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1 1. Kommunikation – was ist das? K O M M U N I K A T I O N

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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
SIGNALE
UND
REAKTIONEN
KOMMUNIKATION – WAS IST DAS?
D I E S E S P RO J E K T WURDE GEFÖRDER T DURCH DEN EUROPÄISCHEN SOZIALFONDS, DIE BUNDES ANS TALT/- AGENTUR FÜR ARBE I T U N D
D I E S E N AT S V E R WALTUNG FÜR GESUNDHEIT, SOZIALES UND VERBR AUCHERSCHUTZ BERLIN SOWIE DIE S TIFTUNG VIVENDI UNI V E R S A L
EUROPÄISCHE GEMEINSCHAFT
Europäischer Sozialfonds
Gehörlosenverband Berlin e.V.
Ausbildungszentrum
OTA GmbH (gemeinnützig)
ISB - Gesellschaft für Integration, Sozialforschung und Betriebspädagogik gGmbH
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ANLIEGEN
Kommunikation ist bei gehörlosen Menschen ein gängiger Begriff. Sie verwenden ihn häufig:
„Die Kommunikation klappt“, „... klappt nicht“, „Die Kommunikation ist mühsam“, „Die
Kommunikation in Gebärdensprache ist angenehm“... Aber oft stehen dahinter wenig klare
Vorstellungen.
Bei diesem Thema geht es nicht um eine Definition, sondern um eine Betrachtung des Begriffs:
Was verstehen wir unter Kommunikation? Wo findet Kommunikation statt? Wer kommuniziert
wie? Welche Signale lösen welche Reaktion bei wem aus?
ZIELE UND INHALTE
Die TN sollen
sich mit dem Begriff Kommunikation auseinander setzen,
wissen, dass Kommunikation sehr vielschichtig sein kann,
nachvollziehen, dass ein Signal unterschiedlich gedeutet werden kann
und somit auch zu unterschiedlichen Reaktionen führen kann,
erfahren, dass bestimmte Vorerfahrungen beim Wiedererkennen
von Signalen helfen können.
SCHRITTFOLGE
6. Schritt: Zusammenfassung und Auswertung des Seminars
5. Schritt: Wahrnehmung – ich sehe, was du nicht siehst
4. Schritt: Welche Signale lösen welche Reaktionen aus?
3. Schritt: Wer kommuniziert wie?
2. Schritt: Was ist Kommunikation?
1. Schritt: Begrüßung, Überblick über das Seminar
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Ablauf/Lerninhalte
Teilziele
1. BEGRÜSSUNG,
ÜBERBLICK ÜBER DAS SEMINAR
2. WAS IST KOMMUNIKATION?
- Betrachtung von Alltagssituationen
der Teilnehmer
- Einfache Begriffsbestimmung:
Wenn A und B miteinander in
Kontakt treten und aufeinander
reagieren können
- Einführung von Beispielen:
Tiere, Menschen, Pflanzen, Technik
(Baby schreit, Indianer gibt Rauchzeichen, Computer reagieren auf
Befehle, Katze miaut)
Eine Reflexion von
Kommunikationssituationen
Zeit
Methoden
Medien/Materialien
5‘
Kurzvortrag des Dozenten
Folie Seminarüberblick,
Anhang 1
30‘
Wechsel von Gruppengespräch
und Kurzvortrag
Stellwände
Kleingruppen- oder Partnerarbeit
und anschließende Vorstellung
der Beispiele in der Gruppe –
der Dozent schreibt die Beispiele
stichpunktartig auf
Vorbereitete Karten,
Anhang 2,
mit Beispielen
von Kommunikationspartnern
Vorstellungen zum Begriff
entwickeln
Erkenntnis, dass nicht nur
Menschen kommunizieren
Vorbereitete Karten
mit Beispielen
von Kommunikationssituationen,
Anhang 2
Wissen über das
Sender-Empfänger-Modell
(Grundzüge)
- Modell Sender/Empf
Sender/Empfänger, Anhang 3:
A sendet an B eine Botschaft –
das Signal kann sein: Ton, Mimik,
Schwanzwedeln
- Menschliche Signale können
sprachgebunden sein, aber auch in
nonverbaler Form gesendet werden:
Winken, Blicke, Lächeln, Schulter
tippen.
