anschließend über den Ablauf der zehn jeweils fünftägigen Veranstaltungswochen in den Einkaufszentren berichtet.
An dieser Stelle soll auf die große Unterstützung der Veranstaltung durch die einzelnen Einkaufszentren hingewiesen werden. So wurden die Veranstaltungsflächen mit
vorbereiteten hauseigenen Ständen bzw. Tischen in allen Einkaufszentren kostenlos
zur Verfügung gestellt, und Mitarbeiter leisteten Unterstützung beim Auf- und Abbau.
Alle Veranstaltungsbeteiligten hatten - sofern die Parkhäuser im Centerbesitz waren freie Parkmöglichkeit.
4.1 Durchführungsbedingungen in den Centern: Auf-, Um- und Abbau
Die Veranstalter der Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg" waren "Geschäftspartner" des Center-Managements der Einkaufszentren.
22
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die jeweiligen Leistungen, die a) von den Veranstaltern und b) von den CenterManagements zu erbringen waren sowie deren Durchführungsmodalitäten wurden
anhand von Checklisten abgesprochen und vertraglich geregelt.
Es zeigte sich, dass für Veranstaltungen in Einkaufszentren spezielle Bedingungen
gelten. Beispiele:
Vorbedingung für eine Zusammenarbeit war, dass sich die Veranstalter zu einem bestimmten Niveau (inhaltliche Darstellung der Ausstellung, Erscheinungsbild der Ausstellungswände, Verhalten der Standbesetzung) verpflichteten.
Auf- und Abbauarbeiten für die Gesamtausstellung und für die täglich wechselnden Informationsangebote mussten außerhalb der Öffnungszeiten der
Einkaufszentren organisiert werden, d.h. vor 9.00 Uhr morgens bzw. nach
20.00 Uhr abends.
Die Standbesetzungszeiten richteten sich nach den Gepflogenheiten der Einkaufszentren, d.h. alle Angebote - seien es die Geschäfte und Läden oder
Veranstaltungsangebote wie z.B. die Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg" - mussten während der gesamten Öffnungszeit personell besetzt sein.
Demzufolge dauerte die Standbesetzungszeit i.d.R. von 9.00 bis 20.00 Uhr.
Alle Personen, die einen Informationsstand betreuten, mussten genau wissen,
wann sie zuständig sind, wo sie den Veranstaltungsort finden und welche Regelungen die Veranstalter und das Center Management vereinbart hatten. Da
es sich in jeder Woche überwiegend um neue Kooperationspartner handelte
und auch die Beschäftigten an den Schwerpunkttagen jede Woche neue
räumliche Situationen vorfanden, war täglich viel Informationsarbeit zu leisten.
Center-Manager setzten hohe Qualitätsstandards für die Gestaltung von Ausstellungen und Informationsständen voraus. Dies galt sowohl für die Ausstellungswände als auch für die Ausstellungsmaterialien, die von den beteiligten
Kooperationspartnern jeweils mitgebracht wurden sowie für das Erscheinungsbild des Standes.
Es war Rücksicht auf angrenzende Geschäfte und Läden zu nehmen.
Die Center verfügten über mehrere Eingangsbereiche, d.h. es musste auch
innerhalb des Einkaufszentrums an mehreren Orten auf die Veranstaltung
hingewiesen werden.
Die Ausstellungsmaterialen waren zu den Einkaufszentren zu transportieren,
dort zu lagern und zu ergänzen. Da auf den Ausstellungsflächen nur geringe
Lagerungsmöglichkeit bestand, mussten die Materialien außerhalb des Einkaufszentrums in einem Anhänger auf dem Kunden-Parkplatz bzw. in der Anlieferung zwischengelagert und bei Bedarf von dort abgeholt werden.
4.2 Bericht über die einzelnen Informationsveranstaltungen
Im Folgenden wird der Ablauf der Veranstaltungen in den zehn Einkaufszentren
vorgestellt und mit Abbildungen illustriert.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.1 Einkaufszentrum Hamburger Straße im Stadtteil Uhlenhorst
Die Koordination vor Ort für das Einkaufszentrum Hamburger Straße1 vom 8. bis 13.
September erfolgte durch Karin Dieckmann vom Veranstalter Barrierefrei Leben e.V.
Im Folgenden sind das Wochenprogramm und einige Eindrücke aus der Auftaktveranstaltung und der Veranstaltungswoche abgebildet.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Einkaufszentrum Hamburger Straße
1
Einkaufszentrum Hamburger Straße in Zahlen: 100 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe. Das Center ist mit 56.000 qm Gesamtfläche das größte Einkaufszentrum in Hamburg. Durchschnittlich besuchen 40.000 Besucher pro Tag das Einkaufszentrum.
(Quelle: www.ekz-hamburger-strasse.de)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Auftaktveranstaltung zur Informationsreihe “Barrierefreies Hamburg“
Die Eröffnung der Veranstaltungsreihe im Einkaufszentrum Hamburger Straße fand
am 8. Sept. 2003 um 14.00 Uhr durch den Präses der Behörde für Bau und Verkehr
der Freien und Hansestadt Hamburg, Herrn Senator Mario Mettbach, statt.
Nach dem Grußwort von Herrn Jens Horeis, Center-Manager des Einkaufszentrums,
erfolgten weitere Wortbeiträge zum Thema Barrierefreies Hamburg durch Mathias
Frommann, Bezirksamtsleiter des Bezirkes Hamburg-Nord, Dr. Gerhard Exner,
Chefarzt des Querschnittgelähmten-Zentrums des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg, Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung
behinderter Menschen sowie von Heidi Kirste, Rollstuhl-Basketballerin und Hamburger Olympiabotschafterin, die aus der Sicht einer behinderten Frau im Rollstuhl
sprach. Die Veranstaltung wurde moderiert von Marina Marquardt, Vertrauensperson
für schwerbehinderte Menschen und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der
Schwerbehindertenvertretungen in der Hamburger Wirtschaft. Ein musikalisches
Rahmenprogramm sorgte für Kurzweil.
Abbildungen: Auftaktveranstaltung im Einkaufszentrum Hamburger Straße
Grußwort durch den
Center-Manager, Herrn Horeis
Frau Kirste sprach zum Thema Barrierefreiheit und schilderte Alltagserfahrungen
Fernsehaufnahmen vom Senator
Interessierte Zuhörer
25
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Auftaktveranstaltung im Einkaufszentrum Hamburger Straße
Herr Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen
Die Eröffnungsveranstaltung bietet
Gelegenheit zu Gesprächen
Informationen über lokale Barrieren
Einer von vielen interessierten Gästen
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Einkaufszentrum Hamburger Straße
Ein Blick über die Ausstellung
Vorführung und Ausprobieren
"Basketball für Rollstuhlfahrer"
Informationen zum barrierefreien
Wohnungsbau und -umbau
Informationen für blinde und sehbehinderte
Menschen
Standbesetzung durch den Club 68 e. V.
Hinweis zum Standort des
Übungsbusses mit Rampe für Rollstuhlfahrer
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.2 Eidelstedt Center
Für die Veranstaltungswoche im Eidelstedt Center1 vom 16. - 20. September übernahm Astrid Klinkmüller von Bi-Mobil, Behinderten-Initiative Unterwegs, die Koordination vor Ort.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Eidelstedt Center
1
Eidelstedt Center in Zahlen: 60 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe.
(Quelle: www.eidelstedt-center.de)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Eidelstedt Center
Die Veranstaltungswoche im Eidelstedt Center wurde mit einem Grußwort des Center-Managers, Marcus Czerwionka, am 16. September 2003 eröffnet.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung sprachen Dr. Jürgen Mantell, Bezirksamtsleiter des Bezirkes Eimsbüttel, Margret Lüder, 1. Vorsitzende des Eidelstedter Bürgerhauses, Matthias Röwer, in Vertretung des Senatskoordinators für die Gleichstellung behinderter Menschen und Astrid Klinikmüller, Bi-Mobil, Behinderten-Initiative
Unterwegs.
Die Veranstaltung moderierte Marina Marquardt. Abgeschlossen wurde die Eröffnungsveranstaltung mit einem Rundgang durch die Ausstellung.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Eidelstedt Center
Ein Blick auf den Veranstaltungsbereich
im Edelstedt Center
Interessierte
Zuhörerinnen
Lokales
zu Eidelstedt
Herr Dr. Mantell,
Bezirksamtsleiter des Bezirkes Eimsbüttel
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Eidelstedt Center
Standbesetzung durch die Deutsche Multiple
Sklerose Gesellschaft (DMSG), LV Hamburg
Standbesetzung durch Bi-Mobil,
Behinderten-Initiative Unterwegs
Informationsstand des HVV
Hamburger Verkehrsverbund
Informationen
werden gesichtet
Einfahrt in den Übungsbus
Ausfahrt aus dem Übungsbus
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.3 Marktkauf Center Hamburg Bergedorf
Die Koordination vor Ort für die Veranstaltungen vom 23. - 27. September im Marktkauf Center in Hamburg Bergedorf1 hatte Helga Konther von der BehindertenArbeitsgemeinschaft Bergedorf.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Marktkauf Center Hamburg-Bergedorf
1
Marktkauf Center Hamburg-Bergedorf: 30 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe und 1 SB-Warenhaus. (Quelle: www.marktkaufcenter-bergedorf.de)
31
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Marktkauf Center Hamburg Bergedorf
Als kultureller Beitrag zur Veranstaltung in Bergedorf spielte die Theatergruppe "Klabauter" zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung.
Die Redebeiträge zum Auftakt der Veranstaltungswoche im Marktkauf Center Hamburg Bergedorf begannen mit einer Rede von Dr. Christoph Krupp, Bezirksamtsleiter
des Bezirkes Bergedorf. Weitere Wortbeiträge folgten von Helga Konther, 1. Vorsitzende der Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Bergedorf und Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen.
Die Veranstaltung moderierte von Karin Dieckmann, Barrierefrei Leben e.V. Abgeschlossen wurde die Eröffnungsveranstaltung mit einem Rundgang durch die Ausstellung.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Marktkauf Center Hamburg Bergedorf
Vorführung der
Theatergruppe "Klaubauter" ...
... und die
begeisterten Zuschauer
Frau Konther, 1. Vorsitzende der BehindertenArbeitsgemeinschaft Bergedorf
Bezirksamtsleiter Dr. Krupp trägt
sich in das Gästebuch der Ausstellung ein
32
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Marktkauf Center Bergedorf
Die Stelltafeln ...
... eine Einladung zum Lesen
Ein Small-Talk
am Infostand
Videovorträge
zum Thema Rollstuhsport
Informationsmaterialien
zum Mitnehmen
Eine Einladung
zum Hörtest
33
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.4 Alstertal-Einkaufszentrum im Stadtteil Poppenbüttel
Das Alstertal-Einkaufszentrum1 liegt im Stadtteil Poppenbüttel und bildet einen Einkaufsschwerpunkt im Norden Hamburgs. Die Koordination vor Ort vom 30. September - 5. Oktober wurde von Bernd Lange, Club 68 e.V., durchgeführt.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Alstertal-Einkaufszentrum
1
Alstertal-Einkaufszentrum: 160 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe. Die
Verkaufsfläche beträgt 142.000 qm. (Quelle: www.alstertal-einkaufszentrum.de)
34
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Alstertal-Einkaufszentrum
Die Eröffnungsveranstaltung der Veranstaltungswoche im Alstertal-Einkaufszentrum
fand im „Treffpunkt Bühne“ des Centers statt. Es sprachen Gerhard Fuchs, Bezirksamtsleiter des Bezirkes Wandsbek, Bernd Lange, Vorstandssprecher des Club
68 e.V. und Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter
Menschen.
