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84 Was hat das mit uns zu tun? - PFAD Bundesverband der Pflege

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Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe
in der Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
84
Was hat das mit uns zu tun?
Umsetzung der Schlussfolgerungen aus den
Runden Tischen Heimerziehung und „Sexueller
Kindesmissbrauch“ in die Jugendhilfepraxis
Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe
Eine Brücke in die Praxis schlagen
Der Schutz von Kindern ist eine der wichtigsten Aufgaben
unserer Gesellschaft. Zu den Kinderrechten gehört das
Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit. Es
beinhaltet auch den Schutz vor (sexuellem) Missbrauch
und Gewalt.
Die Art und Weise des Umgangs mit Kindern in der Heimerziehung in den 50er- und 60er-Jahren sowie aktuelle
Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen haben die Öffentlichkeit nachhaltig erschüttert.
Diese „Verstörung als Chance“ zu begreifen und den
fachlichen Diskurs darüber, was die Jugendhilfepraxis
aus der Vergangenheit lernen kann, zu unterstützen, war
Anliegen der Tagung. Folgende zentrale Fragestellungen
wurden u.a. diskutiert:
• Welche zentralen Ergebnisse und Schlussfolgerungen
für die Kinder- und Jugendhilfe resultieren aus der Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs und der
Heimerziehung in den 50/60er Jahren?
• Welche Anforderungen und Aufgaben leiten sich aus
diesem Aufarbeitungsprozess für die weitere Professionalisierung der Jugendhilfepraxis ab? Wie können
diese in der Praxis umgesetzt werden? Welche Voraussetzungen braucht es dafür?
• Welche Rolle muss der öffentliche Jugendhilfeträger
beim Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt
einnehmen?
Übersetzungsarbeit für die Praxis leisteten viele engagierte Referentinnen und Referenten, die zum Teil selbst an
den Runden Tischen Heimerziehung und „Sexueller Kindesmissbrauch“ mitgewirkt haben.
Im Hinblick auf die konkrete Umsetzung der zentralen Erkenntnisse der Runden Tische in die Jugendhilfepraxis wurden u.a. folgende Aspekte auf der Tagung diskutiert:
• Schutzkonzepte: mehr als Papier? Nur eine Aufgabe
freier Träger?
• Ombudschaften als eine Form des Beschwerdemanagements: Organisationsversagen oder Beitrag zur
Rollenklarheit?
• Die insoweit erfahrene Fachkraft/ Kinderschutzfachkraft:
Unterstützung und Beratung auch über das eigene System hinaus?
• Partizipation von Kindern und Jugendlichen: Eine Leerstelle im Hilfeprozess?
• Mindeststandards in der Heimerziehung: Wer hat sinnvollerweise die Definitionsmacht?
• Welche Machtquellen und -asymmetrie kennzeichnen
Helfer-Klient-Beziehungen? Wie lässt sich Machtbalance herstellen?
• Wieviel Nähe verträgt eine professionelle Beziehung
zwischen Kindern und Erziehern?
• Sexuell übergriffige Jugendliche – braucht die Jugendhilfe hier neue Konzepte?
Präventionsarbeit ist eine wichtige Anforderung an eine
„gute“ und „sichere“ Jugendhilfepraxis. In diesem Sinne
wurde gemeinsam nach geeigneten Lösungswegen
gesucht und Erfahrungen ausgetauscht, wie Kinder und
Jugendliche vor (Macht)-Missbrauch geschützt werden
können.
Dokumentation der Fachtagung
am 15. und 16. März 2012 in Berlin
B EST ELLSCH EIN
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH Sitz Berlin · AG Charlottenburg HRB 114959 B · Geschäftsführer: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann
Bankverbindung: Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden · Kto. 524786101 · BLZ 1OO 7O8 48 · Steuer-Nr. 27/6O1/51911
..... Expl.
