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Zurzacher Zeitung
Samstag, 7. Juni 2014
Die Botschaft
5
Traditionelle Chinesische Medizin: Pionierarbeit im Flecken
Als schweizweit erste Institution haben sämtliche Zentren von «TCM Ming Dao» und «TCM Gelber Kaiser» das ISO-Zertifikat 9001:2008
erlangt. Sie sind der Konkurrenz damit, wie schon durch ihre Kooperation mit der Nanjing Universität, einen Schritt voraus.
Die Grundsätze
von TCM
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist zentraler Bestandteil
der traditionellen chinesischen Kultur. Eine Ausbildung zum TCM-Arzt
dauert in China rund fünf Jahre und
die zu absolvierenden Prüfungen
sind sehr anspruchsvoll. Die führende (und älteste) Lehranstalt im Bereich der traditionellen chinesischen
Medizin ist die Universität Nanjing,
Platz zwei und drei belegen die Universitäten von Peking und Shanghai.
Richtig Fuss gefasst hat TCM in der
Schweiz vor rund 20 Jahren, inzwischen ist sie zum etablierten Bestandteil der medizinischen Angebote geworden.
Drei Dimensionen
ins Gleichgewicht bringen
Ein Teil des TCM Ming Dao-Teams vor ihrem Standort im Flecken von Bad Zurzach – in der Hand das frisch überreichte Zertifikat.
BAD ZURZACH (tf) – «Kuren wie der
Kaiser von China» steht in grossen Lettern auf einer der Broschüren von «TCM
Ming Dao» und «TCM Gelber Kaiser».
TCM steht für traditionelle chinesische
Medizin und «Ming Dao» und «Gelber
Kaiser» stehen als Firmennamen für zwei
Gruppen von TCM-Zentren, die an mehreren Standorten in der Deutschschweiz
gemeinsam mit RehaClinic in ambulanten Zentren (RehaA) auftreten. «Ming
Dao» heisst übersetzt «den Naturgesetzen folgend, für ein langes Leben» und
der «Gelbe Kaiser» gilt in China als Begründer der traditionellen chinesischen
Medizin. Ihren Ursprung haben die beiden Zentren aber im Kurort von Bad Zurzach. Als Mutterhaus der Zentren agiert
via RehaClinic die «Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden».
Es sind aber nicht nur die Kaiserlichen Kuren, mit denen die TCM-Zen-
tren «Ming Dao» und «Gelber Kaiser»
werben können. Neuerdings können sie
ein Zertifikat vorweisen, das es so in der
Schweiz und selbst in ganz Europa nirgendwo sonst gibt. Es handelt sich um
das ISO-Zertifikat 9001:2008. Ein eidgenössisch anerkanntes Zertifikat, welches
die Qualität der Arbeitsabläufe in einem
Unternehmen bestätigt.
Mit den TCM-Zentren «Ming Dao»
und «Gelber Kaiser» haben es erstmals
Unternehmen aus dem Bereich der traditionellen chinesischen Medizin geschafft,
dieses Zertifikat zu erreichen. Neben einer einwandfreien Hygiene und Sauberkeit, qualitativ hochstehenden Räumlichkeiten und standardisierten Behandlungsabläufen bezeugt das Zertifikat vor
allem, dass die Zentren von «Ming Dao»
und «Gelber Kaiser» Ärzte beschäftigen,
die hohe fachliche Qualifikationen und
viel Berufserfahrung ausweisen können.
Die Nummer eins sein
Die TCM-Zentren «Ming Dao» und «Gelber Kaiser»
Je nach Fall und Krankheitsbild kommt
TCM ergänzend und komplementär
zum Einsatz, dann wieder umgekehrt
die Schulmedizin.
Seit 1990 lebt Professor Li Yiming in der
Schweiz und ab 1995 begann er, in enger
Zusammenarbeit mit RehaClinic beziehungsweise der Schulmedizin, den Prozess der stationären Rehabilitation mittels fernöstlicher Medizin zu begleiten.
