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Macht was her und macht was weg - ZWA Eberswalde

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18. Jahrgang
Nummer 2 · Juni 2013
AUSGABE EBERSWALDE
Herausgeber: Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde
Macht was her und macht was weg
Das neue Saug- und Spülfahrzeug ist ein Tausendsassa für den Kanalnetzalltag
Ein neues Auto … Selbst
altgediente Kutscherherzen schlagen höher,
wenn das erwartete
Gefährt endlich auf den
Hof rollt.
D
abei wussten die Männer vom ZWA-Kanalnetz,
wie die Ablösung für das
seit Jahren genutzte Saug- und
Spülfahrzeug aussehen würde –
sie hatten ja bei der Bestellung
an der Konfiguration mitgewirkt: Eine elektrische Heizvorrichtung für den
Kesselaufbau beispielsweise sollte
eingebaut sein, damit Verstopfungen
auch im frostigen Winter weggespült
werden können.
Leise Pumpen
Den Ausstattungskatalog arbeitete
die Berliner Spezialfirma LEISTIKOWUTAG ab. Deren Verkaufsleiter FrankStephan Rüster wies bei der Übergabe auf weitere Vorzüge des Neuen
hin: „Der niedrigere CO 2-Ausstoß
ist gut für die Umwelt, die bessere
Manövrierfähigkeit freut die Fahrer,
außerdem sind die Hochdruckpumpe
für die Kanalreinigung und die Vakuumpumpe fürs Saugen geräuschärmer
als ihre Vorgänger.“
Kanalnetzmeister Rainer Zuch, gelernter Kfz-Mechaniker mit 37 Jahren
Erfahrung bei der Wasserwirtschaft,
beobachtet gelassen die Einweisung
seiner Kollegen durch die Ausrüster:
LANDPARTIE
Wie oft mögen sich Ausflügler auf
der L 220 beim Passieren der Kuppe
hinter dem Ortseingang Joachimsthal schon vorgenommen haben,
endlich einmal anzuhalten und die
paar Schritte zum Doppelturm hochzulaufen. Das Ensemble aus altem
Wasser- und neuem Aussichtsturm
macht als BIORAMA-Projekt seit
Jahren von sich reden, doch ist der
Parkplatz selten überfüllt.
Dabei lohnt allein der Blick auf die
Landschaft zwischen Grimnitz- und
Werbellinsee, zwischen Autobahn
und Waldunendlichkeit den kleinen
Aufstieg. Und Wald ist auch ein
Vor der Einweisung die feierliche Übergabe: der Leiter der Materialwirtschaft beim ZWA Bernd
Stoffermeyer, Verbandsvorsteher Wolfgang Hein, Frank-Stephan Rüster von LEISTIKOW, Kanalnetzmeister Rainer Zuch und Kläranlagenmeister Robert Wegener (v. l. n. r.).
„Das Auto wird ja praktisch im Dauereinsatz fahren, es ist eines unserer
wichtigsten Arbeitsmittel. Bei fast
500 Kilometern Abwasserleitungen
und rund 150 Pumpwerken sind Spülungen an der Tagesordnung.“ Daneben gibt es insbesondere nach Starkregen oder Havarien auch Fälle, wo
Schächte oder Keller mit dem Sauger
ausgepumpt werden müssen.
Günstige Kosten
Eben deshalb hatte sich der Verband
jetzt für diese Investition entschie-
den. „Damit verbessern sich nicht
zuletzt die Arbeitsbedingungen für
die Kollegen“, erklärt ZWA-Vorsteher
Wolfgang Hein, „vor allem jedoch sichern wir damit die ständige Einsatzbereitschaft. Und mit den niedrigeren
Verbrauchswerten können wir die
laufenden Kosten senken.“
Und wie zur Illustration der Wichtigkeit dieser Technik kommt die Meldung aus Joachimsthal: Verstopfung
der Schmutzwasserhauptleitung in
der Straße „Am Knick“. Kurz darauf
rückt ein Team aus zum Spülen.
So geht das – mit kundigem Interesse belebten die ZWA-Kollegen die Einweisung für das
neue Saug- und Spülfahrzeug.
Quadrat und Kreis und Mensch und Wald
Zum Anhalten und Innehalten
– das BIORAMA-Projekt.
zentraler Begriff der Projekt-Saison
2013. Die BIORAMA-Initiatoren
Sarah Philips und Richard Hurding
widmeten ihr umweltorientiertes Unternehmen zur Förderung von Kunst,
Design und touristischer Entwicklung
in diesem Jahr dem Thema „Die
Quadratur des Kreises – Mensch
und Wald“.
Eine Installation aus zwei Objekten
reflektiert das Leben im Gleichgewicht: Eine junge Buche entwächst
einem übermannsgroßen Kubus aus
Altpapier. Zusätzlich informieren Tafeln über die Bedeutung des Waldes,
wobei die globale Walderhaltung
und -bewirtschaftung hervorgehoben
wird. Genau darin sehen die Künstler
einen Kernpunkt des nachhaltigen
Schutzes unseres Planeten.
Die Quadratur des Kreises –
Mensch und Wald
BIORAMA-Projekt
Am Wasserturm 1
16247 Joachimsthal
noch bis Ende Oktober
Do–So + Feiertage: 11–18 Uhr
Tickets:
Erwachsene 2 Euro
Kinder 0,50 Euro
Familien 4,50 Euro
EDITORIAL
Schulanfang – und dann?
Von A wie Anlagenmechanikerin
bis Z wie Zahnmedizinischer Fachangestellter reicht die Liste der
offenen Ausbildungsberufe, die online z. B. bei der Märkischen Oderzeitung einzusehen ist. Überall in
der Region laden Großbetriebe und
Handwerksmeister, Agrargenossenschaften und Dienstleister junge
Leute zum Start in ein qualifiziertes
Arbeitsleben ein.
Noch vor einigen Jahren galten Lehrstellen als Glücksfall. Heute hingegen bleiben ausgeschriebene Stellen
sogar unbesetzt. In dieser Tatsache
spiegelt sich nicht zuletzt eine erfreuliche Konsolidierung des Mittelstands in der Region. Doch immer
noch spielen demografische Faktoren
die größte Rolle.
Egal, könnte man denken. Hauptsache, unser Nachwuchs hier findet
sein Auskommen! Hört man sich
jedoch bei Personalverantwortlichen
um, wird der Optimismus gedämpft:
Nicht wenige Bewerber müssen
abgelehnt werden, weil ihr Wissen
oder ihre soziale Kompetenz unter
den Mindestanforderungen bleiben.
Das aber ist ein Problem der gesamten Gesellschaft, also von Schülern,
Schulen und Eltern.
Bald ist wieder Schulanfang. Ein freudiger Tag für die Abc-Schützen. Wir
alle sollten darauf achten, dass sie
nach Abschluss der Schule mit nicht
weniger Enthusiasmus die guten
Chancen zum Eintritt ins Berufsleben
auch nutzen können.
Klaus Maihorn, Redakteur
Dank und
beste Wünsche
Stefan Lux
Der langjährige stellvertretende Verbandsvorsteher Stefan Lux wird zum
1. Juli im heimatlichen Landkreis
Oberhavel eine Tätigkeit aufnehmen.