„Was hat das mit uns zu tun?“
Umsetzung der Schlussfolgerungen aus den
Runden Tischen Heimerziehung und „Sexueller
Kindesmissbrauch“in die Jugendhilfepraxis
Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe 84,
Berlin 2012, 156 Seiten, DINA4, Preis: 19 Euro
ISBN: 978-3-931418-91-5
Erscheinungsdatum: Juli 2012
Bestellung per Fax:
Name/Institution
Straße
030/39001-146
Bestellung per E-Mail: tauber t@difu.de
Online-Bestellung:
www.fachtagungen-jugendhilfe.de
PLZ/Ort
Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe
in der Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstr. 13 -15
Datum/Unterschrift
1O969 Berlin
Aus dem Inhalt
Begrüßung durch die Moderatoren: Dr. MARIA KURZ-ADAM, Jugendamt München,
RAINER KRÖGER, AFET - Bundesverband für Erziehungshilfe, Diakonieverbund Schweicheln e.V., Hiddenhausen,
Mitglied des Runden Tisches Heimerziehung
Eröffnung der Tagung
Dr. HEIKE SCHMID-OBKIRCHNER, Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin
Aus der Vergangenheit lernen
AG 5: Mindeststandards in der Heimerziehung
HANS MEYER, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Mitglied des Runden Tisches Heimerziehung
AG 6: Verantwortung von Leitung und zur Kontrolle/Selbstkontrolle von Leitung in komplizierten Entscheidungsprozessen
Dr. HANS-ULLRICH KRAUSE, Kinderhaus Berlin-Mark
Brandenburg e.V., Berlin, IGfH, Frankfurt/Main
Antworten auf die Leitfragen der Arbeitsgruppen
Zentrale Erkenntnisse aus dem Runden Tisch Heimerziehung
RAINER KRÖGER
Präventionsbausteine: Konsequenzen und Aufgaben für die Jugendhilfepraxis
Foren
Zentrale Erkenntnisse aus dem Runden Tisch
„Sexueller Kindesmissbrauch“
Prof. Dr. MECHTHILD WOLFF, Hochschule Landshut,
ehem. Mitglied des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“
Forum 1: Klientenbeziehungen im ASD
BENEDIKT HÖRTER, Jugendamt Landkreis Euskirchen
Und was hat das mit uns zu tun? Forderungen an die (Jugendhilfe)Praxis
Prof. Dr. CHRISTIAN SCHRAPPER, Universität KoblenzLandau, Mitglied des Runden Tisches Heimerziehung
Macht und Ohnmacht der Abhängigkeitsbeziehungen.
Wie viel Nähe verträgt eine professionelle Beziehung?
Dr. MARIE-LUISE CONEN, Context-Institut für systemische
Therapie und Beratung, Berlin
Und was hat das mit uns zu tun? Konsequenzen und Aufgaben für die Jugendhilfepraxis
Arbeitsgruppen
AG 1: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe
Prof. Dr. MECHTHILD WOLFF
AG 2: Ombudschaft als eine Form des Beschwerde-
managements Prof. Dr. ULRIKE URBAN-STAHL, Freie Universität Berlin
AG 3: Die insoweit erfahrene Fachkraft/Kinderschutzfachkraft
Dr. SIGRID A. BATHKE, ISA Münster
AG 4: Partizipation von Kindern und Jugendlichen
JÖRG FREESE, Deutscher Landkreistag, Berlin
Forum 2: Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen
BERND PRIEBE, Wendepunkt e.V., Hamburg
Forum 3: Nähe und Distanz in Erziehungssituationen in der Jugendhilfe
Dr. HANS-ULLRICH KRAUSE
Brauchen wir einen Ethik-Kodex?
oder: Wie man Praxis zukünfitg gestalten sollte
Die schottischen „National Standards of Care“ als Anregung zur Praxisgestaltung
NORBERT STRUCK, DPWV, Arbeitsgemeinschaft für
Kinder- und Jugendhilfe - AGJ -, Berlin, Mitglied des
Runden Tisches Heimerziehung
Podiumsdiskussion
Dr. SIGRID A. BATHKE,
BENEDIKT HÖRTER,
RAINER KRÖGER,
Dr. MARIA KURZ-ADAM,
BERND PRIEBE,
NORBERT STRUCK,
Prof. Dr. ULRIKE URBAN-STAHL
Literaturhinweise
Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe in der Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13 -15 · 1O969 Berlin · E-Mail: taubert@difu.de Internet: www.fachtagungen-jugendhilfe.de - Telefon: O3O 39OO1 139 · Fax: O3O 39OO1 146
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