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2. Entscheidungsphase: Studieren - was und wo? - HAW Hamburg

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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2. Entscheidungsphase: Studieren - was und wo?
2.1 Reflexion: welcher Studiengang?
2.2 Mögliche Quellen zur Entscheidungsfindung
2.3 Kriterien für die Studienortentscheidung
2.4 Reflexion: welcher Studienort?
2.5 Studienplatzvergabe, Auswahlverfahren und Bewerbung
2.6 Reflexion: welches Zulassungsverfahren und welche Zulassungsvoraussetzungen?
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.1 Reflexion der bisherigen Entscheidung
Thema: Welcher Studiengang?
1.
Welche besonderen Begabungen, Interessen und/oder Qualifikationen habe ich?
2.
Welche Fächergruppe entspricht diesen Begabungen, Interessen und/oder Qualifikationen
am ehesten?
3.
Welche Studiengänge existieren für die jeweilige Fächergruppe?
4.
Was weiß ich über die Berufsaussichten des jeweiligen Studienganges?
5.
Welche Informationen fehlen mir noch, um zu einer Entscheidung zu kommen?
Welche „Recherche-Quellen“ kann ich dafür nutzen?
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.2 Welcher Studiengang?
Mögliche Quellen zur Entscheidungsfindung
Im Ordner:
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Profil der HAW
siehe Teil I, Kapitel 2
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Studienangebot
siehe Teil I, Kapitel 3
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Studienplatzvergabe
siehe Teil I, Kapitel 4
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Schnupperangebote
siehe Teil I, Kapitel 7
Im Netz:
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Vorpraktikum und Praxissemester
siehe Informationsblätter zu den einzelnen Studiengängen unter:
http://www.haw-hamburg.de/studieren Stichwort Studiengänge
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Informationsmaterial zu den einzelnen
Studiengängen als Version zum Downloaden
http://www.haw-hamburg.de/studieren Stichwort Studiengänge
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Lageplan der einzelnen Fakultäten
http://www.haw-hamburg.de/studieren Stichwort Profil
Arbeitsamt Hamburg: Informationen zu Ausbildungswegen und Berufsbildern
http://berufenet.arbeitsamt.de
http://www.arbeitsagentur.de
Bundesministerium für Bildung und Forschung: BAföG-Broschüre zum downloaden
http://www.bafoeg.bmbf.de/pdf/bafoeg2000_01-rz.pdf
Studentenwerk Hamburg: Informationen zum BAföG und zu Studentenwohnheimen
www.studentenwerk-hamburg.de
AStA der Universität Hamburg: Wohnbörse, günstiger Wohnraum für Studierende
www.wohnboerse.asta.uni-hamburg.de
Studentenwerk Braunschweig: Infoblätter zu Arbeitslosengeld und Wohngeld für Studierende
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
www.rzv097.rz.tu-bs.de/sozialinfo/arbeitslosengeld.pdf
www.rzv097.rz.tu-bs.de/sozialinfo/wohngeld.pdf
Literatur:
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Infothek (Selbstinformationsbereich) im
Vorraum der Zentralen Studienberatung der HAW Hamburg, Stiftstraße 69 (Campus Berliner
Tor), 20099 Hamburg
Studienkundliche Literatur: eine Auswahl von studienkundlicher Literatur ist vor Ort in der
Zentralen Studienberatung der HAW Hamburg zu den persönlichen Sprechzeiten einsehbar,
ansonsten sind die Bücher im Buchhandel erhältlich.
U. a. sind in der Zentralen Studienberatung zu folgenden Themen Studienführer vorhanden:
- Architektur, Innenarchitektur
- Bauingenieurwesen
- Elektrotechnik - Maschinenbau - Verfahrenstechnik
- Erziehungswissenschaften
- Informatik - Mathematik - Physik
- Kunst und Design
- Wirtschaftswissenschaften.
Weiterhin sind einige Exemplare der Buchreihe "Karrieren unter der Lupe" vorhanden.