Mit dem Aufbau eines ersten Zentrums
der traditionellen chinesischen Medizin unter dem Label «TCM Ming Dao»
im Flecken im Jahre 2005 begann eine
Phase der Expansion, die parallel zum
Aufbau der neuen ambulanten Zentren
«RehaA» von RehaClinic erfolgte. Unter dem ausserhalb des Kantons Aargau
gewählten Label «TCM Gelber Kaiser»
wurden ambulante Zentren in Baden,
Lenzburg, Basel, Winterthur, Wil, Zug,
Zürich Airport und zuletzt Kreuzlingen errichtet. Aktuell steht eine Erweiterung ins grenznahe Deutschland nach
Bad Säckingen zur Diskussion. An allen Standorten besteht seither eine enge
Zusammenarbeit zwischen RehaClinic
und TCM.
Die ersten Doktorandinnen aus China
Die Klinik in der Klinik
Bisher einmalig und eine echte Pioniertat war im März 2008 die Eröffnung einer eigentlichen «TCM Ming Dao»Klinik in den Räumlichkeiten von
RehaClinic – als stationäre, bis heute
schweizweit einzige derartige stationäre
Rehabilitationsabteilung der traditionellen chinesischen Medizin, und nur
in Bad Zurzach werden schulmedizinische Therapien und therapeutische
Anwendungen der traditionellen chi-
Röde Orm erhält Verstärkung auf dem Bözberg
Professor Li Yiming, die zentrale Figur
der TCM-Zentren «Ming Dao» und «Gelber Kaiser».
nesischen Medizin so selbstverständlich und konsequent ergänzend angewandt. Zwischen RehaClinic-Chefarzt
Prof. Dr. med. André Aeschlimann und
«TCM Ming Dao»-Chefarzt Li Yiming
besteht eine intensive Zusammenarbeit.
Zelte aufgeschlagen hat. Wenn solche
Meldungen verkündet werden, kann es
bis zum Sommerlager der Cevi Zurzach
nicht mehr lange dauern.
Seit Oktober 2013 weilen die ersten
chinesischen Doktorandinnen der
traditionellen chinesischen Medizin
als Praktikantinnen im «TCM Ming
Dao»-Zentrum von Bad Zurzach. Üblicherweise gehen europäische Studierende nach China an eine der renommierten Universitäten von Nanjing,
Peking oder Shanghai, um das traditionelle Wissen zu erlernen. Es spricht
daher für die Qualität der Ausbildung
und die guten Beziehungen von Professor Li Yiming – die «Ming Dao»Zentren sind «WHO Collaborating
Center for Traditional Medicine» der
Universität Nanjing – dass nun nach
drei Jahren intensiver Gespräche erstmals chinesische Doktorandinnen von
der Nanjing Universität in die Schweiz
reisen durften für ein Praktikum in
Bad Zurzach. Das war auch auf logistischer Ebene nicht ganz einfach, denn
«TCM Ming Dao» ist keine Universität
und das erforderte Spezialbewilligungen, sowohl in China wie auch in der
Schweiz. Am kommenden Mittwoch
werden die Doktorandinnen ihre Abschlussprüfung im Flecken absolvieren
– mit drei chinesischen Experten, die
einzig und allein deshalb in die Schweiz
einreisen.
Tage, in denen auch Spiel und Sport nicht
zu kurz
Diekommen.
Zeitung für das Zurzibiet
Mit Röde Orm machen sich die Teilnehmenden auf die Suche nach dessen
Was aber bedeutet das Zertifikat für die
Zentren und warum hat man es angestrebt? Professor Li Yiming, Geschäftsführer und Leitender Arzt aller «Ming
Dao»- und «Gelber Kaiser»-Zentren, erklärt: Zum einen sei das Zertifikat eine
grosse Anerkennung und Ehre. Gleichzeitig aber auch Verantwortung und Ansporn. «Damit ist garantiert, dass unser
Unternehmen in einem ständigen Verbesserungsprozess bleibt. Wir wollen
auch in Zukunft aus Fehler lernen und
es noch besser machen. Unsere Patienten
sollen in all unseren Zentren, egal ob nun
in Wil oder in Bad Zurzach, mit derselben
Leistung rechnen können.»
