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08.09.14 - Werde was du bist - König Gottes - Regio Gemeinde Weil

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„Werde was du bist - König Gottes“
Werde was du bist! - König Gottes
Einleitung
Die Bibel nennt Christen Könige, aber kaum jemand weiß, was er sich
darunter in unserer Zeit vorzustellen hat.
Wir kennen heute Könige, die meisten von ihnen sind zwar recht
wohlhabend, manche sogar stinkreich, aber die meisten haben nicht
mehr viel zu sagen. Sie sind Relikte einer vergangenen Zeit und
repräsentieren nur ihren Staat. Aber Politik machen, richtig
herrschen, das tun die wenigsten, weil ihnen ihre Verfassung dies
nicht mehr erlaubt.
Was also sollen wir uns mit dem Thema „Könige Gottes“
beschäftigen?
Interessanterweise beschäftigt sich die Filmindustrie viel mit dem Thema.
Immer wieder werden Filme gedreht, wie King Arthur oder auch Narnia
oder Herr der Ringe, in denen Könige, in einer Zeit, in der das Böse
überhand zu nehmen droht, aufstehen und ihren Platz einnehmen und sie
Verantwortung übernehmen.
Die Bibel spricht auch über Könige und besonders den König der
Könige, über Jesus, den Herrn aller Herren, der die Herrschaft über
alles nach seiner Himmelfahrt angetreten hat.
Die Frage ist nun, was das mit uns zu tun hat. Wie stehen wir
zu diesem Thema?
Wir lesen in 2.Mose 19:6
Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die
Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
Gott sagt in diesem Vers, dass er sich das vorgenommen hat. Sein
Volk soll ein Königreich sein von Priestern. Wir haben uns schon mit
dem Thema Priester Gottes beschäftigt. Dieser Vers spricht noch
nicht zwingend davon, dass die Bewohner des Reiches auch Könige
sind. Sie sind Priester in einem Königreich.
Klar ist aber! Ein Königreich ist ein Reich, das einen König hat. Dieser
König ist für mindestens 400 Jahre Gott selbst. Er war in ihrer Mitte,
war in der Stiftshütte gegenwärtig, begegnete andauernd Mose im
Zelt der Begegnung. Er leitete sie durch die Wolken- und Feuersäule.
Er bestimmte, wann, was mit dem Volk geschah. Er regierte.
Eugen Heppler 17.09.08
Seite 1/8
„Werde was du bist - König Gottes“
Und dann, als sie nach Kanaan kamen, war er immer noch da - in der
Stiftshütte. Die Männer, die Israel in dieser Zeit führten, waren die
Richter (Simson, Gideon, Samuel etc.). Sie waren die, die Gottes
Willen in Israel durchführten, so weit sie das konnten oder wollten.
Als dann das Volk ca. 1050 vor Christus zu Samuel kam, und einen
König verlangte, war Samuel traurig, denn er meinte sie wollten ihn
nicht mehr. Aber Gott sagte ihm: „Sie haben nicht dich, sondern
mich verworfen, mich ihren König.“
Und so bekam das Volk seinen König, den König Saul und danach König
David, der der Inbegriff des „Königs von Israel“ schlechthin wurde.
Dieser König David war der Maßstab für alle nachfolgenden Könige.
Von vielen hieß es: König XY regierte soundso viele Jahre, aber er
lebte nicht mit ungeteiltem Herzen mit Gott, wie sein Vater König
David.
Also ein Maßstab für einen guten König war, dass er ein ungeteiltes
Herz hatte. Deshalb wird eines unserer nächsten Predigtthemen sein:
„Das Reich Gottes & unser Herz“.
Die Könige kamen und gingen. Die meisten waren, wie gesagt nicht,
mit ungeteiltem Herzen bei Gott und deshalb gingen ihre Königreiche
unter. Das Tragischste war, dass der weiseste König, der auch der
mächtigste und einflussreichste war, durch sein nicht konsequent mit
Gott gehen den Untergang einleitete. Die Rede ist natürlich von
Salomo.
