close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

#1 Erectile Dysfunction (Sildenafil), Kamagra Oil Jellies

EinbettenHerunterladen
SEPTEMBER / OKTOBER 2014
73
Neues Denken für M edizin und Kl in ikallt ag
IMPULSE AUS DER ORTHOPÄDIE UND DEM BERUFLICHEN UMFELD – FÜR ÄRZTE, FACH- UND FÜHRUNGSKRÄFTE
Im Interview, PD Dr. med. Matthias A. Zumstein
„Materialkombinationen
könnten in Zukunft einen
Vorteil einnehmen“
Blickpunkt Wissenschaft
Ligamys® – Die Technik der
dynamischen Stabilisierung des Kniegelenks
Aus dem Umfeld
Die Zukunft der
Arbeit – und wie
wir sie meistern
2
INTER
VIEW
„Materialkombinationen
könnten in Zukunft eine
In der Schulterendoprothetik geht der Trend weg von langen zementierten Prothesenschäften hin zu zementfreien, metaphysär verankerten humeralen Implantaten.
Die zementfreie Kurzschaft-Prothese bietet die Vorteile einer knochensparenden
Implantation mit einer unkomplizierten Wechseloption.
PD Dr. med. Matthias A. Zumstein
leitet das Team „Schulter, Ellbogen &
Sport” an der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am Inselspital in Bern. In den 90er
Jahren war der heute 41-Jährige ein erfolgreicher Profi-Handballer, der mit der
Schweizer Nationalmannschaft an den
olympischen Spielen in Atlanta teilnahm.
Die bei dieser Sportart häufig auftretenden Schulterverletzungen gehören zu
seinen Forschungsschwerpunkten. Für
seine MRT-Untersuchungen an Schultern
von Handballprofis wurde er von der
Schweizerischen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie ausgezeichnet.
Von der Amerikanischen Gesellschaft für
Schulter- und Ellbogenchirurgie erhielt
er den Charles S. Neer Award in der
Grundlagenforschung.
matthias.zumstein@insel.ch
Herr Dr. Zumstein, die metaphysär verankerten Kurzschaft-Prothesen werden in
einigen Kliniken in bereits über 90 % aller
Fälle mit primärer Omarthrose eingesetzt.
Wie stehen Sie diesem Trend gegenüber?
Auch bei mir in der Klinik stellt die Affinis
Short bei der primären Omarthrose mit gutem
Knochen das Implantat der Wahl dar. Da ich
jedoch auch häufig mit Revisionsfällen respektive mit Frakturfolgen konfrontiert bin, ist
für mich in der posttraumatischen Situation
dennoch die anatomische Affinis Standard ein
häufig verwendetes Produkt.
Sie hatten einmal gesagt, dass die Affinis
Short das beste Design von allen metaphysär verankerten Kurzschäften habe.
Was hat Sie zu dieser Aussage bewegt?
Ich denke, dass die Kombination von einem
hochwertigen Keramikkopf mit einer metaphysär verankerten Kurzschaft-Prothese mit
direkter Kraftübertragung eine ideale Option
darstellt. Alternative Systeme bieten eine
Kraftübertragung der Grundplatte auf einen
kortikalen Rand oder aber einen langen zentralen Zapfen, welcher potentiell bis auf die
Gegenkortikalis reicht. Dies könnte biomechanisch begründet für die dort beobachteten
Lysen im laterosuperioren Tuberculum majus
verantwortlich sein.
„Auch bei mir in der Klinik stellt
die Affinis Short bei der primären
Omarthrose mit gutem Knochen
das Implantat der Wahl dar.“
Aus tribologischer Sicht bietet die Affinis
Short zudem die Möglichkeit der Kombination von Keramik mit einem hochwertigen
hochvernetzten, mit Vitamin E angereicherten Polyethylen, was ein bis zu fünfmal
besseres Abriebverhalten gegenüber einer
Standard-Polyethylen-Metallkopf-Kombination
darstellt.
NUTZ
BAR
en Vorteil einnehmen“
Wenn Sie einen Blick in die Zukunft wagen:
Wo sehen Sie die nächsten bedeutenden
Schritte in der Schulter-Endoprothetik –
eher im Bereich der Materialien oder beim
Design?
