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"Rezeptpflicht für Pflanzenschutzmittel" - Was ist denn das? - Berlin.de

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Pflanzenschutzamt Berlin _________________________________________________________________________________________________
Haus- und Kleingarten
herausgegeben am 14.08.2006
„Rezeptpflicht“ für Pflanzenschutzmittel – Was ist denn das?
Das Pflanzenschutzgesetz(1) verbietet in § 6 Abs. 2 die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf
Freilandflächen, soweit diese nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt
werden.
Zusätzlich hat der Gesetzgeber durch eine Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (2)
zum 1. August 2003 für nachfolgend aufgeführte herbizide Wirkstoffe (Unkrautvernichter) eine
sogenannte „Rezeptpflicht“ eingeführt.
• Glyphosat (z. B. Roundup LB plus, Roundup Alphee, Etisso Total Unkrautfrei ultra, Keeper
Unkrautfrei, Keeper Select, Vorox Unkrautfrei) (3)
• Glyphosat – Trimesium (Herbizide sind z. Zt. nicht zugelassen),
• Diuron (Herbizide sind im Haus- und Kleingartenbereich verboten);
Ein „Rezept“ ist eine gültige Ausnahmegenehmigung nach den
Pflanzenschutzgesetzes und der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung.
Bestimmungen
des
Die „Rezeptpflicht“ muss bei der Anwendung auf nicht landwirtschaftlich, gärtnerisch oder
forstwirtschaftlich genutzten Freilandflächen, so genanntes Nichtkulturland, beachtet werden.
Zu diesen Flächen gehören (Die Aufzählung der Flächen ist nicht vollständig!):
• Wege und Plätze in Gärten, Terrassen, Hofflächen, sonstige Außenanlagen wie Parkplätze, Einund Zufahrten zu Grundstücken, Bürgersteige, Straßenland,
Das Pflanzenschutzamt Berlin kann Ausnahmen nur im Einzelfall genehmigen und zwar wenn der
angestrebte Zweck vordringlich ist und mit zumutbarem Aufwand auf andere Weise nicht erzielt
werden kann und überwiegende öffentliche Interessen, insbesondere des Schutzes von Tier- und
Pflanzenarten,
nicht
entgegenstehen.
Aufgrund
der
behördlich
festgelegten
Anwendungsbestimmungen und Auflagen ist eine Anwendung im privaten Bereich nahezu
ausgeschlossen. Genehmigungen, aber auch ablehnende Bescheide, sind gebührenpflichtig.
Beim Kauf von Herbiziden, die unter diese Bestimmungen fallen, müssen Sie im Geschäft eine
gültige Ausnahmegenehmigung des Pflanzenschutzamtes Berlin vorlegen. Ohne diese
Genehmigung darf Ihnen das Herbizid nicht verkauft werden!
Obwohl die Anwendung solcher Stoffe auf Nichtkulturland bereits vor Inkrafttreten dieser Regelung
verboten war, wurden bundesweit immer wieder Fehlanwendungen im privaten und kommunalen
Bereich nachgewiesen. Aus Gründen der Vorsorge, gemeint ist hier der Schutz von Gewässern, sind
Anwendungen auf Flächen, die nicht landwirtschaftlich, gärtnerisch oder forstwirtschaftlich genutzt
werden, bundesweit verboten.
Weitere Auskünfte erteilt das Pflanzenschutzamt Berlin auf Anfrage gern!
Zitierte Gesetze und Verordnungen:
1
2
3
Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz – PflSchG) in der Fassung der Bekanntmachung
vom 14. Mai 1998 (BGBl. I S. 971, 1527, 3512), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz zur Änderung des
PflSchG vom 22. Juni 2006 (BGBl. I S. 1342);
Verordnung über Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel (Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung) in der
Fassung vom 10. November 1992 (BGBl. I S. 1887), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 23. Juli 2003
(BGBl. I S. 1533)
Eine Liste der unter der Rezeptpflicht fallenden Herbizide finden Sie in unserem Internetauftritt
Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin
Sprechzeiten:
Montag und Freitag:
9.00 -14.00 Uhr
Donnerstag (Oktober bis März) 12.00 -16.00 Uhr
Donnerstag (April bis September) 12.00 -18.00 Uhr
E-Mail: pflanzenschutzamt@senstadt.berlin.de
Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz
Beratungshotline:
030 - 70 00 06 - 240
automatischer Auskunftgeber:
030 - 70 00 06 - 212
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