Buchtipps:
Bund-Länder-Kommission (Hg.): Studien- und Berufswahl. Erscheint jährlich neu und ist
kostenlos bei den Berufsinformationszentren erhältlich.
Rückert, Hans-Werner: Studieneinstieg, aber richtig! Das müssen Sie wissen: Fachwahl,
Studienort, Finanzierung, Studienplanung. Campus Concret 2002
Herrmann, Dieter / Verse-Herrmann, Angela: Studieren, aber was? Die richtige Studienwahl für
optimale Berufsperspektiven. Eichborn 2001
Heldmann, Werner (Hg.): Studieren heute. Erwartungen der einzelnen Studienfächer an ihre
Studienanfänger. Eine Hilfe für Schüler, Eltern und Berater. K. H. Bock 1998
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
Beratungen:
Beratung in einer Studienberatungsstelle:
Zentrale Studienberatung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Stiftstraße 69 · 20099 Hamburg (Campus Berliner Tor)
Tel.: + 49.40.428 75-9110; studienberatung@haw-hamburg.de
Offene Sprechstunde:
Mo-Mi 11-13, Do 14-17 Uhr
Telefonische Beratung:
Mo-Mi 10-11, Do 13-14 Uhr
Abendsprechzeit für Berufstätige:
Do 17-18 Uhr
Hochschulteam des Arbeitsamtes
Agentur für Arbeit Hamburg
Service-Center, 6. Ebene
Nagelsweg 9 · 20097 Hamburg
Tel. +49.40. 24 85 - 22 33
Studentische Studienberatungen (Studierende informieren) zu den Studiengängen der
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in den Bewerbungszeiträumen
(Ankündigung der Termine im Internet unter www.haw-hamburg.de oder in den Räumen
der Zentralen Studienberatung)
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.3 Welcher Studienort?
Bei der Studienwahl ist nicht nur eine Entscheidung über einen Studiengang zu treffen. Eine
Entscheidung über den „richtigen“ Studienort steht ebenfalls an. Eine zufrieden stellende
Entscheidung über den Studienort ist vor allem von den persönlichen Bedürfnissen abhängig.
Vielfältige Kriterien können dabei von Bedeutung sein. Zur Systematisierung werden im
Folgenden drei Kategorien vorgestellt, die als Grundlage für die Entscheidung herangezogen
werden können. Voraussetzung dafür ist natürlich zuerst, dass der gewählte Studiengang an
verschiedenen Hochschulen angeboten wird.
Welche Studiengänge an welchen Hochschulen angeboten werden, kann z. B. im Internet auf
folgenden Seiten recherchiert werden (aktuell und mit Links zu den Hochschulen):
www.hochschulkompass.de
www.studienwahl.de
Jedes Jahr erscheint eine neue Ausgabe des Buches „Studien- und Berufswahl“. Er ist kostenlos
erhältlich beim Berufsinformationszentrum.
Des Weiteren gibt es im Buchhandel Studienführer zu den einzelnen Fächergruppen. In der
Zentralen Studienberatung der HAW Hamburg sind einige aktuelle Exemplare zu verschiedenen
Berufsgruppen im Bestand und können von Interessierten eingesehen werden.
In Anlehnung an das amerikanische Uni-Ranking wurden in Deutschland seit 1989 verschiedene
Hochschulrankings durchgeführt, in denen Hochschulen miteinander verglichen wurden. Diese
Rankings können bei der Studienortwahl hilfreich sein, allerdings unter Berücksichtigung, dass
die einzelnen Beurteilungen auf ganz unterschiedliche Qualitätskriterien zurückzuführen sein
können. Dadurch erklären sich die verschiedenen Rangplätze der einzelnen Hochschulen bei den
diversen Hochschulrankings. Beispielsweise können Lehre und Forschung einer Hochschule von
Studierenden völlig anders beurteilt werden als von Lehrenden. Deshalb sollten die RankingListen differenziert betrachtet werden.