Die Veranstaltung wurde moderiert von Marina Marquardt. Ein Jazz-Quartett sorgte
für musikalische Begleitung.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Alstertal-Einkaufszentrum
Eines der Ankündigungsplakate
zum Aushang im Einkaufszentrum
Die Redner Bernd Lange
und Gerhard Fuchs
Rundgang durch die Ausstellung
Selter und Sekt für die Gäste
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Alstertal-Einkaufszentrum
Standbesetzung durch Selbsthilfegruppen im Stadtteil
Ein Rollstuhl-Parcours lädt zum Mitmachen ein
Plakat des Schulungszentrums für
naturgemäßen Land- und Gartenbau
Plakat über die Situation für Rollstuhlfahrer
in Poppenbüttel
36
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.5 Mercado - Einkaufszentrum Altona-Ottensen
Die Koordination für Veranstaltungen im Mercado Einkaufszentrum1 im Stadtteil
Altona-Ottensen vom 7. - 11. Oktober hatte Peter Nierhaus von der Bezirks-ArbeitsGemeinschaft Altona für Menschen mit Behinderung e.V.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Mercado Einkaufszentrum
1
Mercado Einkaufszentrum Altona-Ottensen in Zahlen: 50 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und
Dienstleistungsbetriebe. Die Verkaufsfläche beträgt 20.000 qm. Das Einkaufszentrum hat täglich
zwischen 25.000 bis 35.000 Besucher. (Quelle: www.Mercado-HH.de)
37
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Mercado Einkaufszentrum
Die Eröffnung dieser 5. Veranstaltungswoche erfolgte mit einem Grußwort des
Center-Managements, überbracht von Cornelius Liedtke. Weitere Wortbeiträge
hielten Hinnerk Fock, Bezirksamtsleiter des Bezirkes Altona, Matthias Röwer, in
Vertretung des Senatskoordinators für die Gleichstellung behinderter Menschen und
Peter Nierhaus, Vorsitzender der Bezirks-Arbeits-Gemeinschaft Altona für
Menschen mit Behinderung e.V. Die Moderation übernahm Marina Marquardt.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Mercado Einkaufszentrum
Bezirksamtsleiter Fock sprach zum Thema
"Barrieren" in Politik und Verwaltung
Herr Nierhaus schilderte die Situation
aus Sicht behinderter Menschen
Zuschauer der
Eröffnungsveranstaltung
Die Stelltafeln,
aufgebaut im Mercado
Auf dem Weg
durch die Ausstellung
An den Infoständen
kamen alle vorbei
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Mercado - Einkaufszentrum Altona-Ottensen
Tageshinweise zur Veranstaltung
Der Hörtest
Infostand des HVV
Schnupperkurs in Gebärdensprache
Über die Rampe geht es mit dem Rollstuhl in den Bus
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.6 Elbe-Einkaufszentrum in den Stadtteilen Groß Flottbek / Osdorf
Die Koordination vor Ort für das Elbe-Einkaufszentrum1 vom 14. - 18. Oktober lag in
den Händen von Peter Nierhaus von der Bezirks-Arbeits-Gemeinschaft Altona für
Menschen mit Behinderung e.V. und Karin Dieckmann, Barrierefrei Leben e.V.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Elbe-Einkaufszentrum
1
Elbe-Einkaufszentrum in Zahlen: 120 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe. (Quelle: www.elbe-einkaufszentrum.de)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Elbe-Einkaufszentrum
Die Veranstaltungswoche im Elbe-Einkaufszentrum markierte den Beginn der zweiten Hälfte der Informationsreihe. Für die Eröffnung konnte Senatorin Birgit Schnieber-Jastram, Präses der Behörde für Soziales und Familie, gewonnen werden. Für
den Bezirk Altona sprach der Bezirksamtsleiter Hinnerk Fock und die BezirksArbeits-Gemeinschaft Altona für Menschen mit Behinderung e.V. war durch einen
Redebeitrag von Peter Nierhaus vertreten. Das Schlusswort hielt Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen.
Die Veranstaltung war musikalisch umrahmt und wurde moderiert von Frau Marina
Marquardt, Vertrauensperson für schwerbehinderte Menschen und Vorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen in der Hamburger Wirtschaft.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Elbe-Einkaufszentrum
Senatorin Schnieber-Jastram
Geladene Gäste und EKZ-Besucher
Veranstalter und Gastredner im Gespräch
Ein kleiner Imbiss wurde gereicht
41
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Elbe-Einkaufszentrum
Blicke auf die Infostände und Gespräche mit den Standbesetzungen
Unterstützer der Ausstellung
Eintrag in das Gästebuch
42
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.7 Tibarg Center im Stadtteil Niendorf
In der Woche vom 21.- 25. Oktober 2003 war die Veranstaltungsreihe "Barrierefreies
Hamburg" Gast im Tibarg Center. 1 Die Koordination vor Ort übernahm Harry Weigel
von der Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Niendorf e.V..
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Tibarg Center
1
Tibarg Center in Zahlen: Täglich 39.000 Besucher auf 15.000 qm Verkaufsfläche.
(Quelle: www.tibarg-center.de)
43
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Tibarg Center
Zur Eröffnung der Veranstaltung im Tibarg Center sprach Reinhard Buff, Baudezernent des Bezirkes Eimsbüttel, in Vertretung des Bezirksamtsleiters. Weitere Redner
waren Harry Weigel, Vorsitzender der Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Niendorf
e.V. und Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen. Karin Dieckmann berichtete über bisherigen Verlauf der Veranstaltungen.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Tibarg Center
Herr Weigel, Vorsitzender der BehindertenArbeitsgemeinschaft Niendorf e.V.
Herr Buff, Baudezernent
im Bezirk Eimsbüttel
Herr Bienk, Senatskoordinator für die
Gleichstellung behinderter Menschen
Die Ausstellung im
Haupteingangsbereich des Tibarg Centers
Rundgang mit dem Gehwagen
Kostenlose Informationsmaterialien
44
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche im Tibarg Center
Informationen vom Bundesselbsthilfeverband
Kleinwüchsiger Menschen e.V.
Ausprobieren von Hilfsmitteln für schwerhörige und ertaubte Menschen
Gespräche unter
beteiligten Kooperationspartner
Besuch der Ausstellung am 24. Okt.
durch die Hamburger
EU-Abgeordnete Christa Randzio-Plath
Mobilität für alle ...
... im öffentlichen Raum
45
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.8 Einkaufstreffpunkt Farmsen
Die Koordination vor Ort vom 28. Oktober - 1. November für den Einkaufstreffpunkt
Farmsen1 wurde von Inge Jefimov, Sozialverband Deutschland e. V., Landesverband
Hamburg, durchgeführt.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Einkaufstreffpunkt Farmsen
1
Einkaufstreffpunkt Farmsen in Zahlen: Das Center umfasst 21.000 qm Verkaufsfläche und verzeichnet eine Kundenfrequenz von mehr als 20.000 Besuchern an Werktagen.
(Quelle: www.ekt-farmsen.de)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Einkaufstreffpunkt Farmsen
Die Veranstaltungswoche im Einkaufstreffpunkt Farmsen wurde mit einem Grußwort
des Center-Managers, Oliver Böhme, am 28. Oktober 2003 eröffnet.
Außerdem sprachen Gerhard Fuchs, Bezirksamtsleiter des Bezirkes Wandsbek,
Frau Inge Jefimov, 2. Vorsitzende vom Sozialverband Deutschland e. V. - Landesverband Hamburg und Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen.
Vor und nach der Eröffnungsveranstaltung sorgte ein Leierkastenmann für Kurzweil.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Einkaufstreffpunkt Farmsen
Bezirksamtsleiter Fuchs und
Veranstalterin Frau Dieckmann im Dialog
Frau Jefimov, 2. Vorsitzende des
SoVD - Landesverband Hamburg
Herr Bienk, Senatskoordinator für die
Gleichstellung behinderter Menschen
Der Verkehrs-Kasper informiert
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Einkaufstreffpunkt Farmsen
Aus dem Blickwinkel betrachtet:
Die Stelltafeln
Innehalten und
sich informieren
Informationen für
blinde und sehbehinderte Menschen
Informationen für
schwerhörige und gehörlose Menschen
Schnupperkurs
Gebärdensprache
Informationen zu
Mobilität im öffentlichen Raum
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.9 Marktkauf Center Hamburg Harburg
Im Marktkauf Center Hamburg Harburg1 war Peter Heinrich von der BehindertenArbeitsgemeinschaft Harburg e.V. vom 4. - 8. November für die Koordination vor Ort
zuständig.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Marktkauf Center Hamburg Harburg
1
Marktkauf Center Hamburg Harburg: 35 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe und 1 SB-Warenhaus. (Quelle: www.marktkaufcenter-harburg.de)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Marktkauf Center Hamburg Harburg
Die Veranstaltungswoche in Harburg wurde mit einem Redebeitrag von Bernhard
Hellriegel, Bezirksamtsleiter des Bezirkes Harburg, am 4.11.2003 eröffnet.
Weitere Reden hielten Bernd Hübner, Vorsitzender der Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Harburg e.V. und Herbert Bienk, Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen. Marina Marquardt moderierte.
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Marktkauf Center Hamburg-Harburg
Redner B. Hübner
Zuhörer aus der lokalen Politik
Redner B. Hellriegel
Auch die Polizei informierte sich
Grußworte vom Center-Manager Stöhr
Weitere Zuhörer
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Marktkauf Center Hamburg Harburg
Wieder ein anderer Aufbau der Stelltafeln
Lokale Informationen
Informationsstände im Rahmen der Schwerpunkttage
Informationsmaterialien
Selbsthilfegruppe vor Ort
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
4.2.10 Billstedt Center mit den Stadtteilen Billstedt, Billbrook und Horn
Zuständig für die Koordination vor Ort für das Billstedt Center1 war vom 11. - 15.
November Wolfgang Doege von der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für
behinderte Menschen e.V.
Abbildungen: Das Wochenprogramm im Billstedt Center
1
Billstedt Center in Zahlen: 120 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetriebe auf
40.000 qm Verkaufsfläche. (Quelle: www.billstedt-center.de)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Die Eröffnungsveranstaltung im Billstedt Center
Die letzte Veranstaltungswoche wurde im Billstedt Center mit einem Grußwort des
Bezirksamtsleiters des Bezirkes Hamburg-Mitte, Markus Schreiber, am 11.11.2003
eröffnet. Weiterhin sprachen der Center-Manager, Jörg Harengerd, Wolfgang Doege,
Hamburger LAG für behinderte Menschen e.V. und Herbert Bienk, Senatskoordinator
für die Gleichstellung behinderter Menschen. Moderation: Marina Marquardt
Zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung erfolgte eine Vorführung der Theatergruppe
"Klabauter".
Abbildungen: Eröffnungsveranstaltung im Billstedt Center
Theatergruppe "Klabauter"
Herr Doege, Hamburger LAG für behinderte
Menschen e.V.
Herr Schreiber, Bezirksamtsleiter des
Bezirkes Hamburg-Mitte
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Momentaufnahmen aus der Informationswoche
im Billstedt Center
Informationen zu
Rollstuhlsportmöglichkeiten
Rollstühle zum Ausprobieren und
Videofilme über Behindertensport
FIPS – Frühförderung, Integration, Prävention
und Stadtteilarbeit
Gästebuch
und lokale Informationen
Weitere Gruppen vor Ort
Der Transportanhänger für das Material
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Abbildungen: Impressionen zu den Informationstischen
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
5. Die Veranstaltungsreihe "Barrierefreies Hamburg" Großer Zuspruch bei den Besuchern und Beteiligten
Die von den Veranstaltern - Barrierefrei Leben e.V. und Senatskoordinator für die
Gleichstellung behinderter Menschen - für die Veranstaltungsreihe "Barrierefreies
Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?" geplanten Maßnahmen konnten im
Sinne des EJMB durchgeführt und die angestrebten Projektziele verwirklicht werden.
5.1 Beteiligung vieler Kooperationspartner war die Basis
für den Erfolg
Die Veranstalter konnten eine große Anzahl von Kooperationspartnern auf Landesund Bezirksebene für die Durchführung der Schwerpunkttage und die Besetzung der
Informationsstände gewinnen (Siehe Anlage 2). Die Beteiligung von 60 Kooperationspartnern und je Einkaufszentrum von Beteiligten aus durchschnittlich 15 Verbänden, Arbeitsgemeinschaften, Behörden und Ämtern, Verkehrsunternehmen, Vereinen, Selbsthilfegruppen und Initiativen trug ganz wesentlich zum Erfolg des Projektes
bei. Das Ergebnis entspricht dem Konzept und dem Kooperationsmodell.
Die Kooperationspartner aus den Stadtteilen und Bezirken informierten für einige
Stunden oder für einen ganzen Tag, andere Beteiligte stellten ihre Aktivitäten in mehreren Einkaufszentren vor. Die an den Schwerpunkttagen beteiligten Kooperationspartner vertraten ihr Thema überwiegend in jedem der zehn Einkaufszentren.
Menschen mit Behinderung zeigten durch ihre Arbeit bei dieser Veranstaltungsreihe,
dass sie selbst für ihre Belange eintreten und es ihnen wichtig ist, andere behinderte
und nicht behinderte Menschen über die Möglichkeiten der Selbstbestimmung und
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu informieren.
