close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Lust auf was Neues? Erfolgreiche Trainer verraten - Berni Zambail

EinbettenHerunterladen
Training + Psychologie
Training + Psychologie
ZUM SAMMELN: DIE BESTEN ÜBUNGEN DER PROFIS
Lieblingslektion
Lust auf was Neues? Erfolgreiche Trainer verraten in CAVALLO ihre Rezepte für
mehr Reitspaß. Parelli-Trainer Berni Zambail schwört beim Muskelaufbau auf
die Parelli Hügel-Therapie. Nach sechs Wochen ist Ihr Pferd in Top-Form.
TEXT Alena Brandt ILLUSTRATION Raoul Schuschkleb
D
ie Parelli Hügel-Therapie
ist eine einfache Methode, um einem Pferd in
sechs Wochen zu deutlich mehr
Muskeln zu verhelfen. Dafür
wird nach einem festen Zeitplan
an einem Hügel oder über kleine Sprünge longiert. Das trainiert die Balance, gibt Kraft und
aktiviert die Hinterhand. Am
Hügel lernt das Pferd, seinen
ganzen Körper effektiv zu bewegen und nicht bloß auf der Vorhand zu laufen.
Vom Ziehen
zum Schieben
Foto: Rädlein
Der Wechsel zwischen bergauf
und bergab regt Pferde in allen
Gangarten an, mit der Hinterhand weiter unter den Schwerpunkt zu treten. Viele Pferde
versuchen am Berg zunächst,
sich mit der Vorhand hochzuziehen. Mit der Zeit lernen sie
aber, mit der Hinterhand zu
schieben. Sie sortieren ihre Beine und finden in die Balance.
Dieses Bewegungsmuster prägt
sich bei regelmäßigem Training
dauerhaft ein.
Die richtige
Ausrüstung
Für das Training benötigen Sie
lediglich ein Halfter und eine
sieben Meter lange Longe oder
Bodenarbeitsseil (C). Verzichten
Sie auf Sattel, Longiergurt, Pad
oder gar Hilfszügel. Diese verhindern, dass das Pferd sich frei
bewegen und ausbalancieren
kann. Suchen Sie sich einen
Platz oder eine Wiese mit leichtem Gefälle. Zehn Grad Steigung sind optimal (A). Steht
keine geeignete Fläche zur Verfügung, können Sie das Training
auch auf Reitplatz oder Halle
verlegen. Für den Hügel-Effekt
„Kleine Hügel bringen
große Fortschritte für
Kraft und Bewegung“
Berni Zambail ist Fünf Sterne Parelli Master
Instruktor aus Hallau in der Schweiz.
48
August . 2011 | www.cavallo.de
longieren Sie einfach über zwei
kleine, etwa 50 Zentimeter hohe
Sprünge, die sich auf der Zirkellinie gegenüberliegen (B).
Mehr Muskeln
in sechs Wochen
Beginnen Sie stets auf der Hand,
die Ihrem Pferd leichter fällt.
Das Grundschema:
• Fünf Minuten auf einer Hand
longieren.
• Zwei Minuten Pause
• Fünf Minuten in die andere
Richtung longieren.
Die Gangart:
• Bei guter Kondition trainieren
Sie in der ersten und zweiten
Woche im Trab, ab der dritten
Woche im Trab und Galopp.
• Bei schlechter Kondition üben
Sie die erste Woche im Schritt.
In der zweiten und dritten
Woche darf das Pferd traben;
ab der vierten Woche kann
Galopp dazu kommen.
Erste Woche:
• Tägliches Training nach dem
Grundschema.
Zweite Woche:
• Drei Mal pro Woche Training
nach dem Grundschema.
Dritte bis sechste Woche:
• Zwei Mal pro Woche Training
nach dem Grundschema.
Ist das Pferd fit genug, können
Sie ab der dritten Woche bis zu
zehn Minuten pro Hand longieren. Dann sollte Ihr Pferd jeweils die ersten fünf Minuten
traben, die zweite Hälfte kann es
galoppieren.
C
Die gewonnene
Kraft erhalten
Nach sechs Wochen ist das Training beendet. So lange braucht
das Pferd, um sich an das neue
Bewegungsmuster gewöhnen zu
können. Der Körper sollte nun
von Kruppe, über Rücken und
Hals muskulöser sein. Dadurch
verändert das Pferd seine Haltung. Im Idealfall wölbt es den
Rücken auf, senkt den Kopf und
dehnt sich. Diese Haltung erhält
das Pferd gesund.
Nun hat das Pferd eine gute
Basis, und Sie können wieder
mit dem normalen Training
fortfahren. Nach Bedarf lassen
sich einzelne Abschnitte aus der
Hügel-Therapie auch in die tägliche Arbeit einbauen – zum
Beispiel das Programm aus den
Wochen drei bis sechs.
Berichten Sie uns von Ihren
Lieblingslektionen im Forum:
www.cavallo.de/lektionen
B
A
10°
A Für die Hügel-Therapie ist
ein leichter Hang optimal.
10 Grad Steigung sind gut für
Schritt, Trab und Galopp.
15 bis 20 Grad Steigung gehen
noch für Schritt und Trab.
Bei mehr als 20 Grad Steigung
15° - 20°
35°
ist immer Schritt geboten.
Achtung: Stellen Sie sicher,
dass der Boden keine Löcher
hat und rutschfest ist.
B Wenn Sie keinen Hügel
haben, können Sie das Pferd
auch über zwei kleine Sprünge
longieren. Dafür eignen sich
Cavaletti, Fässer oder Baumstämme. Die Höhe sollte
ungefähr einen halben Meter
betragen, nicht mehr. Stellen
Sie die Sprünge gegenüberliegend auf der Zirkellinie auf.
C Der Longenführer steht in
der Mitte des Zirkels oder des
Hangs. Er sollte eine Uhr
tragen. So kann er die Zeiten
für Richtungswechsel und
Pausen einhalten. Diese legt
der Zeitplan genau fest.
www.cavallo.de | August . 2011
49
Document
Kategorie
Sport
Seitenansichten
2
Dateigröße
279 KB
Tags
1/--Seiten
melden