Bereits im Mai wurde er mit Dank
und besten Wünschen vom Team des
ZWA verabschiedet. Seine ehrenamtliche Funktion übernahm die kaufmännische Leiterin Petra Walter.
AKTUELLES
SEITE 2
WASSER ZEITUNG
– Fluch oder Segen für die Menschheit?
Technologie soll möglicherweise unter strengen Auflagen eingesetzt werden
Die Befürworter glauben, das hydraulische Aufbrechen der
Gesteinsschichten zur Förderung unkonventioneller Gasvorkommen (Fracking) sei eine billige, sichere Form der Energiegewinnung. Die Gegner unterstreichen das Umweltrisiko,
besonders für das Trinkwasser.
MELDUNG
Trinkwasser bleibt
in Obhut der Kommunen
Großer Erfolg für die erste europäische Bürgerinitiative „Wasser ist
Menschenrecht“: EU-Kommissar
Michel Barnier machte am 21. Juni
einen Rückzieher und will die Wasserversorgung von der umstrittenen
EU-Konzessionsrichtlinie ausnehmen.
Auslöser der Debatte war das Vorhaben Barniers, in der gesamten EU
einheitliche Regeln zur Vergabe von
Konzessionen für Dienstleistungen
wie die Wasserversorgung zu schaffen. Es war befürchtet worden, die
EU-Pläne könnten dazu führen, dass
Kommunen die Versorgung ihrer Bürger mit Trinkwasser an private Unternehmen abgeben müssen und somit
die Kontrolle verlieren.
PREISAUSSCHREIBEN
Diese Fragen sind zu beantworten:
1. Wie viele Erdbeersorten gibt es
in Deutschland?
2. Wann fand die Schlacht bei
Fehrbellin statt?
3. In welchem Landkreis liegt der
Große Wukensee?
Preise:
125 Euro; 75 Euro; 1 Wassersprudler
Die Lösung schicken Sie unter dem
Kennwort „Wasserrätsel Brandenburg“ an SPREE-PR, Märkisches Ufer
34, 10179 Berlin. Oder per E-Mail an
preisausschreiben@spree-pr.com
Einsendeschluss: 15. Juli 2013
sorgt werden – alles Schwachpunkte
der neuen Technologie.
In den USA wird Fracking bereits
großflächig angewandt. Die Bundesregierung konnte sich Anfang Juni
nach massivem Streit nicht auf einen Gesetzesentwurf für den Einsatz
der Technologie einigen. Bis zu den
Bundestagswahlen sollen von den
Koalitionsfraktionen keine neuen Regelungen mehr eingebracht werden.
Zuletzt hatte auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) auf
mögliche nachteilige Auswirkungen
2
3
Grafik: OZ/Jochen Wenzel; Quelle: dpa, Umweltbundesamt
Die Risiken beim Fracking (Technologie siehe Skizze) liegen vor allem
in dem eingesetzten Chemikaliengemisch, das unter Hochdruck in den
Untergrund gepresst wird, um die
Gesteinsschichten „aufzusprengen“
und dabei das Gas freizusetzen. Es
sei unklar, ob die Bohrlöcher perfekt
abgedichtet werden oder sich das Gemisch im Untergrund unvorhersehbare
Wege sucht und so ins Grundwasser
gelangt. Außerdem müssten die Chemikalien transportiert, gelagert und
nach dem Gebrauch als Abwasser ent-
1
aufmerksam gemacht. „Die Gewinnung von Erdgas durch Fracking ist
für die Energiewende entbehrlich“,
so der SRU. Im Vorfeld waren bereits
die Bierbrauer auf die Barrikaden
gegangen, die um die Qualität ihres
4
5
Horizontalbohrung: In die Lagerstätte
werden lange Strecken gebohrt.
Das Steigrohr wird unten mit Löchern
perforiert.
Unter hohem Druck wird ein Gemisch
aus Wasser, Quarzsand und Chemikalien in das Gestein gepresst.
Durch den hydraulischen Druck entstehen Risse im Gestein, durch die
das Gas abfließen kann.
Das eingepresste Gemisch (FrackFluid) wird bis auf den Quarzsand
und Chemikalienreste zurückgepumpt. Der Quarzsand hält die Risse
offen. Das Gas strömt dem Bohrloch
zu und kann gefördert werden.
„Produktes“ bangen. Die Wasser
Zeitung meint: „Hände weg von
dieser Technologie!“
So setzen sich die Gebühren zusammen
Klare Vorgaben und Rahmenbedingungen für kommunale Wasserunternehmen
Der Preis ist heiß, so empfinden viele Menschen derzeit
die Entwicklung der Kosten
für Strom, Benzin oder Rundfunk und Fernsehen. Das Urteil über die Wassergebühren
angesichts dieser Rahmenbedingungen wird oft (vor-)
schnell gefällt. Die WASSER
ZEITUNG greift deshalb das
Thema auf und möchte die
Kunden sachlich informieren.
Die kommunalen Zweckverbände müssen laut Kommunalabgabengesetz kostendeckend arbeiten. Sie sind keine an
Gewinnen orientierten Konzerne, die für
private Investoren auf hohe Rendite hinwirtschaften. Vielmehr sind sie öffentlich-rechtliche Unternehmen, welche
die Städte und Gemeinden zum Zwecke
der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung gegründet haben. An erster
Stelle steht die Erledigung dieser Aufgaben für die Mitgliedsgemeinden und
deren Einwohner. Die Gesetzgebung
(hier das Kommunalabgabengesetz)
schreibt vor, dass die Körperschaften
des öffentlichen Rechts kostendeckend
arbeiten – das heißt, dass die Summe
der Ausgaben der Summe der Einnahmen entspricht. Unterm Strich also eine
Null steht. Damit sind die Rahmenbedingungen für die hier gezeigte Berechnung der Trinkwassergebühren (für Abwasser ist es genauso) gegeben.
BETRIEBSKOSTEN 1
GRUNDGEBÜHREN
KALKULATORISCHE
ZINSEN
MENGENGEBÜHREN
KALKULATORISCHE
ABSCHREIBUNGEN
AUSGABEN
EINNAHMEN
Glas 1 verdeutlicht, welche
Ausgaben die Wasserbetriebe
bei der Erledigung ihrer Aufga-
Glas 2 zeigt, wie sie diese
ben als Trinkwasserversorger
immer berücksichtigen müssen.
den Mengengebühren, die
die Kunden zahlen.
Die Einnahmen aus Grundgebühr und
Mengengebühr müssen den Aufwand für die tägliche Versorgung mit frischem
Nass decken. Dabei
ist die Grundgebühr ein monatlich fester Betrag
und die Mengengebühr ein variabler, der sich
auf den tatsächlichen Wasserverbrauch
bezieht. Die Auflistung der Kosten
ist hingegen etwas länger.
Diese lassen sich im
Wesentlichen in Betriebskosten (auch
laufende
Kosten
oder ansatzfähige Kosten genannt), kalkulatorische Zinsen und kalkulato-
Kosten decken müssen –
nämlich aus den Grund- und
rische Abschreibungen unterteilen. Um
den Wasserfluss, also den Betrieb, zu
gewährleisten, benötigen die Zweckverbände neben gut ausgebildetem
Personal (Löhne und Gehälter inkl. Sozialabgaben) auch Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wie Strom oder Treibstoff.
