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ÄRZTEBLATT
11/2014
MECKLENBURG-VORPOMMERN
Alle zugelassenen Wahlvorschläge in diesem Heft!
Hepatitis C – aktuelle Entwicklungen
Start des Mitgliederportals der Ärztekammer M-V
Inhalt
Veranstaltungen und Kongresse
Leitartikel
25 Jahre friedliche Revolution und Mauerfall –
Aufbruch zu neuen Ufern
410
Veranstaltungen in unserem Kammerbereich
410
Veranstaltungen in anderen Kammerbereichen
412
396
Aus der Kassenärztlichen Vereinigung
Wissenschaft und Forschung
Hepatitis C – aktuelle Entwicklungen
Veranstaltungen der Ärztekammer M-V
Öffentliche Ausschreibung
Recht
Offizielle Mitteilungen
Stellungnahme der Aufsichtsbehörde
398
Ab 1. Januar 2015 nur noch neue Betäubungsmittelrezepte verwenden
399
Aus der Praxis der Norddeutschen
Schlichtungsstelle
400
Aktuelles
Start des Mitgliederportals der Ärztekammer M-V 404
Gelbfieber-Impfnachweis: Änderung der Internationalen Gesundheitsvorschriften ab Juni 2016
404
Aufruf an freiwillige Helfer im Kampf gegen
Ebola
404
Aus der Kammer
405
Kongressbericht
17. Curriculum Anatomie und Schmerz
415
Prävention
Dank für die Unterstützung der
Herzsportgruppen
„Knöllchen“ trotz Arzt-Notfall-Schild
414
Buchvorstellungen
Für Sie gelesen
Wahlausschuss
Mitteilung des Wahlausschusses
413
397
418
Kulturecke
Ärzteseniorentreffen
420
Veranstaltungshöhepunkte der hmt im November
421
Personalien
Hufeland-Preis 2013 geht an Forscherteam aus
Greifswald und Hannover
422
Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin
423
Nachruf
Professor Dr. med. Hans-Joachim Blau
424
Wir beglückwünschen
425
Impressum
425
406
Mitteilung des Wahlausschusses und der Geschäftsstelle
Am Montag, dem 1. Dezember 2014, findet in der Geschäftsstelle der Ärztekammer kein allgemeiner
Geschäftsbetrieb statt, da an diesem Tag das Ergebnis der Kammerwahl ermittelt wird. Wir bitten um Ihr
Verständnis. Die Auszählung der Stimmen ist für Wahlberechtigte nach § 11 Abs. 5 der Wahlordnung öffentlich.
Der Wahlausschuss
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Seite 395
LEITARTIKEL
25 Jahre friedliche Revolution
und Mauerfall – Aufbruch
zu neuen Ufern
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vor wenigen Tagen konnten wir den 25. Jahrestag des mutigen Aufbegehrens von Bürgerinnen und Bürgern der ehemaligen DDR gegen das kommunistische Regime feierlich begehen. Dazu hat unser Bundespräsident Joachim Gauck eine
alles umfassende Festrede in Leipzig gehalten und an die
bewegenden Tage und Stunden des Aufbegehrens eines
Großteils der DDR-Bevölkerung gegen den Staat gedacht. Es
gehört Mut dazu, gegen die Staatsgewalt anzutreten, zumal
sie ein diktatorisches System vertreten hat. Den Bürgerinnen
und Bürgern der Stadt Leipzig, die seinerzeit auf die Straße
gegangen sind, muss alle Hochachtung gezollt werden.
Natürlich nicht nur Ihnen, sondern fortan gab es ja in vielen
Städten der ehemaligen DDR Demonstrationen, so an den
Donnerstagen in Rostock, die mit Friedensgebeten in der
Marienkirche ihren Anfang fanden. Die Kirche war seinerzeit
Konzentrationspunkt, Schutzschild und Raumgeber für diejenigen, die mit dem System der DDR nicht mehr einverstanden waren. Mit jedem Donnerstag wurde der Demonstrationszug in Rostock länger und diejenigen, die dabei waren,
werden sich noch entsinnen, wie in der August-Bebel-Straße
die Staatssicherheitsmitarbeiter und das Wachpersonal mit
geladenen Kalaschnikows hinter den Fenstern standen.
Für Dr. Terpe, dem heutigen Bundestagsabgeordneten der
Grünen, Axel Peters, dem späteren Landrat von Rostock
Land, und mich war die Übernahme des Außenlagers von
Schalck-Golodkowski in Waldeck sehr bewegend. Diese Übernahme und damit der Stopp der Aktenvernichtung führten
letztendlich zur Verhaftung des Chefs der Staatssicherheit
Rostock, der die Bevölkerung immer noch glaubend machen
wollte, dass keine Akten vernichtet werden.
Wir hatten nach der Wiedervereinigung die Möglichkeit, ein
freiheitliches demokratisches Gesundheitswesen aufzubauen. Der Mangel an Medikamenten und an Medizintechnik
war sehr schnell behoben. Viele Kolleginnen und Kollegen
haben den Wert der Niederlassung in freier Praxis erkannt.
Andere Ärztinnen und Ärzte sind an den Krankenhäusern
verblieben und haben dort mit modernerer Technik und
mehr Ressourcen die ärztlichen Aufgaben – Kranke heilen,
Leiden lindern, Sterbende begleiten und Kinder auf diese
Welt zu holen – durchgeführt. Heute haben wir trotz aller
Seite 396
Mängel eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, ich
möchte sogar behaupten das Beste. Jedoch zeigt sich, dass
wir nicht ruhen und uns auf dem Erreichten ausruhen dürfen, denn die Medizin nimmt heute eine Wendung, die wir
damals nicht beabsichtigt haben.
Mit der Einführung der „Gesundheitswirtschaft“ haben wir
eine neue Dimension des gesamtgesellschaftlichen Umgangs
mit Kranksein und Gesundheit erreicht. Es geht zunehmend
um Gewinnmaximierung durch die Behandlung von Kranken
– eine Contradictio in adjecto für mich.
Wir dürfen unser Vertrauensverhältnis zum Patienten, die
Zuwendung, die Empathie nicht aufs Spiel setzen wegen der
rein ökonomischen Betrachtung des Gesundheitswesens
durch die Politik und einen Teil der Landesregierungen in der
Bundesrepublik. Hier gilt es nach wie vor, sich einzumischen,
Flagge zu zeigen und unnachgiebig die Grundsätze humanistischen Handelns in der Medizin anzumahnen. Dabei muss
zum Beispiel besonderer Wert darauf gelegt werden, auch
künftig eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten.
Unter Einbeziehung aller, wie Landräte, Bürgermeister, Gewerbetreibende, Schulen, Kulturschaffende, Zahnärzte und
Apotheker, geht es den Ärzten letztendlich darum, der Bevölkerung als Vertrauter und Zuständiger in Sachen Krankheit, Gesundheit und Prävention zur Verfügung zu stehen.
Die eingangs zitierte friedliche Revolution hat uns allen Kraft
und Engagement abgefordert. Wir müssen weiterhin alle
Anstrengungen unter den demokratischen Gegebenheiten
nutzen, um für den Patienten und auch für den ärztlichen
Berufsstand selbst die positiven Seiten der friedlichen Revolution weiter zu entwickeln.
Ich verbleibe mit den besten Wünschen im Namen des Vorstandes der Ärztekammer für Sie und Ihre Familien für eine
friedliche Vorweihnachtszeit
collegialer
Ihr
Dr. med. A. Crusius
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Hepatitis C – aktuelle Entwicklungen
Micha Löbermann, Emil C. Reisinger
In der DDR sind 1978 und 1979 mindestens 2867 Frauen im
Rahmen der Entbindung mit einer mit dem Hepatitis C Virus
(HCV) kontaminierten Anti-D Rhesusprophylaxe behandelt
worden. Von den betroffenen Frauen konnten 718 Patientinnen in einer von der Deutschen Leberstiftung unterstützten
Studie (Kompetenznetz Hepatitis) 35 Jahre nach der Infektion nachuntersucht werden.
Das Ziel der kürzlich erschienenen prospektiven multizentrischen Studie (Hepatology 2014;59:49-57) war es, bei der Kohorte mit bekanntem Infektionszeitpunkt das Ausmaß der
Lebererkrankung zu untersuchen. Dazu wurden an mehreren
Zentren (Leipzig, Dresden, Rostock, Chemnitz, Potsdam, Berlin, Magdeburg, Cottbus, Jena, Erfurt und Halle) neben klinischen und virologischen Befunden auch mit nichtinvasiven
Verfahren der Grad der Fibrose (Leberelastographie) bestimmt. Patientinnen mit spontan ausgeheilter HCV-Infektion (n=189) wurden dabei mit Patientinnen, die eine chronische HCV-Infektion entwickelt haben (n=529), verglichen.
Innerhalb der 35 Jahre hatten von den Patientinnen mit
chronischer Infektion 197 (36,9 %) bisher keine Therapie erhalten, 149 (28,2 %) waren erfolgreich behandelt worden
(SVR, ausgeheilte Hepatitis C) und 183 (34,6 %) hatten auf
eine Behandlung nicht nachhaltig angesprochen. Im Gegensatz zu anderen Studien zeigte sich bei unserer Kohorte 35
Jahre nach der Infektion insgesamt nur bei 9,3 % ein zirrhotischer Leberumbau. Bei Patientinnen mit chronischer HCVInfektion, die nicht auf eine spezifische Therapie angesprochen hatten, fanden sich allerdings bei 15,3 % Zeichen für
eine Leberzirrhose, während bei einer nach Therapie ausgeheilten Hepatitis nur 6 % und bei spontaner Ausheilung nur
1,1 % der Patientinnen zirrhotische Leberveränderungen
aufwiesen (Abbildung 1).
Die Überlebensraten waren bei Patientinnen die auf eine
spezifische Behandlung angesprochen hatten (0,7 %) im Vergleich zu Patientinnen, die bisher keine Therapie erhalten
hatten (6,6 %) und zu Patientinnen, die nicht auf die Therapie angesprochen hatten (3,7 %), signifikant (p = 0,027) verbessert (Abbildung 2).
In anderen Studien zeigte sich, dass vor allem höheres Alter
zum Infektionszeitpunkt, männliches Geschlecht und zusätzliche toxische Leberschädigung zu einem raschen Progress
des Leberumbaus führen. Eine erfolgreiche antivirale Therapie kann das Risiko einer Leberzirrhose und eines HCC deutlich reduzieren.
Frühere Therapien mit pegyliertem Interferon und Ribavirin
haben bei dem in Deutschland vorherrschenden HCV-Geno-
Abb.1: Anteil an Patientinnen mit höhergradiger Fibrose, Zirrhose und hepatozellulärem Karzinom bei den untersuchten Gruppen (chronische Hepatitis
C, erfolgreich behandelte Hepatitis C (SVR), kein Ansprechen auf Therapie (NR), spontane Ausheilung der Hepatitis C) [nach Wiese M, Fischer F, Löbermann M et al., Hepatology 2014;59:49-57]
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Seite 397
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG / OFFIZIELLE MITTEILUNGEN
typ bei ca. 50 % der Patienten zu einer Ausheilung geführt.
Mit der Zulassung von Wirkstoffen der Gruppe sogenannter
DAA (direkt wirkende antivirale Substanzen), wie Simeprevir
oder Sofosbuvir, haben sich die Heilungsaussichten deutlich
verbessert, die Therapiedauer konnte verkürzt werden und
in bestimmten Situationen ist eine interferonfreie Behandlung möglich.
Damit können auch Patientengruppen, bei denen eine Interferon-Therapie kontraindiziert war (Depression, Autoimmunerkrankungen, Niereninsuffizienz, Organtransplantation),
zukünftig behandelt werden.
Abb. 2: Überlebenswahrscheinlichkeit nach HCV Infektion (SVR – sustained virological response, nachhaltiges Ansprechen auf eine Therapie; NR
– non-response, kein dauerhaftes Ansprechen auf die Therapie; Therapie-naive, Patienten ohne spezifische Therapie) [nach Wiese M, Fischer F,
Löbermann M et al., Hepatology 2014;59:49-57]
Verfasser:
PD Dr. med. habil. Micha Löbermann
Prof. Dr. med. univ. Emil Reisinger
Abteilung für Tropenmedizin,
Infektionskrankheiten und Nephrologie
Zentrum für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock
Ernst Heydemann Str. 6, 18057 Rostock
E-Mail: emil.reisinger@uni-rostock.de
Stellungnahme der Aufsichtsbehörde
Abrechung ärztlicher Leichenschau
Die Veröffentlichung des Vorstandes der Ärztekammer im
Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern 8/2014, S. 286 f. nehme ich zum Anlass, erneut auf die meiner Ansicht nach geltende Rechtslage hinzuweisen und komme insoweit zurück
auf mein Schreiben vom 10.12.2013.
Die Abrechnung der ärztlichen Leichenschau als solche wird
durch Ziffer 100 GOÄ vollständig erfasst.
In § 5 Abs. 2 S. 4 GOÄ ist normiert, dass eine Gebühr regelmäßig zwischen dem einfachen und dem 2,3-fachen des Gebührensatzes bemessen werden darf.
Ein Überschreiten des 2,3-fachen Gebührensatzes ist zwar
rechtskonform, wenn Besonderheiten der in § 5 Abs. 2 S. 1
GOÄ genannten Bemessungskriterien dies rechtfertigen.
Die Ausführungen der Ärztekammer, wonach die Berechnung mit dem Faktor 3,5 in dem (regelhaften) Einzelfall, dass
die Leiche am Ort des Versterbens aufgesucht werden musste, keinen Widerspruch zu den geltenden Regelungen der
GOÄ aus Sicht der Kammer erkennen lasse [vgl. Ärzteblatt
Seite 398
8/2014, S. 286 (287)], können jedoch aus Sicht der Aufsichtsbehörde keinen Rechtfertigungsgrund für ein Überschreiten
des Regelgebührensatzes von 2,3 darstellen. Es liegt in der
– sicher auch von Gesetzgeber beachteten – Natur der Sache,
dass eine Leiche zum Zwecke der ärztlichen Leichenschau regelmäßig am Ort des Versterbens aufzusuchen sein wird. Damit ist dieser Regeltatbestand auch vom Regelfall des 1,0 bis
2,3-fachen Gebührensatzes erfasst und abgegolten und stellt
für sich genommen keine erschwerten Bedingungen dar.
Nur besondere Einzelfälle, welche von dem Regeltatbestand
abweichen und die ärztliche Leichenschau über das (regelhafte) Aufsuchen am Ort des Versterbens hinaus zusätzlich
erschweren, können zu einer erhöhten Abrechnung führen.
Christian Sievers
Abteilung Gesundheit und Arbeitsschutz
Referat Heilberufsrecht und Krankenversicherung
Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales
Mecklenburg-Vorpommern
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
OFFIZIELLE MITTEILUNGEN
Ab 1. Januar 2015 nur noch neue Betäubungsmittelrezepte verwenden
Die alten Betäubungsmittelrezepte dürfen ab dem 01.01.2015
nicht mehr zur Verschreibung verwendet werden.
Seit März 2013 gibt die im Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte angesiedelte Bundesopiumstelle
neue Betäubungsmittelrezeptformulare (BtM-Rezepte)
heraus. Diese tragen eine deutlich sichtbare, fortlaufende
9-stellige Rezeptnummer. Ab 01.01.2015 dürfen ausschließlich diese Rezepte zur Verschreibung von Betäubungsmitteln
verwendet werden.
Die vor März 2013 herausgegebenen BtM-Rezepte tragen
eine deutlich längere Zahlenfolge. Diese alten BtM-Rezepte
dürfen nur noch bis zum 31.12.2014 ausgestellt und bis zum
07.01.2015 durch die Apotheke beliefert werden. Das ergibt
sich aus den Regelungen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung, nach der ein Betäubungsmittel nur maximal sieben Tage nach Ausstellungsdatum auf dem BtM-Rezept von der Apotheke abgegeben werden darf.