Im Folgenden werden drei Kategorien vorgestellt, die für den Entscheidungsprozess
herangezogen werden können:
2.3.1
2.3.2
2.3.3
Fachbezogene Kriterien
Hochschulbezogene Kriterien
Ortsspezifische Kriterien
Die Gewichtung der einzelnen Kriterien hängt von den persönlichen Bedürfnissen der
Studieninteressierten ab.
Zentrale Studienberatung
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2.3.1 Fachbezogene Kriterien
Folgende fachbezogene Kriterien können für die Studienortwahl relevant sein:
Inhaltliche Ausrichtung
Namensgleiche Studiengänge weisen nicht unbedingt gleiche Lehrinhalte und Studienabschlüsse
auf. Die inhaltliche Ausrichtung eines Studienganges kann insbesondere im Hauptstudium stark
unterschiedlich sein. Deshalb ist es wichtig, die inhaltliche Schwerpunktsetzung eines Faches mit
den eigenen Interessen abzugleichen. Die Vorlesungsverzeichnisse, Studienordnungen und
Studienpläne geben über die inhaltliche Ausrichtung Auskunft und sind bei den Hochschulen zu
erfragen.
Umfang des Lehrangebots
Die Breite und Vielfalt des Lehrangebotes eines Studienganges ist dem jeweiligen
Vorlesungsverzeichnis zu entnehmen. Hier erfahren Sie, wie viele Lehrende in einem Fach tätig
sind, wie viele Lehrveranstaltungen diese anbieten und welche fachlichen Schwerpunkte sie im
Einzelnen anbieten.
Ein breites Lehrangebot birgt den Vorteil der Vielfältigkeit, möglicherweise aber den Nachteil
der Unübersichtlichkeit.
Prüfungsanforderungen
In der Prüfungsordnung eines jeden Studienganges wird geregelt, welche Prüfungen für einen
erfolgreichen Studienabschluss erforderlich sind. In der Studienordnung werden Inhalt und
Aufbau eines Studienganges gemäß der Prüfungsordnung detailliert beschrieben. Aus beiden
Ordnungen sind die Prüfungsanforderungen ersichtlich. Für die Studienortentscheidung können
sowohl die inhaltliche Auswahl als auch die Inhalte oder die Anzahl der Prüfungen entscheidend
sein.
Die Prüfungs- und Studienordnungen können an einigen Hochschulen beispielsweise über die
jeweiligen Zentralen Studienberatungen erhältlich sein. An der HAW Hamburg gibt es die
Möglichkeit, Prüfungs- und Studienordnungen in der Verwaltung des jeweiligen Studienganges
zu erhalten oder im Internet einsehen zu können.
Durchschnittliche Studiendauer
Die Regelstudienzeit ist die Summe der Fachsemester, nach denen Studierende gemäß der
Prüfungsordnung einen Hochschulabschluss erreichen können, aber nicht zwangsläufig müssen.
Im Gegensatz dazu macht die durchschnittliche Studiendauer eine Aussage darüber, wie viele
Semester Studierende eines Studienganges durchschnittlich für ihr Studium benötigen. Die
tatsächliche Studiendauer kann von verschiedenen Faktoren abhängig sein:
von den Prüfungsanforderungen, der Qualität der Lehre, dem Studieneifer der Studierenden, der
besonderen Vertiefung des Studiums durch zusätzliche Studienleistungen oder Praktika sowie
der Anzahl der Lehrenden im Verhältnis zur Studierendenzahl; aber auch zum Beispiel von
Tätigkeiten zur Finanzierung des Studiums oder von familiären Verpflichtungen.
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
Auslandskontakte
Jede Hochschule pflegt Kooperationen mit ausländischen Hochschulen und Kontakte zu anderen
internationalen Institutionen. Entsprechend differiert an den jeweiligen Hochschulen der Anteil
der deutschen Studierenden, die an ausländischen Hochschulen ein Auslandssemester
absolvieren bzw. Praktika im Ausland durchführen. Ebenso kann der Anteil der ausländischen
Studierenden variieren, die an einer deutschen Hochschule die Möglichkeit für ein
Auslandssemester wahrnehmen.