3. WER KOMMUNIZIERT WIE?
Situationen beschreiben
20‘
Sammeln von Beispielen:
Karten mit Computer, Handy, Baby,
Mann, Hund, Katze werden an die
Paare verteilt. Sie sollen die Karten
besprechen und möglichst viele
Beispiele überlegen.
4. WELCHE SIGNALE LÖSEN WELCHE
REAKTIONEN AUS?
Tafel oder Flipchart
20‘
Gruppengespräch unter
Aktivierung der Kleingruppen
bzw. Paare
Information: Es gibt bestimmte
Signale, die jeder kennt und zu
deuten weiß
10‘
Kurzvortrag des Dozenten
Die Kommunikation von Menschen
mit unterschiedlichem Hörstatus
Reaktionen: Hörender ruft Hörenden,
Hörender ruft Gehörlosen,
Gehörloser winkt zu Gehörlosem,
Gehörloser winkt Hörendem.
Teilnehmer versetzen sich in
verschiedene Kommunikationssituationen
10‘
Gruppengespräch
Wie kommunizieren Taubblinde?
Anhang 5/6
Information über das Lormen
und die taktile Gebärdensprache
20‘
TN probieren die neuen
Kommunikationsformen aus
Bearbeitung der gesammelten Beispiele, z.B. Baby schreit, Mutter gibt ihm
Nahrung, Baby schreit trotzdem weiter.
Oder: Hund freut sich, Katze dagegen
faucht. Anschließend werden Beispiele
aus dem eigenen Leben der TN gesammelt und besprochen.
Festgelegte Signale wie SOS-Notruf
Situationen analysieren
Übertragung des Gelernten
auf die eigene Erlebniswelt
Erkenntnis: Ein Signal kann bei
verschiedenen Empfängern unterschiedliche Reaktionen auslösen
Anknüpfen an Kenntnisse der TN
– Gruppengespräch
Folie Morsealphabet,
Anhang 4
Taschenlampe
zum Morsen
Folie Lormen
Anhang 5
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Ablauf/Lerninhalte
Menschliche Signale
Der Begriff nonverbale Kommunikation
wird eingeführt.
Ein TN steht vorn und soll folgende
Signale an den Dozenten geben:
winken, Blickkontakt, ungeduldig sein,
lächeln, böse schauen, ignorieren,
Schulter tippen.
Teilziele
Zeit
Methoden
Medien/Materialien
Nonverbalen Kontakt
deuten lernen
20‘
Kurzvortrag im Wechsel
mit Gruppengespräch
Vorbereitete Karten,
mit Beispielen
nonverbaler Signale,
Anhang 7
Ausprobieren, wie man sich
bei verschiedenen Signalen fühlt
und wie man reagiert
Rollenspiel
Der Dozent reagiert auf das Signal und
die übrigen TN sagen, was das für eine
Reaktion war.
Dann überlegt die Gruppe, welche
anderen Reaktionen auf das jeweilige
Signal noch möglich gewesen wären.
Zum Abschluss des Themas: TN und Dozent erzählen von erlebten Situationen,
bei denen die Signale anderer verschieden oder falsch gedeutet wurden.
5. WAHRNEHMUNG – ICH SEHE,
WAS DU NICHT SIEHST
Situationsberichte
Erkenntnis, dass Wahrnehmung
durch Vorerfahrungen gesteuert
wird und bei Fehlen von
Vorerfahrungen die Deutung
erschwert wird
15‘
6. ZUSAMMENFASSUNG UND
AUSWERTUNG DES SEMINARS
Systematisierung
10‘
7. ZEITPUFFER
Wortschatzerweiterung
Den TN werden verschiedene Bilder
von optischen Täuschungen präsentiert.
Unterschiede in den Wahrnehmungen
werden festgehalten und kommentiert,
Anhang 8: Es ist nicht immer so, wie es
auf den ersten Blick aussieht, es kann
auch etwas anderes sein. Warum sehen
wir Gleiches manchmal verschieden?
Möglichkeiten zur Klärung
von Begriffen,
Gruppengespräch
Die TN können aufstehen
und über ihre Wahrnehmungen
miteinander reden
Folien
Optische Täuschungen,
Anhang 9
Diskussion
Rückmeldung
Kurzvortrag des Dozenten
Einzelarbeit
20‘
Auswertungsbogen,
Anhang 11
Gruppengespräch
Informationen geben
lockere Gruppenkommunikation
zu Alltagsfragen, politischen Themen,
bewegenden Problemen.
