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Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. - Erzdiözese Salzburg

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MITTEILUNGEN
Zeitschrift der Religionslehrerinnen und -lehrer
der Erzdiözese Salzburg
INHA LT
Berufung des Apostels
Seite 3
Paulus im Konflikt
Seiten 4 - 5
Paulus und die Frauen
Seiten 6 - 7
1 2009
Durch Gottes Gnade
bin ich, was ich bin.
1 Kor 15, 10
Das Gemeindeverständnis
des Paulus
Seite 8
Paulus im Bild
Seiten 9 und 10
Paulus - unterwegs für die
Freiheit: Wanderausstellung
Seite 10
Paulus und Papyri
Seite 15
AV - Medien
Seite 16
Vernetzung
Seite 17
Aus der Bibliothek
Seite 18
Information
Seiten 19 - 22
Dombuchhandlung
Seite 23
P R AX I S
Eine Postkarte von Paulus
Seite 11
Der Glaube des Paulus
Seiten 12 - 13
Gesucht
Seite 14
Paulusgrotte Ephesos, Bild: ÖAI (siehe Seite 2)
2
ZUM VERWEILEN
Liebe Religionslehrerinnen, liebe Religionslehrer!
Der Völkerapostel Paulus gehört zu jenen Gestalten des Neuen Testaments, von
denen wir mehr wissen als über andere Personen. Kaum jemand hat so viel über sich
selbst geschrieben wie er. In seinen Briefen kommen sowohl die Höhen und Tiefen
seines abenteuerlichen Lebens, Momente der In-Frage-Stellung, der Gefährdung und
Krise, aber auch grundlegende Erfahrungen des Glaubens zur Sprache.
Geprägt von der griechisch-römischen Kultur und stolz darauf, dem Volk Israel als dem von Gott erwählten Volk
anzugehören, setzt er sich mit ganzer Kraft für die Überlieferungen der Väter ein und verteidigt sie fanatisch gegen
die neue Lehre, welche die Anhänger Jesu verkündigen.
Es kommt schließlich zum entscheidenden Ereignis vor Damaskus mit dem Sturz zu Boden. Vielleicht kann man
dieses Damaskuserlebnis auch im übertragenen Sinn sehen. Saulus wird von seinem hohen Ross geholt. Sein Leben
und Denken, sein Wertesystem wird total auf den Kopf gestellt. Er kann momentan nicht mehr „sehen“. „Wer bist
du, Herr?“ – „Ich bin Jesus, den du verfolgst“. (Apg 9, 5) Sein bisheriges Gottesbild wird in Frage gestellt. Was er
bisher für gut und heilig gehalten und wofür er sich eingesetzt hat, wird bis auf den Grund erschüttert. Es braucht
die Begleitung eines Menschen, von Hananias, eines Christen aus Damaskus, um ihm die Augen des Glaubens
wieder zu öffnen. Einige Jahre später wird er schreiben: „Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat, Christus Jesus,
unserem Herrn.“ (1 Tim 1,12)
Das Damaskuserlebnis verwandelt ihn und bewirkt, dass er nicht in Enttäuschung und Resignation endet, weil
er dahinter eine Kraft sieht, die in Jesus Christus ihre Wurzeln hat. So fasst er den Entschluss: „Christus will ich
erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden; sein Tod soll mich prägen.
… Ich vergesse, was hinter mir liegt und strecke mich nach dem aus, was vor mir liegt.“ (Phil 3, 10.13) Dieser
Glaube hat ihn auch in den schwierigen Situationen seines weiteren Lebens getragen.
Der Lebensweg des Paulus ist ein Hinweis auch für uns, dass wir immer unterwegs sind auf dem Weg des Glaubens
und wir diesen Schatz des Glaubens „in zerbrechlichen Gefäßen tragen“, damit deutlich wird, „dass das Übermaß
der Kraft von Gott und nicht von uns kommt“ (1 Kor 4, 7). Dies soll uns auch in unserem Dienst der Verkündigung
immer wieder bewusst sein.
Jesus lebt! Das war das Ostererlebnis des Paulus vor Damaskus.
Eine gesegnete Zeit wünscht euch/Ihnen allen
Mag. Dr. Raimund Sagmeister
Rektor des Katechetischen Amtes
Zum Titelbild: Der Schatz in der Paulusgrotte
Durch Zufall entdeckte Renate Pillinger, Professorin für Frühchristliche Archäologie an der Universität Wien, 1998 in der Paulusgrotte in Ephesos
einen wahren Schatz: Unter den getünchten Wänden der Höhle befinden sich antike Malereien, darunter eine Darstellung des Apostels Paulus
und der bekehrten Thekla, deren Geschichte in einer apokryphen Schrift geschildert wird. Jahr für Jahr wird seither an der Freilegung und
Restauration der Malereien gearbeitet. mehr: www.univie.ac.at, paulusgrotte
Wir bedanken uns herzlich für die freundliche Genehmigung des Abdruckes.
g
Mitteilungen 1 - 2009
THEMA
Berufung des Apostels Paulus
... berufener Apostel durch den Willen Gottes ... (1 Kor 1,1)
am Kreuz hingerichtet wurde, galt als
von Gott verlassen. Und nun soll Jesus, der Bauhandwerker aus Nazareth,
der am 7. April des Jahres 30 gekreuzigt worden ist, auferstanden sein und
als Messias verehrt werden?
Paulus fühlte sich verpflichtet, die
Jüdinnen und Juden, die an Jesus
glauben, zur Ordnung zu rufen und
wieder zum rechten Glauben zurückzubringen.
Am besten kann man sich hineindenken, wenn man sich eingesteht,
dass man mit bestimmten Glaubensinhalten von Freikirchen auch seine
Schwierigkeiten hat.
Mag. Peter Hausberger
Pfarrer in Salzburg - St. Paul
B
ei uns ist die Bezeichnung „Fest
der Bekehrung des Apostels Paulus“ für den 25. Jänner geläufig und
selbstverständlich. Betrachtet man
die Apostelgeschichte und vor allem
die Briefe des Apostels Paulus näher,
erscheint es fraglich, ob wir zu Recht
von einer „Bekehrung“ sprechen können.
Paulus schreibt im Galaterbrief
(Gal 1,15-16):
115Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an auserwählt und berufen hat
durch seine Gnade, für gut gehalten
hat, 16seinen Sohn in mir zu offenbaren,
damit ich ihn als Evangelium verkündige unter den Völkern, –..........
Der Verfasser des Doppelwerks
Lukasevangelium und Apostelgeschichte hat diese Christusbegegnung legendenhaft ausgestaltet. Dreimal findet sie sich in der Apostelgeschichte (Apg 9; 22; 26). Paulus – wie
gesagt – beschreibt sie in eigenen
Wo ist Paulus aufgewachsen?
Worten als Berufung, als ein GePaulus stammt aus Tarsus, das war
Die Berufung des Paulus
schehen einer Offenbarung. Gott hat
damals die Hauptstadt der römischen Nun ist Paulus nach Damaskus unter- seinen Sohn in ihm geoffenbart. Der
Provinz Zilizien (heute Türkei). Er war wegs, um die dortige Gemeinde auf Auftrag dieser Berufung ist es, Jesus
Jude und wurde im jüdischen
Christus als Sohn Gottes, als
Biographische Daten von Saulus / Paulus:
Glauben erzogen. Dieser GlauEvangelium unter den Völkern
geboren zwischen 8 und 12 n. Chr. in Tarsus
be war natürlich auch geprägt
zu verkünden.
etwa 34 n. Chr. Berufung des Paulus
durch das hellenistische städPaulus war vor seiner Berufung
Missionsreisen, Gemeindegründungen
tische Milieu. Darauf weisen
gläubiger Jude und auch daseine beiden Namen hin: Von 56 n. Chr. letzter Jerusalembesuch und Verhaftung nach. Allerdings hat ihn diese
59 n. Chr. Ankunft in Rom
Geburt an hatte er beide NaGottesbegegnung zuerst in eine
etwa 62 n. Chr. Tod des Paulus,
men: Saul (jüdisch) und Paulus
tiefe Krise gestürzt. Nach einer
wahrscheinlich Hinrichtung unter Kaiser Nero
(griechisch-römisch). Oft hört
Zeit der Klärung aber hat er
man die Redewendung: „Vom
den Auftrag der Verkündigung
Saulus zum Paulus“ – historisch hat den rechten Weg zurückzuführen. Auf Jesu Christi „über alle Maßen“ aussie mit dem Damaskusereignis nichts diesem Weg erlebt Paulus eine Berüh- geführt. Der Ausdruck „Bekehrung
zu tun. Je nach Umfeld tritt der eine rung und Begegnung mit dem aufer- des Paulus“ ist also irreführend. Was
oder der andere Name mehr in den standenen Christus.
allgemein als Damaskuserlebnis beVordergrund.
zeichnet wird, ist Berufung, Neuorientierung und Sendung. g
Paulus in Jerusalem
Als junger Mann erhielt Saulus / Paulus die bestmögliche theologische
Ausbildung in Jerusalem, bei Rabbi
Gamaliel.
poster_3_a4.pdf 29.05.2008 15:06:02
Paulusjahr
Paulus und die Verfolgung der
JesusanhängerInnen
Paulus war so in seinem jüdischen
Glauben verwurzelt, dass er diesen
vor Abweichungen schützen wollte.
In den jungen christlichen Gemeinden waren am Beginn zum Großteil
Juden und Jüdinnen, die an Jesus als
Messias glaubten. An einen am Kreuz
ums Leben gekommenen Messias zu
glauben, war für Paulus schlicht und
einfach nicht akzeptabel. Jemand, der
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Durch Gottes Gnade
bin ich, was ich bin.
(1 Kor 15,10)
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Mitteilungen 1 - 2009
3
4
THEMA
Paulus im Konflikt
DDr. Oskar Dangl
Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien
Z
um Stichwort „Konflikte bei Paulus“ denkt man wohl unwillkürlich vor allem an die Gemeinde in Korinth, die sicher zu den schwierigsten
Sorgenkindern des Apostels Paulus
gehört hat, und auch an die Galater.
Mit beiden Gemeinden verbindet
ihn ein mehr oder weniger intensives
Besuchsprogramm sowie ein dichter
Briefverkehr.
Verschafft man sich auch nur einen
groben Überblick über die diversen
Konflikte, kommt man allein im ersten Brief an die Korinther (1 Kor) auf
eine beachtliche Liste:
- Spaltung der Gemeinde (1 Kor 1-4)
- Moralische Skandale (1 Kor 5; 6)
- Streit vor einem öffentlichen
Gericht (1 Kor 6)
- Diskussion über Askese und
Sexualität (1 Kor 7)
- Streit um das Essen von
Götzenopferfleisch (1 Kor 1-10)
- die Rolle der Frau in Gemeinde und
Gottesdienst (1 Kor 11; 14)
- unwürdige Feier des Herrenmahls
(1 Kor 11)
- Bestreitung der Auferstehung der
Toten (1 Kor 15)
Bei den Galatern kam es zu einem
schweren Rückfall hinter das von
Paulus verkündete Evangelium, weil
andere Missionare offenbar darauf gedrungen haben, dass auch für die Heidenchristen das jüdische Gebot der
Beschneidung weiter gelten müsse. Es
kommt daher zu einer sehr grundsätzlichen Auseinandersetzung um den
Stellenwert des Gesetzes innerhalb
des christlichen Glaubens und Ethos.
Sieht man sich die Stellungnahmen
des Paulus zu den diversen Konfliktfeldern, die der erste Brief an die
Korinther auflistet und abarbeitet,
einmal unter rein formalem Gesichtspunkt an, so entdeckt man, dass Paulus sich bemüht, seiner Gemeinde kei-
ne Befehle zu geben. An die Stelle der
Befehle tritt die Argumentation als
Kommunikationsstrategie des Paulus.
Die Argumentation verläuft auf verschiedenen Ebenen, sodass stets ein
ganzes Bündel an Argumenten von
Paulus ins Treffen geführt wird, unter
anderem:
- Anthropologische Argumente
- Christologische Argumente
- Ekklesiologische Argumente
- Eschatologische Argumente
- Pneumatologische Argumente
- Soteriologische Argumente
Stets greift Paulus dabei auf die Heilige Schrift zurück. Er erweist sich im
Streit als Schriftgelehrter, was er ja
auch von seiner Ausbildung bei Rabbi Gamaliel her ist. Besonders pikant
ist daher auch seine Stellungnahme
zum Gesetz, vor allem im Brief an die
Galater, die ihn zu einer ganz grundsätzlichen Besinnung auf diese Frage
zwingen. Bis heute ist die Diskussion
darüber nicht verstummt! Von einer
endgültigen Klärung dieser hoch theologischen und für das Verhältnis von
Judentum und Christentum zentralen
Frage kann keine Rede sein.
Die Argumentation mündet dann
meist in eine ganz klar formulierte
Mahnung des Apostels an die Gemeinde.
Gewiss sind nicht alle Probleme der
damaligen Gemeinde von Korinth für
uns heute noch von unmittelbarem
Belang. Trotzdem kann man im Einzelfall Grundsätzliches daraus lernen.
