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Diagnose Krebs - was nun? - onkologie-klinik

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Diagnose Krebs - was nun?
19. Sept. 2009
Prof. Dr. Dirk Behringer
Diagnose Krebs – was nun?
Verarbeitung einer ernsten Diagnose
1. Nicht-wahr-haben-wollen (In dieser Phase wird das Unabänderliche
verdrängt. Betroffene haben das Gefühl zu träumen. Sie wirken wie versteinert
oder gefühllos)
2. Phase chaotischer Emotionen (Chaos, Ärger, „warum ich?“)
3. „Verhandeln“
4. Realitätsbezug
Ha
On usa
Pa ko rz
t
lli
l
o
at ge
iva
rz
t
Leben mit Krebs –
Verarbeitung einer ernsten Diagnose
Schmerz
Therapie
Chirurgie
Unterstützende
Maßnahmen
Ernährung
Seelische
Betreuung
Patient
Chemotherapie
Soziales
Umfeld
Palliativnetz
Strahlentherapie
“Neue
Therapien”
Pflege
Leben mit Krebs – Die Erstdiagnose
Bewältigungsstrategien
Klarheit gegen diffuse Angst
Dokumentation der Informationen
(Fragen alle aufschreiben)
Informationen sammeln, sich in
das Thema einarbeiten
Vertrauensperson(en) einbeziehen
„Rollenverständnis“ (Welche Rolle
soll Ihr Arzt spielen?)
Zweitmeinung
Patientenbegleiter
Leben mit Krebs – Die Erstdiagnose
Ordnung im Dschungel suchen
1. Was ist das Therapieziel? (Kurativ / palliativ /
[neo]adjuvant)
2. Was kommt auf mich zu? (Dauer, Intensität)
3. Soll ich an einer Studie teilnehmen?
4. Womit muss ich rechnen? (Nebenwirkungen)
5. Wer begleitet mich? / wer hilft zuhause? (soziales
Umfeld)
6. Wie lange bis zum nächsten Orientierungspunkt / wie
geht es nach der Therapie weiter? (Dauer bis zur
nächsten Kontrolle, Rehabilitation?)
Der Onkologe als Steuermann
Leben mit Krebs – Die Erstdiagnose
Aufgabe des Onkologen
Krankenhaus- und Niedergelassenenonkologie
Ha
On usa
Pa ko rz
t
lli
l
o
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rz
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Leben mit Krebs –
DER TEAMGEDANKE
Schmerz
Therapie
Chirurgie
Unterstützende
Maßnahmen
Ernährung
Seelische
Betreuung
Patient
Chemotherapie
Soziales
Umfeld
Palliativnetz
Strahlentherapie
“Neue
Therapien”
Pflege
Leben mit Krebs – Die Erstdiagnose
Therapiestrategien
1. konventionelle Chemotherapie (= zytostatische
Therapie)
2. Zytokintherapie
3. hormonelle bzw. antihormonelle Therapie
4. Gezielte Therapien
1. Antikörpertherapie (= Immuntherapie)
2. Therapie mit Hemmstoffen der
„Signaltransduktion“
(„small molecules“)
Chemotherapie - Grundlagen
Zellumsatz im Körper
Von Menschenhand erbaut: 5 Space Shuttles
http://www.nasa.gov/mission_pages/shuttle/main/index.html
fliegen in 25 Jahren 115 mal ins All („… the
most complex machine ever built …“)
Von
der
Natur:
Produktion
(und
Abbau) von etwa
einer Million roter
und
weisser
Blutkörperchen
pro Sekunde
Onkologische Therapie - Klassische
Chemotherapie - Nebenwirkungen
Unspezifische Wirkung auf alle Zellen, die sich schnell teilen
(1)
Haarausfall
(2)
Darmschleimhaut
Übelkeit, Erbrechen
(3)
Blutbildung
Verminderung der weißen und der
roten
Blutkörperchen, der Blutplättchen
Onkologische Therapie - Klassische
Chemotherapie – Nebenwirkungen
Top 5
Rangfolge der häufigsten Nebenwirkungen / Beeinträchtigungen
1.
2.
3.
4.
5.
