close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

außerhalb von Werkstätten - Werkstätten:Messe

EinbettenHerunterladen
„Arbeiten außerhalb von Werkstätten!
Unterschiedliche Erwartungshaltungen
der Stakeholder“
1
Osnabrücker Werkstätten gGmbH
2000 beschäftigte Mitarbeiter
460 angestellte Mitarbeiter
25 Standorte in Stadt und Landkreis Osnabrück
2
Fachhochschule Münster
Fachbereich Wirtschaft
über 11.000 Studierende
über 2.200 Studierende
Eine der Drittmittelstärksten Viele Drittmittelprojekte im
Hochschulen in Deutschland Bereich Marktforschung (für
Unternehmen und soziale
Organisationen)
3
Ziel der Befragung
• Bekanntheit & Image
• Einstellung zum Thema „Beschäftigung von
Menschen mit Behinderung außerhalb von
Werkstätten“
Durchführung der Befragung | Fachhochschule Münster
Zeitraum: Frühjahr 2012 – November 2012
4
Stakeholder
•
•
•
•
•
Öffentlichkeit in Stadt und Landkreis Osnabrück
Mitarbeiter der HHO
Kostenträger (Stadt und Landkreis Osnabrück)
Angehörige von Menschen mit Behinderung
Beschäftigte Mitarbeiter der Osnabrücker Werkstätten
5
Wesentliche Ergebnisse | ÖFFENTLICHKEIT
• Welche Vorteile / Schwierigkeiten können sich bei der
Beschäftigung von MmB in Werkstätten ergeben?
MmB werden in Werkstätten
ausreichend unterstützt, um
auch außerhalb der WfbM zu
arbeiten
Individuell angepasste Tätigkeiten/
Pausenzeiten sind möglich
stimme zu
Ausschluss aus der Gesellschaft
durch Isolation
teils, teils
stimme nicht zu
MmB können in „geschützten
Räumen“ arbeiten
Betreuung der MmB durch
Fachpersonal
0%
20%
40%
60%
80%
100%
6
Wesentliche Ergebnisse | ÖFFENTLICHKEIT
• Welche Vorteile / Schwierigkeiten können sich bei der
Beschäftigung von MmB außerhalb von Werkstätten
ergeben?
Akzeptanzprobleme bei Kunden
Präsenz in der Öffentlichkeit erhöht die
Toleranz ggü MmB
Förderung der Selbstständigkeit von
MmB
stimme zu
Akzeptanzprobleme der Arbeitskollegen
teils, teils
Integration der MmB in die
Gesellschaft
stimme
nicht zu
Finanzielle Vorteile von Unternehmen
Stärkung des Selbstwertgefühls
von MmB
0%
20%
40%
60%
80%
100%
7
Wesentliche Ergebnisse | ÖFFENTLICHKEIT
• Wie bewerten Sie folgende Aussage?
Möglichst viele MmB sollen auch
außerhalb von Sondereinrichtungen
beschäftigt sein
stimme zu
MmB arbeiten am besten in
Sondereinrichtungen
Es ist wichtig, dass MmB einen
Arbeitsplatz haben, der auf ihre
Bedürfnisse und Anforderungen
zugeschnitten ist
teils, teils
stimme
nicht zu
0%
20%
40%
60%
80%
100%
8
Wesentliche Ergebnisse | MITARBEITER
• Unterscheidet sich die Zustimmung zur Aussage, dass
Ausschluss aus der Gesellschaft durch Isolation droht,
hinsichtlich der Altersgruppe?
20,4%
50 +
58,1%
21,5%
21,8%
stimme nicht zu
30 - 49
54,9%
teils, teils
23,2%
stimme zu
3,7%
18 - 29
69,5%
26,8%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
9
Wesentliche Ergebnisse | MITARBEITER
• Unterscheidet sich die Zustimmung zur Aussage, dass
es zu Akzeptanzproblemen bei Arbeitskollegen
kommen kann, hinsichtlich des Arbeitsbereichs?
16,0%
Verwaltung + Holding
56,0%
28,0%
11,5%
Kindheit + Jugend
67,9%
20,5%
stimme nicht zu
teils, teils
21,3%
Wohnen
stimme zu
65,7%
13,0%
10,9%
OW + OSNA - Integ
54,5%
34,7%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
10
Wesentliche Ergebnisse | KOSTENTRÄGER
• Welchen Sinn und Zweck hat die Arbeit der MmB in
Werkstätten und welches Niveau wäre erstrebenswert?
+
-
Mittelwerte
Beschäftigung als Zeitvertreib
Wirtschaftliche Zwecke
Förderung der Fähigkeiten
Real
Herstellung wettbewerbsfähiger
Produkte
Erstrebenswert
Entlastung der Elternhäuser
Teilhabe am Arbeitsleben
Qualifizierung für eine
Beschäftigung auf dem
Arbeitsmarkt
N=9
11
1
2
3
4
5
6
Wesentliche Ergebnisse | KOSTENTRÄGER
Was ist wichtig bei der Zusammenarbeit zwischen
Kostenträger und Werkstätten?
