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denn: Heroldsberg hat was... - Ilocept

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Jan. / Feb. 2009
Ausgabe Nr. 32
S‘Bläddla
Foto: Dieter Kaletsch
denn: Heroldsberg hat was...
Über die Wahrung des Ortsbildes
Die Männer in Orange
Klangerlebnis in St. Matthäus
Bläddlas Gschäftsleut:
Familie Miklejic
Künstler in den Geschäften
Werkstatt des Vertrauens
Menschen in Heroldsberg: Heinz Slany
Mobbing bei Kindern
Winterkonzert in der Galerie
Neue Bläddla-Mitglieder
Die Werbegemeinschaft rund um S‘Bläddla darf in
diesem Jahr gleich drei neue Mitglieder begrüßen:
•Angelas Obst, Gemüse und Feinkost am Festplatz
•Rappelkiste in Kleingeschaidt und
•Gasthaus Goldener Anker am Oberen Markt.
Nach und nach werden wir jeden einzeln vorstellen,
heute fangen wir mit der Familie Miklejic an.
2009 wird S‘Bläddla einen Künstlersonntag (29.3.),
einen Stiefmütterchenverkauf (4.4.) und vor allem
die zweite Heroldsberger Hat-Was-Schau (4.10.) organisieren. Alles weitere im vorliegenden Heft.
4. Oktober 2009
2. Heroldsberger Hat-Was-Schau
Einladung zum Info-Abend
Wie bereits angekündigt, steht Sonntag, der 4. Oktober 2009, unter dem Zeichen der zweiten Heroldsberger
Hat-Was-Schau. So wie die erste Gewerbeschau im Jahre
2005 wird auch diese wieder auf dem Heroldsberger
Festplatz stattfinden. An diesem Tag sollen alle Gewerbetreibenden und Vereine mit (Wohn-)Sitz in Heroldsberg die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren. Nähere Informationen gibt es ab sofort bei Ilona-Maria Kühn,
Tel. 0911 / 518 65 69 bzw. info@ilocept.de.
Der allgemeine Informationsabend
für
gewerbliche Aussteller findet am Dienstag,
10. Feb. 09, 19.00 Uhr
im Gasthaus Büttner
( Hauptstraße 84) statt.
Die Vereine werden im
Frühjahr zu einer separaten Informationsveranstaltung
geladen.
Dieser Termin steht
noch nicht fest.
Bläddla’s Gschäftsleut
Familie Miklejic
S
chon morgens um 3 Uhr macht
sich Branko Miklejic auf den Weg
zum Großmarkt. Seit mehr als 20
Jahren baut er dort Waren für die einkaufenden Händler am frühen Morgen
auf. Er kennt die Lieferanten, meist Bauern
aus dem Knoblauchsland, und sieht mit fachmännischem
Blick als erster, an welchen Ständen tatsächlich frische Salate und frisches Obst und Gemüse angeboten werden.
Davon profitieren schon länger namhafte Kunden wie
das Heilig-Geist-Spital oder Pizza Americana in Nürnberg,
wenn er ihnen nach Feierabend am Großmarkt kistenweise ausgesuchte frische Ware direkt ins Haus liefert.
Seit Frühjahr letzten Jahres stellt er solche Kisten auch
für Heroldsberg beiseite. Gemeinsam mit seiner Frau
Jovanka und seiner Tochter Snezana hat er direkt am
Festplatz ein kleines Feinkostgeschäft eröffnet. Außer
frischem Obst und Gemüse findet man hier türkische,
griechische und italienische Spezialitäten, die so manchem Kunden Urlaubserinnerungen in den heimischen
Alltag zaubern können. Es hat sich im Großraum Nürnberg herum gesprochen, dass man in Heroldsberg Balkanspezialitäten aus der Region erhält. Die Familie Miklejic bezieht Fleisch und Wurst von einem fränkischen
Metzger, der heimisches Fleisch unter Verwendung von
Rezepten und Gewürzen aus dem Balkan verarbeitet.
Allein für diese Leckereien kommen viele Leute bis aus
Feucht oder Erlangen nach Heroldsberg.
Nach und nach passt die Familie Miklejic ihr Sortiment
an die Bedürfnisse der Kunden an. Nur für ein Päckchen
Mehl oder Nudeln soll keiner extra an den Ortsrand von
Heroldsberg müssen, viele Grundnahrungsmittel hält das
kleine Feinkostgeschäft am Festplatz auch bereit. Was
heute nicht da ist, wird bis zum nächsten Tag besorgt,
ein Service, den ältere Heroldsberger, die schlecht zu
Fuß sind, gerne annehmen. Und auf noch eine Spezialität können wir uns bei
Angelas
Angelas freuen: Ab so- Obst, Gemüse, Feinkost,
fort bietet die Familie
Getränke, Geräuchertes
Miklejic jeden Mittwoch Heroldsberg, Hauptstr. 60a
und Freitag gefrosteten
Öffnungszeiten:
Fisch an, Leckereien, die Mo - Fr: 9.00 bis 18.00 Uhr
es bisher nur auswärts Samstag 9.00 - 16.00 Uhr
gab. Na dann: Guten ApTel. 0177/7049073
petit!