Die große Bereitschaft, sich an der Veranstaltungsreihe "Barrierefreies Hamburg"
zeitlich und inhaltlich zu engagieren, und dieses überwiegend mit ehrenamtlichem
Einsatz, zeigt den Stellenwert, den die Selbstbestimmung, Teilhabe und Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg hat.
Die Netzwerke im Bereich der Behindertenarbeit wurden durch die gemeinsame Aktion - sowohl intern in Form einer "Stärkung des Netzwerkes/Kommunikation" als
auch extern in Form der "positiven Image-Wirkung der Veranstaltungsreihe auf die
Bevölkerung und Politik" - erheblich gefestigt.
Hervorzuheben ist die mehr als “sagenhafte“ gemeinsame Unterstützung des Projektes durch alle Beteiligten. Dies gilt für die Vorbereitungsphase seit Anfang des Jahres
2002 ebenso wie für die erfolgreiche Durchführung. Es gibt sicher ein “Neues Engagement“ im Interesse der Menschen mit Behinderungen und eine so noch nicht da
gewesene Gemeinsamkeit. Das Wort von Theodor Adorno „Jeder Mensch muss ohne Angst verschieden sein können“ hat hier seine praktische Bestätigung gefunden.
Das Fazit der Beteiligten lautet: Die Veranstaltungsreihe war sehr erfolgreich und
beeinflusste unterschiedliche Bereiche positiv. Dieses gute Ergebnis veranlasste einzelne Kooperationspartner, in 2004 weitere örtliche Informationsveranstaltungen in
Einkaufszentren sowie in den Kundenzentren der Bezirke als Fortsetzungsmaßnahmen zu planen.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
5.2 Große Anzahl erreichter Besucher in den Einkaufszentren
Die Einkaufszentren erwiesen sich als hervorragend geeignete Ausstellungsorte, um
breite Bevölkerungsschichten zu erreichen. Die Realisierung eines der Projektziele,
möglichst viele Menschen zum Thema “Barrierefreies Hamburg“ - und damit der
Selbstbestimmung, Gleichstellung sowie gleichberechtigten Teilhabe behinderter
Menschen am Leben in der Gesellschaft - anzusprechen, lässt sich in folgenden
Zahlen fassen:
Das Projekt “Barrierefreies Hamburg“ umfasste einen Informationszeitraum
von 50 ganztägigen Veranstaltungseinheiten. Die Veranstaltungen waren von
Anfang bis Ende gut besucht und die beteiligten Kooperationspartner bis zum
Schluss motiviert.
Durch die Auswahl der Veranstaltungsorte, verteilt über die sieben
Hamburger Bezirke, konnten sozio-kulturell unterschiedliche Stadtteile und
vielfältige Bevölkerungsgruppen erreicht werden. Die ganztägige
Ausstellungsdauer, i.d.R. bis 20.00 Uhr, ermöglichte auch berufstätigen
behinderten Menschen die Teilnahme und nicht behinderten Berufstätigen die
Information. An den Samstagen informierten sich insbesondere Familien mit
Kindern.
Aus den durchschnittlichen Besucherzahlen der Einkaufszentren lässt sich errechnen, dass im Veranstaltungszeitraum vom 8.9. bis 15.11.2003 eine
sechsstellige Personenzahl von den Ausstellungen zumindest Kenntnis genommen hat.
Stichprobenzählungen an den Informationsständen, den Ausstellungsstelltafeln und den Informationsmaterialien-Tischen lassen darauf schließen, dass
im Verlauf der zehn Veranstaltungswochen eine fünfstellige Personenzahl die
Ausstellung besuchte, um sich über eine bloße Kenntnisnahme hinaus intensiver zu informieren und damit die geplante Besucherzahl von 10.000 Personen erreicht wurde.
Viele Besucher der Einkaufszentren wurden durch die Veranstaltungsreihe erst auf
die Angebote und Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen aufmerksam.
Auch viele Menschen mit Behinderungen wurden erstmalig erreicht und über Möglichkeiten, ihre bisherige Lebenssituation zu verändern, beraten. Das jeweilige Center-Management und die Mitarbeiter in den Einkaufszentren wurden für Belange von
Menschen mit Behinderung stärker sensibilisiert.
Bei den bis heute, und sicher auch weiterhin, verschiedenen Kontakten, Anfragen
und Beratungsersuchen wird häufiger auf die Veranstaltungen Bezug genommen.
5.3 Die strukturierten Informationen sorgten für Qualität und Zuspruch
Die Strukturierung der Veranstaltungsreihe in Schwerpunkttage und die Präsentation
bedarfsorientierter Informationsmodule wurde von den Besuchern in den Einkaufszentren und von den beteiligten Kooperationspartnern positiv angenommen.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Folgende Erfahrungen wurden gemacht:
a) Die Eröffnungsveranstaltungen boten ein wichtiges Forum
Die Eröffnungsveranstaltungen zu den zehn Veranstaltungswochen wurden von den
beteiligten Behinderten-Arbeitsgemeinschaften als Höhepunkte und sehr positiv beschrieben.
Die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen waren überwiegend geladene Gäste, besonders Bezirkspolitiker und Bezirksmitarbeiter sowie Menschen aus dem beteiligten
Umfeld. Eine Ausnahme bildeten die Eröffnungsveranstaltungen mit kulturellem
Rahmenprogramm. Insbesondere die Aufführungen der Theatergruppe "Klabauter"
(Behinderte Menschen aus dem Rauhen Haus) veranlassten viele Menschen neben
dem Kulturprogramm auch den nachfolgenden Reden zuzuhören.
Als sehr wichtig erwiesen sich die Eröffnungsveranstaltungen im Hinblick auf die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Behörden/Ämtern und den politischen Ebenen,
diese wurde gestärkt. Weitere Maßnahmen für ein Barrierefreies Hamburg sind in
Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern im Gespräch.
Des Weiteren konnten die Eröffnungsveranstaltungen - wie geplant - für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Über die Auftaktveranstaltung gab es im Fernsehen NDR 3 - einen Bericht, der am Eröffnungstag zweimal gesendet wurde. Über die anderen Eröffnungsveranstaltungen wurde jeweils in der Stadtteilpresse und zum Teil
im Rundfunk berichtet.
Ein wichtiges Ergebnis lieferte der informelle Teil der Eröffnungsveranstaltungen.
Menschen mit und ohne Behinderung lernten sich kennen und der eine oder andere
"Klönschnack" konnte gehalten werden. Neue Kontakte wurden hergestellt, bestehende aufgefrischt, Informationen ausgetauscht, es bot sich die Gelegenheit zu weiterführenden Gesprächen mit Bezirksamtsleitern und z.T. mit Senatoren. Die Eröffnungsveranstaltungen wurden von den Centern unterstützt, indem Mobiliar und (so
weit vorhanden) Beschallungsanlagen sowie kostenlose Getränke zur Verfügung
gestellt wurden.
b) Die Stelltafeln bildeten den optischen Rahmen
Die Erfahrungen in den Einkaufszentren zeigten, dass der Ausstellungsteil mit den
Stelltafel-Wänden mehrere Zwecke erfüllte. Die professionelle Gestaltung der Stellwände beseitigte beim Center-Management eventuell noch bestehende Vorbehalte
und förderte die Bereitschaft zur Unterstützung der Veranstaltung mit materiellen und
personellen Ressourcen seitens der Center. Es stellte sich auch heraus, dass die
Stellwände eine wichtige Funktion hatten, indem die Art ihrer Aufstellung sehr hilfreich war, um die Ausstellung als Ganzes in den Blick der durch die Einkaufszentren
strömenden Besucher zu lenken. Anhand der auf den Stellwänden dargestellten Informationen wurde die überordnete Zielsetzung der Veranstaltungsreihe und die
Breite der damit verbundenen Lebensbereiche für die Besucher gut erfassbar.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
c) Etwas abseits dargebotene Informationsmaterialen waren der "Renner"
Wie vermutet bestand ein großer Bedarf an Informationsmaterialien bei den Personen, die von sich aus eher nicht aktiv werden, um sich Informationen zu bestellen,
bzw. die angebotene persönliche Informationsgespräche eher nicht wahrnehmen. Es
erwies sich, dass die gesondert aufgestellten Stände und Tische mit kostenlosen
Informationsmaterialien sehr gut angenommen wurden. Von den Besuchern wurden
Tausende von Broschüren, Flyern und anderen Informationsmaterialien mitgenommen. Es war sichtbar, dass die meisten Besucher gezielt nach benötigten Informationen suchten, d.h. sie sahen die dargebotenen Informationsmaterialien durch und
nahmen nur individuell Benötigtes mit.
d) Die Informationsstände wurden "in Wellen" nachgefragt
An den Informationsständen fanden viele Gespräche statt. In manchen Einkaufszentren bzw. zu manchen Tageszeiten und Wochentagen häufte sich die Nachfrage
nach persönlicher Information. An anderen Orten und zu anderen Zeiten hatten die
Standbesetzungen weniger zu tun. Neben den lage- und zeitbedingten Faktoren
spielte offenbar auch das Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein von ständigen Beratungsangeboten der bezirklichen Behindertengruppen vor Ort eine Rolle.
Die meisten Standteilnehmer nutzten Zeiten mit weniger Publikumsverkehr, um den
Erfahrungsaustausch mit anderen Standbesetzungen zu pflegen oder sie probierten
selbst an den Ständen vorgeführte Hilfsmittel aus. Man war ja nie allein auf der Ausstellung.
Die beteiligten Standbesetzungen schilderten ihre Erfahrungen auf einer Abschlussbesprechung der Kooperationspartner z.B. als "sehr interessantes Publikum", "viele
nette Gespräche", "hat sich gelohnt", "sehr erlebnisfroh", "sehr gelungener Tag", "anstrengend, aber schön", "würde ich mich wieder beteiligen", "machen Sie das mal
wieder", "bin zum ersten Mal mit einem Rollstuhl gefahren", "sehr gute Zusammenarbeit", "viele Menschen kennen gelernt", "persönlich viel profitiert, neue Verbindungen
hergestellt". Aus den Reihen der in mehreren Einkaufszentren beteiligten Kooperationspartner kamen auch Erfahrungen wie "sehr unterschiedliche Nachfragen, es kam
auf den Standort an" oder "hochbegeistert bis frustrierend - je nach Standort". Andere verwiesen darauf, dass die Besucher "sehr zufällig" an den Stand kamen und auch
themenübergreifende Fragen hatten. Ein Fazit lautete: "Ich war zuerst etwas skeptisch, aber die Resonanz im Einkaufszentrum übertraf alle meine Erwartungen".
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Gespräche und die Informationsmaterialen auf den Informationsständen von den Besuchern gut angenommen wurden. Zukünftig sollte versucht werden, Menschen mit Behinderungen aus dem Umfeld des Veranstaltungsortes noch stärker auf die Veranstaltung hinzuweisen.
Für viele Kooperationspartner war insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den
Menschen mit den verschiedensten Behinderungen beeindruckend. Es zeigte sich,
dass bei den beteiligten Verbänden viele Rückmeldungen zur Veranstaltung zu verzeichnen waren.
Eine Vertreterin der Stadt Hamburg wies darauf hin, dass Nachfragen zu diesem
Projekt aus mehreren Europäischen Nachbarstaaten vorliegen.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
e) Vorführungen von Hilfsmitteln kamen im Rahmen der Schwerpunkttage gut an
- Spezielle Angebote hatten es schwerer
Die Vorführungen und die Möglichkeit zum Ausprobieren von Hilfsmitteln oder Busnutzungsmöglichkeiten im Rahmen der Schwerpunkte machte die Informationsreihe
täglich aufs Neue interessant. Der tägliche Themenwechsel erhöhte sowohl bei den
Besuchern der Einkaufszentren als bei den in den Centern beschäftigen Mitarbeitern
und auch bei den an der Veranstaltungsreihe Beteiligten die Attraktivität der Ausstellung.
Die Nutzung der Mitmach-Aktionen verlief jedoch unterschiedlich.
Das Ausprobieren von Rollstühlen am Schwerpunkttag "Körperbehinderte Menschen" wurde eher von Kindern und Jugendlichen sowie von den anderen Standbesetzungen angenommen. Sportangebote im Rollstuhl waren nicht in allen Einkaufszentren möglich. Informationsbroschüren zu Sportangeboten für Menschen mit Behinderung und Versehrtensport fanden guten Absatz.