Ebenfalls zu Buche schlagen Porto, Kosten für Telefon, Miete, Leasing oder
Reparaturen. Weiterhin fließen hier
die Körperschafts- und Gewerbesteuern (die letztere kommt direkt den Gemeinden zugute) sowie sonstige Steuern mit ein.
Wer Beiträge und Fördermittel in dieser Übersicht vermisst hat – diese
werden in den kalkulatorischen Posten Zinsen und Abschreibungen kostenmindernd eingerechnet. Bleibt festzuhalten: Die kommunalen Unternehmen tragen enge Korsetts bei ihrer
anspruchsvollen Aufgabe, die Bevölkerung kontinuierlich mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen.
1
Betriebskosten
Materialaufwand (Roh-, Hilfs-,
Betriebsstoffe, bezogene
Leistungen);
Personalaufwand (Löhne und
Gehälter, Sozialabgaben);
sonstige betriebliche Aufwendungen;
Steuern von Einkommen und Ertrag;
sonstige Steuern.
IMPRESSUM Herausgeber: LWG Lausit zer Wasser GmbH & Co. KG Cottbus, FWA mbH Frank furt (Oder), DNWAB GmbH Königs Wusterhausen, OWA GmbH Falkensee, GeWAP Peitz, Servicebetrieb Rheinsberg; Trink- und Abwasser verbände in Bad Freienwalde,
Birkenwerder, Brück, Buckow, Doberlug-Kirchhain, Eberswalde, Eisenhüt tenstadt, Elster werda, Fürstenwalde, Guben, Herzberg, Lindow-Gransee, Nauen, Rathenow, Seelow, Senf tenberg, Strausberg, Wendisch-Rietz und Zehlendorf Redak tion und Verlag: SPREE-PR,
Märkisches Ufer 34, 10179 Berlin, Telefon: 030 247468-0, E-Mail: agentur@spree-pr.com, www.spree-pr.com V.i.S.d.P.: Thomas Marquard Redak tion: Alexander Schmeichel Mitarbeit: K. Arbeit, Ch. Arndt, J. Eckert, I. Fryder, S. Galda, S. Gückel, A. Kaiser,
C. Krickau, D. Kühn, K. Maihorn, Th. Marquard, Dr. P. Viertel Fotos: S. Buckel-Ehrlichmann, J. Eckert, I. Fryder, B. Geller, S. Gückel, A. Kaiser, C. Krickau, D. Kühn, M. Lichtenberg, K. Maihorn, H. Petsch, S. Rasche, A. Schmeichel, Dr. P. Viertel, J. Wollschläger Karikaturen: Ch. Bartz
Layout: SPREE-PR, Günther Schulze (verantw.), Uta Herrmann, Anika-Babette Liebisch, Marion Nitsche, Holger Petsch, Johannes Wollschläger Druck: BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH Nachdruck von Beiträgen und Fotos nur mit Genehmigung von SPREE-PR!
SEITE 3
Brandenburg ist pickepacke voll mit Kostbarkeiten. Kulturell
hat das Land ebenso viel zu bieten wie landschaftlich. Doch
unsere Heimat punktet auch mit ihren Delikatessen. Beim
Kosten und Schmecken, Riechen und Befühlen der Gaumen-
S er
eil 2
ie T
schmeicheleien wird schnell klar: Das Land hält viel für Gourmets parat. Im zweiten Teil der Serie „Genießen in Brandenburg
– einem Land voller Spezialitäten“ dreht sich alles um die wohl
süßeste aller märkischen Obstversuchungen – die Erdbeere.
I
n diesem Jahr ließ Mieze Schindler ihre Verehrer warten.
Auch Elvira und Elsanta zierten sich lange. Zu frostig war
der Winter, viel zu kalt und zu verregnet der Frühling. Doch seit Mitte Juni zeigen sich die empfindlichen Damen endlich wieder von ihrer schönsten
Seite: rot, knackig und wunderbar süß. Einfach
zum Anbeißen!
Die Rede ist hier natürlich von Erdbeeren.
Mehr als 1.000 Sorten davon kennt man
allein in Deutschland. Das Land Brandenburg bietet den aromatischen Früchtchen dabei allerbeste Voraussetzungen
zum Wachstum. Denn sandige und
lehmige Böden hat die mehrjährige
Erdbeerpflanze am liebsten. Märkische Obstbauern ernteten im vergangenen Jahr stolze 2.300 Tonnen
der begehrten Früchte, die meist in
Gewächshäusern oder unter Folien
wachsen. Die Nachfrage war wie immer riesig, sodass mit der Ernte gerade einmal 10 Prozent des regionalen
Verbrauchs gedeckt werden konnten.
Schon in der Steinzeit wurden Walderdbeeren von Jägern und Sammlern
als süße Beilage geschätzt. Die heutige großfruchtige Gartenerdbeere –
auch „Königin der Beerenfrüchte“ genannt – entstand erst im 18. Jahrhundert Strauch.
in Amsterdam, durch die zufällige Kreu- Dabei gilt:
zung der amerikanischen Chile- mit der Je frischer, desVirginia-Erdbeere. Botanisch korrekt sind to besser. Denn
Erdbeeren eigentlich keine Beeren, son- Erdbeeren faulen
dern Sammelnussfrüchte aus der Fami- sehr schnell und reagielie der Rosengewächse.
ren zudem empfindlich auf
Ob nun Beere oder Nuss – kaum ein Obst Druck und Nässe. Dick machen die
eignet sich besser zum Kochen, Backen, Früchte nicht – solange man sie vor dem
Einwecken, Einfrieren, als Püree oder Verzehr nicht in Schlagsahne tunkt oder
einfach pur und frisch gepflückt vom mit Vanillesauce übergießt. Mit einem
Fitmacher Erdbeere
Inhaltsstoffe: Hat mehr Vitamin C als die Zitrone. Insgesamt über 300 gesunde Substanzen wie Säuren, ätherische Öle, Pektin, Flavone, Gerbstoffe, Kalium,
Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium.
Gesundheit: Erdbeeren machen Appetit, fördern die
Verdauung, entschlacken den Körper, reinigen die
Schleimhäute. Sie stoppen auch Durchfall und senken Fieber. Die B-Vitamine sind gut für bessere
Konzentration, schönes Haar, glatte Haut. Das
Magnesium beugt Krämpfen beim Sport vor.
verzückt den Gaumen
Wasseranteil von rund
90 Prozent und vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen (siehe Kasten oben) ist die
Erdbeere ein von der Natur veredeltes
Wasser. Ein wahrer Schlankmacher,
den man bedenkenlos schlemmen darf.
Auf rund zwei Dutzend Höfen locken
Mieze Schindler und ihre süßen Cousinen ab sofort wieder alle Brandenburger und ihre Gäste ins Freie (Adressen
unten links). „Erst die Arbeit, dann das
Vergnügen“, heißt es dann. Denn hier
bückt sich der Märker noch selbst nach
den süßen Schätzen. Ein wenig körperliche Aktivität kann ja nicht schaden –
vor dem sinnlichen Genuss einer frischen märkischen Erdbeere.