Es wird ganz klar die komplette Modularität
von anatomischen zu inversen Prothesen und
zurück notwendig sein. Schon jetzt prüft die
FDA, ob Prothesensysteme nicht mehr bewilligt werden sollen, welche keine komplette
Modularität erlauben. Zudem denke ich, dass
neue Materialkombinationen (z.B. Vitamin E
appliziertes hochvernetztes Polyethylen mit
hochwertiger Keramik) in Zukunft einen entscheidenden Vorteil in der Prothetik einnehmen könnten.
Patienten für Schulter-Endoprothesen
werden immer jünger, die Indikationen
weiten sich stetig aus, die Anforderungen
an Implantate steigen. Die Überlebensraten in der Schulter müssen sich denjenigen
von Hüftprothesen annähern. Wie weit
beeinflussen jedoch Pseudotumore und
allergene Substanzen in den Implantaten
Ihren Entscheid für eine Endoprothese?
Wissenschaftlich gesehen ist das allergische
Thema weder bewiesen noch vom Tisch. Ich
denke diesbezüglich braucht es – wie überall
– ehrliche, qualitativ hochstehende Arbeiten,
welche dieses Problem adressieren. Aus den
Erfahrungen der Hüftprothetik denke ich, dass
Metall-Metall-Paarungen nicht mehr verwendet werden sollten.
Welches werden künftig für Sie die wichtigsten Faktoren bei der Wahl des Prothesensystems sein?
Grundsätzlich gibt es für mich drei entscheidende Faktoren, um ein Prothesensystem zu
verwenden: Erstens ehrlich erfasste, vergleichbare mittel- bis langfristige Resultate hinsichtlich
des Prothesenüberlebens der Komponenten
sowie hochwertige Materialien mit optimalen
tribologischen Eigenschaften. Zweitens ein
handliches, qualitativ hochstehendes und
durchdachtes Prothesen-Instrumentarium,
welches mir einen möglichst effizienten und
genauen Einbau des Produktes erlaubt. Und
drittens eine qualitativ hochstehende Community, in welcher die wissenschaftlich erfassten
Daten analysiert, die Problemfälle diskutiert
und in Zusammenarbeit mit dem Hersteller die
Produkte stetig verbessert werden.
Arthroskopische Eingriffe sind auf dem
Vormarsch. Können Sie sich vorstellen,
dass künftig auch endoprothetische Versorgungen arthroskopisch möglich sind?
3
Neue Techniken
und bildgebende
Verfahren
Die Bildgebung spielt in der endoprothetischen Versorgung eine wichtige
Rolle – von der präoperativen Planung
bis zur Routinekontrolle. In ihrem Buch
kombinieren die Herausgeber, Prof. Carlina V. Albanese, Rom, und Prof. Carlo
Falletti, Turin, die radiologische mit der
klinischen Perspektive.
Fakt ist, dass ein perfektes Positionieren der
Prothesenkomponenten für das mittel- und
langfristige Überleben der Prothese von zentraler Bedeutung ist. Demzufolge denke ich
nicht, dass mit aktuellen arthroskopischen
Technologien dies reproduzierbar bewerkstelligt werden kann.
„Fakt ist, dass ein perfektes Positionieren der Prothesenkomponenten
für das mittel- und langfristige Überleben der Prothese von zentraler
Bedeutung ist.“
Die Gesundheitssysteme geraten weltweit immer mehr unter Druck, wobei
auch die Kosten immer wieder eine Rolle
spielen. In welchem Produkt oder in welcher Produktidee sehen Sie Chancen und
Möglichkeiten für eine Zukunft, in der
medizinische Versorgung immer stärker
mit Preisen in Konkurrenz steht?
Es stellt sich vielmehr die Gegenfrage, welcher
Patient sich ein zweitklassiges Produkt einbauen
lassen möchte. Die Firmen sind und werden
viel mehr unter Druck geraten, exzellente Produkte mit hervorragenden Instrumentarien
anzubieten, um eine möglichst effiziente Implantation zu ermöglichen. Ich hoffe nicht,
dass wir zu dem Punkt gelangen werden, wo
uns nicht sachkundige Bürokraten vorschreiben
werden, welche Produkte wir wann zu verwenden haben.
