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Landesverbandstagung 08-10.Mai 2015 in Öflingen

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Bulletin
Ausgabe 3 / 14
Deutscher Museumsbund e. V.
In der Halde 1 · 14195 Berlin
Tel.: 030 / 841095 -17 · Fax: 030 / 841095 -19
Richten wir unseren Blick auf Europa!
ISSN 1438-0595
NEMO – das Netzwerk
Europäischer Museumsorganisationen
erhält EU-Förderung
Zuletzt waren die Nerven zum Zerreißen gespannt. Tag auf
Museumsbund in Berlin angesiedelt. Der Vorstand von NEMO
Tag verschob sich die Bekanntgabe der EU, welche Netzwerke
setzt sich aus Vertretern der Museumsorganisationen aus sie-
im Rahmen des Programms „Creative Europe“ gefördert wer-
ben Ländern zusammen. Aktuell sind darin Deutschland, die
den. Dann endlich am 19. August 2014 erreichte die er­
Niederlande, Italien, Griechenland, Österreich, die Schweiz
lösende Nachricht den Deutschen Museumsbund: NEMO –
und Dänemark vertreten.
das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen ist unter
Blicken wir nun auf dieses europäische Netzwerk drängen sich
den Netzwerken, die für die kommenden drei Jahre durch
zwei Fragen auf: Warum ist Europa-Politik wichtig für deutsche
das Kulturprogramm der EU unterstützt werden. Aus insgesamt
Museen und was kann NEMO für die Museen in Deutschland
58 Anträgen wurde der über den Deutschen Museumsbund
leisten?
eingereichte Förderantrag als einer von 22 ausgewählt. Damit
Kleine wie große Museen, regionale, nationale, hauptamtlich
kann die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks in den kommen­
und ehrenamtlich geführte Häuser existieren in einem kom-
den Jahren nicht nur fortgeführt, sondern sogar ausgeweitet
plexen Geflecht aus gesetzgeberischen Vorgaben und träger-
werden.
schaftsabhängigen Bedingungen. Sie bilden Grundlage und
NEMO, das Netzwerk europäischer Museumsorganisationen,
Rahmen für das Handeln der Museumsexperten und d
­ iese
ist ein unabhängiges Netzwerk nationaler Museumsverbände
Rahmenbedingungen werden von der EU in wachsendem
und anderer Museumseinrichtungen in Europa, das die Inte­
Maße mitgestaltet, beispielsweise in Form von europäischen
ressen von über 30.000 Museen in Europa vertritt. Ge­g rün­
Richtlinien, die uns folgend in der Umsetzung im nationalen
det wurde NEMO 1992. In diesem Jahr wurden mit dem In­
Recht wiederbegegnen. Und auf einmal ist das, was so weit
krafttreten der Maastrichter Verträge den europäischen Insti­
weg von uns scheint, etwas, das uns alle angeht. Je früher
tutionen zum ersten Mal auch Zuständigkeiten im Bereich der
wir – die Verbände – aktiv Einfluss nehmen, umso größer ist
Kultur gegeben. Damit benötigten die Museen in Europa eine
unsere Chance, dass die Bedürfnisse der Museen in diesen
Einrichtung, die gegenüber der europäischen Politik die
Gesetzen Berücksichtigung finden.
Interessen des kulturellen Erbes vertreten würde und was lag
Ob EU-Richtlinien zur Weiterverwertung von digitalisiertem
näher, als dafür die nationalen Museumsverbände und -einrich-
kulturellem Erbe oder Transportrichtlinien, diese Fragen be-
tungen zusammenzuführen. Dies war die Ge­b urtsstunde von
treffen Museen und werden deswegen von uns als Deutschem
NEMO.
Museumsbund auf nationaler Ebene und über NEMO gegen-
Viele Jahre als informelles Netzwerk ohne wesentliche
über den Verantwortlichen der EU-Kulturpolitik vertreten. Dabei
Mittel ehrenamtlich betrieben, erhält NEMO seit 2002
geht es auch darum, Museen und das kulturelle Erbe sichtbar
eine Projektförderung durch die EU und konnte seither sein
zu machen und für die Belange der Museen zu sensibilisieren.
Tätigkeitsspektrum erheblich erweitern. Nach Stationen in
Auf der inhaltlichen Ebene ist Austausch – gerade über
ganz Europa ist das Büro seit 2006 als Projekt beim Deut­schen
natio­n ale Grenzen hinweg – Voraussetzung für ein dyna­
Bulletin 3 / 2014 1
misches Museum und Baustein für kontinuierliches Lernen
und Weiterentwicklung. Gemeinsame Projekte bilden Ver­
trauen und Basis für weitere Kooperationen. Die EU hält
Fachgruppen und Arbeitskreise
Geschichtsmuseen
für Museen verschiedene Fördertöpfe bereit, die Museen auf
verschiedene Art und Weise nutzen können. Über die Struk­
Herbsttagung der Fachgruppe Geschichtsmuseen
turfonds, die dazu beitragen können, dass Infrastrukturen,
vom 15. bis 17. November 2014 in Bielefeld
Digi­talisierungsvorhaben und Tourismusangebote in Museen
zum Thema: „Die Magie der Zahl. Zu Theorie und
gefördert werden, über „ERASMUS +“, das vor allem die
Praxis von Jubiläen und Gedenktagen in Geschichts­
weiter­führenden, informellen Bildungsangebote der Museen
museen“
unterstützt, bis zu „Horizon2020“, das Programm, das auch
So viel Jubiläum war nie. Die Erinnerungs- und Gedenktage
museale Forschungsprojekte fördert, oder eben das vergleichs-
scheinen sich in diesem Jahr geradezu zu häufen. Da passt
weise kleine Kulturprogramm „Creative Europe“, aus dem
es gut, dass sich am Ende dieses erinnerungsträchtigen
NEMO seine Förderung erhält. NEMO geht es dabei nicht
Jahres die Fachgruppe dem Wunsch und dem Bedürfnis, an­
nur darum, geeignete Fördertöpfe für die Museen zu öffnen
lässlich einer ‚runden Zahl’ zu feiern und zu gedenken, aus
und ­darüber zu informieren. Das Netzwerk unterstützt Museen
verschiedenen Perspektiven nähert. Ausgangspunkt der Tagung
dabei, sich im Rahmen der möglichen Förderungen zusam-
ist die jubiläumsbezogene Einladung des Direktors des His­
menzuschließen und länderübergreifende Projekte in Angriff
torischen Museums Bielefeld, Dr. Wilhelm Stratmann. Denn
zu nehmen. Informationen dazu finden sich auf der Webseite
die ostwestfälische Großstadt feiert in diesem Jahr „800
von NEMO: www.ne-mo.org
Jahre Bielefeld“ – und spielt mit ihrem Image, denn der offi-
Bei seinen jährlich stattfindenden Generalkonferenzen dis-
zielle Slogan lautet „Das gibt’s doch gar nicht!“. Wie vielen
kutiert das Netzwerk länderübergreifende, museumsrele-
Geschichtsmuseen bot das Jubiläum dem Historischen Museum
vante Themen auf europäischer Ebene mit Vertretern von
die Chance, die Dauerausstellung zu überarbeiten und auf
­n ationalen Museumsorganisationen, politischen und anderen
unterschiedliche Weise Anteil zu haben an der städtischen
Kulturvertretern sowie mit Museumsmitarbeitern aus ganz
Erinnerungskultur.
Europa. Thema bei der Konferenz vom 6. – 8. November 2014
Generell sind die Erwartungen an die Geschichtsmuseen hoch,
in Bologna, Italien, ist das Potenzial der Museen, als soziale
wenn es um Jubiläen und Gedenktage geht. Stadtverwaltung
Akteure zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beizutragen.
und Bürgergesellschaft melden ihre Interessen an und das
Als Deutscher Museumsbund sind wir stolz und froh, nicht nur
ört­liche Stadtmarketing hofft auf ebenso stimmungsvolle wie
als Mitglied Teil von NEMO zu sein, sondern dem Netzwerk
öffentlichkeitswirksame Ausstellungen und Veranstaltungen.
unter dem Dach unserer Geschäftsstelle ein Zentrum zu geben.
Die Geschichtsmuseen stehen vor der Herausforderung, die
Richten wir also unseren Blick auf Europa – es lohnt sich!
oftmals sehr unterschiedlichen Anforderungen sinnvoll mit
Prof. Dr. Eckart Köhne
einer zeitgemäßen Museumsarbeit zu verbinden. Es gilt,
Präsident des Deutschen Museumsbunds
das große Bedürfnis, sich auf historische Ereignisse zu
be­ziehen, ernst zu nehmen, ohne in eine unkritische ‚Feierselig­­
Anja Schaluschke
keit’ zu geraten. Angesichts mitunter stattlicher anlassbezo­
Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbunds und
gener Etats stellt sich zudem die Frage nach der Nachhaltigkeit
Mitglied im Vorstand NEMO
der vielfältigen Aktivitäten und ihrem Beitrag zur Entwick­
lung einer städtischen oder regionalen Erinnerungs- und Ge­
schichtskultur.