Die Betreuung der Auslandskontakte wird vom Auslandsamt (Bezeichnung bei der HAW
Hamburg: Akademisches Auslandsamt) durchgeführt, wo auch die Partnerhochschulen bzw.
Austauschprogramme erfragt werden können.
Die entsprechende Web-Adresse lautet:
http://www.haw-hamburg.de/fh/campus/akadamt/deutsch/indexf.html
2.3.2 Hochschulbezogene Kriterien
Die Lernbedingungen, die Aktivitäten und die Atmosphäre können an den verschiedenen
Hochschulen und an ihren einzelnen Fachbereichen bzw. Fakultäten unterschiedlich sein.
Auf der einen Seite sind diese Kriterien anhand von Zahlen zu erfassen, auf der anderen Seite
durch „sinnliche“ eigene Erfahrungen.
Dafür eignen sich für Studieninteressierte insbesondere die „Schnupperangebote“, an denen die
wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Einrichtungen einer Hochschule besichtigt
werden können. Außerdem wird der Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden erfahrbar
und die räumliche Ausstattung kann wahrgenommen werden.
An der HAW Hamburg finden im Monat November so genannte FIT-Tage statt, an denen
Informationsveranstaltungen zu allen Studiengängen ebenso wie Lehrveranstaltungen aus dem
Grundstudium eigenständig besucht werden können. Die ZSB ist währenddessen als
Ansprechpartner vor Ort.
Im Bewerbungszeitraum werden studentische Informationsveranstaltungen zu den einzelnen
Studiengängen von der ZSB organisiert, die dann von Studierenden aus dem Hauptstudium
durchgeführt werden.
Die Termine und Orte der einzelnen Veranstaltungen können jeweils rechtzeitig im Internet auf
der Homepage nachgelesen werden (www.haw-hamburg.de).
Des Weiteren kann in ausgewählte Lehrveranstaltungen hineingeschnuppert werden. So können
in Eigeninitiative Erfahrungen mit dem Studienalltag gemacht werden. Der Plan für das erste Semester
kann im Sekretariat des jeweiligen Fachbereiches/ der jeweiligen Fakultät nachgefragt werden.
Folgende hochschulbezogene Kriterien für die Studienortwahl seien beispielhaft aufgeführt:
Zahl der Lehrenden
Die quantitative Anzahl der Lehrenden macht nicht zwangsläufig eine Aussage über die
qualitative Arbeit. In dieser Hinsicht ist für die Studienortentscheidung die so genannte
Betreuungsrelation ein wichtiges Kriterium. Sie macht eine Aussage darüber, wie viele
Studierende eines Studienganges zahlenmäßig auf eine Lehrkraft kommen (Betreuungsdichte).
Daraus lässt sich ableiten, wie viel Zeit die Lehrenden für die einzelnen Studierenden aufbringen
können. Informationen darüber sind bei den Zentralen Studienberatungen oder den Pressestellen
der einzelnen Hochschulen erhältlich.
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
In den Informationsblättern, die es in der Zentralen Studienberatung der HAW Hamburg zu allen
angebotenen Studiengängen gibt (siehe Teil I), sind die Anzahl der Studierenden und der
Professoren aufgeführt.
Wissenschaftliche Einrichtungen für Studierende
Wissenschaftliche Einrichtungen für Studierende sind beispielsweise Bibliotheken,
Internetzugänge, Labore, Fremdsprachenzentren, Akademische Auslandsämter, Praxiskontakte.
Die Ausstattung und Arbeitsstruktur können für den Studienalltag, die Studiendauer und den
erfolgreichen Studienabschluss von entscheidender Bedeutung sein. Informationen dazu sind aus
dem Internet, den Vorlesungsverzeichnissen, von den Pressestellen oder den Zentralen
Studienberatungen zu beziehen.