Selbst gepflückt schmeckt’s am besten
Das besondere
Rezept …
Sie sind endlich wieder auf
Brandenburgs Feldern. Man
muss sie nur aufsammeln.
Erdbeeren für Selbstpflücker gibt es auf zahlreichen
Höfen im Land. Der Kilopreis
variiert je nach Hof, Sorte
und Erntezeitpunkt. Hier finden Sie eine kleine Auswahl
an märkischen Erdbeerhöfen
mit Selbstbedienung.
Eine Köstlichkeit an warmen
Sommerabenden ist ein kühler
Erdbeer-Limes. Er schmeckt
fruchtig und hat nicht zu viel Alkohol.
Zutaten: 500 ml Wasser,
250 g Zucker, 1 kg pürierte Erdbeeren, 300 ml Zitronensaft,
500 ml Wodka
Zubereitung: Die Erdbeeren mit dem Mixer
pürieren. Dann alles andere zugeben und noch
mal mit dem Mixer durchrühren. Kalt stellen und
genießen. Die Wasser
Zeitung sagt: „Prost!“
BARNIM
Foto: © Peter von Bechen / PIXELIO
men
JUNI 2013
HAVELLAND
Pomona Gartenbau GmbH & Co. KG
Helenenauer Weg 2
täglich
8 – 18 U
16356 Ahrensfelde
hr
Ortsteil Blumberg-Elisenau
Telefon 03338 757133
Hofladen Falkensee 8 täglich
– 19 Uhr
Dallgower Straße 1
14624 Dallgow-Döberitz
Telefon 03322 22462
REGION WERDER
Obsthof Lindicke
Am Plessower Eck 1
14542 Werder/Havel
Ortsteil Plessow
Telefon 03327 45624
täglich
8 – 19 U
hr
MÄRKISCH-ODERLAND
OBERHAVEL
täglich
8 – 18.3
0 Uhr
SL Gartenbau GmbH
Perwenitzer Chaussee 2
16727 Oberkrämer OT Vehlefanz
Telefon 03304 3994-0
Obstgut Franz Müller Wesendahl
Dorfstraße 1
täglich
8 – 19 U
15345 Altlandsberg
hr
Ortsteil Wesendahl
Telefon: 03341 215856
POTSDAM-MITTELMARK
Spargelhof Klaistow
täglich
Glindower Straße 28 8 – 19 Uhr
14547 Beelitz Ortsteil Klaistow
Telefon 033206 61070
Gewinnspiel
Erdbeeren sind die wohl schmackhaftesten Vertreter aus der Familie der
Rosengewächse. Wussten Sie schon,
dass in Brandenburg die diesjährige
„Deutsche Rosenschau“ stattfindet?
In Forst (Lausitz) öffnen sich unter
dem Motto „100 Jahre Rosenträume an der Neiße“ täglich und noch
bis Ende September die Pforten zum
Ostdeutschen Rosengarten. Dort erwartet Rosenkönigin Nicole II. ihre
Gäste. Die Wasser Zeitung verlost
Rosenkönigin
Nicole II.
3 ✕ 2 Tageskarten für die Rosenschau.
Im Internet erfahren Sie unter www.
spree-pr.com/erdbeere alle Teilnahmebedingungen. Viel Glück!
INFORMATIONEN VON IHREM KOMMUNALEN VER- UND ENTSORGER
BWZ • EBERSWALDE • 2 / 2013
KURZ NOTIERT
Auf der 89. ordentlichen Verbandsversammlung am 22. Mai stand die Erarbeitung des Wirtschaftsplans 2014
im Mittelpunkt. Die Vertreter der Mitgliedskommunen stimmten den vom
Verbandsvorsteher Wolfgang Hein
eingereichten Grundsätzen zu. Diese
basieren auf den Ergebnissen und
Erfahrungen der Vorjahre und bleiben
auf ein ausgeglichenes Kosten-ErtragsVerhältnis ausgerichtet.
In der Aussprache wurde erneut deutlich, dass die zu erwartenden Aufwendungen insbesondere für Hilfs- und
Betriebsstoffe vor dem Hintergrund
Verbandsversammlung
der prognostizierten demografischen
und Verbrauchsentwicklung weiterhin
höchste Anforderungen an die effektive Arbeit des ZWA stellen wird.
Dem dient unter anderem ein Investitionsschwerpunkt im Bereich Schmutzwasser, nämlich die deutliche Senkung
des Energieverbrauchs auf der Kläranlage Eberswalde durch Einführung
der ersten Stufe des sogenannten
DEMON-Verfahrens (diese Zeitung
wird darüber berichten).
Finanziert werden die geplanten Investitionen wesentlich über Eigen- und
Fördermittel.
Festhalten am Pokal
Eine ganz große Nummer
Frisch geübt ist halb gerettet
Eindrücke vom „Tag der Sicherheit und des Arbeitsschutzes“ auf der Kläranlage Eberswalde
Belehrung – das Wort klingt
streng. Kaum jemand spürt
erwartungsfreudiges Prickeln, wenn es auf der Tagesordnung auftaucht. Doch das
Auffrischen von Vorschriften
ist nun einmal obligatorisch,
und so begann am 12. Juni
der „Tag der Sicherheit und
des Arbeitsschutzes“ beim
ZWA eben mit Brandschutzund Arbeitsschutzbelehrung
im Versammlungsraum des
Verwaltungsgebäudes.
Auch der Umgang mit dem oft
lebensrettenden Defibrillator
wurde praktisch erprobt.
Wach bleiben
Enge Räume
80.000
EINWOHNERGLEICHWERTE!
ALLE ACHTUNG!
Einwohnergleichwerte
Karikatur: SPREE-PR
WASSERCHINESISCH
Für die richtige Planung der Dimension von Kläranlagen ist der
Begriff Einwohnergleichwerte (EGW) von großer Bedeutung.
Auch bei der Nutzung werden Kapazität und Auslastung von
Kläranlagen anhand der EGW erfasst. Der Einwohnergleichwert
ist ein Vergleichswert von gewerblichem/industriellem Abwasser mit häuslichem Abwasser hinsichtlich des täglichen Anfalls
von Abwasser oder Abwasserinhaltsstoffen. Die größte ZWAKläranlage in Eberswalde ist übrigens für 80.000 EGW ausgelegt.
Für die Kollegen vom Kanalnetz galt es bei der Übung, einen 60-kg-Dummy aus dem Schacht zu bergen – natürlich selbst bestens gesichert.
Thomas Seefeld (r.) begrüßt das Team des ZWA zum Übungstag auf der Kläranlage Eberswalde.
engen Räumen und Schächten funktionieren kann. Tatkräftige Unterstützung
leistete hierbei auch ein Mitarbeiter
der Firma C. A. LOWE (Produkte zur
persönlichen Schutzausrüstung).
„Bereits im Vorjahr waren unsere Kolleginnen und Kollegen mit Eifer dabei,
als wir im Wasserwerk praktische
Übungen beispielsweise zur Ersten
Hilfe durchführten“, erinnert sich Thomas Seefeld, der als Verantwortlicher
beim ZWA auch in diesem Jahr den
Arbeitsschutz-Tag wieder organisier-
Gemeinschaftsaktion war Besucherattraktion
Wenn die Besucher am FinE-Tag etwas
satt hatten, dann Wasser von oben.