Herr Dr. Zumstein, vielen Dank für das
Gespräch.
Die Aufteilung des Buches in vier Abschnitte trägt den unterschiedlichen
Forschungsgebieten und klinischen Disziplinen, die zur Endoprothetik beitragen, Rechnung. Der erste Teil enthält
eine Einführung in den Mechanismus
der Osseointegration. Der zweite Abschnitt stellt die wichtigsten bildgebenden Verfahren. Der dritte Abschnitt
fasst die chirurgischen Techniken bei
der Arthroplastik von Fuss und Sprunggelenk, Hüfte und Knie, Schulter und
Ellbogen zusammen. Abschnitt 4 widmet sich der medikamentösen Therapie
zur Verbesserung der Knochenqualität
sowie rehabilitativen Massnahmen.
Anhand von 130 Illustrationen und Fotos erhalten Sie einen umfassenden
Einblick zum aktuellen Stand auf dem
Gebiet des Gelenkersatzes.
Das Buch ist auch als E-Book erhältlich.
Mehr Infos und eine Vorschau finden Sie
unter www.springer.com.
C.V. Albanese, C. Faletti (Hrsg.)
Imaging of Prosthetic Joints – A Combined
Radiological and Clinical Perspective; Hardcover
220 Seiten, Springer Verlag 2014
EUR 139,09 (D) | EUR 142,99 (A) | CHF 173.50
4
BLICKPUNKT
WISSENSCHAFT
Ligamys® – Die Technik der dynamisch
Stabilisierung des Kniegelenks
Ligamys ist ein neuartiges Implantat zur operativen Behandlung von akuten Rissen des vorderen
Kreuzbandes (VKB). Das Ligamys Implantat schafft durch eine dynamische Stabilisierung des
Kniegelenks optimale Bedingungen für eine biologische Selbstheilung des VKB. Dabei zieht ein
speziell entwickeltes Federsystem die Tibia kontinuierlich in eine hintere Schublade und
verhindert somit eine Distraktion der heilenden Kreuzbandstümpfe.
Übersicht und Operationstechnik
Um die Selbstheilung des VKB zu ermöglichen,
wurde ein spezielles Federsystem entwickelt.
Dieses besteht aus zwei Hauptkomponenten:
einer Hülse mit integrierter Spiralfeder und einem hochfesten Polyethylen-Faden, verankert
an einem Titan-Button (siehe Abb. 1).
Der Polyethylen-Faden wird femoral anatomisch
im Footprint des VKB platziert und kommt tibialseitig bewusst hinter dem Kreuzbandstumpf zu
liegen. Diese extra-anatomische Platzierung ist
wichtig, um die Blutversorgung des tibialen
Kreuzbandstumpfes nicht zu gefährden (siehe
Abb. 2).
Mittels drei feinen Schlingen aus einem resorbierbaren Nahtmaterial wird der tibiale Stumpf
reponiert, in seiner anatomisch korrekten Lage
gehalten und dem femoralen Stumpf angenähert.
Als Konsequenz dieser extra-anatomischen
Positionierung resultiert ein hohes Anforderungsprofil an das Federsystem. Dieses muss
die Kontinuität des verheilenden Kreuzband-
gewebes während der Rehabilitationsphase
gewährleisten, unmittelbar auf Krafteinwirkungen reagieren und auch nach dynamischer
Belastung nicht nachgeben.
Federsystem
Die Spiralfeder wird aus einer bewährten
hochfesten Legierung gefertigt. Sie liegt in
einer Hülse, ist seitlich frei beweglich und wird
einzig an ihren Enden geführt. Dieses Design
ist wichtig, um eine minimale Reibung im
System zu garantieren, denn Reibung führt
unweigerlich zu einer Latenz im Ansprechverhalten. Die Federexkursion ist auf einen klar
definierten Wert limitiert, um zu verhindern,
dass die Feder „auf Block“ geht und unter
zyklischer Belastung überbeansprucht wird.
Der Polyethylen-Faden besteht aus über
1 000 Filamenten, welche in einem spezifischen Muster miteinander verflochten sind.
