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Ernst Stocker - senior

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Wichtige
Weichenstellungen
bei
der
5.
Internationalen
Hydrographischen Konferenz
Rostock, 17.10.2014 Mit „Auf dem Weg von der Welt der Seekarten zu einer Welt
der Geodaten“ werden die wesentlichen Themen der 5. Außerordentlichen
Internationalen Hydrographischen Konferenz in Monaco auf den Punkt
gebracht. Die Integration von Messdaten wissenschaftlicher und kommerzieller
oder privater Messkampagnen in die Meeresinformationen, die Bereitstellung
gut aufbereiteter Informationen für viele Nutzer sowie der weitere Aufbau
entsprechender nationaler hydrographischer Dienste in den Schwellenländern
waren Kernpunkte wichtiger Beschlüsse.
Kongresspräsident
Dr.
Mathias
Jonas,
Vizepräsident
des
Bundesamtes
für
Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg und Rostock, leitete erfolgreich
die Konferenz mit über 300 Teilnehmern aus 67 Mitgliedsstaaten, 12 Internationalen
Organisationen und von zahlreichen Unternehmen. Die Diskussionen machten
deutlich, dass sich die Aufgaben der hydrographischen Dienste derzeit stark
verändern. Dr. Jonas fasste die Entwicklung so zusammen: „Alle hydrographischen
Institutionen transformieren ihr bisheriges Selbstverständnis als Kartenhersteller in die
Rolle hochqualifizierter maritimer Datendienstleister.“
Die Herstellung von amtlichen Seekarten wird zukünftig nur noch eine von vielen
Verwertungen
der
erhobenen
Daten
sein.
Auch
Meeresumweltschutz,
Küstenzonenmanagement und maritime Raumordnung stützen sich wesentlich auf
hydrographische Informationen, die nutzergerecht und internetfähig aufbereitet
werden. Eine bedeutende strategische Veränderung ist die zukünftige Integration von
Messdaten aus wissenschaftlichen oder privaten Messkampagnen in die offiziell
erhobenen Datenreihen. Schon früher haben Seefahrer Informationen über die von
ihnen
befahrenen
Meere
gesammelt
und
an
hydrographische
Institutionen
weitergegeben. Diese Art der Informationsgewinnung soll künftig für digitale
Verarbeitung angepasst werden. International ist dies als „Crowd Sourcing“ bekannt.
Die Qualitätskontrolle der Daten stellt eine große Herausforderung dar.
Die Konferenz wurde von Seiner Durchlaucht Fürst Albert II. persönlich eröffnet. Der
regierende Fürst von Monaco, Experte im Bereich des maritimen Umweltschutzes,
betonte die besondere Bedeutung der Balance von Schutz und Nutzung der
Weltmeere für die gesamte Menschheit und unterstrich die Verantwortung der
Hydrographie für diesen Bereich. Der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation
IMO, Koji Sekimizu, informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die
Beratungen zum Polar-Code, einem Element des IMO-Vertragswerks, das die
rechtlichen Voraussetzungen für das sichere Befahren polarer Gewässer regelt. Als
große Herausforderung gilt die Verbesserung der derzeit noch unzureichenden
Kartierung dieser Seegebiete.
Mit dem sogenannten „Capacity Building-Programm“ der IHO wurde ein weiteres
wichtiges Thema behandelt. Hierbei begleiten erfahrene nautische Hydrographinnen
und Hydrographen Institutionen in Schwellenländern und unterstützen den Aufbau
nationaler hydrographischer Dienste. Das Capacity Building Programm der IHO steht
unter Leitung von Thomas Dehling, Leiter des Referats „Seevermessung und
Geodäsie“ des BSH in Rostock und ist sehr erfolgreich. Eine Vielzahl von
Schwellenländern stellt inzwischen eigene digitale Seekarten her.
Die IHO wurde 1921 als eine zwischenstaatliche Organisation gegründet. Sie hat die
vor allem die Vermessung der Wassertiefen in den Meeren und Ozeanen zum Ziel
und stellt deren Kartierung sicher.
Ergebnisse
der
Arbeit
sind
zum
Beispiel
Seekarten,
Informationen
über
Unterwasserhindernisse oder Zustandsbeschreibungen der Gewässer.
Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime
Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität
von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Für Rückfragen:
Dr. Mathias Jonas
Vizepräsident / Abteilungsleiter Nautische Hydrographie (BSH)
Tel. 0381 / 4563-716
Susanne Kehrhahn-Eyrich
Pressesprecherin (BSH)
Tel.: 040 / 3190-1010
Mobil: 0151 / 11 58 85 74
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Bildung
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