Und dann kam ca. 600 Jahre nach dem Ende Judas mit Jesus „der
König der Könige“, der, vor dem sich bei seiner Wiederkunft alle Knie
beugen werden. Wir haben sie schon jetzt gebeugt, haben ihn zu
unserem König gemacht. Aber dann werden sich auch die seiner
Feinde, die ihn nicht als König und Herrn haben wollten, beugen.
Ich will im Folgenden über 3 Punkte reden
·
Das königliche Priestertum oder das Königtum
·
Unsere Autorität
·
Unsere Herrschaft
Eugen Heppler 17.09.08
Seite 2/8
„Werde was du bist - König Gottes“
Das königliche Priestertum
1. Petrus, 2.9 haben wir schon gelesen, als wir uns mit dem
Priestertum beschäftigt haben:
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige
Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch
aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat;
Hier nun spricht Petrus von dem königlichen Priestertum. Das
Priestertum ist königlich. Königlich ist man, wenn man königliche
Eltern hat, wenn man einen königlichen Stammbaum hat.
In Offenbarung 1.6 übersetzen manche Übersetzungen „er hat uns zu
einem Königtum von Priestern gemacht“, während andere übersetzen
dass wir zu „Königen und Priestern“ gemacht wurden.
Offenbarung 1:5-6 ... Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit
seinem Blut (6) und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem
Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Ich neige hier zu der Aussage, dass wir zu „Königen und Priestern“
gemacht wurden.
Warum?
Weil es absolut dem entspricht was die Bibel über uns sagt.
Wenn Gott unser Vater König ist, der König, den das Volk Israel
verworfen hat vor 3060 Jahren, dann sind wir als seine Kinder
zumindest Prinzen. Wir sind königlicher Abstammung, denn im
Johannesevangelium steht, dass wir „von Gott gezeugt / aus Gott
geboren sind.“
Was zeichnet uns nun aus, als Könige Gottes auf dieser Welt!
Was ist so entscheidend wichtig an dieser Tatsache?
Wir haben bisher schon gesehen, dadurch dass wir von neuem
geboren, aus Gott geboren sind, sind wir seine Kinder und
ausgestattet mit der Autorität unseres Gottes. Er hat uns, wie wir
gehört haben, den Ring der Macht angesteckt (Gleichnis vom
verlorenen Sohn). Der Ring, der besagt, dass wir handlungsberechtigt
sind, Vollmacht und Autorität haben.
Unsere Autorität
Eugen Heppler 17.09.08
Seite 3/8
„Werde was du bist - König Gottes“
In Matthäus 17:19-20 lesen wir
Da traten seine Jünger zu ihm, als sie allein waren, und fragten: Warum konnten "wir"
ihn nicht austreiben? (20) -21 Er aber sprach zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens.
Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr
sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin, so wird er sich heben; und euch wird
nichts unmöglich sein. Matthäus 17:19-20
Marks 11:22-23 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!
(23) Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich
ins Meer, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen
werde, was er sagt, so wird’s ihm geschehen.
Wir haben uns wahrscheinlich schon oft gefragt: „Wie kann das
funktionieren.“
Das ist doch zu schön um wahr zu sein!
Und dennoch stehen diese Verse in der Bibel, ausgesprochen von dem
Mann, dem wir am meisten vertrauen – von Jesus!
Wie also kommen wir dahin, dass wir das erleben?
In dem wir verstehen, wer wir sind und darin leben!
In Markus 11,22-23 steht im Griechischen: Habt den „Glauben
Gottes“
Habt denselben Glauben, den Gott selbst hat. Gott ist gläubig. Gott
glaubt daran, dass ihm alles möglich ist. Wenn Gott Dinge tut und
macht, die es nicht gibt, dann praktiziert er Glauben:
„Denn
der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft und ein überführt
sein von Dingen, die man nicht sieht.“ Hebr.11,1
Als Gott den Himmel und die Erde geschaffen hat, da praktizierte er
Glauben. Gott war überführt, überzeugt von dem, was man mit dem
Auge noch nicht sehen konnte, weil es in seinen Plänen alles schon
existierte. Und wir dürfen diesen Glauben haben, diesen Glauben
praktizieren. Wir lesen zum Beispiel
Luk 10:19 Siehe, ich habe euch die Macht (εξουσιαν) gegeben, auf Schlangen und
Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch
schaden.