Durch die Wahl ultra-hochfester Fasern konnte
eine Reissfestigkeit von über 2 000 Newton bei
einem gleichzeitig schlanken Durchmesser von
unter 2 mm erreicht werden. Zum Vergleich:
Würde ein Ligamys-Faden mit den identischen
geometrischen Abmessungen aus Stahl hergestellt, so wäre dieser 5 –10-mal weniger reissfest als der aktuelle Implantatfaden. Durch die
Wahl der Federlegierung sowie durch gezielte
Optimierung einzelner Flechtparameter konnte
das Federdesign so gewählt werden, dass ein
hoch-resilientes System ohne Verzögerung
und ohne nennenswerte plastische Deformation resultiert.1
Klemm-Mechanismus – die Verbindung
zwischen Faden und Spiralfeder
Um die Haltekraft des Fadens auf die Spiralfeder zu übertragen, wurde ein spezieller
Klemm-Mechanismus entwickelt. Dieser Mechanismus hält den Faden reproduzierbar mit
einer Kraft im Bereich heutiger Interferenzschrauben, ohne dabei Polyethylen-Fasern zu
verletzen. Ein speziell entwickelter Schlupfmechanismus gewährleistet eine sukzessive
Übertragung der Zugkraft auf die heilende
Kreuzbandstruktur und verhindert somit ein
„Stress Shielding“ derselben.
Spätestens nach sechs Monaten übernimmt
das körpereigene Kreuzband wieder die volle
Zugbelastung und die temporäre Stabilisierung
mittels Ligamys Implantat hat ihre Aufgabe
erfüllt und die Wirkung verloren.
Bisher wurden über 1 000 Patienten mit
einem Ligamys Implantat behandelt, mit bisher
vielversprechenden klinischen Resultaten. 2, 3
Langzeitergebnisse werden zeigen, ob die
Kniestabilität auch über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden kann.
Titan-Button
Polyethylen-Faden
Hülse mit integrierter
Spiralfeder
Abb. 1 Übersicht Implantat-Komponenten
Abb. 2 Blutversorgung VKB4
PRODUKT
IM FOKUS
hen
Early Results:
Auszug Präsentation
ESSKA 2014
Henle P., Kohl S., Eggli S. Early results after dynamic
intraligamentary stabilisation in acute ACL injuries.
Presentation FP05-1769, ESSK A Congress 2014,
Amsterdam
seleXys® PC
5
Modulare zementfreie
Pressfit Pfanne
Die Mehrzahl prothetischer Rekonstruktionen des Acetabulums wird heute mit
Pressfit Pfannen durchgeführt. Mathys hat seine erste Generation
von Porous Coated Pressfit-Pfannen vor mehr als zehn Jahren erstimplantiert.
2005 folgte die zweite Generation – das seleXys PC Pfannensystem.
Das Design der seleXys PC (Porous Coated)
In dieser fortlaufenden Fallserie wurden 100 Patienten mit Ligamys versorgt und in die Studie
eingeschlossen. Einschlusskriterien waren akute
Ruptur des vorderen Kreuzbandes (< 21 Tage
zwischen Verletzung und Operation) und eine
sagittale Instabilität (> 3 mm Differenz in a-p
Translation verglichen mit der unverletzten kontralateralen Seite). Eingeschlossen wurden 59 männliche und 41 weibliche Patienten mit einem
durchschnittlichen Alter von 33,4 Jahren (14 – 65
Jahre). Zwei Drittel der Fälle erlitten die Verletzung beim Skifahren oder Fussballspielen. In 48
Fällen wurde zusätzlich eine Meniskusverletzung
versorgt.
Knöcherne Fixation
Die Primärfixation der Pfanne wird durch einen Pressfit zwischen Implantat und
Implantatbett erreicht, bei dem die Pfanne gegenüber dem knöchernen Lager
überdimensioniert ist. Durch das äquatoriale Übermass und einen leicht abgeflachten Polbereich kann die Pfanne ohne ein frühzeitiges Aufsitzen des Implantats im Grund des Acetabulums stabil im Becken verankert werden.
Die seleXys Pfanne ist mit Schraubenlöchern versehen, die im Auslieferzustand
verschlossen sind. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, die Pfanne zusätzlich mit
Schrauben zu fixieren.
Die Oberfläche besteht aus gesinterten Reintitankugeln mit einer Porosität von
ca. 40 %. Damit bietet das Implantat dem Knochen eine poröse Struktur für die
Osseointegration, die die Basis für eine langzeitstabile Sekundärverankerung ist.