Doch die Wasserbar des ZWA fand
ununterbrochenen Zuspruch (Bild in
der Mitte). Der Wissensdurst wiederum wurde gelöscht an der Laborstation (links) und beim vielversprechenden
der Zahlungsverkehr wird übersichtlicher, die Ausführungszeiten verkürzen sich.
Unglücklicherweise schwillt dabei unsere 10-stellige Kontonummer auf eine
22-stellige Internationale
Bankkontonummer an.
Diese IBAN (International Bank Account) kommt
künftig für Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften zum Einsatz.
Der ZWA stellt Anfang des nächsten
Jahres auf das neue System um.
Kunden, die dem ZWA bereits eine
Einzugsermächtigung erteilt haben,
müssen zum SEPA-Stichtag nicht aktiv
werden.
Und so setzt sich die IBAN zusammen:
D
Am 31. Mai fiel am Nachmittag eine Gewitterwasserwand auf Eberswalde – ein paar Minuten nach der Siegerehrung beim 6. FußballWanderpokal des ZWA. Zum Glück bot das Vereinshaus auf dem
Sportplatz Ostende Schutz für Aktive, Betreuer und Anfeuerer. Die
Trophäe erkämpfte sich mit zwei Siegen die ZWA-Patenkita Spielhaus. Den 2. Platz belegte die Kita Sputnik vor dem zum ersten Mal
teilnehmenden „Haus der fröhlichen Kinder“.
Spätestens ab 1. Februar 2014 müssen
alle Überweisungen und Lastschriften nach dem europaweit einheitlich
à la SEPA ausgeführt werden. SEPA
(Single Euro Payments Area) ist der
Zahlungsverkehrsraum,
in dem inländische und
grenzüberschreitende
Zahlungen in Euro nach
gleichen Regeln behandelt werden.
Bargeldlose Zahlungen sollen damit
zwischen 32 Staaten Europas (EU plus
Monaco, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz) so einfach und
sicher getätigt werden wie Inlandzahlungen. Unternehmen können nun ein
einziges Konto für ganz Europa führen,
te. „Schließlich ist jedem klar, dass bei
aller Vorsicht und bei aller Routine immer wieder Unvorhergesehenes passieren kann. Deshalb sind Belehrungen
und Übungen ja so wichtig.“
anach jedoch ging’s hinaus ins
Freie, nämlich auf das Gelände der Kläranlage. Dort sollte
zum Wissen über die Vermeidung von
Arbeitsunfällen das richtige Verhalten
in Notsituationen gelehrt werden. Und
vor allem: geübt!
Dafür hatte die Firma Dräger extra
eine Anlage aufgebaut, in der die Besonderheiten des Arbeitens in engen
Räumen und Behältern trainiert werden konnten. Was dabei alles zu beachten ist, geben strenge Regeln der
Berufsgenossenschaft vor, und zwar in
„BGR 117“. Das umfangreiche Dokument lässt schon auf den ersten Blick
erkennen, wie viel Praxiswirklichkeit
in die Formulierungen eingeflossen
ist. Dies gilt sowohl für die Vorschriften zur Unfallverhütung als auch für
die Hinweise auf Maßnahmen zur
Bergung, wenn doch einmal ein Unfall
geschehen sollte.
Gemeinsam mit dem DRK Eberswalde wurde vorgeführt, wie Rettung aus
SEITE 4/5
Wasser-Quiz. Nicht abreißen wollte
die Schlange vor dem Becken mit den
Riesenblasen, worin Kinder kugeln
konnten (rechts).
Dass der ZWA diesmal beim großen
Eberswalder Straßenfest dabei sein
konnte, verdankt sich einer gut ge-
planten Gemeinschaftsaktion anlässlich des Internationalen Jahres des
Wassers 2013 der Vereinten Nationen.
Dafür standen dem Zweckverband nicht
nur die Kita Spielhaus, mit der es seit
2008 eine lebendige Patenschaft gibt,
zur Seite, sondern auch der Ostender
Sportverein, der mit der Kita ebenfalls
partnerschaftliche Beziehungen pflegt.
„Dieser turbulente FinE-Tag hat uns
erneut gezeigt, wie interessiert und
aufgeschlossen die meisten Menschen gegenüber den Themen Trinkwasserver- und Schmutz-
wasserentsorgung sind“, freute sich
ZWA-Vorsteher Wolfgang Hein über
den Besucherandrang.
Bedeutsam ist dies auch für die
Kunden des Zweckverbands, denn
jeder Unfall verursacht ja auch Folgekosten. „Das ist uns in den letzten
Jahren immer recht gut geglückt“,
weiß Thomas Seefeld, „eben deshalb
wollen wir auch nicht nachlassen,
das Bewusstsein in diesem Bereich
wachzuhalten.“
Parallel zum Üben des eigenen
Einsatzes konnten sich die ZWAMitarbeiter von Vertretern einer
Krankenkasse über deren Angebote
zur Prävention durch das Programm
„Fit Check“ informieren lassen. Und
als der „Tag der Sicherheit und des
Arbeitsschutzes“ zum Feierabend
hinzeigte, war man sich auf der Kläranlage einig: Belehrung und Übung
schaden auf keinen Fall.
KURZER DRAHT
Zweckverband für
Wasserversorgung
und Abwasserentsorgung Eberswalde
Marienstraße 7
16225 Eberswalde
Tel.:
03334 209-0
Fax:
03334 209-299
E-Mail: kontakt@zwaeberswalde.de
www.zwa-eberswalde.de
IBAN und BIC sind auf den Kontoauszügen, im Online-Banking und
künftig auch auf neuen Karten zu finden.
Tüchtig am Werken
Wer nicht „vom Fach“ ist oder nur
flüchtig hinsieht, würde die Änderungen vielleicht gar nicht bemerken:
den neuen Fußboden, die in frischem
Blau glänzenden Filterkessel, vor
allem jedoch die erneuerten Rohrleitungen und Armaturen. Kein Wunder
– erfolgte die Sanierung der Filterhalle im Wasserwerk Finow doch bei
laufendem Betrieb, auch die „Geometrie“ der Technikaufstellung blieb
unverändert.
Tatsächlich aber ist der Abschluss dieser Arbeiten ein bedeutender Schritt
zur langfristigen Versorgungssicherheit
für Trinkwasser bester Qualität. „Mit
den Investitionen in die Aufbereitung
liegen wir exakt im Plan für die komplette Ertüchtigung aller Anlagen“,
zieht Volker Pagel, Leitender Ingenieur
Trinkwasser, eine Zwischenbilanz.
Nicht vergessen wurden dabei die
Arbeits- und die Sozialräume, was
von den im Wasserwerk tätigen ZWAMitarbeitern durchaus als motivierend
empfunden wird. In diesem Jahr noch
soll mit der Erweiterung der Reinwasserbehälter-Volumina auf dem Wasserwerksgelände die Gesamtertüchtigung
abgeschlossen werden.
Sprechzeiten
Dienstag:
09.00 – 11.30 Uhr und
12.30 – 18.00 Uhr
Donnerstag:
09.00 – 11.30 Uhr und
12.30 – 15.00 Uhr
„Immer rin in die gute Stube!“ – Die Filterhalle des Wasserwerks.
