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(Anonym) - Studienjahr 2011 - Universität Oldenburg

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Erfahrungsbericht: Helsinki Summer School: Developing Intercultural Competence
9. - 25. August 2011
Was ist die Helsinki Summer School?
Die HSS wird seit mehreren Jahren im Sommer und von verschiedenen Universitäten im
Raum Helsinki angeboten. Zahlreiche Kurse zu unterschiedlichen Themen, diese reichen
von Marketing über angewandte Kunst bis zu Stadtplanung und Naturwissenschaften,
werden über eine Dauer von ungefähr drei Wochen angeboten. Die Unterrichtssprache ist,
außer beim Intensiv-Kurs Finnisch, Englisch. Die TeilnehmerInnen kommen aus allen
Erdteilen, wobei die EuropäerInnen die größte Gruppe stellen. Vor Beginn des Kurses
werden Studienmaterialien zur Verfügung gestellt, in den Kursen selbst erfolgt deren
Vertiefung, Projektarbeit und am Ende eine Form der Prüfungsleistung – Uni komprimiert ;-).
Ein Vorteil dieser Summer School ist definitiv der Preis: sie ist mit Kursgebühren (die plus
Anmeldegebühr genau von PROMOS gedeckt werden!) von 350-450 Euro erschwinglicher
als manch anderes Programm.
Mein Kurs, Developing Intercultural Competence, war besonders deshalb interessant, weil
wir eine bunte Mischung von TeilnehmerInnen waren, was natürlich gut zum Thema passte!
Es ging hier vor allem um persönliches Reflektieren, Beobachtungen und die
Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmungen. Bereits vor Beginn des Kurses
haben wir erste Aufgaben bearbeitet, die wir dann im Laufe des Kurses aufgriffen. Unsere
Dozentin war, wie wirklich das gesamte Team der HSS, sehr sympathisch und konnte uns
durch ihre vielfältigen Kontakte zu Einrichtungen und Unternehmen in der Stadt auch noch
praktischen Einblick in interkulturell ausgerichtete Arbeitsfelder geben. Hierzu vielleicht noch
die Bemerkung: da in diesem Kurs - in anderen, stärker auf eine Disziplin ausgerichteten
Veranstaltungen mag das anders sein - die TeilnehmerInnen sehr verschiedene fachliche
Hintergründe und Studienzeiten mitbrachten, stand weniger eine abstrakte
Auseinandersetzung im Vordergrund sondern die persönliche, erfahrbare Ebene.
Ich bin durch einen Flyer im ISO auf die HSS aufmerksam geworden, habe ein
Bewerbungsbogen ausgefüllt und dann schnell eine Zusage bekommen. Man kann auch aus
Helsinki Stipendien bekommen, hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass man sich für
einen bestimmten Kursplatz bewirbt und dass man, sollte es mit dem Stipendium nicht
klappen, diesen Kursplatz trotzdem nicht sicher hat. Hier sollte man vorher abwägen, ob
lieber sicherer Platz und selbst gezahlt, oder den Stipendienversuch und eventuell einen
Platzverlust…
Was passiert sonst noch und wie wohne ich?
Um die Kurse herum wird von den wirklich hilfsbereiten und engagierten MitarbeiterInnen ein
vielfältiges Freizeitprogramm angeboten, durch das man einen guten Eindruck von der Stadt
und ein bisschen Einblick in „typisch finnisch“ bekommt. Hierbei lernt man auch schnell Leute
kennen – dieses wird noch leichter, wenn man in einem der Hostels wohnt. Ich habe im
Eurohostel gewohnt, dabei die günstigstes Kategorie „Backpacker“ gewählt (insgesamt 470
Euro) und war total zufrieden; alle drei Tage neue Bettwäsche und Handtücher, ein gutes
Frühstück und soziale Kontakte umsonst dazu! Zudem kann man zu Fuß zur Uni laufen
(wenn man seinen Kurs am zentralen Standort hat) und hat den Blick auf den Hafen… Die
anderen Unterkünfte sind aber auch zu empfehlen, je nachdem, wie viel Geld man anlegen
möchte und wo der Uni-Kurs stattfindet. Die Organisation der Unterkunft und des Programms
kann vorher unkompliziert im Internet abgewickelt werden. Und noch ein Wort zum Internet:
man bekommt einen Studi-Zugang und kann dann an den zahlreichen PCs in der Bibliothek
arbeiten und dank eines Zugangschips auch abends bis 24.00h in die Bibliothek gelangen.