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
NO T IZEN F ÜR DEN D OZEN T EN
Von der Erfahrungswelt
der TN ausgehend
wird Kommunikation
ge- und erklärt!
Es reicht gewöhnlich, ein oder wenige Beispiele für Kommunikationssituationen vorzugeben.
Den TN fallen sofort zahlreiche Situationen und Erlebnisse ein, an denen Signale und Reaktionen besprochen werden können. Es besteht die Gefahr, dass die TN von einer Fülle von sehr
unterschiedlichen Beispielen „erschlagen“ werden. Hier hilft eine grobe Systematisierung, z.B.
nach:
Kommunikation zwischen Menschen,
Kommunikation im Tierreich bzw. zwischen Mensch und Tier,
Kommunikation Mensch/Technik.
Wichtig ist, die Kommunikationsformen aufzugreifen, die in dieser Gruppe üblich sind.
Kommunikation auf der Metaebene zu betrachten führt bei TN, die Vorerfahrungen haben oder
nicht gern abstrahieren, schnell zu einer Sättigung. Bei solchen Gruppen ist es sinnvoll, das Thema
kürzer zu behandeln und Elemente immer wieder in anderen Seminaren aufzugreifen.
Sollte Auflockerung nötig sein, eignet sich das Spiel „Der unsichtbare Dirigent“ im Anhang 10.
Zu Schritt 2
Was ist Kommunikation?
Bei TN mit geringem Abstraktionsvermögen sollten beim Sender-Empfänger-Modell A und B
personifiziert werden.
Wer kommuniziert wie?
Bei einer lebhaften Beteiligung der TN kann es passieren, dass die Schritte 2 bis 4 nahtlos
ineinander übergehen. Um die Diskussion nicht abzuwürgen, kann im 3. Schritt auf die Kleingruppen- oder Paararbeit verzichtet werden.
Zu Schritt 4
Für unterschiedliche Reaktionen auf Signale eignet sich sehr gut das Beispiel Hund:
Zu Schritt 3
Welche Signale lösen welche
Reaktionen aus?
Hund wedelt mit dem Schwanz,
anderer Hund wedelt auch, kommt freudig entgegen.
Hund bellt, anderer Hund bellt auch.
Hund knurrt, anderer Hund läuft weg.
Hund wedelt mit dem Schwanz, Katze sieht Gefahr, greift den Hund an
und flüchtet.
Hund wedelt mit dem Schwanz, Mensch freut sich und streichelt den Hund ...
Bei der nonverbalen Kommunikation ist es wichtig, die Beispiele differenziert auszuprobieren,
z.B. verschiedene Reaktionen auf das Schultertippen, verschiedene Grade des Schultertippens,
und zu fragen: Wie fühlt man sich? Wie reagiert man?
Die Auflockerung durch das Morsen und das Lormen sorgt für Entspannung. Die TN können
im Raum herumlaufen, per Taschenlampe probieren allein oder zu zweit ihren Namen zu morsen.
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ERFAHRUNGEN
Die TN kannten zwar die typischen Aussagen wie „Kommunikation ist schwierig“. Sie wussten aber
nicht, was Kommunikation bedeutet.
Über Beispiele entwickelte sich schnell eine lebhafte Diskussion, da an die Erfahrungswelt der TN
angeknüpft wurde und das Thema für die TN sehr wichtig schien. Demzufolge blieben Gruppen,
für die das Thema neu war, lange Zeit ohne Ermüdungserscheinungen und entwickelten viel
Kreativität auf der Suche nach besonderen Kommunikationssituationen oder Reaktionen auf
Signale. Auch interessierten sie das Lormen und die Versuche mit taktiler Gebärdensprache sehr.
Bei älteren TN mit Vorerfahrung zu diesem Thema benötigten wir lediglich die Hälfte der Zeit
und bauten dafür die Teile „Umgang mit Hörenden“ und „unterschiedliche Reaktionen auf
das gleiche Signal“ aus.
Es fiel den TN nicht ganz leicht, sich von der Vorstellung zu trennen, Kommunikation sei Sprechen
und Gebärden. Ihre Vorstellung von Kommunikation beschränkte sich auf den Menschen. Sie
konnten aber das Gelernte einfach auf Tiere übertragen, z.B. auf die Missverständnisse zwischen
Hund und Katze.