Ein solches Beispiel stellt der Streit um
den Genuss des so genannten Götzenopferfleisches dar. Paulus argumentiert, man wisse zwar, dass es keine
Götzen gebe und dass es daher unbedenklich sei, das so genannte Götzenopferfleisch zu essen, zumal es ja
wohl auch billiger gewesen sein dürfte. Allerdings gibt es auch so genannte „schwache“ Gemeindemitglieder,
denen diese Erkenntnis fehle, oder
die sich diesbezüglich in ihrer Ängstlichkeit nicht so ganz sicher sind. Sie
verletzen ihr Gewissen (Syneidesis),
g
Mitteilungen 1 - 2009
wenn sie vom Götzenopferfleisch essen. Daher plädiert Paulus dafür, dass
auch die so genannten „Starken“, denen es also nicht an der grundsätzlich
richtigen Erkenntnis mangelt, auf das
Essen von Götzenopferfleisch verzichten sollen, damit die „Schwachen“
nicht ihr Gewissen brechen müssen.
Rücksichtnahme auf die „Schwachen“
gehört also zu den ethischen Grundsätzen einer christlichen Gemeinde,
auch wenn die Sachlage eigentlich
ganz klar ist. Die Liebe (Agape) begrenzt die Freiheit und wird zum Zentrum des endzeitlichen christlichen
Ethos (vgl. 1 Kor 13).
Von der von Paulus angenommenen
endzeitlichen Lage der Welt ist auch
seine Position in „Gender-Fragen“
geprägt (vgl. 1 Kor 7,29-31). Damit
tun wir uns heute freilich schon viel
schwerer als mit der weitgehend obsolet gewordenen Problematik des Götzenopferfleisches, die nur noch rein
formale Bedeutung für uns hat (z.B.
Gewissen, Freiheit, Liebe).
In der Frage der Stellung der Frau in
der Gemeinde stand Paulus ganz auf
dem Boden des antiken Menschenbildes. Der Mann ist vollkommen.
Das bestimmt ihn nach antikem Verständnis auch zur Herrschaft über
die Frau (vgl. Aristoteles, Politik I,
2). Herrschaft und Männlichkeit sind
im antiken Modell „hegemonialer
Männlichkeit“ streng aufeinander
bezogen. Davon kann sich Paulus offenbar nicht lösen. Er bleibt dem patriarchalen Denken treu, obwohl er
für sich persönlich eine unglaubliche
Distanzierung vom üblichen antiken
Männerbild vornimmt, die in unmittelbarem Zusammenhang steht mit
der zentralen Botschaft seines Evangeliums vom Kreuz.
Paulus ist in dem weit verzweigten
und von vielen Minen verseuchten Konfliktfeld nämlich keinesfalls
bloß unbeteiligter Zuschauer oder
Schiedsrichter, sondern aktiver Teil
der Auseinandersetzungen, ja sogar
persönlich betroffen von den Angrif-
THEMA
lich anmutenden Schritt weiter: Er ist
bereit, seinen Körper in das Licht der
Öffentlichkeit zu rücken, und zwar
durch die Aufzählung seiner Leiden
(vgl. 2 Kor 4,7-11; 6,4-10; 11,24-29).
Besonders in der so genannten „Narrenrede“ (2 Kor 11,16-12,13) sieht er
sich genötigt, seine Schwäche und seine Leiden als Argument für sich und
sein Amt einzusetzen. Die „Narrenrede“ (vgl. 2 Kor, 11,21) umfasst vier
Themen:
Auseinandersetzung mit gegnerischen
Missionaren, den von ihm so genannten „Überaposteln“
Rechtfertigung seiner Lebensweise
Verteidigung seiner apostolischen Beauftragung
Deutung seiner Krankheit, Schwäche
und Leiden als Vollendung der Gnade
und Macht Christi (vgl. 2 Kor 12,9)
Der zweite Brief an die Korinther bietet so nicht nur einen umfassenden
Einblick in die Geschichte frühchristlicher Gemeinden, sondern auch in
die Biographie und das Selbstverständnis des Apostels Paulus.
Paulus präsentiert nicht einen perfekten, der Norm entsprechenden
Körper als Argument für seine Botschaft, sondern ein zerbrechliches
Tongefäß (vgl. 2 Kor 4,7). Damit tritt
aber sein äußerliches Erscheinungsbild und Auftreten in Kongruenz zu
seiner Botschaft vom Kreuz. Er trägt
allezeit das Sterben Jesu an seinem
Leib herum (vgl. 2 Kor 4,10). Die Botschaft vom Kreuz ist ihm im wahrsten
Sinn des Wortes auf den Leib geschrieben.
Eine christliche Physiognomik des
Kreuzes ersetzt bei ihm das römische
Ideal des Mannes. Diese Grenzerfahrung des Leides wird im antiken Kontext als Demütigung, als Verlust von
Ehre und Männlichkeit gedeutet. Für
Paulus aber gibt sich darin die Ehre
Gottes zu erkennen.
Das Kreuz bezeichnet nämlich ein
Paradoxon: Gottes Stärke erweist sich
in der Schwäche. Ebenso ist auch der
zerbrechliche Körper des Apostels ein
Mittel, um die Herrlichkeit der Botschaft vom Kreuz erkennbar zu machen (vgl. 2 Kor 4,7.10). Das Kreuz
spricht eine andere Sprache, auch körperlich.
Trotz dieser, dem Evangelium konformen „Körpersprache“ mit ihrer
Durchbrechung des antiken Männlichkeitsideals, gelingt es Paulus aber
nicht, die Rolle der Frau in der Familie und die Geschlechterordnung
im Gottesdienst (vgl. 1 Kor 11,2-16)
entscheidend neu zu definieren. Der
Mann ist der Frau vorgeordnet und
näher der göttlichen Herrlichkeit. Bis
heute gilt die Frau in der katholischen
Kirche als nicht „amtsfähig“.
Da hilft es auch wenig, zur Entschuldigung des heiligen Paulus darauf
hinzuweisen, dass eben auch seine
Position in Gender-Fragen vom endzeitlichen Charakter der Welt geprägt
ist (vgl. 1 Kor 7,29).
Es bleibt bei der Ambivalenz: Das
Kreuz ist dem Apostel auf den Leib
geschrieben. So zeigt Paulus „weiche“
Tugenden wie Milde und Sanftmut.
Doch im Zusammenhang von Gemeinde und Familie stellt er die herrschende Rolle des Mannes nicht in
Frage. g
poster_2_a4.pdf 28.05.2008 09:15:36
Paulusjahr
fen seiner Gegner, die sich offenbar
auch im Dunkeln halten. Daher ist er
gezwungen, nicht nur zu den diversen
Sachfragen und Problemen fachmännisch Stellung zu nehmen. Er muss
auch sich selbst und seine Rolle als
berufener Apostel samt seinem Evangelium verteidigen. Das wird besonders deutlich im zweiten Brief an die
Korinther (2 Kor) und im Galaterbrief
(Gal), die deshalb auch als „Kampfbriefe“ bezeichnet werden.
Verteidigen muss er sich gegen diverse persönliche Angriffe schon im
ersten Brief an die Korinther (vgl. 1
Kor 2-4). Man hat ihm sogar die Gabe
des Geistes abgesprochen, wie eine
erboste Replik des Paulus zeigt (vgl. 1
Kor 7,40). Nach einem Eklat bei einem
seiner Besuche in Korinth (vgl. 2 Kor
2,1-4) sieht er sich aber besonders genötigt, sich und sein Amt zu verteidigen. Der zweite Brief an die Korinther
gerät insgesamt zu einer Apologie des
Paulus. Sowohl im so genannten „Tränenbrief “ (2 Kor 10-13) als auch im
„Versöhnungsbrief “ (2 Kor 1-7) sucht
Paulus sich gegen Angriffe zu verteidigen. Dabei werden nicht einzelne
Themen und Probleme abgearbeitet
wie im ersten Brief an die Korinther.
Vielmehr wird die Kommunikation
des Apostels mit der Gemeinde selbst
zum zentralen Thema von 2 Kor. Seine Strategie, sich selbst, sein Amt und
sein Evangelium zu verteidigen, ist
nicht mehr nur intellektuell. Er thematisiert sich selbst bis hinein in seine
körperliche Erscheinung, die offenbar
von seinen Gegnern zum Anlass genommen worden ist, um ihm sogar
die Begabung mit dem heiligen Geist
abzusprechen. Damit sind wir wieder
mitten in der antiken Menschenbilddebatte!
Paulus entspricht offenbar nicht dem
antiken Ideal von Männlichkeit. Jedenfalls dürften seine Gegner ihm
unmännliches Auftreten vorgeworfen
haben (vgl. 2 Kor 10,10). Aus seinem
Auftreten wird dann auf seinen unmännlichen Charakter geschlossen.
Damit wird aber auch sein Evangelium von Tod und Auferweckung Jesu
desavouiert.
Paulus bekennt sich offenbar nicht nur
zu seinem Evangelium, sondern auch
zu einem alternativen Bild von Männlichkeit. Für seinen Umgang mit den
Korinthern sind Sanftmut und Milde
Christi leitend (vgl. 2 Kor 10,1). Ja er
geht sogar noch einen fast unglaub-
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Die ganze Schöpfung
seufzt bis zum
heutigen Tage
und liegt in
Geburtswehen.
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(Röm 8,22)
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Mitteilungen 1 - 2009
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6
THEMA
Paulus und die Frauen
Ingrid Penner
Bibelwerk Linz
B
etrachtet man die Person des
Paulus unter dem Aspekt seiner
Frauenfreundlichkeit bzw. –feindlichkeit, so muss vorausgeschickt
werden, dass das Thema Frau kein von
Paulus gesondert reflektiertes Thema
war, sondern eine Frage unserer Zeit
ist. Wir können also nur Rückschlüsse
aus den Briefen, die der Feder des
Paulus entstammen, ziehen. Dies
sind nach heutigem exegetischem
Stand sieben Briefe: Röm, 1 und 2
Kor, Gal, Phil, 1 Thess und Phlm. Die
anderen sogenannten „paulinischen
Briefe“ entstanden später in der
Weiterentwicklung der christlichen
Gemeinden und nach dem Tod
des Paulus. Wo gibt es nun in den
authentischen Paulusbriefen relevante
Stellen, die das Verhältnis des Paulus
zu Frauen erhellen können?
Grußliste im Römerbrief
Folgt man der biblischen Reihung
der Briefe, so stößt man gleich im
Schlusskapitel des Römerbriefes (Röm
16,1-16) auf zahlreiche Frauen. Der
Brief an die ChristInnen in Rom ist der
einzige Brief, den Paulus an eine ihm
noch unbekannte Gemeinde richtet.
Er kündigt darin sein Kommen an
(Röm 1,10.15; 15,23) und unterbreitet
sein Verständnis von Evangelium
und Gesetz. Mit dem Schlusskapitel
will Paulus den „Römern“ zeigen,
wie vielen Frauen und Männern in
dieser Gemeinde er bekannt ist und
wie diese Genannten ihn unterstützt
haben in seiner Verkündigungstätigkeit. Damit ist diese Liste auch ein
Empfehlungsschreiben für ihn selbst.
Gerade in dieser Liste fällt auf, wie
viele Frauen er hier erwähnt:
Zunächst empfiehlt er der Gemeinde
Phöbe (möglicherweise ist sie die
Überbringerin des Briefes) – sie
soll entsprechend aufgenommen
werden. Von ihr weiß er, dass sie
„diakonos“ der Gemeinde von
Kenchreä (Hafenstadt in Korinth)
ist. Die Einheitsübersetzung (EÜ)
gibt dies leider mit dem deutschen
Wort „Dienerin“ wieder, was zwar
dem Wort nach stimmt, dennoch
nachdenklich stimmt, weil dasselbe
Wort – etwa zeitgleich verwendet – an
anderer Stelle (wo nicht ausdrücklich
eine Frau genannt wird) mit „Diakon“
übersetzt wird (vgl. Phil 1,1). Zwar
gibt es zur Zeit des Paulus noch keine
hierarchische Ämterstruktur, dennoch
drückt dieser Titel „diakonos“ eine
leitende Funktion im Gefüge einer
Gemeinde aus, die Paulus hier
anspricht. Weiters berichtet er von ihr,
dass sie für viele – darunter auch für
Paulus selbst – Beistand, Patronin war
(„prostatis“; EÜ: „Sie selbst hat vielen,
darunter auch mir, geholfen“).
Der erste Gruß gilt sodann dem
Ehepaar Priska und Aquila. Er nennt
sie „Mitarbeiter in Christus Jesus“
(Röm 16,3). Hier fällt auf, dass die
Frau zuerst genannt wird. Nachdem es
damals keine derartigen Höflichkeiten
Frauen gegenüber gab, kann wohl
angenommen werden, dass Priska
für den Dienst am Wort Gottes die
wichtigere Person war. Laut Paulus hat
dieses Ehepaar für die Verkündigung
das eigene Leben aufs Spiel gesetzt.
Außerdem gibt es in ihrem Haus
christliche Versammlungen, da er
auch die Gemeinde grüßt, die sich in
ihrem Haus trifft (Röm 16,4).