Die alten BtM-Rezepte sollen nicht an die Bundesopiumstelle zurückgeschickt werden, sondern müssen vom verschreibenden Arzt mit den Durchschriften der ausgestellten BtMRezepte drei Jahre aufbewahrt werden.
Das Verfahren für die Nachbestellung von BtM-Rezepten ändert sich grundsätzlich nicht. Mit jeder Lieferung erhalten
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Ärztinnen und Ärzte – wie bisher – eine Folge-Anforderungskarte für neue BtM-Rezepte. Es sollte unbedingt diese Anforderungskarte für die Bestellung von Rezepten verwendet
werden. Die Folge-Anforderungskarte wird in Zukunft mit
einem Barcode versehen sein, der die Bearbeitung in der
Bundesopiumstelle erleichtert und die Auslieferung der BtMRezepte erheblich beschleunigt.
Eine Abbildung des Rezeptvordrucks (siehe oben) finden Sie
unter: www.bfarm.de/btm-Rezeptvordruck.
(Nach Mitteilungen der Arzneimittelkommission der
deutschen Ärzteschaft und des Bundesinstituts für
Arzneimittel und Medizinprodukte)
Seite 399
WAHLAUSSCHUSS
Mitteilung des Wahlausschusses
Nachfolgend werden alle zugelassenen Wahlvorschläge (Listenwahlvorschläge in den Wahlkreisen und Einzelwahlvorschläge im Kammergebiet) zur Wahl der Kammerversammlung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern 2014 bekannt gegeben.
1) Listenwahlvorschläge
Wahlkreis Bad Doberan
Liste: Wahlkreis Bad Doberan
1. Stefan Zutz, Facharzt für Allgemeinmedizin
2. Dr. med. Sabine Bitter, Praktische Ärztin,
Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivtherapie,
Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen
3. Dr. med. Lutz Baumbach, Facharzt für Kinderchirurgie
4. Dr. med. Bijan Peter Zendeh Zartoshti,
Facharzt für Innere Medizin
5. Jens Schulz, Facharzt für Innere Medizin
6. Dr. med. Claudia Scheltz, Fachärztin für Anästhesiologie
Wahlkreis Demmin
Liste 1: Wahlkreis Demmin
1. Thomas Hanff, Facharzt für Allgemeinmedizin,
Facharzt für Kinderchirurgie
Liste 2: Wahlkreis Demmin
3.
4.
5.
Dr. med. , Ärztin in
Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin
Prof. Dr. med. Matthias Heckmann,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. med. Susanne Westphal, Fachärztin für
Physikalische und Rehabilitative Medizin
6. Dr. med. Peter Abel, Facharzt für Innere Medizin
7. Dr. med. Matthias Heukäufer,
Facharzt für Innere Medizin
Liste 2: Wahlkreis Greifswald
1. Dr. med. Anne Friederike Klenner, Fachärztin für
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
2. Dr. med. Andrea Schindler, Fachärztin für
Innere Medizin, Fachärztin für Nuklearmedizin
3. Dr. med. Alexander Bankau, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
4. Dr. med. Günter Beitz, Facharzt für Urologie
5. Dr. med. Andreas Michel,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
6. Dr. med. Dirk Vogelgesang,
Facharzt für Innere Medizin
7. Dr. med. Holger Streckenbach, Facharzt für
Diagnostische Radiologie, Facharzt für Nuklearmedizin
8.Dipl.-Med. Kersten Vogelgesang,
Fachärztin für Allgemeinmedizin
1. Dr. med. Jörg Hinniger, Facharzt für Allgemeinmedizin
Liste 3: Wahlkreis Demmin
Wahlkreis Güstrow
1. Dr. med. Ralph Richter,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Liste: Wahlkreis Güstrow
Wahlkreis Greifswald
Liste 1: Wahlkreis Greifswald
1.
2.
1.
2.
3.
Karsten Thiemann,
Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin
Dr. med. Rolf Kaiser, Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Christiane Trapp,
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. med. Antje Steveling,
Fachärztin für Innere Medizin
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Klaus Empen,
Facharzt für Innere Medizin,
Facharzt für Innere Medizin und Angiologie
Seite 400
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
WAHLAUSSCHUSS
Wahlkreis Ludwigslust
Wahlkreis Nordwestmecklenburg
Liste: Wahlkreis Ludwigslust
Liste: Wahlkreis Nordwestmecklenburg
1.
2.
3.
Dr. med. Evelin Pinnow, Fachärztin für Chirurgie
Dr. med. Thomas Avemarg,
Facharzt für Allgemeinmedizin
Bettina Knuth,
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
1.Dipl.-Med. Kerstin Schmiedeberg,
Fachärztin für Allgemeinmedizin
2. Dr. med. Jens-Uwe Weise,
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
3. Dr. med. Cathrin Kasper,
Fachärztin für Innere Medizin
Wahlkreis Mecklenburg-Strelitz
Wahlkreis Ostvorpommern
Liste: Wahlkreis Mecklenburg-Strelitz
Liste: Wahlkreis Ostvorpommern
1. Dr. med. Fred Ruhnau, Facharzt für Innere Medizin
Wahlkreis Müritz
Liste: Wahlkreis Müritz
1. Dr. med. Karl Schulze, Facharzt für Chirurgie
2. Dr. med. Thomas Müller,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
1. Dr. med. Helmut Blücher,
Facharzt für Allgemeinmedizin, Praktischer Arzt
2.Dipl.-Med. Frank Büchner, Facharzt für Chirurgie,
Facharzt für Visceralchirurgie
3. Dr. med. Mark Wiersbitzky,
Facharzt für Innere Medizin
Wahlkreis Parchim
Liste: Wahlkreis Parchim
Wahlkreis Neubrandenburg
Liste: Wahlkreis Neubrandenburg
1.Dipl.-Med. Wiebke Heiner, Praktische Ärztin
2.Dipl.-Med. Kurt Braun, Facharzt für Innere Medizin
3.Dipl.-Med. Susanne Wagner, Praktische Ärztin,
Fachärztin für Chirurgie
4.Dipl.-Med. Eva Fehlhaber,
Fachärztin für Radiologische Diagnostik
1. Dr. med. Kerstin Skusa, Fachärztin für Chirurgie
2. Dr. med. Nils Herling, Facharzt für Innere Medizin
3.Dipl.-Med. Bernd Helmecke,
Facharzt für Innere Medizin
Wahlkreis Rostock
Liste: Wahlkreis Rostock
1.
2.
3.
Wahlkreis Nordvorpommern
Liste: Wahlkreis Nordvorpommern
1.Dipl.-Med. Angelika von Schütz,
Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
2. Dr. med. Annegret Schlicht,
Fachärztin für Innere Medizin
3. Claudia Mahr, Ärztin in Weiterbildung zur
Fachärztin für Innere Medizin
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Dr. med. Andreas Crusius, Facharzt für Innere
Medizin, Facharzt für Pathologie, Praktischer Arzt
Dr. med. Wilfried Schimanke, Facharzt für Chirurgie
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dr. med. dent. Uwe Peter,
Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Dr. med. Harald Terpe MdB, Facharzt für Pathologie
Dr. med. Volker Lakner, Facharzt für Innere Medizin
Dr. med. Ulf Broschewitz, Facharzt für Pathologie
Dr. med. Thomas Külz,
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Dr. med. Jens-Christian Kröger,
Facharzt für Radiologie
Prof. Dr. med. habil. Hans-Christof Schober,
Facharzt für Innere Medizin
Seite 401
WAHLAUSSCHUSS
10.Prof. Dr. med. univ. Emil Reisinger, Facharzt für
Innere Medizin, Facharzt für Laboratoriumsmedizin
11. Dr. med. Anne-Christine Eich,
Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
12.Dr. med. Wojciech Baracz,
Facharzt für Anästhesiologie
13. Dr. med. Sylke Graumüller,
Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
14.Dr. med. Martina Littmann,
Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin
15.Priv.-Doz. Dr. med. habil. Karin Liebscher,
Fachärztin für Innere Medizin
16.Dr. med. Liane Hauk-Westerhoff,
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
17. Dr. med. Norma Günzl,
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
18.Prof. Dr. med. habil. Johannes Buchmann, Facharzt
für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
19. Dr. med. Birgit Pohl, Fachärztin für Anästhesiologie
20.Dr. med. Thomas Körber, Facharzt für Innere Medizin
21. Dr. med. Frank-Peter Nitschke, Facharzt für Urologie
22.Dr. med. Tilo Schneider,
Facharzt für Allgemeinmedizin
23.Dr. med. Rüdiger Schulze, Facharzt für Orthopädie
und Unfallchirurgie, Facharzt für Orthopädie
24.Priv.-Doz. Dr. med. Michael Köhnke,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
25.Dr. med. Cornelius Kasch,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
26.Dr. med. Uwe Scharlau, Facharzt für Chirurgie,
Facharzt für Visceralchirurgie
27. Dr. med. Volker Harder, Facharzt für Innere Medizin
28.Dr. med. Holger Steffen, Facharzt für Chirurgie,
Facharzt für Visceralchirurgie
29.Dr. med. Susann Machmüller,
Fachärztin für Anästhesiologie
30.Dr. med. Volker Schmidt,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
31. Dr. med. Jörg Schliedermann,
Facharzt für Orthopädie
32.Julia-Marie Crusius, Ärztin in Weiterbildung
33.Priv.-Doz. Dr. med. habil. Jan Roesner,
Facharzt für Anästhesiologie
34.Dr. med. Andreas Führer,
Facharzt für Innere Medizin
35.Dr. med. Andreas Knauerhase,
Facharzt für Innere Medizin
36.Claudia Dreyer, Ärztin in Weiterbildung zur
Fachärztin für Innere Medizin
37.Johannes Bonacker, Arzt in Weiterbildung zum
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Seite 402
Wahlkreis Rügen
Liste: Wahlkreis Rügen
1. Dr. med. Stefan Graunke, Facharzt für Urologie
2. Jörg Heusler, Facharzt für Öffentliches
Gesundheitswesen, Facharzt für Allgemeinmedizin
Wahlkreis Schwerin
Liste: Wahlkreis Schwerin
1. Dr. med. Henning Wiegels,
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie
2. Dr. med. Harald von Suchodoletz,
Facharzt für Kinderchirurgie
3. Dr. med. Winrich Mothes,
Facharzt für Kinderchirurgie, Facharzt für Chirurgie
4. Dr. med. Ulrike Garling, Fachärztin für Innere Medizin
5.Dipl.-Med. Ute Krüger, Fachärztin für Kinderchirurgie
6. Prof. Dr. med. Klaus Dommisch, Facharzt für Chirurgie
7. Dr. med. Marco Scherkus, Praktischer Arzt,
Facharzt für Anästhesiologie
8. Dr. med. Jochen-Friedrich Buhrmann,
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin,
Facharzt für Innere Medizin
9. Dr. med. Tilman Teuteberg, Facharzt für Anästhesiologie
10.Dr. med. Olaf Kannt,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Wahlkreis Stralsund
Liste 1: Wahlkreis Stralsund
1.
2.
3.
Dr. med. Burkhard Dehl, Facharzt für Chirurgie
Dr. med. Franziska Plath, Fachärztin für Innere Medizin
Dr. med. Ronald Zabel, Facharzt für
Psychotherapeutische Medizin, Facharzt für Psychiatrie
Liste 2: Wahlkreis Stralsund
1.
2.
3.
4.
5.
Prof. Dr. med. Jörn Peter Sieb, Facharzt für Neurologie
Prof. Dr. med. Carsten Christof Bödeker,
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Dr. med. Thomas Hunfeld, Facharzt für Orthopädie
Dr. med. Günter Langhans,
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Dr. med. Dr. jur. Michael Gillner,
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
WAHLAUSSCHUSS
Wahlkreis Uecker-Randow
Liste: Wahlkreis Uecker-Randow
1. Dr. med. Anke Müller, Fachärztin für Allgemeinmedizin
2. Dr. med. Uwe Großmann, Facharzt für Chirurgie
Wahlkreis Wismar
Liste 1: Wahlkreis Wismar
1. Dr. med. Kathrin Kohlen, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Fachärztin für Urologie, Praktische Ärztin
2. Dr. med. Andreas Meyer,
Facharzt für Anästhesiologie und Intensivtherapie
3. Priv.-Doz. Dr. med. Henrik Schneider,
Facharzt für Innere Medizin
4. Dr. med. Alfred Winterroth,
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
5.Dipl.-Med. Henning Schwarz,
Facharzt für Orthopädie
Liste 2: Wahlkreis Wismar
1.Dipl.-Med. Ulrich Freitag,
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
2. Dr. med. Thomas Freitag, Facharzt für Chirurgie
2) Einzelwahlvorschläge für die Landesliste
1. Dr. med. Andreas Crusius, Facharzt für Innere
Medizin, Facharzt für Pathologie, Praktischer Arzt
2. Dr. med. Wilfried Schimanke, Facharzt für Chirurgie
3. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dr. med. dent. Uwe Peter,
Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
4. Dr. med. Evelin Pinnow, Fachärztin für Chirurgie
5. Dr. med. Winrich Mothes,
Facharzt für Kinderchirurgie, Facharzt für Chirurgie
6. Dr. med. Thomas Müller,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
7. Dr. med. Annegret Schlicht,
Fachärztin für Innere Medizin
8. Dr. med. Henning Wiegels,
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie
9. Dr. med. Jörg Hinniger, Facharzt für Allgemeinmedizin
10.Dr. med. Burkhard Dehl, Facharzt für Chirurgie
11. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Lutz Wilhelm,
Facharzt für Chirurgie
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
12. Dr. med. Tilo Schneider, Facharzt für Allgemeinmedizin
13. Dr. med. Sebastian Kleemann,
Facharzt für Innere Medizin
14.Dipl.-Med. Torsten Lange,
Facharzt für Allgemeinmedizin
15.Dr. med. Thomas Körber, Facharzt für Innere Medizin
16.Prof. Dr. med. univ. Emil Reisinger, Facharzt für Innere
Medizin, Facharzt für Laboratoriumsmedizin
17. Dr. med. Markolf Oelze, Facharzt für Urologie
18.Dipl.-Med. Fridjof Matuszewski,
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
19. Prof. Dr. med. habil. Johannes Buchmann,
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
20.Dr. med. Andreas Gibb,
Facharzt für Anästhesiologie und Intensivtherapie
21. Dr. med. Christiane Trapp, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
22.Stefan Zutz, Facharzt für Allgemeinmedizin
23.Dr. med. Frank-Peter Nitschke, Facharzt für Urologie
24.Dr. med. Anke Müller, Fachärztin für Allgemeinmedizin
25.Dipl.-Med. Henning Schwarz, Facharzt für Orthopädie
26.Dr. med. Fred Ruhnau, Facharzt für Innere Medizin
27. Christian Güttel,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
28.Dr. med. Günter Langhans,
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
29.Dr. med. Hubert Bannier, Facharzt für Innere Medizin
30.Dr. med. Gerhard Maskow, Facharzt für Chirurgie
31. Prof. Dr. med. Ernst Klar, Facharzt für Chirurgie
32.Helgo Bauer, Facharzt für Diagnostische Radiologie
33.Dr. med. Klaus-Heinrich Schweim,
Facharzt für Radiologische Diagnostik
Der Wahlleiter
Dr. med. Ralf Bitter
Seite 403
AKTUELLES
Start des Mitgliederportals
der Ärztekammer M-V
Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern hat ein Onlineportal eingerichtet, das nur für Mitglieder der Ärztekammer M-V bestimmt ist und in dem Sie künftig, unabhängig von Ihrem Standort und den Öffnungszeiten der Ärztekammer, schnell und bequem von zu Hause oder unterwegs
aus, mit der Kammer kommunizieren können.