• Mit MmB auf Augenhöhe ehrlich umgehen, Grenzen aufzeigen
• Interesse der MmB über wirtschaftliche Interessen stellen
• Offene Darstellung der Probleme und ergebnisoffene
Lösungsentwicklung
• Werkstatt als Leistungserbringer im Auftrag der Kostenträger
• Transparente, offene und innovative Zusammenarbeit
• Wechselseitige Akzeptanz der jeweiligen Sichtweise
• Genaue Kenntnis darüber, was Werkstätten konkret für MmB tun
N=9
12
Wesentliche Ergebnisse | KOSTENTRÄGER
Was muss getan werden, um MmB auf den allg.
Arbeitsmarkt optimal vorzubereiten?
•
•
•
•
Auswahl der MmB passend zum Arbeitsplatz
Offensives Herantreten an Arbeitgeber
Förderung muss individueller werden, gezielt Defizite beseitigen
Individualisierung der Ausbildungsmöglichkeiten außerhalb der
Organisationsform Werkstätten
• Bereitschaft, sich von Leistungsträgern zu trennen
• MmB in die Lage versetzen, Inklusion zu wollen
• Entstandene Bindungen an Werkstatt muss von Werkstatt gelöst
werden
N=9
13
Wesentliche Ergebnisse | ANGEHÖRIGE
• Was glauben Sie, wozu dient die Arbeit der Menschen
mit Behinderung und welches Niveau wäre
erstrebenswert?
+
-
Mittelwerte
Beschäftigung als Zeitvertreib
Wirtschaftliche Zwecke
Förderung der Fähigkeiten
Herstellung wettbewerbsfähiger
Produkte
Einschätzung
Erstrebenswert
Entlastung der Elternhäuser
Teilhabe am Arbeitsleben
Qualifizierung für eine
Beschäftigung auf dem
Arbeitsmarkt
1
2
3
4
5
6
14
Wesentliche Ergebnisse | beschäftigte Mitarbeiter
• Wollen Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten?
29,8%
ja
57,6%
vielleicht
nein
12,6%
15
Wesentliche Ergebnisse | beschäftigte Mitarbeiter
Hypothese | Werkstattbeschäftigte, die weniger als 2
Jahre in der Werkstatt arbeiten, wollen eher auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten?
41,9% der Beschäftigten, die unter zwei Jahre in einer
WfbM sind, würden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
arbeiten wollen. Das ist signifikant mehr als bei denen,
die länger in der Werkstatt tätig sind.
16
Wesentliche Ergebnisse | beschäftigte Mitarbeiter
Hypothese | Der Verlust des beschützenden Umfelds
der WfbM hindert Werkstattbeschäftigte am Übergang auf
den allgemeinen Arbeitsmarkt
16,9% nannten Mobbing, Ausgrenzung und schlechtes
Arbeitsklima als Nachteile des Arbeitens außerhalb der
Werkstatt.
Weniger Hilfe und fehlende Rücksicht auf die Behinderung
wurden von 14% befürchtet.
Geringere Kontakte zu Menschen in der WfbM nannten
14,7%, das wegfallende Angebot der Werkstatt noch 7,4%.
17
Wesentliche Ergebnisse | beschäftigte Mitarbeiter
Hypothese | Der Übergang eines Werkstattbeschäftigten
auf den allgemeinen Arbeitsmarkt findet nicht statt, weil
die Bereitschaft des Beschäftigten unentdeckt bleibt.
51,6% der Menschen, die in irgendeiner Form die
Bereitschaft für ein Arbeit auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt bekundet haben, haben diese mit
niemandem kommuniziert.
18
Wesentliche Ergebnisse | beschäftigte Mitarbeiter
Alle Befragten, die
tendenziell in Vollzeit
oder Teilzeit auf dem
allgemeinen
Arbeitsmarkt arbeiten
wollen (n=93)
Von einem Mitarbeiter Nicht von einem
der OW angesprochen Mitarbeiter der OW
worden
angesprochen worden
Bereitschaft wurde
kommuniziert
25,8%
22,6%
Bereitschaft wurde nicht
kommuniziert
12,9%
38,7% (unentdeckte
Bereitschaft)
19
Vergleiche | Angehörige vs. Kostenträger
Erstrebenswertes Niveau hinsichtlich dem Zweck der Arbeit
von MmB in Werkstätten
+
-
Mittelwerte
Beschäftigung als Zeitvertreib
Wirtschaftliche Zwecke
Förderung der Fähigkeiten
Angehörige
Herstellung wettbewerbs-fähiger Produkte
Kostenträger
Entlastung der Elternhäuser
Teilhabe am Arbeitsleben
Qualifizierung für eine Beschäftigung auf
dem Arbeitsmarkt
1
2
3
4
5
6
20
Vergleiche | Angehörige vs. beschäftigte Mitarbeiter
Bereitschaft des MmB auf dem allg. Arbeitsmarkt (in einem
sozialversicherungspflichtigen Verhältnis) zu arbeiten
80,0%
68,6%
70,0%
57,6%
60,0%
50,0%
Angehörige
40,0%
Beschäftigte
29,8%
30,0%
19,6%
20,0%
12,6%
11,8%
10,0%
0,0%
Ja
Vielleicht
Nein
21
Öffentlichkeit
à generell erstaunlich hoher Zustimmungsgrad und sehr
positive Beurteilung der Beschäftigungsmöglichkeiten von
MmB außerhalb von Werkstätten
Je höher die Zustimmung hinsichtlich einer Beschäftigung von
MmB außerhalb von WfbM desto kritischer ist die Einstellung
ggü Werkstätten
Angehörige
Kostenträger
Hohe Bedeutung von
„Beschäftigung außerhalb der
Werkstätten“
Starker Wunsch nach Einbindung
und Mitsprache
Unzufriedenheit bei „Qualifizierung
für eine Beschäftigung auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt
(3,6 Einschätzung vs. 1,1
Erstrebenswert)
Wollen den „geschützten Rahmen“
WfBM
Unzufriedenheit nur dann, wenn
der Wunsch vorhanden ist, dass
der Angehörige mit Behinderung
auf dem allg. Arbeitsmarkt
beschäftigt ist.