Sämtliche Operationen wurden zwischen 02/2011
und 09/2012 durchgeführt. Alle Patienten wurden
nach 3 und 6 Wochen sowie nach 3, 6 und 12 Monaten nachuntersucht. Innerhalb des ersten Jahres
trat 1 Reruptur auf, welche mit einer ACL Rekonstruktion (BTB Autograft) versorgt werden konnte.
Reduktion des Abriebs mit Inlays
aus ceramys und vitamys
Die seleXys Schalen lassen sich mit Einsätzen aus dem
hochvernetzten und mit Vitamin E stabilisierten
Polyethylen vitamys sowie Inlays aus der nanokristallinen Dispersionskeramik ceramys kombinieren.
In Hüftsimulatortests über 5 Mio. Zyklen weisen
ceramys und vitamys sehr geringe Verschleissraten
auf.1 Zusätzlich stehen UHMWPE Einsätze (standard
und überhöht) zur Verfügung.
Nach einem Jahr wies der durchschnittliche Tegner
Score 4,8 Punkte auf (verglichen mit 5,1 prä-operativ). IKDC zeigte einen Durchschnitt von 92 (98).
Die Lysholm Score betrug 95 Punkte (99). Die Patientenzufriedenheit lag bei 8,9, gemessen an einer
VAS Skala von 0 – 10. Die AP-Translation betrug
6,8 mm (verglichen mit 9,5 mm prä-operativ).
Quellen
1
RMS Laborbericht Dynamischer Test 10 /2013:
Weniger als 0.5 mm plastische Deformation im Gesamtsystem bei Simulation einer Rehabilitationszeit
von 6 Monaten.
2
Eggli S, et al. Dynamic intraligamentary stabilization: novel technique for preserving the ruptured ACL. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc.
2014:1–7.
3
Henle Ph, et al. Early results after dynamic intraligamentary stabilisation in acute ACL injuries. Abstract
for 16th ESSKA Congress May 14 –17, 2014 Amsterdam / The Netherlands
4
Toy BJ, et al. Arterial supply to the human anterior
cruciate ligament. J Athl Train. 1995; 30(2):149–
152. Reprinted with permission.
Klinische Evidenz 2
Die klinischen Daten weisen die gute Leistungsfähigkeit der seleXys PC Pfanne nach.
In den Ende Februar 2014 erhaltenen Daten aus dem England and Wales Registry
sind insgesamt 319 seleXys PC Pfannen-Versorgungen dokumentiert. Das Durchschnittsalter der Patienten zum Zeitpunkt des Eingriffs betrug 65,4 Jahre, 54,9 %
(n = 175) waren Frauen und 45,1 % (n = 144) waren Männer. Die verwendete Paarung war in 128 Fällen Keramik-Keramik (CoC), in 84 Fällen Metall-Metall (MoM)
und in 104 Fällen entweder Metall oder Keramik auf Polyethylen (in 3 Fällen fehlen
die Angaben). 9 Fälle (2,8 %) wurden aus unterschiedlichen Gründen revidiert. Die
Überlebensrate nach 7,0 Jahren betrug, unabhängig vom Revisionsgrund (Pfanne
oder Schaft), 95,3 %. Wird lediglich die aseptische Lockerung der Pfanne als Endpunkt betrachtet, liegt die Überlebensrate nach 7,0 Jahren bei 100 %.
Daten vorhanden, Mathys AG Bettlach, Schweiz
Wir danken den Patientinnen und Patienten sowie dem Personal der Krankenhäuser in England,
Wales und Nordirland für ihren Beitrag zur Datensammlung des National Joint Registry (NJR).
Ferner danken wir der HQIP (Healthcare Quality Improvement Partnership), dem NJR Steering Committee und dem Personal des NJR-Zentrums dafür, dass sie diese Arbeit ermöglicht haben. Die in
diesem Bericht geäusserten Ansichten spiegeln die Meinung von Mathys AG Bettlach und stimmen
nicht unbedingt mit den Ansichten des NJR Steering Committee oder der HQIP überein, die nicht
für die Darstellung dieser Informationen verantwortlich zeichnen.