Es ergaben sich mehrere Situationen im Gruppengespräch, die als Beispiele für Kommunikation
aufgegriffen werden konnten, z.B. pfiff ein schwerhöriger TN, weil ein anderer schwerhöriger
TN weder auf Rufen noch auf Winken reagiert hatte, den Pfiff aber hörte.
Wir stellten in den meisten Gruppen sehr unterschiedliche Erfahrungen in Bezug auf Kommunikationsstand, kommunikative Leistungen, Abstraktionsvermögen fest.
Bei manchen Gruppen wurde auch die Kommunikation zwischen Hörenden und Gehörlosen
thematisiert und drohte zu dominieren. Wir versuchten, das Thema an dieser Stelle nicht zu
vertiefen und verwiesen auf die Seminare, die sich mit diesem Thema ausführlich befassen:
Thema 7 – Auseinandersetzung mit der Hörbehinderung, Thema 8 – Auskünfte über gehörlose
Menschen.
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ANHANG
1. Seminarüberblick
2. Beispiele für Kommunikationssituationen
3. Hintergrundinformation Kommunikation, Sender-Empfänger-Modell
4. Morsealphabet mit Hintergrundinformation
5. Lormenalphabet mit Hintergrundinformation
6. Erläuterung der taktilen Gebärdensprache
7. Beispiele nonverbaler Signale
8. Hintergrundinformation Wahrnehmung wählt aus
9. Optische Täuschungen
NICHT VERGESSEN
BEREITZUSTELLEN
10. Spielbeschreibung „Der unsichtbare Dirigent“
Overheadprojektor
11. Auswertungsbogen
2 Stellwände
Moderationsmaterial:
Karten, Stifte, Nadeln
Tafel oder Flipchart
Folie Seminarüberblick
Vorbereitete Karten mit Beispielen
von Kommunikationssituationen
Vorbereitete Karten mit Beispielen
von Kommunikationspartnern
Folie Morsealphabet
Folie Lormen
Vorbereitete Karten mit Beispielen
nonverbaler Signale
Folien
Optische Täuschungen
Auswertungsbögen
Taschenlampen (ggf. mitbringen lassen)
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ANHANG 1
SEMINARÜBERBLICK
SIGNaLE-Seminare
S
Thema 1
Kommunikation – was ist das?
Was wir heute machen:
Kommunikation – was ist das eigentlich?
Was haben Herr Morse und Hund Bello gemeinsam?
Welche Signale lösen bei wem welche Reaktionen aus?
Ich sehe, was Du nicht siehst!
Wie hat es Euch heute gefallen?
Der Feedbackbogen
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Mensch – Mensch, z.B. Mutter – Baby
Mensch – Hund
ANHANG 2
BEISPIELE FÜR
KOMMUNIKATIONSSITUATIONEN
Hund – Hund
Hund – Katze
Mensch – Computer
Computer – Computer
Mensch – Handy
...
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Kommunikation bedeutet Mitteilung, Verbindung, Verkehr. Als Kommunikation bezeichnet man
den Austausch von Informationen und Nachrichten zwischen zwei oder mehr Menschen.
In der Sprache der Kommunikations- bzw. Informationstheorie wird der Prozess der Kommunikation so beschrieben:
ANHANG 3
HINTERGRUND
INFORMATIONEN
SENDER-EMPFÄNGERMODELL DER
KOMMUNIKATION*
* Die Informationen zum
Sender-EmpfängerKommunikations-Modell
wurden entnommen:
Dürr, Prof. Dr. Walter u.a.:
Lernen und Arbeiten in der
Ein Sender versucht einen Empfänger zu erreichen; er möchte ihm eine Information oder
Nachricht zukommen lassen, ihm etwas mitteilen. Dazu „verpackt“ er den Inhalt seiner Mitteilung in bestimmte Signale oder Zeichen, von denen er annimmt, dass der Empfänger sie
verstehen kann.
