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Bericht über die Betriebsbesichtigung der HNA - GEW

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Besuch des Druckzentrums der HNA in Waldau (Text: Henriette Leng, Fotos Willi
Kammelter)
Alles nur Druck- oder was?
Genau das ist es, obwohl zu einer Zeitung auch die Redaktionsarbeit gehört. Die aber blieb in
der Frankfurter Straße. Mittlerweile gibt es auch die digitalisierte Ausgabe und, last not least,
können digitale Anzeigen ins Netz gestellt werden.
Das Maschinenzeitalter steht mit der Digitalisierung in Konkurrenz! Papier ade! Noch nicht –
aber tendenziell ist es so.
225 000 HNA - Tageszeitungen werden im Druckzentrum täglich gedruckt (rückläufig)
225 000 Bildzeitungen in dieser Teilauflage für Nordhessen
der Extra Tip
Druckprospekte
Und einmal sogar das Moskauer Telefonbuch !!!
Die HNA rattert beim Drucken mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h durch die zwei
Druckmaschinen, die Bildzeitung, wie könnte es anders sein hat eine eigene Druckmaschine
nur für sich und bringt es auf 48,5 km/h. Wir konnten beim Druck des Extra Tip zusehen. Die
Druckmaschine Colora (500 t, 45 m lang, 12,5 m hoch) läuft fast ohne menschliches Zutun.
Sie produziert 10m Zeitung in der Sekunde. Eine Kamera scannt den exakten Sitz des Papiers.
Auf vier Aluminium-Druckplatten werden im Offset-Verfahren die Farben rot, gelb, blau und
schwarz gewalzt. Damit wird gedruckt.
Apropos Druckplatten, da gab es doch mal so einen Beruf, den Drucker!? Gibt es noch! Ja
vielleicht sollte ich doch noch mal von vorne anfangen!
Gründlich? Nein! Digital.
So wird nämlich die redaktionelle Arbeit aus der Frankfurter Straße nach Waldau geschickt,
fix und fertig unveränderbar, und immer die ganze Seite. Die redaktionelle Seite wird
vollautomatisch mit Laserstrahl auf Aluminiumplatten übertragen. Am Leitstand kontrolliert
der Drucker, dass die redaktionelle Vorlage auf seinem PC mit den gelaserten
Aluminiumplatten übereinstimmt. Nachdem die Platten mit Löchern und Kanten
(vollautomatisch) versehen wurden, hängt er sie an den so entstandenen
Einspannvorrrichtungen in die riesige Druckmaschine ein. Die dort angebrachte Kamera ist
zuständig für die maschinelle, genaue Papierausrichtung. Dennoch sind die ersten 500
Zeitungen meist noch nicht perfekt, weil die Farben nicht exakt übereinander liegen. Ein Fall
für den Müll, allerdings recyclebar.
Dann aber geht es mit erhöhter Geschwindigkeit in die Endproduktion. Durch Stockwerke
und Hallen wandert die gedruckte Zeitung, wird von mehreren spitzfindig ausgetüftelten
Maschinen mit entsprechender Beilage nach Stadtteilen sortiert, gefaltet und mit vorher
gedruckten Prospekten versehen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Jede Zeitung wir auf ihre Vollständigkeit mit einer
Waage kontrolliert – automatisch, versteht sich. Der Kreuzleger stapelt sie knickverkehrt,
damit sie nicht verrutschen. Folie drum – und ab geht´s.
Ach ja, und die Rollen im Keller, na, die seht ihr auf dem Foto. Darüber ließe sich auch noch
viel schreiben. Kommt doch zu unserem nächsten Ausflug einfach mit!
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