Die Resonanz auf ausgestellte Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen
war abhängig von den Vorerfahrungen. Selbstbetroffene, Angehörige von Menschen
mit Behinderung oder Personen, die anderweitig Kontakt zu blinden oder sehbehinderten Personen haben, zeigten großes Interesse. Manche dieser Besucher nahmen
Informationsbroschüren mit. Auch an diesem Schwerpunkttag zeigte sich, dass allgemeine Hilfsmittel von den Besuchern gut angenommen wurden, jedoch Fachangebote wie der dargestellte mobile Arbeitsplatz für Blinde zu speziell waren. Ingesamt
konnten auch am Schwerpunkttag für blinde und sehbehinderte Menschen viele allgemeine Fragen zum Thema Sehbehinderung und die damit verbundenen Probleme
beantwortet werden.
Für den Schwerpunkttag "Mobilität im öffentlichen Raum" wurde ein Einstiegstraining
in einen Niederflurbus außerhalb der Einkaufszentren angeboten. Die Resonanz in
den einzelnen Einkaufszentren war - bedingt durch die Bus-Standorte und Wetterverhältnisse - sehr unterschiedlich. Die Gelegenheit, die eigenen Fahrkünste zu verbessern, nutzten vor allem aktive Rollstuhlfahrer. Sehr interessiert zeigten sich insbesondere Kinder und Mitarbeiter örtlicher Bezirksämter. Um mehr mobilitätseingeschränkte Menschen für zukünftige Vorführungen dieser Art zu gewinnen, sollten
Behinderten-Initiativen vor Ort noch stärker involviert werden. Als gut hat sich die
Zusammenarbeit zwischen der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen und den Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe erwiesen.
Am Schwerpunkttag "Barrierefreier Wohnungsbau und -umbau" zeigte sich, dass mit
der Darstellung eines Vorher-Nachher-Modells einer Wohnung ein guter Gesprächseinstieg möglich war. Es konnten allgemeine Umbauinformationen und erste
individuelle Anpassmöglichkeiten aufgezeigt werden. Es ergaben sich hieraus diverse Beratungsanfragen, die später im Beratungszentrum entsprechend bearbeitet
wurden.
Die Informationsangebote zur Umbaufinanzierung durch die Mitarbeiter der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt wurden nicht wie gewünscht angenommen, da es
sich hierbei um ein zu spezielles Thema handelte, das besser in intensiven und individuellen Beratungsgesprächen behandelt werden kann.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Am Schwerpunkttag für schwerhörige und gehörlose Menschen machten manche
Besucher spontan den nicht geplanten Schnell-Hörtest, der dort angeboten wurde.
Andere Besucher übten interessiert die Gebärdensprache. Insgesamt fanden die
vorgeführten Hilfsmittel für schwerhörige und gehörlose Menschen und der samstags
jeweils stündlich durchgeführte Schnupperkurs in der Deutschen Gebärdensprache
großen Zuspruch. Das Hörberatungs- und Informationszentrum Hamburg gGmbH
konnte Menschen für die ehrenamtliche Mitarbeit gewinnen.
f) Das Info-Telefon ergänzte die Informationsangebote
Das Angebot eines Info-Telefons wurde nicht in der von den Veranstaltern erwarteten Größenordnung angenommen. Aber mit der Beantwortung von durchschnittlich
fünf bis sechs Anrufen pro Tag konnte auch mit diesem Angebot zur erfolgreichen
Gestaltung des Projektes beigetragen werden.
g) Wöchentlich wiederkehrende Informationsangebote
Die Strukturierung der Veranstaltungsreihe in wöchentlich thematisch gleich ablaufende Einheiten an unterschiedlichen Orten bot Menschen, die in einem Einkaufscenter das Informationsangebot versäumt hatten, die Möglichkeit, sich in einem anderen
Center zu informieren.
h) Auswahl Veranstaltungsorte Einkaufszentrum
Die erfolgreiche Durchführung der Informationsreihe “Barrierefreies Hamburg“ bestätigte die Konzeption, Einkaufszentren als Veranstaltungsorte zu wählen. Die von den
Centern geschaffenen räumlichen Voraussetzungen, wie auch die Unterstützung der
Veranstaltungsreihe durch das jeweilige Center-Management schufen den erforderlichen und ansprechenden Rahmen für den erfolgreichen Ablauf der einzelnen Veranstaltungswochen und wirkten sich positiv auf die Besuchernachfrage aus. Allen zehn
Einkaufszentren ist für ihr Entgegenkommen und die aktive Unterstützung ein großer
Dank auszusprechen.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
6. Anlagen
Anlage 1: Grußwort des Ersten Bürgermeisters
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Anlage 2: Liste der beteiligten Kooperationspartner
Die folgende Aufzählung beinhaltet die Namen der Kooperationspartner, die während
der Veranstaltungsreihe in den einzelnen Einkaufszentren mitgearbeitet haben.
ADS/ADHS Elternselbsthilfegruppe MICHEL
im Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung/
Hyperaktivität e.V.
c/o Werner Henschel (Regionalgruppe HH)
Tel.: 040-739 55 54
Email: Wwhenschel@aol.com
Autonom Leben e. V.
Langenfelder Straße 35, 22769 Hamburg
Tel.: 040-432 90 148/149
Fax: 040-432 90 147
Email: mail@autonomleben.de
BDH – Bundesverband für Rehabilitation
und Interessenvertretung Behinderter e. V.
Landesverband Hamburg
Bahngärten 30, 22041 Hamburg
Tel.: 040-65 22 323 - Fax: 040-65 22 323
Behinderten Arbeitsgemeinschaft
Harburg e.V.
Seeveplatz 1, 21073 Hamburg
Tel.: 040-767 952-0 - Fax: 040-767 952 10
Email: bag-harburg@arcor.de
Behindertenforum Walddörfer
Sarenweg 20
22397 Hamburg
Tel.: 040-60 88 73 73 - Fax: 040-60 88 73 88
Email: info@behindertenforumwalddoerfer.de
FHH - Behörde für Bau und Verkehr
Amt für Wohnungswesen
Stadthausbrücke 8, 20355 Hamburg
Tel.: 040-428 40 2326
Fax: 040-428 40 2266
Email: Ulrichvon.Bock@bbv.hamburg.de
Berufsförderungswerk (BfW) Hamburg
August-Krogmann-Str. 52
22159 Hamburg
Tel.: 040-645 81 0 - Fax: 040-645 81 1350
Email: info@bfw-hamburg.de
Bezirksamt Altona
Bürgerservicedezernat
Platz der Republik 1, 22758 Hamburg
Tel.: 040-428 11 3347
Email: Liane.Melzer@altona.hamburg.de
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Ortsamt Billstedt
Öjendorfer Weg 9, 22111 Hamburg
Tel.: 040-428 54 7203
Fax: 040-428 54 7550
Email: Reinhard.Krogmann@hamburgmitte.hamburg.de
Arbeitsgemeinschaft „Erkrankungen
mit Unterzuckerung“ Hypoglykämie
c/o Gerda Hoppe
Bachstr. 61, 22083 Hamburg
Tel.: 040-22 51 67
Bezirks-Arbeits-Gemeinschaft Altona für
Menschen mit Behinderung e. V.
Große Rainstraße 95, 22765 Hamburg
Tel.:040-399 03 450
Email: info@bag-altona.de
Behinderten Arbeitsgemeinschaft
Bergedorf e.V.
Alte Holstenstraße 30
21031 Hamburg
Tel.: 040-724 24 98
Behinderten Arbeitsgemeinschaft
Niendorf e.V.
Hagenwisch 18
25469 Halstenbek
Tel.: 04101-588 475 - Fax: 04101-589 345
Behindertenhilfe Hamburg gGmbH
Holzdamm 53
20099 Hamburg
Tel.: 040-227 227 0 - Fax: 040-227 227 27
Email: info@vfb.net
Beratungszentrum für Technische Hilfen &
Wohnraumanpassung
Richardstraße 45
22081 Hamburg
Tel.: 040-29 99 56 0 - Fax: 040-29 36 01
Email: beratung@barrierefrei-leben.de
Betreuungsverein Insel e. V.
Eppendorfer Weg 187
20253 Hamburg
Tel.: 040-422 95 90 - Fax: 040-422 95 98
Bezirksamt Bergedorf
Alte Holstenstraße 46, 21031 Hamburg
Tel.: 040-428 91 2300
Fax: 040-428 91 3050
Email: Pia.Wolters@bergedorf.hamburg.de
Bezirksamt Wandsbek
Schlossstrasse 60, 22041 Hamburg
Tel.: 040-428 81 3038
Fax: 040-428 81 3099
Email:
Renate.Loeffler@wandsbek.hamburg.de
Bezirks-Seniorenbeirat Altona
Alte Königstr. 29-39
22758 Hamburg
Tel.: 040-87 26 51 - Fax: 428 11 1558
Email: bsb-altona@lsb-hamburg.de
Bezirks-Seniorenbeirat Eimsbüttel
Rimbertweg 18 d
22529 Hamburg
Tel.: 040-56 22 91
Email: bsb-eimsbuettel@lsb-hamburg.de
Bezirks-Seniorenbeirat Hamburg-Nord
c/o Ursula Preuhs
Wesselyring 5, 22297 Hamburg
Tel.: 040-51 83 24
Email: bsb-hamburgnord@lsb-hamburg.de
Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek
Wandsbeker Allee 73
22041 Hamburg
Tel.: 040-428 81 3638
Email: bsb-wandsbek@lsb-hamburg.de
Blinden- und Sehbehindertenverein
Hamburg e.V.
Holsteinischer Kamp 26, 22081 Hamburg
Tel.: 040-209 40 40 - Fax: 040-209 40 430
Email: bsv-hamburg@t-online.de
Club 68 – Verein für Behinderte und ihre
Freunde e.V.
Postfach 633153, 22321 Hamburg
Tel.: 040-531 12 66 - Fax: 040-531 12 66
Email: info@club68-hamburg.de
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
(DMSG) - Landesverband Hamburg e. V.
Eppendorfer Weg 154
20253 Hamburg
Tel.: 040-422 44 33 - Fax: 040-422 44 40
Email: dmsg-hamburg@dmsg.de
Deutscher Diabetikerbund,
LV Hamburg e.V.
Steinstr. 15, 20095 Hamburg
Tel.: 040-200 04 380 - Fax: 040-200 04 388
Email: info@diabetikerbund-hamburg.de
DRK-Kreisverband Hamburg-Nord e.V.
Sierichstr. 159
22299 Hamburg
Tel.: 040-46 51 71 - Fax: 040-47 31 82
Elbe-Werkstätten GmbH
Nymphenweg 22
21077 Hamburg
Tel.: 040-760 19 0 - Fax: 040-760 19 273
Email: info@ew-gmbh.de
F.I.P.S. - Frühförderung, Integration,
Prävention
und Stadtteilarbeit
Große Holl 33, 22115 Hamburg
Tel.: 040-715 24 74 - Fax: 040-714 86 216
Email: F.I.P.S.-Hamburg@t-online.de
Bezirks-Seniorenbeirat Bergedorf
Druckwockskamp 22
21029 Hamburg
Tel.: 040-724 22 40 - Fax: 040-724 01 55
Email: bsb-bergedorf@lsb-hamburg.de
Bezirks-Seniorenbeirat Hamburg-Mitte
Süderstraße 395
20537 Hamburg
Tel.: 040-219 02 397
Email: bsb-hamburgmitte@lsb-hamburg.de
Bezirks-Seniorenbeirat Harburg
Hermann-Maul-Str. 5
21073 Hamburg
Tel.: 040-796 32 96
Email: bsb-harburg@lsb-hamburg.de
Bi-Mobil, Behinderten-Initiative Unterwegs
Immenweide 79
22523 Hamburg
Tel.: 040-57 12 86 23 - Fax: 040-57 00 79 23
Email: Bi-mobil@t-online.de
Bundesselbsthilfeverband Kleinwüchsiger
Menschen e. V.
Stellinger Chaussee 23, 22529 Hamburg
Tel.: 040-589 25 41
Email: vkm@kleinwuchs.de
Das Rauhe Haus
Beim Rauhen Hause 21
22111 Hamburg
Tel.: 040-655 91 111 - Fax: 040-655 91 230
Email: info@rauheshaus.de
Deutsche Rheuma-Liga, LV Hamburg e. V.
im AK Eilbek, Haus 21
Friedrichsberger Str. 60, 22081 Hamburg
Tel.: 040-200 51 70
webmaster@rheumaliga.de
DRK-Zentrum Burgwedel
Brüder-Hornemann-Str. 3
22457 Hamburg
Tel.: 040-55 97 07 01 - Fax: 040-55 97 07 02
Email: barbara@alstersurfer.org
DRK-Kreisverband Wandsbek e.V.