Vor diesem Hintergrund können in den elf Vorträgen auf der
Tagung ganz unterschiedliche Facetten des Themas beleuchtet
werden. Der Samstag eröffnet übergreifende Perspektiven: Es
geht um Jubiläen und Gedenktage als Anker der öffentlichen
Erinnerungskultur (Prof. Dr. Thomas Welskopp, Bielefeld) sowie
die Geschichte und Entwicklung städtischer Jubiläen (PD
Dr. Ulrich Rosseaux, Frankfurt am Main). Eine Außenperspektive
2 Bulletin 3 / 2014
bietet der Vortrag „Aus der Geschichte lernen – ritualisier-
Kulturhistorische Museen und Kunstmuseen
tes Gedenken reicht nicht aus“ des Bielefelder Journalisten
Stefan Brams, bevor die Feiern zu „800 Jahre Bielefeld“ durch
Herbsttreffen der Fachgruppe am
Dr. Wilhelm Stratmann und den Geschäftsführer der Bielefeld
8. Dezember 2014 in Freiburg
Marketing, Hans-Rudolf Holtkamp, vorgestellt werden.
In den letzten beiden Jahren wurden auf dem knappen Stel­
Der Sonntag ist zunächst Fallbeispielen gewidmet: Markus
lenmarkt der Museen in Deutschland immer häufiger Aus­stel­
Moehring (Lörrach) und Elke Keiper (Waldkreiburg) berich-
lungsmanager und Ausstellungsmanagerinnen gesucht. Hier­­mit
ten über zwei ganz unterschiedlich dimensionierte Projekte
wird einer Entwicklung Rechnung getragen, die an eini­gen weni­
zum Ersten Weltkrieg. 25 Jahre „sozialistische Chemie­a rbei­
gen großen Museen in der Bundesrepublik schon vor einigen
terstadt“ und 25 Jahre Stadtteil von Halle (Saale) führten in
Jahren eingesetzt hat und längst Realität geworden ist. Dieses
Halle zu einem „etwas anderen Stadtjubiläum“, wie Susanne
zeigt sich auch durch den vor einigen Jahren gegründeten
Feldmann (Halle an der Saale) darlegen wird. Mit dem Blick auf
Arbeitskreis Ausstellungsplanung im Deutschen Museumsbund.
„300 Jahre Personalunion“ wirft Dr. Christian Vogel (Hannover)
Ein Ausstellungsmanagement wurde für nötig befunden,
die Frage auf, ob mit diesem landesgeschicht­lichen Jubiläum
um an einer Stelle die Organisation von Ausstellungen zu
„Glanz und Gloria für Niedersachsen“ verbunden sind. Dr.
konzentrieren, da man sich auf diese Weise mehr Professio­
Markus Speidel (Stuttgart) problematisiert den Umstand, dass
nali­tät und Effizienz versprach. Oftmals waren Kuratorinnen
Erinnerungstage heute in einer sich immer stärker diversifizie-
und Kuratoren mit Organisationsfragen wie Ausschreibun­g en
renden Gesellschaft stattfinden und sich daraus besondere
und detaillierten Finanzplänen überfordert. Aber wie gestal-
Herausforderungen für die Geschichtsmuseen ergeben. Und
tet sich das Verhältnis von Ausstellungsmanagement und den
selbst wenn manches Museum mitunter etwas seufzt, wenn es
Sammlungskuratorinnen und -kuratoren in der Wirklichkeit? Wer
wieder gilt, den ‚runden Geburtstag’ der eigenen Stadt oder
ist für was zuständig und wer darf was entscheiden? In der
eines der großen Söhne / Unternehmen / Ereignisse angemes-
diesjährigen Herbsttagung der Arbeitsgruppe wollen wir uns
sen zu begehen – wenn das Museum selbst einen ­runden
in Kooperation mit dem Arbeitskreis Ausstellungs­p lanung
Geburtstag hat, muss natürlich auch gefeiert werden. Dr.
diesen Fragen stellen und haben dazu zwei Mit­g lieder ein-
Andreas von Seggern (Oldenburg) berichtet am Beispiel von
geladen, aus ihren beruflichen Erfahrungen in Stuttgart und
Oldenburg über so ein „Jubiläums-Selfie“, bevor Diana Finkele
Münster zu berichten. Zusätzlich soll noch ein freiberuf­
(Moers) abschließend fragt, wie Geschichtsjubiläen heute
licher Kurator aus seinen Erfahrungen mit den Strukturen
begangen werden können, wenn die Spannbreite der mög­
des Museums berichten und eine Einschätzung zu einem zen­
lichen Formen von der „ernsthaften Geschichtsarbeit“ bis zum
tralen Management geben.
„historischen Klamauk“ reicht.
Abgerundet wird die Tagung durch einen Abendempfang
Ablaufplan
in der „Dr. Oetker Welt“ und die Exkursion am Montag, die
in das Städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus und
Sonntag, 7.12.2014
das Kreismuseum Wewelsburg mit der Erinnerungs- und Ge­
18.30 Uhr:Geführter Rundgang durch das
denkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 führen wird. Das detail­
Augus­tiner­museum und die Ausstellung
lierte Programm ist auf der Homepage der Fachgruppe abruf-
„Kosmos der Niederländer“
bar.
Dr. Anke Hufschmidt
20.00 Uhr:Gemütliches Zusammentreffen
am Vor­­abend im Schwarzwälder Hof,
Sprecher:
Herrenstraße 43, in 79098 Freiburg
Markus Moehring
Dreiländermuseum / Musée des Trois Pays
Montag, 8.12.2014
Basler Straße 143
9.30 Uhr:Augustinermuseum,
79540 Lörrach
Museumspädagogischer Raum
Tel.: 07621 / 415 -150
(Eingang Dienstpforte)
m.moehring@loerrach.de
Begrüßung und Einführung
Bulletin 3 / 2014 3
10.00 Uhr:Jan-Christian Warnecke,
Dr. Tilmann von Stockhausen
Landesmuseum Württemberg
Städtische Museen Freiburg
Ausstellungen machen am
Augustinermuseum
Landesmuseum Württemberg:
Gerberau 15
Prozesse und Strukturen
79098 Freiburg im Breisgau
Tel.: 0761 / 201 -2520
10.45 Uhr:Dr. Nina Schepkowski,
tilmann.vonstockhausen@stadt.freiburg.de
LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Westfälisches Landesmuseum, Münster
„Neustart Museum“
Naturwissenschaftliche Museen
Ausstellungsmanagement am
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Die Herbsttagung der Fachgruppe Naturwissenschaftliche
Museen findet vom 16. bis 19. Oktober 2014 zu den Themen
11.30 Uhr:Dr. Thorsten Smidt, expo2508
„Umgang mit historischen Ausstellungsbereichen“ und „Aus­stel­
Ausstellungskonzeption und
lungsgestaltung als Grundlage erfolgreicher Vermitt­lungsarbeit“
-management Kurator und Manager:
im Hessischen Landesmuseum Darmstadt statt. In der nächsten
Arbeitsteilung als Schlüssel zum Erfolg?
Ausgabe des Bulletins finden Sie einen Bericht zur Tagung.
12.15 – 13.00 Uhr:Diskussion
Sprecher:
Norbert Niedernostheide
13.00 – 14.00 Uhr:Mittagsimbiss im Kreuzgang des
Augustinermuseums
Museum am Schölerberg
Klaus-Strick-Weg 10
49082 Osnabrück
14.00 – 15.00 Uhr: Berichte aus den Mitgliedsmuseen.
Tel.: 0541 / 56003 -45
niedernostheide@osnabrueck.de
15.00 Uhr:Ende der Veranstaltung
Weitere Ansprechpartner der Fachgruppe finden Sie unter
15.00 – 17.00:Option: Besichtigung des Zentralen
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen & Arbeitskreise).
Kunstdepots der Städtischen Museen
in Freiburg-Hochdorf. Nur nach
persönlicher Anmeldung.
Hinweis:
Technikhistorische Museen
Die Fachgruppe Technikhistorischer Museen traf sich am
Wegen geringer Hotelkapazitäten empfehlen wir dringend,
25. / 26. September 2014 unter dem Titel „Partizipation im
recht­zeitig ein Zimmer zu buchen. Im Schwarzwälder Hof sind
Technikmuseum?“ im LWL-Freilichtmuseum Hagen zu ihrer
bis zum 31.10.2014 7 Zimmer reserviert (Einzelzimmer 72 Euro,
Herbsttagung. Einen Bericht dazu entnehmen Sie der nächsten
Stichwort: Deutscher Museumsbund).