STRÖME IN BRANDENBURG
SEITE 6
WASSER ZEITUNG
Der Rhin, der Rhin – wo will er nur hin?
Quelle und Fließrichtung sind ungeklärt – der Reiz einer Kanutour dagegen ist unstrittig
Brandenburgs längste Flüsse
Brandenburg ist das gewässerreichste Bundesland Deutschlands.
In der neuen Reihe „Ströme in Brandenburg“ blicken Redakteure
der Wasser Zeitung ganz individuell auf „ihre“ blauen Riesen.
Lesen Sie heute von Thomas Marquard Teil 2: der Rhin.
Havel
Spree
285 von insgesamt 334 km
243 von insgesamt 400 km
(44 km durch Berlin)
Oder
187 von insgesamt 866 km
Rhin
129 km
Schwarze Elster 116 von insgesamt 179 km
Dahme
95 km
Elbe
84,3 von insgesamt 1.091 km
Stepenitz 84 km
Neiße
74 von insgesamt 254 km
Nuthe
65 km
Nieplitz 48 km
Seinen Namen erhielt der Rhin von Siedlern aus
dem Niederrheingebiet im Zuge der Ostkolonisation
im 12. Jh. Eine eigenständige germanische Bildung
vom selben Wortstamm für „rinnen, fließen“ kann
aber nicht ausgeschlossen werden.
Der Rhin ist ein rechter Nebenfluss der Havel und
entspringt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin etwa
8,5 km westlich von Rheinsberg. Seine Quelle liegt im
Rheinsberger Seengebiet nur wenige hundert Meter
westlich der kleinen Ansiedlung Wallitz. Von dort aus
fließt er durch mehrere kleine und große Seen (Bramin-, Kagar-, Dollgow-, Schlaborn-, Rheinsberger und
Grienericksee) nach Rheinsberg. Dieser eher traditionellen Version stehen wissenschaftliche Forschungen
entgegen, nach denen der Rhin im Twernsee, rund
12 km nordwestlich von Rheinsberg, entspringt und
über den Giesenschlagsee, Zootzensee und Tietzowsee in den Schlabornsee fließt.
Der Rote Milan
(Milvus milvus), auch
Gabelweihe genannt, ist ein eleganter
Flieger. Im Flugbild leicht an seinem tief
gegabelten Schwanz zu erkennen.
Zermützelsee
Zippelsförde
Ursprung
Über weite Strecken ist der Fluss schiffbar, aber den
meisten Reiz entfaltet er zwischen Rheinsberg und
Zippelsförde, wo man nur mit dem Kanu durchkommt.
Stellenweise mit schnelleren Strömungen schlängelt
sich hier der Rheinsberger Rhin auf etwa 18 km Länge und einem Gefälle von 17 m von Rheinsberg über
Zechow und Rheinshagen (Umtragestelle 50 m) durch
ausgedehnte Wälder und Feuchtwiesen bis Zippelsförde. An manchen Stellen sind sportliches Geschick
und etwas Konzentration gefragt. Ohne Aufsetzen
und Anstoßen geht es kaum. Aber das können die
Plastekanus der Bootsverleiher ab. Unterwegs findet
man einsame Lichtungen zum Rasten und an vielen
Stellen erlebt man Natur pur, weil es hier sonst im
wahrsten Sinne des Wortes weder Weg noch Steg
gibt. Rund viereinhalb Stunden dauert die Fahrt ohne Unterbrechungen. Für die Touren kann man sich
bei mehreren Anbietern Kanus ausleihen und sich
nach der Flussfahrt mit Kleinbussen wieder zum
Ausgangspunkt nach Rheinsberg zurückbringen
lassen. Zu empfehlen sind u. a. Rhinpaddel (www.
Rhinpaddel.de) oder Berger Tours (www.bergertours.de).
Havel
hier fließt
der Rhin
in die Havel
al
kan
Rhin
Rhinow
Gülper See
Die Wasseramsel
(Cinclus cinclus) kann auf
der Suche nach Insekten praktisch unter
Wasser „fliegen“.
Gudelacksee
Teetzensee
Kanutouren durch den Wald
Lindower Rhin
Möllensee
Molchowsee
Tholmannsee
WustrauAlt Friesack
Denkmal für
die Schlacht
Klosterkirche Neuruppin.
bei Fehrbellin.
Schloss Rheinsberg.
Unsere Empfehlungen
1 Neuruppin: Touristen flanieren gerne am Bollwerk, der Uferpromenade mit der Statue des Parzifal
am See und schönen Restaurants, die zum Draußensitzen einladen. Über allem wacht die ehrwürdige
Klosterkirche St. Trinitatis. Sehenswert ist auch die
liebevoll rekonstruierte Altstadt, an deren historischem
Schulplatz eine Fußgängerzone beginnt.
2 Hakenberg: Der zur Gemeinde Fehrbellin gehörende Ort hat Historie geschrieben. Am 28. 06.1675 fand
nahe Hakenberg die Schlacht bei Fehrbellin statt. 1879
wurde dort, wo sich während der Schlacht die Geschütz-
Kremmener
Rhin
Alter Rhin
Rhin
Kremmen
Fehrbellin
Hakenberg
Dreezer See
Rhin
Bützrhin
in
Rh
uer
stra
Wu
3
anal
Rhink
Vielitzsee
Der farbenfrohe Eisvogel
(Alcedo atthis) ist
ein Anzeiger für
klare und saubere
Gewässer.
Ruppiner See
1
Lindow
Neuruppin
Eine Paddeltour den Rhin entlang ist ein unvergessliches Erlebnis.
2
Infografik: SPREE-PR
Rheinsberg
Rheinsberger Rhin
D
er 129 Kilometer lange Rhin ist ein rechter
Kobold. Mal strömt er nach da und mal nach
dort. Unter sieben verschiedenen Namen,
mäandert, fließt, trödelt und verzweigt er sich durchs
Brandenburger Land. Majestätisch kommt er als Alter Rhin bei Fehrbellin daher. Ab dem Südostende
des Bützsees bis zum Kremmener Rhin heißt der
Rhin Bützrhin und fließt nach Südosten. Der Wustrauer Rhin und der Friesacker Rhin wenden sich
westwärts. Bei Zippelsförde vereinigen sich Rheinsberger und Lindower Rhin. Schon verrückt, oder?
stellung der Brandenburger befand, eine Siegessäule fertiggestellt. Als „Gründungsschlacht
Preußens“ ging die Schlacht in die Geschichte ein.
3 Rheinsberg: Das verträumte Städtchen hat
sich den Charme aus den Zeiten von Kronprinz
Friedrich zurückerobert. Die Kammeroper im Schloss
bringt alljährlich Musikalisches der Extraklasse in
Freiluftaufführungen zu Gehör. Der am See gelegene
Schlosspark lädt zu Spaziergängen ein.
