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68. Was haben Myxomaviren mit den Kaninchen in Australien zu tun?

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68. Was haben Myxomaviren mit den Kaninchen in Australien zu tun? Myxomaviren Familie Poxviridae, Genus Leporipoxvirus DNA-­‐Virus ReplikaIon im Zytoplasma, codiert für eigene DNA-­‐abhängige RNA-­‐Polymerase Natürliche Wirte Baumwollschwanzkaninchen (Sylvilagus, Amerika) Strauchkaninchen (Sylvilagus bachmani, Kalifornien) Tropische Regenwaldkaninchen (Sylvilanus brasiliensis, Südamerika) Übertragung Indirekt => stechende Insekten, Mücken, Flöhe Direkt => Sekrete Myxomatose akut •  InkubaIon 2-­‐5 d •  eitrige KonjunkIviIs •  BlephariIs = Entzündung des Augenlids •  Lichtempfindlichkeit •  Löwenkopf = ödematöse Schwellung des Kopfes •  Anorexie, Schwäche, Tod nach 5-­‐7 d akut Die Myxomatose des Kaninchens, Diss. Rutz, Zürich 2003 protrahiert •  schwächere klinische Symptome •  nodulär ulzerierende Hautläsionen •  z.T. latente Formen ohne Klinik protrahiert Was geschah mit dem Myxomavirus in Australien? 1859  Aussetzen von 24 Kaninchen zum Zwecke der Jagd ⇒  rasches Wachstum der PopulaIon ⇒  massiver Eingriff ins Ökosystem, Plage 1907  Schadensbegrenzung I Versuch die Kaninchen mit einem 1.139 Meilen langen Zaun einzupferchen 1950er Jahre Schadensbegrenzung II Einfuhr des Myxomavirus in die KaninchenpopulaIon Eines der besten Beispiele für eine Wirt-­‐
Virus-­‐CoevoluIon mit dem künstlichen Einbringen des Myxomavirus in eine naive PopulaIon: ⇒  evolvierende InterakIon ⇒  Mortalitätsrate im ersten Jahr sehr hoch mit 90 -­‐ 99 % ⇒  in den folgenden Jahren konInuier-­‐ liches Absinken der Mortalitätsrate ⇒  stabile InterakIon ⇒  Mortalitätsrate < ReprodukIonsrate Anpassungen des Virus •  selekIve Kräme wirken auf jede PopulaIon •  Voraussetzung ist Variabilität => verschiedene Virusstämme RekombinaIon und MutaIon weniger virulente Stämme mit höherer Fitness, weil…. => hochvirulente Stämme töteten den Wirt schnell => Übertragungszeit kurz (Mücke saugt nur am lebenden Tier) => weniger virulente Stämme konnten sich besser ausbreiten Anpassungen des Wirts Die Kaninchen wurden gleichzeiIg resistenter: •  Das heisse Klima half den Kaninchen die InfekIon zu überleben •  aoenuierte Stämme haoen ImpffunkIon Folgen Coevolu'on Kaninchen und Myxomavirus An dieser CoevoluIon scheiterte der Versuch die Kaninchenplage mit dem Virus selekIv einzudämmen. Das Problem ist noch nicht gelöst… => feral species erradicaIon plans environment.gov.au biologische Kontrolle Myxomavirus Rabbit Calicivirus chemische Kontrolle Fluoroacetat => Vergimung Druckberäucherung des Baus mit Chloropicrin und Kohlenmonoxid physikalische Kontrolle Zerstörung des Baus Quellen
Skript Bücher Flint et al., Principles of Virology, Band II Townsed, Harper, Begon, Ökologie DissertaIon Die Myxomatose des Kaninchens, Diss. Rutz, Zürich 2003 Internet hop://www.bvet.admin.ch/gesundheit_Iere/01065/01110/01124/?lang=de hop://www.environment.nsw.gov.au/pestsweeds/RabbitFactsheet.htm 
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Gesundheitswesen
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