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03.03.2011 Liebe Geschwister, der Vogtländische Leiterkreis – was

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03.03.2011
Liebe Geschwister,
der Vogtländische Leiterkreis – was ist das eigentlich? Vogtländische Leiter, die sich im Kreis drehen und mit
sich selbst beschäftigen, und das auf fromme Weise? Oder geistliche Leiter, die sich miteinander auf eine
gemeinsame Mitte ausrichten, jeder mag aus einer anderen Richtung und Position kommen, aber alle richten
sich gemeinsam auf Jesus aus und so gibt das eine geschlossene Linie – Einheit – nach innen und außen?
Was ist Ihr / Euer Bild vom Leiterkreis?
Im November 2010 hatten wir eine kleine Umfrage gemacht. Die erste Frage war die nach der Bedeutung
dieses Kreises für die Einzelnen. Aus den Antworten sprach eine große Dankbarkeit für das Miteinander, das
sich im Gebet, im gegenseitigen Tragen, in der Liebe, in der Bruderschaft, in gegenseitiger Hilfe, Ermutigung
und Stärkung ausdrückt. Es tut gut, über den eigenen Tellerrand zu schauen, sich auszutauschen, einander
zu dienen, geistliche Geschwistern an Orten und in Lagern zu entdecken, wo man sie so nicht vermutet
hätte, Wegweisung zu empfangen und Impulse für das eigene geistliche Wachstum, Gott zu begegnen,
Korrektur zu empfangen und wieder Hoffnung zu gewinnen. Der Leitkreis wird als ein Ort der Einheit und der
geistlichen Konzentration empfunden, an dem Gott wirkt.
Dann fragten wir nach den Wünschen. Viele wünschen sich eine stärkere Konzentration auf die
wesentlichen Dinge, dass also manches, z.B. an Ansagen und Informationen, gestrafft wird, und die Zeit für
die Begegnung mit Gott, Seinem Wort und den Geschwistern effektiver genutzt wird. Eine Dauerthema ist
die Verbindlichkeit. Die beginnt mit den erbetenen An- und Abmeldungen. Das geht weiter mit der Frage, wie
weit sich jeder einbringt oder zurückhält, dass wir Trennendes nicht verleugnen und uns doch vom Vater
einen lassen. Wie viel wissen wir von einander und lassen wir von einander wissen? Zu mehr Verbindlichkeit
könnte gehören, gemeinsam mehr auf Gott hören und Seinen erkannten Willen umzusetzen, auch in den
Regionen vor Ort und nicht nur zu den Treffen, dass man gemeinsam in das Reich Gottes investiert über
Gemeindegrenzen hinweg. Mehr Bereitschaft zu engeren Kontakten und zur Korrektur (bereit sein, Korrektur
zu empfangen und auch zu geben) wurde gewünscht. Angesprochen wurde die Frage nach der
gemeinsamen Vision, die wir verfolgen. Wenn wir gemeinsam auf Gott hören und für Dinge beten, wäre es
hilfreich, später zu hören, was daraus geworden ist. Es wird auch noch Potenzial gesehen, in der
Anwendung der Gaben zu wachsen, das auszuschöpfen, was Gott schenkt. Wo sind die Leiter beim
Erweckungsgebet? Wo sind die katholischen Geschwister?
Zuletzt fragten wir, was jeder selbst beitragen kann und will. Da wurde vor allem das Gebet genannt
und die Bereitschaft, einen Impuls weiterzugeben, wenn man einen hat, auch finanzielle Unterstützung, das
eigene Kommen... Es gab dort am wenigsten Antworten... Dieser Brief reicht nicht, alle Antworten
wiederzugeben, aber Danke allen, die sich beteiligt und geäußert haben!
Viele von uns beschäftigt eine Prophetie von Ende 2010, die Erweckung für das Vogtland voraussagt. Die
Umstände ihres Zustandekommens lassen es als wenig wahrscheinlich erscheinen, dass hier jemand seine
persönlichen frommen Wünsche in eine Prophetie gekleidet hat und etwas wiederholt, was wir gerne und
seit Jahren hören und doch nicht kommt. So steht die Frage: Wird wirklich eine Erweckung kommen? Oder
der große Abfall? Ich beobachte: Teile der Christenheit erwarten nur den großen Abfall (der eher die
anderen betrifft als sie selbst), andere dagegen nur die große Erweckung (die eher das eigene Lager und die
eigene Prägung heimsucht und nicht die anderen). Ich verstehe das Neue Testament so, dass tatsächlich
beides vorausgesagt ist. Es wird Abfall, Erweckung und Verfolgung geben – und das gleichzeitig. (Wo keine
Verfolgung ist, ist vermutlich auch keine echte Erweckung, siehe z.B. Gal 4,29 und 2. Tim 3,12.) Vergleiche
dazu Matthäus 24,9-14: Verfolgung, falsche Propheten, die Gesetzlosigkeit nimmt überhand, aber das
Evangelium wird überall verkündigt! Oder Epheser 5: Verführung mit leeren Worten (V. 6 und Kontext –
heute mehr als aktuell! - und V.26f: Christus wird für eine herrliche Gemeinde und Braut ohne Tadel sorgen.