(auch für Bestellungen)
Wir nehmen Einkaufstaler:
• BüroBedarfsZentrum Drexler
• Büttner, Metzgerei
• Café Glückswinkel
• Car Design
• Elektro Heid
• Freihardt, Metzgerei u. Restaurant
• Friedrich, Schuhe zum Gutgehen
• Fußpflegepraxis Karin Daut
• Gasthof Rotes Ross
• Garten-Traum-Düfte im Hexenhäuschen
• Gelber Löwe, Flair-Hotel und Restaurant
• Hofladen Herrmann-Lechner, Hauptstr. 41
• Kochteam, Werner und Ingrid Sievert
• Mare Reisen & Erleben
• Obstbau Weber
• Rewe-Markt (Heroldsberg)
• Reisebüro Hartmann
• Rübner, Dienstleistungen
• Schreibwaren Reinfelder
• Scheuchl GmbH, Autozubehör
• Taxi Seits
• Sport Böhm
• Ulrike Wölfel, Damen- und Herrensalon
• Zimmermann, Getränke
Und das geht so: 1 Taler ist 1 Euro wert. Sie können die
Münzen zu allen möglichen Anlässen im Säckchen verschenken. Der Einkaufstaler gilt zeitlich unbegrenzt. Zu
jedem Säckchen gibt es eine Liste mit allen Geschäften,
die den Taler annehmen, ebenso in jedem Bläddla. Probieren Sie es einfach aus und Sie werden sehen: Einkaufen
in Heroldsberg macht Spaß!
Einkaufstaler können Sie bei Kochteam, Salon Ulrike
Wölfel und Schreibwaren Reinfelder kaufen.
S‘Bläddla:
Herausgeber: Werbegemeinschaft Heroldsberg
Verantwortlich für den Inhalt:
ilocept, Ilona-Maria Kühn, Heroldsberg,
Tel.: 0911 / 518 65 69; Mail: info@ilocept.de;
Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Genehmigung
Nächste Ausgabe: 28. März 2009
Treffpunkt Spiel
Auch weiterhin lädt an jedem ersten Mittwoch im Monat dieses
Zeichen alle Heroldsberger Senioren zu einem Spielenachmittag ins Café Glückswinkel in der
Hauptstraße 69 ein.
Ob Skat, Poker oder Mensch-Ärgere-Dich-Nicht - bringen
Sie einfach Ihr Lieblingsspiel mit und freuen Sie sich bei
einer gemütlichen Tasse Kaffee auf andere Spiel-Liebhaber, die Sie zu einer Partie heraus fordern können.
Selbstverständlich finden Sie auch im Café einige Spiele
vor, die Sie sich an diesem Nachmittag kostenlos ausleihen können. Gerade in der noch dunklen Jahreszeit wünschen wir vom Bläddla Ihnen gemütliche, stimmungsvolle
Nachmittage und hoffen, Ihnen mit dieser Idee etwas
Abwechslung in den Alltag zu bringen.
Spieletreffs für Senioren am Mittwoch:
4. Februar 2009
4. März 2009
1. April 2009
Jeweils um 14.00 Uhr im Café Glückswinkel
Mitmachseite für alle
Heroldsberg
unter
der Lupe
Dieser urige Holzgnom steht auf der linken Seite der
Straße Zum Blech in Heroldsberg. Walter Mally hat ihn
dort vor langer Zeit in einen Baumstumpf geschnitzt.
Der Kinderschutzbund Erlangen informierte:
Mobbing bei Kindern
Ein Thema, das von Erwachsenen in vielen Fällen gar nicht
recht ernst genommen wird. Und doch sprechen die Zahlen
von 2-3 Schülern pro Klasse, die über einen längeren Zeitraum systematisch bedroht, schikaniert oder geschlagen
werden, für sich. Aus dieser Situation kommen sie selbst
nicht mehr heraus und sind auf Unterstützung angewiesen. Aus diesem Grund hat der Kinderschutzbund Erlangen
einen Vortrag zum Thema „Mobbing in Schulen“ angeboten, bei dem zwei erfahrene Referentinnen interessierte
Eltern in das Thema „Mobbing in Schulen“ einführten.
Mobbing gab es schon immer, aber die Schärfe und Härte dieses Problems hat deutlich zugenommen. Um sich
gegenüber Schwächeren aufzuwerten, missbrauchen bereits Kinder ihre soziale Macht. Die Opfer können alleine ihre
Situation nicht verändern. Vielmehr fügen sie sich in ihre
Opferrolle, denn durch die lang andauernden Übergriffe
des Täters bleibt ihnen einfach keine andere Wahl. Da die
Mobbingopfer aus Angst und Scham nicht in der Lage sind,
über ihre Situation zu sprechen, ist es für Erwachsene häufig nicht leicht zu erkennen, ob ein Kind gemobbt wird. Um
so wichtiger ist es, die Signale des Kindes zu erkennen und
richtig zu deuten. Hier können Experten – zum Beispiel aus
dem schulpschologischen Dienst oder den Erziehungsberatungsstellen – helfend zur Seite stehen.
Was kann man tun? Zu allererst gilt: Mobbing darf auf
keinen Fall ignoriert oder gar akzeptiert werden. Den Täterinnen und Tätern müssen Grenzen gesetzt werden.