Eine weitere Frau, die er grüßt, ist
Maria (Röm 16,5). Um welche Maria
es sich hier handelt, ist wohl der
römischen Gemeinde bekannt (Maria
war ein damals beliebter Name). Von
ihr sagt Paulus, dass sie viel Mühe auf
sich genommen hat. Die Mühe, von
der hier und an weiteren Stellen in
diesem Kapitel die Rede ist, betrifft
die Strapazen und Gefahren, die
Menschen in der Nachfolge Jesu auf
sich nehmen. Auch von Tryphäna,
Tryphosa und Persis trifft Paulus
diese Aussage (Röm 16,12) – drei
weitere Frauen.
g
Mitteilungen 1 - 2009
Bei Junia tritt die Wertschätzung, die
Paulus hier einer Frau entgegen bringt,
nicht zu Tage, da sie in einen Mann
„verwandelt“ wurde (EÜ: Junias!).
Paulus nennt sie und Andronikus
Volksgenossen, die mit ihm in
Gefangenschaft waren und bezeichnet
beide als „Apostel“ (Röm 16,7).
Seit dem Mittelalter wurde aus der
Frau Junia ein Mann Junias gemacht
(obwohl sich in außerbiblischen
Texten ein Männername Junias
nirgends nachweisen lässt). Beim
Kirchenvater Hieronymus findet
sich noch der Frauenname Junia.
Für die Kirchenpolitik passte wohl
die Kombination Frau und Apostel
nicht mehr. Paulus hatte damit kein
Problem.
Weitere Frauen in der Grußliste des
Römerbriefes sind die Mutter des
Rufus (ohne Namen), Julia und
Nereus und seine Schwester (ohne
Namen).
Betrachtet man diese Liste samt
Aussagen, so kann schwerlich
behauptet werden, dass hinter dem
Verfasser ein Frauenfeind steht. Die
ausdrücklich positive Bewertung von
Frauen im Dienst der Verkündigung
ist nicht zu leugnen. Paulus nimmt
Frauen
als
selbstverständliche
und
ihren
jeweiligen
Dienst
wahrnehmende Glieder im Gefüge
der Gemeinde wahr, wie er sie ihnen
selbst im 12. Kapitel des Römerbriefes
darlegt (vgl. dazu auch 1 Kor 12).
In die gleiche Richtung zielt auch
die Aussage des Galaterbriefes: Es
gibt nicht mehr Juden und Griechen,
nicht Sklaven und Freie, nicht Mann
und Frau; denn ihr alle seid „einer“ in
Christus Jesus. (Gal 3,28)
Zwei weitere Frauen erwähnt Paulus
namentlich im Philipperbrief: Evodia
und Syntyche (Phil 4,2). Er ermahnt sie
zur Einmütigkeit, schreibt gleichzeitig
aber, dass diese beiden Frauen mit
ihm zusammen für das Evangelium
gekämpft haben und ihre Namen im
Buch des Lebens verzeichnet sind.
THEMA
Paulus und die Frauen in Korinth
Eine überaus wechselvolle Geschichte
verbindet Paulus mit der von ihm
gegründeten Gemeinde in Korinth.
Mit ihnen pflegt er einen regen
Briefwechsel und hielt sich in dieser
Gemeinde auch für längere Zeit auf.
Zwei Aussagen aus dem Briefverkehr
mit den Korinthern erregen – Frauen
betreffend – immer wieder die
Gemüter und rufen weiblichen Protest
gegenüber Paulus hervor:
Dazu im Widerspruch steht im selben
Brief die Anweisung, dass Frauen in
der Versammlung schweigen sollen.
Diesen folgenschweren Bibeltext
zitierten Kirchenmänner immer
wieder, um Frauen (Mitsprache-)
Rechte in der Kirche zu untersagen.
Damit wurde kirchliche Praxis
einseitig biblisch untermauert, denn
Texte wie Gal 3,28 blieben außer Acht.
Was sagen heutige ExegetInnen zu
diesem Text?
Verschiedene Lösungsmöglichkeiten
werden hier angeboten, um den
Widerspruch in ein und demselben
Paulusbrief zu lösen (oder es
zumindest zu versuchen):
* VertreterInnen der kanonischen
Schriftauslegung (also jene, die weniger
der Überlieferungsgeschichte von
Texten nachgehen, sondern stärker
den bestehenden Text ansehen),
erklären meist dieses Schweigegebot
als nur für die Frauen der Gemeinde
von Korinth relevant. Diese sollen
besonders dominant gewesen sein und
viel Unruhe in die Versammlungen
durch ihr Verständnis von Gleichheit
hineingebracht haben. Deshalb sei
ihnen Schweigen verordnet worden.
Für mich löst diese Erklärung (die
möglicherweise richtige Einsichten in
die religiöse Aktivität der korinthischen
Frauen beinhalten) den Widerspruch
mit 1 Kor 11 in keiner Weise.
* Überlegenswert ist für mich die
Erklärung, die heute von mehreren
ExegetInnen vertreten wird: Man
nimmt an, dass diese Verse erst später in
den 1. Korintherbrief eingefügt wurden.
Einerseits entsprechen sie ganz der
Intention von 1 Tim (1 Tim 2,11-12), der
erst im ausgehenden 1. Jh. entstanden
ist; andererseits kann man die Verse
Wenn ein Mann betet oder
prophetisch redet und dabei
sein Haupt bedeckt hat, entehrt
er sein Haupt. Eine Frau aber
entehrt ihr Haupt, wenn sie betet
oder prophetisch redet und dabei
ihr Haupt nicht verhüllt. Sie
unterscheidet sich dann in keiner
Weise von einer Geschorenen.
(1 Kor 11,4-5)
Wie es in allen Gemeinden der
Heiligen üblich ist, sollen die Frauen
in der Versammlung schweigen; es
ist ihnen nicht gestattet zu reden.
Sie sollen sich unterordnen, wie
auch das Gesetz es fordert. Wenn
sie etwas wissen wollen, dann sollen
sie zu Hause ihre Männer fragen;
denn es gehört sich nicht für eine
Frau, vor der Gemeinde zu reden.
(1 Kor 14,33b-35)
Wie bereits eingangs erwähnt, gibt
es keine „Theologie der Frauen“ in
der paulinischen Briefesammlung.
Die Aussagen jedoch, die Paulus
immer wieder über Frauen macht,
sind aber keineswegs frauenfeindlich.
Paulus hat Frauen wie Männer in
Dienst genommen, wenn es um
die Verkündigung des Evangeliums
ging. Nicht das Geschlecht war
entscheidend, sondern der Einsatz
für die Sache Jesu. Und wer dafür
geeignet schien und seine Gaben in
diesen Dienst stellte, war für Paulus
willkommen – ohne geschlechtlichen
Unterschied.
Vielleicht könnte da ja auch das
ausgerufene Paulusjahr neue Aspekte
zur Klärung der Frauenfrage in der
Kirche unserer Zeit bringen ... g
Weiterführende und verwendete Literatur:
Anneliese Hecht (Hg), Paulus und die Frauen, Stuttgart
(Kath. Bibelwerk e.V.) 2008
Franz Kogler (Hg), Herders Neues Bibellexikon,
Freiburg im Breisgau (Verlag Herder) 2008
Frauen entdecken Paulus (Bibel und Kirche 3/2002),
Stuttgart (Kath. Bibelwerk e.V.) 2002
Franz Josef Ortkemper, 1. Korintherbrief (Stuttgarter
Kleiner Kommentar, Neues Testament 7), Stuttgart
(Verlag Kath. Bibelwerk) 1993
poster_7_a4.pdf 28.05.2008 09:33:37
Paulusjahr
Die erste Aussage betrifft die Anordnung für Männer und Frauen
im Gottesdienst, während sie
beten oder prophetisch reden.
Hier – und auch in seiner weiteren
Argumentation (1 Kor 11,7-10) –
erweist sich Paulus ganz als Kind
seiner (patriarchalisch strukturierten)
Zeit. Interessanterweise relativiert
er dann aber seine eigene Aussage,
indem er darauf hinweist, dass es
weder die Frau ohne den Mann,
noch den Mann ohne die Frau gibt
(vgl. VV. 11-12). In dem Protest
über die Frage der Kopfbedeckung
(bzw. des Haarschnittes – vgl. hier
die Untersuchung der Theologin
Marlies Gielen in „Frauen entdecken
Paulus“!) geht meistens eine wichtige
Aussage unter: Frauen schweigen in
der korinthischen Gemeinde nicht!
Mit
Selbstverständlichkeit
geht
Paulus hier davon aus, dass sie in der
Versammlung (= im Gottesdienst)
prophetisch reden und dies wird
ihnen auch nicht untersagt: Nebenbei
sei erwähnt, dass die prophetische
Rede laut Paulus die höchste der
Geistesgaben ist (vgl. 1 Kor 14,1-5)!
33b-36 problemlos aus dem Kontext
heraus lösen, ohne die Aussageabsicht
des Briefes zu stören – ja, mehr noch:
Die Ausführungen des Paulus werden
durch diese Verse nicht unterbrochen.
Ein weiteres Indiz für diese These
ist, dass in manchen Handschriften
diese Verse erst nach V. 40 überliefert
sind, also am Ende des paulinischen
Gedankenganges. Betrachtet man dazu
noch die kirchenpolitische Entwicklung,
in der Frauen mehr und mehr aus der
Mitverantwortung der christlichen
Gemeinden hinausgedrängt wurden,
so erscheint diese These durchaus
einleuchtend.
C
M
Y
CM
MY
CY
CMY
K
Zur Freiheit
hat uns
Christus befreit.
(Gal 5,1a)
g
Mitteilungen 1 - 2009
7
8
THEMA
Das Gemeindeverständnis
des Paulus
Ao.Univ.Prof. Mag. Dr. Michael Ernst
Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte ,
Universität Salzburg
E
ine christliche Gemeinde ist heiliger „Tempel Gottes“, Ort der Anwesenheit des Heiligen Geistes (1Kor
3,16f), oder „Leib Christi“ (1Kor 12).
Nach innen hin ist die Gemeinde „Gemeinschaft“ (koinonia), also ein Verbund von Freunden mit großen Gemeinsamkeiten. Die Gemeinde wird
weiters mit dem Bild eines „Hauses“,
einer Familie, beschrieben: Wir alle
sind untereinander Geschwister, und
Jesus ist der Hausvater. Paulus argumentiert dies v. a. theologisch vom
Erlösungstod Jesu her: Weil er für alle
gestorben ist, sind alle in der Gemeinde einander Geschwister geworden
(z.B. 1Kor 8,11). Das hat erhebliche
Konsequenzen: Die Freiheit meines
Gewissens wird begrenzt durch das
Gewissen meines Bruders, mit anderen Worten, mein Gewissen ist nicht
autonom, sondern theonom (d. h. Gott
ist Maßstab). Ich darf also nicht tun,
was ich will, denn wenn mein Bruder
durch mein Tun zu etwas angestiftet
würde, was sein Gewissen belastet,
dann würde er in seinem Gewissen
befleckt. Bei dieser Argumentation in
1Kor 8 und Röm 14 geht Paulus davon aus, dass unter Geschwistern alle
guten Gewissens dasselbe tun dürfen.
Da aber manche ein empfindliches
Gewissen haben, darf ich eben mit
Rücksicht darauf nicht alles tun, was
ich für mich selbst tun könnte, wenn
es nur mich allein gäbe. Dementsprechend ist der Maßstab christlichen
Handelns der „Aufbau“ der Gemeinde (vgl. 1Kor 14,26; Röm 15,2), das,
was wir heute „konstruktive Zusammenarbeit“ nennen. Die Gemeinde
wird also nicht nur organisch unter
dem Bild eines Körpers vorgestellt,
sondern auch architektonisch als Bau.
Gilt beim Körper eher das Mitbetroffensein durch Freude oder Schmerz,
geht es beim Bau eher um ein aktives
Stützen und Aufrichten.
„Christus hat mich gesandt … zu evangelisieren, aber nicht mit der Weisheit
eines Wortes, damit nicht das Kreuz
Christi entleert“, um seine Kraft gebracht werde (1Kor 1,17). Auch diese Kreuzestheologie des Paulus hat
Konsequenzen für die Gemeinde:
Gott hat die an die Spitze gesetzt, die
nicht nach menschlichen Maßstäben „Stars“, sondern jene, die total
unspektakulär sind. Wenn Paulus in
1Kor 12,28 bei der Frage nach Diensten (den Begriff „Amt“ vermeidet das
Neue Testament konsequent!) „erstens
Apostel, zweitens Propheten, drittens
Lehrer“ nennt, so nimmt er hier sicher
Bezug auf 1Kor 4,9–11, wo er vom
Aposteldienst gesagt hatte: „Gott hat
uns Apostel als das Letzte – als billige
Ausschussware – hingesetzt, als wären wir zum Tode Verurteilte. Denn
für die ganze Welt, für Engel wie für
Menschen, sind wir ein Theaterstück
– Witzfiguren in einer Jahrmarktsbude – geworden.“ Das ist nicht Ironie,
das ist bitterer Sarkasmus und tiefster
Ernst! Ich meine, dass sich auch heute
einige unserer „Amtsträger“ in diesen
Worten finden können …
An mehreren Stellen in 1Kor geht
es um innergemeindliche Ordnung:
Nach 1Kor 11 müssen Frauen beim
Beten und prophetischen Reden eine
Kopfbedeckung tragen „wegen der
Engel“. Der Schleier dient also dem
Schutz der Frau (wie auch in der römischen Gesellschaft). Beim Beten
und Prophezeien begibt man sich
in einen Raum zwischen Gott und
Mensch, der gefährlich ist. Diesem
Bereich kann man sich nur ungefährdet nähern, wenn man auf strikte
Ordnung in seinem Leben bedacht
ist. Für Paulus besteht diese Ordnung
eben in der Kopfbedeckung der Frau
(Vers 13–16).
