close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

. 18 . . . waS macht EiGENtlich - TG Geislingen

EinbettenHerunterladen
Was macht eigentlich
... Karl-Heinz Preusker?
Wie sehen Sie Ihre aktive Zeit als
Sportler bei der TG? Was waren Ihre
größten sportlichen Erfolge?
Mit großen Erfolgen kann ich nicht
aufwarten, aber dennoch hat mir der
Sport Spaß gemacht, viele Erfahrungen
gebracht und meinen Lebensweg
bestimmt.
Haben Sie neben Handball auch noch
anderweitig aktiv Sport getrieben?
Im Handball habe ich noch die Zeit der
Spiele auf dem Feld miterlebt, die Halle
spielte damals fast keine Rolle und lief
wirklich nebenher. Anfangs gab es im
Kreis Göppingen nur eine Halle, die die
Maße für Hallenhandball aufwies. Es
war die Flak-Sporthalle in Göppingen,
im Bereich der Bereitschaftspolizei.
Heute steht dort das Auslieferungslager
von Möbel-Rieger. Ob die Halle für
Handball geeignet war, will ich mal
offen lassen. Der Boden war steinhart,
und immer wieder kam es vor, dass
in der kalten Jahreszeit nicht gespielt
werden konnte, weil Kondenswasser das
Spielfeld glatt und gefährlich machte.
Die erste Turnhalle in Geislingen, die
ein Handballtraining einigermaßen
ermöglichte, war die an der Tegelbergschule.
Karl-Heinz Preusker
. 18 . . .
Auf dem Feld gehörte ich der A-Jugend
der TG an. Sie war eine der besten im
Kreis Göppingen. Stärker war eigentlich
nur Frisch Auf, damals schon mit dem
späteren Nationalspieler Peter Bucher,
der als Jugendlicher nach Göppingen
gekommen war. Unvergesslich sind
Spiele auf Plätzen mit großem Gefälle
oder mit steinigem Untergrund wie auf
dem Geiselstein. Zu einem Spiel beim
TV Holzheim fuhren wir mit dem Zug
nach Eislingen. Zum „Aufwärmen“
diente der zwei Kilometer lange
Fußmarsch nach Holzheim mit Trainer
Hartmut Nagel an der Spitze.
Dem aktiven Handball bin ich nicht
lang treu geblieben, im Jugend- und
anfangs des Aktivenalters. Dann erlitt
ich im Training einen Sehnenriss an
einem Finger. Das war der Anlass
aufzuhören, damals stand bereits fest,
dass ich die Hände für die Arbeit an
der Schreibmaschine länger brauchen
würde als für den Handball.
Schon vor dem Handball kam ich
zur Schwimmabteilung. Das war eine
sehr interessante Zeit, am Ende der
Phase, in der die TG in der Kategorie
„Vereine ohne Winterbad (VoW)“
zu den führenden in der damaligen
Bundesrepublik Deutschland gehörte.
Zu den Leistungsträgern, wie man
heute sagt, gehörte ich damals
nicht, schaute auf zu Vorbildern wie
Wolfgang Eberhardt und Wolfgang
Heinzinger. Wichtig waren auch
Gespräche mit Erich Zettler, damals
Vorsitzender der TG-Schwimmabteilung und des Württembergischen
Schwimmverbandes, der auch Funktionärserfahrungen im Sportkreis und
im Deutschen Schwimmverband
gesammelt hatte. Diese waren auch die
Grundlage dafür, dass Erich Zettler
es immer wieder schaffte, Prominente
wie zum Beispiel die Olympiazweite
von Rom von 1960 Wiltrud Urselmann
zu den legendären Schwimmfesten im
TG-Vereinsfreibad im Rohrachtal zu
verpflichten.
Wann sind Sie aus Geislingen weggegangen – was war der Grund?
Weggegangen im eigentlichen Sinn
bin ich ja nicht. Ich wollte eben näher
an meinem Arbeitsplatz bei der NWZ
in Göppingen sein und habe all die
Jahre in Göppingen oder Umgebung
gewohnt. Mit Geislingen war ich
immer durch die Familie und durch
die indirekte Mitarbeit bei der NWZ
in Geislingen („Fünftälerbote“) und
ab 1975 bei der Geislinger Zeitung
verbunden.