Das Portal steht vom 1. November 2014 an zur Verfügung.
Melden Sie sich
auf der Homepage
https://portal.aek-mv.de an.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
In der nächsten Ausgabe des Ärzteblattes finden Sie weitere Erläuterungen zum Mitgliederportal.
Gelbfieber-Impfnachweis: Änderung der Internationalen Gesundheitsvorschriften ab Juni 2016
Für einen lebenslangen Schutz vor einer Gelbfieberinfektion
ist eine einmalige Impfung ausreichend. Dies hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im vergangenen Jahr nach
Auswertung neuester epidemiologischer Daten mitgeteilt.
Eine Impfauffrischung alle zehn Jahre, wie bislang empfohlen, sei aus medizinischen Gründen nicht notwendig.
Die aktuellen Erkenntnisse finden nun auch Eingang in die
Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) der WHO, die
in aktualisierter Form im Juni 2016 in Kraft treten werden.
Danach soll bei der Einreise in Länder mit Gelbfieber-Impfpflicht künftig eine einmalige Impfung ausreichen. Das CRM
Centrum für Reisemedizin begrüßt den aktuellen Beschluss
der WHO. Ob die neuen Vorgaben mit Inkrafttreten tatsächlich an allen Grenzen sofort umgesetzt würden, müsse jedoch abgewartet werden.
Die Weltgesundheitsorganisation informiert auf ihrer Website über den aktuellen Stand der Vorschriften für die Einreise in die WHO-Mitgliedstaaten: http://www.who.int/ith/
ITH_country_list.pdf?ua=1&ua=1
(Nach einer Information des CRM Centrums für Reisemedizin)
Aufruf an freiwillige Helfer im Kampf gegen Ebola
In einer gemeinsamen Aktion mit dem Bundesministerium
für Gesundheit und dem Deutschen Roten Kreuz engagiert
sich die Bundesärztekammer bei der Eindämmung der EbolaEpidemie in Westafrika.
Sie bittet die Landesärztekammern um Unterstützung bei
der Suche nach freiwilligen Helfern.
Um die Ausweitung der Ebola-Epidemie zu verhindern, wird
Fachpersonal, z. B. Ärzte, Hebammen, Physiotherapeuten, Kranken- und Gesundheitspflegepersonal, Pharmazeuten, Labortechniker und Röntgenfachkräfte, mit guten bis
sehr guten Englischkenntnissen benötigt.
Seite 404
Das medizinische Personal muss in einer mindestens einwöchigen Schulung auf den Einsatz länder- und lagespezifisch
vorbereitet werden. Nach einem Einsatz im Ebola-Gebiet
dürfen die Fachkräfte für drei Wochen nicht an der Patientenversorgung im Heimatland teilnehmen, d. h. bei einem
vierwöchigen Einsatz im Ebola-Gebiet wäre eine Freistellung
von mindestens acht Wochen erforderlich.
Freiwillige Helfer können ihr Interesse an einem Einsatz auch
unmittelbar beim Online-Bewerbungssystem DRK HRnet:
https://drkhrnet.drk.de/Home anmelden.
(Nach einer Information der Bundesärztekammer)
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER
„Knöllchen“ trotz Arzt-Notfall-Schild
Gerade in Innenstadtbereichen wird der Parkraum immer
kleiner. Ärztinnen und Ärzte, die bei einem Hausbesuch keinen Parkplatz finden, legen dann häufig das Arzt-NotfallSchild hinter die Windschutzscheibe im Vertrauen darauf,
dass sie damit berechtigt sind, verbotswidrig parken zu können.
Verärgert stellen sie bei ihrer Rückkehr fest, dass ein „Knöllchen“ wegen Falschparkens am Scheibenwischer klemmt. In
den letzten Monaten sind wegen solcher Fälle etliche Beschwerden und Anfragen, vor allem aus dem Raum Rostock
und Warnemünde, bei der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern eingegangen. Dies war für die Kammer Grund genug, sich mit den Sachgebietsleitern der Bußgeldstelle und
der Verkehrsüberwachung Rostock zusammenzusetzen, um
zu klären, warum das Schild nicht die gedachte Akzeptanz
bei den Politessen findet. Dabei wird deutlich, dass es offenbar immer wieder Bürgerbeschwerden gibt, wonach das
Schild zum Falschparken genutzt wird, ohne dass eine Berechtigung hierfür erkennbar ist, etwa beim täglichen Parken
vor der Praxis.
Doch für welche Fälle kann das Notfallschild
genutzt werden?
Grundsätzlich gilt: Das Arzt-Notfall-Schild stellt keine Ausnahmegenehmigung dar, die von der Beachtung der Straßenverkehrsordnung entbindet. Es ist vielmehr ein Hinweis
für kontrollierende Politessen, dass der Arzt sein Fahrzeug
wegen eines sog. rechtfertigenden Notstandes gemäß
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
§ 16 OWiG (Ordnungswidrigkeitengesetz) vorschriftswidrig
geparkt hat. Ein rechtfertigender Notstand ist dann anzunehmen, wenn akut eine Gefahr für das Leben oder für eine
erhebliche weitere Gesundheitsverschlechterung bei dem
Patienten, den der Arzt besucht, besteht.
Das Schild ist also für Fälle gedacht, bei denen der Arzt tatsächlich gerufen wird, für sich einen Notfall definiert hat und
keinen Parkplatz findet.
Wird trotzdem ein „Knöllchen“ am Auto hinterlassen oder
ein Bußgeldbescheid verhängt, können die Betroffenen sich
an die Bußgeldstelle wenden, um darzulegen, dass sie sich
tatsächlich bei einem Notfalleinsatz befunden haben. Dabei
müssen keine Patientendaten oder sonstige der Schweigepflicht unterliegenden Informationen preisgeben werden,
eine plausible Darlegung wird zumeist ausreichend sein. In
der Regel wird das Verfahren dann auch eingestellt.
Es ist sicher ein zeitraubender, manchmal auch nerviger Weg,
doch leider ist es der Kammer nicht gelungen, eine Änderung der derzeitigen Verfahrensweise durch die Verkehrsüberwachung zu erreichen. Dies wird nur möglich sein, wenn
die grundsätzliche Akzeptanz des Schildes wiederhergestellt
wird. Deshalb möchten wir die Ärztinnen und Ärzte, die von
der Kammer ein Arzt-Notfall-Schild erhalten haben, bitten,
dieses ausschließlich zweckentsprechend einzusetzen.
W. S. und F. L.
Seite 405
KONGRESSBERICHT
17. Curriculum Anatomie und Schmerz
4. bis 6. September 2014 in Greifswald
Das 17. Curriculum Anatomie und Schmerz behandelte
„Schmerzphänomene des Kopfes und neurobiologische Grundlagen des Schmerzverständnisses aus funktioneller Sicht“. In bewährter Weise wurde die Thematik
anhand von Vorträgen, Seminaren und Demonstrationen
sowie an anatomischen Präparaten veranschaulicht und diskutiert. Auch in diesem Jahr wurde das Curriculum als Gemeinschaftsveranstaltung der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. (DGS), der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) sowie in Kooperation mit
der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Plastizität und Funktionsstörungen sowie psychische
Erkrankungen des Gehirns wurden von Hans J. Grabe
(Stralsund) vorgestellt. Das Gehirn enthält 100 Millionen Nervenzellen, die bis zu 500 Mal in der Sekunde „feuern“ können. Die Funktion des Gehirns kann durch Drogen, Pharma-
ka, Depressionen, Phobien u. a. beeinträchtigt werden. Ca.
40 % der Deutschen leiden einmal im Leben unter einer psychischen Erkrankung, die in 35 % aller Fälle zu Frühberentungen führt. Von den psychisch erkrankten Patienten haben
9 % Kindheitsmissbrauch erlebt (psychisch, körperlich oder
sexuell), der auch mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für z. B.
multiple Sklerose oder rheumatoide Erkrankungen assoziiert
ist. Bei einigen psychischen Erkrankungen ist die Hypothalamus-Hypophysen-Achse dysreguliert. Dies kann zur erhöhten
Ausschüttung von Cortisol führen, das die Synthese von ca.
80 weiteren Proteinen reguliert. Die Wirkung des CortisolRezeptorkomplexes kann durch FKBP5 reguliert werden. Im
Rahmen der Greifswalder SHIP-Studie (Study of health in Pomerania) wurde gezeigt, dass bei bestimmten Genotypen
(TT-Genotyp des FKBP5-Gen SNP; s. a. Neuropsychopharmacology 2011, 36(10): 1982-91) und vorliegendem Kindesmissbrauch ein neunfach erhöhtes Risiko besteht, an Depressio-
Abb. 1: N. trigeminus. Links: Der N. trigeminus besteht aus dem N. ophthalmicus, dem N. maxillaris und dem N. mandibularis. Der N. ophthalmicus innerviert Auge, Haut der oberen Gesichtsregion, Nase und Nasennebenhöhlen sowie die Dura. Der N. maxillaris versorgt die Haut der mittleren Gesichtsregion, Gaumen, Oberkieferzähne, Zahnfleisch und den Sinus maxillaris. Der N. mandibularis führt motorische Fasern zu den Kaumuskeln und zwei Mundbodenmuskeln. Sensible Äste ziehen zu Zunge, Wangenschleimhaut, Unterkieferzähnen und unterer Gesichtsregion. Rechts: Kerngebiete des N. trigeminus
(hellblau). Der nozizeptive Kern (Nucleus spinalis n. trigemini) reicht von der Pons bis in das obere Zervikalmark, wo es zu Konvergenzen mit zervikalen
Afferenzen kommen kann.
(Aus: Sobotta Atlas der Anatomie des Menschen ©. Kopf, Hals und Neuroanatomie. Paulsen F, Waschke J (Hrsg.) 23. Aufl., Elsevier GmbH, Urban & Fischer,
München 2010, mit freundlicher Genehmigung des Verlages).
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ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
KONGRESSBERICHT
nen zu erkranken. Außerdem wurde festgestellt, dass die
Kombination von Missbrauch und Vorliegen des TT-Genotyps
zu Veränderungen des Gehirns führt.
Schmerzphänomene des Kopfes und des kraniozervikalen Überganges aus anatomischer Sicht erläuterte Jürgen Giebel (Greifswald). Während das Nervengewebe selbst
nicht schmerzempfindlich ist, werden Gefäße des Gehirns,
der Meningen und des äußeren Schädels sowie das Periost
von Ästen des N. trigeminus versorgt. Sie innervieren darüber hinaus den Augapfel, die Augenhäute, die Schleimhäute
von Nase, Nasennebenhöhlen und Mundhöhle, die Gesichtshaut, Zähne und Zunge, etc. (Abb. 1). Bei der Migräne soll
eine „Fehlsteuerung“ des N. trigeminus dazu führen, dass
sensible (afferente) Nervenfasern efferent werden und an
ihren Terminalen gefäßerweiternde Substanzen (CGRP, calcitonin gene related peptide) ausschütten. CGRP führt zu einer
Gefäßdilatation mit nachfolgender Plasmaextravasation und
somit zu einer sterilen neurogenen Entzündung. Kopfschmerzen können aber auch im Bereich der Halswirbelsäule
entstehen. Afferenzen aus zervikalen Gelenken, Muskeln etc.
enden zusammen mit trigeminalen Fasern an Rückenmarkszellen (Konvergenz). So scheint in der Region von C1 die Integration nozizeptiver Signale aus Kopf-, Gesichts- und Nackenregion zu erfolgen (Eur J Neurosci. 2007, 26(1): 142-54).
In das Kopfschmerzgeschehen könnte auch der Sympathikus
involviert sein, dessen Fasern mit den Blutgefäßen verlaufen
und auch in der Dura zu finden sind, wo sie wahrscheinlich
die Aktivität von Mastzellen modulieren.
Die Behandlung von Kopfschmerzen aus neurochirurgischer Sicht stellte Henry Schröder (Greifswald) dar. Da
Kopfschmerzen ein häufiges Initialsymptom neurochirurgischer Erkrankungen des Gehirns sein können, ist besonders
die Kenntnis der Kopfschmerzcharakteristik wichtig für die
Diagnostik (durch MRT oder CT bei Verdacht auf Blutungen)
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Abb. 2: Subdurale Hämatome im Frontalschnitt (links). Durch Abriss von
Brückenvenen (rechte Seite) ist ein subdurales Hämatom entstanden. Auf
der linken Seite führte der Abriss zu einem subduralen Hämatom mit Einblutung. Das Bild rechts zeigt ausgedehnte bilaterale traumatische Subduralhämatome.
(Aus: Sobotta Atlas der Anatomie des Menschen ©. Kopf, Hals und Neuroanatomie. Paulsen F, Waschke J (Hrsg.) 23. Aufl., Elsevier GmbH, Urban
& Fischer, München 2010, mit freund-licher Genehmigung des Verlages).
und weitere Therapie. So sollte jeder neu auftretende heftige Kopfschmerz, falls kein plausibler Grund dafür vorliegt (z.
B. Grippe) nicht nur bei Erwachsenen, sondern gerade bei
Kindern durch bildgebende Verfahren abgeklärt werden.
Aneurysmatische Subarachnoidalblutungen sind oft schwer
zu diagnostizieren. Meist liegt hier eine kurze aber heftige
Warnblutung vor, die vom Nacken hochzieht und mit Wärmegefühl, Übelkeit/Erbrechen korreliert sein kann. Besonders
gefährlich sind Subduralblutungen (Abb. 2) z. B. nach Schädelhirntrauma.
Die häufigste Form des Gesichtsschmerzes ist die Trigeminusneuralgie, die durch typische stechende einseitige Attacken
charakterisiert ist und durch Triggerung (Berühren, Kauen,
Zähneputzen, kalte Luft) ausgelöst werden kann. Ursache
der Trigeminusneuralgien können Gefäßkompressionen sein,
die durch mikrochirurgische Intervention bei Schonung des
N. trigeminus beseitigt werden können.
Seite 407
KONGRESSBERICHT
Abb. 3: Hirnhautverhältnisse im Bereich des Sinus sagittalis superior. Zwischen beiden Durablättern befinden sich venöse Blutleiter. In Lakunen
des Sinus befinden sich die Granulationes arachnoideae, über die die
Rückresorption des Liquors erfolgt. Die Sinus stehen auch mit Venen der
Calvaria über Vv. emissariae in Verbindung.
(Aus: Sobotta Atlas der Anatomie des Menschen©. Kopf, Hals und Neuroanatomie. Paulsen F, Waschke J (Hrsg.) 23. Aufl., Elsevier GmbH, Urban &
Fischer, München 2010, mit freundlicher Genehmigung des Verlages).
Über Duraverhältnisse, den venösen Abfluss des Gehirns sowie Schädelnähte informierte Thomas Koppe
(Greifswald). Die Sinus der kranialen Dura sind frei von Muskulatur, besitzen keine Klappen, nehmen das Blut des Gehirns auf und stehen mit Venen der Calvaria (über Vv. emissariae) sowie der Gesichtsregion in Verbindung (Abb. 3).
Die Durasepten des Schädels (Falx cerebri, Falx cerebelli, Tentorium cerebelli) befestigen sich z. T. über Verstärkungszüge
am Schädel (Abb. 4). Die Schädeldura geht am Foramen magnum in die Dura des Spinalkanals über. Nur hier findet sich
ein physiologischer Raum zwischen den beiden Durablättern
(Epiduralraum), der venöse Plexus sowie Fettgewebe enthält.