Eltern sollten jedoch nicht alleine versuchen, das Problem
„Mobbing“ zu lösen. Als „Einzelkämpfer“ kann man ein derartiges Problem nicht lösen, nur verschlimmern. Wenden
Sie sich an den Klassen- oder Vertrauenslehrer der Schule.
Falls hier keine Hilfe kommt, können sie sich an den Direktor der Schule, den Schulpsychologen oder den schulpsychologischen Dienst wenden. Der Kinderschutzbund
empfiehlt eine Broschüre, die man in der Geschäftsstelle
Erlangen erhalten kann (Tel.: 09131 / 209100) . (Broschüre:
„Mobbing unter Kindern und Jugendlichen, Informationen
für Schule, Jugendliche und Eltern, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle
Nordrhein-Westfalen e.V., Drei-W-Verlag).
Nachbericht:
Heroldsberger Adventskalender
Im vergangenen Dezember hat das Seniorenbüro der
Marktgemeinde Heroldsberg in Zusammenarbeit mit der
Werbegemeinschaft rund um S‘Bläddla erstmals einen
Heroldsberger Adventskalender veranstaltet. An jedem
Abend im Advent öffnete sich bei den Heroldsberger
Geschäften rund um die Hauptstraße Schlag 17.00 Uhr
ein anderes Türchen und dahinter verbarg sich an jedem
Tag eine andere Überraschung. Ob Vorlesen, Gesang oder
Tanz: Alle teilnehmenden Heroldsberger Kinder und Vereine gaben sich große Mühe, in der Adventszeit ein paar
Minuten des Innehaltens zu gestalten. Wer es dann tatsächlich trotz der hektischen Vorbereitungen zum Weihnachtsfest zu dem einen oder anderen Türchen schaffte, für den wurde unser Adventskalender zu einem ganz
besonderen Erlebnis. Leider konnte man außer den aktiv Beteiligten wenige Heroldsberger antreffen. Aber
vielleicht ändert sich das ja im nächsten Advent? Einen
Versuch wird es auf jeden Fall wert sein, denn über den
ersten Heroldsberger Adventskalender wurde auch noch
im Januar viel Gutes berichtet. S‘Bläddla möchte an dieser Stelle allen Teilnehmern, sowohl den ausrichtenden
Geschäften als auch den kreativen Programmgestaltern
herzlich für die Mühe danken. Bis zum nächsten Advent!
Das 10. Türchen öffnete sich bei der Firma Scheuchl. Und hier konnte
das Publikum nur noch staunen, wieviele Texte sich die Kinder vom
Kinderhaus Großgeschaidt bei ihren langen Liedern merken konnten!
Bei uns in Heroldsberg:
Werkstatt des Vertrauens 2009
Firma Car Design holt deutschlandweit den 1. Platz
im Bereich Lack und Karosserie
„Meiner Werkstatt kann ich vertrauen.“ Unter diesem
Motto startete im vergangenen Jahr zum ersten Mal ein
Bundeswettbewerb für ca. 7.000 inhabergeführte Lackund Karosseriewerkstätten in Deutschland. Teilnehmende
Fachbetriebe konnten Stimmkarten an ihre Kunden verteilen und diese bitten, durch EInsendung der Karte an
die Auswertungszentrale zur erforderlichen Mindeststimmenzahl von 50 zufriedenen Autofahrern beizutragen.
Gleichzeitig wurde gefragt, warum Kunden diesem Fachbetrieb ihre Stimme geben. Die meistgenannten Gründe
lauteten: „Kompetenz, Preis-/Leistungsverhältnis und Service, freundliche Beratung, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit“. Alles Kriterien, die Wolfgang Putz mit seinem Team
der Firma Car Design Heroldsberg rundum erfüllt hat. Sogar mehr als erfüllt, denn die 50 erforderlichen MIndeststimmen erreichte er mit insgesamt 499 eingesendeten
Karten zehnmal. Ein eindeutiges Zeichen des Vertrauens
seiner Kunden, das ihm unter 192 teilnehmenden Lackund Karosseriefachbetrieben in Deutschland den ersten
Platz sicherte. Am 25. Januar nahm Wolfgang Putz mit
seiner Frau Dagmar die Auszeichnung in der Dortmunder
Westfalenhalle entgegen.
S‘Bläddla gratuliert herzlich
und wünscht der Firma Car
Design Heroldsberg auch
in diesem Jahr wieder viele
zufriedene Kunden.
Achtung Berufsanfänger:
In der Gemeindebücherei steht Mitte Februar ein Sondertisch bereit mit ausführlichen Unterlagen zur richtigen Bewerbung und Tipps für Bewerbungsgespräche.
Ergänzt wird dieses Medienangebot mit Informationsmaterial vom BüroBedarfszentrum Drexler. Herr Drexler
wird den jungen Bewerbern mit Rat und Tat zur Seite
stehen und bei Bedarf Ihre Bewerbungen drucken.
Verkaufsoffener Sonntag am 29. März 2009
Künstler in den Geschäften
Unter diesem Motto steht der erste
verkaufsoffene Sonntag 2009, den die
Werbegemeinschaft rund um S‘Bläddla
zusammen mit der Marktgemeinde Heroldsberg am 29. März 2009, also zwei
Wochen vor Ostern veranstaltet.