Die bekanntesten und alltäglichsten dieser Signale oder Zeichen sind Buchstaben, geschriebene
oder gesprochene Worte, Bilder und Symbole. Egal, auf welcher „Zeichen-Ebene“ man sich
bewegt, wichtig für das angemessene Verstehen ist, dass die Zeichen nicht willkürlich benutzt
werden, sondern dass man sich dabei an die für jedes sinnvolle Zeichensystem vereinbarten
Regeln über ihre Verwendung und Bedeutung hält. Das entscheidende Kommunikations-Regelwerk beim Menschen ist seine (Laut- und Schrift- oder auch Gebärden-) Sprache. Ein anderes
Beispiel für vereinbarte Kommunikationsregeln ist das Morsealphabet ...
Werkstatt. Lernpakete für die
Praxis. Erarbeitet im Institut für
Sozialforschung und Betriebspädagogik e.V. (ISB) im Auftrag
des Bundesministers für Arbeit
und Sozialordnung. Berlin 1989
Am Beispiel des Morsealphabets kann man sich gut die notwendigen Teilschritte der Kommunikation vor Augen führen: Der Sender muss seine Nachricht nach den Regeln des Zeichensystems verschlüsseln, diese werden dann über eine größere Distanz mit Medien transportiert,
woraufhin der Empfänger die eingegangene Information entschlüsseln muss, bevor er ihren
Gehalt verstehen kann.
Das einfache und das erweiterte Kommunikations-Modell
Sender
Nachricht
Empfänger
MEDIUM
Sender
Verschlüsselung
Nachricht
Entschlüsselung
Empfänger
Reaktion
MEDIUM
Störungen
Rückmeldung
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ANHANG 4
MORSEALPHABET
MIT HINTERGRUNDINFORMATION
Als Samuel Morse am 24. Mai 1844 bei der ersten Demonstration seines Eisenbahntelegrafen
die Mitteilung („What hath God wrought“) mit Hilfe seiner Morsezeichen vom Kapitol nach
Baltimore sandte, ahnte wohl noch niemand, welche Bedeutung seine Entwicklung der Morsezeichen als Weltstandardsprache der Telegrafie einmal haben sollte.
Mit dem sprunghaften Ausbau der Eisenbahn wuchs auch der Ausbau der Telegrafenstationen,
die mittels Draht verbunden waren. Etwa 1860 waren die gesamten USA „vernetzt“ und 1866
verband das erste Überseekabel Amerika mit Europa.
In Europa wurde der Morsecode von F. Clemens Gerke, dem Inspektor der Hamburger Telegrafenlinie, weiter entwickelt. Dieser verbesserte Code setzte sich dann fast unverändert in Europa
durch und ist heute weltweit Standard.
Als um die Jahrhundertwende Guglielmo Marconi die von Popov und Tesla erfundene drahtlose Telegrafie zur Marktfähigkeit weiter entwickelte und einführen konnte, benutzte er schon
den von Morse entwickelten Code. Bei seiner legendären ersten Atlantiküberbrückung am
12. Dezember 1901 zwischen dem Sender an der Südwestspitze Englands und dem Empfänger
in St. John’s Neufundland waren es die Zeichen
(siehe Seite 12).
Nachdem über Draht schon lange keine Morsezeichen mehr zur Übertragung genutzt werden, sind
sie auch im Funkverkehr mehr und mehr von modernen digitalen Systemen vedrängt worden.
Bedeutung haben sie noch im Amateurfunk, wo man dann mit geringsten Mitteln große Entfernungen überbrücken kann. Die Beherrschung des Morsecodes ist noch in vielen Ländern
Voraussetzung für den Zugang zur Kurzwelle für Funkamateure.
Telegrafie wird heute auch noch für automatische Statusmeldungen von Umsetzern oder Baken
benutzt, die vom Empfänger auch ohne speziellen Dekoder verstanden werden sollen.
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
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ANHANG 4
MORSEALPHABET
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Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
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ANHANG 5
TASTALPHABET
MIT HINTERGRUNDINFORMATION
ZUM LORMEN
Das Tastalphabet ist ein Hand-Zeichen-System, das Taubblinden die Verständigung mit Hörenden ermöglicht. Die Buchstaben des Alphabets sind auf der Handfläche – ähnlich wie auf der
Computertastatur – entsprechend ihrer Häufigkeit in der deutschen Sprache und ihrer günstigen
Erreichbarkeit angeordnet.
Der Begriff Lormen leitet sich von Hieronymus Lorm ab, der das Tastalphabet für Taubblinde
als Erster im deutschen Sprachraum genutzt hat.