Nichtwissenschaftliche Einrichtungen für Studierende
Zu den nichtwissenschaftlichen Einrichtungen zählen z.B. die Studienberatungen, die
psychotherapeutischen Beratungsstellen, Mensa oder Cafeteria, Wohnraumvermittlung,
Frauenbüro, BAföG-Beratung, AStA und Kindertagesstätten. Auch diese Einrichtungen können
den Studienalltag bereichern und erleichtern. Auskünfte darüber sind über das Internet, die
Vorlesungsverzeichnisse, die Pressestellen oder die Studienberatungen erhältlich.
Studentische Vereinigungen und Initiativen
An den meisten Hochschulen gibt es Studentische Vereinigungen und Initiativen. Hierbei handelt
es sich zum Beispiel um den Hochschulsport, parteiliche oder konfessionelle Hochschulgruppen,
um kulturelle, fachbezogene oder berufsbezogene Initiativen.
In der studentischen Selbstverwaltung, die in den meisten Bundesländern gesetzlich verankert
ist, können sich Studierende hochschulpolitisch engagieren. Auf der Ebene der Fachschaften gibt
es die Fachschaftsräte, für die gesamte Hochschule ist der Allgemeine Studierendenausschuss
zuständig (AStA). Eine Übersicht über die an einer Hochschule vorhandenen studentischen
Initiativen und Vereinigungen ist im Internet, eventuell auch in Vorlesungsverzeichnissen zu finden.
An der HAW Hamburg können die Studierenden beispielsweise zu günstigen Preisen über den
Hochschulsport an vielen verschiedenen Sportarten teilnehmen. Es gibt Programme für die
Semesterzeiten und die vorlesungsfreien Zeiten. Programmhefte sind an den Standorten der
HAW Hamburg erhältlich, im Studierendenzentrum und die Angebote sind auch im Internet
unter www.hochschulsport-hamburg.de nachzulesen und zu buchen.
Räumliche Ausstattung
Die räumliche Ausstattung bezieht sich auf den Zustand, die Größe und die Anzahl der
Veranstaltungsräume sowie auf die örtliche Verteilung der Räume (in einem Gebäudekomplex
oder verteilt auf verschiedene Adressen). Ein erster Eindruck über die Qualität der Ausstattung
lässt sich über das Internet und die Informationsmaterialien der Hochschule gewinnen. Eine
intensivere Einschätzung kann während der „Schnupperangebote“ sowie über die Befragung
Studierender erreicht werden.
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.3.3 Ortsspezifische Kriterien
Bei der Entscheidung über den Hochschulstandort kann auch die Stadt oder die Region von Bedeutung
sein, in der die Hochschule liegt. Wenn die Erhaltung der sozialen Kontakte (Familie, Freunde, Vereine
usw.) im Vordergrund steht, wird eher eine zum bisherigen Wohnort nahe Hochschule gewählt. Ist dies
nicht der Fall, können die folgenden Kriterien eine wichtige Rolle spielen:
Größe und Lage der Stadt
Hochschulen gibt es in großen, mittelgroßen und kleinen Städten. Die Vorlieben in dieser Hinsicht
sind individuell verschieden. Die Studienatmosphäre eines Ortes hängt unter anderem von dem
Anteil der Studierenden an der Bevölkerung ab, aber auch von der Mentalität der Menschen am
Hochschulort, von Dialekten, Religion und der Haltung „Nicht-Einheimischen“ gegenüber. Über die
Stadt Hamburg kann einiges beispielsweise im Internet unter www.hamburg.de erfahren werden.
Wohnmöglichkeiten
Die Wohnmöglichkeiten auf dem freien Wohnungsmarkt bzw. die für Studierende zur Verfügung
stehenden Wohnheimplätze variieren je nach Studienort. Die Kosten für Miete und Nebenkosten
machen einen großen Teil des monatlichen Budgets von Studierenden aus.
Ansprechpartner hinsichtlich Wohnmöglichkeiten für Studierende an der HAW Hamburg ist das
Studentenwerk. Informationen sind der Internetseite www.studentenwerk-hamburg.de zu entnehmen.