Für Stephan Güntensperger, Mitinitiator und VR-Präsident der TCM-Zentren
und Direktor der «Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden», gibt es
noch einen weiteren Grund. Es gebe in der
Schweiz mittlerweile sehr viele TCM-Zentren, mit dem Zertifikat aber könne man
sich von diesen qualitativ abheben. «Das
Zertifikat ist ein Leistungs- und Qualitätsausweis. Es bezeugt, dass wir traditionelle
chinesische Medizin auf höchstem Niveau
anbieten und auch im Bereich der Forschung an vorderster Front dabei sind.»
Ausserdem, so ergänzt Güntensperger,
ziehe man damit mit dem Partner RehaClinic mit, der bereits Standards nach dem
EFQM-Modell etabliert habe.
Zentrale Figur: Professor Li Yiming
Mehrfach betont Stephan Güntensperger im Gespräch, dass dieses Zertifikat
nur möglich war, weil man in den TCMZentren die richtigen (und langjährigen)
Mitarbeitenden habe, welche die richtige Philosophie leben würden. Professor
Li Yiming sei es gelungen, seine Philosophie in allen «Ming Dao»- und «Gelber
Kaiser»-Satellitenzentren zu verankern.
schichten, Ausflüge, Spiele, Wanderungen,
Baden sowie das Erleben von Gemeinschaft, und das alles unter freiem Himmel, den Elementen ausgesetzt, mitten in
TCM setzt auf einen ganzheitlichen
Ansatz und beinhaltet im Grundsatz
drei Dimensionen – die Krankheit,
die Rehabilitation und die Gesundheit. In diesen drei Dimensionen will
TCM den Körper regulieren, aufbauen und harmonisieren. Die dazu notwendige Heilkunde baut auf eigener
Diagnostik und eigenen Therapieanwendungen auf, wie man sie bis vor
einigen Jahrzehnten in der Schweiz
nicht kannte. Erst zögerlich wurden
die TCM-Dienstleistungen im Rahmen von Zusatzversicherungen durch
die Krankenkassen anerkannt.
Zur Diagnose gelangt der TCMArzt, indem er die Gesichtsfarbe,
das Aussehen der Zunge, die Art
des Pulsschlages, das Auftreten von
Schwitzen und die Krankengeschichte beurteilt. So erkennt er Störungen
des Qi (Lebensenergie) und des Xue
(Blut) in den einzelnen Meridianen
und Organen. Der TCM-Arzt ordnet
die Störungen und Erkrankungen anschliessend den acht diagnostischen
Kategorien Hitze-Kälte, Fülle-Leere,
Aussen-Innen und Yang-Yin zu.
Darauf aufbauend kann er eine
Vielzahl von Therapien anordnen,
von der bekannten Akupunktur, dem
Schröpfen und dem Tai Chi und Qi
Gong bis hin zu Heilkräuterbädern,
Kalligraphie und Moxa-Therapien.
Auch die Lehre von Feng Shui spielt
in der TCM eine entscheidende Rolle. So sind alle «TCM Ming Dao»und «TCM Gelber Kaiser»-Zentren
nach diesen Lebensordnungssystemen gestaltet und mit authentischen
und original chinesischen Möbeln
eingerichtet.
Zu dieser Philosophie gehören neben höchster fachlicher Ausbildung
regelmässige Weiterbildungen, ein
Austausch unter Ärzten – disziplinenübergreifend – und die Etablierung von
TCM-Spezialgebieten wie Gynäkologie,
Onkologie, Kinderheilkunde und Neurologie. Und ganz wichtig: Man setzt bei
«TCM Ming Dao» und «TCM Gelber
Kaiser» auf einen symbiotischen Ansatz, das heisst, auf die Verknüpfung
von Schulmedizin und traditioneller chinesischer Medizin bei der stationären
und ambulanten Rehabilitation. Dieser Austausch sei es auch, so Li Yiming,
der die Bad Zurzacher Zentren von allen anderen TCM-Zentren der Schweiz
unterscheide.
Die beiden Unternehmen «TCM
Ming Dao» und «TCM Gelber Kaiser»
sind zurzeit daran zu fusionieren und zukünftig unter dem gemeinsamen Label
«TCM Ming Dao», gleichbedeutend wie
«den Naturgesetzen folgend, für ein langes Leben» einheitlich aufzutreten.
Seniorenwanderung
11. Juni 2014
BAD ZURZACH – Am Donnerstag,
12. Juni, nachmittags, begeben sich die
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