1
2
6
AUS DEM
UMFELD
Die Zukunft der Arbeit –
und wie wir sie meistern
Digitale Informationsflut, ständige Erreichbarkeit, permanenter Erfolgsdruck.
Die Arbeitsbedingungen für Führungskräfte und Mitarbeiter in Klinken werden härter.
Sind Sie reif für die INSEL?
Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren
grundlegend verändert – und das in einem
rasanten Tempo. Wir erleben derzeit einen
Stress, der in dieser Form noch nie dagewesen ist: die sogenannte Informationsflut. Das
behauptet zumindest der britische Psychologe
und Erfinder der Mind-Map-Methode Tony
Buzan.1 Bis zu 40 Prozent der Manager leiden
unter ADT (Attention Deficit Trait), verursacht
durch permanentes Multitasking und Reizüberflutung. 2 Die immense Verdichtung von
Information und Kommunikation stellt Kliniken und deren Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Es reicht nicht mehr aus, mithilfe
von Krankenhaus-Informationssystemen oder
Health Information Managern das Wissen zu
managen. Eine neue Balance zwischen Technologie und menschlichem Verstand muss
gefunden und der Einsatz des Hirns entsprechend den Anforderungen organisiert werden.
Die wichtigste Ressource des 21. Jahrhunderts
ist der Geist.
Der Psychologe und Coach Markus Väth zeigt
in seinem Buch „Cool down – Die Zukunft der
Arbeit und wie wir sie meistern“, wie sich Führungskräfte Mithilfe des sog. INSEL-Modells
den neuen Anforderungen stellen können.1 In
den Faktoren Information, Netzwerk, Selbstmanagement, Ethik und Leadership drücken
sich nach Ansicht des Autors die Kernfunktionen moderner Arbeitsweisen aus. Der optimale Umgang mit diesen Faktoren kann helfen,
zukünftig die eigenen Ressourcen gezielt und
optimal zu nutzen:
Information: Lernen Sie den Blick für
das Wesentliche
Die richtigen Informationen aus der Flut der
täglichen Nachrichten – ob E-Mail, Telefonate
oder Meetings – herauszufiltern, ist die Goldsuche der Zukunft. Halten Sie sich die „Kernbaustellen“ Ihrer Klinik immer vor Augen und
kümmern sich nur um die Fakten, die dazu
passen. So kann Ihnen ein gutes Controlling- und Berichtsystem
zu Bettendispositionen
und Ambulanzplanung
wichtige Hinweise auf
Verbesserungen geben.
Schon heute sind viele
Prozesse durchdrungen
von Informations- und
Kommunikationstechnologien, die helfen,
Abläufe zu beschleunigen und zu verdichten
sowie Wissen zu intensivieren. Zum Beispiel
kann eine Chatgruppe
von Klinikärz ten und
Zuweisern das Knowhow vieler Experten bei komplizierten Fällen
zusammenzubringen.
Netzwerk: Gehen Sie offen und
professionell mit Ihren Mitmenschen um
Die Karriere von morgen beruht auf einem
guten Netzwerk. Die Fähigkeiten, mit unterschiedlichen Charakteren zusammenzuarbeiten und Beziehungen aufzubauen, sind dabei
essentiell. Lassen Sie andere von Ihren Netzwerken profitieren. Bilden Sie zum Beispiel
Projektteams aus nicht gleichaltrigen Mitarbeitern. Die Jüngeren kennen neue Techniken
und Methoden, die Älteren sind im Umgang
mit Notsituationen und Patienten erfahrener.
Weiterführende
Literatur
Rahner S: Architekten der Arbeit:
Positionen, Entwürfe, Kontroversen.
edition Körber-Stiftung, 2014
Wessels D: Zukunft der Wissensund Projektarbeit: Neue Organisationsformen in vernetzten Welten.
Symposion Publishing, 2014
Väth M: Cooldown. Die Zukunft
der Arbeit und wie wir sie meistern.
GABAL Verlag, 2013
Beide Seiten lernen voneinander. Entdecken Sie
die Stärken und Talente Ihrer Angestellten und
entwickeln Sie sie in Organisationssystemen
weiter. Beispielsweise kann ein Anästhesist, der
sich auf Medikamenten-Unverträglichkeiten
spezialisiert hat, bei Patienten mit dieser Symptomatik abteilungs- und klinikübergreifend eingesetzt werden.