-> Abweichung bei „Qualifizierung
für eine Beschäftigung auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt
vorhanden (3,4 Einschätzung vs.
2,2 Erstrebenswert)
Mitarbeiter
Beschäftigte Mitarbeiter
Ambivalent
Perspektiven ohne Unsicherheit
Sehr heterogen in den
Erwartungen
„Fordern und Fördern“
Unsicherheit durch Wechsel der
Arbeitsbedingungen und
Veränderung der Anforderungen
Deutliche Unterschiede in den
Altersgruppen (und
Arbeitsbereichen)
Heterogen in der Zielrichtung und
Motivation
22
Besonderheiten | Befragung beschäftigte MA
Befragung der beschäftigten Mitarbeiter im Rahmen
einer Bachelor-Arbeit
23
Ziel der Beschäftigten-Befragung
Was denken Beschäftigte der Osnabrücker Werkstätten
über das Arbeiten außerhalb von Werkstätten?
Arbeiten in der
Werkstatt
Arbeiten auf dem
1. Arbeitsmarkt
24
… dann frag mich doch!
„Die ‚Kopfschlauen‘ wissen
nichts von uns, wenn sie uns
nicht fragen.“
(Doris Haake u.a., 2011)
„Nichts über uns, ohne uns!“
(Motto des Europäischen Jahres der Menschen mit
Behinderungen 2003)
25
Menschen mit Behinderungen als Experten
Experten sind Personen,
• die sich bei einem Thema besonders gut auskennen
• und die für bestimmte Aufgaben besonders gut geeignet sind
Menschen mit Behinderungen
• kennen die Werkstatt, in der sie arbeiten, besonders gut
• wissen am besten, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben
und zu arbeiten
26
Wie sind die Ergebnisse der
Beschäftigten-Befragung zustande
gekommen?
Wie wurden die Beschäftigten befragt?
Wer hat die Interviews geführt?
Was war das Besondere bei dieser
Befragung?
27
Inklusive Zusammenarbeit
• Gruppendiskussion über den Fragebogen
• Führen von Interviews
• Nachtreffen für Interviewer
• Ergebnispräsentation
28
Inklusive Zusammenarbeit
• Gruppendiskussion über den Fragebogen
• Führen von Interviews
• Nachtreffen für Interviewer
• Ergebnispräsentation
29
Das Interviewer-Team
30
Die Interviewer-Schulung
Die 5 goldenen Regeln für ein gutes Interview:
1. Experte für den Fragebogen sein
2. Aufmerksam zuhören und gut reagieren
3. Freundlich und höflich sein
4. Die eigene Meinung nicht sagen
5. Alles, was beim Interview gesagt wird, ist geheim.
31
Die Interviewer-Schulung
32
Die Interviewer-Schulung
Was ist wichtig:
 Video
 Schulungsmappe
33
Die Interviewer-Schulung
34
Die Interviewer-Schulung
Was ist wichtig:
 Video
 Schulungsmappe
 Mehr Zeit
 Räume zum Üben
 Gemeinsame (inklusive)
Entwicklung eines
Fragebogens
35
Rückblick
36
Inklusive Forschung
„Wenn Teilhabe das Ziel ist,
muss Teilhabe auch der Weg sein.“
(Gudrun Dobslaw, 2012)
•
•
•
•
•
•
Einarbeitung in ein Thema
Fragebogen entwickeln
Interviews organisieren
Interviews führen
Ergebnisse auswerten
Ergebnisse präsentieren
37
Ausblick
38
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
Haben Sie Fragen?
39
- Prof. Dr. Frank Dellmann | FH Münster
dellmann@fh-muenster.de
- Lisa-Marie Müller | FH Münster
lisamueller@fh-muenster.de
- Sabine Dühnen | Osnabrücker Werkstätten
s.duehnen@os-wfb.de
- Marjan Tysz
s.duehnen@os-wfb.de
- Susanne Wolff | HHO gGmbH
s.wolff@os-hho.de
40
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
2
Dateigröße
1 545 KB
Tags
1/--Seiten
melden