Freizeit- und Kulturangebot
Das Freizeit- und Kulturangebot einer Stadt ist abhängig von der Größe und Lage des Ortes. In
der Regel bietet ein Hochschulort mit einem hohen studentischen Anteil mehr Freizeitmöglichkeiten und studentische Kultur.
Job- und Praktikumsmöglichkeiten
Ein Großteil aller Studierenden arbeitet neben dem Studium entweder während des Semesters
oder in der vorlesungsfreien Zeit. Teilweise besteht ein Zwang zum Arbeiten aus finanziellen
Gründen, teilweise soll Arbeiten genutzt werden, um Praxiserfahrungen zu sammeln. Je größer
eine Stadt ist und je besser ihre Wirtschaftstruktur desto mehr Arbeitsmöglichkeiten sind
gegeben bzw. desto besser wird Arbeit bezahlt. Dabei zu bedenken ist allerdings auch das an
den Wohnort gebundene unterschiedliche Preisniveau.
Personennahverkehr
Die Erreichbarkeit einer Hochschule ist unter anderem von der Infrastruktur der öffentlichen
Verkehrsmittel abhängig: Welche öffentlichen Verkehrsmittel stehen zum Erreichen der
Hochschule zur Verfügung und wie oft fahren sie? Hochschulen, die im Innenstadtbereich liegen,
werden in dieser Hinsicht häufiger bedient, haben aber Parkraumprobleme bei der Anreise mit
einem privaten PKW. Viele Studierende, so auch die HAW Hamburg, bieten den Studierenden ein
Semesterticket an. So können die Studierenden das ganze Semester einen Großteil der
Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs vergünstigt nutzen.
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.4 Reflexion der bisherigen Überlegungen
Welcher Studienort?
1.
An welchen Hochschulen wird der ausgewählte Studiengang angeboten?
2.
Entspricht die inhaltliche Ausrichtung des Studienganges an den ausgewählten
Hochschulen meinen persönlichen inhaltlichen Interessen?
3.
Ist der Umfang des Lehrangebotes für mich ausreichend?
4.
Was weiß ich über die Prüfungsanforderungen des Studienganges an den
jeweiligen Hochschulen?
5.
Wie schnell will ich studieren?
6.
Welche Bedeutung hat eine internationale Ausrichtung des Studiums für mich?
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
7.
Wie (intensiv) soll der Kontakt zu den Lehrenden während meines Studiums sein?
8.
Was weiß ich über die Ausstattung der gewählten Hochschule?
9.
An welchen studentischen Initiativen wäre ich besonders interessiert?
10.
Gefällt mir der Studienort als Wohnort?
11.
Welche Wohnraumangebote bestehen für Studierende?
12.
Wie ist das Freizeit- und Kulturangebot vor Ort?
13.
Wie sind die Aussichten für Arbeitsmöglichkeiten am jeweiligen Studienort und in der Region?
14.
Welche Regelungen für den öffentlichen Personennahverkehr existieren für Studierende
am jeweiligen Hochschulstandort?
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.5 Studienplatzvergabe
Im folgenden Kapitel werden die drei wichtigsten Zulassungsverfahren für die
Studienplatzvergabe an deutschen Hochschulen dargestellt: für zulassungsfreie Studiengänge,
für zulassungsbeschränkte Studiengänge, die von den Hochschulen selbst vergeben werden und
für Studiengänge, die bundesweit über die ZVS vergeben werden. Abschließend werden die zu
beachtenden Bewerbungsfristen genannt.
Für die Vergabe von Studienplätzen existieren in Deutschland je nach Hochschule und je nach Studiengang unterschiedliche Regeln. Zusätzlich können sich diese noch von Semester zu Semester ändern.
Die Studienplatzvergabe für die meisten Studiengänge erfolgt durch die örtlichen Hochschulen. Dies
gilt für einen großen Teil der zulassungsbeschränkten wie auch für alle zulassungsfreien Studiengänge.
Über Bewerbungen für Studiengänge, die weit verbreitet sind und in denen bundesweit ein Mangel
an Studienplätzen existiert, entscheidet die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS).