Die zweite Stelle in 1Kor 11, wo es um
Ordnung geht, ist der Streit beim Her-
g
Mitteilungen 1 - 2009
renmahl. Paulus zitiert die tradierte
Abfolge „Dank für das Brot – Sättigungsmahl – Segen über den Kelch“
und verlegt dann das Sättigungsmahl
in die Häuser, so dass das Herrenmahl
in der bis heute so gebliebenen Folge
besteht. Auch an dieser Stelle hängt für
Paulus die Ordnung mit der Heiligkeit
Gottes zusammen (Vers 30–34).
In 1Kor 14 geht es zum dritten Mal
um das Thema Ordnung – diesmal
beim Gottesdienst. Angesichts der
üblichen zwangslos vorgetragenen
Einzeldarbietungen (vergleichbar frei
formulierter Fürbitten oder Lobpreisungen, nicht nur bei charismatischen
Gottesdiensten!) muss Paulus eine
straffe Regelung einführen: man soll
nicht gleichzeitig reden; charismatisch
inspiriertes „Zungenreden“ soll übersetzt werden; prophetisches Reden ist
zu bevorzugen; Frauen sollen nicht reden während des Gottesdienstes, wenn
sie eine Erläuterung wünschen. Alle
diese Regelungen dienen der Klarheit;
natürlich unterbinden sie damit in gewisser Weise Spontaneität. Paulus begründet dies so: „Gott liebt nicht das
Chaos, sondern die Ordnung und den
Frieden.“ (Vers 33), bzw.: „Es gehört
sich nicht!“ (Vers 35), und: „Alles soll
anständig und ordentlich geschehen.“
(Vers 40).
Die Argumente sind also: Ordnung
und Ruhe. Ist das law and order und
„politisch rechts“? Die Reaktionen
vieler Christinnen und Christen sind
diesbezüglich v. a. emotional. Bevor man Paulus aber nicht versteht,
braucht man nicht zu diskutieren, ob
man seine praktischen Konsequenzen
übernehmen will. Die Ordnungstheologie des Paulus kommt aus einer
Hochschätzung der Vernunft gegenüber jeder Maßlosigkeit. Das Gegenbild
ist Sünde als maßloser Egoismus! g
(Weiterführende Argumentation z. B.: bei Klaus
Berger, Paulus, München 2002).
THEMA
Paulus im Bild
Mag. Friedrich J. Drechsler
IRPB Salzburg/KPH-ES
I
n der ikonographischen Tradition
wird „Paulus […] als großer und
kräftiger Mann mit der hohen Stirn
und dem langen Bart der antiken
Philosophen dargestellt. Als Zeichen
seiner tiefen Liebe zu Christus trägt
er vielfach einen roten Mantel. Das
Schwert ist sein Attribut seines Martyriums, ferner das Buch seiner berühmten Briefe oder einzelne Schriftstücke (Rafael).“ 1
Petrus und Paulus werden häufiger
als alle anderen Heiligen in den römischen Katakomben2 dargestellt.
Fast immer stehen sie gemeinsam an
der Seite Christi. Eusebius von Cäsarea
behauptet in seiner Kirchengeschichte, „[...] es hätte Urbilder aus frühester
Zeit gegeben: ’Wir haben auch die Bilder (der) Apostel Paulus und Petrus
und sogar das Bild Christi selbst in
Farben gemalt gesehen. War es doch
zu erwarten, dass die Alten sie als ihre
Retter ohne Überlegung gemäß ihrer
heidnischen Gewohnheiten auf solche
Weise zu ehren pflegten.’“3 Petrus und
Paulus wurden gemeinsam auf Sarkophagen (4. Jh.) und auf Gläsern der
konstantinischen Zeit abgebildet.
Von Paulus gibt es zahlreiche Einzeldarstellungen, ein berühmtes Mosaik
im Baptisterium der Orthodoxen in
Ravenna (um 458), eine Skulptur am
Portico de la Gloria in der Kathedrale
Santiago de Compostela (1168 – 1188)
und »der heilige Paulus beim Nachdenken« von Rembrandt (1629-1630,
Öl auf Leinwand, Nürnberg, Germanisches Museum).4
Das Sujet der »Bekehrung des
Paulus«5 (Apg 9,1-9 u. 22,6,-11) hat
Künstler verschiedenster Epochen zu
künstlerischer Auseinandersetzung
inspiriert, vor allem im Mittelalter und
in der Neuzeit war es ein bevorzugtes
Thema.4 Diese Szene war häufig mit
der Schlüsselübergabe an Petrus und
dessen Martyrium verbunden.
Die Bekehrung des Saulus ist sehr oft
in ein Landschaftsbild eingebettet.
Saulus, meistens mit einem Schwert
bewaffnet und in einer Rüstung oder
zeitgenössischer Kleidung, ist bereits
an der Physiognomie seines schmalen
Kopfes erkennbar, obwohl er als junger Mann noch keinen Bart trägt und
sein Haupt voll behaart ist. Auf den
Gemälden ist er zu Fuß oder zu Pferd
unterwegs, um die Anhänger Christi
zu verfolgen. – Doch plötzlich ist Saulus „[...] gestürzt und wendet sich am
Boden liegend einem Lichtstrahl zu.
Charakteristisch ist die Haltung der
gegen das Licht gewandten Arme als
Hinweis auf die Blendung. Paulus hält
die Augen meist geschlossen, Michelangelo und Caravaggio aber machen
durch die Gesten entrückter Hingabe
deutlich, dass er dennoch sieht.“5
Paulus wird sehr oft von einem oder
von mehreren bewaffneten Männern
begleitet, die von dem unheimlichen
Ereignis in großen Schrecken versetzt, sich äußerst konfus verhalten.
„Die Künstler stellen die Szene aus der
Sicht Pauli dar, zeigen also Christus
am Himmel oder betonen die Einzigartigkeit seiner Vision, indem sie
nur den Lichtstrahl wiedergeben. Ist
Christus zu sehen, hat er die Rechte
in einem Weisungsgestus zu Paulus
ausgestreckt, darin wird die Erwählung des Paulus akzentuiert. Bruegel
d. Ä. hebt den fanatischen Eifer des
Saulus hervor, den er mit Soldaten
in einer Gebirgslandschaft zeigt.“6
Im 20.Jh. hat Sieger Köder die Berufungsszene »Saulus stürzt vom Pferd«
(Wasserfinger Altar) in leuchtend
rotem Grundton eingebettet.7 Der
Künstler verbindet zwei Ereignisse des
Aufbruchs in seiner Bildkomposition
miteinander, einerseits das weit geöffnete Fenster des päpstlichen Arbeitszimmers von Johannes XXIII., eine
Anspielung auf die Öffnung zur Welt
hin durch das II. Vatikanum und andererseits die Bekehrung des Saulus,
der wie vom Blitz getroffen ist.
1994 bekam Hubert Schmalix den
Auftrag für das Altarfresko in der Kirche St. Paul in Salzburg, nachdem er
den Wettbewerb für die Gestaltung
g
Mitteilungen 1 - 2009
des gesamten Altarraumes gewonnen
hatte. Er ging als Sieger von 71 Mitbewerbern hervor. Das Altarfresko
im Ausmaß von 115m2 zeigt in fünf
Feldern den »Weg des Paulus«. „Im
Gegensatz zur üblichen Leserichtung
in unserem Kulturkreis ist das Bild
von rechts nach links zu lesen[…].
Das große Mittelfeld des Freskos – es
ist das größte – ist in strahlend lichtes
Gelb getaucht, eine Glühbirne sendet
Strahlen aus wie die Sonne.“8
Schmalix nimmt hier Bezug auf Picassos »Guernica«, im Gegensatz zu
ihm stellt er hier ein wunderbares, erhellendes Ereignis dar.
Auch Thomas Zacharias hat in einer
Radierung die »Berufung des Paulus« in einer neuen Weise darzustellen versucht.9
»Die Taufe Pauli« wird selten dargestellt.
Ein beliebtes Thema ist »Die Flucht
des Paulus aus der Stadt Damaskus«.
Ein Fresko des 9. Jh. in der Kirche San
Procolo in Naturns, Südtirol, zeigt,
wie Paulus von zwei Jüngern heimlich
in einem Korb an der Stadtmauer herunter gelassen wird.10
Ebenso ein beliebtes Sujet ist »Die
Predigt des Paulus«, dabei findet vor
allem die Rede auf dem Areopag (Apg
17,1-34) Beachtung. Paulus predigt
wortgewaltig, betont durch die Gestik
seiner erhobenen Hände. Er spricht
vor den Philosophen Athens über
den unbekannten Gott, dessen Inschrift er auf einem der Tempeln in
Athen gelesen hatte. Nur wenige lassen sich zu Christus bekehren, darunter Dionysius mit dem Beinamen
Areopagita, der später erster Bischof
von Athen und ein bedeutender Apologet wird. Ebenso ist Damaris von
der Rede des Paulus ergriffen. Diese
Szene hat Raffael auf einen Teppichkarton (1515) übertragen, der heute
zur Kunstsammlung des Victoria &
Albert Museum in London zählt.11
In der Ikonographie des Paulus werden
noch viele andere Ereignisse aus der
Apostelgeschichte und aus diversen
Paulusbriefen tradiert:* »Paulus und
der Zauberer Elymas« (Apg 13,6-12),
auf Zypern ließ Paulus den Magier er-
9
10 THEMA
blinden, dies führte zur Bekehrung des
Statthalters. »Paulus und Barnabas
in Lystra« (Apg 14,8-19; 2 Kor 11,25;
Legenda Aurea [unter St. Barnabas]),
Paulus und Barnabas wehrten sich vehement, dass sie vom Volk als Götter
verehrt würden. »Die Steinigung des
Paulus in Lystra«, Gegner des Paulus
kamen in die Stadt und hetzten die
Einwohner gegen Paulus auf, dass sie
ihn sogar steinigten. »Die Auseinandersetzung zwischen Petrus und Paulus« (Gal 2,1-21; Apg 15,1-31), Paulus
klärte mit Petrus beim sogenannten
Apostelkonzil die umstrittene Art und
Weise der Heidenmission. »Paulus im
Kerker zu Philippi« (Apg 16,16-40);
Paulus und Silas wurden eingekerkert,
in der Nacht ereignete sich ein starkes
Erdbeben, sodass die Kerkertüren
aufsprangen und die Fesseln abfielen,
doch die beiden Häftlinge ergriffen
nicht die Flucht. Dafür bekehrte sich
der Gefangenenwärter zu Christus.
»Paulus in Ephesus« (Apg 19; 1 Kor
15,32; Paulus-Akte 7), auf seiner dritten Missionsreise kam Paulus nach
Ephesus, wo er zwei Jahre lang blieb
und bei den Goldschmieden eine heftige Auseinandersetzung auslöste, da
sie einen hohen Geschäftsverlust beim
Verkauf von Artemisstatuen befürch-
teten. »Paulus im Gefängnis« (Apg
24,24-27) Paulus saß mehrmals einige Tage im Gefängnis. Die längste Gefängniszeit verbrachte er in Cäsarea
am Meer, nach seiner Festnahme im
Jerusalemer Tempel. Während seiner
kettenlosen Gefangenschaft in Rom
konnte er jedoch ständig Besuche in
seiner Unterkunft empfangen. »Paulus appelliert vor M. Porcius Festus
an den Kaiser« (Apg 25,6-12), der
Statthalter Festus entschied: „Auf den
Kaiser hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du gehen.“ So wurde Paulus
zur weiteren Verhandlung an den kaiserlichen Gerichtshof in Rom überführt. »Der Vipernbiss auf Malta«
(Apg 28,1-6), nach dem Schiffbruch
vor Malta überlebte Paulus den giftigen Biss einer Viper.
»Die Apostel Petrus und Paulus«,
nach einer Legende kam es zu einer
letzten Begegnung zwischen Petrus
und Paulus vor ihrem Martyrium,
Petrus wurde gekreuzigt und Paulus
enthauptet.12 »Die Enthauptung des
Paulus« wurde wahrscheinlich 67 n.
Chr. vor den Mauern Roms an der
Straße nach Ostia vollzogen. Nach
einer Legende sollen an dieser Stätte
drei Quellen entsprungen sein. g
Poeschel, Sabine,Handbuch der Ikonographie,Darmstadt 22007, S. 199
2
Domitilla-Katakombe (3. Jh.), Katakombe Ss.