Siehe auch Offb 17 - 19 – die Gemeinde als Hure und die Gemeinde als Braut.
D.h. Wir müssen wachsam und wach sein – wer erweckt ist, schläft nicht mehr, sondern ist munter, eben
wach und schaut genau hin. Vermutlich wird der Abfall und die Erweckung gar nicht immer so so leicht zu
unterscheiden sein. Falsche Propheten und Prophetien setzen ja echte voraus, sonst hätten sie keinen Sinn
(so wie gefälschte 7-Euro-Scheine keinen Sinn hätten, sondern nur die Fälschung von Scheinen, die es auch
echt gibt)! Viele, nicht nur einige „Charismatiker“, die neben den Gaben Gesetzlosigkeit praktizierten, wird
Christus verwerfen müssen (Matth 7,22-23). Also: Durchblick ist nötig! Erweckt werden, aufwachen,
aufstehen, wachsam sein – das gehört zusammen!
In der erwähnten Prophetie, die als Traum mit anschließender Deutung durch eine akustisch hörbare Stimme
gegeben wurde, wurden einfach gekleidete Menschen gesehen. Erweckung geht vermutlich nicht von den
Eliten aus und wohl auch nicht von denen, die sich als (geistliche?) Elite sehen, sondern eher von vielen
Unbekannten, die aber Gott kennt und die Gott kennen (vgl. 1. Kor 1,26-31). Diese Menschen gingen in der
Traumvision nach unten in einen Kellerraum zum Gebet. Nein, das Kennzeichen von Erweckung ist nicht
zuerst, dass wir „abschweben“, sondern dass wir nach unten gehen – auf die Knie, ins Gebet. Gebet ist nicht
als frommes Hobby oder Leistungssport gedacht, sondern es ist zuerst Bekenntnis und Ausdruck der
eigenen Abhängigkeit von Gott und Ausdruck eines Glaubens, der Gott viel, ja alles zutraut. Erweckung kann
durch Menschen geschehen, die sich voll Vertrauen Gott zur Verfügung stellen, die sich unter das Wort
Gottes stellen, nicht darüber, die um ihre eigene Kleinheit wissen und um die Größe Gottes (das bedeutet
Anbetung!). Und da Erweckung etwas mit dem Reich Gottes zu tun hat, beginnt sie mit Buße, Umkehr,
Gesinnungs- und Lebensänderung – siehe Matth 3,2 + 4,17. Gott sucht Menschen, die sich vor IHM beugen
– für ihr Land und auch für ihre Kirche. Fromme, die sich über den Abfall der anderen empören, gibt es
genug, aber frommer Hochmut qualifiziert für die Hölle, nicht für den Himmel. Den Demütigen gibt Gott
Gnade (Spr 3,34; 1. Petr 5,5, Jak 4,6). Manchmal scheint es übrigens so zu sein, dass sich „liberale“
Christen mehr Demut, Ehrlichkeit, Bereitschaft zur Änderung und ein suchendes Herz bewahrt haben als
mancher „Fromme“, der alles zu wissen und zu haben meint. Gott ist immer für Überraschungen gut, und in
Erweckungen geschieht immer Überraschendes! Seien wir darauf gefasst!
Mag sein, dass 2011 in mancherlei Hinsicht ein Jahr der Entscheidungen wird, so empfinde ich es zumindest
persönlich. Wollen wir, was Gott will?
Stellen wir uns miteinander unter das Wort Gottes. Das Wort Gottes und den Geist Gottes hat Gott übrigens
zusammengefügt. Das sollte der Mensch nicht scheiden. Wir brauchen beides! Uns verbindet unsere
Abhängigkeit von Gott. Wenn wir abhängig von Gott sind, dann sind wir auch voneinander abhängig – denn
Christus wirkt durch Seinen Leib, und der ist größer als die eigene Gemeinde oder Institution. Gottes Gnade
ist bunt und vielfältig. Der Vogtländische Leiterkreis ist ein Ort, wo wir einander dienen können, jeder dem
anderen mit der Gnadengabe, die er empfangen hat. (1 Petr 4,10). Das Wort „dienen“ hat in der Sprache der
Bibel einen „niedrigen“ Klang, es beschreibt zuerst so etwas wie Tischdienst. Aber genau so sind wir Jesus
und einander nahe.
Der Leiterkreis - ein Diener- und Dienstkreis von geistlichen Leitern, wo Gottes Gnade sich niederlassen und
wirken kann – mit Auswirkungen weit über unseren „Kreis“ hinaus! Das wäre das Eigentliche!
Gottes Segen und Schalom Ihnen und Euch allen!
Ihr / Euer Stephan Zeibig.
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Seele and Geist
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