Bewegungen der Dura beanspruchen den Durasack. In der
C1-Region ist die Dura häufig über eine Bindegewebsbrücke
mit dem M. rectus capitis minor verbunden. Die Dura enthält
eine beträchtliche Menge an sensiblen und sympathischen
Nervenfasern sowie Mastzellen und Ruffini-Körperchen
(Dehnungsrezeptoren). Die sensible Versorgung erfolgt über
Rr. meningei aus den drei Ästen des Trigeminus. Weitere meningeale Äste im Bereich der hinteren Schädelgrube entstammen den Zervikalnerven zwei und drei, die über die
Dura das Foramen jugulare sowie das Foramen magnum erreichen, wo sie Anastomosen mit Ästen der Hirnnerven IX
und X eingehen. Interessant ist, dass der R. meningeus des 1.
Trigeminusastes (N. ophthalmicus) entlang der Falx cerebri
bis zum Tentorium cerebelli verläuft.
Über Diagnosemöglichkeiten und Behandlungsrichtlinien des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) berichtete Francis
Baudet (Rambin). Das FMS ist eher eine Störung als eine
Krankheit und ist durch verschiedene Symptome wie Müdigkeit, Schmerz an vielen Stellen des Körpers, Konzentrationsschwäche, Depression, Schlafstörungen, Reizdarm, Reizmagen, häufige Reizüberempfindlichkeit u. a. gekennzeichnet.
Das FMS tritt bei Frauen dreimal häufiger auf als bei Männern und wurde 1994 in die Krankheitsliste der WHO aufgenommen.
Die Diagnose ist auf Grund der vielfältigen Beschwerden
recht diffizil. Erschwert wird die Diagnose FMS auch dadurch,
dass sich nur selten ein einheitliches Krankheitsbild feststellen lässt. Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass
Abb. 4: Darstellung der Sinus durae matris und deren Verbindungen zu extrakraniellen Venen (links). Duraduplikaturen in Form der Falx cerebri und des
Tentorium cerebelli sowie topographische Beziehungen des Sinus cavernosus zur A. carotis interna und zu verschiedenen Hirnnerven (rechts).
(Aus: Sobotta Atlas der Anatomie des Menschen©. Kopf, Hals und Neuroanatomie. Paulsen F, Waschke J (Hrsg.) 23. Aufl., Elsevier GmbH, Urban & Fischer,
München 2010, mit freundlicher Genehmigung des Verlages).
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ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
KONGRESSBERICHT
FMS-Patienten dreimal häufiger operiert werden (z. B. Karpaltunnel, Sulcus ulnaris, Schulter, Knie) als Menschen ohne
FMS. Das FMS gilt als nicht heilbar. Seine Therapie ist schwierig und muss individuell gestaltet werden. Empfohlen werden Herz-Kreislauf-Training, Entspannungstraining, niedrig
dosiertes Krafttraining und meditative Bewegungstherapien
(Yoga, Tai-Chi, Qi-Gong). Die medikamentöse Behandlung
nach den Leitlinienempfehlungen erfolgt bevorzugt kurzfristig mit Amitriptillin oder Duloxetin (kurzfristig) oder Rheumamitteln sowie schwachen Opioiden.
2.Primär gelenkig vermittelter „parietaler Kopf-/Gesichtsschmerz“. Hier finden sich z. B. trigger- und tenderpunkt­
assoziierte Kopfschmerzen bei Störung der Halswirbelsäule/Kopfgelenke, Retroflexionskopfschmerz u. a.
3. Primär autonom vermittelter Kopfschmerz. Dieser ist sympathisch ergotroph bzw. parasympathisch trophotroph.
4. Viszeraler, parietaler und autonomer Kopfschmerz kombiniert mit anderen manualmedizinischen Syndromen. Dieser würde auftreten bei gekreuzten Syndromen nach Janda oder bei einem Syndrom der oberen Thoraxapertur.
Über das SUNCT-Syndrom (short-lasting unilateral neuralgiforme headache with conjunctival injection and tearing)
sowie andere seltenere Kopfschmerzformen sprach
Christof Kessler (Greifswald). Wie bei Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerz u. a. handelt es sich um
primäre Kopfschmerzen, da ihre Ursache im Gegensatz zu
den sekundären Kopfschmerzen (bedingt z. B. durch Tumoren, Entzündungen, Aneurysmen etc.) ungeklärt ist. Das
SUNCT-Syndrom ist relativ selten und stellt die kürzeste Kopfschmerzform dar mit Attacken von 5 bis 60s Dauer (durchschnittlich 16 Attacken am Tag, aber bis zu 200 möglich). Es
ist nicht mit vegetativen Symptomen assoziiert und bleibt
meist lebenslang bestehen. Es gibt keine Akuttherapie, allerdings kann eine Prophylaxe mit Lamotrigin versucht werden.
Der Cluster-Kopfschmerz ist durch das Gefühl eines glühenden Messers im Auge gekennzeichnet, tritt streng einseitig
auf und kann mit Sumatriptan behandelt werden (75% aller
Patienten haben nach ca. 15 Min. eine Schmerzlinderung).
Alternativ hat die Sauerstofftherapie eine ähnlich gute Wirksamkeit. Eine Behandlung durch in die Nase getropftes Lidocain ist bei 30 % aller Patienten erfolgreich. Unter Trigeminusneuralgien, die auf Carbamazepin ansprechen, leiden
eher ältere Patienten (älter als 60 Jahre). Auch der idiopathische Gesichtsschmerz tritt im Alter häufiger bei Frauen auf,
ist kontinuierlich und kann eine Somatisierungsstörung darstellen.
Einblicke in den neuronalen Umbau und das Behandlungsverfahren der Spiegeltherapie aus der Sicht bildgebender Verfahren des Gehirns gab Martin Lotze (Greifswald).
Spiegeltherapie hat nichts mit den zuerst bei Makaken entdeckten Spiegelneuronen zu tun. Bei Spiegelneuronen handelt es sich um Neuronenpopulationen die sowohl im prä­
frontalen als auch ventralen motorischen Kortex lokalisiert
sind. Sie speichern Engramme von Bewegungen oder auch
Emotionen. Beispielsweise löst nur das Ansehen einer Partitur die Aktivierung von Spiegelneuronen aus, als ob selbst
gespielt würde.
Bodo Schulze (Neustrelitz) veranschaulichte, dass aus manualmedizinischer Sicht Kopfschmerzen durch Gelenkblockierungen, Trigger- und Tenderpunkte, fasziale Restriktionen, muskuläre Dysbalancen sowie Restriktionen
der Schädelsuturen verursacht werden können. Die syndromalen Einordnungen von Kopf- und Gesichtsschmerzen
könnten die Differenzialdiagnose und Therapie wesentlich
erleichtern. So wird von Buchmann et al. (Manuelle Medizin
2008, 46(2): 82-92) eine Einteilung in vier große Gruppen
vorgeschlagen:
1.Primär myofaszial vermittelter viszeraler Kopf- und Gesichtsschmerz. Dieser liegt u. a. bei orbitotemporalem,
orofazialem, nasopharyngealem sowie laryngomediastinalem Syndrom vor.
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Die vorgestellte Spiegeltherapie dagegen wird z. B. zur Behandlung von Phantomschmerzen nach einer Amputation
eingesetzt. Hierzu wird dem Patienten die Region der amputierten Gliedmaße verdeckt und die gesunde Gliedmaße
durch Einsatz von Spiegeln auf die erkrankte Seite projiziert.
Wenn die gesunde Extremität Berührungsreizen ausgesetzt
wird, kann das Gehirn die Empfindungen so verarbeiten, als
ob sie vom amputierten Körperteil ausginge. Eine erfolgreiche Spiegeltherapie kann dadurch zur Verringerung der Medikamenteneinnahme bei Phantomschmerz beitragen. Vielversprechend sind erste Anwendungen der Spiegeltherapie
bei Schlaganfallpatienten (z. B. bei einer gelähmten Extremität) oder dem CRPS (chronic regional pain syndrome).
Das nächste Curriculum Anatomie und Schmerz wird vom
3. bis 5. September 2015 auch in Greifswald stattfinden.
Verfasser:
Prof. Dr. Jürgen Giebel,
Prof. Dr. Thomas Koppe
Institut für Anatomie und Zellbiologie
Universitätsmedizin Greifswald
Friedrich-Loeffler-Str. 23c
17487 Greifswald
E-Mail: giebel@uni-greifswald.de
E-Mail: thokoppe@uni-greifswald.de
Dipl.-Med. Wolfgang Liebschner
Demmlerplatz 10, 19053 Schwerin
Seite 409
VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
Veranstaltungskalender
Ein vollständiges und aktualisiertes Angebot finden
Sie auf der Internetseite: http://www.aek-mv.de
� Fortbildung � Veranstaltungskalender
Veranstaltungen der
Ärztekammer M-V
Bitte beachten!
Die im Ärzteblatt 10/2014 veröffentlichten Veranstaltungen „Medizinische Begutachtung“ vom
05. – 06.12.2014 und der Einführungsworkshop
„Ärztlich unterstützte Priorisierung“ am
10.12.2014 werden in das Jahr 2015 verschoben.
Die neuen Termine werden im Ärzteblatt 1/2015
bekannt gegeben.
Refresher-Kurs „Der Praxisnotfall“
(Herz-Lungen-Wiederbelebung)
für niedergelassene Ärzte und deren
Assistenzpersonal
9P Termin: 22.11.2014, 09:00 – 16:00 Uhr Neu! – Ort: Hotel Horizont, Otto-von-Guericke-Str. 7,
17033 Neubrandenburg
Gebühr: 100,00 € Ärzte, 80,00 € Assistenzpersonal
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Psychosomatik in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie
Termin: 03.12.2014, 14:00 – 18:00 Uhr 4 P Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. J.-F. Buhrmann
Gebühr: 50,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Existenzgründerseminar
4P
Neu! – Termin: 17.12.2014, 16:00 – 19:30 Uhr
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
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Veranstaltungen in unserem
Kammerbereich
Fortbildungsveranstaltungen der
Serrahner Diakoniewerk gGmbH
In einer fraktioniert laufenden
Selbsterfahrungsgruppe (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) sind derzeit Plätze frei.
Termine: dienstags, jeweils 13:30 – 15:00 Uhr Informationen: Universitätsmedizin Greifswald,
Herr Prof. Dr. med. habil. H. Freyberger,
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Rostocker Chaussee 70, 18437 Stralsund,
Tel.: 03831 452100,
E-Mail: freyberg@uni-greifswald.de
Thorax- und GI-Tumorkonferenz
je 3 P
Termine: mittwochs,
jeweils 14:00 – 16:30 Uhr
Ort: Röntgendemonstrationsraum 00.06 EG,
Universitätsmedizin Greifswald,
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald
Leitung: Herr Prof. Dr. med. C.-D. Heidecke
Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald,
Klinik und Poliklinik für Chirurgie,
Sekretariat, Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1,
17475 Greifswald,
Tel.: 03834 866001, Fax: 03834 866002
Wöchentliche Fortbildung der Klinik
für Kinderchirurgie und Kinderurologie des Dietrich-Bonhoeffer-Klinije 2 P
kums Neubrandenburg
Termine: montags, jeweils 14:30 – 16:00 Uhr Leitung: Herr Dr. med. W. Beyer
Ort / Anmeldung: Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum
Neubrandenburg, Klinik für Kinderchirurgie und
Kinderurologie, Salvador-Allende-Str. 30,
17036 Neubrandenburg, Tel.: 0395 7752961
Folgende Veranstalter bieten in M-V
Balintgruppenarbeit an:
Gadebusch – Frau Dipl.-Med. A. Hachtmann,
Tel.: 03886 212440
Greifswald – Frau Dr. med. B. Noack,
Tel.: 03834 594664
Rostock – Frau Dr. med. K. Birke,
Tel.: 038203 44606
Schwerin – Herr Dr. med. P. Herzog,
Tel.: 0385 5777373
Stralsund – Herr Dr. med. Dr. jur. M. Gillner,
Tel.: 03831 452200
Interdisziplinäre suchtmedizinische
je 3 P
Fallkonferenz
Verhaltenstherapie bei
Suchterkrankungen
je 3 P
Termine: jeden letzten Dienstag im Monat,
jeweils 15:00 – 16:30 Uhr
Ort: kleiner Konferenzraum, Serrahner Diakoniewerk
gGmbH, Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen,
Am Pfarrhof 1, 18292 Serrahn
Leitung: Herr Dr. med. W. Traub
Anmeldung: Serrahner Diakoniewerk gGmbH,
Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen,
Sekretariat Frau A. Dammeier, Am Pfarrhof 1,
18292 Serrahn, Tel.: 038456 62580, Fax: 038456 62585,
Internet: http://www.rehaklinik-serrahn.de,
E-Mail: buero.dammeier@web.de
Wöchentliche Fortbildung der
Abteilung für Kinderchirurgie der
Chirurgischen Klinik und Poliklinik
der Universitätsmedizin Rostock
je 1 P
Termine: donnerstags,
jeweils 08:15 – 09:00 Uhr
Leitung: Herr Prof. Dr. med. G. Stuhldreier
Ort / Anmeldung: Universitätsmedizin Rostock,
Chirurgische Klinik und Poliklinik,
Abteilung für Kinderchirurgie, Ernst-Heydemann-Str. 8,
18057 Rostock, Tel.: 0381 4946251
Fortbildungen der MEDIAN Klinik
Heiligendamm
Termine: jeweils 11:45 – 12:30 Uhr
je 1 P Fallkonferenzen – 12.11.2014 / 19.11.2014 / 26.11.2014 /
03.12.2014 / 10.12.2014 / 17.12.2014
05.11.2014 Funktionelle Störungen des vestibulären Systems
Leitung: Frau Dr. med. K. Birke
Anmeldung: MEDIAN Klinik Heiligendamm,
Frau E. Deecke, Zum Strand 1, 18209 Heiligendamm,
Tel.: 038203 44606, Fax: 038203 44607,
E-Mail: elke.deecke@median-kliniken.de
OP-Workshop Brust-Chirurgie
SERAGYN BR-Mesh
Termin: 06. – 07.11.2014 (1. Tag: theoretische
Einführung, 2. Tag: Live-Operationen)
Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. R. Ohlinger
Ort / Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald,
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und
Geburtshilfe, Interdisziplinäres Brustzentrum,
Frau D. Krellenberg,
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald,
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
Tel.: 03834 866482,
E-Mail: diana.krellenberg@uni-greifswald.de,
(begrenzte Teilnehmerzahl)
Systemisch unterwegs – Landkarten, Wegweiser, Erfahrungen
Termin: Vortrag: 14.11.2014, 13:30 – 15:00 Uhr,
5P
Workshop: 14.11.2014, 15:30 – 17:00 Uhr
Ort: Aula, AHG Klinik Waren, Am Kurpark 1,
17192 Waren (Müritz)
Leitung: Herr Dr. med. O. Kristof,
Frau S. Brückner (Zwickau)
Gebühr: 15,00 € (Vortrag),
25,00 € (Vortrag und Workshop)
Anmeldung: AHG Klinik Waren, Frau K. Völz,
Am Kurpark 1, 17192 Waren (Müritz),
Tel.: 03991 635420, Fax: 03991 535426,
E-Mail: kvoelz@ahg.de
Jahrestagung des Berufsverbandes
der Fachärzte für Orthopädie
und Unfallchirurgie (BVOU) M-V e. V.
Themen: Übungsseminar Manualtherapie / Faszientechniken, Berufs- und Honorarpolitik, Neuroorthopädie, Rotatorenmanschettenläsionen, Radiologie von
Tumor und Metastase am Skelett, arzneimittelinduzierte
Osteoporosen, Aktuelles aus dem BVOU
Termin: 14.11.2014, 15:00 Uhr –
15.11.2014, 17:00 Uhr
Ort: Travel Charme Hotel Strandidyll Heringsdorf,
Delbrückstr. 9 – 11, 17424 Heringsdorf
Leitung / Anmeldung: Praxis Herr Dr. med.