Es gibt zulassungsfreie Studiengänge und Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen, d. h. dass
eine Zahl festgelegt ist, wie viele Studierende in den jeweiligen Studiengang aufgenommen werden.
Ein Numerus Clausus wird nur dann gesetzt, wenn für ein Studienfach mehr Bewerbungen als
vorhandene Studienplätze vorliegen.
Im Zulassungsverfahren für zulassungsbeschränkte Studiengänge können drei Kriterien bei
der Auswahl der BewerberInnen herangezogen werden:
Der Notendurchschnitt:
ist auf dem Abschlusszeugnis vermerkt und errechnet sich aus den vorhandenen Noten
in den einzelnen Fächern.
Die Wartezeit:
ist die Zeitspanne zwischen dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung und der
aktuellen Bewerbung. Allerdings wird nur die Zeit berücksichtigt, in der nicht an einer
deutschen Hochschule studiert wurde. Die Zähleinheit sind Semester, d. h. bei einem
Jahr Wartezeit hat man zwei Semester Wartezeit.
Bei einigen Hochschulen kann beim Abschluss einer Berufsausbildung vor dem Erwerb
der Hochschulzugangsberechtigung eine Verbesserung der Wartezeit vorgenommen
werden, das ist jedoch an der HAW Hamburg nicht der Fall.
Besondere Auswahlverfahren:
können zum Beispiel Auswahlgespräche oder Eignungsprüfungen sein. Diese werden von
den Hochschulen selbst durchgeführt und unterscheiden sich in ihrer Ausgestaltung.
In Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung werden die Studienplätze unabhängig von der
Durchschnittsnote und der Wartezeit vergeben. Es besteht damit bei Einhaltung der Bewerbungs- und
Immatrikulationsfristen sowie anderer Formalien eine Studienplatzgarantie. Für zulassungsfreie
Studiengänge werden die Studienplätze ausschließlich durch die Hochschule selbst vergeben.
Wenn also eine Entscheidung für ein Studienfach getroffen wurde, muss zunächst in Erfahrung
gebracht werden, wer für die Vergabe zuständig ist - die ZVS oder die jeweilige Hochschule. Wenn die
örtlichen Hochschulen für ein Studienfach zuständig sind, ist zu klären, ob das Fach zulassungsfrei ist
oder zulassungsbeschränkt.
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
Auswahlverfahren an örtlichen Hochschulen
An der HAW Hamburg gibt es den zulassungsfreien Studiengang Geomatik, ansonsten sind die Studiengänge zulassungsbeschränkt. Trotzdem kann es sein, dass es in einigen Fächern nicht mehr Bewerbungen
als vorhandene Studienplätze gibt, so dass alle BewerberInnen zugelassen werden können.
An der HAW Hamburg werden alle Bewerbungen direkt an das Studentensekretariat und Prüfungsamt
der Fachhochschule gerichtet, es findet in keinem Studiengang eine Bewerbung über die ZVS statt.
Vom Grundsatz her findet ein Auswahlverfahren nur in den Studiengängen statt, in denen mehr
Bewerbungen als vorhandene Studienplätze eingehen. Wenn ein Studienfach an einer
Hochschule zulassungsbeschränkt ist, muss dies nicht für dasselbe Studienfach an anderen
Hochschulen gelten. Die Weite einer Auswahlgrenze ist von der Zahl der vorhandenen
Studienplätze und der Anzahl der eingegangenen Bewerbungen abhängig.
An der HAW Hamburg werden im Auswahlverfahren zurzeit zwei Kriterien für die Bewertung
von Bewerbungen herangezogen: die Durchschnittsnote, nach der 60% der Studienplätze
vergeben werden, und die Wartezeit, nach der 40% der Studienplätze vergeben werden. Für die
Bewerbungen werden folglich zwei Ranglisten erstellt und die Studienplätze dementsprechend
vergeben. Es findet keine Mischung der beiden Voraussetzungen statt. Wenn für eine
Personengruppe mit gleichen Voraussetzungen nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen wird
gelost.