Helsinki selbst ist – wenn man von den sehr hohen Preisen absieht (das vielzitierte Beispiel:
ein Glas Bier für 7,40 Euro ist ganz repräsentativ und auch auf Essen in Restaurants und
Supermärkten anzuwenden, obwohl man da natürlich auch durch ein bisschen Gucken viel
Geld sparen kann) – eine total schöne Stadt, die man gut zu Fuß erobern kann, oder auch
mit dem günstigen Studententicket, das man sich unkompliziert kaufen kann. Gerade im
Sommer (wenn er denn da ist) hat die Stadt eine tolle Atmosphäre, die durch den Hafen, die
strahlend weiße Kirche direkt daneben und die großzügig-weiten Straßen zum Gucken,
Laufen und Blaubeerkauf einlädt…
Warum die HSS eine Teilnahme wert ist
Was mir an diesen drei Wochen in Helsinki besonders gut gefallen hat, ist, und das ist ja bei
den meisten Auslands-Vorhaben im Studium der Fall, die gute Mischung aus Lernen und
Erfahren und dabei gleichzeitig Leute aus verschiedenen Ländern kennenzulernen und eine
neue Stadt zu „erlaufen“. Auch wenn die Zeit bei weitem nicht ausgereicht hat, alles zu
diskutieren, zu sehen und zu machen, so habe ich doch einen Eindruck von Helsinki
bekommen und viele neue Gedanken mitgenommen. Wie eingangs beschrieben, so ist die
Organisation unkompliziert und auf die MitarbeiterInnen der HSS ist in jeder Situation
Verlass, was im Vorfeld Vieles erleichtert. Es war eine tolle Erfahrung, in ein Thema intensiv
„einzusteigen“ und als Gruppe daran zu arbeiten und zusammenzuwachsen. Dass man die
Möglichkeit hat, dieses Lernen mit Stadtbesichtigungen, Ausflügen nach Stockholm (sehr zu
empfehlen!) und vielen netten Leuten zu verbinden, ist natürlich toll!
Nicht zuletzt sollte man auch wissen, dass für einen Kurs der HSS Kreditpunkte von 6 ECTS
vergeben werden: hier könnte man sich überlegen, ob man den Kurs in den
Professionalisierungsbereich in Oldenburg einbringen möchte.
Ohne das geht’s nicht…
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Gelernt wird nicht nur im Hörsaal und Reisen bildet… also: von Helsinki aus fahren
Fähren zu erschwinglichen Preisen und mit unterschiedlich langen Reisezeiten nach
Stockholm, St. Petersburg und Tallinn. Man fährt dabei an schönen kleinen Inseln
vorbei und kann z.B. Tallinn bereits an einem Tag bereisen…
Blaubeeren, Pilze und Zimtbrötchen: all diese schönen Dinge kann man am zentralen
Marktplatz, dem Market Square, direkt am Hafen kaufen. Hier stehen jeden Tag
Stände, die diverse Dinge anbieten und zum Kaffeetrinken einladen…
Zum Glück ist die Summer School im August, denn dann findet das jährliche Art goes
Kappaka Festival statt. Aufstrebende junge MusikerInnen und KünstlerInnen
präsentieren sich und ihre Kunst an öffentlichen Plätzen, in Cafés, Restaurants und
Bars – und das mit viel Qualität und, man glaubt es kaum, ohne Eintritt…
Glas, Glas und Glas. Helsinki wird zum einen im Jahr 2012 Design-Hauptstadt und
bietet schon in diesem Jahr und seit Alvar Aalto ganz viel hochwertige Glas-und
Designarbeiten, die sowohl in Museen ausgestellt und Geschäften erfolgreich
verkauft werden. Mindestens zum Gucken, wenn nicht sogar zum Kaufen…
Kleine Inseln: rund um die Stadt gibt es zahlreiche (Halb-)Inseln, die teilweise zu
Museumsdörfern umgewandelt wurden und die man entweder zu Fuß oder mit der
Fähre erreichen kann. Bei schönem Wetter ein gutes Vorhaben, vor allem, wenn man
ein Picknick mitbringt…
Bei weiterem Interesse oder konkreten Nachfragen kann meine e-mail Adresse gerne im ISO
erfragt werden.
Viel Spaß in Helsinki!
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