Ausgabe des Bulletins.
Sprecherin:
Sprecher / in:
Prof. Dr. Rita Müller
Dr. Gisela Bungarten
Museum der Arbeit
Museumslandschaft Hessen Kassel
Stiftung Historische Museen Hamburg
Museum Schloss Wilhelmshöhe
Wiesendamm 3
34131 Kassel
22305 Hamburg
Tel.: 0561 / 31680 -126
Tel.: 040 / 428133 -100
g.bungarten@museum-kassel.de
rita.mueller@museum-der-arbeit.de
4 Bulletin 3 / 2014
Wir bitten alle Mitglieder, die den ermäßigten Mitgliedsbeitrag in Anspruch nehmen möchten, für das Jahr
2015 einen entsprechenden Nachweis (Immatrikulations­
bescheinigung, ALG 1 oder 2 Bescheinigung o. ä.) bis
zum 31.10.2014 bei der Geschäftsstelle des Deutschen
Weitere Ansprechpartner der Fachgruppe finden Sie unter
Museumsbundes einzureichen. Die Ermäßigung kann
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen & Arbeitskreise).
sonst nicht mehr berücksichtigt werden.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Dokumentation
Die Fachgruppe Dokumentation hat als internationales Pendant
Sprecherin:
CIDOC, das Internationale Komitee für Museumsdokumentation
Prof. Monika Hagedorn-Saupe
bei ICOM. Nach 17 Jahren war dieses internationale Komitee
Institut für Museumsforschung
wieder zu Gast in Deutschland und hat vom 6. bis 11. Sep­tem­
In der Halde 1
ber in Dresden getagt. In der Vorbereitung war die Fach­gruppe
14195 Berlin
Dokumentation gerne unterstützend tätig.
Tel.: 030 / 8301- 460
Mit mehr als 280 TeilnehmerInnen aus 50 Ländern (da­run­ter über
m.hagedorn@smb.spk-berlin.de
200 aus Deutschland) war es eine der größten CIDOC Tagungen
der letzten Jahre und ein voller Erfolg. Thema der Ta­gung war:
Weitere Ansprechpartner der Fachgruppe finden Sie unter
„Acess and understanding – Net­working in the digital era“.
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen & Arbeitskreise).
Haupt­veranstalter waren das ­Säch­si­sche Landesamt für Archäo­
logie und das Institut für Mu­se­um­forschung in Berlin. 120 Vor­träge setzten sich mit den Schwer­punkten: Dokumentationsstrategien
Archäologische Museen
und Doku­menta­tionsrichtlinien, Verfahren in der Museumsdoku­
men­ta­tion, Museumsdokumentation als Beruf, Vernetzung –
Herbsttagung der Fachgruppe Archäologische
Netz­­wer­k en, Metadaten, mehrsprachige Terminologie, digi­
Museen am 5. / 6. Oktober 2014 im Rahmen des
tale Langzeit­b ewahrung, immaterielles Kulturerbe und GIS-
Deutschen Archäologen Kongresses in Berlin
Anwendungen in der Denkmalpflege auseinander.
Am 5. und 6. Oktober fand im Rahmen des Deutschen Ar­
Keynotespeaker waren Murtha Baca vom Getty Research Institute,
chäologen Kongresses in Berlin die diesjährige Herbst­tagung
Günther Schauerte von der SPK und Tanya Szraiber vom British
der Fachgruppe Archäologische Museen statt. Inhalt­lich stand
Museum. Neben der vielen Einzelvorträgen gab es drei „Special
das Thema »Sammeln« auf dem Prüfstand. Im Unter­schied
Sessions“, die erste widmete sich dem bri­tischen Spectrum-
zu allen übrigen Museumssparten ist das Sammeln nicht das
Standard, die zweite den Getty Vokabula­rien und Linked Open
Hoheitsgebiet der archäologischen Museen. Außerdem erfolgt
Data und die dritte der Dokumentation in der Archäologie.
es vor dem Hintergrund eines gesetzlichen definierten Auf­trags.
Dem Tagungsprogramm war ein Wochenende mit acht Work­
Gesammelt wird also auf Landes-, Kreis- und Kommunalebene
shops etwa zum Datenaustauschformat LIDO, CIDOC-CRM
und zuständig sind Landes-, Kreis- und Stadtarchäologien und
oder zum „Train the Trainer“-Programm vorausgegangen.
eben auch Museen. Genug Institutionen sollte man meinen, und
Als integraler Bestandteil jeder CIDOC -Tagung tagen die ver-
sicherlich auch genug Platz! Weit gefehlt. In Sachsen kommen
schiedenen Working Groups, an der sich jeder Teilnehmer
jährlich 250.000 bis 300.000 Objekte zu den 18 Millionen
beteiligen konnte, darunter die neu gegründete Arbeitsgruppe
archäologischen Einzelobjekten hinzu. In anderen Bundes­
zum Immateriellen Kulturerbe( Intangible Heritage).
ländern ist die Lage ähnlich. Anstatt in der Forschung landet
Abendveranstaltungen und Führungen im Militärhistorischen
die Masse als Stapelware auf Paletten im Depot. Nicht selten
Museum der Bundeswehr, im Residenzschloss und im Stadt­
sind die räumlichen Kapazitäten erschöpft. In einigen Bun­
museum Dresden sowie Exkursionen nach Görlitz, Dresden und
desländern melden Museen und Landesämter Annahmestopp.
Chemnitz ergänzten das umfangreiche Tagungsprogramm.
„Jedes Museum hat eine eigene Sammlungsstrategie. Ihr zu-
Programm und Abstracts sind auf der Konferenzwebseite www.
grunde liegt ein schriftlich formuliertes Sammlungskonzept. …
cidoc2014.de zu finden, hier werden auch bereit gestellte Prä­
Die Sammlungsstrategie wird regelmäßig überprüft und ggf.
sen­tationen als Download abrufbar sein. Die ­nächste CIDOC-
aktualisiert“. Was ICOM, DMB und andere Museumsverbände
Tagung findet 2015 voraussichtlich in Neu Delhi statt.
hier fordern, ist nichts anderes als eine explizite Grenzziehung
Monika Hagedorn-Saupe
zwischen Sammlungen auf der einen, Ansammlungen und
Bulletin 3 / 2014 5
Sammelsurien auf der anderen Seite. Wo steht die Archäologie?
Museumsseite aus nehmen insgesamt 18 ­kleine und ­mittelgroße
Kann, darf und muss es vielleicht sogar auch für archäo­logische
Einrichtungen aus ganz Bayern teil. In den Partner­museen wer-
Sammlungen Sammlungs- oder sogar Selektionskri­terien ge-
den Untersuchungen und Messungen an bereits e
­ ingebauten
ben? Diesen Fragen ging man in Berlin nach. Einen Bericht zur
Tem­perierungssystemen vorgenommen. Dabei geht es um die
Tagung erscheint in der nächsten Ausgabe des Bulletins.
Tem­perierung an sich und um die Auswirkungen der Sys­teme auf
Gebäudesubstanz, Raumklima sowie auf Exponate und Aus­
Sprecherin:
stattung. Ein weiterer Aspekt sind Untersuchungen zum Energie­
Heidrun Derks
verbrauch. Das Projekt ist auf eine Dauer von vier Jahren an­ge­legt
Varusschlacht im Osnabrücker Land –
und soll das System der Temperierung auch aus den praktischen
Museum und Park Kalkriese
Erfahrungen der Museen heraus kritisch bewerten, um optimierte
Venner Straße 69
Grundlagen für die fachliche Beratung und den Einsatz zu ent-
49565 Bramsche-Kalkriese
wickeln. Finanzielle Förderung erfährt es durch die VW-Stif­tung
Tel.: 05468 / 9204 -15
„Forschung in Museen“ sowie die Ernst von Siemens Kunst­stiftung.
heidrun.derks@kalkriese-varusschlacht.de
Die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg – bekannt für ihre
Initiativen auf dem Gebiet des Marketings und Managements
Weitere Ansprechpartner der Fachgruppe finden Sie unter
– hat es verstanden, in Zeiten knapper öffentlicher Kassen die
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen & Arbeitskreise).
Rahmenbedingungen für ihre Zuwendungen deutlich zu verbessern. Wichtigster Partner für die Stiftung privaten Rechts
Freilichtmuseen
ist der Landkreis Harburg, der seinen jährlichen Zuschuss
um 290.000,– Euro auf insgesamt 1.926.400,– Euro erhöht
hat. Zusätzlich erhält das Haus einen Personalkostenzu­schuss
Feste soll man feiern wie sie fallen. Das gilt auch für das 40-
von 50.000,– Euro für die nächsten fünf Jahre (bis 2018) so­wie
jährige Gründungsjubiläum des Freilichtmuseums Hessen­park
eine Unterstützung zum Aufbau des Stiftungskapitals. Landrat
in Neu-Anspach, wo die Fachgruppe Freilichtmuseen vom 18.