U. Schneider, Bluthsluster Str. 35, 17389 Anklam,
Tel.: 03971 243034, Fax: 03971 243024,
E-Mail: u.schneider@bvou.net
11. Nordlichtsymposium
3P
Weiterbildung für MTRA, Krankenschwestern und Ärzte
in der Onkologie und Radiologie
Thema: Das kolorektale Karzinom – Epidemiologie,
Vorsorge, Pathologie, Diagnostik,
Therapie und Nachsorge
Termin: 15.11.2014, 09:00 – 14:00 Uhr
Ort: Hörsaal, Fakultät für Maschinenbau- und Schiffstechnik, Albert-Einstein-Str. 2, 18059 Rostock
Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. G. Hildebrandt,
Frau Dr. med. U. Küchenmeister,
Frau Dr. med. A. Pirnasch
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Anmeldung: Universitätsmedizin Rostock, Klinik
und Poliklinik für Strahlentherapie, Frau U. Jesswein,
Südring 75, 18059 Rostock, Tel.: 0381 4949006,
Fax: 0381 4949002,
Internet: http://www.strahlentherapie.med.uni-rostock.de,
E-Mail: strahlentherapie@med.uni-rostock.de
Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin,
Herr Dr. med. A. Jülich, Fleischmannstr. 42 – 44,
17475 Greifswald,
Tel.: 03834 865801, Fax: 03834 865844,
E-Mail: ajuelich@uni-greifswald.de
Herzschule Rostock:
„Dem Herzen folgen“
Fortbildung der Carl-Friedrich-FlemmingKlinik, HELIOS Kliniken Schwerin GmbH –
Ein ganzheitliches Präventionprogramm für Menschen
mit Herz-Kreislauferkrankungen,
Einführung in Psychokardiologie, Forschung:
Lebensstilveränderungen und Herzratenvariabilität
Termin: 15.11.2014, 10:00 – 13:00 Uhr
Ort: Heilkundezentrum Rostock, Dehmelstr. 23,
18055 Rostock
Leitung: Frau Dr. med. S. Kreft
Anmeldung: Privatpraxis für Ganzheitsmedizin,
Frau Dr. med. S. Kreft, Baleckestr. 3, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 4923619, Fax: 0381 4922778,
http://www.TCM-Rostock.de,
E-Mail: susanne.kreft@t-online.de
Curriculum für Psychiatrie und
Psychotherapie
Fortbildungsveranstaltungen der
Klinik und Poliklinik für Hals-NasenOhren-Heilkunde, Kopf- und Hals­
chirurgie „Otto Körner“ der
Universitätsmedizin Rostock
Termine: jeweils 17:00 – 19:00 Uhr
je 3 P
19.11.2014 Tracheotomieverfahren und
Tracheostomapflege
17.12.2014 Antibiotikatherapie in der HNO-Heilkunde
Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. T. Just
Ort / Anmeldung: Universitätsmedizin Rostock,
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie „Otto Körner“, Frau G. Schwarz,
Doberaner Str. 137 – 139, 18057 Rostock,
Tel.: 0381 4948301, Fax: 0381 4948302,
Internet: http://www.hno.med.uni-rostock.de,
E-Mail: gundula.schwarz@med.uni-rostock.de
Weiterbildung im „Qualitätsmanagement Akutschmerz“
Termin: 20.11.2014, 13:00 – 16:00 Uhr
5P
Ort: Raum 316, Universitätsmedizin Greifswald,
Fleischmannstr. 6, 17475 Greifswald
Leitung: Herr Dr. med. A. Jülich
8P
Thema: Grundlagen und Methoden der
Psychotherapie
Termin: 20.11.2014, 08:30 – 16:30 Uhr
Ort: „Alte Bibliothek“, Haus 11, Carl-FriedrichFlemming-Klinik, HELIOS Kliniken Schwerin GmbH,
Wismarsche Str. 393 – 397, 19049 Schwerin
Leitung: Herr Prof. Dr. med. A. Broocks
Anmeldung: HELIOS Kliniken Schwerin GmbH,
Carl-Friedrich-Flemming-Klinik,
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Frau S. Steinigk, Wismarsche Str. 393 – 397,
19049 Schwerin, Tel.: 0385 5203200,
E-Mail: susann.steinigk@helios-kliniken.de
21. Hausärztetag MecklenburgVorpommern – „Der Hausarzt – DER
(einzige) Experte fürs Allgemeine“
Termin: 28. – 29.11.2014
Ort: Radisson Blu Hotel, Lange Str. 40, 18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. T. Maibaum
Anmeldung: Institut für hausärztliche Fortbildung
im Deutschen Hausärztverband (IhF) e. V.,
Edmund-Rumpler-Str. 2, 51149 Köln,
Tel.: 02203 57563344, Fax: 02203 57567013
Jahrestagung des Landesverbandes
M-V im Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V.
Termin: 13.12.2014, 09:00 – 15:00 Uhr
Ort: pentahotel Rostock, Schwaansche Str. 6
(Kröpeliner Str.), 18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. A. Timmel
Anmeldung: CongressCompany Jaenisch GmbH,
Tannenweg 22 / Speicher II, 18059 Rostock,
Tel.: 0381 8003980, Fax: 0381 8003988,
E-Mail: CCJ.Rostock@t-online.de
Seite 411
VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
Komplette Akupunkturausbildung
der DGfAN e. V. zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Akupunktur
(KV Qualifikation)
laufendes Kurssystem:
12. – 13.12.2014 Praktikumskurs und Fallseminar
Beginn neues Kurssystem 2015:
16. – 18.01.2015 Grundkurs A
Ort: Akupunkturfortbildungszentrum Kur- und
Ferienhotel „Sanddorn“,
Strandweg 12, 18119 Rostock-Warnemünde
Leitung: Frau Dr. med. R. Schwanitz
Anmeldung: Akupunkturfortbildungszentrum,
Frau Dr. med. R. Schwanitz,
Strandweg 12, 18119 Rostock-Warnemünde,
Tel.: 0381 5439935, Fax: 0381 5439988,
E-Mail: ReginaSchwanitz@aol.com
24. Sonographiekurse der
Säuglingshüfte MecklenburgVorpommern
(nach den Richtlinien der DEGUM und der KBV)
21. – 22.03.2015 Abschlusskurs
Leitung: Herr Prof. Dr. med. H. Merk
Ort / Anmeldung: Universitäsmedizin Greifswald,
Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische
Chirurgie, Frau M.A. S. Kühl,
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald,
Tel.: 03834 867213,
E-Mail: susanne.kuehl@uni-greifswald.de
Veranstaltungen in anderen
Kammerbereichen
Tel.: 0451 58940, Fax: 0451 5894331,
Internet: http://www.ahg.de/luebeck,
E-Mail: luebeck@ahg.de
Dopplerkurse nach DEGUM- und
KBV-Richtlinien
Allgemeinmedizin-Refresher
Ort / Anmeldung: Martin-Luther-Universität HalleWittenberg, Institut für Anatomie und Zellbiologie,
Herr Dr. A. Klemenz, 06097 Halle,
Tel.: 0345 557-1316 / -1703, Fax: 0345 5574649,
E-Mail: albrecht.klemenz@medizin.uni-halle.de
Fortbildungen der Klinik zur Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigen
der AHG Klinik Lübeck
Termine: jeweils 13:30 – 15:00 Uhr
05.11.2014 Entzugsbehandlung bei älteren Patienten
19.11.2014 Psychosoziale Begleitung (PSB) in der Substitutionsbehandlung
03.12.2014 Warum werden wir nicht alle
suchtmittelabhängig?
Drei Modelle von Gesundheit und
Krankheit
Ort: Vortragsraum, Haus 2, AHG Klinik Lübeck,
Weidenweg 9 – 15, 23562 Lübeck
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Informationen: AHG Klinik Lübeck, Klinik zur
Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigen, Weidenweg 9 – 15, 23562 Lübeck,
12. – 15.11.2014Hamburg
19. – 22.11.2014 Köln
08. – 11.12.2014 Berlin
Innere Medizin-Refresher
10. – 13.11.2014 Köln
19. – 22.11.2014 Berlin
03. – 06.12.2014 Hamburg
Diabetes-Refresher
01. – 02.12.2014 Berlin
Hämato- / Onko-Refresher
21. – 22.11.2014 Köln
Rheuma- / Nephro-Refresher
11. – 13.12.2014 Hamburg
Anmeldung: Forum für medizinische Fortbildung –
FomF GmbH, Elisabethenstr. 1,
65719 Hofheim am Taunus, Tel.: 06192 9578941,
Fax: 05192 9578944, Internet: http://www.fomf.de,
E-Mail: info@fomf.de
Detailliertere Angaben und weitere Fortbildungs­­
veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite:
http://www.baek.de � Fortbildungs­portal
Informationsabend von „Ärzte ohne Grenzen“ in Greifswald
Am 20.11.2014 um 19:00 Uhr findet in der Universitätsmedizin der Ernst Moritz Arndt Universität, im Hörsaal Nord, Ferdinand-Sauerbruch-Straße in Greifswald ein Informationsabend von „Ärzte ohne Grenzen e. V.“ statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Ein Projektmitarbeiter stellt die Organisation vor, zeigt die
Möglichkeiten der Mitarbeit auf und berichtet über seine
persönlichen Erfahrungen. Anschließend werden die Fragen
der Teilnehmer beantwortet.
Für die Projekte werden Ärzte, vor allem Chirurgen, Anästhesisten und Gynäkologen, Hebammen, Gesundheitsund Krankenpfleger, Operationspfleger, medizinische
Laboranten, Epidemiologen, Psychologen, Psychiater,
Apotheker und technisch und handwerklich begabte „Allrounder“ als Logistiker sowie Personalkoordinatoren und
Finanzfachkräfte gesucht.
Foto: Sebastian Bolesch
Foto: Sebastian Bolesch
Infoabend
Für Studenten ist die Veranstaltung im Hinblick auf die Berufsplanung
interessant.
am 20.11.2014
um 19:00 Uhr
Die Teilnahme
ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notUniversitätsmedizin
Ernst
Moritz
Arndt-Universität
Greifswald
wendig!
Hörsaal Nord
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
Seite 412
ärzte ohne grenzen lädt ÄRZTEBLATT
alle Interessierten zuMECKLENBURG-VORPOMMERN
einem Informationsabend ein. Ein
Projektmitarbeiter stellt die Organisation vor, zeigt die Möglichkeiten der Mitarbeit auf
und berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen. Anschließend werden die Fragen
der Teilnehmer beantwortet.
AUS DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG
Öffentliche Ausschreibung
von Vertragsarztsitzen gemäß §103 Abs. 3 a und 4 SGB V
Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern schreibt auf Antrag folgende Vertragsarztsitze zur Übernahme
durch einen Nachfolger aus, da es sich um für weitere Zulassungen gesperrte Gebiete handelt.
Planungsbereich Übergabetermin
Bewerbungsfrist
Ausschreibungsnr.
Mittelbereich Rostock Stadtgebiet
Hausarzt
nächstmöglich
15. November 2014
24/07/13/1
Mittelbereich Schwerin Stadtgebiet
Hausarzt
Hausarzt
Hausarzt
Hausarzt
Hausarzt (Praxisanteil)
Hausarzt
nächstmöglich
nächstmöglich
nächstmöglich
nächstmöglich
1. Juli 2015
1. Juli 2015
15. November 2014
15. November 2014
15. November 2014
15. November 2014
15. November 2014
15. November 2014
15/05/13
21/03/13
08/07/13
12/03/14
18/02/14
12/05/14
Mittelbereich Neubrandenburg Stadtgebiet
Hausarzt (halber Vertragsarztsitz)
nächstmöglich
15. November 2014
17/01/14/1
nächstmöglich
15. November 2014
20/01/14
1. Oktober 2015
15. November 2014
23/01/14
Planungsbereich Neubrandenburg/Mecklenburg-Strelitz
31. März 2015
Facharzt für Augenheilkunde
15. November 2014
22/08/14
Planungsbereich Ludwigslust
Facharzt für Nervenheilkunde
31. Dezember 2015
15. November 2014
17/06/14
Planungsbereich Parchim
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
nächstmöglich
3. Januar 2015
15. November 2014
15. November 2014
02/12/13
02/01/14
Planungsbereich Bad Doberan
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie nächstmöglich
nächstmöglich
15. November 2014
15. November 2014 06/01/14
20/05/14
Planungsbereich Uecker-Randow
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Facharzt für Urologie
nächstmöglich
1. April 2016
15. November 2014
15. November 2014
24/06/14
11/08/14
Planungsbereich Rügen
Facharzt für Chirurgie
nächstmöglich
15. November 2014
07/11/13
Hausärztliche Versorgung
Gesonderte fachärztliche Versorgung
KV-Bezirk (Land Mecklenburg-Vorpommern)
Facharzt für Nuklearmedizin (Praxisanteil)
Allgemeine fachärztliche Versorgung
Planungsbereich Stralsund/Nordvorpommern
Facharzt für Augenheilkunde
Die Ausschreibungen erfolgen zunächst anonym. Bewerbungen sind unter Angabe der Ausschreibungsnummer an die
Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 16 01 45, 19091 Schwerin, zu richten.
Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen:
• Auszug aus dem Arztregister;
• Nachweise über die seit der Eintragung in das Arztregister ausgeübten ärztlichen Tätigkeiten;
• Lebenslauf;
• Behördenführungszeugnis im Original.
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Seite 413
RECHT
Aus der Praxis der Norddeutschen Schlichtungsstelle
Muskelfaserriss – Neuraltherapie in das Iliosakralgelenk
Kasuistik
Der 67-jährige Patient hatte nach vermehrter körperlicher Belastung durch eine längere Gehstrecke einen Muskelfaserriss
im Bereich des Musculus adductor brevis und longus und des
Musculus pectineus erlitten. Als er sich zwei Wochen nach
dem Ereignis in der Praxis eines Facharztes für Chirurgie vorstellte, war unter Voltaren Resinat keine Besserung eingetreten. Druckschmerzpunkte wurden am Iliosakralgelenk links
paravertebral in Höhe L4/L5 und am Tuber ischiadicus beschrieben. Im Bereich dieser Punkte wurde eine Neuraltherapie mit 10 ml Procain durchgeführt.
Sechs Tage danach musste der Patient wegen Zeichen einer
Sepsis stationär eingewiesen werden. Durch ein angefertigtes
MRT zeigten sich mehrere Abszesse im Glutealbereich links,
woraufhin eine CT-gestützte Abszesspunktion und Abszessdrainage erfolgte. Bei den Abstrichen konnte Staphylococcus
aureus nachgewiesen werden. Im weiteren Verlauf zeigten
sich gelenknahe Osteodestruktionen am Os sacrum und Os
ilium links sowie der Verdacht auf eine entzündliche Beteiligung der Symphyse. Die Indikation zur operativen Stabilisierung im Bereich der Symphyse und des Iliosakralgelenkes wurde erwogen, aber letztlich nicht umgesetzt. Bei einer Vorstellung zwei Jahre später gab der Patient deutliche Besserung
an, es bestand noch ein Instabilitätsgefühl im Bereich der
Symphyse, ein weiteres Jahr später konnte der Patient ohne
Gehhilfen circa fünf Kilometer gehen. Wegen einer Beinverkürzung links trug er eine Einlage von zwei Zentimetern.
Der Patient führt den gesamten Krankheitsverlauf und
die Dauerschädigung darauf zurück, dass die hygienischen Standards bei der Injektion nicht eingehalten
worden seien. Auch sei er nicht über die Risiken der Injektionstherapie aufgeklärt worden.