In den vergangenen Wochen haben wir dazu von mehreren
Heroldsberger Künstlern Bewerbungen erhalten, die gerne
ihre Werke in Heroldsberger Geschäften ausstellen möchten. Wer in welchem Geschäft ausstellen wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Auf
jeden Fall wird jedes Geschäft an diesem Sonntag seine eigene Vernissage durchführen. Bitte beachten Sie
dazu die Werbung im Heimatblatt,
Wochenblatt und in unseren Schaufenstern. Im nächsten Bläddla werden
Sie bestimmt auch viele Informationen über diesen Sonntag erhalten,
aber das erscheint aus technischen
Gründen erst am 28. März.
S‘Bläddla hat sich über die Resonanz auf diese Aktion sehr
gefreut und wird in den nächsten Ausgaben über den einen oder anderen kreativen Heroldsberger berichten. Dennoch: Wir suchen noch Aktionskünstler (Musik, Vorführungen, oder was Ihnen einfällt), die diesen Tag noch bunter
gestalten können. Bitte melden Sie sich: Tel.: 0911 / 518 65
69. Vielen Dank.
Künstler in Heroldsberg
Heinz Slany
hat erst als Pensionist Zeit und Ruhe gefunden, seinem Hobby, der Malerei regelmäßig nachzugehen. Zunächst war es
für ihn nur eine sinnvolle Beschäftigung,
als er über zwei Jahre durch seine pflegebedürftige Mutter ans Haus gebunden war. In dieser
Zeit befasste er sich intensiver mit Farben und Maltechniken und entschied sich schließlich für die Acrylmalerei.
So sind in den letzten 3 Jahren zahlreiche Landschaftsbilder entstanden, viele aus der Erinnerung an für ihn
faszinierende Momente in der Natur. „DIe Natur ist mir
zum Lehrmeister geworden“, erzählt er und schafft
selbst auf der Leinwand, wie sie durchaus „in echt“ vorkommen könnten. In seinen Bildern möchte er den Augenblick festhalten; das bedeutet für ihn „eine für das
Auge und somit für die menschliche Seele wunderschöne Gestaltung der Natur“.Er wünscht sich, dass der Betrachter seinem Weg folgen und die Stille und friedliche
Stimmung in den Bildern fühlen kann, um für einige Minuten den Stress der Zeit zu vergessen. Ein Wunsch, dem
bestimmt viele gerne nachkommen würden.
Nachbericht Sonntag, 18. Januar 2009:
Heroldsberger Amateure führten
Bach-Kantate auf
Normalerweise schreibt S‘Bläddla nicht über einzelne
Projekte, die die eine oder andere Kirchengemeinde in
Heroldsberg durchführt. Aber der Kantatengottesdienst
zur Bachkantate „Du Hirte Israel, höre“ an diesem Sonntag in St. Matthäus, konnte
in dieser Form nur unter
MItwirkung vieler Menschen
in Heroldsberg, egal welcher
Zugehörigkeit,
zustande
kommen.
Es war bereits das zweite
Projekt, das der Dirigent
Franz Peschke über alle Grenzen hinweg initiiert hatte.
Erst 2003 ist er nach Heroldsberg gezogen, und doch
hat er nach kurzer Zeit erkannt, dass „in unserer Marktgemeinde ein vergleichbar hohes musikalisches Potential vorhanden ist“. Ob Orchestermusiker oder Sänger,
es gibt viele Menschen, die einfach Spaß an der Musik
haben und sich freuen, wenn sie ab und zu Gelegenheit
zum gemeinsamen Musizieren finden.
So lud er im vergangenen Herbst über Mund-zu-MundPropaganda zu den Proben der Bachkantate mit der
Nr. 104 aus dem Bachwerkeverzeichnis ein. Es ging wie
ein Lauffeuer durch den Ort und schließlich kamen tatsächlich 53 Sängerinnen und Sänger mit Lust auf Johann
Sebastian Bach zum ersten Treff. „Das waren viel mehr,
als ich gerechnet hatte, aber Bach zieht in Sängerkreisen eben immer“, schmunzelt Franz Peschke. Der pensionierte Pfarrer freut sich, dass er mit solchen Projekten
seinem Hobby nachgehen kann. Seine „Ausbildung“ als Dirigent erhielt er übrigens als sogenannter „cantor famulus“ im Windsbacher
Knabenchor. Damals musste er, selber
ein Sängerknabe, im Krankheitsfalle
den Dirigenten vertreten. Aber er hat
Spaß daran gefunden und immer wieder einen Chor geleitet, soweit es ihm
beruflich möglich war,
Für die instrumentale Begleitung sorgten 13 Musiker, die
sich unter der Leitung von Celine Wilke zu einem kleinen Kantatenorchester zusammen fanden. Die Solisten
Reiner Appold (Tenor) und Markus Simon (Bass) trugen
Rezitative und Arien vor, die - wie es in der Barockzeit
üblich war - das Hauptthema musikalisch und textlich
kommentierten. Alles in allem konnte man an diesem Januarsonntag in der Matthäus-Kirche ein einmaliges Klangerlebnis hören. Ein Konzert, das wir nur der spontanen
Bereitschaft vieler Heroldsberger Musikfreunde zu verdanken haben. Ein beispielloses Projekt, das hoffentlich
nicht das letzte dieser Art gewesen ist. Vielen Dank dem
Initiator Franz Peschke.