LEGENDE
Berührungspunkt
Bewegung in
diagonaler, horizontaler
oder vertikaler Form
leicht trommelnde
Bewegung
Zusammendrücken oder
umfassende Bewegung
schräg kreuzende
Bewegung
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1. Kommunikation – was ist das?
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ANHANG 5
TASTALPHABET
MIT HINTERGRUNDINFORMATIONEN
ZUM LORMEN
A
Punkt auf die Daumenspitze
E
Punkt auf die Zeigefingerspitze
I
Punkt auf die Mittelfingerspitze
O
Punkt auf die Ringfingerspitze
U
Punkt auf die Kleinfingerspitze
Ä
Zwei Punkte auf die Daumenspitze
Ö
Zwei Punkte auf die Ringfingerspitze
Ü
Zwei Punkte auf die Kleinfingerspitze
J
Zwei Punkte auf die Mittelfingerspitze
B
Kurzer Abstrich auf die Mitte des Zeigefingers
D
Kurzer Abstrich am Mittelfinger
G
Kurzer Abstrich am Ringfinger
H
Kurzer Abstrich am Kleinfinger
T
Kurzer Abstrich am Daumen
F
Leichtes Zusammendrücken der Spitzen von Zeige- und Mittelfinger
P
Langer Aufstrich an der Außenseite des Zeigefingers
K
Punkt mit vier Fingerspitzen auf den Handteller
L
Langer Abstrich von den Fingerspitzen zum Handgelenk
M
Punkt auf die Kleinfingerwurzel
N
Punkt auf die Zeigefingerwurzel
R
Leichtes Trommeln der Finger auf dem Handteller
S
Kreis auf dem Handteller
Z
Schräger Strich vom Daumenballen zur Kleinfingerwurzel
V
Punkt auf den Daumenballen, etwas außen
W
Zwei Punkte auf den Daumenballen, etwas außen
Ch
Schräges Kreuz auf dem Handteller
Sch
Leichtes Umfassen der vier Finger
St
Langer Aufstrich am Daumen, Außenseite
C
Punkt auf das Handgelenk
X
Querstrich über das Handgelenk
Q
Langer Aufstrich an der Außenseite der Hand (Kleinfingerseite)
Y
Querstrich über die Mitte der Finger
© 1999 by Martin Möller
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Bei der taktilen Gebärdensprache handelt es sich um erfühlte Gebärden. Der Taubblinde legt
seine Hände auf die Hände desjenigen, der gebärdet. So erfühlt er die Gebärde. Wichtig für
eine erfolgreiche Verständigung sind langsame und präzise Gebärden.
ANHANG 6
ERLÄUTERUNG
DER TAKTILEN
GEBÄRDENSPRACHE
Abbildungen aus
Mesch, Johanna: Tactile
Sign Language. Signum-Verlag,
Hamburg 2001
SCHAUEN
SICH TREFFEN
BADEN
FERTIG
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1. Kommunikation – was ist das?
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Mensch:
winken
lächeln
ANHANG 7
BEISPIELE
NONVERBALER
SIGNALE
Schulter antippen
ignorieren
Abbildung aus der
Fachzeitschrift der Behinderten-
böse schauen
hilfe „Orientierung“,
Heft 2/2001
...
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Wahrnehmung ist ein komplexer Prozess.
Wahrnehmung ist subjektiv.
ANHANG 8
HINTERGRUNDINFORMATION
WAHRNEHMUNG
WÄHLT AUS
Wahrnehmung hängt von vielen Faktoren ab.
Der Mensch nimmt Reize mit seinen Sinnen auf (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten).
Der Reiz muss eine bestimmte Stärke haben, um wahrgenommen zu werden.
Die Reize werden zum Gehirn weitergeleitet und dort weiterverarbeitet. Dazu gehört die Koordination der Einzelreize, das Vergleichen mit bisher Wahrgenommenem, das Einordnen in
frühere Erfahrungen, die Bewertung, die Reaktion auf den Reiz.
Das heißt, Wahrnehmung ist ein Prozess der Auswahl, Ordnung und Interpretation.
Ziele, Stimmungslagen, Interessen, Erwartungen und Aufmerksamkeit sind Faktoren, die den
Wahrnehmungsprozess auf etwas spezifisch ausrichten.