Um dies zu verdeutlichen hier ein Beispiel: Über das Kriterium Note konnten alle BewerberInnen
bis zu einem Durchschnitt von 2,4 einen Platz erhalten. Es kann noch ein weiterer Studienplatz
vergeben werden, jedoch gibt es drei BewerberInnen mit einem Durchschnitt von 2,5 – der Platz
wird unter diesen drei BewerberInnen verlost.
Da die Weite der Auswahlgrenzen von der Zahl der Bewerbungen und der Zahl der vorhandenen
Studienplätze abhängig ist, sollte bei einem Studiengang mit einem örtlichen NC an den
jeweiligen Hochschulen die Auswahlgrenze in Erfahrung gebracht werden, um die persönlichen
Zulassungschancen erfassen zu können. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass die
Hochschulen lediglich über bisherige Auswahlgrenzen Auskunft erteilen können und nicht über
Auswahlgrenzen für das kommende Semester. Es kann durchaus sinnvoll sein, sich an mehreren
Hochschulen gleichzeitig zu bewerben, um die Chancen für eine Zulassung zu erhöhen.
Auswahlverfahren durch die ZVS
Ein Auswahlverfahren wird von der ZVS für solche Studienfächer an Universitäten durchgeführt,
die bundesweit stark vertreten sind und in denen ein Mangel an Studienplätzen besteht. Dies
waren im Wintersemester 2003/04 folgende Studienfächer an Universitäten:
Betriebswirtschaft, Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin, Zahnmedizin
Unter www.zvs.de können alle Informationen zur ZVS eingesehen werden: welche Studiengänge im aktuellen Zeitraum über die ZVS vergeben werden, wie man sich um einen
Studienplatz bewirbt, wie das Zulassungsverfahren aussieht und wie die NC-Werte der letzten
Semester ausfielen.
Zentrale Studienberatung
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Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
Bewerbungsfristen
Unabhängig von der Art des Zulassungsverfahrens sind bei der Bewerbung Fristen zu beachten.
Bewerbungen für zulassungsbeschränkte Studiengänge müssen zum Wintersemester bei den
meisten Hochschulen bis zum 15. Juli vollständig eingegangen sein und Bewerbungen zum
Sommersemester bis zum 15. Januar. Für einen fristgerechten Eingang ist nicht der Poststempel
entscheidend sondern der definitive Eingang. Im Übrigen haben besonders früh eingegangene
Bewerbungen keine besseren Chancen als gerade rechtzeitig eingegangene.
Eine Ausnahme bei den Bewerbungsfristen bilden die zulassungsfreien Studiengänge. Denn
hier muss kein Zulassungsverfahren durchgeführt werden sondern lediglich die Immatrikulation.
Sicherheitshalber sollten die Fristen für die zulassungsfreien Studiengänge bei der jeweiligen
Hochschule nachgefragt werden.
An der HAW Hamburg gelten dementsprechend folgende Bewerbungsfristen für alle
zulassungsbeschränkten Studiengänge:
Wintersemester:
Sommersemester:
01.06. bis 15.07.
01.12. bis 15.01.
Für zulassungsfreie Studiengänge kann es erweiterte Bewerbungsfristen geben.
Zentrale Studienberatung
25.05.04 | Seite 15/16
Leitfaden für Schulen | Entscheidungsphase
2.6 Reflexion der bisherigen Entscheidung
Zulassungsverfahren
1.
Ist der Studiengang, für den ich mich interessiere, zulassungsfrei oder zulassungsbeschränkt?
2.
Gilt dies für alle Hochschulen, an denen er angeboten wird?
3.
Welche Bewerbungsfristen sind gegeben?
4.
Wenn der Studiengang zulassungsbeschränkt ist: Gehört er zu den Studienfächern, die
über die ZVS vergeben werden?
5.
Wenn der Studiengang zulassungsbeschränkt ist und nicht über die ZVS vergeben wird:
Welche örtlichen Auswahlgrenzen bestehen an den einzelnen Hochschulen?
Zentrale Studienberatung
25.05.04 | Seite 16/16
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