Der Chirurg argumentiert, bei dem Verdacht einer Adduktorenzerrung eine indizierte neuraltherapeutische Versorgung
korrekt und unter Einhaltung hygienischer Standards vorgenommen zu haben.
Gutachten
Nicht überprüfbar sei, ob die hygienischen Standards bei der
Injektion eingehalten worden sind. Auch bei optimaler Injektionstechnik und Einhaltung des Hygienestandards sei eine
Seite 414
Infektion nicht immer vermeidbar. Eine Infektion nach einer
Injektion sei ein eingriffstypisches, nicht voll beherrschbares
Risiko.
Fehlerhaft sei jedoch die Wahl der Therapieform gewesen. Die
Heilung einer Muskelverletzung dieser Schwere verlaufe in
drei Phasen und erfordere jeweils eine stadiengerechte Therapie. Der Patient habe sich in Phase drei befunden, in der sich
muskuläres Narbengewebe bilde und Schmerzbehandlung
sowie dosierter Muskelaufbau mit entsprechendem Training
im Vordergrund stünden. Eine systemische analgesierende
Pharmakotherapie war (bis auf Voltaren Resinat) nicht eingesetzt worden. Je nach Intensität der Schmerzen wäre die Anwendung von Opioiden oder Nichtopioiden einzeln oder in
Kombination angezeigt gewesen.
Die nicht ausreichende Schmerzlinderung durch Voltaren Resinat und der Nachweis von Druckschmerz an den Knochenpunkten habe die lokale Infiltrationstherapie nicht gerechtfertigt.
Dies gelte insbesondere für die Instillation in das Iliosa­
kral­
gelenk, was einer intraartikulären Injektion entspreche und
damit einer sorgfältigen Risikoabwägung bedürfe. Wenn die
Schmerzausschaltung durch Voltaren nicht ausreichend möglich
sei, müsse auf eine effektive Schmerztherapie übergegangen
werden, wozu eine ganze Palette von Analgetika zur Verfügung stünden. Dies sei hier fehlerhaft nicht geschehen.
Als fehlerbedingt sei das Erfordernis stationärer Behandlung
und die CT-gesteuerte Drainagebehandlung sowie die Instabilität des Beckens mit Beinverkürzung links zu bewerten.
Entscheidung der Schlichtungsstelle
Die Behandlung durch den Chirurgen entsprach nicht geltenden Standards. Es waren vor Durchführung der Neuraltherapie nicht alle weniger invasiven Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden.
Bei korrektem Vorgehen hätten erfahrungsgemäß für die
Dauer von drei bis vier Monaten belastungsabhängige
Schmerzen mit eingeschränkter Gehleistung und eingeschränkter Beweglichkeit im Hüftgelenk bestanden. Im Laufe
dieser Zeit wäre es zu einer vollen Wiederherstellung gekommen. Durch das fehlerhafte Vorgehen ist es zu einem septischen Heilverlauf mit Abszessbildungen im Glutealbereich, mit stationären Aufenthalten über mehrere Wochen, einer CT-gesteuerten Drainagebehandlung und zu
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
RECHT / BUCHVORSTELLUNGEN
einer Instabilität des Beckens mit einer Beinverkürzung
links von zwei Zentimetern gekommen.
Fazit
Kommt es bei einer Injektionsbehandlung zur Infektion, steht
im Vordergrund einer Auseinandersetzung meist die Frage der
Einhaltung von Hygieneregeln, deren Verletzung durch den
Patienten bewiesen werden müsste. Das gelingt nur schwer,
weil allein von der Infektion nicht automatisch auf unsauberes
Handeln rückgeschlossen werden kann. Ist aber die Wahl der
Injektion als Behandlungsmethode an sich schon fehlerhaft,
kommt es auf die Einhaltung der Hygieneregeln nicht mehr an.
Verfasser:
Rechtsanwalt Johann Neu
Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der
norddeutschen Ärztekammern
Hans-Böckler-Allee 3, 30173 Hannover
E-Mail: info@schlichtungsstelle.de
Für Sie gelesen
Max Hirsch – Rheumatologe und Badearzt
Ein jüdisches Schicksal
Wolfgang Keitel und Leif Olsson
Verlag Janos Stekovics 2013
160 Seiten, € 12,80
ISBN 978-3-89923-312-4
Dieses Buch zeichnet den Lebensweg des jüdischen Arztes
Max Hirsch und den seiner Familie nach. Es wird ein überaus
fleißiger, zielstrebiger und auch etwas umtriebiger Max
Hirsch beschrieben, der eine Vielzahl von Publikationen auf
dem Gebiet der Balneologie und Rheumatologie vorweisen
kann. Außerdem hat er als Schriftführer verschiedener
nationaler und zum Teil internationaler Gesellschaften sowohl organisatorisch als auch fachlich Außerordentliches
geleistet.
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Wie viele deutsche Juden,
arbeitete er während des
ersten Weltkrieges freiwillig als Zivilist in Militärlazaretten. Soziales, nationales
und fachliches Engagement waren bei der Machtergreifung durch Hitler
nichts mehr wert. Max
Hirsch musste mit seiner
Familie emigrieren und
kam über die Schweiz und
Russland nach Lettland, wo
er und fast seine gesamte
Familie nach der Besetzung
1941 gemeinsam mit vielen
Seite 415
BUCHVORSTELLUNGEN
anderen Juden von den Nazis umgebracht wurden. Das genaue Todesdatum und die Grabstätte sind nicht bekannt.
Nur ein Sohn konnte vor der Besetzung durch Deutschland mit
seiner Familie nach Schweden ausreisen. Nachfahren, wie der
Urenkel Leif Olsson, haben an diesem Buch mitgearbeitet. Die
größte Fleißarbeit ist aber Prof. Keitel zuzuschreiben, der viele
alte medizinische Schriften durchgesehen und in- und ausländische Kontakte genutzt hat, um den Lebensweg von Max
Hirsch nachzuzeichnen.
Max Hirsch ist es mit zu verdanken, dass es 1927 zur Gründung
der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Schreiberhau
(Schlesien) kam. Regional von Interesse dürfte sein, dass noch
im Gründungsjahr auch Dr. H. Curschmann aus Rostock – nach
einem Vortrag über rheumatologische Muskelerkrankungen
auf der nachfolgenden Tagung in Berlin – Mitglied dieser Gesellschaft wurde.
Nur zwei Jahre später kam es auf dem 51. Kongress der internationalen Vereinigung der Balneologen in Budapest und
Wien zur Gründungsveranstaltung der internationalen Liga
gegen den Rheumatismus, die bis heute als EULAR besteht. Im
Mittelpunkt der Diskussion stand auch damals schon ein Nomenklaturvorschlag für rheumatische Erkrankungen. Es sollten drei Grundvoraussetzungen erfüllt werden: Einfachheit,
Erweiterbarkeit und internationale Vergleichbarkeit.
Im Grunde käme es doch nicht nur darauf an, ob ein Name
sachlich korrekt ist, sondern dass alle das Gleiche darunter verstehen. Dies haben wir bis heute nicht durchsetzen können.
Und ein weiteres bis heute bestehendes Problem wurde angesprochen, die mangelhafte studentische Ausbildung zu rheumatologischen Erkrankungen an den Universitäten.
Es ist dem Verfasser gelungen, viele interessante Zeitdokumente zur Entstehung der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, aber auch der balneologischen Fachgesellschaften
zusammenzustellen und diese mit den Zeitgenossen und dem
Leben und Wirken von Max Hirsch zu verbinden. Trotz der
vielen Fakten liest sich das Buch flüssig und wird durch zahlreiche oft amüsante Anekdoten von Kollegen wie Sigmund
Freud, August Bier und anderen ausgeschmückt.
Das Buch kann jedem Rheumatologen, Rehabilitationswissenschaftler oder Badearzt empfohlen werden.
Dr. R. Bruhn, Bad Sülze
Der Knochen-Code
Skelette als Schlüssel zur Geschichte
Hrsg.: Paul Bahn
Aus dem Englischen von Sabine Wigg-Wolf
Konrad Theiss Verlag Stuttgart 2013
Imprint der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt
224 Seiten, Klappenbroschur, € 24,95
ISBN 978-3-8062-2766-6
Seite 416
Berichte über archäologisch gefundene und wissenschaftlich
erforschte
Überreste menschlicher Individuen sind wegen ihrer
Vielgestaltigkeit faszinierend. Die moderne PaläoAnthropologie und Archäometrie in Zusammenarbeit mit der aktuellen
forensischen Anthropologie erlauben beeindruckende Schlussfolgerungen
über Lebensweise, Gesundheit, kulturelles und rituelles Verhalten unserer vorgeschichtlichen und historischen Vorfahren.
Ein bekannter britischer Archäologe als Herausgeber hat gemeinsam mit weiteren 19 Wissenschaftlern in fünf Kapiteln 43
Essays zusammengestellt, die über aufgefundene menschliche
Überreste und deren Artefakte berichten.
Vorwiegend handelt es sich um Skelette oder nur deren Reste,
welche uns Aufschluss geben über die Bestattungskultur und
an den Knochen abzulesende Veränderungen des menschlichen Seins. Viel intensivere Untersuchungen und Rückschlüsse
sind an Moorleichen und besonders an Mumien möglich.
So zeigen bis zu 7000 Jahre alte Mumien aus der wasserarmen
Atacamawüste im Norden Chiles einen erstaunlichen Erhaltungsgrad, einschließlich ihrer Bekleidung, der viele Bewertungen und Erklärungen zulässt. Gefrorene Kindermumien
mit typischen Opferbeigaben der Inkapriester, gefunden auf
extremer Höhe der Anden, haben einen nahezu perfekten Erhaltungszustand, enthielten sogar noch Blut in den Adern und
erklären die Rituale, die hier vor über 500 Jahren stattgefunden haben. Auch über den Mann aus dem Eis, Ötzi, der vor
5300 Jahren entsprechend der 14C-Datierung in der Kupferzeit
Europas lebte, wird aufschlussreich berichtet.
Gewaltverbrechen an Einzelnen oder durch Kriege bedingt,
aber auch verheerende Naturgewalten, wie der Ausbruch des
Vesuvs im Jahr 79 v. Chr., lassen sich aus menschlichen Überresten rekonstruieren.
Der Historiker erkennt Wanderungsbewegungen einzelner
oder Gruppen von Menschen durch den chemisch-physikalischen Nachweis der Sauerstoff- und Strontiumisotope in den
Zähnen aufgefundener Skelettreste.
Den Mediziner interessieren Verletzungsfolgen und deren Rekonstruktion, besonders auch Veränderungen am Skelett, die
durch bestimmte wiederkehrende Arbeit am Knochen entstanden sind. Aufschlussreich sind auch degenerative Zeichen
und Veränderungen als Folge von Arthritis, Syphilis, Osteomyelitis und im Knochen nachweisbare Neubildungen.
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
BUCHVORSTELLUNGEN
Der 2001 bei Vilnius gemachte makabre Fund von Massengräbern erbrachte die Skelette von mehr als 3000 Männern der
ehemaligen „Grande Armee“ Napoleons vom Rückzug seines
Russlandfeldzuges. Neben dem historischen Aspekt, der Anteilnahme an dieser Tragödie und der nun möglichen denkmalpflegerischen Aufarbeitung können die Skelette Informationen geben über den Gesundheitszustand junger Europäer
im beginnenden 19. Jahrhundert, über deren Alter, Statur,
Mund- und Zahnhygiene, Mangelernährung, chronische
Krankheiten und vieles mehr.
Die akribische Untersuchung von 1254 m³ Sediment nach einem 1984 gemachten Zufallsfund eines menschlichen Schädelanteiles am Turkana-See im nördlichen Kenia erbrachte ein
nahezu vollständiges Skelett eines männlichen Heranwachsenden, der in der Umgebung eines aktiven Vulkanes gelebt hatte. Die Ablagerungen lassen sich datieren, weil das in Lava und
Vulkanasche enthaltene Kalium 40 mit seiner bekannten Zerfallsrate beim Erkalten zu stabilem Argon 40 wird. Verhältnismessungen erlauben schließlich festzustellen, wie viel Zeit
vergangen ist, seit das Sediment mit den eingeschlossenen
Fossilien sich bildete! Der Fund ist demnach etwa 1,5 Millionen
Jahre alt! Weitere Untersuchungen an diesem „Turkanaboy“
genannten Fossil zeigten ein Wachstumsmuster das zwischen
dem von Menschen und Menschenaffen eingeordnet wurde.
Dieser Vorfahr hatte schon einen nahezu aufrechten Gang,
konnte wohl aber noch nicht sprechen, wie anthropologische
Überlegungen wegen eines schmalen Rückenmarkskanals ergaben, mit dem Rückschluss, dass die aus der Lunge in den
Mund fließende Luft von dem Individuum nicht reguliert werden konnte.
Das mit zahlreichen instruktiven, farbigen fotografischen Abbildungen versehene Buch hat ein ausgezeichnetes Layout. Es
handelt sich offenbar, wie viele Details im Text verraten, um
ursprünglich spezielle wissenschaftliche Abhandlungen, welche populärwissenschaftlich aufgearbeitet wurden. Die Übersetzung aus dem Englischen wirkt in Satzaufbau und Wortgebrauch etwas umständlich. Das schmälert für den Leser aber
nicht den hochinteressanten und hervorragenden Überblick,
den er über die erstaunlichen Erkenntnisse der Paläoanthropologie erhält.
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Wer sich für archäologische Forschung interessiert muss dieses
Buch gelesen haben.
Dr. C. Brock, Neubrandenburg
Schwarz
Imke Turau (Text)
Jason Engelbart (Bilder und Gestaltung)
Renk Druck und Medien GmbH Kaltenkirchen 2013
40 Seiten, farbige Abb., gebunden,
Format 33 x 28 x 1,5 cm, € 24,95
Telefonische Bestellung unter: 0172 9922111
Der Tod kann jeden jederzeit erreichen.
In der letzten Zeit beschäftigen sich mehrere Schriftsteller mit
den schweren Themen Sterben, Tod sowie Trauer und finden
offenbar auch Anklang bei den Lesern.
Durch die Entwicklung der Palliativmedizin und Hospizbewegung erfolgt gegenwärtig eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Problemkreis.
Der Titel „Schwarz“ des vorliegenden Buches irritiert zunächst,
obwohl man bald merkt, es ist atmosphärisch „hell“ gestaltet.
Seite 417
BUCHVORSTELLUNGEN / PRÄVENTION
Imke Turau, Heilerin in eigener
Praxis in Quickborn-Heide, befragt Ärzte, Bestatter, eine Organistin und eine Hospizmitarbeiterin zu ihren Eindrücken,
Gefühlen und Gedanken zum
Thema Sterbebegleitung und
Tod.
Ihr selbst „… ist es eine Herzensangelegenheit, das Niveau
in Sterbeprozessen anzuheben.“
Von allen Befragten wird ein
individueller Tod in einer liebevollen Umgebung nicht als
dunkel empfunden.
Es ist ein Unterschied, ob man stirbt oder ob man aufhört zu
leben.
Der Hamburger Designer und freie Künstler Jason Engelbart
hat jedes einzelne interview begleitet und dann künstlerisch
umgesetzt.
Ihm gelingt es, mit seinen abstrakten, farbenfrohen Bildern
dem Betrachter und Leser die emotionale Spannung zu diesem
Thema in all seiner Breite und Tiefe zu liefern.
Nicht nur das Leben, auch der Tod ist eine Frage der Deutung.
Was er wirklich ist, weiß niemand.
Nur: im Prozess der Evolution hat sich der Tod als sinnvoll erwiesen. Alles Einzelne muß vergehen, damit das Leben als
Ganzes weitergehen kann („… denn alles, was entsteht, ist
wert, dass es zugrunde geht …“; Goethe, Faust I).
