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140 Physiologie. als die stark begossenen Vergleichspflanzen, was

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140
Physiologie.
als die stark begossenen Vergleichspflanzen, was Verf. auf ein stärkeres
Saugen der Gefäße der unbegossenen Pflanzen zurückführt. Der Verlauf
der Blutung ist bei den beiden Vergleichsreihen sehr verschieden. Der kon­
tinuierliche Abfall der austretenden Flüssigkeitsmengen der begossenen Pflanz en
u n d die anfänglich fehlende oder nur schwache Blutung mit plötzlichem An­
stieg u n d analogem Abfall der unbegossenen Pflanzen ist gleich charakte­
ristisch. Der Einfluß des Öffnens der Gefäße durch den Schnitt ist auf ver­
schiedene "Weise untersucht worden (Abtöten, Verstopfen), mit dem Er­
gebnis, daß die Blutungsmenge v o n der Zahl der geöffneten Gefäße unab­
hängig ist.
S eybold
(Würzburg).
Litwinowo, L., D i e V e r ä n d e r u n g d e r o s m o t i s c h e n
Saug­
kraft desWurzelsystems bei verschiedenem osmo­
t i s c h e m D r u c k d e r N ä h r l ö s u n g . Bull. Inst. rech. biol. Univ.
Perm. 1926. 4, 447—469. (1 Taf.) (Russ. m. dtsch. Zusfassg.)
Verf. versucht festzustellen, in welcher Weise die osmotische Saug­
kraft eines Wurzelsystems sich einer veränderten Konzentration der Außen­
lösung a n p a ß t . Die Berechnung der osmotischen Saugkraft erfolgte unter
Vergleichung der Blutungsgeschwindigkeiten unter verschieden hohem Außen­
druck, nach den v o n S s a b i n i n aufgestellten Formeln, die im Original
verglichen werden müssen.
Die Versuche ergaben eine direkte Proportionalität der Saugkraft zur
zunehmenden Konzentration der Nährlösung. Die Differenz zwischen Außen­
druck u n d Wurzelsaugkraft bleibt hierbei k o n s t a n t u n d wird v o m Verf.
als reelle Saugkraft der Wurzel bezeichnet. Der osmotische Druck des Blu­
tungssaftes ist der osmotischen Wurzelsaugkraft gleich zu setzen. Ver­
ä n d e r t e n Außenbedingungen p a ß t sich die Pflanze entsprechend deren Aus­
m a ß e in kürzerer oder längerer Zeit (1—5 Tage) an. Bei der Übertragung
aus einer Nährlösung in Wasser n i m m t die Saugkraft anfänglich schnell ab,
bleibt dann aber konstant. Bei Pflanzen, die auf schwachen Nährlösungen
wuchsen, ist nach der Übertragung in Wasser die Saugkraft etwas schwächer
als v o n Pflanzen reiner Wasserkulturen; bei anfänglicher Kultur in starken
Nährlösungen bleibt nach der Übertragung die Saugkraft jedoch doppelt
SO hoch.
Herrig
(Berlin).
Wolfe, H. S., A b s o r p t i o n o f w a t e r b y b a r l e y s e e d s . Bot.
Gaz. 1926. 82, 8 9 — 1 0 3 . .
In die zum Teil widerspruchsvollen Angaben über die Wasseraufnahme
lufttrockener Samen a u s Salzlösungen sucht Verf. durch neue Versuche
Klarheit zu bringen. Zu den Versuchen wurden die Körner v o n Hordeum
vulgare var. coeleste verwendet. Sämtliche Experimente wurden bei 30° C
ausgeführt. E s zeigte sich, daß die Körner während 30 Sek. bis 12 Std. Quel­
lung in gesättigter LiCl-Lösung nach 2 Std. das Maximum v o n 7 , 5 % er­
reicht haben. Trocknet m a n solche Körner nach 12 Std. Quellung in der
Salzlösung im Vakuumofen, so verlieren sie 3 — 5 % weniger a n Gewicht,
als wenn die Quellung in reinem Wasser erfolgt wäre. Diese Gewichtsver­
mehrung r ü h r t daher, d a ß die Körner in ihren Hüllen Salz absorbieren,
welches sich aber leicht wieder auswaschen läßt. Von den 7 , 5 % der Gewichts­
z u n a h m e der in gesättigter LiCl gequollenen Körner entfallen 3 , 6 % auf
wirkliche Wasseraufnahme, der Rest auf die oberflächliche Salzaufnahme.
Dabei permeieren weder Salz noch Wasser in das Innere des Kornes. Bis-
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Gesundheitswesen
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