Am Samstag, 4. April ist wieder
Bläddla‘s Frühlingsblumenverkauf
Über die Wahrung des Ortsbildes
F
ür den bekannten fränkischen Maler und Graphiker
Rudolf Schiestl (1878 bis 1931) war Heroldsberg
„das schönste Dorf, das ich kenne!“. Ein Zitat, dem
er vielleicht die Rudolf-Schiestl-Straße zu verdanken
hat? Wer heute durch den Ort geht, kann an vielen
Stellen die selben Eindrücke erleben wie der Künstler
einhundert Jahre zuvor. Um deren Erhaltung kümmert
sich hauptsächlich das Landesamt für Denkmalpflege,
in dessen Bemühen S‘Bläddla heute einen Einblick geben möchte.
I
m Vergleich zu anderen Orten im Landkreis ERH prägt
das Ortsbild von Heroldsberg ein hoher Bestand an
Baudenkmälern. Seit den 70er Jahren führt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eine Liste mit
Bau-, Flur- und Bodendenkmälern, die regelmäßig aktualisiert wird. Dazu zählen Gebäude, die typische Charakteristika aus ihrer Entstehungszeit aufweisen und im
Laufe der Zeit nicht zu sehr verfremdet worden sind.
Der Kernort Heroldsberg weist zur Zeit 45 sogenannte
Baudenkmäler auf, zu denen neben den vier Schlössern
und der Matthäuskirche vor allem Wohn- und Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert zählen, aber
auch die alte Jugendstil-Aussegnungshalle am Friedhof
oder das Bahnhofsgebäude als ein Industriedenkmal.
Einer der liebevoll restaurierten Bauernhöfe, der zum Ensemble Oberer Markt gehört, ist der von der Familie Weber.
A
us der frühen Gründungszeit des Ortes im späten
11. Jahrhundert gibt es heute keinerlei Spuren
mehr. Man vermutet, dass das ursprüngliche Dorf
im Bereich des Oberen Marktes entstanden ist. Hier, an
der Hangkante über der Gründlachniederung abseits
vom Sumpfgelände waren die Gehöfte von ausreichend
Holz und gut zu bewirtschaftenden Ackerflächen umgeben. 1391 erwarb die Nürnberger Patrizierfamilie Geuder das Dorf Heroldsberg als Reichslehen und bebaute
nach und nach mit vier Schlössern den Nordwestrand
des oberen Ortes. Bis heute hat der Obere Markt seinen
alt-dörflichen Charakter bewahrt mit den typischen Bauernhöfen, deren Wohngebäude zumeist mit dem Giebel
zur Straße ausgerichtet sind. Nur noch selten ist in der
Umgebung von Nürnberg die Zusammengehörigkeit von
patrizischen und adligen Sitzen mit einem bäuerlichen
Dorf so deutlich zu erkennen wie in diesem Straßenzug.
Zu bemerken ist allerdings, dass es sich bei allen landwirtschaftlichen Gebäuden im denkmalpflegerisch bezeichneten „Ensemble Oberer Markt“ um Nachfolgebauten
aus dem 17. und 18. Jahrhundert handelt. Von den Gehöften, wie sie noch Albrecht Dürer gezeichnet hatte,
ist kein einziges mehr erhalten.
D
ie ältesten noch erhaltenen Häuser in Heroldsberg
hingegen sind Gasthäuser im sogenannten „Unteren
Markt“. Im Anfangsbereich der heutigen Hauptstraße gründeten im frühen 15. Jahrhundert die von Geuder
an der Straße von Nürnberg nach Bayreuth einen „Markt“,
der bei einem Großbrand im Jahre 1688 beinahe völlig zerstört wurde. Einige der damals wieder aufgebauten Häuser sind heute noch im Kern erhalten und damit nach den
Patrizierschlössern und der St. Matthäus Kirche die ältesten Gebäude im Ort. Dazu gehören das Gasthaus „Rotes
Ross“, erbaut 1692 (Hauptstr. 10), und aus dem Jahre
1688 das ehemalige Gasthaus „Weißes Ross“ (Hauptstraße
39) und der Gasthof „Schwarzer Adler“ (Hauptstraße 45).
U
m die denkmalgeschützten Gebäude
in und um Heroldsberg kümmert sich Dr.
Bettina Keller, die vom
Landkreis
ErlangenHöchstadt als Heimatpflegerin für den östlichen Teil des Kreises, also unsere Region, bestellt wurde.
Dr. Bettina Keller studierte Geschichte, promovierte in
Kunstgeschichte und ist hauptberuflich am Kunstgeschichtlichen Institut in Erlangen angestellt. Im Jahre 2002
trat sie als ehrenamtlich tätige Heimatpflegerin die Nachfolge von Herrn Gabbert an. Als Kunsthistorikerin ist es
ihr ein besonderes Anliegen, sich für die Denkmalpflege
einzusetzen und der Öffentlichkeit Verständnis für den
Erhalt historischer Gebäude zu vermitteln. Dazu gehört
beispielsweise der jährliche Tag des offenen Denkmals im
September, der vor 3 Jahren seinen Schwerpunkt unter
dem Motto „Krieg und Frieden“ in Heroldsberg hatte.