Gustav-Adolf-Str. 88
22043 Hamburg
Tel.: 040-657 00 41 - Fax: 040-657 01 51
Ev. Stiftung Alsterdorf
Dorothee-Kasten-Str. 3
22297 Hamburg
Tel.: 040-50 77 00 - Fax: 040-50 77 3578
Email: w.scharenberg@alsterdorf.de
ForUm – Fortbildung und Unterstützung
für Menschen mit und ohne Behinderung e.V.
c/o B. Mickler
Missundestr. 8, 22769 Hamburg
Tel.: 040-40 18 94 42
Email: verein.forum@t-online.de
Gehörlosenverband Hamburg e. V.
Bernadottestr. 126
22605 Hamburg
Tel.: 040-88 09 88 18 - Fax: 040-88 11 536
Schreibtelefon: 040-88 09 88 18
Email: info@gehoerlosenverbandhamburg.de
Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt
Besenbinderhof 31
20097 Hamburg
Tel.: 040-24 84 60 - Fax: 040-24 84 64 32
Email: info@wk-hamburg.de
Hörberatungs- und Informationszentrum
gGmbH
Wagnerstr. 42
22081 Hamburg
Tel.: 040-29 16 05 - Fax: 040-299 72 65
Email: bds_hamburg@t-online.de
KISS – Kontakt- und Informationsstellen
für Selbsthilfegruppen
Gaußstr. 21, 22765 Hamburg
Tel.: 040-39 57 67 - Fax: 040-39 60 98
Email: altona@kiss-hh.de
mittendrin! Selbstbestimmtes Leben für
Menschen mit Behinderungen gGmbH
Edith-Stein-Platz 5
21035 Hamburg
Tel.: 040-88 88 06-0 - Fax: 040-88 88 06-66
Email: mail@mittendrin-online.de
Rolli e. V.
c/o Sekretariat QuerschnittgelähmtenZentrum BG- Unfallkrankenhaus Hamburg
Bergedorfer Str. 10, 21033 Hamburg
Tel.: 040-7306 2601 - Fax: 040-7306 2620
Email: rolliverein@web.de
SoVD – Sozialverband Deutschland e.V.
LV Hamburg
Pestalozzistraße 38, 22305 Hamburg
Tel.: 040-61 16 07 0 - Fax: 040-61 16 07 50
Email: info@sovd-hh.de
Die Schatzkiste e. V. - Partnervermittlung für
Menschen mit Behinderungen
Co/ Evangelische Stiftung Alsterdorf
Dorothea-Kasten-Str. 3, 22297 Hamburg
Tel.: 040-50 77 3542
Email: b.zemella@alsterdorf.de
Stotterer Selbsthilfe e. V.
c/o Rolf Kendermann
Steinfeldstr. 4 b, 22119 Hamburg
Tel.: 040-73 23 451 - Fax: 040-73 23 451
Email: rkendermann@t-online.de
Verkehrswacht Hamburg e. V.
Großmannstr. 210, 20539 Hamburg
Tel.: 040-78 51 57 + 78 43 83
Fax: 040-789 83 76
Email: info@verkehrswacht-hamburg.de
Hamburger LAG für behinderte
Menschen e.V.
Richardstraße 45
22081 Hamburg
Tel.: 040-29 99 56 66
Fax: 040-29 36 01
Email: post@lagh-hamburg.de
HHA – Hamburger Hochbahn AG
Steinstr. 20
20095 Hamburg
Tel.: 040-32 88 0
Email: info@hochbahn.de
HVV – Hamburger Verkehrsverbund GmbH
Steinstr. 7
20095 Hamburg
Tel.: 040-32 57 75-0 - Fax: 040-32 57 75 20
Email: info@hvv.de
Leben mit Behinderung Hamburg
Südring 36
22303 Hamburg
Tel.: 040-270 790 0 - Fax: 040-270 790 948
Email: information@lmbhh.de
PVG – Pinneberger Verkehrsgesellschaft
mbH
Osterbrooksweg 73
22869 Schenefeld
Tel.: 040-839 94 0 - Fax: 040-839 94 280
Email: mail@pvgmbh.de
Rollstuhl-Sportclub Hamburg von 1975
(RSC Hamburg e.V.)
Margit-Zinke-Str. 12
21035 Hamburg
Tel.: 040-735 96 476 - Fax: 040-735 84 36
Sozialverband VdK Hamburg
Hammerbrookstr. 93
20097 Hamburg
Tel.: 040-40 19 49 0 - Fax: 040-40 19 49 30
Email: hamburg@vdk.de
Schulungszentrum für naturgemäßen
Land- und Gartenbau (SNLG) e. V.
Poppenbüttler Hauptstr. 46
22399 Hamburg
Tel.: 040-602 07 33
Via e.V. - Erdlandscher Hof
Neuengammer Hausdeich 127,
21039 Hamburg
Tel.: 040-723 52 00 - Fax: 040-723 52 32
Email: erdland@via-ev-hamburg.de
VHH – Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein
Curslacker Neuer Deich 37
21029 Hamburg
Tel.: 040-72 59 40 - Fax: 040-72 59 4116
Email: info@vhhag.de
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Anlage 3: Liste der ausgelegten Informationsmaterialien
Im Folgenden sind die Informationsmaterialien aufgeführt, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe i.d.R. auf speziellen Auslageflächen in den Einkaufszentren zur kostenlosen Mitnahme auslagen. Soweit dabei kein anderer Herausgeber angegeben
ist, werden die Informationen von der Stelle herausgegeben, unter der die Materialien aufgelistet sind.
Barrierefrei Leben e.V.:
Flyer "Beratungszentrum für Technische Hilfen & Wohnraumanpassung - Hamburg baut Barrieren ab. Weitersagen!"
Broschüre "wer wir sind - was wir tun - Barrierefrei Leben e.V. - Verein für Hilfsmittelberatung,
Wohnraumanpassung und barrierefrei Bauberatung"
Informationsblatt "Seniorenportal - Selbstständig und selbstbestimmt Leben im Alter"
Flyer und Plakate "Barrierefreies Hamburg 2003 - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg e.V.:
Broschüre "Integrations-, Behinderten- und Rehabilitationssport in Hamburger Sportvereinen"
Flyer "Verordnung des Rehabilitationssportes - Eine Information des DBS für behandelnde
Ärztinnen und Ärzte", Hrsg. Deutscher Behindertensportverband e.V.
Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.:
Flyer "Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V." (Selbstdarstellung)
Faltblatt "Blindenschrift-Alphabet"
Broschüre "Nicht so sondern so - Kleiner Ratgeber für den Umgang mit blinden Menschen",
Hrsg. Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Broschüre "Ein Tag mit Herrn Weißstock", Hrsg. Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Flyer "barrierefrei informieren und kommunizieren - Damit sehbehinderte und blinde Menschen Neue Medien nutzen können", Hrsg. BIK - Regionale Beratungsstelle Hamburg im Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.
Freie und Hansestadt Hamburg
Broschüre "barrierefrei wohnen für Rollstuhlbenutzer, ältere Menschen, Menschen mit sonstigen Behinderungen - Beispiele aus dem öffentlich geförderten Wohnungsbau in Hamburg",
Hrsg. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Bau und Verkehr
Broschüre "barrierefrei planen und bauen für Rollstuhlbenutzer, ältere Menschen, Menschen
mit sonstigen Behinderungen", Hrsg. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Bau und
Verkehr
Ratgeber "Behinderung und Ausweis", 7. Aufl., Hrsg. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Soziales und Familie, Integrationsamt
Flyer Schwerbehindertenrecht "Feststellung nach dem Schwerbehindertenrecht", Hrsg. Freie
und Hansestadt Hamburg, Behörde für Soziales und Familie, Abteilung Soziale Entschädigung
Flyer "Mehr Selbstbestimmung durch das Persönliche Budget", Hrsg. Freie und Hansestadt
Hamburg, Behörde für Soziales und Familie, Landesdienst Soziale Hilfen und Leistungen
66
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Broschüre "Aktiv im Alter - Ratgeber für ältere Menschen in Hamburg", Hrsg. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Soziales und Familie, Amt für Soziales und Integration
Broschüre "Nachteilsausgleiche - Steuerermäßigungen, Versicherungsermäßigungen, Gebührenermäßigungen, Reiseverkehr, Hrsg. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Soziales
und Familie, Integrationsamt
Broschüre "Internetcafes für Senioren - Verzeichnis der Hamburger Seniorentreffs mit Internetanschluss", Hrsg. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Soziales und Familie - Amt
für Soziales und Integration
Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt:
Informationsblatt "Fördergrundsätze über die Gewährung von Zuschüssen zur Schaffung von
barrierefreien Wohnungen .."
Broschüre "Eigentumsförderung 2003"
Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV):
Broschüre "Barrierefreie Mobilität in Hamburg - Im europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung"
Broschüre "Mobilität für alle"
Flyer "Fahrkarten und Preise"
Hörberatungs- und Informationszentrum Hamburg gGmbH:
Informationsblatt "DAZUGEHÖREN"
Zeitschrift "DazugeHören"
DSB-Ratgeber - Ratschläge für Schwerhörige und Normalbürger im Umgang miteinander,
Hrsg. Deutscher Schwerhörigenbund e.V.
Broschüre: induktiv hören + infrarot - Verzeichnis der Kirchen, Theater und öffentlichen Versammlungsräume mit Höranlagen für Schwerhörige in Hamburg und Umgebung, Hrsg. Bund
der Schwerhörigen e.V. und der Evangelischen Schwerhörigenseelsorge Hamburg
Hamburger LAG für behinderte Menschen e. V.:
Broschüre "Wege zum barrierefreien Wohnraum"
Broschüre "Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. (LAG)
und ihre Mitgliedsverbände stellen sich vor“
Flyer "Schulungs- und Trainingsprogramm für mobilitätseingeschränkte Menschen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)"
Informationsblatt "Kurzinformation"
Gehörlosenverband Hamburg:
Flyer "Gehörlosenverband Hamburg - Interessenvertretung der Gehörlosen, Schwerhörigen
und Spätertaubten"
Flyer "Gebärdensprachschule"
Flyer "Informationen zur Deutschen Gebärdensprache", Hrsg. Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser e.V.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Kontakt- und Informations-Stellen für Selbsthilfegruppen (KISS):
Broschüre "Selbsthilfegruppen im Gesundheitswesen - Raum Hamburg", Hrsg. Freie und
Hansestadt Hamburg, Behörde für Umwelt und Gesundheit in Zusammenarbeit mit den Kontakt- und Informations-Stellen für Selbsthilfegruppen (KISS)
Flyer "KISS - Hilfe für Selbsthilfegruppen - Wer, wenn nicht wir?“, Hrsg. Kontakt- und Informations-Stellen für Selbsthilfegruppen (KISS)
Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen:
Veranstaltungsübersicht "Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderung"
Flyer "Tipps für behinderte Reisende in Hamburg", Hrsg. Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt Hamburg
Flyer und Plakate "Barrierefreies Hamburg 2003 - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Landesseniorenbeirat Hamburg:
Faltblatt "Wohnen im Alter"
Broschüre "Altengerechtes Wohnen in der vertrauten Umgebung"
Sozialverband Deutschland e. V., Landesverband Hamburg:
Flyer "Sie brauchen Hilfe?", Hrsg. Sozialverband Deutschland e.V.
Flyer "Schwerbehindertenrecht? - Rehabilitation? - Ich verstand nur Bahnhof", Hrsg. Sozialverband Deutschland e.V.
Broschüre "SGB IX Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen", Hrsg. Sozialverband
Deutschland e.V.
Broschüre "Ratgeber für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen", Hrsg. Sozialverband Deutschland e.V.
Sozialverband VdK Hamburg:
Broschüre "Ihre Partner im Sozialrecht und vieles mehr!"
Broschüre "Patientenratgeber", Hrsg. Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V.
Flyer "Was Sie als Patient wissen sollten", Hrsg. Sozialverband VdK Deutschland
Informationsmaterialen anderer Verteiler:
Flyer "Barrierefreies PKW Sicherheitstraining", Hrsg. Verkehrswacht Hamburg e.V.