Joachim Bordt: „Wir verdoppeln jeden zugestifteten Euro.
bis 20. September 2014 zu ihrer Jahrestagung zusammen kam.
Damit schaffen wir einen zusätzlichen Anreiz für Private und
Dass Jubiläen auf dem Gebiet kulturwissenschaftlich-volkskund-
Unternehmen, sich für die Zukunft des Kiekebergs zu engagie-
licher Forschung an sich schon ein hoch interessantes Gebiet
ren. Diese Verdopplung ist bei 150.000 Euro gedeckelt – bis zu
sind, hätte Thema der Zusammenkunft sein können, aber es zeig-
300.000 Euro können so jährlich ins Stiftungskapital fließen.“
te sich schon im Vorfeld, dass neben der inhaltlichen Beachtung
Bei so viel Engagement wird deutlich, dass das Frei­lichtmuseum
eher „klassischer“ Aufgaben im Freilichtmuseumsbetrieb wie
am Kiekeberg das kulturelle Aushängeschild des Landkreises
dem Sammeln, Bewahren, Vermitteln, Forschen und Managen
Harburg und für viele Menschen im Großraum Hamburg ein
– dazu im nächsten Bulletin mehr – den Akteuren auch andere
vermittlungsorientierter Dienstleister ersten Ranges ist.
Aspekte unter den Nägeln brennen.
Auf diesem Sektor hat sich auch das LVR-Freilichtmuseum Lindlar
Bemerkenswert dabei ist, dass es nicht allein die translozierten
engagiert. Die neu erstellte barrierefreie Museumsherberge des
Häuser sind, die im Brennpunkt stehen, sondern Fragen der
Museums erfreut sich so großen Zuspruchs, dass sie bereits
Fi­nanzierung, der Dienstleistungsorientierung und der Samm­
bis Ende 2015 weitgehend ausgebucht ist. Viele Gruppen mit
lungsprovenienz. So gilt im Oberbayerischen Freilichtmuseum
behinderten Menschen nutzen das 40 Betten umfassende und
an der Glentleiten, das sich in der Planungsphase für ein neu-
mit einem Pflegebad versehene Hostel für einen mehrtägigen
es Eingangsgebäude befindet, das Hauptaugenmerk einem For­
Aufenthalt im Museum. Damit hat das im Bergischen Land ge-
schungsprojekt zur Temperierung von Baulichkeiten und Samm­
legene Freilichtmuseum einen weiteren großen Schritt getan,
lungen als Maßnahmen der präventiven Konservierung. ­Part­ner
die Vorhaben des im Jahre 2006 verabschiedeten Gesetzes
in diesem Forschungsprojekt sind die Landesstelle für die nicht­­
der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit
staatlichen Museen in Bayern, das Fraunhofer Institut (Institut
Behinderungen zu erfüllen.
für Bauphysik, Holzkirchen), die Universität Stuttgart (Lehr­stuhl
Schließlich sei auf eine vierte Initiative aufmerksam gemacht,
für Bauphysik) sowie die TU München (Lehrstuhl für Restaurie­
die freilich nicht nur für die Freilichtmuseen Aktualität besitzt.
rung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft). Von
In dem von der Arbeitsstelle für Provenienzforschung geför­
6 Bulletin 3 / 2014
derten Projekt der Stiftung Domäne Dahlem – Landgut und
Sprecher:
Museum wird untersucht, welche Objekte während des „Dritten
Prof. Dr. Uwe Meiners
Reiches“ in die Sammlung kamen, woher diese stammen,
Museumsdorf Cloppenburg
und ob diese Sammlung ihrem Begründer, dem Zoologen
Bether Straße 6
Ludwig Armbruster, 1934 verfolgsbedingt entzogen wurde.
49661 Cloppenburg
Armbruster war der erste Direktor des Instituts für Bienenkunde
Tel.: 04471 / 9484 -11
in Berlin-Dahlem und er wurde aufgrund seiner Haltung
sekretariat@museumsdorf.de
gegenüber den Nationalsozialisten 1934 zwangspensioniert.
Obwohl Armbruster Teile der Sammlung als sein Privateigentum
Weitere Ansprechpartner der Fachgruppe finden Sie unter
reklamierte, verblieb diese am Zoologischen Institut der
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen & Arbeitskreise).
Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Anhand einer umfangreichen fotografischen Sammlung von Ludwig Armbruster sowie von Schriften und Dokumenten in verschiedenen Archiven
Arbeitskreis Verwaltungsleitung
sollen diese Fragen geklärt werden. Das Hauptziel des
Provenienzprojekts ist dabei nicht – und hier unterscheidet
Die Herbsttagung des AK Verwaltungsleitung fand am 18. / es sich von anderen – die Auffindung von Erben oder eine
19. September 2014 im Niedersächsischen Landesmuseum in
Restitution der Objekte. Im Bemühen um einen ethisch verant-
Hannover statt. Einen Tagungsbericht entnehmen Sie der nächs-
wortungsvollen Umgang mit der Armbruster-Sammlung rückt hier
ten Ausgabe des Bulletins.
die Klärung der Erwerbsumstände und Eigentumsverhältnisse
ihrer Objekte in den Vordergrund. Das Projekt wird gefördert
Sprecher:
vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Robert Kirchmaier
durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz aufgrund eines
Verwaltungsdirektor der
Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Bayerischen Staatsgemäldesammlung
Unverzichtbar ist letztlich der Hinweis auf eine Personalie,
Barer Straße 29
die sich mit sehr viel Dank seitens der Fachgruppe Freilicht­
80799 München
museen verbindet, zumal sich der hier zu Erwähnende in
Tel.: 089 / 23805 - 237
seiner Sprecherfunktion (2011 – 2 012) sehr für unsere Gre­
robert.kirchmaier@pinakothek.de
mien­a rbeit eingesetzt hat. Nach 27 Jahren Museumsleitung
hat sich Dr. Otto Kettemann, Direktor des Schwäbischen Bau­
ern­h ofmuseums Illerbeuren, in den Ruhestand verabschiedet.
Seine Ära im Freilichtmuseum an der Grenze zwischen bayerischem Schwaben und württembergischem Allgäu stand unter
der Leitlinie „Expansion und Exposition“. Er öffnete das erste
Bauernhofmuseum Süddeutschlands für zeitgeschicht­liche
Themen und die jüngere Baugeschichte, z. B. mit einem Be­
helfsheim von 1944 oder dem „schiefen Haus“. Unter seinen
viel­fältigen Publikationen erschien im August 2014 „Mensch
und Moor. Zur Geschichte der Moornutzung in Bayern“. Als
Nachfolgerin wirkt die Volkskundlerin Ursula Winkler M.A.,
auf deren Agenda sowohl umfangreiche Sanierungsaufgaben,
die Beziehung des neuen Hauptdepots (6.000 qm), die
Weiterentwicklung der Baugruppe „Alpine Region“ als auch
die Integration des Süddeutschen Schützenmuseums stehen.
Das 1955 gegründete Schwäbische Bauernhofmuseum Iller­
beuren feiert 2015 sein 60-jähriges Bestehen.
Uwe Meiners
Bulletin 3 / 2014 7
Arbeitskreis Ausstellungsplanung
11.45 Uhr:„Google Art Projekt“
Simon Rein und Michael Firnhaber
Das Herbstreffen des Arbeitskreises Ausstellungsplanung fand am
Google Cultural Institute,
26. und 27. September 2014 zum Thema „Barrierefreiheit im
London und Hamburg
Museum“ im Stadtmuseum Kaufbeuren statt.
12.30 Uhr:Mittagspause
Sprecher:
Jan-Christian Warnecke
14.00 Uhr:„Wendejahre“ – Ein Projekt mit
Landesmuseum Württemberg
Google Art des DDR Museums
Schillerplatz 6
Melanie Alperstaedt,
70173 Stuttgart
Pressesprecherin des DDR Museums
Tel.: 0711 / 89 535 -130
jan.warnecke@landesmuseum-stuttgart.de
15.00 Uhr:„WLAN im Museum“,
Deutsches Historisches Museum Berlin
Referent angefragt
Weitere Ansprechpartner des Arbeitskreises finden Sie unter
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen & Arbeitskreise).
15.45 Uhr:Abschlussdiskussion
Arbeitskreis Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
16.15 Uhr:Kaffeepause
16.30 Uhr:Führung durch das neu eröffnete Museum
Herbsttagung 2014
Die Herbsttagung des Arbeitskreises Presse- und Öffent­lich­
19.00 Uhr:Gasthaus Stuhlmacher, Prinzipalmarkt 6 / 7,
Prinzenzimmer und Wiedertäuferzimmer keitsarbeit findet am 27. und 28. November 2014 zum Thema:
„Wikipedia, Google Art & Co: Die Giganten der Internet­kom­
munikation. Was nützen sie uns Museen?“ im LWL-Museum für
Freitag, 28. November 2014
Kunst und Kultur in Münster statt.