Dieses lesefreundliche und stilvolle Buch gibt Anregungen,
sich mit dem Tabuthema Sterben zu beschäftigen und seine
eigenen „Farben“ zu finden.
Heitere Gelassenheit schließt Traurigkeit nicht aus.
Prof. H. H. Büttner, Wismar
Dank für Unterstützung der Herzsportgruppen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Ärzteblatt vom Mai 2014 starteten wir einen Aufruf zur
Sicherstellung der Herzsportgruppen durch ärztliche Betreuung in unserem Land. Wir haben auf die prekäre Situation an
einigen Standorten hingewiesen, wo einige Gruppen vor
dem AUS standen. Die Situation hat sich erfreulicherweise an
mehreren Standorten zum Positiven gewendet. Dank Ihrer
Aktivitäten sind wir wieder im „grünen Bereich“. In der beigefügten Tabelle (S. 419), die uns vom Landesverband für
Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen e. V. M-V (LVPR e. V. M-V) zur Verfügung gestellt wurde,
können Sie sich ein aktuelles Bild machen.
Ich möchte mich im Namen des Präventionsausschusses der
Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und sicherlich auch
im Namen des LVPR e. V. M-V bei allen Kollegen herzlich bedanken, die sich schnell bereit erklärt haben, eine von der
Schließung bedrohte Herzsportgruppe ärztlich zu begleiten,
und somit unseren Patienten die Möglichkeit bewahren, sich
unter professioneller Anleitung mit einer Herzerkrankung
weiter physisch und auch psychisch zu konditionieren.
Seite 418
Wie aus der Übersicht zu ersehen ist, gibt es aber immer
noch einzelne Standorte, die nicht ärztlich besetzt werden
konnten. Vielleicht lässt sich dort doch noch etwas machen?
Interessenten können sich auch weiterhin sowohl an die Ärztekammer (Präventionsausschuss), als auch direkt an den
LVPR e. V. M-V wenden.
Der Präventionsausschuss hat es sich zur Aufgabe gemacht,
Vakanzen in der ärztlichen Betreuung von Herzsportgruppen
in unserem Land regelmäßig anzuzeigen, um so rechtzeitig
einer drohenden Schließung vorzubeugen.
Nachtrag: Der LVPR e. V. M-V hat um eine Richtigstellung
der im Mai veröffentlichten Tabelle (Quelle: LVPR e.V. M-V)
gebeten. Dieser Bitte kommen wir hiermit gerne nach.
Seinerzeit sind die Herzsportgruppen des Reha-SV Greifswald nicht aufgeführt worden. Der Verein ist Mitglied im
LVPR e. V. M-V. Er betreut aktuell 14 Herzsportgruppen in
Greifswald.
Dr. med. Annegret Schlicht
Mitglied des Präventionsausschusses
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
PRÄVENTION
Aufstellung Herzsportgruppenbetreuung
AHG - Nr.
Herzgruppenort
Anzahl
21 / 158
Crivitz
2
Landesverband für Prävention und Rehabilitation von
57 / 133
Parchim
2
Herz-Kreislauf-Erkrankungen e. V. M-V
89 / 161
Schönberg
2
90
Schwerin MZH
1
91
Schwerin Gr. Dreesch
1
Schwern AOK (Do)
4
Ampel-Prinzip
� „rot“ = Gruppe ruht � „gelb“ = Ärzte gesucht
� „grün“ = Gruppe besteht,
93 / 94 / 162 / 163
95 / 164
„orange“ = Gruppe kurz vor „AUS“, AHG-Nr.= Gruppennummer
Schwerin AOK
2
96 / 97 / 98 / 168
Schwerin Come In
4
99
Schwerin Zentrum
1
116 / 117 / 118 / 119 Wismar Median-Kl.
AHG - Nr.
Herzgruppenort
Anzahl
153
4
Wittenburg
2
Gnoien
1
189
Grabow
1
10 / 11
Bad Doberan
2
45 / 46
NB Gesundheitspark Otto
2
12 / 102
7
Bad Sülze
2
52 / 53
NB Boxhalle PSV
2
18
Bützow
1
54 / 147
NB Schillerstr.
2
20
Brüel
1
81
NB Stavernerstr. TH
1
Güstrow
3
55 /56
Neustrelitz
2
Heiligendamm
2
156
Neustrelitz
geschlossen
Tessin
1
6
Greifswald
1
Malchow
3
9 / 192
Anklam
2
41
Lübz
1
108 / 109 / 110
Teterow
3
60 / 61 / 137
Plau
3
115 / 154 / 185
Wismar Seeblickschule
3
37 / 136 /172
Klink
geschlossen
Rehasportverein Greifswald
14
FC Rot-Weiß-Wolgast
1
31 / 32 / 33
34 / 35
107
63 / 134
101
Broderstorf
1
191
Krakow
1
193
Neubukow
1
Rostock
26 + 27
Graal Müritz
2
58
Pasewalk
1
64 + 65
Gehlsdorf
2
111
Torgelow
1
66 + 67
Hanse Kaserne
2
114
Ueckermünde
1
69 + 70
Lütten Klein
2
22
Demmin
1
72
Pawlowstr.
1
184
Laage
1
73 + 180
J.-Herzfeld-Str.
2
geschlossen
75
Wasserturm
1
42
Malchin
8
Ahrenshoop
1
76
Alte Warnem. Chaussee
1
13
Bergen
1
77
Schwimmhalle DO
1
17
Barth
1
78
Schwimmhalle MO
1
30
Grimmen
1
79 + 80 + 197
Groß Klein
3
Ribnitz
3
82
Alte Warnem. Chaussee
1
62 / 187
88
Saßnitz
1
1
Petrischanze Die
2
105
Stralsund
1
84 + 85
Petrischanze Mo
2
106
Stralsund
1
86
Lichtenhagen Dorf
1
122
Stralsund
1
87
Semmelweisstr. Do
1
123
Stralsund
1
100 + 177
Eversh. „Rote Halle“
2
149
Stralsund
1
103
Alte Warnem. Chaussee
1
183
Stralsund
1
131 + 160
Toitenwinkel
2
170 + 171
Semmelweisstr. Mi
2
Lichtenhagen
2
Beginenhof
3
Lichtenhagen ASB
1
Waldorfschule
2
16 / 157
Boizenburg
geschlossen
24
Gadebusch
1
181 + 198
39 / 40
Ludwigslust
2
182 + 188 + 190
Neustadt-Glewe
1
194
Boltenhagen
2
195 + 199
121
19 / 132
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Seite 419
KULTURECKE
Ärzteseniorentreffen
Am 31.07.2014 hatten die Ärztesenioren die große Freude,
von Magnifizenz Prof. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, einem Mediziner, persönlich durch das aufwendig renovierte Universitätshauptgebäude am Universitätsplatz in Rostock geführt zu werden.
Aufgrund der großen Anzahl der Teilnehmer mussten zwei
Gruppen gebildet werden, die im Wechsel von Prof. Schareck
durchs Haus geleitet oder von Frau Dr. Angela Hartwig, Leiterin des Universitätsarchivs, mit den Schätzen der Kustodie bekannt gemacht wurden.
Die Veranstaltung bewirkte dank der spannenden, souveränen Ausbreitung der allgemeinhistorischen, kulturellen, baugeschichtlichen und lokalen Daten zur Universität Rostock
(„Leuchte des Nordens“), zur Hanse, zur Stadt Rostock, zum
(Erz-)Herzogtum Mecklenburg, zum Land Mecklenburg-Vorpommern und der prunkvollen Räumlichkeiten, die Akzentuierungen und technische Modernisierungen erhalten haben,
einen feierlichen, würdevollen Eindruck, der für lange Zeit im
Gedächtnis bleiben wird.
Besondere Höhepunkte waren die schwebende Plastik der
griechischen Göttin Metis, von W. Friedrich (Rostock) geschaffen, die im imposanten Eingangsfoyer die Stelle der barocken
Atlantenuhr einnimmt und die Aula mit dem farbigen Glasfenster von A. Wolff (Berlin). Sinnigerweise nahm auf dem
flatternden Band der Skulptur gerade eine Fliege Platz.
Rektor Prof. Schareck möchten wir für seine Zeit und die brillante Organisation einen herzlichen Dank aussprechen.
Besichtigung des Hauptgebäudes der Universität Rostock
Seite 420
Es besteht die Möglichkeit, Gruppenführungen nach Voranmeldung zu vereinbaren.
Ehemalige Studenten der Universität Rostock nach dem Jahr
1969 werden gebeten, ihre Zustimmung zur Erfassung ihrer
Daten in der historisch bedeutsamen Universitätsmatrikel zu
geben (Telefon: 0381 4988797).
Am 26.09.2014 fand das
Herbsttreffen der Ärztesenioren („Tag der Begegnung“) im Hörsaal
der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern in
Rostock statt. Über allgemeine aktuelle Probleme
der Medizin sprach der
Vizepräsident der Ärztekammer M-V Dr. Wilfried
Schimanke. Er ging beVizepräsident Dr. Schimanke
sonders auf die Qualität
der medizinischen Versorgung und den Patientenschutz ein. Trotz einer bedeutenden Erhöhung der Arztzahlen in Mecklenburg-Vorpommern
stehen heute nicht mehr in allen Regionen genügend Kollegen, insbesondere Landärzte, zur Verfügung. Auch die Arbeitsbedingungen der angestellten Ärzte in den Kliniken
sind weiterhin nicht zufriedenstellend. Leih- und Zeitarbeiter
bedingen zusätzliche rechtliche Unsicherheiten.
Die Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter, deren
Zahl stetig wächst (bis zu 12 % im Jahr) ist problembeladen. Die Sprachbarriere soll durch eine einheitliche Fachsprachenprüfung überwunden werden.
Über eine angemessene Bezahlung der Ärzte im
Öffentlichen Gesundheitsdienst wird verhandelt.
Das Parlament der deutschen Ärzteschaft beschloss
in diesem Jahr in Düsseldorf unter anderem der
Prävention und der schmerzmedizinischen Versorgung besondere Beachtung zu widmen.
Der Referent ging auf die Fragen der Arzttermine
und Behandlungsfehler ein. In der Diskussion um
Sterbehilfe formuliert er die Aufgaben des Arztes unter Berücksichtigung des Selbstbestimmungsrechtes
des Patienten „Leben erhalten, Gesundheit schützen
oder wiederherstellen, Leiden lindern, aber auch
Sterbenden bis zum Tode beizustehen“. Der erstmals
vergebene Gesundheitspreis M-V stand unter dem
Motto „Zu Hause in besten Händen, länger zu Hause
leben. Pflege zu Hause“.
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
KULTURECKE
Die Novellierung der GOÄ
(Gebührenordnung für
Ärzte), die 30 Jahre alt ist
und die Entwicklung der
Wissenschaft und die Inflation nicht berücksichtigt hat, soll nach Bundesgesundheitsminister Gröhe in dieser Legislaturperiode erfolgen.
Weiterhin wurde auf die
bevorstehende Wahl der
Kammerversammlung der Ärztekammer hingewiesen und um
intensive Teilnahme geworben, damit ein breiter Konsens entstehen kann.
Prof. Gustav Steinhoff stellte anschaulich die Bemühungen
um eine Regeneration von Muskel- und Reizbildungszellen des
Herzens in verständlicher Form dar. Er ist bereit, eine kurze
Zusammenfassung zur Veröffentlichung im Ärzteblatt anzubieten.
Prof. Steinhoff
Der nächste „Tag der Begegnung“ ist am 14.04.2015 vorgesehen.
H. G. Sewcz
Veranstaltungshöhepunkte der hmt im November 2014
Alfred Brendel kommt nach Rostock
Hochschulorchester ehrt Richard Strauss
Mit zwei Vorträgen
des legendären Pianisten Alfred Brendel geht die Reihe
der Internationalen
Pianistenforen
im
Barocksaal für dieses
Jahr zu Ende. Am
Freitag, dem 7. November 2014, 19:30
Uhr, spricht Brendel
zum Thema „A bis Z
eines Pianisten“. Am
folgenden Abend,
dem 8. November
2014, ebenfalls um
Alfred Brendel
19:30 Uhr, wendet er
sich Schuberts drei
letzten Sonaten zu.
An beiden Abenden wird es eine Auswahl musikalischer Beispiele zu hören geben.
Die Reihe der Konzerte an der Hochschule für Musik und
Theater (hmt) Rostock zu Ehren von Richard Strauss, der vor
150 Jahren geboren wurde, setzt sich fort. Das Hochschulorchester führt mehrere groß besetzte Werke des Jubilars auf.
Neben dem Hornkonzert Es-Dur Nr. 1 op. 11 wird es „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ op. 28 spielen. Ausschnitten aus
der Oper „Der Rosenkavalier“ wird die Rosenkavalier-Suite
gegenübergestellt. In letzterer fasste Richard Strauss 1945
die populärsten Themen seiner gleichnamigen Oper für den
Konzertsaal zusammen.
Solist am Horn ist der Spanier
Miguel Aguilar Perez Ainsua,
der im 2. Semester im Masterstudiengang der Klasse von
Ignacio Garcia Nunez studiert.
Die Aufführungen finden am
Dienstag, dem 11. November, und Mittwoch, dem 12.
November 2014, um jeweils
19.30 Uhr im Katharinensaal
Hornist Miguel Aguilar Perez
Ainsua aus Spanien.
der hmt statt.
Zwei weitere Konzerte zum
Strauss-Jubiläum folgen am Donnerstag, dem 27. November, sowie am Sonntag, dem 30. November 2014, jeweils
19:30 Uhr, mit dem Kammerorchester der hmt im Katharinensaal.
Der Eintritt kostet 11,50 € (erm. 6,00 €) zzgl. Abendkassenzuschlag.
Alfred Brendel hat die musikalische Interpretationskultur des
20. Jahrhunderts weltweit geprägt. Nachdem seine Vorträge
in Harvard, Yale, New York, Oxford und Cambridge begeistert aufgenommen wurden, ist er nun auch in Rostock zu
erleben.
Der Eintritt kostet 11,50 € (erm. 6,00 €) zzgl. Abendkassenzuschlag.
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Seite 421
PERSONALIEN
Hufeland-Preis 2013 geht an Forscherteam aus
Greifswald und Hannover
Der Hufeland-­
Preis wird für richtungsweisende Leistungen
und herausragende Forschungsergebnisse in der Präventivmedizin verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert.
Dem Kuratorium der seit 1959 bestehenden Stiftung „Hufe­
land-Preis“ gehören neben der Stifterin des Preises, der Deutschen Ärzteversicherung AG, die Bundesärzte- und Bundeszahnärztekammer sowie die Bundesvereinigung Prävention
und Gesundheitsförderung e. V. an. Dieses Gremium bewertet
die deutschsprachigen Publikationen zur Prävention sehr
streng und vergibt den Preis nur bei herausragender Bedeutung der eingereichten Publikation. So wurde in manchen Jahren auf die Preisverleihung auch gänzlich verzichtet oder aber
bei gleichwertigen wissenschaftlichen Arbeiten wurden zwei
Preisträger geehrt.
Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Prof. Dr. med.
Erland Erdmann begrüßte die über 50 Gäste der diesjährigen
Preisverleihung – darunter Vertreter des Kuratoriums, ehemalige Hufelandpreisträger und hochrangige Vertreter der Ärzteschaft und der Politik – im kleinen Ballsaal des Hotels Adlon
Kempinski in Berlin. In seinem Grußwort merkte der Präsident
der Bundesärztekammer Professor Dr. med. F. Montgomery
kritisch in Richtung der anwesenden Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz an, das in den vergangenen Jahren bereits fünf
eingebrachte Gesetzentwürfe zur Prävention gescheitert sind.