Broschüre "aufbruch - Das Magazin für eine neues Stück Land", Heft 2/2003, Hrsg. Evangelische Stiftung Alsterdorf
Broschüre "Sicher leben auch im Alter - Sturzunfälle sind vermeidbar", Hrsg. Aktion DAS SICHERE HAUS, Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. (DSH)
Broschüre "Einfach für @lle - Informationen zur barrierefreien Webgestaltung", Hrsg. Deutsche Behindertenhilfe, Aktion Mensch e.V.
Broschüre "Barrierefrei kommunizieren - Behinderungskompensierende Techniken und Technologien für Computer und Internet“, Hrsg. Technischer Jugendfeizeit- und Bildungsverein
(tjfbv) e.V.
Flyer "Hypoglykämie", Hrsg. Arbeitsgemeinschaft "Erkrankungen mit Unterzuckerung"
Flyer "Club 68 - Verein für Behinderte und ihre Freunde Hamburg e.V. - Kurzvorstellung",
Hrsg. Club 68
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Broschüre "Mobil trotz Handicap - Service für mobiltätseingeschränkte Reisen", Hrsg. Deutsche Bahn Reise & Touristik AK in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband
Broschüre "Hamburger Versehrtensport e.V. - Sonderausgabe mit Sportgruppenplan", Hrsg.
Hamburger Versehrtensport e.V.
Flyer "Wegweiser - Wo muss ich hin? dibis.hamburg.de", Hrsg. hamburg.de GmbH & Co. KG
Flyer "ADS/ADHS - Elternselbsthilfegruppe Michel", Hrsg. Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung/Hyperaktivität e.V.
Broschüre "Karla kann´s Selbstbehauptung - Fremdbestimmung: Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen mit Behinderung", Hrsg. Autonom Leben e.V.
Programmheft "Ein Stadtteil und seine Kultur - Wir sind dabei!", Hrsg. Behinderten Forum
Walddörfer
Zusätzlich wurden von den beteiligten Kooperationspartnern zahlreiche weitere Informationsblätter, Formulare, Zeitungen und anderes Informationsmaterial ausgelegt und verteilt.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Anlage 4: Pressespiegel
Fernseh- und Radioberichte, Beiträge im Internet
Fernsehbericht über die Eröffnungsveranstaltung im Hamburg Journal
(gesendet am 8.9.2003 um 18.15 und um 19.45 Uhr auf N3)
Live-Interview übertragen auf NDR 90,3 während der Eröffnungsveranstaltung
im Eidelstedt Center
News-Meldung über die Informationsveranstaltungsreihe auf dem Stadtportal
hamburg.de am 8.9.2003
Beiträge und Progammhinweise zur Veranstaltungsreihe fanden sich auf den
Internetseiten der Veranstalter und den von beteiligten Kooperationspartnern
Ausgewählte Presseartikel
SelbstHilfe Zeitung der Kontaktstellen in Hamburg,
Ausgabe August bis Oktober 2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Mitgliederzeitung der DMSG, Landesverband Hamburg, Nr. 3/2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Wochenblatt Eidelstedt/Lurup vom 24.9. 2003
Bille Wochenblatt vom 18.9.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Bille Wochenblatt vom 18.9.2003
Bergedorfer Zeitung vom 22.9.03
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Bergedorfer Zeitung vom 24.9.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Bergedorfer Zeitung vom 24.9.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
SoVD Zeitung, Nr. 10/Oktober 2003 Ausgabe Bremen/Hamburg
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Hamburger Abendblatt vom 8.10.2003
Osdorfer Kurier, Nr. 40/2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Luruper Nachrichten, Nr. 43/2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Elbe-Wochenblatt (Seite 1) vom 29.10.2003
Elbe-Wochenblatt (Seite 3) vom 29.10.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Hamburger Abendblatt
vom 13.10.2003
Niendorfer Wochenblatt
vom 16.10.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Niendorfer Wochenblatt vom 30.10.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
SoVD Zeitung, Nr. 10/Oktober 2003 Ausgabe Bremen/Hamburg
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
SoVD Zeitung, Nr. 12/Dezember 2003 Ausgabe Bremen/Hamburg
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Harburger Nachrichten und Anzeiger vom 5.11.2003
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Harburger Rundschau vom 8.11.2003
Billstedt Center Aktuell vom 13.11.2003
(Mitteilungsblatt des Einkaufszentrums)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
VHH-/PVG-Kurier 1/04
(Auszug aus dem zweiseitigen Bericht in der
Hauszeitschrift der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG)
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Anlage 5: Erklärung von Madrid zum EJMB 2003
Deklaration von Madrid
„Nicht-Diskriminierung plus positive Handlung(en) bewirken soziale Integration“
Wir, über 600 Teilnehmer am Europäischen Behindertenkongress, zusammengekommen in Madrid,
begrüßen die Proklamation des Jahres 2003 als das Europäische Jahr von Menschen mit Behinderungen als ein Ereignis, das das öffentliche Bewusstein über die Rechte von mehr als 50 Millionen
Europäern mit Behinderungen steigern muss.
Wir legen unsere Vision in diese Deklaration, die für Aktionen für das Europäische Jahr im Rahmen
der Europäischen Gemeinschaft auf nationaler, regionaler und örtlicher Ebene einen konzeptionellen
Rahmen darstellen sollte.
Vorwort
1. Behinderung ist ein Menschenrechtsthema
Behinderte Menschen haben die selben Menschenrechte wie alle anderen Bürger. Der erste Artikel
der Menschenrechtsdeklaration legt fest: Alle Menschen sind frei und gleich in ihrer Würde und in
ihren Rechten. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten alle Gemeinden die Verschiedenheit innerhalb
ihrer Gemeinschaften begrüßen und danach streben, sicherzustellen, dass alle behinderten Menschen die volle Palette der Menschenrechte in Anspruch nehmen können: bürgerlich, politisch, sozial,
ökonomisch und kulturell wie in den verschiedenen internationalen Konventionen, im EU - Vertrag und
in den verschiedenen nationalen Verfassungen festgelegt.
2. Behinderte Menschen wollen Chancengleichheit und nicht Wohltätigkeit
So wie viele andere Regionen in der Welt hat die Europäische Union eine langen Weg während der
letzten Dekade zurückgelegt: von der Philosophie der Bevormundung behinderter Menschen zu dem
Versuch, sie zu befähigen, die Kontrolle über ihr eigenes Leben auszuüben. Die alten Einstellungen,
die weitgehend auf Mitleid und Hilflosigkeit behinderter Menschen begründet waren, gelten nun als
unakzeptabel. Die Handlung verlagert sich von der Betonung der Rehabilitation des Individuums, damit es in die Gesellschaft „passt“, zu einer umfassenden Philosophie der sich verändernden Gesellschaft, die den Bedarf von allen Personen einschließt und berücksichtigt, einschließlich der Menschen
mit Behinderungen. Behinderte Menschen fordern gleiche Möglichkeiten und Zugang zu allen gesellschaftlichen Ressourcen, d.h. integrative Bildung, neue Technologien, Gesundheits- und soziale
Dienste, Sport- und Freizeitaktivitäten, Konsumgüter und Dienstleistungen.
3. Barrieren in der Gesellschaft führen zu Diskriminierung und sozialem Ausschluss
Die Art, in der unsere Gesellschaften organisiert sind, bedeutet oft, dass behinderte Menschen nicht
fähig sind, ihre Menschenrechte voll wahrnehmen zu können und dass sie sozial ausgeschlossen
sind. Die statistischen Daten, die verfügbar sind, belegen, dass behinderte Menschen unakzeptabel
niedrige Bildungs- und Beschäftigungsniveaus haben. Daraus resultiert auch, dass verglichen mit
nicht behinderten Bürgern eine größere Anzahl von behinderten Menschen in tatsächlicher Armut lebt.
4. Behinderte Menschen: Die unsichtbaren Bürger
Die Diskriminierung, der behinderte Menschen gegenüberstehen, basiert manchmal auf Vorurteilen
gegen sie, aber viel öfter wird sie durch die Tatsache verursacht, dass behinderte Menschen weitgehend vergessen und ignoriert werden und das hat Auswirkungen auf die Schaffung und Untermauerung von Barrieren in der Umwelt und in der Haltung, die behinderte Menschen daran hindern an der
Gesellschaft teilzuhaben.
5. Behinderte Menschen bilden eine verschiedenartige Gruppe
Wie in allen Gebieten der Gesellschaft bilden behinderte Menschen eine sehr unterschiedliche Gruppe von Menschen und nur eine Politik, die diese Unterschiedlichkeit respektiert, wird funktionieren.
Insbesondere mehrfachbehinderte Menschen und ihre Familien bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit durch die Gesellschaft, aber sie sind oft die am stärksten vergessenen unter den behinderten
Menschen. Auch Frauen mit Behinderungen und behinderte Menschen von ethnischen Minderheiten
87
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
sind oft von doppelter oder vielfacher Diskriminierung betroffen, die aus dem Zusammentreffen der
Diskriminierung, die in ihrer Behinderung und der Diskriminierung, die aus dem Geschlecht oder der
ethnischen Abstammung begründet ist resultiert. Für gehörlose Menschen ist die Anerkennung der
Gebärdensprache ein fundamentaler Punkt.
6. Nicht-Diskriminierung plus positive Handlung(en) bewirken soziale Integration
Die kürzlich angenommene EU Charta der Grundrechte bestätigt, dass für das Erreichen der Gleichberechtigung für behinderte Menschen das Recht, nicht diskriminiert zu werden, ergänzt werden muss
um das Recht von Maßnahmen zu profitieren zu Gunsten ihrer Unabhängigkeit, Integration und Teilhabe am Leben der Gesellschaft.. Diese vereinheitlichte Erkenntnis wurde zum Leitprinzip des Madrider Kongresses, der im März 2002 mehr als 600 Teilnehmer versammelte.
Unsere Vision
1. Unsere Vision kann am besten beschrieben werden als ein Gegensatz zwischen dieser neuen Vision und der alten Vision, die es zu überwinden gilt:
a) Weg von behinderten Menschen als Objekte der Wohltätigkeit ... und hin zu behinderten Menschen
als Inhaber von Rechten.
b) Weg von Menschen mit Behinderungen als Patienten ... und hin zu Menschen mit Behinderungen
als unabhängige Bürger und Verbraucher.
c) Weg davon, dass Professionelle Entscheidungen für behinderte Menschen treffen ... und hin zu
unabhängiger Entscheidungsfindung und Übernahme von Verantwortung durch behinderte Menschen und ihre Verbände bei Themen, die sie betreffen.
d) Weg von der Konzentration nur auf individuelle Beeinträchtigungen ... und hin zur Beseitigung von
Barrieren, Änderung von sozialen Normen, Politiken, Kulturen und zur Förderung einer unterstützenden und zugänglichen Umwelt.
e) Weg von der Abstemplung von Menschen als Abhängige oder nicht zu Beschäftigende ... und hin
zur Betonung der Fähigkeit und der Bereitstellung von aktiven Unterstützungsmaßnahmen.
f) Weg von der Gestaltung von wirtschafts- und sozialen Prozessen für die wenigen ... und hin zur
Gestaltung einer flexiblen Welt für die vielen.
g) Weg von unnötiger Trennung in Bildung, Beschäftigung und anderen Bereichen des Lebens ... und
hin zur Integration behinderter Menschen in alle Bereiche des Lebens.
h) Weg von einer Behindertenpolitik als ein Punkt der nur spezielle Ministerien betrifft ... und hin zu
Einbeziehung der Behindertenpolitik als eine generelle Regierungsverantwortung.
2. Eine Gesellschaft für alle
Die Durchsetzung unserer Vision wird nicht nur für behinderte Menschen sondern für die gesamte
Gesellschaft von Nutzen sein. Eine Gesellschaft, die einige ihrer Mitglieder ausschließt, ist eine arme
Gesellschaft. Aktionen zur Verbesserung der Bedingungen für behinderte Menschen werden zur Ausgestaltung einer flexiblen Welt für alle führen. „Was heute im Namen der Behinderten getan wird, wird
für alle in der Welt von morgen Bedeutung haben“.
Wir, die Teilnehmer am Europäischen Behindertenkongress, die sich in Madrid getroffen haben, teilen
diese Vision und bitten alle Beteiligten das Europäische Jahr von Menschen mit Behinderungen 2003
als den Beginn eines Prozesses anzusehen, der diese Vision zur Realität machen wird. 50 Millionen
europäische behinderte Menschen erwarten von uns, dass ein Impuls für diesen Prozess gegeben
wird, um dies zu verwirklichen.