Sie beeinflussen den Filter, der die Auswahl aus der Flut der Reize bestimmt.
Und sie beeinflussen die Bewertung des Wahrgenommenen.
Als weiterer Einflussfaktor bei der Bewertung tritt die Persönlichkeit des Menschen hinzu.
Bekanntlich streiten Philosophen und andere Wissenschaftler seit der Antike, wie viel wir von
der Wirklichkeit erfassen können. Sie fragen nach der Verlässlichkeit unserer Sinne, nach dem
Realitätsgehalt der aufgenommenen Informationen und nach der Wahrheit des Bildes, das das
Gehirn von der Wirklichkeit formt.
Tatsache ist:
Wahrnehmung ist veränderbar.
Wahrnehmung ist keine passive Abbildung der Realität,
sondern der Einzelne erzeugt sein eigenes Bild von der Wirklichkeit.
In der Wissenschaft spricht man von selektiver
und von tendenziöser Wahrnehmung.
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ANHANG 9
OPTISCHE
TÄUSCHUNGEN
mit freundlicher
Genehmigung der
moses. Verlag GmbH,
GmbH
Kempen
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1. Kommunikation – was ist das?
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ANHANG 9
OPTISCHE
TÄUSCHUNGEN
mit freundlicher
Genehmigung der
moses. Verlag GmbH,
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ANHANG 9
OPTISCHE
TÄUSCHUNGEN
mit freundlicher
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OPTISCHE
TÄUSCHUNGEN
mit freundlicher
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Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
ANHANG 9
OPTISCHE
TÄUSCHUNGEN
mit freundlicher
Genehmigung der
moses. Verlag GmbH,
GmbH
Kempen
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1. Kommunikation – was ist das?
SEMINARBAUS TEINE ZUR KOMMUNIKATIVEN VORBEREITUNG GEHÖRLOSER UND SCHWERHÖRIGER JUGENDLICHER AUF BERUF UND ARBEIT
Der unsichtbare Dirigent
Teilnehmer X verlässt für kurze Zeit den Raum (wird zum Sucher)
ANHANG 10
SPIELBESCHREIBUNG
„DER UNSICHTBARE
DIRIGENT“
Die restlichen TN (mindestens 5, besser noch einige mehr) wählen einen Dirigenten. Dieser hat
die Aufgabe, nacheinander verschiedene imaginäre Musikinstrumente zu spielen (z.B. Geige,
Klavier, Kontrabass, Schlagzeug, Flöte, Trompete, Trommeln ...) und die anderen TN machen
ihm dies so schnell wie möglich nach. Dabei gehen alle locker im Kreis herum, sie können mit
ihren Instrumenten auch tanzen, wenn sie möchten.
Der TN, der draußen gewartet hat, soll raten, wer von den Spielern der Dirigent ist. Um ihm
das so schwer wie möglich zu machen, muss der Instrumentenwechsel beim Dirigenten so unauffällig wie möglich stattfinden, d.h. der Dirigent muss dies an passender Stelle machen (z.B.
wenn der Sucher gerade woanders hinschaut) und die anderen Musiker müssen den Wechsel
schnellstmöglich nachahmen.
Sobald der Sucher meint, den Dirigenten gefunden zu haben, soll er auf ihn zeigen bzw. den
Namen gebärden. Wurde der Dirigent „erwischt“, wird er selbst zum Sucher und verlässt den
Raum, und die Gruppe wählt einen neuen Dirigenten.
Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Gehörlose TN sind sehr erfinderisch beim Darstellen von Musikinstrumenten. Bei einigen Gruppen muss evtl. zuerst schnell die Erinnerung
der TN an diverse Musikinstrumente aufgefrischt werden, bevor das Spiel starten kann. In der
Regel wird der Dirigent spätestens beim dritten Versuch entdeckt.
Die einzelnen Durchgänge sind meistens kurz und somit bekommen alle TN schnell Übung im
Ablauf des Spiels, entwickeln Tricks, um den Sucher abzulenken etc.
Dieses Spiel ist besonders bei jüngeren TN sehr beliebt.
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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ANHANG 11
AUSWERTUNGSBOGEN
Das Seminar in der beschriebenen Form wurde überwiegend mit 16- bis 18-jährigen Schulabgängern in einer berufsvorbereitenden Maßnahme erprobt.
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Seele and Geist
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