D
as Thema „Heimatpflege“, also die Volkskultur im
Brauchtum, in der Volksmusik und im Trachtenwesen, hat in Bayern traditionsgemäß einen hohen
Stellenwert. Schon 1902, noch zu Zeiten des alten Königreiches Bayern, wurden die Heimatinteressen über
einen Landesverein vertreten, der sich von Beginn an
auch bau- und denkmalpflegerischen Zielsetzungen
widmete und ab 1916 die Bezeichnung „Bayerischer
Landesverein für Heimatschutz“ führte. Er sorgt in der
Brauchtumspflege, Geschichtsforschung und vor allem
der Denkmalpflege für die Bewahrung des typischen
Heimatcharakters für künftige Generationen. Denn wer
möchte schon ein Schwarzwaldhaus unter Palmen in Heroldsberg? Auch unsere Urenkel sollten in ihrer Heimat
noch eine vertraute Umgebung erkennen mit einer für
unsere Region typischen Geographie, Botanik und eben
den Gebäuden. Und doch ist sogar in den Augen der Heimatpfleger nicht alles schlecht, was modern ist. So haben sie sich auf die Fahne geschrieben, auch zeittypische
Gebäude zu erhalten, sofern eine Harmonie zwischen
Neu und Alt gewährleistet ist. Eine nicht immer einfache
Gratwanderung, die auch hier in Heroldsberg immer wieder zu lebhaften Diskussionen zwischen Eigentümern
und Denkmalamt führen kann. Dr. Bettina Keller weiß,
dass man niemanden dazu zwingen kann, sein Gebäude
hübsch herzurichten, der keine eigene Leistungsbereitschaft mitbringt. Nur im Notfall, wenn beispielsweise die
Bausubstanz akut gefährdet ist, verordnet das Landesamt für Denkmalpflege Zwangsmaßnahmen. Ansonsten
kann es nur denkmalfachlich beraten und hoffen, dass
sich eines Tages Investoren für die renovierungsbedürftigen Objekte finden. Aktuelle Heroldsberger Sorgenkinder sind das Gasthaus Hirsch an der Hauptstraße und
das Gasthaus zur Linde in Großgeschaidt.
Zum Paulusjahr
lädt die Gemeindebücherei herzlich zu vier Ökumenischen Bibelgesprächsabenden ein:
Jeweils Donnerstag Abend 20.00 Uhr
Der 1. Gesprächsabend fand am 29.01.09 in der Gemeindebücherei Heroldsberg statt, es folgen noch
drei Abende am 5., 12. und 19. Februar.
E
s gibt aber auch genügend positive Beispiele für
gelungene Restaurierungen in Heroldsberg. In den
letzten Jahren reichte Dr. Bettina Keller zahlreiche
Vorschläge aus unserem Ort für die jährliche Prämierung
vorbildlich sanierter Denkmäler durch den Bezirk Mittelfranken ein. Dazu gehörten neben der abgeschlossenen
Restaurierung von St. Matthäus oder der Stützmauern
des Roten Schlosses auch private Initiativen wie die Sanierung des Wohnhauses an der Hauptstraße 26 und
des „Hexenhäuschens“ oder die kleineren Objekte „Kirschenhäuschen“, „Grabdenkmäler“ und „Steinkreuze“ der
Kulturfreunde Heroldsberg e.V.. S’Bläddla freut sich, dass
fast alle ihrer Heroldsberger Vorschläge auch tatsächlich
prämiert wurden.
Vorher
Nachher
Das letzte große Projekt, das die meisten Heroldsberger im Herzen
ihres Wohnortes aufmerksam verfolgten, war die aufwändige Sanierung des sogenannten Hexenhäuschens an der Ecke zur Kohlengasse, durchgeführt von der Familie Kresky im Jahre 2007.
(Vielen Dank, Frau Dr. Bettina Keller, für Ihre geduldige Unterstützung zu diesem Artikel)
Kinderfasching
mit der Buchnesia:
Sonntag, 1. Februar 2009, 14.30 Uhr
(Einlass 14.00 Uhr)
Bürgersaal Heroldsberg
Karten im Vorverkauf bei Schreibwaren Reinfelder und Lottogeschäft Unmuth- Weiß
Club de Eldorado Faschingsball
Am 14.02.09 findet nun bereits zum 3ten Mal unser Faschingsball im Bürgersaal für alle Faschingsbegeisterten statt.
Unter dem Motto ‚Der CDE rockt!’ mit der faschings-, tanz- und rockerprobten Band „Even
Steven“, guter Bewirtung, unserer beliebten
Bar, der Faschingsgarde Hilaritas und einer
Maskenprämierung mit netten Preisen wollen
wir wieder mit euch feiern!
Karten gibt es bei Schreibwaren Unmuth und
Schreibwaren Reinfelder in Heroldsberg.
16. bis 22. März 2009
Heroldsberger Brain-Week
Auch in diesem Jahr nimmt die Gemeindebücherei Heroldsberg in Zusammenarbeit mit dem Haus der Jugend an der internationalen Woche des Gehirns teil.
Organisiert wird diese „Brain-Week“ seit 2001 von der
Gabriele Siegel Stiftung und dem Bundesverband SHV,
Selbst-Hilfe-Verband für neurologisch Erkrankte und
Unfallopfer e.V..