vor „Setron – Ära“ (1983)
nach „Setron – Ära“ (1996)
Erbrechen
Übelkeit
Haarausfall
Gedanken an … Chemotherapie
Länge des Klinikaufenthalts
Übelkeit
Müdigkeit
Haarausfall
… an eine Injektion
Erbrechen
Onkologische Therapie - Klassische
Chemotherapie – Übelkeit,
Erbrechen
Direkt [akut]
verzögert
antizipatorisch
klassischer
(≤ 24 h – Serotoninfreisetzung aus enterochromaffinen Zellen)
(1 – 5 Tage – Substanz P vermittelt, multiple Faktoren*)
(nach erster Chemotherapie – Folge
Konditionierung nach vorausgegangener Übelkeit und
Erbrechen)
Jordan K et al., in Schmoll, Kompendium internistische Onkologie; 4. Auflage, S. 2133
* Beeinträchtigung der Blut – Hirn – Schranke, beeinträchigte gastrointestinale Mobilität,
Nebennierenhormondysbalance, Akkumulation chemotherapeutischer Metaboliten
Onkologische Therapie - Klassische
Chemotherapie – Übelkeit,
Erbrechen
•
Intensive Aufklärung (Informationsmaterial:
Chemoaufklärung, Chemotherapieplan, Infobroschüre)
– „Teamgedanke“
•
Verhaltensmassnahmen vor, während und nach der
Therapie
•
Minutiöse Einnahme der empfohlenen
Medikamente, viel trinken
•
Keine Kompromisse bei der Begleitmedikation und
im Ablauf
•
Keine Lieblingsgerichte, zurückhaltende
Nahrungsaufnahme während der Therapie
Jordan K et al., in Schmoll, Kompendium internistische Onkologie; 4. Auflage, S. 2133
Onkologische Therapie – DAS TEAM
Ihre Sicherheit
Klassische Chemotherapie Übelkeit, Erbrechen – Standard
vor/während der Therapie
Reihenfolge
Kürzel
hh:min
Chron.
Ablauf
min
Dauer
Flußgeschw.
ml / h
Menge
Substanz
Volumen
Generic Name (Produktname; -- mg/m2)
Mg
Nr. I
21h
143
Nr. II
10
750
8
Dexamethason (Fortecortin )
Granisetron (Kevatril )
ml
NaCl 0,9%:
3000
®
100
®
-00:20
10
750
3
Nr. III
-00:10
20
Oral
125
Aprepitant (Emend®)(125;[80abTag2])
Nr. IV
00:00
30
500
!!!
Gemcitabin (Gemcar®;1200mg/m )
250
Nr. V
+00:30
15
500
Mannitol (Osmosteril® 20%)
125
Nr. VI
+00:45
60
500
100
2
Cisplatin (Platiblastin®; 80 mg/m )
Abteilungshandbuch, Version 2009, Behringer et al. AKA Intranet
(NaCl0,9%)
sonst ersetzen
Nr. III
!!!
Medium
2
Tag 1,2,3
500
1-0-0
Klassische Chemotherapie - Übelkeit,
Erbrechen – Standard nach Therapie
EINN AHM EN BEI BED ARF( ANT IZIP AT ORISCHES ERBRECHEN)
®
Tr
Übelkeit
Metoclopramid
Paspertin
20
20
20
®
Granisetron
Kevatril
Lorazepam
Tavor
®
2
1
0,5
1
0
0
Übelkeit undVersagenvon
Metoclopramid, dannbitteauch
IhrenOnkologenkontaktieren
Beruhigung
80
Tag2-Tag3
Aprepitant
Emend
1
0
0
VO RSCHL AG EINNAHM EN BEI BEDARF (N ACH HOCH/ M ODER AT
EMETOGENERCTX)
®
Tr
Übelkeit
Metoclopramid
Paspertin
20
20
20
Granisetron
®
Kevatril
2
1
0
0
Übelkeit und Versagenvon
Metoclopramid, dannbitteauch
IhrenOnkologen kontaktieren
1. JEDER PATIENT VERLÄSST UNSERE STATION MIT EINEM FESTEN
WIEDERVORSTELLUNGSTERMIN
2. JEDER PATIENT VERLÄSST UNSERE STATION MIT EINEM
FESTGELEGTEN KONZEPT / EINEM ARZTBRIEF.
Abteilungshandbuch, Version 2009, Behringer et al. AKA Intranet
Krebs therapieren
1. konventionelle Chemotherapie (= zytostatische
Therapie)
2. Zytokintherapie
3. hormonelle bzw. antihormonelle Therapie
4. Gezielte Therapien
1. Antikörpertherapie (= Immuntherapie)
2. Therapie mit Hemmstoffen der
„Signaltransduktion“
(„small molecules“)
Insulin like Growth factor, Platelet derived Growth
factor, vascular endothelial growth factor
Neue Substanzen
Zielgerichtete Therapie
•
•
•
•
•
•
•
Konfrontation mit einer „ernsten“
Nachricht
Information / Klarheit gegen diffuse
Angst
DER TEAMGEDANKE - Sie sind nicht
allein!
Möglichst genaue Fragen ermöglichen
möglichst konkrete Antworten
Der komplizierte und lange Weg zur
Diagnose und Erarbeitung eines
Therapiekonzepts (es lohnt sich!)
Konventionelle Chemotherapie Wirkungen, Nebenwirkungen
Neue Therapiemöglichkeiten
H
a
Pa O n us
lli k o a r z
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ar
zt
Diagnose Krebs
Zusammenfassung
Chemot
Unterstü
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Maßna nde
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Schmer
z
Therap
ie
Ernähr
ung
Chirurg
ie
herapie
Strahle
Patien
t
Seelisc
he
Betreuu
ng
Soziales
Umfeld
ntherapie
“Neue
Therap
ien”
Pflege
Palliativ
netz
Diagnose Krebs
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Gesundheitswesen
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