4 Kremmen: Die mehr als 700 Jahre alte Ackerbürgerstadt ist eingebettet in das landschaftlich
einzigartige Rhinluch. Die historische Altstadt umfasst das Scheunenviertel, die Dammstraße, Kirche,
Kietz und Marktplatz. Im Kremmenlied heißt es:
4
Kremmener Rathaus
Kremmen, mein Städtchen am Rhin,
wo Graugans und Kraniche zieh‘n,
Kremmen, mein Städtchen am Rhin,
ja Rhin, zu dir zieht‘s mich immer wieder hin.
JUNI 2013
SCHÖNSTE BADESTELLEN
An diesen Kleinoden liegen
Sie garantiert richtig
SEITE 7
EXPERTENGESPRÄCH
Im Interesse aller:
strenge Kontrollen
Antworten von Heidrun
Seyfferle, Referatsleiterin
u. a. für Badegewässer im
Ministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes
Brandenburg.
Da hat man
gut lachen: Mit Liebe
zum Detail wurden die
Kabinen aus den 1920er Jahren
restauriert, das historische Badegebäude steht unter Denkmalschutz.
S
ommerzeit ist Badezeit! Jeder
von uns hat seine Geheimnisse,
seine Lieblingsecken zum Baden,
von denen nur die eigene Familie und
Freunde wissen. Es ist aber längst kein
Geheimnis mehr, dass Brandenburg
das gewässerreichste Bundesland ist.
Tausende Seen befinden sich über alle
Landkreise verstreut, 250 Gewässer
davon sind als Badeseen ausgewiesen.
Die sehr gute Wasserqualität sorgt für
ungetrübtes Badevergnügen. Fernab
von den „Größten“ des Landes wie
dem Schwielochsee und Scharmützelsee, die für ihre vielen schönen Badestellen bekannt sind, hält Brandenburg
weitere Schätze bereit, die eine Reise
wert sind. Dabei kommen Naturliebha-
ber, Romantiker, Sportbegeisterte und
Kinder gleichermaßen auf ihre Kosten.
Die Wasser Zeitung möchte Ihnen fünf
der Schönsten vorstellen.
Stichwort „Geschichtsträchtig“ (Foto
oben): Im Charme der 1920er Jahre
zeigt sich die Städtische Badeanstalt
am Straussee im Landkreis MärkischOderland. Besonderes Schmuckstück
ist das historische Badegebäude von
1925, das an längst vergangene Zeiten
erinnert und unter Denkmalschutz steht.
Schwimmmeister und Rettungsschwimmer sorgen für Sicherheit. Neben der
Badeanstalt gibt es zudem einen Ruderund Tretbootverleih.
Badeanstalt Strausberg
Fichteplatz 2, 15344 Strausberg
Es muss nicht immer die Ostsee
sein: Ein Sprung in den Großen
„Wie still er da liegt, der Stechlin.“ Das Fontane-Zitat gilt
Das Waldbad Borkheide ist ein
Ort für alle, die es naturrein mö-
Der Zeuthener See bietet mehrere Badestellen und ist überaus
Wukensee ist an heißen Tagen
wahrlich ein Vergnügen. Das
immer noch. Zu jeder Jahreszeit
lädt der See zu romantischen
beliebt bei Wassersportlern. Die
Badewiese in Eichwalde, ausge-
Strandbad verfügt über einen
großen Eltern-Kind-Bereich.
Spaziergängen ein. Ein Wanderweg führt um ihn herum.
gen. Das Wasser wird in den ausgelagerten Regenerationsteich
gepumpt und durch Wasserpflan-
Das Strandbad Wukensee im Landkreis Barnim ist gesäumt von Wäldern.
Die Wasserrutsche, der Sprungturm
und der Spielplatz mit Piratenschiff
sorgen dafür, dass sich auch die
Kleinen pudelwohl fühlen. Rettungsschwimmer haben ein Auge auf die
Badegäste, Wasserlaufschuhe und
Ruderboote stehen zum Verleih bereit.
Bekannt ist der See für seine traumhaft schönen Sonnenuntergänge. Zudem ist die Wassertemperatur in den
Sommermonaten konstant.
Strandbad Wukensee
Ruhlsdorfer Str. 41, 16359 Biesenthal
Der Große Stechlinsee im Landkreis
Oberhavel raubte mit seinem 70 m
tiefen, glasklaren Wasser bereits Fontane den Atem. Der See gehört zu den
saubersten Deutschlands, im Sommer
liegt seine Sichttiefe bei 6,5 bis 8 m. Er
gehört zum Naturpark Ruppiner Land
und wurde schon 1938 zusammen mit
den ihn umgebenden Buchenwäldern
als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
In Neuglobsow befindet sich der
Hauptstrand. Ein Bootsverleih und eine
Tauchstation sind ebenfalls vorhanden.
Großer Stechlinsee
Stechlinseestraße, 16775 Stechlin
zen und Filterkiese gereinigt.
stattet mit einem großen Spielplatz, begeistert Groß und Klein.
Das Waldbad Borkheide im Landkreis
Potsdam-Mittelmark ist ein chemieund barrierefreies Naturbad. Alle 14
Tage wird die Wasserqualität durch
ein akkreditiertes Labor überprüft. Der
1.000 m² große Badeteich ist mit einem Dreimeter-Sprungturm und einem
Kleinkinderbecken mit Rutsche ausgestattet. Große Liegewiesen, die Schattenplätze unter den Bäumen bereithalten, sorgen für angenehme Stunden.
Rettungsschwimmer überwachen den
Badebetrieb.
Waldbad Borkheide
Kirchanger 14, 14822 Borkheide
Der Zeuthener See im Landkreis Dahme-Spreewald ist ein Paradies für
Wassersportler. Er ist eine Verbreiterung der Dahme, die von Süden her zur
Spree fließt. Segler, Kanuten und Motorbootkapitäne verweilen hier mit Vorliebe, deshalb ist beim Schwimmen etwas Vorsicht geboten, außer an den offiziellen Badestellen. Dies ist z. B. die
Badewiese Eichwalde, die mit Volleyballfeld und Spielplatz ausgestattet ist.
Die wald- und wasserreiche Gegend
lädt auch zu Spaziergängen ein.
Zeuthener See
Lindenstraße, 15732 Eichwalde
WIE lange dauert denn eigentlich die Badesaison?
Offiziell geht sie vom 15. Mai bis
zum 15. September. In dieser Zeit
überwachen die zuständigen Gesundheitsämter die Badegewässer
insbesondere unter hygienischen
Aspekten und führen Besichtigungen, Probennahmen und Analysen von Wasserproben durch.
WIE viele Badestellen werden
überwacht?
Nach europaweit einheitlichen Anforderungen sind exakt 250 ausgewiesen. Die Gesundheitsämter
überwachen bei gegebenem Anlass aber auch weitere kleinere
Badestellen ihrer Region vorsorglich auf mögliche gesundheitliche
Beeinträchtigungen.
WIE häufig wird kontrolliert?
Zunächst: Die Ausweisung der
Badegewässer erfolgt jährlich bis
zum 31. März. Die Überwachung
beginnt mit der Erstbeprobung
wenige Tage und nicht mehr als 14
Tage vor Beginn der Saison. Dabei
werden auch hygienische Belange
der Badestrände und Einrichtungen
überprüft. Die Kontrollen werden
bis zum Ende der Badesaison in
regelmäßigem Abstand, der den
Zeitraum von einem Monat nicht
überschreiten darf, wiederholt.