9.30 Uhr:Internetkommunikation / Beitrag aus Münster
Referent angefragt
Vorläufiges Programm
10.30 Uhr:Kaffeepause
Mittwoch, 26. November 2014
ab 19.00 Uhr:Get Together im Mocca d’Or,
11.00 Uhr:Berufsprofil ÖA in Museen
Rothenburg 14 – 16
12.00 Uhr:Interna Donnerstag, 27. November 2014
9.30 Uhr:Begrüßung
13.00 Uhr:gemeinsames Mittagessen
9.45 Uhr:„Wikipedianer“
14.30 Uhr:Abreise
Raimond Spekking,
MediaWiki-Entwickler
Sprecherin:
Silke Oldenburg
10.30 Uhr:Wikimedia in der Bundeskunsthalle
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Laura Held, Leiterin Bibliothek und
Steintorplatz
Archiv der Bundeskunsthalle Bonn
20099 Hamburg
Tel.: 040 / 428134 - 700
11.15 Uhr:Kaffeepause
8 Bulletin 3 / 2014
silke.oldenburg@mkg-hamburg.de
Neue Mitglieder
Der Deutsche Museumsbund hat folgende Institutionen und Personen als neue Mitglieder aufgenommen:
Korporative Mitglieder:
• Galerie im Marstall, Ahrensburg
• Marcus Neumann, Bremen
• Museum Neukölln, Berlin
• Manuela Nitsch, Flensburg
• Institut Mathildenhöhe Darmstadt
• Katarzyna Nogueira, Duisburg
• Sängermuseum Feuchtwangen
• Linda Oberste-Beulmann, Recklinghausen
• Rundfunkmuseum der Stadt Fürth
• Helma Roggenbuck, Hamburg
• Kunsthalle Göppingen
• Andrea Rottmann, Ann Arbor, USA
• Forum für Künstlernachlässe e. V., Hamburg
• Martina Almut Samulat-Gede, Berlin
• Art Centre Basel, Schweiz
• Dr. Nicole Scheuerbrandt, Osterburken
• Wolfgang Schilling, Selb
Persönliche Mitglieder:
• Florentine Schmidtmann, Pforzheim
• Rebecca Baasch, Düsseldorf
• Dr. Alexander Schubert, Mannheim
• Sebastian Baier, Mannheim
• Regina Schulz, Berlin
• Christina Block, Nürnberg
• Philipp Schwerdtfeger, Münster
• Shirley Brückner, Halle
• Jessica Siebeneich, Neu-Isenburg
• Daniel Cammarata, Cloppenburg
• Luciana Siggel, Berlin
• Dr. Irit Dekel, Berlin
• Lena Sistig, Schmitten
• Dr. Roberto A. Diaz Hernandez, Mainz-Laubenheim
• Eva Södermann, Berlin
• Dr. Stephan Diller, Angermünde
• Dr. Julia Stuppe, Cloppenburg
• Anja Dötsch-Nguyen, Berlin
• Philipp Sukstorf, Berlin
• Dr. Axel Drecoll, München
• Birge Tetzner, Berlin
• Maha Drira, Berlin
• Lotte Marlene Thaa, Berlin
• Dr. Ulrike Grammbitter, München
• Cornelia Thielmann, Tübingen
• Dr. Helmut Groschwitz, Berlin
• Johannes Vogt, Münster
• Lilian Groß, Stuttgart
• Laura Wanckel, Freiburg
• Susanne Hennig, Berlin
• Matthias Wünnemann, Meerbusch
• Felicitas Horstschäfer, Berlin
• Susanne Jackson, Berlin
Stand: 15.08.2014
• Christian Jäger, Leipzig
• Thomas Jander, Dortmund
• Lisa Janke, Berlin
• Prof. Dr. Robert Knappe, Berlin
• Jessica Knauer, Passau
• Andreas Lehmann, Overath
• Hanne Leßau, Bochum
• Maria Liebich, Nürnberg
• Indra Lopez Velasco, Berlin
• Dr. Anne Mahn, Mannheim
• Claudia Meißner, Selb
• Thekla Renate Mellau, Berlin
• Dr. Kathrin Möller, Rostsock
• Dana Müller, Berlin
• Dr. Karl Borromäus Murr, Augsburg
• Melanie Nagel, Berlin
Bulletin 3 / 2014 9
Arbeitskreis Volontariat
gun­g en für Volontäre an Museen, Gedenkstätten und in der
Denkmalpflege also entgegen kommen.
Herbsttagung des AK Volontariat zu den Rahmen­
Aus diesem Grund wird der AK während seiner Herbstta­­
bedingungen wissenschaftlicher Volontariate
gung mit Arbeitsrechtlern und Gewerkschaftsvertretern dar-
Am 27. und 28.10.2014 findet in Münster die Herbsttagung
über sprechen, wie dieses Vorhaben gezielt voran gebracht
des AK Volontariat statt. Da sich mit der Einführung des gesetz-
werden kann. Ob verstärkte Lobbyarbeit für Museen gegen­
lichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 die zum Teil enor-
über der Politik, politische Interessensvertretungen für die
men Unterschiede bei Volontariaten zwischen den einzelnen
Vo­lon­tärInnen selbst oder mediale Aufmerksamkeit hierfür
Museen, Gedenkstätten und der Denkmalpflege in Deutschland,
pas­s en­d e Mittel oder andere Möglichkeiten besser geeignet
die daran geknüpften Diskussionspunkte und rechtlichen
sind, wird sich dabei hoffentlich zeigen und die Ergebnisse
Unklarheiten erneut gezeigt haben, hat der AK Volontariat
Mög­lich­k eiten zur praktischen Umsetzung mit sich bringen.
diese zum Rahmenthema seiner Tagung gemacht.
Obwohl die Initiative „Vorbildliches Volontariat“ steigenden
Nach der letzten Studie des AK zur Situation der VolontärInnen
Rück­h alt findet, erreichen den AK leider auch nach wie vor
aus dem Jahr 2013 bestehen weiterhin weder in Bezug auf
negative Erfahrungsberichte. Aus diesem Grund haben wir uns
inhaltliche Fragestellungen, wie Ausbildungspläne, noch auf die
entschieden, die Liste der Unterzeichner der Initiative weiter
Rahmenbedingungen von Volontariatsstellen einheit­liche Ten­
zu stärken, um vorbildliche Arbeitgeber aufzuzeigen und an­
denzen – wenngleich die Initiative „Vorbildliches Volontariat“
dere Institutionen zu ermutigen, die Situation ihrer Volontäre
hier bereits einiges bewirkt hat. Ziel ist es die rechtlichen Mög­
und deren Ausbildung zu verbessern.
lichkeiten von Löhnen und deren Berechnungsgrundlagen, Fort­
Kristin Oswald, Wissenschaftliche Volontärin,
bildungsmöglichkeiten, Aufgabenbereichen und den Arbeits­
(Kulturmanagement Network, ok@kulturmanagement.net)
verträgen zu prüfen und einen Vorschlag für einheitliche rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen des Volontariats zu
Sprecherin:
schaffen.
Dr. Miriam Noa
Das Ausbildungskonzept „Wissenschaftliches Volontariat“ dient
Germanisches Nationalmuseum
dazu, praktische Kenntnisse nach dem Studium zu vermitteln.
Kartäusergasse 1
Volontariate in Museen, Gedenkstätten und der Denkmalpflege
90402 Nürnberg
haben aber im Vergleich zu den journalistischen keine tarif­
Tel.: 0911 / 1331 267
lichen Grundlagen, sondern spezielle Volontariats- oder Aus­
m.noa@gnm.de
bildungsverträge. Dies steht nicht nur im Gegensatz zu einem
Hochschulabschluss, häufig mit Promotion, als Voraussetzung
Stellvertretender Sprecher:
für ein Volontariat, sondern bringt auch rechtliche Probleme
Johannes Lindenlaub
mit sich. Da VolontärInnen kein Angestellten sind, haben sie
Museum für Kommunikation Berlin
weder Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, noch wer-
Leipziger Straße 16
den die meist zwei Jahre beispielsweise von der Agentur für
10117 Berlin
Arbeit als Arbeitserfahrung anerkannt. Da die Gehälter oft
Tel.: 030 / 7130 27 -11
unter der Grenze zum Mindestlohn liegen, wird die Finanzie­
j.lindenlaub@mspt.de
rung der Volontariatszeit sowie der Übergangszeit in eine aufbauende Stelle dadurch erheblich erschwert.