Pietri e Marcellino (3. – 4. Jh.), vgl.
http://www.phil.uni-sb.de/fr/kath_theologie/
mbilder.html
3
Hesemann, Michael, Paulus von Tarsus. Archäologen auf den Spuren des Völkerapostels,
Augsburg 2008, S. 244
4
viele Abb. in: Welt und Umwelt der Bibel. Archäologie – Kunst - Geschichte, 2009 Stuttgart,
Nr. 51; Nr.20;
5
Hinweis auf verschiedene Kunstwerke werden
angeführt: Poeschel, ebd., S.200
5
Poeschel, ebd., S.200
6
Widmann, Gertrud (Hrsg.), Die Bilder der Bibel von Sieger Köder. Erschließende und meditative Texte, 2003 Ostfildern, S.187
7
Beschreibung und Photo,
http://www.stpaul.at/stpaul-cat-pfarrkirchecontent-pfarrkirche.html
8
Fußnote: Radierung von Thomas Zacharias, Berufung des Paulus, 1990 in: Geistliche
Augen-Blicke, DKV, Lange, S. 32; Bildimpuls
„Sturzgeburt“, S. 33; Text und Bild: http://www.
kirchen.net/katechamt/
10
Abbildung in: Welt und Umwelt der Bibel,
Nr. 20., S. 8;
11
Abbildung: Krauss, Heinrich / Uthemann,
Eva, Was Bilder erzählen. Die klassischen Geschichten aus Antike und Christentum, 52003
München, S. 319
12
Abb. u. Hinweise in: Lexikon der christlichen
Ikonographie, 1990 Freiburg i.Br., Bd. 8, Sp.143
1
Paulus – unterwegs für die Freiheit
Neue Wanderausstellung ab 16. Mai unterwegs
Was gibt es zu sehen und zu tun?
Eine 4,5m mal 7m große Landkarte mit 10 Schatzkisten, 6 Hängezelte auf zwei Traversen (7 mal 1m), Bibelquiz, 1 Zelt
zur Bekehrung des Paulus, Spiele, Schautafeln, Rollups, Multimediaguides für verschiedene Altersstufen ...
Reiches Material zum Anfassen, Ausprobieren, Spüren, Riechen, Lernen. Material zur Vorbereitung für Lehrkräfte
(CD), ein Kinder- und Jugendheft zur Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung
Wie viel Platz braucht die Ausstellung?
Minimum ein Saal (für die Landkarte) 4,5 mal 7m, Raumhöhe Minimum 230cm, ideal 70qm und mehr Fläche. Die
Ausstellung kann auch auf mehrere Räume verteilt werden. (Bei kleinen Räumen Rabatt)
Kosten
Verleihkosten in der Diözese (Pfarren, Schulen) bis zu 14 Tage 300 Euro. Zusatzwoche: 70 Euro.
Für den Verkauf von Bibelheften, Büchern, Ziegen, Pickerl, Materialien und Spielen (ein reiches Angebot wird
mitgeliefert) behält sich der Entlehner 10% des Umsatzes. 40 Euro kann die Pfarre in der Erzdiözese Salzburg über das
KBW zurückerhalten. Für Besucher sollen 2 € für Kinder und 3€ für
Erwachsene eingehoben werden, bleibt beim Entlehnenden.
Inkludiert ist beim Eintritt das Heft.
Information und Autor:
Bibelreferat der Erzdiözese, Pfr. Heinrich Wagner 0676/7506264
Terminbuchung:
Irene Ritter Veltmann, Tel: 0662/8047-2070, Fax: 0662/8047-2079
Start:
Eröffnung am 16. Mai in Salzburg St.Elisabeth, Plainstr.42a
mit großem Paulus-Programm
Weitere Orte siehe www.kirchen.net/bibelreferat
g
Mitteilungen 1 - 2009
MATERIALBLATT
Eine Postkarte von Paulus
Diese drei Postkarten zeigen
Szenen aus dem Leben des
Paulus. Leider sind die Texte
auf den Rückseite unleserlich
geworden
Damit du draufkommst, was
sich hinter diesen Fragezeichen verbirgt, brauchst du
jetzt das Neue Testament.
An den folgenden drei Stellen der Apostelgeschichte
kannst du die Erklärung der
Zeichnungen auf der Postkarte finden.
Apg 9, 1 – 22 Apg 14, 8 – 20 Apg 16, 11 – 40
Suche die Stellen im NT und
lies sie genau durch.
Schreibe im Auftrag des
Paulus an einen Klassenkollegen oder an deinen Religionslehrer, was damals alles
passiert ist.
Die Unterlagen dieses Materialblattes wurden im Rahmen
eines Seminares der „ARGE
Marchtal Religion“ zum
Schwerpunkt Paulus erarbeitet.
g
Mitteilungen 1 - 2009
11
12
MATERIALBLATT
Der Glaube des Paulus
Wenn Du den folgenden Absatz liest, dann merkst du bald, dass sich zwischen die einzelnen Wörter ein
störender Buchstabe eingeschlichen hat. Wenn man die störenden Buchstaben nacheinander liest, ergibt das
ein Lösungswort.
IchSHOFFEEDASSHDURDIESENSSATZCOHNEHSchwieriGkeitenLlesenAkannstU
Hast du schon herausgefunden, welche Buchstaben störend waren? Wenn du dieses Buchstaben aneinanderreihst ergeben sie eine Lösung, die in diesem Fall aus zwei Wörtern besteht. Die Lösung sieht so aus:
IchSHOFFEEDASSHDURDIESENSSATZCOHNEHSchwieriGkeitenLlesenAkannstU
Die Lösung heißt also: Sehr schlau !!
Jetzt wird es aber ernst: Findest du heraus, welche Lösungen in den folgenden Sätzen versteckt sind?
DerGGlaubeEdesRMenschenEistCdieHAntwortTdaraufIdassGGottKaufEu
nsischautTundGsichOumTunsTsorgtES.
------------------------------------------------------------------
GerechtigkeitWGottesAbedeutetSdassHGottEjedenIMenschenSliebtSund
TnichtGnurLaufAseineULeistungenBschautE
----------------------------------------------------------------
SoAwieUdasFVolkEIsraelRvonSderTKnechtschaftEausH
ÄgyptenUbefreitNwurdeGsollenDdieEMenschenRvonTderO
SündeTbefreiteWerdenN
----------------------------------------------------------------
JesusBistEvonFdenRTotenEauferstandenIdeshalbUdürfenNauchGwirVan
OeinNWeiterlebenSnachUdemETodeNbeiDGottEglauben
--------------------------------------------------------------Unterstreiche die störenden Buchstaben und notiere sie am Ende des jeweiligen Satzes.
Die vier Lösungswörter sind zugleich die Überschriften für einen der vier Abschnitte auf dem Arbeitsblatt
(= eigenes Blatt). Findest du heraus, welche Überschrift zu welchem Satz passt?
-------------------------------
Lösungen: Der Glaube des Paulus (Störende Buchstaben )
GerechtigkeitWGottesAbedeutetSdassHGottEjedenIMenschenSliebtSundTnicht
GnurLaufAseineULeistungenBschautE
Was heisst Glaube?
DerGGlaubeEdesRMenschenEistCdieHAntwortTdaraufIdassGGottKaufEunsisch
autTundGsichOumTunsTsorgtES.
Gerechtigkeit Gottes
SoAwieUdasFVolkEIsraelRvonSderTKnechtschaftEausH
ÄgyptenUbefreitNwurdeGsollenDdieEMenschenRvonTderOSündeTbefreiteWerdenN
Auferstehung der Toten
JesusBistEvonFdenRTotenEauferstandenIdeshalbUdürfenNauchGwirVanOeinN
WeiterlebenSnachUdemETodeNbeiDGottEglauben
Befreiung von Sünde
g Mitteilungen 1 - 2009
MATERIALBLATT
Der Glaube des Paulus
Arbeitsblatt
Trage in die folgenden Zeilen die richtigen Lösungssätze des Blattes „Der Glaube des Paulus“ ein. Ergänze
dabei zuerst die jeweiligen Abschnitte (=Sätze) und füge dann die richtige Überschrift hinzu.
…………………………….
Der Glaube ………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
…………………………….
Gerechtigkeit ……………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
…………………………….
So wie ………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
…………………………….
Jesus ist ………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
……………………………………………………………………………………
---------------------
Lösungen: Der Glaube des Paulus (Zusammenfassung)
Was heißt Glaube?
Der Glaube des Menschen ist die Antwort darauf, dass Gott auf uns schaut und sich um uns sorgt.
Gerechtigkeit Gottes
Gerechtigkeit Gottes bedeutet, dass Gott jeden Menschen liebt und nicht nur auf seine Leistungen schaut.
Befreiung von Sünde
So wie das Volk Israel von der Knechtschaft aus Ägypten befreit wurde, sollen die Menschen von der Sünde und
schlechten Lebensweisen befreit werden.
Auferstehung der Toten
Jesus ist von den Toten auferstanden, deshalb dürfen auch wir an ein Weiterleben nach dem Tode bei Gott glauben.
g
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13
14
MATERIALBLATT
WER WAR PAULUS?
Gesucht wird Paulus, mit jüdischem Namen ______________ (Apg
13,9). Er ist ca. 35 Jahre alt, geboren zu _______________ in
_______________ (Apg 21,39) und von Beruf _______________ (Apg
18,3). Paulus spricht zwei Sprachen: _______________ (Apg 21,37) und
_______________ (Apg 22,2). Er ist nicht nur Jude und Bürger von ____________________ (Apg 22,3),
sondern besitzt außerdem das _______________ (Apg 22,27+28) Bürgerrecht. Er studierte in Jerusalem
das jüdische Gesetz. Dort war er sehr angesehen und bekämpfte auch die Gruppe der Jesusanhänger. Vor
einiger Zeit schloss er sich aber selber dieser Glaubensgemeinschaft an, weil ihm angeblich auf dem Weg
nach _______________ (Apg 9,3-5) Jesus in einem Licht erschienen ist. Der Gesuchte trieb sich etwa drei
Jahre lang in _______________ (Gal 1,17) umher und wurde in Damaskus ein führendes Mitglied der
Jesusanhänger. Dann wurde in Jerusalem während eines heimlichen Treffens mit den Anhängern der
Jesusleute namens _______________ und _______________ (Gal 1,18+19) die weitere Verbreitung
sorgfältig geplant. Zur Zeit arbeitet er für die Gemeinschaft in _______________ und _______________
(Gal 1,21). Überall, wo er auftritt, predigt er gegen jüdische Religionsvorschriften. Wer kennt diesen Mann?
Wo hält er sich gegenwärtig auf?
Zweckdienliche Angaben sind zu richten an das
SYNEDRIUM von JERUSALEM
LÖSUNG: Saulus; Tarsus; Zilizien; Zeltmacher; griechisch; hebräisch; Tarsus in Zilizien;
römische; Damaskus; Arabien; Kephas; Jakobus; Syrien; Zilizien
g Mitteilungen 1 - 2009
THEMA
Paulus und Papyri
Der Völkerapostel im Alltag seiner Gemeinden
A.o. Univ.Prof. Dr. Peter Arzt-Grabner
Institut für Neutestamentliche
Bibelwissenschaft Universität Salzburg
D
ie Papyrologie ist eine relativ junge Wissenschaft, die aber unsere
Kenntnis über die antike griechischrömische Kultur, Literatur, Wirtschaft,
Gesellschaft, Politik, Rechtspraxis und
Religion ganz wesentlich bereichert.
Die ältesten Zeugnisse europäischer
Literatur sind ebenso auf Papyrus erhalten wie die frühesten Handschriften
des Neuen Testaments.
Die große Mehrheit der
etwa 700.000 erhaltenen
Fragmente
enthalten
Texte aus dem antiken
Alltag
(Dokumente
privaten und öffentlichen Inhalts – vor allem
in griechischer, lateinischer oder koptischer
Sprache). Durch Ausgrabungen in Ägypten
und im Nahen Osten
kommen jährlich weitere Papyri und Ostraka
(beschriebene Tonscherben) hinzu. Etwa 55.000
davon wurden bisher
veröffentlicht und liefern
uns ein eindrückliches
Bild antiken Lebens. Von
der Geburtsanzeige über
Steuerquittungen, Mietund
Arbeitsverträge,
Heiratsurkunden bis hin
zur Todesmeldung und
dem Mumienschild lässt
sich das Leben eines
einfachen Römers nachzeichnen.
In einem international einzigartigen
Projekt werden an der Universität
Salzburg am Fachbereich Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte seit
nunmehr 15 Jahren die sog. „Papyrologischen Kommentare zum Neuen
Testament“ erarbeitet. Die Paulus-
briefe z.B. erweisen sich im Vergleich
mit Papyrusbriefen als Schreiben eines
großen Missionars und Seelsorgers,
der es verstand, die jeweilige Situation einer konkreten Gemeinde recht
umfassend zu erkennen und so das
Evangelium Jesu Christi adäquat zu
verkünden, d.h. jene Lösungen vorzuschlagen, die er für die ganz konkrete
Situation jener Gemeinde, an die er
gerade schreibt, für zielführend hält.
Die auf Papyrus erhaltenen Verträge,
die vielen Briefe, Gerichtsprotokolle
u.a. geben Auskunft, wie die antiken
Zeitgenossen gelebt und gedacht haben. So wird verständlicher, worum es
z.B. Paulus geht, wenn er über Sklaven,
Eheleute oder Soldaten schreibt oder
über Feste mit kultischen Opfern. Zur
Zeit des Paulus war z.B. eine Heirat
eine privatrechtliche Angelegenheit
g Mitteilungen 1 - 2009
und somit innerhalb der Gesellschaft
ganz anders geregelt als heute in einer Zeit der staatlich und kirchlich
institutionalisierten Ehe. Vor diesem
Hintergrund erweist sich manches,
was Paulus in 1Kor zur Ehe schreibt,
für die damalige Zeit als durchaus
revolutionär – zumal die Großstadt
Korinth für Prostitution und Promiskuität durchaus bekannt war.