Im europäischen Ausland, z. B. den Niederlanden, seien diese
seit langem erfolgreich umgesetzt, in Deutschland hingegen
investiert die Gesellschaft überwiegend in die kurative Medizin. Mit satirischem Optimismus beendete Montgomery sein
Grußwort: „Es kann ja nur besser werden, als es ist.“
Frau Widmann-Mauz reagierte politisch gelassen: Prävention
sei ein zentraler Punkt in den WHO-Regionalkonferenzen; bis
2020 seien präventive Gesundheitsstrategien auch weiterhin
Ziel der politischen Bemühungen, wobei die Gesundheit der
Kinder im Fokus stehe. Sie lobte die Kinderuntersuchungsprogramme und betonte, dass in der Zukunft die feststehenden
U-Untersuchungen auch mehr Präventionsmaßnahmen enthalten sollen. Das Gesundheitsministerium kümmere sich derzeit um entsprechende Umsetzungen. Wie in der Politik üblich, verblieb sie in ihrer Aussage positiv, aber nur vage und
unverbindlich.
Ein Grund mehr, den Gesundheitspolitikern wissenschaftlich
belegte Erkenntnisse auf die Schreibtische zu legen. Dazu ist
die Arbeit „Prävention in Kitas“ der Preisträger 2013 besSeite 422
V. l. n. r: Timmy Klebb, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen
Ärzteversicherung (DÄV); Annika Gottschling-Lang, Medizinische
Hochschule Hannover; Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann, Dr. phil.
Marco Franze, beide Universitätsmedizin Greifswald
© Mit freundlicher Genehmigung der DÄV
tens geeignet. Die Sportwissenschaftlerin Annika Gottschling-Lang (Hannover), der Psychologe Dr. phil. Marco
Franze und der Community-Mediziner Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann (beide Greifswald) haben 870 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über einen langen Zeitraum untersucht. Ausgangspunkt war die hohe Prävalenz von Entwicklungsverzögerungen in der Fein- und Grobmotorik bei Einschulungsuntersuchungen in Mecklenburg-Vorpommern. Die
Forscher konnten zeigen, dass die durch sie entwickelten Programme zur Förderung der Motorik, die in den Kitas nach
Schulung der Erzieher eingeführt wurden, diese Entwicklungsstörungen, unabhängig vom Sozialstatus der Kinder, nahezu
aufheben konnten. Ein regelmäßiger Kita-Besuch mit entsprechenden Präventionsprogrammen verhindert somit Entwicklungsstörungen in der Grob- und Feinmotorik, aber letztlich
auch in der sprachlichen und sozialen Kompetenz.
(Einzelheiten zur Studie finden Sie unter: http://www.aerzteversicherung.de/Unternehmen/Hufeland-Preis.)
Eigentlich ein alter Hut: Was Hänschen nicht lernt … Insbesondere in sozial schwachen Verhältnissen werden die elterlichen
Verpflichtungen nicht selten nur unzureichend wahrgenommen. Das ist nicht nur auf dem Gebiet der motorischen, sondern auch in der sprachlichen und psychosozialen Entwicklung
der betroffenen Kinder anzunehmen. Will unsere Gesellschaft
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
PERSONALIEN
diese Entwicklungsdefizite bessern, sollten die entsprechenden Förderungen bereits in Kitas begonnen, aber dann auch
weitergeführt werden.
Dies betonten auch die nachfolgenden Redner in ihren Festvorträgen. Der Vorsitzende des Hartmannbundes Dr. med.
Klaus Reinhard beleuchtete eindrücklich das Thema „Prävention – Ärzteschaft, Politik und Gesellschaft in der Verantwortung“ aus der Sicht eines Hausarztes. Dabei ging er auf die
sog. neuen Kinderkrankheiten wie Asthma, Allergien, Neurodermitis und Übergewicht, aber auch die psychischen Erkrankungen infolge mangelnder emotionaler Zuwendung, als
`Wohlstandsprobleme` einer Überflussgesellschaft ein.
Andererseits wissen wir alle, dass auch Armut krank macht.
Ärzte allein sind in der Prävention nahezu machtlos, wenn gesellschaftliche Entwicklungen Krankheiten bedingen. Daher
ist die Politik in der Gesetzgebung nachdrücklich aufgefordert, für die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgreicher Prävention zu sorgen.
Die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Prof. Dr. med. Elisabeth Pott betonte die Aufklärung als
wesentlichen Bestandteil der Prävention. Sie belegte in ihrem
Festvortrag anhand eindrücklicher Daten zur Aidsprävention,
welche Erfolge allein durch eine breite Aufklärung in verschiedenen Medien erzielt wurden. Die Aufklärung über Gesundheitsrisiken und Wege zur Prävention muss aber geschickt
verpackt werden und die vorgesehene Zielgruppe sicher erreichen. Ihre Evaluation in gewissen Abständen ist unverzichtbar.
Das benötigt zum einen Zeit und Prävention benötigt selbstverständlich auch Geld. Beides wird nur bereitgestellt werden,
wenn der Erfolg der Prävention wissenschaftlich belegt ist.
Die aktuell mit dem Hufeland-Preis nach einstimmigem Votum
des Kuratoriums ausgezeichnete Arbeit erfüllt diese Bedingung. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ergebnisse als wesentlicher Baustein in der Prävention durch die Gesundheitspolitik
wahrgenommen und umgesetzt werden.
Dr. Evelin Pinnow (unter Mitarbeit von W. S.)
Julius-Springer-Preis für Gefäßmedizin
Zur Förderung der Gefäßmedizin mit seiner wachsenden Bedeutung für Diagnostik und Therapie bei gefäßchirurgischen
Erkrankungen zeichnet Springer Medizin zum 5. Mal in Folge
eine Original- oder Übersichtsarbeit der Fachzeitschrift Gefässchirurgie aus.
Preisträgerin 2014 ist die Medizinerin Dr. Sabine Kischkel
für ihren Beitrag „Biodegradierbare Polymerstents für die
vaskuläre Applikation im Karotis-Modell beim Schwein“ erschienen in Gefässchirurgie 19, 2014. Anders als in den früheren Jahren erhält der Preisträger des Julius-Springer-Preises
für Gefäßmedizin ein Preisgeld im Wert einer Open-ChoicePublikation. Der prämierte Beitrag wird in Kürze über
PubMedCentral als Volltext frei verfügbar sein unter
dx.doi.org/10.1007/s00772-014-1311-4.
Dr. Sabine Kischkel ist Fachärztin im Bereich Gefäßmedizin
und arbeitet an der Klinik und Poliklinik für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Rostock.
„Die von uns ausgelobte Arbeit von Sabine Kischkel zeichnet
sich besonders durch den edukativen Charakter für alle Experten im Bereich der Gefäßmedizin aus“, erklärte Professor
Hans-Henning Eckstein, Schriftleiter der Zeitschrift Gefässchirurgie anlässlich der Preisverleihung während der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und
Gefäßmedizin (DGG) Ende September in Hamburg.
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Prof. Eike Sebastian Debus, Prof. Hans-Henning Eckstein, Dr. Sabine
Kischkel und Monika Kretz (Springer) (v. l. n. r.)
© Springer
Dr. Kischkel und ihr Team verfolgen mit ihrer Arbeit das Ziel,
dass in Zukunft weiterentwickelte Stents für Routineeingriffe am Menschen verwendet werden. Dazu beschreiben und
analysieren sie einen Versuch an Schweinen mit zwei StentModellen. Einem herkömmlichen Stent, der rein mechanisch
funktioniert und nicht wieder ausgetauscht werden kann,
und einem neuartigen, biodegradierbaren Polymerstent, der
über chemische Substanzen wirkt und im Körper wieder abbaubar ist.
(Nach einer Pressemitteilung von Springer Medizin)
Seite 423
PERSONALIEN
Nachruf
Professor Dr. med. Hans-Joachim Blau
Am 12.09.2014 verstarb kurz vor seinem 80. Geburtstag
Herr Prof. Dr. med. Hans-Joachim Blau, der von 1959 bis
1993 an der Kinderklinik der Universität Rostock und von
1995 bis 1999 als Chefarzt an der Mutter- und Kind-Klinik
im Seeheilbad Zingst tätig war.
Hans-Joachim Blau wurde am 29.11.1934 in Frankfurt/Oder
geboren. Nach dem Abitur 1953 nahm er das Medizinstudium an der Pädiatrisch-Medizinischen Hochschule Leningrad
auf. Die Ausbildung zum Kinderarzt an der Universitätskinderklinik Rostock begann er 1959 zusammen mit seiner Frau
Tatjana. Als Arzt, Forscher und Hochschullehrer spezialisierte er sich auf die pädiatrische Onkologie/Hämatologie und
Tumorimmunologie.
1964 promovierte er mit dem Thema „Basophile und eosinophile Granulozyten bei verschiedenen Krankheitszuständen im Kindesalter“ betreut von seinem verehrten Lehrer
Doz. Dr. W. Plenert (später Direktor der Kinderklinik der
Universität Jena). 1971 habilitierte er sich mit klinischen und
tierexperimentellen Untersuchungen der Leukämie im Kindesalter. 1973 wurde er zum Dozenten, 1977 zum ordentlichen Professor und Lehrstuhlinhaber für Pädiatrie an der
Universität Rostock berufen.
Die ärztliche Tätigkeit war Prof. Blau stets Herzenssache.
Auch als Abteilungsleiter der hämatologisch/onkologischen
Abteilung und stellvertretender Klinikdirektor führte er regelmäßig Spezialsprechstunden für hämatologisch/onkologisch erkrankte Kinder durch. Mit einem interdisziplinären
Team (Ärzte, Psychologen Schwestern, Physiotherapeuten,
MTA) erreichte er bemerkenswerte Ergebnisse hinsichtlich
der Lebenserwartung und Lebensqualität der krebskranken
Kinder. Das wurde 1977 mit dem Universitätspreis gewürdigt.
In der Aus- und Weiterbildung war Prof. Blau sehr aktiv,
nicht nur in Vorlesungen für Studenten der Human- und
Zahnmedizin, sondern auch in Kursen und Schriftenreihen
für Schwestern, Physiotherapeuten und MTA. Als Wissenschaftler unterhielt er viele nationale und internationale
Kontakte nach Ost und West. So war er z. B. Mitglied der
Arbeitsgruppe „Krebs bei Kindern“ im Rat für gegenseitige
Wirtschaftshilfe und Mitglied der Schriftleitung des Journals „Folia Haematologica“ (Leipzig). Er folgte Einladungen
nach Moskau, Santa Clara (Cuba) und Chapel Hill (North
Seite 424
Carolina, USA). Prof. Blau
veröffentlichte 112 Publikationen und hielt mehr als
150 Vorträge. Dazu sind
eine Reihe von Büchern und
Buchbeiträgen zu nennen,
wie z.B. „Pädiatrische Immunologie“, „Krebs im Kindesalter“, „Klinische und
psychosoziale Aspekte bei
Kindern mit onkologischen
Erkrankungen“, auch „Kinderheilkunde“ Hrsg. H.
Kirchmair, 1. bis 3. Auflage;
20 Promovenden und 25 Diplomanden führte er zum
Erfolg.
Weggefährten erinnern sich an die freundlich-gesellige Art
von Prof. Blau; oft und gern stimmte er deutsche und russische Volkslieder an. Die drei Kinder folgten dem Beispiel
der Eltern und wurden ebenfalls Ärzte.
Mit der politischen Wende und seinem Ausscheiden aus der
Universität Rostock erlebte Prof. Blau einen tiefen Einschnitt in seinem Lebensweg. Glücklicherweise stellte die
Arbeit als Chefarzt an der neu erbauten Mutter- und KindKurklinik im Seeheilbad Zingst ihn ab 1995 vor neue Herausforderungen. Hier gelang es ihm, Rehabilitationsangebote
für Kinder und Mütter aufzubauen, die onkologische Erkrankungen überstanden hatten. Diese Möglichkeiten wurden zunehmend deutschlandweit genutzt.
Er konnte also zum Schluss seines Berufslebens Kinder und
Mütter betreuen, die 30 Jahre zuvor an ihrer Krebserkrankung (z. B. Leukämie) gestorben wären.
Dr. med. Katja Breuel
Rostock
Priv.-Doz. Dr. med. Jutta Hein
Ostseebad Wustrow
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
PERSONALIEN
Wir beglückwünschen
Veröffentlicht werden nur die Namen der Jubilare,
die mit der Publikation einverstanden sind.
60. Geburtstag im Dezember 2014
Dipl.-Med. Sabine Jungkurth
04.12.1954 Grimmen
Dipl.-Med. Jörg-Dieter Sydow
13.12.1954 Wolgast / Karlshagen
Dr. med. Günther Freier
18.12.1954 Plau
Dr. med. Gerlinde Feest
30.12.1954 Rostock / Admannshagen
65. Geburtstag im Dezember 2014
Dr. med. Rosemarie Merz
02.12.1949 Güstrow / Mühl Rosin
Dr. med. Christel Mattern
24.12.1949 Teterow
Dr. med. Rainer Frick
28.12.1949 Malchin
70. Geburtstag im Dezember 2014
Dr. med. Christiane Kerber
01.12.1944 Schwerin
Dr. med. Evelin Ismail
02.12.1944 Ludwigslust
Prof. Dr. med. habil. Olaf Anders
03.12.1944 Sanitz
Dr. med. Christian Kerber
06.12.1944 Schwerin
Dr. med. Uta Mindt
07.12.1944 Zierzow
Gerd Tschiesche
10.12.1944 Gnoien
Dr. med. Lily Ratzmann
26.12.1944 Neuenkirchen
75. Geburtstag im Dezember 2014
Waltraud Holst
01.12.1939 Warin
Dr. med. Marion Pflieger
05.12.1939 Bad Doberan
Dr. med. Hans-Dietrich Wagner
09.12.1939 Rostock
Dr. med. Regine Fischer
13.12.1939 Bad Doberan
MR Dr. med. habil. Christa Blunck
17.12.1939 Ückeritz
Dr. med. Karin Weigert
23.12.1939 Stralsund
Dr. med. Hedda Wustlich
25.12.1939 Raben Steinfeld
Dr. med. Heidemarie Diwok
30.12.1939 Rostock
80. Geburtstag im Dezember 2014
Jörn-Lüder Vogel
16.12.1934 Langhagen
Dr. med. Jan Schacht
18.12.1934 Barth
Karla Hennighausen
20.12.1934 Ribnitz-Damgarten
Johanna Müller-Skrzypinski
28.12.1934 Schwerin
Prof. Dr. med. habil. Lothar Pelz
30.12.1934 Rostock
85. Geburtstag im Dezember 2014
OMR Dr. med. Ferdinand Batsch
02.12.1929 Prohn
Dr. med. Ernst-Georg Leisner
08.12.1929 Parchim
Prof. Dr. med. habil. Willi Heine
25.12.1929 Rostock
AUSGABE 11/2014 24. JAHRGANG
Impressum
HERAUSGEBER
Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
August-Bebel-Straße 9a
18055 Rostock
Telefon:0381 49280-0
Telefax: 0381 49280-80
REDAKTION Dr. med. A. Crusius
(Chefredakteur)
Dr. med. W. Schimanke
(stellvertr. Chefredakteur)
Prof. Dr. med. H. Büttner
Dr. med. R. Bruhn
Dr. med. C. Brock
Dr. med. G. Langhans
A NSCHRIFT DER REDAKTION Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
August-Bebel-Straße 9a
18055 Rostock
Zuschriften redaktioneller Art bitte nur
an diese Anschrift, nicht an ein einzelnes
Mitglied der Redaktion
E-Mail: aerzteblatt@aek-mv.de
V ERANTWORTLICH IM SINNE
DES PRESSEGESETZES Dr. med. A. Crusius
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VERLAGSLEITUNG Dr. Rainer Stumpe
ANZEIGENDISPOSITION Melanie Bölsdorff
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ISSN: 0939-3323
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