Weitere Ansprechpartner des Arbeitskreises finden Sie unter
Derzeit gibt es nach den Daten, die der AK Volontariat jähr-
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen und Arbeitskreise).
lich erhebt, etwa 800 VolontärInnen in Deutschland – Tendenz
steigend. Da aufgrund finanzieller Kürzungen von Seiten der
öffentlichen Hand Mitarbeiterstellen immer häufiger durch
Volontärsstellen ersetzt werden, brauchen VolontärInnen nicht
nur Museen als Ausbildungsorte und zunehmend auch die
Museen ihre VolontärInnen, um ihren Aufgaben nachkommen
zu können. Beiden Seiten würden rechtliche Rahmenbedin­
10 Bulletin 3 / 2014
Arbeitskreis Migration
Sprecherin:
Prof. Dr. Annette Noschka-Roos
Die Tagung des Arbeitskreises Migration findet am 4. November
Deutsches Museum,
2014 in Bremerhaven statt.
Leitung Hauptabteilung Bildung TU München,
Fachgebiet Museumspädagogik
Sprecher:
Deutsches Museum
Dietmar Osses
Museumsinsel 1
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum
80538 München
Gunnigfelder Straße 251
Tel.: 089 / 21 79 - 261
44793 Bochum
a.noschka@deutsches-museum.de
Tel.: 0234 / 61 00 -874
dietmar.osses@lwl.org
Weitere Ansprechpartner des Arbeitskreises finden Sie unter
NEMO – Netzwerk europäischer
Museumsorganisationen
www.museumsbund.de (➞ Fachgruppen und Arbeitskreise).
„LIVING TOGETHER IN A SUSTAINABLE EUROPE –
MUSEUMS WORKING FOR SOCIAL COHESION“
Arbeitskreis Bildung und Vermittlung
In diesem Jahr findet vom 6. bis 8. November 2014 die
22. Jahreskonferenz von NEMO, dem Netzwerk euro­
Seit der Gründung des Arbeitskreises Bildung und Vermittlung
päischer Museumsorganisationen, in Bologna / Italien, statt.
(AK BuV) anlässlich der Jahrestagung des DMB am 7. Mai
Traditionell kommen bei NEMO‘s Konferenzen die natio-
diesen Jahres haben sich weitere Interessenten gemeldet. Mit
nalen Museumsorganisationen in Europa, die europäische
den neuen Anmeldungen sind insgesamt 79 Mitglieder und
Kulturpolitik, Experten und andere Akteure zusammen. NEMO
92 Interessenten registriert. Das erste Herbsttreffen des Arbeits­
öffnet seit vergangenem Jahr aber auch ganz explizit seine
kreises findet im Rahmen der Jahrestagung des Bundesver­
Konferenz für an europäischen Museumsfragen interessierte
ban­d es Museumspädagogik e. V. (BVMP) – in Weimar am
Museumsmitarbeiter. Im Rahmen der Konferenz soll diskutiert
16.11.2014 (9.30 bis 11.30 Uhr, Festsaal des Goethe-Natio­
werden, wie Museen im sozialen Raum ihr Potenzial nutzen
nalmuseums am Frauenplan 1) – statt. Die Jahrestagung des
und aktiv zu einer gesunden und tragfähigen Gesellschaft bei-
BVMP (14. – 16.11.2014) widmet sich dem Themenfeld »open
tragen können.
spaces« – Neue Medien in der kulturellen Bildung. Näheres un-
Weitre Informationen, Programm und Anmeldung können unter
ter www.klassik-stiftung.de/bildung/fachtagungen.
www.ne-mo.org/about-us/annual-conference.html eingesehen
Vor dem programmatischen Hintergrund, die Museumsfunktion
werden.
der Bildung und Vermittlung in den Museen angemessen zu gewichten (vgl. Bulletin 2 /14), stellen sich viele Aufgaben in der
Theorie wie der Praxis, die der AK BuV in enger Abstimmung
mit dem BVMP aufgreifen möchte: sei es der Austausch zu
den anderen Fachgruppen und Arbeitskreisen im DMB, seien
es Themen wie die Stellung und Bezahlung freier Mitarbeite­
rin­nen und Mitarbeiter oder Fragen der Professionalisierung.
Aufgabe des Treffens in Weimar wird sein, diese Themen zu
gewichten, für die Hauptthemen Arbeitsgruppen zu bilden,
um so gleichzeitig lang- wie mittelfristige Ziele und Programme
herauszuarbeiten.
Annette Noschka-Roos, Gisela Weiß, Tobias Nettke
Bulletin 3 / 2014 11
Projekte
Von uns – für uns!
Die Museen unserer Stadt entdeckt
Alle Welt: Im Museum – Projekte kurzgefasst
Im September starteten die diesjährigen „Alle Welt: Im Mu­
Gute Chancen für Projekte ab 2015 – jetzt bewerben!
se­u m“ Projekte. Im Blog auf www.alle-welt-im-museum.de
Mit seinem Projekt „Von uns – für uns! Die Museen unserer
wer­d en die Kooperationsprojekte zwischen Museen und
Stadt entdeckt“ spricht der Deutsche Museumsbund Kinder und
Migrantenselbstorganisationen in der Kategorie „kurzgefasst“
Jugendliche an, die in ihrem
vorgestellt. Die beiden ersten Einträge finden Sie hier.
Alltag wenig am kulturellen
Leben teilnehmen können.
Die Selbstdarsteller
Diese Kinder und Jugendliche
Von Frauke Glaeser, Historisches Museum Frankfurt
finden ihren eigenen Zugang
Wir: gEMiDe, Verein zur Förderung der Bürgerbeteiligung von
zum Museum, indem sie ­ihrer
Migrantinnen und Migranten, Historisches Museum Hann­over
Neugier folgen und das Mu­
(hmh), Studierende des Fachs Fotojournalismus und Doku­
se­um als einen Ort zum Aus­
mentationsfotografie der Hochschule Hannover
probieren er­leben.
Unsere Teilnehmer: Jugendliche mit Migrationsbiographie im
Die nächste Ausschreibungsrunde läuft bis zum 31.10.2014.
Alter zwischen 14 – 20 Jahren aus unterschiedlichen Stadtteilen
Weitere Informationen unter: www.museum-macht-stark.de.
Unser Thema: Schau uns an! Migration und jugendliche Lebens­
Bei Rückfragen zum Projekt und zur Antragsstellung wenden
welten in Hannover in der Selbstdarstellung
Sie sich bitte an das Projektteam.
Was wir vorhaben: Gemeinsam mit Studierenden fotografie­
ren die Jugendlichen sich selbst und typische Szenen aus ihrem
Kontakt:
Alltagsleben. Aus diesen Fotos entwickeln sie eine Wander­
Christine Brieger | Mira Höschler
ausstellung, in der zusätzliche persönliche Fotos, Handyvideos
Deutscher Museumsbund e. V.
und Objekte der Selbstdarstellung, wie Kleidung und Acces­
Projektbüro „Von uns – für uns!
soires, gezeigt werden.
Die Museen unserer Stadt e
­ ntdeckt.“
Unser Motto: Schau uns an!
Mohrenstraße 63
10117 Berlin
Die Dichter
Tel.: 030 / 65 21 07 10
von Sidona Bauer, Lehmbruck-Museum Duisburg
museum-macht-stark@museumsbund.de
Wir: Die interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und
www.museum-macht-stark.de
Nichtroma in Nordrhein-Westfalen, Roma und Nichtroma aus
Duisburg, das Lehmbruck-Museum Duisburg
Unsere TeilnehmerInnen: Jugendliche, junge Erwachsene und
Internationaler Museumstag 2015
Er­wachsene aus Nordrhein-Westfalen, von egal woher
Unser Thema: Im Herzen Europa(s). Ein künstlerisch-poetisches
„MUSEUM. GESELLSCHAFT. ZUKUNFT.“
Projekt in Romanes und Deutsch.
Am 17. Mai 2015 feiern die Museen in Deutschland
Was wir vorhaben: Hast du Lust auf Poesie? Kennst du die plas­
den 38. Internationalen Museumstag! Unter dem Motto
tik­BAR?
„MU­S EUM. GESELLSCHAFT. ZUKUNFT.“ sind alle Museen
An vier Terminen lernst du die Kunstwerke aus der Sammlung des
in Deut­s ch­l and ­e ingeladen,
Lehmbruck Museums kennen und kannst auf das, was dich be-
sich zu betei­ligen. Ob mit
rührt, mit Poesie antworten. Im Laufe des Kurses entstehen klei-
­einem besonderen Akti­onspro­
ne Gedichte und Texte, die die eigenen Gedanken und Ge­fühle
gramm, einem Museums­fest,
zu Bildern und Skulpturen wiederspiegeln. Wer möchte, kann
einem Blick hinter die Kulissen
anschließend das eigene poetische Werk in der plastikBAR des
oder einem Tag der offenen
Lehmbruck Museums vorstellen und eine Postkarte dazu gestalten.