Auch das Neue, das Paulus von seinem
Evangelium her für einen typischen
römischen Hausverband sieht, zu
dem auch Sklavinnen und Sklaven gehörten, wird von den
Papyri her deutlicher
sichtbar.
Was lange Zeit als
Widersprüche innerhalb der Theologie
des Paulus gesehen
wurde, erweist sich
vor dem Hintergrund der Alltagstexte seiner Zeit als
große Begabung des
„Völkerapostels“, der
nicht versucht hat,
ein einziges Konzept
allen überzustülpen,
sondern der auch
pragmatisch
ernst
genommen hat, dass
jede Gemeinde eben
anders ist und dass
sogar die einzelnen Gemeindemitglieder ihre Eigenarten, ihre Macken
und besonderen Fähigkeiten („Gnadengaben“) haben.
Daraus können wir
grundsätzlich lernen.
Das aufregend Neue des Christentums lässt sich im Zusammenhang
klarer erkennen, ins Heute übersetzen und so nach 2000 Jahren wieder
lebendig machen. g
Bild: Fragment eines Privatbriefes aus dem
späten 1. Jh. n.Chr.
15
16 MEDIENSTELLE
AV - MEDIENSTELLE
der Erzdiözese Salzburg
5020 Salzburg, Gaisbergstraße 7, Tel: 0662 / 8047-2400, Fax: -2409
E-Mail: medienstelle.salzburg@medien.kirchen.net
Homepage: http://www.medienverleih.at
NEUE ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag - Mittwoch: 8.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag: 10.00 - 12.00 und 13.00 - 18.00 Uhr
Freitag: 8.00 - 12.00 Uhr
Zum Paulusjahr
Wolfgang Habersatter
AV-Medienstelle Salzburg
IM STURM ÜBER DAS MEER
Paulus und das beschleunigte Leben
02.2461; Video, Schmidt, Wolf-Rüdiger/ D, 1992/ Dokumentarfilm/32
Min./ab 16
Der Film versucht, das Leben des
Apostels Paulus zu rekonstruieren
und gleichzeitig eine Verbindung zur
modernen Welt herzustellen. Landschafts­auf­nahmen illustrieren den
Weg von Paulus und nehmen gegenüber den Interviews der Sachverständigen viel Raum ein.
BEGEGNUNG MIT DER BIBEL
4 Geschichten und Gestalten des Alten
und Neuen Testaments
DVD, 92 Min., Kurzspielfilme, D
1992/94/2005; ab 8
107991
Saul und Hananias: Aus dem Feind
wird ein Bruder (Apg 9; 18min)
Petrus und Paulus: Schwierige
Gemeinschaft (Gal 2; 17min)
Verstehst du auch, was du liest:
Philippus und der Kämmerer (Apg
8,26-39; 18min)
Die Botschaft nach Philadelphia: Der
Preis des Glaubens (Off 3; 17min)
Freiheit zum Christsein: Ende der
Christenverfolgung
(20min) Begleitmaterial unter
www.bibel-dvd.de
2000 JAHRE CHRISTENTUM
01.: VON JESUS ZU CHRISTUS
Eine jüdische Sekte wird Weltreligion
Video, 45 Min., Dokumentarfilm, D
1999; ab 16
02.6387
Das menschenfreundliche Gottesbild
des jüdischen Wanderpredigers Jesus,
der tradierte Werte hin­terfragt und
das nahe Gottesreich verkündet,
macht ihn für einen Teil seiner
Zeitgenossen zum Hoffnungs­träger
und Messias. Die Jerusalemer
Führungsschicht hingegen fürchtet
potentiellen Machtverlust und lässt
deshalb den „Gotteslästerer“ von
den römischen Besatzern kreuzigen.
Doch dieses Ende ist ein Anfang:
Die „Frohe Botschaft“ verbreitet sich
zunächst in Kleinasien, dann über
Paulus ins Römische Reich.
2000 JAHRE CHRISTENTUM
DVD, 4 Teile., Dokumentarfilm, D
1999; ab 16 TEIL 1 10.6969
und Gegenwart. Die interaktiven
Schaltflächen gestalten den Einsatz
sehr einfach und ermöglichen die
Verwendung einzelner Sequenzen
als auch der gesamten CD-ROM,
die 6 Unterrichtsstunden (ab der
6. Schul­stufe) thematisch abdeckt.
Systemvoraussetzung: MultimediaPC, ideal ab Windows 2000, 128 MB
RAM, CD-ROM-Laufwerk (12fach),
MS-Powerpoint
UNBEQUEMER PAULUS,
Der Mensch, Theologe, Missionar
09.0013, CD-Rom, Thomas SchlagerWeidinger/ A 2004/ Power­pointPräsentation/ / ab 12
„Der unbequeme Paulus: Mensch,
Theologe, Missionar“ ist eine auf
CD-ROM
gespeicherte
multi­
mediale
Powerpoint-Präsentation,
welche in 3 Modulen die Biographie,
die Missionsreisen und die Lehre
des Apostels Paulus darstellt. Auf
92 Folien finden sich neben den
didaktisch und religions­päda­gogisch
gut aufbereiteten Inhalten lyrische
Texte, über 40 Bilder, Graphiken und
6 Musik­stücke aus Vergangenheit
Aus dem Leben des hl. Paulus
Diareihe, D 1979/ / 18 Dias/ ab 6
04.0041
Kindgemäße Einführung in das Leben
des hl. Apostels Paulus zu Bildern
von Emil Probst.
AUF DEN SPUREN DES
APOSTELS PAULUS
Diareihe, 100 Dias, Textheft, D 1967;
ab 14
04.0031
Die Diareihe fasst wichtige Ereignisse
im Leben des Apostels zusammen.
Sie schildert die Ereig­nisse bis zur
Bekehrung, sein Mitwirken beim
Apostelkonzil, seine Missionsreisen,
seine Gefangenschaft und den
Märtyrertod in Rom.
BITTE BEACHTEN SIE UNSERE MEDIENLISTE UND NEUE MEDIEN AUF DER HomEpage:
www.kirchen.net/medien, www.medienverleih.at
g
Mitteilungen 1 - 2009
VERNETZUNG
Kirchliche Pädagogische Hochschule
Institut für ReligionsPädagogische Bildung
Salzburg
Yes, I can!
die einmalige Registrierung/Voranmeldung
in PH-Online bei der KPH-ES vornehmen
damit ich im Herbst in keinem Registrierungsstau stehe
damit ich mich für Veranstaltungen im neuen Schuljahr anmelden
oder auch rechtzeitig abmelden kann
damit ich mir die Teilnahmebestätigungen selbst ausdrucken kann
damit ich über die Veranstaltungen informiert werde
damit ich meine Fortbildungsveranstaltungen für das gesamte Schuljahr buchen kann
damit der Datenschutz gewahrt bleibt
die Adresse:
https://www.ph-online.ac.at/kph-es/webnav.ini
der
ist das Symbol
wir bieten Hilfe bei Schwierigkeiten: telefonisch, per E-Mail, direkt
notwendige Registrierungsdaten: persönliche E-Mailadresse, Sozialversicherungsnummer, Matrikelnummer, Maturadatum, Schuladresse
ph-online
what else?
für den Besuch von VA an anderen Hochschulen ist eine nochmalige (verkürzte) Registrierung an
der jeweilgen Hochschule notwendig
g
Mitteilungen 1 - 2009
17
18 BIBLIOTHEK
Aus der IRPB-Bibliothek
Maria Stöllner
IRPB-Bibliothek
Weil Sakramente Zukunft
haben: neue Wege der Initiation
in Gemeinden / Walter Kasper,
Albert Biesinger, Alois Kothgasser
SDB (Hg.). - Ostfildern : MatthiasGrünewald-Verl.,
2008. - 176 S.
graph. Darst.
ISBN 978-3-78672711-8
Die Sakramente
der Kirche sollen
Heilszeichen
Gottes für den
Menschen sein.
Sie zu erschließen und erfahrbar zu
machen, ist die traditionelle Aufgabe
der Katechese. Die gesellschaftlichen
Veränderungen stellen dabei die
Gemeinden und Diözesen vor wichtige
und neue Herausforderungen.
Der vorliegende Band stellt sich diesen
Fragen und verbindet theologischwissenschaftliche Überlegungen mit
Erfahrungsberichten aus Gemeinden
und
Diözesen.
Problempunkte
wie Katechese mit Migranten,
Erwachsenen oder Familien werden
ebenso betrachtet wie grundsätzliche
Überlegungen zu Liturgie und
Dogmatik. Mit Beiträgen von Clemens
Bieber, Albert Biesinger, Ralf Gaus,
Rudolf Hagmann, Bernd Jochen
Hilberath, Walter Kasper, Helga
Kohler-Spiegel, Andreas Odenthal,
Monika
Scheidler,
Franz-Peter
Tebartz-van Elst, Paul M. Zulehner
(Angaben aus der Verlagsmeldung)
E11.1:1-34
Mendl, Hans:
Religion erleben: ein Arbeitsbuch
für den RU; 20 Praxisfelder / Hans
Mendl. - München : Kösel Verl.,
2008. - 440 S. :
graph. Darst.
ISBN 978-3-46636811-2
RU sollte mehr
sein als nur Reden über Religion. Denn Religion muss man erleben, um sie zu verstehen. Doch Kinder und Jugendliche bringen heute oft
kaum noch religiöse Erfahrungen mit.
In 20 Kapiteln zeigt der Religionspädagoge Hans Mendl, wo und wie sich
gelebte Religion in der Schule entdecken und erfahren lässt. (aus der Verlagsmeldung)
B3.3:2-76
Kohler-Spiegel, Helga:
Erfahrungen des Heiligen: Religion
lernen und lehren.
München: Kösel , 2008. - 169 S.
ISBN 978-3-46636789-4
Dieses Buch, von
einer erfahrenen
Religionspädagogin und Therapeutin, macht allen Mut, die in der
Zusammenarbeit
mit Erwachsenen
und Kindern Glaubenserfahrungen
machen wollen: Sie können in ihrem
eigenen Leben, aber auch im Leben
anderer, das Heilige entdecken. Mitten im Leben, mitten in unser aller Biografien brechen Erfahrungen auf, die
uns tragen. Wer das Heilige erfährt,
erfährt Glück und Tiefe.
(www.buchkatalog.de)
E3:1-157
Unsere Bibliothek im Internet:
www.irpb-salzburg.at
g
Mitteilungen 1 - 2009
Zum Thema
Berger, Klaus:
Paulus / 3. Aufl. - München : C. H.
Beck, 2008. - 127
S. - (Beck‘sche
Reihe ; 2197 : C.
H. Beck Wissen)
ISBN 978-3-40647997-7
Niemand hat die
Entstehung des
Christentums
und seine schnelle Verbreitung im
römischen Reich so entscheidend
beeinflusst wie der Apostel Paulus.
Klaus Berger schildert allgemeinverständlich Leben, Werk und Theologie dieses Außenseiters, der so viele
unterschiedliche Rollen gespielt hat,
dass es bis heute schwer ist, ihn auf
bestimmte Positionen festzulegen.
(www.buchkatalog.de)
G4.Paul-3
Schwarz, Roland:
Gemeinsam Paulus begegnen:
Anregungen,
Modelle, Tipps /
Roland Schwarz.
Hrsg.: Referat Bibelpastoral des Eb.
Pastoralamtes
Wien. - Wien:
Erzbischöfliches
Pastoralamt, 2008.
- 58 S. E2.3:4-66
Entwurf
Konzepte, Ideen und Materialien für
den Religionsunterricht. „Paulus“ /
Andreas Reinert.
Velber : Kallmeyer
bei Friedrich; Heft
3/2008
ISSN 0342-6519
Enth. u.a.: Lernstraße „Paulus“
(8 Blätter); mit
Paulusbildern
unterrichten;
Paulus - elementarisiert und kompetenzorientiert (8 Folien)
Z28-2008
INFORMATION
Quo vadis? – Wohin willst du gehen?
Berufungen LIVE
Canisiuswerk bietet Videos und umfangreiche Information zu kirchlichen Berufen und Berufungen auf neuer
Website www.quovadis.or.at
Warum wird jemand Priester? Wie lebt eine Ordensfrau? Mit welchen Fragen muss ich mich auseinandersetzen, wenn ich
einen kirchlichen Beruf anstrebe? Woran erkenne ich, dass Gott mich ruft?
Für unser Projekt „Quo vadis?“ haben wir zwölf Menschen gewonnen, die bereit waren, von ihrer Berufung zu
erzählen. Was diese Frauen und Männer zu sagen haben, können Sie auf unserer Internetseite www.quovadis.or.at
hören und sehen: Zwölf Videos machen zwölf verschiedene Berufungen lebendig und zeigen, wie Berufungswege
im „echten Leben“ verlaufen. Wer dann noch mehr über die verschiedenen Ausbildungswege, Berufschancen oder
Voraussetzungen erfahren möchte, ob er/sie selbst für den einen oder anderen Beruf geeignet wäre, findet eine breite
Palette an Information und Impulsen zur persönlichen Auseinandersetzung.