Auf Schlangen und Skorpione zu treten das braucht Glauben. Glauben
daran, dass wir mehr haben als nur ein Wunschdenken. Der Glaube
Eugen Heppler 17.09.08
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„Werde was du bist - König Gottes“
dass Gott uns als seine Könige eingesetzt hat und uns zur Herrschaft
befähigt hat. Diesen Glauben haben wir nicht aus uns, er kommt immer
von Gott und ist nur in der Verbindung mit Gott möglich.
Unsere Herrschaft
Römer 5:17 Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen
geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der
Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus
Christus.
1Kor. 6:2-3 Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und
wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht würdig, über die
geringsten Dinge zu richten? (3) Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden,
wieviel mehr <über> Alltägliches?
Offenbarung 5:9-10 und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das
Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut
Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und
Nationen (10) und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie
werden herrschen auf Erden.
All diese Verse sprechen davon, dass wir herrschen, richten,
Autorität ausüben. Und dies zu allererst in unserem eigenen Leben.
Der 1. Bereich in dem wir Könige sind, den uns niemand nehmen kann
ist unser eigenes Leben.
·
Unser eigenes Herz.
·
Unsere eigenen Gedanken.
·
Unsere eigenen Gefühle
·
Unseren eigenen Sehnsüchte
·
Unsere eigenen Vorstellungen
·
Unsere eigenen Sünden
Pro 16:32 Besser ein Langmütiger als ein Held, und besser, wer seinen Geist
beherrscht, als wer eine Stadt erobert.
Wenn unser Herz, unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere
Sehnsüchte, unsere Vorstellungen nicht beherrscht sind, dann ist
unser Leben unbeherrscht, hat die Sünde, die vor der Tür unserer
Lebensburg lauert ein offenes Tor.
Zu Kain sagte Gott: Die Sünde lauert vor der Tür und hat verlangen
Eugen Heppler 17.09.08
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„Werde was du bist - König Gottes“
nach dir, du aber herrsche über sie.
Kain konnte nicht mehr herrschen, weil er geistlich tot war und unter
die Herrschaft der Sünde gekommen war, wie seine Eltern Adam und
Eva.
Aber wir sind, so sagt es die Bibel, nicht mehr unter ihrer Fuchtel.
Sie kann nicht mehr über uns herrschen. Deshalb fordert Paulus die
Römer auf:
Rom 6:11-12+14 So auch ihr: Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in
Christus Jesus! (12) So herrsche nun nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, dass
er seinen Begierden gehorche; ...14) Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen,
denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.
Gott hat uns zu seinen Kindern gemacht, damit wir herrschen in
unserem Leben, Autorität über unsere Gefühle, Gedanken,
Sehnsüchte und Vorstellungen und Sünden ausüben.
Niemand kann uns diese Verantwortung abnehmen. Was Gott uns
gegeben hat, nimmt er uns nicht wieder. Wir können die
Verantwortung auch nicht an den Heiligen Geist abschieben.
Manche sagen: „Ich überlass das dem Heiligen Geist, so wie er
mich führt mache ich es.“
Führung durch den Heiligen Geist ist nicht ein Ferngesteuert sein. Er
unterweist uns, spricht mit uns, gibt uns Entscheidungshilfen. Aber
Verantwortung übernehmen müssen wir, weil wir dazu berufen sind. Es
ist Teil der Berufung zum König.
Es gibt eine englische Serie, die sich mit dem Geheimdienst beschäftigt:
Die Geschichte ist folgende: Es gab mitten in London eine atomare
Explosion, die mehr oder weniger einen Großteil von London platt
machte. Auch der Geheimdienst ist davon betroffen und nun muss dieser
wieder aufgebaut werden. Junge Menschen melden sich und werden
trainiert und schnell eingesetzt. Die Leiterin einer Sektion wird Opfer eines
Attentats und nun wird ein junger fähiger aber unerfahrener Mann Leiter
dieser Sektion.