Tür, dem Ideenreich­tum der
Unser Motto: Im Herzen Europa(s)!
Museumsmit­a rbei­t er / innen
12 Bulletin 3 / 2014
Ergänzungen im Verzeichnis
„Die Museumskarte – Freier Eintritt in Museen“
Ebenfalls freien Eintritt gewähren folgende Museen:
• Galerie im Marstall, Ahrensburg
• Museum Neukölln, Berlin
sind keine Gren­zen gesetzt. Seien Sie also dabei und machen
• Institut Mathildenhöhe Darmstadt
auf die thematische Vielfalt, das breite Angebot und die innova-
• Sängermuseum Feuchtwangen
tiven Ideen unserer Museumslandschaft aufmerksam.
• Rundfunkmuseum der Stadt Fürth
Weitere Informationen finden Sie unter www.museumstag.de
• Kunsthalle Göppingen
Außerdem halten wir Sie auf der Facebookseite des Museums­
• Forum für Künstlernachlässe e. V., Hamburg
tags unter www.facebook.com/InternationalerMuseumstag mit
• Art Centre Basel, Schweiz
Neuigkeiten sowie Wissenswertem aus der Museumswelt auf
dem Laufenden.
Termine
Varia
Trinationales Austauschprogramm für wissen­
Qualität im Museum
schaftliche Volontärinnen und Volontäre 2015
Eine Tagung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe in
Gemeinsam mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bun­
Kooperation mit dem Institut für Museumsforschung – Staatliche
desrepublik Deutschland in Bonn, dem Conseil bruxellois des
Museen zu Berlin und dem Deutschen Museumsbund e. V. am
Musées in Brüssel und der Direction générale des patrimoines
23. / 24. Oktober 2014 im LWL-Museum für Kunst und Kultur
in Paris organisiert das Deutsch-Französische Jugendwerk
Münster.
auch im kommenden Jahr ein Austauschprogramm für wissen­
www.lwl.org/LWL/Kultur/Kulturabteilung/Landesmuseen/
schaftliche Volon­täre / Volontärinnen an Museen oder Aus­
tagung-qualitaet-in-museen
stel­lungszentren in Belgien, Deutschland und Frankreich. Das
deutsch-franzö­s ische Jugendwerk stellt dafür Sti­p endien für
„With a little help from my friends. Fördervereine
zehn deutsche wissenschaftliche Volontärinnen und Volontäre
und Freundeskreise von Museen.“
zur Verfügung, mit denen der dreiwöchige In­tensivsprachkurs
Die 11. Museumsmanagement-Tagung findet am 10. und 11.
und der zwei­monatige Arbeitsaufenthalt in einem französischen
November 2014 im Freilichtmuseum am Kiekeberg statt.
Museum finanziert werden. Das Programm beginnt am 13.
www.arbeitskreis-museumsmanagement.de
April und endet am 30. Juni 2015. Be­wer­bungsschluss ist der
15.12.2014. Ausführliche Infor­mationen zum Programm finden
Das Museum von Babel. Wissen und
Sie unter www.hdg.de/stiftung/austauschprogramme sowie
Wissensvermittlung in der digitalen Gesellschaft
auf der Seite der Stiftung www.dfjw.org/arbeitsaufenthalte-im-
Die Fachkonferenz der Senckenberg Gesellschaft für Natur­
museum.
forschung wird vom 12. bis 14. November 2014 in Frank­furt
veranstaltet. www.senckenberg.de/babel
Tagungsbericht
„Eine Welt im Museum. Globales Lernen in der
kulturellen Bildungsarbeit“
„Die Zukunft der Forschung in Museen“
Am 24. und 25. November 2014 findet die Tagung der Stift­
(11. bis 13. Juni 2014, Hannover)
ung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Über die Zukunft der Forschung in Museen zu debattieren,
und des Bündnises Eine Welt Schleswig-Holstein e. V. im
dazu hatte die VolkswagenStiftung aufgerufen und eine illus­
Schloss Gottorf in Schleswig statt. Anmeldeschluss ist der
tre Runde an Referenten und Teilnehmern für zwei Tage in
17. November 2014. www.bei-sh.org/381.html
das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover ein­
ge­laden. Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen­
Re:Set – Das Spiel als Methode der Vermittlung
Stiftung, eröffnete die Tagung und betonte, das Besondere
im Museum
der Museen gegenüber Universitäten und Hochschulen sei ihr
Tagung des Bundesverbandes Deutscher Kinder- und Jugend­
Kontakt zu den Besuchern über das Medium der Ausstellung,
museen am 4. und 5. Dezember 2014 in Frankfurt a. M.
mithin die Vermittlung und Kommunikation von Forschung an
Anmeldung unter info@bv-kindermuseum.de
ein größeres Publikum. Dieser Aspekt sei in der sammlungsbe-
Bulletin 3 / 2014 13
zogenen Forschung an Museen untrennbar mitzudenken, gleich­
Den gesamten Beitrag finden Sie unter
zeitig sei Ausstellen ohne Forschung nicht möglich.
http://arthist.net/reviews/8074/mode=conferences
Der Direktor der Tate Modern, Chris Dercon, stellte die
Besucherforschung (audience research) als eine Art Leitdisziplin
in der strategischen Gesamtausrichtung seines Museums vor.
Buchrezension
Eine wichtige Erkenntnis daraus sei, dass sich die Besucher
zunehmend selbst als Akteure verstünden. Neben die Deutung
Daniel Tyradellis, „Müde Museen“,
der Fachwissenschaftler treten so die Interessen, Fragen und
Hamburg 2014
Pers­p ektiven der Besucher. Im Zentrum der Debatten am
Das Problem: Zeigen vs. Vermitteln
Museum stehen für Dercon komplexe, gesellschaftlich rele­vante
Museen sind Massenmedien. Nach Untersuchungen des Ins­titutes
Fragestellungen, zugespitzt: „The questions google can’t answer!“
für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin steigen
Wie Museen durch Forschung Wissen generieren und dieses
die Besucherzahlen kontinuierlich. Aber bedeutet der optische
für eine öffentliche Diskussion verfügbar machen, zeigten bei-
Konsum einer Ausstellung auch eine tiefergehende Beschäfti­
spielhafte Projekte aus der aktuellen Museumsarbeit. Dabei
gung mit deren Thema? Erfüllen Museen ihre Aufgabe, zu ver-
traten auch strukturelle Probleme hervor: Häufig etwa noch
mitteln, allein mit dem Präsentieren von Objekten aus­reichend?
schließt klassische Forschungsförderung die Finanzierung
Die Antwort von Daniel Tyradellis lautet: Nein! In seinem Buch
von Ausstellungen nicht mit ein – für Museen wird dadurch
„Müde Museen“ fordert er, Ausstellungen in allen Punkten auf
eine meist künstliche Trennung zwischen Forschungs- und
ihre Besucher auszurichten. Alles andere ignoriere den öf-
Ausstellungsprojekt gezogen.
fentlichen Auftrag von Museen. Sie sind nach ihm einfallslos,
Ausgehend von seiner jüngsten Publikation „Müde Museen“
ängstlich, müde, aber – so betont er ebenfalls – keinesfalls
formulierte der Philosoph und Kurator Daniel Tyradellis mit
erschöpft in ihren kreativen Möglichkeiten. Das Potenzial, die
­seinem Vortrag „Ausstellen als Forschen – wovon, für wen und
Gesellschaft mitzugestalten, bestehe weiterhin. Es werde nur
warum?“ den Anspruch an Museen, dem Besucher über das
unterschätzt gegenüber dem Gefühl, den steigenden Er­
Medium Ausstellung eine kritische Auseinandersetzung mit
wartungen und gleichzeitig sinkenden finanziellen Mitteln aus-
eigenen Erwartungshaltungen zu ermöglichen. Für Tyradellis
geliefert zu sein.
sind Ausstellungen Zwischenräume; sie vermitteln zwischen
„Müde Museen“ beginnt mit der Suche nach den Ursachen
einer forschungsorientierten Innenwelt und einer öffentlichen
dieses Zustandes. Sie liegen vor allem in strukturellen Schwä­
Außenwelt. Dabei sind sie mehr als „begehbare Bücher“
chen des Museumsbetriebes: Kuratoren sehen sich mehr als
oder reine Präsentation von Forschungsergebnissen, sondern
Wissenschaftler ihrer Disziplinen denn als Vermittler. Ent­
„Denken im Raum“, „Forschung in actu“.
sprechend ist Besucherforschung ein Fremdwort. Auch für
Hanno Rauterberg (Die Zeit) knüpfte in seinem Statement „Zeit
Management, Marketing und Geldgeber steht die reine Be­
für Selbsterforschung. Warum das Museum sich zum Objekt
sucherzahl im Mittelpunkt. Der tatsächliche Lerneffekt einer
der wissenschaftlichen Neugier machen muss“ an Tyradellis an.