WIE oft musste in der Vergangenheit gesperrt werden?
Das kommt fast nie vor. Etwas
Kopfschmerzen bereitet uns allerdings der Wusterwitzer See
in Potsdam-Mittelmark. Generell
haben wir es in Brandenburg aber
mit einer ausgezeichneten Badegewässerqualität zu tun.
WIE kann man sich einbringen?
Bürger können sich zur Ausweisung
von Badestellen und während der
Badesaison mit Anregungen oder
Beschwerden jederzeit an die für
das Badegewässer zuständige Behörde wenden. Eine gute Übersicht
mit weiterführenden Informationen
findet jeder übrigens im Internet unter www.mugv.brandenburg.de
und dem Stichwort „Badestellen“.
UMSCHAU
BWZ • EBERSWALDE • 2 / 2013
GESTATTEN, UNSER NAME IST …
SEITE 8
Kom
m
Teil unalporträt
3
Eberswalde
Alles im grünen Bereich
Die Kreisstadt ist lebenswert für ihre Bewohner und attraktiv für den gesamten Barnim
KURZINTERVIEW
Vernünftig,
solidarisch
Bürgermeister
Friedhelm
Boginski
„Das Zentrum ist die ‚gute Stube' der Stadt“, meint Bürgermeister Friedhelm Boginski.
D
ie Alten wussten es halt nicht
besser, für die waren Keiler
und Eber eins. Denn Namensgeber und Wappentier der Kreisstadt
des Landkreises Barnim ist eindeutig
der schwarze Saukerl aus dem Wald.
Kein Lexikoneintrag und kein Gast
vergessen je zu erwähnen, dass
Eberswalde schier birst vor Grün. Zu
Bäumen und Parkflächen kommen
knapp anderthalb Tausend Hektar
Stadtwald – ein großartiger Schatz!
Und ein kennzeichnender.
Für immer jung
Denn mit Eberswalde verbindet
sich – weltweit – der gute Ruf der
„Höheren Forstlehranstalt“, die inzwischen als Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH) der Stadt
fortwährende Jugend schenkt: Etwa
2.000 Studenten sind bei 40.000
Einwohnern eine schöne Bereicherung. Nicht vergessen werden
dürfen darüber hinaus die Impulse
aus Lehre und Forschung für innovative Firmen im „grünen Bereich“, die
der Wirtschaftskraft Eberswaldes
zugute kommen.
Friedhelm Boginski, Bürgermeister
seit 2006, legt besonderen Wert auf
Bürgernähe und Service; dies lässt
sich nicht zuletzt auf den Internetseiten der Stadt erproben, die viele
Behördenwege ersparen helfen. Vor
allem jedoch lässt das Stadtoberhaupt nicht locker in seinem Bemühen, die Einwohner bei kommunalen
Belangen einzubeziehen. Ein „Hebel“
hierfür ist der Bürgerhaushalt, der zu
eigenen Vorschlägen bei der Planung
von Investitionen der Stadt einlädt.
Lebendiges Zentrum
Dabei geht es jedes Jahr neu auch
um den Stadtumbau, der mit der demografischen Entwicklung und den
Infrastrukturanforderungen an ein
FinE-Impressionen 2013
von Touristen und Umlandbesuchern
stark frequentiertes Mittelzentrum
gerecht wird. Hauptsächliches Ziel
ist die Aufwertung der Innenstadt
sowie der historischen Ortsteilzentren als Grundgerüst für die Nahversorgung der Einwohner. Denn neben
dem ebenfalls städtischen Finow gibt
es ja auch die Ortsteile Sommerfelde,
Spechthausen und Tornow, deren Bewohner nicht jeden Tag einen Stadteinkauf anstreben.
Gute Figur auf Dauer
Verlockend ist längst nicht allein
das Angebot an Läden oder Kneipen. Denn in Eberswalde etablierte
sich eine kleine, feine, differenzierte
Kulturszene, deren Anziehungskraft
durchaus bis Berlin auzsstrahlt. „Guten Morgen, Eberswalde“, „Jazz in
E.“, das Festival „purpur“ oder das
Filmfest sind dafür beredte Beispiele.
Unumstrittener Höhepunkt ist das
Straßenkulturfest FinE, für dessen
Gelingen
die Stadt
selbst
mit Unterstützung ambitionierter
Vor-Ort-Partner sorgt. FinE steht
zum einen als Abkürzung für Fest in
Eberswalde, gleichzeitig ist Fine der
alte Name des Flüsschens, an dem
sich Eberswalde im 13. Jahrhundert
gründete. Am 1. Juni waren erneut
viele Tausende „downtown“ auf die
weitläufigen Festflächen geströmt
und gönnten sich ein buntes Treiben,
das statt auf bloßes Bierzeltschunkeln und Budenzauber auch auf
künstlerische Aktionen, Figuren- und
Puppentheater, modernen Zirkus,
Tanz, Pantomime, Zauberei und gute
Live-Musik setzte.
Man darf beruhigt davon ausgehen,
dass unsere Kreisstadt auch künftig
eine gute Figur macht. Und das wird
sich weit herumsprechen: Gerade hat
das Rathaus einen Auftrag zur Erstellung eines Stadtmarketingkonzepts
ausgeschrieben. Eberswalde ist halt
lebens- oder eine Reise wert.
Herr Boginski, mit der Baugenehmigung für das Brauereigelände
wird es entlang der Eisenbahnstraße sichtbar vorangehen. Wie
geht es insgesamt weiter, nachdem Sie ja im Vorjahr 20 Jahre
Stadtsanierung gefeiert haben?
Demnächst werden wir den neugestalteten und barrierefreien Kirchenhang übergeben können. Und dann
arbeiten wir ja mit Hochdruck an der
Fertigstellung der drei Großprojekte
Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Museum in der Adler-Apotheke
und Stadtpromenade am Finowkanal,
die im nächsten Frühjahr eingeweiht
werden sollen. Ich hoffe, dass man
dann auch schon auf dem Gelände
der Brauerei seine Einkäufe erledigen kann.
Kommunalpolitik ist nicht zuletzt die Kunst des Interessenausgleichs, sie spielt sich oft in
einem Geflecht ab, das über die
Stadt hinausreicht. Sie sind auch
stellvertretender Vorsitzender
der Verbandsversammlung des
ZWA. Ist diese Form kommunaler
Leistungserbringung ein Beispiel
vernünftiger und solidarischer
Daseinsvorsorge?
Der ZWA ist ein gutes Beispiel für
die hervorragende Zusammenarbeit
zwischen der Stadt Eberswalde und
den umliegenden Kommunen. Die
Kommunalverfassung verpflichtet
uns ja zur Daseinsvorsorge. Ich finde, mit unserer Beteiligung am ZWA
kommen wir dieser Verpflichtung gut
nach. Und natürlich ist die Beteiligung von Umland und Stadt zu gleichen Teilen nicht nur vernünftig, sondern auch solidarisch. Darüber hinaus
werden so Investitionen gemeinsam
getragen, aber auch Entscheidungen
gemeinsam gefällt. Das garantiert
breitere Schultern bei den Lasten,
aber auch eine größere Akzeptanz
für Entscheidungen in der Stadt und
im Umland.
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