Und immer wieder schauen seine einstigen Kollegen, genauso jung wie
er, zu ihm. Er muss schnell eine Entscheidung treffen, was als nächstes
zu tun ist. Er weiß, dass das seine Verantwortung ist und doch scheint er
sich schwer damit zu tun. Der Druck ist immer wieder erkennbar. Er
schaut von einem zum anderen und man merkt ihm seine Unsicherheit
an. Und dann kommt die erlösende Entscheidung in die Situation.
Eugen Heppler 17.09.08
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„Werde was du bist - König Gottes“
Unsere Seele, unsere Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte, Vorstellungen
sind wie diese Agentenkollegen. Sie schauen auf uns! Erwarten, dass
wir entscheiden, dass wir Autorität ausüben! Was sollen sie machen?
Da wo sie keine Anweisung, keine Instruktion erhalten, da machen sie
sich selbständig.
Aber Gott hat uns befördert, hat uns einen Führungsposten in
unserem Leben gegeben. Deshalb müssen wir, ob wir wollen oder nicht
lernen, wie wir mit dieser Position umgehen. Wie wir unser eigenes
Leben führen.
Deshalb werden wir uns in der nächsten Zeit mit diesem Thema noch
mehr befassen:
21.09.08 Gottes Reich & unsere Zeit
28.09.08 Gottes Reich & unser Herz
12.10.08 Gottes Reich & unsere Arbeit
26.10.08 Das gegenwärtige & zukünftige Reich Gottes
09.11.08 Gottes Reich & unsere Mittel
23.11.08 Gottes Reich & unsere Familie
30.11.08 Gottes Reich & unsere Sexualität
21.12.08 Gottes Reich & unsere Lebensplanung
Ich hab eingangs gesagt, dass diese Filme, die sich mit dem Thema
König befasst haben, alle etwas gemeinsam haben. Die Könige sind
aufgestanden, als es darum ging Verantwortung zu übernehmen.
Sie übernahmen Verantwortung in schwierigen Zeiten. Wir sind in
schwierigen Zeiten. Die Gefahr der schleichenden Islamisierung in
Deutschland ist offensichtlich. Wann werden wir unser Verantwortung
wahrnehmen, unseren Glauben zu leben, Menschen mit Jesus bekannt
machen und der geistlichen und damit auch politischen Übernahmen
durch den Islam entgegen treten.
Niemand kann uns die Verantwortung für unser Leben abnehmen. Und
niemand sollte sie uns abnehmen. Und wir sollten sie auch nicht
abgeben. Das wäre im Widerspruch zu unserer Berufung zu Königen
Gottes.
Du kannst dich also beherrschen lassen oder selbst herrschen.
Du kannst Verantwortung für dein Leben abgeben oder sie ergreifen.
Eugen Heppler 17.09.08
Seite 7/8
„Werde was du bist - König Gottes“
Du kannst dich der Sünde, der Versuchung in deinem Leben ergeben
oder über sie herrschen.
Das ist unsere Entscheidung, die wie treffen müssen. Denn wir sind
von neuem geboren, in einen königlichen Stand, der uns Autorität und
Herrschaft gibt.
Im Film King Arthur geht es darum dass Er und seine Männer eigentlich
nur noch eins wollen. Weg von Britannien und ihren wohlverdienten
Ruhestand genießen. Aber als er erkennt, welche Verantwortung er hat
geht er nicht in den Ruhestand, sondern ergreift er die Verantwortung,
kämpft um Freiheit und Leben und wird am Ende König!
Wer merkt, dass er an diesem Punkt im Unglauben, im Ungehorsam in
der Sünde drin steckt kann heute umkehren und die Entscheidung
treffen. Er kann kämpfen um Freiheit und Leben!
Er kann sich entscheiden in seinem Leben, im Glauben, dass Jesus uns
von der Macht der Sünde frei gemacht hat, über die Sünde zu
herrschen, Verantwortung für sein Leben, seine Gefühle, seine
Sehnsüchte, seine Verlangen, seine Ängste, seine Sorgen zu
übernehmen und über sie zu herrschen.
Amen
Eugen Heppler 17.09.08
Seite 8/8
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