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296 scheinen dagegen beide Typen gleich wirksam zu sein, was zur

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Biochemie.
296
scheinen dagegen beide Typen gleich wirksam zu sein, was zur Vorsicht
gegenüber Harnstoffdüngung bei Amidpflanzen m a h n t , indessen Säurepflanzen
Harnstoffzufuhr in erheblich größeren Mengen u n d Konzentrationen ertragen.
Wetzel
(Lei/pzig).
Mothes, K., Sauerstoffpotential und Eiweißumsatz im L a u b b l a t t .
Flora
1933. 28, 58—98; 8 T e x t a b b .
Verf. richtet sein H a u p t a u g e n m e r k auf das System: Aminosäuren­
gemisch— Eiweiß, d. h. auf die letzte Stufe der Synthese der Eiweißbildung
und den umgekehrten Prozeß, die Proteolyse. Zur Untersuchung bedient
er sich der Methode der Infiltration von geeigneten N- u n d C-Verbindungen
in N-Mangelblätter von Phaseolus und Nicotiana. — Orientierende Versuche
zeigten, daß die Infiltration von Aminosäurengemischen, wie sie in den Hydrolysaten der Reserveeiweiße der entsprechenden Pflanzen sich finden,
in N-Mangelblättern so schnell Eiweißsynthesen geben, daß eine Unter­
suchung der äußeren Bedingungen, die diesen Prozeß fördern oder hemmen,
möglich ist. Die Untersuchungen ergaben, daß eine niedrige Sauerstoff­
spannung im B l a t t die Proteolyse fördert, ein hoher Sauerstoffgehalt die
Proteolyse h e m m t und damit in der Wirkung einer geförderten Synthese
gleichkommt. Bei einer bestimmten Sauerstoffmenge werden sich also Auf­
bau u n d Abbau die Waage halten. Alle F a k t o r e n aber, die den Sauerstoffgehalt
vergrößern, werden bei sonst günstigen Bedingungen (optimaler p - W e r t
u n d genügend Kohlehydrate) die Eiweißsynthese fördern. D a m i t ist die
günstige Wirkung des Lichtes für einen positiven Eiweißstoffwechsel auf
den Einfluß des Sauerstoffes zurückgeführt, denn das Licht öffnet einmal
die Stomata u n d gibt so eine bessere Durchlüftung des Blattes, gleichzeitig
schafft die Photosynthese ein erhöhtes Sauerstoffpotential, vor allem in den
Zellen selbst. Lichtabschluß dagegen bewirkt gerade das Gegenteil und
fördert den Eiweißabbau.
Weitere Untersuchungen zeigen, daß die Proteinasen der untersuchten
Blätter zu dem P a p a i n t y p gehören. Auf der Suche nach einem Aktivator
dieses Fermentes k o m m t Verf. zu dem Ergebnis, daß es sich wahrscheinlich
um einen — SH-Körper handelt, da es HCN wohl k a u m sein kann. Ver­
mutlich k a n n jede, evtl. im Eiweiß gebundene, — S — S - G r u p p e nach Re­
duktion zur — SH-Gruppe als Aktivator dienen. — Das Problem, wie die
synthesefördernde Wirkung der hohen Sauerstoffspannung zustande kommt,
k a n n n u n aber nicht damit erklärt werden, daß die Sulfhydrilkörper durch
Oxydation vermindert werden, da dies auch eine verminderte Wirkung
des Fermentes nach sich ziehen m ü ß t e . — Der Sauerstoffgehalt in den Zellen
spielt also sicher im Eiweißstoffwechsel eine entscheidende Rolle; wie aber
im einzelnen diese Regulation angreift, ist noch ungeklärt.
H
Oollmick
(Berlin-Dahlem).
Spek, J., u n d Chambers, R., Das Problem der Reaktion des Protoplasmas.
(Neue experimentelle Studien, ausgeführt an Amoeben.)
Protoplasma
1934. 20, 376—406.
In Amoeba dubia injizierte p - I n d i k a t o r e n (es wurde die ganze Reihe
nach C l a r k u n d L u b s untersucht) verteilen sich zunächst diffus im
H y a l o p l a s m a u n d zeigen gleich nach der Injektion einen p - W e r t
von ca. 7,3 a n ; nach 1 Std. oder später erfolgt Entmischung in tiefgefärbte
Vakuolen mit einem p von mindestens 7,6. Das
Granuloplasma
(die Gallerthüllen der Plasmabläschen), das sich bei kleinen Amoeben durch
Indikatoren elektiv vital färben läßt, weist stets eine saurere Reaktion auf.
H
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Gesundheitswesen
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