Selbstmanagement: Übernehmen Sie
Verantwortung für Zeit und Aufgaben
Arbeit muss immer mehr koordiniert und
abgestimmt werden. Nach einer Studie des
Fraunhofer Instituts verlieren Arbeitnehmer in
der Life Science-Branche bis zu zwei Arbeitstage pro Woche durch E-Mails und Meetings.3
Laut McKinsey werden 28 Prozent der Arbeitszeit darauf verwandt, E-Mails zu lesen und
zu beantworten.4 Bei Terminen gilt: Aus den
Augen, aus dem Sinn. Deshalb tragen Sie alles
in Ihren Kalender ein: OP-Zeiten, Besprechungen, E-Mail-Organisation, aber auch Pausen
oder ein Event mit der Familie. So planen Sie
Ihre Zeit realistischer, zuverlässiger und vermeiden Stress. Viele Menschen nehmen sich
zu viel vor. Hilfreich ist hier die „+1“-Methode:
Identifizieren Sie einen Punkt, den Sie verändern wollen, z. B. mehr Zeit für OP-Planungen,
und gehen Sie nur diesen an. Erst wenn es
Ihnen gelungen ist, widmen Sie sich der nächsten Aufgabe.
IHR
ABRUFSTÜCK
Attention Deficit Trait
(ADT) – so beugen Sie vor
Gleichzeitig an einer Publikation schreiben, E-Mails beantworten
und telefonieren ist für viele Klinikalltag. Doch permanentes Multitasking verursacht Stress. Die Leistung lässt kontinuierlich nach
und die Aufmerksamkeit schwächelt. ADT-Befallene haben Konzentrationsprobleme und eine geringe Frustrationstoleranz.
Hier die wichtigsten Erste-Hilfe-Tipps:
Fixe Surfzeiten und ein Surfzeit-Budget einrichten
Selbst so wenig Mails und Kurznachrichten wie möglich
versenden
Täglich den digitalen Posteingang leeren
Kostenlose Monitoring-Programme einsetzen
(z. B. www.rescuetime.com), um in Erfahrung zu bringen, wie
viel Zeit man in Mails, Web und Office-Programme investiert
Verbindliche Regeln für die Klinik aufstellen, z. B. dass E-Mails
generell nur zweimal am Tag abgerufen werden müssen
Maximale Zeitspanne festlegen, innerhalb der reagiert
werden muss
Ethik: Erkennen und folgen Sie Ihrem
moralischen Kompass
Fragen Sie sich, welche Motive und Grundwerte Sie persönlich antreiben. Was motiviert
Sie und was sind Ihre inneren Überzeugungen? Nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie
mit einer Person, der Sie vertrauen, über die
Werte in Ihrem Leben. Welche empfinden Sie
als nicht verhandelbar und welche bedeuten
Ihnen weniger? Filtern Sie Ihre fünf Kernwerte heraus, z. B. Anerkennung, Disziplin,
Gemeinschaft, Sicherheit oder Wissen. Achten
Sie bei eventuell anstehenden Vorstellungsgesprächen neben den Qualifikationen Ihrer
Bewerber auch auf die innere Einstellung und
ob diese mit Ihren Werten harmoniert.
Leadership: Führen Sie – erst sich selbst,
dann andere
Dass Führung einen Einfluss auf die Leistungs-
Saubere Lösung
Wir sind ständig auf den Beinen. Im Klinikalltag, auf Kongressen und auch beim Sport
gehören schnelle Sprints oft dazu. In der nützlichen Schuhtasche von Mathys lassen sich Ihre
Schuhe gut unterbringen, damit die Kleidung
sauber bleibt. In ihrem grossen Hauptfach mit
Reissverschluss findet ein Paar Schuhe bis Grösse 47 problemlos Platz. Die praktische Schlaufe – zum Tragen oder Aufhängen – erleichtert
das Handling. Bestellen Sie am besten noch
heute Ihre Schuhaufbewahrung für unterwegs.