Ausstellung wird kaum evaluiert. Aufgrund dessen, so folgert
Ausstellungen sollten das Abrücken von Selbstverständlichkeiten
Tyradellis, blieben psychologische Aspekte des Vermittelns wäh-
ermöglichen und ein „Staunen als Erfahrung der postmaterialis-
rend der Planung einer Ausstellung weitgehend außen vor.
tischen Bereicherung“ hervorrufen. Rauterberg schlug vor, statt
von „Besuchern“ von „Besitzern“ der Objekte in öffentlichen
Die Lösung des Problems: zum Denken anregen
Sammlungen zu sprechen.
Für Tyradellis gibt es nur einen Weg: Museen müssen sich selbst
Die abschließenden Podiumsdiskussion plädierte für ein selbst-
neu definieren, vor allem nach innen. Sie sollten sich als einen
bewussteres Auftreten der Museen: Da institutionelle Förderung
„dritten Ort“ verstehen, der zum Denken anregt, angesiedelt
nur durch die jeweiligen Träger gewährleistet werden könne,
zwischen den Universitäten als Ort der Forschung und der
müssten die Museen ihre gesellschaftliche Relevanz gegen­über
Öffentlichkeit als Ort des Austausches. Museumsbesucher und
politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit noch
Ausstellungsmacher „zum Denken anzuregen“ ist denn auch das
deutlicher machen.
Thema des zweiten Teils des Buches. Dabei steht im Mittelpunkt,
Bericht (gekürzte Fassung): Katharina Hoins, Felicitas von
feste Schemata der Wissensvermittlung mittels Objekten in
Mallinckrodt
Frage zu stellen. Gleiches gilt für Disziplin­gren­zen. Es geht um
14 Bulletin 3 / 2014
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Save the date : EXPONATEC COLOGNE 18. bis 20. November 2015
Volle Gänge, gute Gespräche und effizientes Business:
den Bereichen Rahmungen und Reproduktion einen breiten
Die EXPONATEC COLOGNE hat in den vergangenen Jahren
Überblick zu aktuellen Verfahrensweisen und Techniken.
ihre Position als Europas führende Fachmesse für Museen,
An der Premiere des neuen Sektors nahmen 23 Aussteller
Konservierung und Kulturerbe weiter ausgebaut. So kamen
aus Deutschland, Europa und den USA teil.
2013 über 4.000 Besucher nach Köln und informierten sich
Publikumsmagnet ist auch die Sonderschau EXPOCASE,
bei 187 Ausstellern aus 15 Ländern über Innovationen in den
die 2013 bereits zum dritten Mal Bestandteil der EXPONATEC
Bereichen Gestaltung, Design und Technik in der Museumswelt.
COLOGNE war. Als Plattform für Ausstellungsgestaltung,
Auch Fragen des Museums- und Informationsmanagements,
Szenografie und interaktive Wissensvermittlung bieten
Möglichkeiten der Kostenreduzierung, Sicherheit, Barriere­
die teilnehmenden Designbüros und
freiheit, Transport und Logistik sind Themen der internationalen
Hochschulen auf dem vorgegebenen
Fachmesse. Das Messekonzept, das neben der Ausstellung
Format einer Europalette spannende
wieder ein umfangreiches und hochkarätiges Rahmenprogramm
Lösungen für das Ausstellungsdesign
bietet, findet bei Ausstellern, Besuchern wie Fachpartner
von morgen.
großen Anklang.
www.exponatec.de
Premiere feierte im letzten Jahr der Sektor ‚Art Framing‘.
Integriert in die Ausstellung bot ‚Art Framing‘ Experten aus
kreative Wege, Inhalte an die Menschen zu ­bringen, nicht um
Diese Rezension erschien in ausführlicher Form zuerst auf
wissenschaftliche Methoden und PR-Standards.
­kulturmanagement.net. Sie ist zu finden unter http://bit.ly/Rez_
Gerade Museen bieten die Möglichkeit, ihren Bezug zum
Muede_Museen.
Alltag anhand ihrer Objekte aufzuzeigen. Hierfür braucht es
Kristin Oswald, Kulturmanagement Network
fachlichen und gestalterischen Freiraum und strukturelle Ver­
änderungen in den Museen, aber auch schon in der Ausbil­
dung. Wichtig ist für Tyradellis, den Vermittlungsaspekt in die
Personalia
Ausstellungsplanung zu integrieren, anstatt ihn später aufzu­
setzen. Besucherforschung und neue Formen der Kommu­
Haus der Zukunft Berlin
nikation sind zwar schon seit einigen Jahren Themen des
Professor Dr. Reinhold Leinfelder ist seit 1. September 2014
Museumsmanagements, wurden bisher aber vor allem der
Grün­dungsdirektor des Hauses der Zukunft in Berlin. Leinfelder,
Marketing- oder Pädagogikabteilung übertragen. Tyradellis’
der unter anderem eine Professur für Paläontologie und Geo­
Verständnis einer ganzheitlichen Ausrichtung der Museen auf
biologie an der Freien Universität Berlin inne hat, war von
Vermittlung ist daher noch immer ein ungewohnter Gedanke.
2006 bis 2010 Generaldirektor des Berliner Museums für
Dies zeigt, dass Museen gern vergessen, dass mit einer öffent­
Natur­kunde und von 2010 bis 2011 Vizepräsident des Deut­
lichen Finanzierung gerade dies einhergehen sollte.
schen Museumsbundes e. V.
Das Anliegen des Buches ist es, die Museen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit aufzurütteln. Dabei widmet sich
Kunstmuseum Wolfsburg
Tyradellis vor allem der Metaebene, zeigt Probleme in der
Dr. Ralf Beil wird neuer Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg
Orga­n isationsstruktur von Museen in Deutschland auf und
und tritt ab Februar 2015 die Nachfolge des im März verstor­
nimmt Bezug auf das Selbstbild von Museen und Kuratoren.
benen Direktors Markus Brüderlin an. Seit 2006 leitet der Kunst­
Damit will das Buch helfen, Museum als Ort des Präsentierens
histo­riker das Institut Mathildenhöhe in Darmstadt. Zuvor war
hin zu einem Ort der Gesellschaft zu machen.
er als Ausstellungskurator, Konservator und Kunstkritiker tätig.
Bulletin 3 / 2014 15
Publikationen
Bulletin – Deutscher Museumsbund e. V.
ISSN 1438-0595
Wolfgang Schneider, Jean-Pierre Saez, Marie-Christine
Herausgeber: Deutscher Museumsbund e. V.
Bordeaux, Christel Hartmann-Fritsch (Hg.), Das Recht auf
Redaktion: Sylvia Willkomm, Anja Schaluschke (V.i.S.d.P.)
Kulturelle Bildung. Ein deutsch-französisches Plädoyer, 1. Band
Anschrift:
der Schriftenreihe „Kunst- und Kulturvermittlung in Europa“,
Deutscher Museumsbund e. V.
Berlin / Kassel 2014.
In der Halde 1 · 14195 Berlin
Tel.: 030 / 84 10 95 -17 · Fax: 030 / 84 10 95 -19
Susan Kamel, Christine Gerbich (Hg.), Experimentierfeld Mu­
office@museumsbund.de
seum. Internationale Perspektiven auf Museum, Islam und
www.museumsbund.de
Inklusion, Bielefeld 2014.
Redaktionsschluss:
Bull. 1: 15.2., Bull. 2: 15.5., Bull. 3: 15.8., Bull. 4: 15.11.
Stapferhaus Lenzburg, Sibylle Lichtensteiger, Aline Minder,
Bankverbindungen:
Detlef Vögeli (Hg.), Dramaturgie in der Ausstellung. Begriffe
Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam
und Konzepte für die Praxis, Bielefeld 2014.
IBAN: DE98 1605 0000 3502 0243 23 · BIC: wela de d1pmb
Andrea Meyer, Bénédicte Savoy (Hg.), The Museum is Open.
Gestaltung und Design: blum design und kommunikation GmbH
Towards a Transnational Histor y of Museums 1750 – 1940,
Druck: AZ Druck und Datentechnik
Berlin 2014.
Gefördert mit großzügiger Unterstützung durch
Weitere Termine, Jobangebote, Kurzmitteilungen u. v. m. finden
Sie auf dem Internetauftritt des Deutschen Museumsbunds unter
www.museumsbund.de.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in den ­B eiträ­g en
des Bulletins überwiegend die männliche Form in der Be­
zeich­n ung der Personen verwendet. Im Sinne des Gleich­b e­
handlungsgesetzes sind diese Bezeichnungen als nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten.
16 Bulletin 3 / 2014
aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
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Kunst und Fotos
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