Unser Programm zur Verwirklichung dieser Vision
1. Gesetzliche Maßnahmen
Eine umfassende Antidiskriminierungs-Gesetzgebung muss unverzüglich erlassen werden, um existierende Barrieren zu beseitigen und die Errichtung von neuen Barrieren zu vermeiden, denen behinderte Menschen zum Beispiel in der Bildung, in der Beschäftigung und beim Zugang zu Gütern und
Dienstleistungen begegnen können und welche behinderte Menschen daran hindern, ihr volles Potential für soziale Teilhabe und Unabhängigkeit zu erreichen. Die Nicht - Diskriminierungsklausel in Arti88
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
kel 13 des EG – Vertrages ermöglicht dies auf Gemeinschaftsebene und trägt somit zu einem wirklich
barrierefreien Europa für Menschen mit Behinderungen bei.
2. Einstellungen verändern
Die Antidiskriminierungs-Gesetzgebung hat bewiesen, dass sie erfolgreich die Veränderungen in der
Einstellung zu Menschen mit Behinderungen zustande bringt. Gesetze sind jedoch nicht genug. Ohne
eine starke Verpflichtung der ganzen Gesellschaft, einschließlich der aktiven Teilhabe von behinderten Menschen und ihrer Verbänden um ihre eigenen Rechte zu sichern, bleibt die Gesetzgebung eine
leere Hülse. Öffentliche Bildung ist daher für die Unterstützung der Gesetzgebungsmaßnahmen und
für ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Rechte von behinderten Menschen in der Gesellschaft und um Vorurteile und Stigmatisierung zu bekämpfen, die gegenwärtig noch existieren, notwendig.
3. Dienstleistungen, die ein unabhängiges Leben fördern
Um das Ziel von gleichem Zugang und Teilhabe zu erreichen ist es auch erforderlich, dass Mittel in
einer solchen Art und Weise gesteuert werden, dass sich die Möglichkeiten der behinderten Menschen teilzunehmen und ihre Rechte auf ein unabhängiges Leben verbessern. Viele behinderte Menschen benötigen unterstützende Dienste in ihrem täglichen Leben. Diese Dienste müssen seriöse
Dienste sein, die dem Bedarf von behinderten Menschen entsprechen und sie müssen in die Gesellschaft integriert und nicht Ursache für Ausgrenzung sein. Solche Unterstützung stimmt mit dem Europäischen Sozialmodell der Solidarität überein – ein Modell, das unsere kollektive Verantwortung füreinander anerkennt und besonders für jene, die Hilfe benötigen.
4. Unterstützung der Familien
Die Familie behinderter Menschen, insbesondere Familien behinderter Kinder und Menschen mit
Mehrfachbehinderung, die nicht fähig sind sich selbst zu vertreten, spielt eine lebenswichtige Rolle für
deren Ausbildung und soziale Integration. Angesichts dessen müssen angemessene Maßnahmen
durch die öffentlichen Behörden ergriffen werden, um den Familien zu ermöglichen, ihre Unterstützung für die behinderte Person so integrativ wie möglich zu organisieren.
5. Spezielle Aufmerksamkeit für behinderte Frauen
Das Europäische Jahr muss als Möglichkeit gesehen werden, die Situation von behinderten Frauen
aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der soziale Ausschluss, dem behinderte Frauen gegenüberstehen, kann nicht nur durch ihre Behinderung erklärt werden, sondern die Frage des Geschlechts
muss auch beachtet werden. Die mehrfache Diskriminierung, der behinderte Frauen ausgesetzt sind,
muss durch eine Kombination von Maßnahmen des Mainstreamings und Fördermaßnahmen, die bestimmt werden in Abstimmung mit behinderten Frauen, überwunden werden.
6. Integration Behinderter in alle gesellschaftlichen Bereiche
Behinderte Menschen sollten Zugang haben zu den Gebieten Gesundheit, Bildung, berufliche und
soziale Dienste und zu all den Möglichkeiten, die für nicht behinderte Menschen vorhanden sind. Die
Durchführung eines integrativen Ansatzes im Bereich der an Behinderung und behinderter Menschen
erfordert in der gegenwärtigen Praxis Veränderungen auf verschiedenen Gebieten. Vor allen Dingen
ist es notwendig abzusichern, dass für behinderte Menschen verfügbare Dienste innerhalb und über
die verschiedenen Bereiche hinweg abgestimmt sind. Die Zugänglichkeit, die bestimmte Gruppen von
behinderten Menschen benötigen, muss bei der Planung jeder Aktivität und nicht als ein Nachtrag,
wenn der Planungsprozess bereits abgeschlossen wurde, in Betracht gezogen werden. Die Bedürfnisse von behinderten Menschen und ihren Familien sind verschieden und es ist wichtig, eine umfassende Antwort zu finden, die sowohl die ganze Person als auch die verschiedenen Aspekte seines
oder ihren Lebens in Betracht zieht.
7. Beschäftigung als ein Schlüssel für soziale Integration
Besondere Anstrengungen müssen unternommen werden, um den Zugang behinderter Menschen zur
Beschäftigung zu fördern, vorzugsweise auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Das ist einer der wichtigen Wege, um gegen den sozialen Ausschluss von behinderten Menschen zu kämpfen und ihr unabhängiges Leben und ihre Würde zu fördern. Das erfordert nicht nur die aktive Mobilmachung der Sozialpartner, sondern auch der öffentlichen Verwaltungen, die schon bestehende Maßnahmen auch weiterhin verstärken müssen.
8. Nichts über behinderte Menschen [sagen, schreiben, tun] ohne behinderte Menschen [einzubeziehen]
89
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Das Jahr muss eine Chance sein, behinderten Menschen, ihren Familien, ihren Fürsprechern und
ihren Verbänden eine neue und erweiterte politische und soziale Möglichkeit auf allen Ebenen der
Gesellschaft zuzubilligen, um die Regierungen in einen Dialog, die Entscheidungsfindung und den
Fortschritt bei den Zielen der Gleichheit und Integration einzubeziehen.
Alle Aktionen sollten im Dialog und in Kooperation mit den einschlägigen repräsentativen Behindertenverbänden unternommen werden. Solche Teilhabe sollte nicht nur darauf beschränkt sein, Informationen zu erhalten oder Entscheidungen zu billigen. Vielmehr müssen die Regierungen auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung normale Mechanismen für die Konsultation und den Dialog einstellen
oder verstärken, die behinderten Menschen ermöglichen, durch ihre Behindertenverbände zur Planung, Einführung, Begleitung und Evaluation aller Aktionen beizutragen.
Ein starkes Bündnis zwischen den Regierungen und den Behindertenverbänden ist die erforderliche
Basis, um am effektivsten Gleichberechtigung und soziale Teilhabe von behinderten Menschen voranzubringen.
Um diesen Prozess zu erleichtern, sollte die Leistungsfähigkeit von Behindertenverbände durch größere Mittelzuweisungen gesteigert werden, die ihnen erlauben, ihre Managementkapazitäten und ihre
Kampagnen zu verbessern. Das beinhaltet auch die Verantwortung seitens der Behindertenverbände
ihre Führungstätigkeit und ihre Repräsentativität kontinuierlich zu verbessern.
Vorschläge für Aktionen
Das Europäische Jahr von Menschen mit Behinderungen 2003 sollte eine Förderung der Fragen Behinderter bedeuten und das erfordert die aktive Unterstützung von allen einschlägigen Mitstreitern in
einer groß angelegten Partnerschaft. Daher werden konkrete Anregungen für Aktion für alle einschlägigen Mitstreiter vorgeschlagen. Diese Aktionen sind in das Europäische Jahr zu etablieren und darüber hinaus fortzusetzen; der Fortschritt sollte die gesamte Zeit bewertet werden.
1. EU –Behörden und nationale Behörden in EU- und Beitrittsländern
Öffentliche Verwaltungen sollten durch ihr Beispiel vorangehen und daher die ersten aber nicht die
einzigen Akteure in diesem Prozess sein.
Sie sollten
-
die gegenwärtigen Möglichkeiten der Gemeinschaft und der nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen mit der Absicht überprüfen, diskriminierende Praktiken auf dem Gebiet der Bildung,
Beschäftigung und dem Zugang zu Waren und Dienstleistungen zu bekämpfen;
-
Untersuchungen gegen jene Einschränkungen und diskriminierenden Barrieren einleiten, die die
Freiheit von behinderten Menschen, voll an der Gesellschaft teilzuhaben, begrenzen und alle
Maßnahmen unternehmen, die notwendig sind, um die Situation zu beheben.
-
Dienstleistungen und Leistungssysteme überprüfen, um sicherzustellen, dass diese Politik behinderten Menschen hilft und sie dabei unterstützt, ein integrierter Teil der Gesellschaft, in der sie leben, zu bleiben bzw. zu werden.
-
Untersuchungen über Gewalt und Ausübung von Missbrauch an behinderten Menschen durchführen, mit besonderer Aufmerksamkeit auf die behinderten Menschen, die in großen Einrichtungen
leben.
-
die Gesetzgebung bezüglich der Zugänglichkeit stärken, um sicherzustellen, dass behinderte Menschen die gleichen Rechte des Zugangs zu allen öffentlichen und sozialen Einrichtungen haben
wie andere Menschen.
-
beitragen zur Förderung der Menschenrechte von behinderten Menschen auf weltweiter Ebene
durch aktive Teilnahme an der Arbeit zur Vorbereitung einer UN-Konvention über die Rechte von
behinderten Menschen.
-
beitragen zur Situation von behinderten Menschen in den Entwicklungsländern, einschließlich der
sozialen Integration von behinderten Menschen als ein Ziel der nationalen und EU-Politik der Entwicklungszusammenarbeit.
2. Örtliche Behörden
Das Europäische Jahr muss tatsächlich vor allem auf lokaler Ebene stattfinden, wo die Anlässe für die
Bürger real sind und wo die Vereinigungen von und für Menschen mit Behinderungen den größten Teil
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
ihrer Arbeit leisten. Es muß jede erdenkliche Anstrengung gemacht werden, um die Veranstaltungen,
die Mittel und die Aktivitäten auf lokaler Ebene zu bündeln.
Lokale Akteure sollten aufgefordert werden, die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen in die
städtische- und Gemeindepolitik zu integrieren, einschließlich der Bildung, Beschäftigung, des Wohnens, des Verkehrs, der Gesundheit und der sozialen Dienste und dabei die Verschiedenartigkeit von
behinderten Menschen, einschließlich u.a. älterer Menschen, Frauen und Einwanderer zu bedenken.
Örtliche Verwaltungen sollten lokale Aktionspläne auf der Grundlage von Behinderung in Kooperation
mit den Vertretern der behinderten Menschen entwerfen und ihre eigenen lokalen Ausschüsse einsetzen, um die Aktivitäten des Jahres der behinderten Menschen vorrangig zu fördern.
3. Behindertenverbände
Behindertenverbände als Vertreter der behinderten Menschen haben die Hauptverantwortung, um den
Erfolg der Europäischen Jahres zu sichern. Sie haben sich selbst als Botschafter des Europäischen
Jahres anzusehen und alle einschlägigen Mitstreiter einzubeziehen, die konkrete Maßnahmen vorschlagen und sie müssen versuchen, eine lang andauernde Partnerschaft zu etablieren, falls diese
noch nicht existiert.
4. Arbeitgeber
Arbeitgeber sollten ihre Anstrengungen steigern, um behinderte Menschen in die Arbeit einzubeziehen, sie dort zu halten und zu fördern und ihre Produkte und Dienstleistungen so gestalten, dass diese für behinderte Menschen leicht zugänglich sind. Arbeitgeber sollten ihre eigene Politik überprüfen,
um sicherzustellen, dass nichts behinderte Menschen davon abhält, gleiche Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Arbeitgeberorganisationen können zu diesen Anstrengungen beitragen, indem
viele Beispiele guter Praxis, die es schon gibt, gesammelt werden.
5. Gewerkschaften
Gewerkschaften sollten ihr Engagement steigern, um den Zugang zur und die Beibehaltung von Beschäftigung von behinderten Menschen zu verbessern und sicherstellen, dass behinderte Menschen
einen Nutzen ziehen aus dem gleichen Zugang zu Bildungs- und Förderungsmaßnahmen, wenn sie
die Verträge in den Betrieben und beruflichen Sektoren verhandeln. Ebenso sollte mehr Aufmerksamkeit aufgewandt werden, um die Teilhabe und die Vertretung von behinderten Arbeitern zu fördern,
sowohl in ihren eigenen Entscheidungsstrukturen als auch bei den in den Betrieben oder den beruflichen Sektoren existierenden.