Das Projekt „Quo Vadis?“ spricht vor allem SchülerInnen, Jugendliche und junge Erwachsene an. Für alle, die in der
Jugendpastoral oder im Religionsunterricht mit jungen Menschen zu tun haben, gibt es unter www.quovadis.or.at
Materialien zum Download für Schul- und Jugendprojekte und weiters ein eigenes „Infopaket“, das kostenlos im
Canisiuswerk (01/512 51 07) bestellt werden kann.
Quo Vadis ? Ein Projekt des Canisiuswerkes – Zentrum für geistliche Berufe
1010 Wien, Stephansplatz 6, Tel.: 01/512 51 07, Fax: DW -12, canisiuswerk@canisius.at
Glaube und Heimat
Das Gedenkjahr 2009 in der Diözese Innsbruck
Das Tiroler Gedenkjahr 2009 in der Diözese Innsbruck, dem 200-JahrJubiläum der Tiroler Freiheitskämpfe im Jahr 1809, widmet auch die
Diözese Innsbruck eine Reihe von Veranstaltungen. Die Kirche will damit einen Beitrag leisten, zentrale Begriffe wie „Freiheit“, „Widerstand“,
„Heimat“ und Glaube“ auf ihre Bedeutung für das Heute zu befragen.
Auf den nachstehend angegebenen Internet-Seiten finden Sie sämtliche Aktionen und Veranstaltungen zum Gedenkjahr 2009.
Die diözesane Frauenkommission, das Frauenreferat der Diözese
und weitere Frauengruppen spüren anlässlich des Gedenkjahres
den Begriffen Heimat, Identität, Migration usw. nach. Mehr
Informationen dazu auf der Homepage: http://www.heimat-einesuche.at
Informationen zum Gedenkjahr finden Sie auch auf der offiziellen
Homepage von Tirol, Südtirol und Trentino: http://www.1809-2009.eu
Domjubiläum 2009
50 Jahre nach dem Wiederaufbau der Domkuppel
Am 3. Mai 2009 jährt sich zum 50. Mal die Wiedereinweihung des
1944 durch Bomben zerstörten Salzburger Doms. Im Gedenken
an die große Leistung des Wiederaufbaus durch das Salzburger
Diözesanvolk sind vom Mai bis September 2009 eine Ausstellung
im Dommuseum, Gedenkveranstaltungen und Projekte geplant.
Für die Ausstellung im Dommuseum wird es eigene pädagogische Angebote
geben. Liturgische Höhepunkte werden der Gottesdienst am 3. Mai, um zehn
Uhr, mit der Großen Messe in E („Bombenmesse“) und das Pontifikalamt am
Fest Christi Himmelfahrt (21. Mai) mit Erzbischof Alois Kothgasser sein.
Informationen: www.salzburger-dom.at
Beilage in dieser Ausgabe:
Das ganze Leben
im Blick
Der beiliegende Prospekt „Religion
unterrichten – Ein Beruf mit
Sinn für das Leben“ will als kleine
Einstiegs- und Informationshilfe
jene
Menschen
ansprechen,
die dieser Beruf interessieren
könnte. Neben unterschiedlichen
inhaltlichen Zugängen geht es vor
allem um den Hinweis auf www.
religionunterrichten.at. Dort gibt
es eine Fülle von Kontaktadressen.
Dieser Prospekt ist ein weiterer
gesamtösterreichischer
Versuch
mit interessierten Menschen über
den Beruf des Religionslehrers/
der Religionslehrerin in Kontakt
zu kommen. Der kompetente
Unterricht und die persönlichen
Beziehungen sind natürlich nach
wie vor die beste Werbung für
den Religionsunterricht. Dafür
herzlichen Dank!
Sollten Sie noch weitere Prospekte
brauchen, bitte um Meldung an das
Katechetische Amt.
Tel.: 0662 / 8047 – 4000
Die Nr. 115/11 (Nov. 2008) der Monatszeitschrift der Pallottiner
stellt Leben und Werk des Apostel Paulus sehr eindrücklich vor.
Bestellungen und Informationen:
Apostolatshaus der Pallottiner, Mönchsberg 24, 5020 Salzburg, Tel. 0662/846543 oder www.ka-zeichen.de
g Mitteilungen 1 - 2009
19
20 INFORMATION
LehrerInnen-Stammtisch
Informelles Treffen für Religionslehrer/innen - Interessen austauschen –
Angebote für Schüler/innen kennen lernen – geselliges Beisammensein
Do 12. März 2009, 18:30 Uhr Katholische Jugend, Diözesanstelle
(Kapitelplatz 6/3, 5020 Salzburg)
Wir bitten um Rückmeldung bis Di 10. März!
Liebe KollegInnen!
Vier Jahre sind wieder vorbei
und es stehen Neuwahlen für
die VertreterInnen der Berufsgemeinschaft der Dekanatsvertreter
und im Herbst die Neuwahl des
Vorstandes an.
Unsere Arbeit in den Dekanaten
und die Zusammenarbeit mit
den kirchlichen Gremien hat sich
immer wieder bewährt. Deshalb
meine Bitte an euch: Nutzt diese
Möglichkeit, euch an den Wahlen
zu beteiligen! Im Frühjahr werden
eure jetzigen VertreterInnen an
euch herantreten und um Mithilfe
bitten. Wir freuen uns über jeden,
der sich als Dekanatsvertreter
meldet und mittun möchte. Wir
haben zur Zeit vier Dekanate in
denen es keine Vertretung gibt.
Das ist schade. Nur wenn wir „ein
Ohr und ein Herz“ vor Ort haben,
wissen wir um die Probleme und
können diese auch angehen und
um Lösungen bemüht sein.
Auf diesem Weg möchte ich
allen VertreterInnen von ganzem
Herzen für ihre Arbeit in den
letzten vier Jahren danken. Vieles
geschieht im Stillen und erleichtert
die so wichtige Arbeit unserer
Religionslehrerinnen. DANKE!
Gottes Segen und viel Freude an
eurer Arbeit wünscht euch
Michaela Wagner
Für alle Anregungen und Wünsche:
E-mail: wagner-michaela@aon.at
Monika Baumgartner (yoCo),
0676/8746-7535,
monika.baumgartner@kirchen.net
Maria Löcker (Kath. Jugend),
0676/8746-7541,
maria.loecker@jugend.kirchen.net
albTraum Schule
Mobbing im Schulalltag - IWS (Österreichische InhaltsWerkStatt)
Für LehrerInnen, OT-LeiterInnen, JugendleiterInnen, SozialpädagogInnen
und alle am Thema Interessierten.
13. März 2009, 15:00 Uhr bis 14. März 2009 17:00 Uhr, Pastoralamt Linz
ReferentInnen: Mag.a Sabine Wiesflecker, Dr. Roman Langer, Dipl.Ing. (FH)
Karl-Heinz Hellinger, Romana Frühauf
Info und Anmeldung bis 28. Feber 2009:
Kathol. Jugend Österreich, Fachbereich Schule und KSJ, Svenja Kormann
Johannesgasse 16/1, 1010 Wien, 01/512 16 21 33, Schule.ksj@kath-jugend.at
58. Internationale Pädagogische Werktagung Salzburg
Geist - Begeisterung
13. bis 17. Juli 2009, Große Universitätsaula Salzburg
Von „Geist“ sprechen nicht nur TheologInnen und PhilosophInnen, sondern
auch QuantenphysikerInnen: Möglicherweise ist hinter oder in der Materie
„Geist“. Geist tritt sinnenfällig in Erscheinung in der Kunst, durch die
Inspiration wortwörtlich: Wenn Geist herabfließt. Zu Recht sprechen wir vom
„Geist einer Schule“, der so viel bewirken kann. Und es ist ein Kompliment,
wenn von einem Menschen gesagt wird: Er/Sie hat Geist.
ReferentInnen: Herbert Pietschmann, Rolf Oerter, Norbert Bischof. Karl
Klement, Christiane Nevermann, Regina Pauls, Marielle Seitz, Thomas und
Brigitte Görnitz, Clemens Sedmak
Info und Anmeldung: Internationale Pädagogische Werktagung Salzburg
Raiffeisenstraße 2, A-5061 Elsbethen, Tel. (0)662 8047-7520; Mail: pwt@
bildung.kirchen.net, http://pwt.kirchen.net
poster_10_a4.pdf 29.05.2008 15:04:34
Paulusjahr
Plakatreihe
zum Paulusjahr
C
M
Y
CM
MY
CY
CMY
K
Freut euch mit den
Fröhlichen und weint
mit den Weinenden!
(Röm 12, 15)
g
Mitteilungen 1 - 2009
Zum Paulusjahr wurde eine zehnteilige
färbige Plakatreihe mit Zitaten aus Paulusbriefen entwickelt, die auch als Impulse für
die Schule einsetzbar sind. Nebenstehend
und auf den Seiten 3,5 und 7 dieser Zeitschrift
sind einige dieser Plakate zu sehen, die in den
Formaten A2, A3 und A4 erhältlich sind.
Bestellungen: Interdiözes. Amt für Unterricht
und Erziehung, Mag. Gerhard Wlcek
Tel.: 01 / 51552 – 3579
E-Mail: ida.ikf@utanet.at
INFORMATION
Exerzitienhaus der
Benediktinerabtei
Michaelbeuern
Kendlerstraße 12 A, 5020 Salzburg.
Tel. 0662/842951 – Fax -10
Mail: ezs@cambio.at
Im Frühling wächst das neue Leben
Kurs zur Religionspädagogischen
Praxis mit Christine Krammer
am 3./4. April
Dem Leben eine Bedeutung geben
Lesung mit Ulrich Schaffer, Kanada
24.4., 19.30 h
Auf dem Weg zur Ganzheit
Schreib- und lesetherapeutische
Anregungen mit P.Helmut Scharler
8. – 10.5. im Haus Cambio
Herzensweitung
Spiritueller Kurs m. P. Helmut Scharler
15. – 17.5. im Haus Cambio
BZ Borromäum, Gaisbergstr.7, 5020 Salzburg
Tel: 0662/8047/2375 od./2074, Fax: /2079
Mail: referat.exerzitien@seelsorge.kirchen.net
Raiffeisenstr. 2, 5061 Elsbethen
Tel. 0662/8047-7518, Fax 7519
http://bildung.kirchen.net
SEMINARE im Treffpunkt Bildung:
Die Kunst, sich Beziehungskonflikten zu stellen
Ref.: Petra Hagenauer, Dipl. Lebensund Sozialberaterin, Mediatorin, Sbg.
Mi, 25.2. und 4.3., 18.00 - 21.30 h
Charme und Charisma - Workshop
Was charismatische Persönlichkeiten an sich haben und was man von
ihnen lernen kann.
Ref.: Mag.a Susanne Luger, Salzburg
Mi, 18. und 25.3., 18.00 - 21.30 h
VORTRÄGE im Kapitelsaal:
Versöhnen befreit
Warum es uns so schwer fällt,
einander zu verzeihen
Referent: Günter Funke, Berlin (D)
Do, 19.3., 19.30 h
Worin sie
Schuldgefühle
gründen, wie sie heilsam werden
Referentin: Dr. Maria Riebl, Wien
Mi, 25.3., 19.30 h
Weltgebetstag der Frauen
Wortgottesfeier von Frauen gestaltet
– auch für Männer, BZ Borromäum
Fr, 6.3., 19.00 h
Auf der Suche nach meinen
Schätzen Spirit. Auftanken f. Frauen
Leitung: Mag. Angelika Gassner,
Theologin, Bibliodramaleiterin
Fr, 13.3., 16.00 h - So, 15.3., 13.00 h
Notburgaheim, Eben am Achensee/T.
Anmeldung bis 2.3.2009
Sie weiß, was ihr gut tut
Frauen um Jesus. Bibliodramatische
Elemente, Methoden der Tanz- und
Bewegungstherapie, Austausch in
der Gruppe. Die zwei Nachmittage
können nicht einzeln besucht werden.
Leitung: Mag. Angelika Gassner
Fr, 20.3. und 27.3., 15.00-18.30 h
TH Wörgl, Anmeldung bis 6.3.2009
Auf den Spuren von Dorothea und
Nikolaus von Flüe Pilgerfahrt nach
Flüeli-Ranft/CH; Stille, Labyrinth,
benediktin. und franziskan. Spiritualität, kleine Wanderungen,
Leitung: Mag. Angelika Gassner, Mag.
Walter Rinnerthaler, Rel.päd.
Do, 21.5. - So, 24.5.2009
Kosten: ca. € 300,00 (Fahrt und VP)
Anmeldung bis 20.4.2009
5152 Michaelbeuern
Tel. 06274/8116-3034, Fax -3094
bildungshaus@abtei-michaelbeuern.at
www.abtei-michaelbeuern.at
Der leere Platz – das volle Herz…
Da gingen ihnen die Augen auf
und sie erkannten ihn (Lk 24,31)
Einkehrtage für Erwachsene
Fr, 20.3., 18.00 h (AE) - So, 22.3.,
12.30 h (nach dem ME), Ltg.: Mag.