Welche „herausragende“ Erinnerung
haben Sie noch an Ihre „Geislinger
Zeit“?
Spontan fällt mir um diese Jahreszeit
der März 1963 ein. Damals durfte ich
als freier Mitarbeiter im Alter von
16 Jahren meinen ersten Aufmacher
schreiben. Erich Zettler hatte die
Redaktionen – damals gab es parallel
Geislinger Zeitung und NWZ – zu
einem Termin ins vereinseigene Freibad
eingeladen. „Du bist ein Schwimmer,
Du gehst da hin“, sagte Heinrich
Was macht Eigentlich...
Reinemer, damals Lokalchef der NWZ.
Zurück kamen Heinz Schwarzkopf,
der für die GZ berichtete, und ich mit
der Nachricht, dass das TG-Freibad
über den Winter solche Schäden
erlitten hatte, dass sich der Verein dazu
entschloss, es im Frühjahr 1963 nicht
mehr zu öffnen und nach 38 Jahren
aufzugeben. Bis 1953 war das TG-Bad
das einzige Freibad in Geislingen, dann
wurde das Wölkbad in Altenstadt
gebaut.
Beschreiben Sie bitte Ihren beruflichen und privaten Lebenslauf.
Wie gesagt, stand schon bald fest,
dass ich Redakteur werden wollte.
Nach Bundeswehr und Studium
wurde ich bei der NWZ in Göppingen
angestellt. Dort gab es damals nicht
nur eine Lokalredaktion, sondern
dort wurde der überregionale Teil
(„Mantel“) für etwa 15 Zeitungen in
ganz Württemberg hergestellt. In den
ersten Jahren durchlief ich verschiedene
Ressorts, spezialisierte mich aber bald
auf den Sport. Anfangs dominierte
der überregionale Sport mit den
Höhepunkten Olympische Spiele 1972
und Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in
Deutschland. Später dann „nur“ noch
der lokale Sport, in dem man jedoch
viel näher an den Menschen dran war
und viel mehr Feedback – so sagt man
heute – hatte.
Auch privat hat der Sport das Leben
stark geprägt. Einerseits durch die
beruflichen Interessen und Zwänge.
Andererseits aber auch durch die
Familie. Meine Ehefrau war Trainerin
im Kunstturnen – eine Sparte, die
durch Training und Wettkämpfe fast
täglichen Einsatz erfordert. Die Kinder
waren in einigen Sportarten unterwegs,
was auch Eltern in unterschiedlicher
Form bindet.
Wie sieht ein „normaler“ Tagesablauf
bei Ihnen aus?
Heute bin ich in Rente, aber noch hin
und wieder für die Sportredaktion
tätig. In der aktiven Berufszeit konzentrierte sich viel auf das Wochenende
und unter der Woche auf Abendstunden. Das verstärkte sich, als 1980
die Sommerzeit eingeführt (und 1996
bis Ende Oktober verlängert) wurde. Da
wurde es einige Monate lang möglich,
auch auf Plätzen ohne Flutlicht abends
Fußball zu spielen. So musste sich die
private Freizeit nach den beruflichen
Gegebenheiten richten und kam oft
auch zu kurz. Als Folge war praktisch
kein regelmäßiger Sport in Gruppen
oder Mannschaften möglich.
wandernd. Wintersport ist nicht so
mein Ding.
Wo waren Sie im Urlaub?
Bevorzugte Ziele sind die Nordsee
und Tirol, früher mit den Kindern in
den Sommerferien die Adria. Dazu
kommen jetzt Besuche bei den Kindern.
Mein Sohn lebt in Prag, meine Tochter
ist gerade nach zwölf Jahren von
Heidelberg nach Bonn umgezogen.
Wo möchten Sie gerne Urlaub machen?
Da habe ich im Augenblick keine
weitreichenden Pläne. Nächstes Ziel ist
Paris.
Foto: Cornelius Nickisch
Sind Sie heute noch sportlich tätig?
Es ist eine Definitionssache. Sport
treibe ich nicht mehr, aber in der
wärmeren Jahreszeit bewege ich
mich gern
im Freien,
spazierengehend oder
Wurde nach 38 Jahren geschlossen – das TG Freibad
. . . 19 .
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
5
Dateigröße
264 KB
Tags
1/--Seiten
melden