6. Medien
Die Medien sollten Partnerschaften mit Vereinigungen von Menschen mit Behinderungen begründen
und verstärken, um die Darstellung von behinderten Menschen in den Massenmedien zu verbessern.
Mehr Information über behinderte Menschen sollte in die Berichterstattung in Anerkennung der Tatsache, dass es verschiedenartige Menschen gibt, einfließen. Falls auf Behindertenangelegenheiten hingewiesen wird, sollten die Medien jede herablassende oder demütigende Behandlung vermeiden und
stattdessen auf die Barrieren, denen behinderten Menschen gegenüberstehen und auf den positiven
Beitrag zur Gesellschaft, den behinderte Menschen leisten können, wenn diese Barrieren einst überwunden sein werden, hinweisen.
7. Bildungssystem
Schulen sollten eine führende Rolle einnehmen in der Verbreitung der Botschaft des Verstehens und
der Akzeptanz der Rechte von behinderten Menschen, sie sollten helfen Ängste, Mythen und Missverständnisse zu zerstreuen und die Anstrengungen der Gesellschaft unterstützen. Pädagogische Mittel,
um Schülern zu helfen ein Gefühl von Individualität in Zusammenhang mit eigener oder anderer Behinderung zu entwickeln, und ihnen zu helfen, Unterschiede positiver zu sehen, sollten entwickelt und
weit verbreitet werden.
Es ist notwendig, eine Bildung für alle zur erreichen, die auf den Prinzipien der vollen Teilhabe und
Gleichberechtigung basiert. Bildung spielt eine Schlüsselrolle für die Zukunft eines jeden Menschen,
sowohl aus persönlicher als auch aus sozialer und beruflicher Sicht. Das Bildungssystem muss daher
die Hauptrolle spielen um eine persönliche Entwicklung und soziale Einbeziehung zu sichern, die Kindern und Jugendlichen erlauben wird so unabhängig wie möglich zu sein. Das Bildungssystem in der
erste Schritt zu einer einbeziehenden Gesellschaft.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Schulen, Hochschulen und Universitäten sollten in Zusammenarbeit mit Fachleuten für Behinderung,
Vorträge und Workshops für Journalisten, Werbeagenturen, Architekten, Arbeitgeber, soziale und
gesundheitliche Fürsorgedienste, familiäre Pflegepersonen, Freiwillige, und Mitglieder der örtlichen
Verwaltung mit dem Ziel der Bewusstseinsbildung initiieren.
8. Eine gemeinsame Anstrengung zu der alle beitragen können und sollten
Behinderte Menschen streben danach, auf allen Ebenen des Lebens dabei zu sein und das erfordert,
dass alle Organisationen ihre Praktiken überprüfen, um sicher zu stellen, dass sie so gestaltet sind,
dass behinderte Menschen an ihnen teilhaben und von ihnen unterstützt werden können. Solche Organisationen schließen beispielsweise ein:
Verbraucherorganisationen, Jugendorganisationen, kulturelle Organisationen, andere soziale Verbände, die spezifische Gruppen von Bürgern repräsentieren. Es ist auch wichtig, diejenigen, die Entscheidungen treffen und Manager von Begegnungsstätten, wie Museen, Theater, Kinos, Parks, Stadien,
Kongresszentren, Einkaufszentren und Postämter einzubeziehen.
Wir, die Teilnehmer der Madrider Konferenz unterstützen diese Deklaration und verpflichten
uns selbst, sie weit zu verbreiten, so dass sie die Verantwortlichen erreichen kann, und alle in
Frage kommenden Mitstreiter ermutigen kann diese Deklaration vor, während und nach dem
Europäischen Jahr von Menschen mit Behinderungen zu billigen. Durch Billigung dieser Deklaration, erklären wir, die Organisationen, offen unser Einverständnis mit der Vision der Madrider
Deklaration und verpflichten uns, Aktionen durchzuführen, die zu einem Prozess beitragen
werden, der wirkliche Gleichberechtigung für alle behinderten Menschen und ihre Familien mit
sich bringen wird.
Wenn Ihre Organisation diese Deklaration billigen und diese Billigung veröffentlichen möchte, so sollte
sie das Europäische Behindertenforum (info@edf-feph.org) informieren, das dann Ihre Organisation
auf einem speziellen Abschnitt seiner Website aufnehmen wird (www.edf-feph.org), der der Unterstützung der Madrider Deklaration gewidmet ist.
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EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Anlage 6: Magdeburger Erklärung
Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen wurde am 21. und 22. Februar 2003 für
Deutschland in Magdeburg eröffnet.
Ganz im Sinne des Ratsbeschlusses der EU, der getreu dem Motto: "Nichts über uns ohne uns" eine
starke Beteiligung der Menschen mit Behinderungen bei der Umsetzung des Jahres voraussetzt, wurde das Jahr aus der Sicht der Betroffenen eingeleitet.
Am Ende der zweitägigen Veranstaltung gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Erklärung ab:
"Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung für das Europäische Jahr der
Menschen mit Behinderungen (EJMB) 2003 sind sich darin einig, dass die Politik der Beteiligung behinderter Menschen an allen Entscheidungen, die sie betreffen, weitergeführt werden muss. Der für
das EJMB formulierte Slogan: Nichts über uns ohne uns muss auch künftig Leitlinie der Behindertenpolitik über dieses Jahr hinaus sein. Die Behindertenpolitik soll in Zukunft unter die drei Leitforderungen
Teilhabe verwirklichen
Gleichstellung durchsetzen
Selbstbestimmung ermöglichen
gestellt werden. Dafür sind die Ansprüche auf gesellschaftliche Teilhabe zu ergänzen und auszubauen. Dazu müssen
•
das SGB IX weiter entwickelt,
•
Gleichstellungsbestimmungen auf kommunaler und Landesebene verankert,
•
zivilrechtliche Antidiskriminierungsvorschriften verabschiedet und
•
die Möglichkeiten der persönlichen Assistenz ausgebaut werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung treten dafür ein die Ansprüche auf
persönliche Hilfen nach unterschiedlichen Rechtsvorschriften zu einer Leistung zusammenzufassen.
Dabei kann das schwedische Assistenzgesetz als Vorbild dienen. Damit soll ein einheitlicher, bedarfsdeckender, einkommens- und vermögensunabhängiger Anspruch auf persönliche Assistenz geschaffen werden. Menschen mit Behinderungen sollen die Möglichkeit haben, als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber oder durch Assistenzgenossenschaften oder Vereine oder ambulante Dienste ihre Assistenz
zu organisieren.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Auffassung, dass nur durch umfassende Barrierefreiheit
behinderte Menschen am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können. Dazu muss das Behindertengleichstellungsgesetz umgesetzt und Barrierefreiheit in Landesgesetzen und kommunalen Vorschriften verankert werden. Das gilt insbesondere für die Bereiche Bauen, Verkehr und Kommunikation,
aber auch für barrierefreie Produkte. Wie im Gesetz vorgesehen, müssen die Betroffenen und ihre
Verbände an Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben und für
die vorgesehenen Zielvereinbarungen zwischen Behindertenverbänden und der Privatwirtschaft müssen die Verbände angemessen unterstützt werden.
Im Alltag gibt es noch zahlreiche rechtliche Benachteiligungen, die behinderte Menschen einschränken und deshalb abgebaut werden müssen. Eltern behinderter Kinder müssen endlich frei wählen
dürfen, welche Schule ihr Kind besucht. Dieses Elternwahlrecht muss in allen Gleichstellungsgesetzen
für behinderte Menschen der Bundesländer verankert werden. In Fällen sexualisierter Gewalt gegen
widerstandsunfähige Personen müssen die Täterinnen und Täter genauso hart bestraft werden wie
bei Gewalt gegen nichtbehinderte Menschen. In diesem Zusammenhang begrüßen wir den neuen
Anspruch auf Reha-Sport für behinderte Frauen. Er dient eindeutig der Prävention sexualisierter Gewalt. Aber er muss auch umgesetzt werden - und das müssen die Bundesregierung und die Träger
sicherstellen.
Noch immer gibt es benachteiligende Bestimmungen in allgemeinen Geschäftsbedingungen und die
Verweigerung von Verträgen wegen einer Behinderung. Solche Benachteiligungen sind nur durch ein
Zivilrechtliches Antidiskriminierungsgesetz zu beseitigen. Dieses muss durch eine umfassende euro93
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
päische Anti-Diskriminierungsrichtlinie ergänzt werden. Erst wenn behinderte Menschen nichtbehinderten Bürgerinnen und Bürgern wirklich gleichgestellt sind und wirksame Instrumente erhalten, sich
gegen Benachteiligungen zu wehren, werden auch die Vorurteile gegenüber behinderten Menschen
verschwinden. Nur die gleichberechtigte Teilhabe wird ihnen einen diskriminierungsfreien Alltag ermöglichen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung in Magdeburg stellen fest, dass das Recht auf
Leben von Menschen mit Behinderungen durch die Bioethik bedroht wird. Diese Bedrohung besteht
insbesondere
•
in der gegenwärtigen Anwendung von Pränataldiagnostik in der Schwangerschaftsvorsorge,
die zu einer eugenischen Rasterfahndung auszuufern droht,
•
in einer medizinischen Diskussion, die das Lebensrecht behinderter Säuglinge und von Menschen im Koma zunehmend in Frage stellt,
•
in einer Rechtsprechung, die diese lebensfeindlichen Tendenzen absichert,
•
in der Zulassung von Biotechnologien, wie Klonen, Präimplantationsdiagnostik und Embryonenforschung, die das gesellschaftliche Klima behindertenfeindlicher machen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses begrüßen daher, dass der Deutsche Bundestag
ein umfassendes Klonverbot beschlossen hat. Sie fordern die Bundesregierung auf, diesen Beschluss
konsequent umzusetzen und sich nicht gegen ihn zu stellen. Sie fordern eine umfassende ethische
Reflektion dieser Entwicklung unter Beteiligung behinderter Menschen. Sie begrüßen die Wiedereinsetzung der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" und fordern, dass in diesem Gremium auch behinderte Menschen vertreten sind. Das Gleiche gilt für den Nationalen Ethikrat.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fordern, dass sich die Bundesregierung für eine UN-Konvention
für die Menschenrechte behinderter Menschen einsetzt, die sich am gesamten Menschenrechtskatalog orientiert.
Im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 sollen ihre Selbstbestimmung erweitert,
Benachteiligungen und Diskriminierungen abgebaut und eine größere Teilhabe behinderter Menschen
ermöglicht werden. Dieses Ziel kann nur durch die aktive Beteiligung behinderter Menschen erreicht
werden. Denn nur wer sich einmischt, kann das Ergebnis beeinflussen. Diese Eröffnungsveranstaltung ist daher der Beginn einer Kampagne, behinderte Menschen in der Gesellschaft immer sichtbarer
zu machen - als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger."
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Lage der 10 beteiligten Einkaufszentren
4
7
8
2
1
6
5
10
3
9
1 Einkaufszentrum Hamburger Straße
6 Elbe -Einkaufszentrum
2 Eidelstedt CENTER
7 Tibarg Center
3 Marktkauf Bergedorf
8 Einkaufstreffpunkt Farmsen
4 Alstertal-Einkaufszentrum
9 Marktkauf Harburg
5 Mercado
10 Billstedt Center
EJMB 2003: Informationsreihe "Barrierefreies Hamburg - Was ist erreicht, was ist noch zu tun?"
Hamburg 2003
Herausgeber:
Barrierefrei Leben e.V.
Verein für Hilfsmittelberatung, Wohnraumanpassung
und barrierefreie Bauberatung
Richardstraße 45
22081 Hamburg
Telefon: (040) 29 99 56 56
Fax: (040) 29 36 01
E-Mail: Beratung@barrierefrei-leben.de
Internet: www.barrierefrei-leben.de
Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen
der Freien und Hansestadt Hamburg
Osterbekstraße 96
22083 Hamburg
Telefon: (040) 428 63 - 57 25
Fax: (040) 428 63 – 57 27
E-Mail: behindertengleichstellung@bsf.hamburg.de
Redaktion:
Herbert Bienk, Karin Dieckmann, Dieter Wiegel
Stand:
Januar 2004
Bezug:
Diese Broschüre ist erhältlich bei den Herausgebern.
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