Renate Schmölzer, Sr. Gerlinde
Kauba, Altabt Nicolaus Wagner,
P. Michael Eppenschwandtner OSB
Tage im Kloster
für junge Männer ab 16 Jahren
Gespräche, Stille, Vorbereitung und
Feier der Kar- und Osterliturgie
Mi, 8.4., 17.00h-SO, 12.4., 12.30,(ME)
Kontaktperson: Abt Mag. Johannes
Perkmann OSB
Dialog – Der neue Name für Liebe
Einkehrtage im Geiste v. P. Lombardi
Fr, 24.4., 18.00 h (AE) - So, 26.4.,
12.30 h (ME)
Leitung: P. Wolfgang Heiss OFM
Haus der Besinnung
Maria Kirchental
5092 St. Martin/Lofer, Tel. 06588/8528
Mail: haus-der-besinnung@pfarre.kirchen.net
6300 Wörgl, Brixentalerstraße 5,
Tel. 05332/74146, info@tagungshaus.at
www.tagungshaus.at
Theologischer Grundkurs
Die eine, heilige, katholische und
apostolische Kirche
Mit Prof.in Dr.in Brigitta
Kleinschwärzer-Meister
Sa, 7.3., 9.00 - 16.00h
Das Leben der künftigen Welt
Mit Mag. Dr. Nikolaus Wandinger
Sa, 18.4., 9.00 - 16.00 h
Die Quellen des Glaubens
Mit Univ.-Ass. Dr. Andreas Vonach
Sa, 9.5., 9.00 - 16.00 h
Von der Freiheit, das eigene Leben
Autoren-Lesung
zu deuten
Viele Menschen leiden an ihrer
Bedeutungslosigkeit. Sie vergleichen
sich mit Werten, die sie übernommen
haben. Mit Ulrich Schaffer, Buchautor
Do, 23.4., 20.00 - 21.30 h
Gesundheit in Körper, Seele
Workshop
und Geist
Mit Univ. Prof. Dr. Bijan Amini
Mi, 25.3., 14.00 - 18.00 h
g Mitteilungen 1 - 2009
Atempause für Leib und Seele
(Be-)sinnliche Tage für Frauen zum
Innehalten, um Bewährtes in sich
zu stärken und Neues zu entdecken.
Mit spirituellen Impulsen und
Angeboten aus der Konzentrativen
Bewegungstherapie
FUSS: „Mein Fuß steht auf einem
festen Grund“ (Ps 26,12)
Mi 18.2., 9.30 - 16.30 h
Leitung: Sr. Karolina Schweihofer MC
RÜCKEN: „Ihr Rücken war
gekrümmt und sie konnte nicht mehr
aufrecht stehen…..“ (Lk 13,11)
Mi 18.3., 9.30 - 16.30 h
Leitung: Sr. Karolina Schweihofer MC
Aufbrechen – Quellen und Wüsten
auf dem Lebensweg
Besinnungswochenende zur
Einstimmung in die Fastenzeit
27.2. (18.00 h) - 1.3. (ME)
Leitung: Sr. Claudia Kast MC
Tod und Auferstehung Jesu feiern
Gemeinsame Einstimmung und
Vorbereitung auf die Mitfeier der
Kar- und Osterliturgie
9.4., 15.00h -12.4. (ME)
Leitung: Team von Maria Kirchental
21
22 INFORMATION
Personalplanung
für das Schuljahr
2009/10
Im Hinblick auf die Vorsorge im
Religionsunterricht für 2009/10
ersuchen wir, Versetzungswünsche, angestrebte Verminderungen
oder Erhöhungen der bisherigen
Lehrverpflichtung, geplante
Dienstaustritte, Karenzurlaube und
Pensionierungen usw.
Abmeldestatistik der Erzdiözese Salzburg
für das Schuljahr 2008/2009
öffentliche Schulen und
katholische Privatschulen
GesamtSchülerzahl
davon davon abgekathol. meldet
Volksschulen
30238
Hauptschulen
24626
Sonderschulen
Polytechnische Lehrgänge
Schüler o. r. B.
in
Zahlen
in %
gesamt
im r. k.
RU
Vergleich
Vorjahr
in %
23180
55
0,23
535
k.A.
- 0,8
19897
330
1,7
676
k.A.
- 1,5
1337
909
40
4,4
46
k.A.
- 3,0
2010
1627
455
28,0
46
k.A.
- 3,3
Langform Unterstufen
8784
7002
269
3,8
480
81
+ 0,2
Langform Oberstufen
4553
3726
772
20,7
293
39
- 1,3
Oberstufenrealgymnasium
1796
1469
432
29,4
102
5
- 1,5
Sonderform für Berufstätige
319
209
148
70,8
56
0
- 1,3
Gewerbliche, technische und
kunstgewerbliche Fachschulen
852
601
108
18,0
36
0
- 5,2
Handelsschulen
880
513
162
31,6
10
0
+ 3,3
Fachschulen f. wirtschaftl. Berufe
2674
2187
118
5,3
89
14
- 0,5
Fachschulen f. soziale Berufe
78
68
0
0,0
1
0
Höhere technische und gewerbliche
Lehranstalten
2931
2435
353
14,5
130
2
- 0,1
Handelsakademien
3587
2981
583
19,6
81
17
+ 0,1
HLA für wirtschaftliche Berufe
4016
3637
317
8,7
129
9
+ 0,2
Sonderformen (für Berufstätige,
Aufbaulehrgänge, Kollegs,
Speziallehrgänge)
1072
781
227
29,0
66
0
- 4,5
415
6
1,4
6
0
+ 0,3
1298
1281
16
1,2
9
4
+ 0,7
342
321
5
1,6
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Allgemeinbildende Pflichtschulen
schriftlich bis 31. März 2009
an das Katechetische Amt, z.Hd.
DDr. Erwin Konjecic, zu melden.
Wir bitten darum, die angegebene
Frist nicht als unverbindlichen Vorschlag zu betrachten.
Neue
Personaldatenbank
im Katechetischen Amt
Das Datenbankprogramm des Katechetischen Amtes ist bereits mehr als 18
Jahre in Verwendung und erfüllt nicht
mehr die zeitgemäßen technischen
Anforderungen. Die Programmierund Umstellungsarbeiten sind bereits
seit dem Frühjahr 2008 im Gange. Das
Projekt wird voraussichtlich im Mai
2009 abgeschlossen sein.
Nachdem es trotz weitgehender
Datenübernahme notwendig sein
wird alle Personaldatensätze zu
überprüfen,
möchten
wir
bei
dieser Gelegenheit einen Stammdatenabgleich vornehmen, bei dem
ev. fehlerhafte oder veraltete Einträge
korrigiert und neue hinzugefügt
werden können.
Wir haben zu diesem Zweck dieser
Ausgabe der Mitteilungen ein
Erhebungsblatt beigefügt. Wir bitten
Sie, dieses Blatt vollständig ausgefüllt
bis spätestens 28. Februar 2009 an
uns zu retournieren. Eine elektronische Version des Erhebungsblattes
ist auf unserer Homepage im Bereich
R e l i g i o n s u n t e r r i c h t / Fo r m u l a r e
abrufbar und kann per E-Mail
(katechetisches.amt@katamt.kirchen.
net) an uns übersandt werden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Allgemeinbildende höhere Schulen:
Berufsbildende mittlere Schulen:
Berufsbildende höhere Schulen:
Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung:
Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik
461
Land- und forstwirtschaftliche Schulen:
Land- u. forstwirtschaftliche
Fach- und Berufsschulen
Höhere land- und forstwirtschaftl.
Lehranstalten
Wir danken Ihnen, liebe Religionslehrerinnen und -lehrer, für Ihre
wertvolle Arbeit an den Schulen, durch die der Religionsunterricht
nach wie vor hohe Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern
findet.
g
Mitteilungen 1 - 2009
WERBUNG
Kleine Hinführung zu Paulus
von Lona, Horacio E.;
Kartoniert, 149 S. 20 cm 174g , in
deutscher Sprache. 2006 Herder, Freiburg
ISBN 3-45129085-5
ISBN 978-3451-29085-5 |
EUR 10,20
Paulus und seine Welt
von Tomkins, Stephen;
Kartoniert
192 S. m.
zahlr., meist
farb.
Abb.
18 cm 274g ,
in deutscher
Sprache.
2007 Herder,
Freiburg
ISBN 3-45129268-8
ISBN 978-3451-29268-2
EUR 17,40
Paulus, der Apostel
von Haacker, Klaus;
Gebunden
Wie er wurde, was er war. 176 S. 21 cm
in deutscher
Sprache.
2008
Katholisches
Bibelwerk
ISBN 3-46030021-3
ISBN 978-3460-30021-7
EUR 19,50
Unterwegs auf den
Spuren des Paulus
von Walker, Peter; Gebunden
Das illustrierte Sachbuch zu seinen
Reisen.
Originaltitel:
In the steps
of Saint Paul
214 S. m.
zahlr.
farb.
Abb.
sowie
Ktn. u. Pln.
in deutscher
Sprache. 2008 Katholisches
B i b e l w e r k Deutsche Bibelgesellschaft
Bibellesebund, M.
ISBN 3-460-32784-7
ISBN 978-3-460-32784-9
EUR 25,60
23
Mit Paulus unterwegs
Plakat NON Mit Kopiervorl. 97g
Katholisches
Bibelwerk
ISBN 3-46028079-4
ISBN 978-3460-28079-3
EUR 8,20
Paulus blieb zeitlebens voller
Überzeugung Jude. Ebenso wenig
wie Jesus wollte er eine neue Religion
gründen. Vielmehr führte er in den
Städten des Römischen Reiches fort,
was Jesus in den ländlichen Regionen
Palästinas begonnen hatte. Sein Traum
war ein Judentum ohne Grenzen und
seine Mission nahm ernst, was Israels
Propheten immer schon gepredigt
hatten ...
EUR 11.-Zeitschrift: Welt und Umwelt der
Bibel
Der erste Christ
von Prinz, Alois;
Gebunden
Die Lebensgeschichte des Apostels
Paulus. 248 S. 21,5 cm 455g ab 12 J.
in deutscher
Sprache.
2007 Beltz
ISBN 3-40781020-2
ISBN 978-3407-81020-5
EUR 18,50
Aktuelle
Buchempfehlungen
der Dombuchhandlung
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g
Mitteilungen 1 - 2009
ein:blick
Die Orgel ist die Königin der Instrumente.
Sie wirkt faszinierend. Sie hat Millionen
Klangmöglichkeiten. Man kann jeden
Registerzug mit jedem mischen.
Trotz ihrer Pracht hat die Orgel aber auch so
manchen Nachteil:
- Man übt im Winter in der
bitterkalten Kirche.
(Wer hat schon daheim eine Orgel
stehen?)
- Der Organist ist der einzige Musiker,
den man nicht sieht.
- Er kann noch so schön spielen,
wenn der Pfarrer sagt „Gehet
hin in Frieden“, gehen die
Gottesdienstbesucher und
- man ist jeden Sonntag verpflichtet.
Aber man kann sich an alles gewöhnen.
Seit gut 20 Jahren ist der Platz auf dieser
Orgelbank meine „Wellnessoase“ (wie mein
Orgellehrer immer zu sagen pflegt). Hier
tanke ich Energie und Kraft. Wenn mir der
Schulstress zu viel wird, fahre ich von der
Schule zum „Kurzwellnessurlaub.“ Ich setze
mich an die Orgel, ziehe alle Register die
die Orgel zur Verfügung hat und lade durch
ihren voluminösen Klang meine Batterien
wieder auf.
Katharina Gruber
MultiAugustinum, St. Margarethen/Lg.
Die Orgel der Mauterndorfer Pfarrkirche wurde um 1870 von Matthäus
Mauracher errichtet. Sie besteht aus 2 Manualen mit 8 bzw. 4 Registern sowie
3 Registern für das Pedal.
Mitteilungen: Informationsschrift für Religionslehrerinnen und -lehrer in der ED Salzburg,
steht zu 100 % im Eigentum des Katechetischen Amtes und des IRPB Salzburg.
Medieninhaber: KATECHETISCHES AMT und INSTITUT FÜR RELIGIONSPÄDAGOGISCHE BILDUNG SALZBURG
Für den Inhalt verantwortlich: Dir. Mag. Josef Rupprechter, Katech. Amt, Institutsleiter Mag. Günter Minimayr, IRPB, beide: BZ Borromäum, Gaisbergstr. 7, 5020 Salzburg
Redaktion: Mag. Josef Rupprechter, josef.rupprechter@katamt.kirchen.net Layout: Christine Eibl Druck: Druckerei der ED Salzburg, Kapitelpl. 2, 5020 Salzburg
Redaktionsteam „Mitteilungen“: Mag. Josef Rupprechter, DDr. Erwin Konjecic, Katechetisches Amt; Mag. Günter Minimayr, Mag. Ingrid Donner-Lebitsch,
Mag. Fritz Drechsler, Mag. Werner Pernjak, IRPB Salzburg; Mag. Michaela Wagner, BG der RL an Pflichtschulen; Roswitha Waltl-Faistauer, Fachinspektorin Religion;
Dr. Raimund Sagmeister, Pädagogische Hochschule Salzburg
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Seele and Geist
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