Fordern Sie am besten gleich Ihr persönliches Exemplar kostenfrei bei uns an
Per beiliegender Faxantwort:
+41 32 644 1 161
Oder ganz formlos per E-mail:
move@mathysmedical.com
fähigkeit einer Organisation hat, kann als
bewiesen gelten. Doch Sie führen nicht nur
andere, sondern auch sich selbst. Dafür sind
drei Tugenden besonders wichtig: Erstens
Disziplin, denn ohne sie ist nichts erreichbar.
Zweitens Verantwortung für die Arbeit und
die Angestellten. Drittens Gelassenheit, weil
eine hundertprozentige Kontrolle illusionär ist.
Wenn etwas schief geht, sollten Sie gelassen
reagieren und nach vorne blicken. Gleichzeitig bedeutet Leadership, die Fähigkeit einer
Führungskraft, sich gelegentlich auch führen
zu lassen. Kennen und akzeptieren Sie Ihre
Wissens- und Fähigkeitsgrenzen. Nehmen Sie
Kritik ernst und lassen Sie sich bei fachlichen
Entscheidungen beraten. So wirken Sie nach
aussen besonders souverän.
Es wird wohl noch 20 bis 30 Jahre dauern, bis
„mentale Ruhe“ einkehrt und sich der Mensch
Impressum
Herausgeber:
Mathys AG Bettlach • Robert Mathys Strasse 5 • 2544 Bettlach • Schweiz
Telefon: +41 32 644 1 485 • E-mail: move@mathysmedical.com
Verantwortliche Redakteurin:
Tanja Rölli • Leiterin Marktkommunikation & Kongresse • Mathys AG Bettlach
7
in dieser neuen Arbeits- und Kommunikationswelt etabliert hat, die Herausforderungen
einer hyperkommunikativen, vernetzten und
globalisierten Arbeitswelt meistert. Sehen sie
diesen Wandel als Inspiration und Chance zur
Weiterentwicklung in eine neue Zeit.
Väth M. Cooldown: Die Zukunft der Arbeit und wie
wir sie meistern. GABAL Verlag, Offenbach, 2013.
2
Hallowell E: Overloaded circuits: why smart people
underperform. Harv Bus Rev. 2005;83(1):54 – 62.
3
Life Science Studie: Ein Viertel der Arbeitszeit für Datenverwaltung. Pressemitteilung Fraunhofer Institute
for Applied Information Technology vom 5.6.2013.
http://www.fit.fraunhofer.de/de/presse/13-06-05.
html
4
McKinsey Global Institute. The social economy: Unlocking value and productivity through social technologies. July 2012. http://www.mckinsey.com/insights/
high_tech_telecoms_internet/the_social_economy.
5
Ophir E, Nass C, Wagner AD. Cognitive control
in media multitaskers. Proc Natl Acad Sci USA.
2009;106(37):15583–7.
1
move! ist eine Veröffentlichung der Mathys
AG Bettlach – Ihr kompetenter Partner für
die totalendoprothetische Behandlung in
der Orthopädie. move! wendet sich mit
neuen, nützlichen Informationen an orthopädische und traumatologische Spezialisten
in Klinik und Praxis sowie an alle Fach- und
Führungskräfte in Medizin, Pflege und Management im Krankenhaus.
Vielen Dank an alle, die uns bei der Realisierung von move! mit eigenen Beiträgen,
­Informationen und Fotos behilflich waren!
Sie haben Neuigkeiten oder Tipps aus Orthopädie und Klinik für uns? Sie möchten
sich mit einem eigenen Beitrag an move!
beteiligen? Gerne. Nutzen Sie das beigefügte Fax-Formular. Oder den direkten
Draht per Telefon und Mail.
1st International Hip
Community Convention 2014
Anzeigen-PDF
folgt
2 – 4 October 2014, Lucerne, Switzerland
Challenges
and benefits in reconstruction of individual
anatomy and bone preservation – current options
and future trends
For detailed information and registration go to
www.mathysacademy.com (coming courses)
or write to academy@mathysmedical.com
Due to limited number of participants, early
application is advised.
Mathys Ltd Bettlach • Robert Mathys Strasse 5 • P.O. Box • 2544 Bettlach • Switzerland • www.mathysmedical.com
Ad_A4_HIPCC2014_move_GZD.indd 1
07.08.2014 17:03:20
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
11
Dateigröße
2 011 KB
Tags
1/--Seiten
melden