Der aktuelle Untertitel “Das Gehirn und die Bewegung”
lädt dieses Jahr die Grund- und Hauptschule zu einem
Bewegungspacours ein mit Jonglieren, Budo, Bogenschießen, Entspannung, Step-Aerobik, Bauchtanz und
Kletterwand. Dabei ist dieser Parcours jeweils auch als
Schnupperangebot für die Schüler zu verstehen. Für
die Vorschüler ist mit Heike Schütz sein spannender
Vormittag geplant unter dem Motto “Das bewegte
Buch”. Auch die Erwachsenen dürfen schnuppern und
werden mit Angeboten wie Nordic Walking, Standardund Sitztanz und Qi Gong oder Wassergymnastik auf
den Geschmack für mehr Bewegung im Alltag gebracht. Denn es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass nicht nur unser Körper, sondern auch unser
Gehirn viel Bewegung braucht, um lange einwandfrei
zu funktionieren. Die genauen Uhrzeiten sind dem Programm zu entnehmen. Anmeldungen zu den einzelnen
Veranstaltungen jeweils in der Gemeindebücherei.
7. Februar 2009, 20.00 Uhr
Winterkonzert in der Galerie
Mit Noorman Widjaja (Piano) und Seymur Karimov
(Bariton)
Am Samstag, 7. Februar, veranstalten die Kulturfreunde Heroldsberg e.V. erstmals einen exklusiven Konzertabend in der
Galerie Kunst bei Kannegiesser. An diesem Abend wird der
Weltdirigent und Pianist Noorman Widjaja gemeinsam mit
dem Italienischen Bariton Seymur Karimov aus Baku, Aserbaidschan, Werke von Verdi, Puccini, Leoncavallo, Rossini,
Donizetti, Liszt, Chopin und Mozart aufführen.
Der Pianist Noorman Widjaja wurde in
eine musikalische Familie hinein geboren
und musste bereits mit 11 Jahren seinen
erkrankten Vater als Dirigent vertreten.
1969 begann er sein Klavier-Studium
an der Musikhochschule Berlin bei Prof.
Gerhard Puchelt, Komposition bei Prof.
I Sang Jun, und Dirigieren bei Prof. Hans
Martin Rabenstein.
Am Nürnberger Opernhaus dirigierte er seit 1982 über
400 Vorstellungen. Seine Tätigkeit als Dirigent führte ihn
nach Shanghai, wo er von 1990 bis 1995 Ehren-Gastdirigent und stellvertretender Musikdirektor war. Japan Metropolitan Opera, Asien-Konzert-Tourneen des Russian
Philharmonic Orchesters, Peking, Shanghai, Yokohama, Tokyo, Taipei, Hong Kong, Moskau, Berlin, Dresden: Das sind
nur einige seiner erfolgreichen Stationen weltweit. Heute
wird er vor allem in Asien und Europa bei vielen Festivals
und Opern als Dirigent und Konzertpianist engagiert.
Der Bariton Seymur Karimov stammt aus Baku, Aserbaidschan. Seine Gesangsausbildung absolvierte er mit Auszeichnung an der Musikakademie Baku bei Professor Maya
Godjaeva. Seine frühe Karriere als Bariton führte ihn an
Opernhäuser und zu Festivals in Aserbaidschan, Georgien,
Russland, Türkei und England.
Konzertabend in der Galerie, Zum Blech 1, Heroldsberg am 7. Februar 2009, 20.00 Uhr. Karten sind ab sofort
zu 20 Euro im Vorverkauf bei Apothekerin Angelika
Schalwig erhältlich.
Von früh bis spät im Einsatz:
Oranger Trupp im Winterdienst
So locker und hemdsärmelig wie auf dem Mannschaftsbild
vom vergangenen Sommer kann man die Mitarbeiter des
Bauhofs in den letzten Wochen nicht erleben. Zu Beginn des
Jahres hatten Frost und Schnee Heroldsberg fest im Griff
und stellten das Bauhofteam vor ganz besondere Herausforderungen. Seitdem sieht man den Trupp in Orange beinahe
zu jeder Tages- und Nachtzeit im Einsatz. Wenn die meisten
von uns noch im warmen Bett liegen, kämpft sich der Mann
auf dem Unimog bereits das erste Mal durch Schnee und Eis.
Besonders konzentriert wirkt er in schmaleren, häufig voll
geparkten Straßen, wenn er vor seinem 7,5-Tonnen-Fahrzeug noch ein Schiebeschild von 2,90 m Breite hat und die
Fahrbahn gerade einmal 5 m breit ist. Da grüßt der sonst
so freundliche Mann keinen Passanten mehr! S‘Bläddla wollte
von Klaus Seyffert wissen, was hinter den Kulissen passiert.
Er ist als Leiter des Bauhofes verantwortlich für den Winterdienst.
Hier erfahren wir, dass der Winterdienst innerhalb der Gemeinde in der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der
Gehbahnen im Winter organisiert ist und damit die Grundstückseigentümer bei Nicht-Räumung ihrer angrenzenden
Gehwege generell haftbar gemacht werden können. Die
Räumpflicht für die Gemeindestraßen dagegen richtet sich
nach der Einteilung der Straßen in unterschiedliche Kategorien. Auf dem Gebiet der Marktgemeinde Heroldsberg zählen
alle Straßen höchstens zur 3. Kategorie und sind damit Straßen, deren Befahrbarkeit gewährleistet sein muss, und zwar
„notfalls auch mit Schneeketten“, wie es im Straßenverkehrsgesetz eindeutig formuliert ist.
