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Benedikta Manzano Spektakel

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Ökologisch und wirtschaftlich
– die Fischschleuse im Kraftwerk am Höllenstein
Im Kraftwerk am Höllenstein wurde ein nicht benötigter Grundablasskanal unter dem Kraftwerksgebäude zum Einbau einer Druckkammerfischschleuse genutzt und im November 2013 fertiggestellt.
Eine Druckkammerschleuse als Wanderhilfe
für Fische zu nutzen – diese Idee ist nicht
neu. Der Clou an der Schleuse am Kraftwerk
Höllenstein ist jedoch die vom Werkleiter,
Johann Fischer, entwickelte energetische
Nutzung der Fischschleuse.
Für den Betrieb der Schleuse werden ca.
500 Liter Wasser in der Sekunde benötigt,
das nicht mehr für die Stromerzeugung zur
Verfügung steht. Dadurch entstünde ein
Produktionsverlust von jährlich 400.000 kWh
Strom. Durch ein ausgeklügeltes Rohrsystem
und Einbau eines Turbinenaggregats kann
nun auch dieses Wasser für die Stromerzeugung genutzt werden und verbindet
damit Ökologie und Wirtschaftlichkeit in
idealer Weise.
Die Entwicklung dieses neuen, patentierten
Verfahrens wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur,
Verkehr und Technologie gefördert.
Seit Frühjahr 2014 wird die fischereiökologische Wirksamkeit untersucht. Das
Monitoringprogramm wird vom Bayerischen
Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz begleitet und gefördert
Die Kraftwerk am Höllenstein AG wurde 1923 gegründet. Nach nur 3 Jahren
Bauzeit konnte das Kraftwerk Höllenstein am 14. Januar 1926 die
Stromproduktion aufnehmen. Im ersten Geschäftsjahr betrug die Stromerzeugung 7,769 Mio. Kilowattstunden, heute werden hier durchschnittlich 13,5
Mio. kWh produziert. Um die Leistungsfähigkeit zu verbessern, wurde 1963 das
Ausgleichswerk in Pulling errichtet. Hier beträgt die jährliche Stromproduktion
ca. 6 Mio Kilowattstunden.
Die Stadt Straubing verstand es, sich über die Stadtwerke Straubing 88,92 %
der Aktien zu sichern und bis heute zu halten. Die gesamte Stromproduktion
wird in das Netz des Bayernwerkes eingespeist.
Der Betrieb der Kraftwerke war vom Freistaat Bayern bis zum Januar 2001
genehmigt. Nach einem fast 9 Jahre dauernden Verfahren wurde am 28.07.2009
die wasserrechtliche Bewilligung für weitere 30 Jahre erteilt, mit der Auflage die
Durchgängigkeit wiederherzustellen. Mit der Inbetriebnahme einer konventionellen Fischtreppe am Kraftwerk Pulling im Jahr 2011 und der Druckkammerfischschleuse im Kraftwerk Höllenstein sind alle Auflagen erfüllt und
damit die Weiterführung des Betriebes gesichert.
Kontakt:
Kraftwerk am Höllenstein AG, Vorstand: Helmut Kruczek, Sedanstraße 10, 94315 Straubing,
Tel. 09421/864-111
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BENACHBARTER TURBINENKAMMER
BETRIEBSWASSERTURBINE
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FISCHEINSTIEG
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