Laut Gesetz bräuchte Heroldsberg also gar keinen Winterdienst, dennoch stellt die Marktgemeinde jährlich Personal,
Fahrzeuge und Streumittel bereit, um den Bürgern das Gehen und Fahren in Schnee und Eis so gut es geht zu vereinfachen. Dazu erstellt Klaus Seyffert bereits im August einen
Winterdienstplan, wer von den 8 Bauhofmännern wann Bereitschaft hat und damit schon ab 4.00 Uhr in der Früh im
Dienst sein muss. Der Winterdienstplan tritt ab einer Schneehöhe von 1 cm in Kraft. Auf Basis des Gemeinderatsbeschlusses vom 3.12.2002 ist für alle Straßen der Ortschaften
Heroldsberg, Groß- und Kleingeschaidt aufgelistet, wann in
welcher Reihenfolge wie geräumt bzw. gestreut werden
muss. Diese Aufstellung wird jährlich aktualisiert. Die Gemeinde Heroldsberg ist sowohl an den Wetterinformationsdienst
der Bayerischen Versicherungskammer angeschlossen als
auch an die Landkreisalarmierung ERH und wird mindestens
zwei Stunden „vor Eintritt des Ereignisses“ per SMS alarmiert.
Der allererste, der sich frühmorgens um Heroldsbergs Straßen kümmert, ist Hans Adelmann aus Kleingeschaidt, ohne
dessen Einsatz die Männer vom Bauhof ihr hehres Ziel nicht
erreichen würden. Ab 4.00 Uhr morgens wird er dabei vom
Unimog der Marktgemeinde unterstützt, ab 5.00 Uhr vom
Schanzlin in den kleineren Gässchen und ab 7.00 Uhr vom
Fußtrupp. Bis dahin sind die wichtigsten Straßen, die sogenannte „Rote Strecke“, geräumt und gestreut.
In Heroldsberg wird auf den Straßen ausschließlich Salz gestreut, und zwar reines NaCl, wie Klaus Seyffert betont: „Das
ist wie das Speisesalz, das man auch zum Kochen verwenden
könnte.“ In einem Winter braucht er davon durchschnittlich
80 - 100 Tonnen. Nach einer internationalen Studie (COST
2004) ist das Streuen von Salz immer noch am effektivsten,
wenn man bedenkt, dass Sand und Splitt im Frühjahr mit
der Kehrmaschine wieder aufgesammelt und als Sondermüll
zu 500 Euro je Tonne entsorgt werden müssen. Seit 2008
hat die Marktgemeinde einen Feuchtsalzstreuer im Einsatz,
der vor allem bei Minustemperaturen dem Salz schon beim
Ausstreuen in Form von Wasser den notwendigen Anteil an
Feuchtigkeit zusetzt, damit es überhaupt wirken kann. Trockenes Salz bleibt ohne WIrkung auf der Straße liegen und
wird schnell vom Winde verweht. Der Feuchtsalzstreuer erlaubt eine genaue Dosierung in Abhängigkeit von Temperatur, Schneedicke und Straßenbelag und zeichnet genau auf,
wann und wo wieviel Salz ausgebracht wurde. Damit erhält
die Marktgemeinde gerichtsverwertbare Daten, mit denen
sie im Falle eines Unfalls die Erfüllung ihrer Räumpflicht nachweisen kann.
In Heroldsberg gibt es keine größeren Beschwerden über die
Arbeit des Winterdienstes. Das führt Klaus Seyffert nicht nur
auf die zahmen Winter der vergangenen Jahre zurück. In seinen Augen liegt dies vor allem an einer guten, langfristigen
Vorbereitung, an dem Bereitschaftssystem in Ergänzung
der erforderlichen Wetterinformationen und vor allem an
einer guten Mannschaft, die zusammenhält und áuch einmal einspringt, um einem Kollegen nach harten Schichten
mit Dauerschneefall eine Zusatzpause zu gönnen. An dieser
Stelle möchte sich der Leiter des Bauhofs im Namen seines
Teams bei der Gemeindeverwaltung dafür bedanken, dass diese seinem Trupp mit der Bereitstellung von guter Kleidung,
Schuhen und Arbeitsmaterial zu jeder Jahreszeit eine effektive Arbeit ermöglicht.
Fragen an
Dr. Bettina Keller
Heimatpflegerin in Landkreis ERH - Ost
Frage 1: Wenn man einen Namen oder
ein Wort hört, verbindet man spontan ein
Bild mit diesem Namen. Welches Bild fällt Ihnen zuerst
ein, wenn Sie “Heroldsberg” hören?
Antwort: Die vier Geuder-Schlösser.
Frage 2: Sie wohnen ja nicht in Heroldsberg, aber könnten
Sie sich Heroldsberg als Ihren Wohnort vorstellen?
Antwort: Auf jeden Fall.
Frage 3: Was gefällt Ihnen an Heroldsberg?
Antwort: Ich mag die Überschaubarkeit des Ortes: Alles,
was man braucht, findet man nahe beieinander.
Frage 4: Und was gefällt Ihnen gar nicht?
Antwort: Dazu fällt mir nichts ein. Ich habe in Heroldsberg
noch nie negative Erfahrungen gemacht.
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Seele and Geist
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